Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!





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Montag, 11. März 2013

Neuerscheinungen: Alice - Samsara



Im Januar 2013 erschien das neue Album von Alice – Samsara endlich auch hier in Deutschland. Beinahe 15 Jahre nach dem letzten Longplayer Exit, erfreut uns die Musikerin mit 12 Titeln, die teils neu, teils schon länger in ihrem Repertoire sind. Produziert und aufgenommen wurde in London und Mailand von Steve Jansen, Francesco Messina und Marco Guarnierio.
Der Begriff Samsara kommt aus der indischen Religion und bezeichnet den immerwährenden Zyklus des Seins, den Kreislauf von Entstehung und Vergehen. Ein schöner Titel für ein Album wie ich finde.
Insgesamt ist Samsara ein ruhiges, sehr angenehmes Werk, das die Stärken von Alice – ihre unverwechselbare, kraftvolle Stimme und ihren typischen Sound – in den Mittelpunkt stellt. Als Songwriter fungierten Italienische Größen wie Tiziano Ferro, Franco Battiato oder Mino Di Martino. A Chiu Balla ist ein vertontes Gedicht von Toto und der Lucio-Dalla-Titel Il Cielo erinnert an den im letzten Jahr gestorbenen Musiker. Einzig Orientamento stammt von der Künstlerin selbst.
Man merkt dem Album die lange Vorbereitungszeit an. Die Lieder wurden sorgfältig und mit Bedacht ausgewählt und die musikalische Qualität ist sehr hoch. Alices Stimme klingt wie in alten Tagen, ihr typischer zweistimmiger Gesang hat nichts von seiner Eindringlichkeit verloren.
Wer Alice früher mochte, dem wird auch Samsara gefallen. Ich – ein Fan der ersten Stunde – höre das Album sehr gerne. Gefühlvoll, intensiv und insgesamt sehr harmonisch – einfach sehr schöne Musik.


Hörtipp: Orientamente, Un Mondo A Parte, Autunno Gia






                                                                




                                                                                     

Dienstag, 26. Februar 2013

Newcomerinnen: Leslie Clio




Leslie Clio ist eine deutsche Musikerin. Sie wurde 1986 in Hamburg geboren. Zuhause wuchs sie mit Soul, Swing und afrikanischer Musik auf. Sie hatte ein Jahr Gesangsunterricht und brachte sich den Rest selbst mit Lektionen aus dem Internet bei. Nach dem Abitur reiste sie erst einmal um die Welt bevor sie 2010 nach Berlin ging, um ihre musikalischen Visionen zu verwirklichen.
Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, jobbte Leslie Clio nachts als Kellnerin. In ihrer Freizeit arbeitete sie an ihren Songs. Über eine Freundin lernte sie Nikolai Potthoff, den Gitarristen der Indie-Rock-Band Tomte, kennen. Zusammen produzierten sie die Single Told You So, die sich auch bald in den Charts platzieren konnte. Die zweite Single Couldn't Care Less wurde in dem Film Der Schlussmacher verwendet.
Das Debüt-Album Gladys erschien am 8. Februar 2013. Es ist ein modernes Stück Pop-Musik mit deutlichen Soul-Elementen.
Von der Kritik hochgelobt braucht sich Leslie Clio nicht vor Vergleichen mit Adele, Amy Winehouse oder Duffy zu scheuen. 









                                    

                                

Dienstag, 12. Februar 2013

Diane Weigmann



Diane Weigmann ist eine deutsche Musikerin. Sie wurde 1974 in Berlin geboren. 1989 gründete sie mit drei Freundinnen ihre erste Band, die Mädchenband Lemonbabies, die bis 2001 aktiv waren und sich seitdem in einer kreativen Pause mit bis heute offenem Ende befindet.
2001 absolvierte sie den Popkurs, einen Studiengang für Popmusik in Hamburg. Sie arbeitete anschließend mit verschiedenen Musikern aus der deutschen Musikszene zusammen, u.a. Die Ärzte, Curt Cress und Thomas D. Außerdem schrieb sie Songs für Yvonne Catterfeld und Juli und produzierte Musik für Film- und Werbeaufnahmen.
2005 veröffentlichte Diane Weigmann ihr erstes Solo-Album Diane – Das Album. Die Single Das Beste konnte sich in den deutschen Charts platzieren.
2007 folgte das zweite Album Im Zweifelsfall noch immer. Die Musikerin tourte mit verschiedenen Besetzungen, mal als Vorprogramm, mal allein unplugged.
Für ihr drittes Album Kein unbeschriebenes Blatt (Februar 2013) ging Diane Weigmann ein hohes Risiko ein. Sie verzichtete bewusst auf die Unterstützung einer Plattenfirma und ließ sich fünf Jahre Zeit für die Realisierung. Für die Finanzierung löste sie einen Bausparvertrag auf und setzte auf Online-Fundraising. Zu dieser Vorgehensweise sagte sie selbst: „Nach vielen Jahren in der scheinbaren Sicherheit branchenüblicher Plattenverträge wollte ich endlich die volle Verantwortung. Und zwar nicht nur für meine Musik – die habe ich mir noch nie nehmen lassen – sondern auch darüber hinaus, im Umgang mit meinem Album. Ich wollte Verantwortung für die Art, wie es dem Publikum zugänglich gemacht wird und dafür, wie ich selbst Erfolg definiere.“
Herausgekommen ist ein sehr schönes Stück deutscher Singer-Songwriter-Pop mit einem gehörigen Schuss Country hie und da. Diane Weigmanns Lieder handeln vom Alltag in allen Ausprägungen, mal ausgelassen, mal nachdenklich. Sie sagt: „Ich möchte keine elitäre Kunst erschaffen, ich möchte Musik schreiben, die dem Alltag Sinn gibt.“ Schön.





www.dianeweigmann.de          






                                                                        


                                          und noch was besoders Schönes:





                                                                        

                                                                                                                   


Montag, 3. Dezember 2012

Francesca Battistelli



Francesca Battistelli ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1985 in New York geboren. Sie wuchs in einer musikalischen Familie auf, beide Elternteile kamen vom Musik-Theater. Schon als Kind war ihr Berufswunsch klar, sie wollte auch zum Theater und nahm deshalb Schauspiel und Tanzunterricht.
Mit 15 wurde sie Mitglied der Girl-Band Bella und trat mit dieser einige Zeit auf. Nach der Trennung der Gruppe konzentrierte sich Francesca auf ihre eigene Musik und begann, erste Songs zu schreiben.
Nach und nach wandte sie sich religiösen Themen zu und veröffentlichte 2004 das Independent-Album Just A Breath. Der Durchbruch aber kam erst mit dem 2008 erschienenen Album My Paper Heart. Es konnte die Spitze der Christian-Album-Charts erklimmen und hielt sich auch in den Billboard Charts ein halbes Jahr. Die Single Free to Be Me wurde zum Nummer-eins-Hit bei den Christian Songs und wurde zudem für einen Grammy nominiert.
Auf der folgenden Tour spielte Francesca auf mehreren christlichen Musikfestivals und stand mit verschiedenen Kollegen auf der Bühne. Mit dem Mischen verschiedener Genres wie Pop, Rock, Gospel und R'n'B versucht sie, ihre Musik so zu gestalten, dass sie auch von Nicht-Christen gerne gehört wird.
2011 erschien das dritte Album Hundred More Years, das wiederum den Platz 1 der Christian-Album-Charts erreichen konnte.
2012 veröffentlichte Francesca Battistelli mit Christmas eine Sammlung traditioneller Weihnachtslieder.










                                                               

                                                                                         

Dienstag, 20. November 2012

Mylène Farmer



Mylène Farmer ist eine französische Popsängerin. Sie wurde 1961 In Pierrefonds, Kanada als Mylène Jeanne Gautier geboren. Ihr Künstlername Farmer stammt von einem ihrer Vorbilder, der Schauspielerin Frances Farmer. Sie wuchs zuerst in Kanada, wo ihr Vater arbeitete und später in einem Vorort von Paris auf. Neben der Schule beschäftigte sie sich vor allem mit dem Reiten. Kurz vor dem Abschluss verließ Mylène die Schule und nahm Schauspielunterricht. Um Geld zu verdienen, verkaufte sie nebenbei Schuhe, arbeitete als Werbemodel und Arzthelferin. Während dieser Zeit lernte sie im Rahmen eines Castings Laurent Boutonnat kennen, mit dem sie bis heute zusammenarbeitet. Er schreibt nicht nur die Musik für ihre Lieder, während sie meist für den Text verantwortlich ist, sondern führte auch bei einigen ihrer Musikvideos Regie.
1984 wurde die Debüt-Single Maman A Tort veröffentlicht. Den Durchbruch schaffte Mylène Farmer aber erst zwei Jahre später mit dem Album Cendre De Lunes. Auch die nächsten beiden Produktionen, Ainsi Soit-Je (1988) und L'autre (1991), wurden zu großen Erfolgen. Mit ihren Songs wie z.B. Sans Contrefaçon und vor allem Désenchantée erreichte sie nicht nur die Charts in Frankreich, sondern auch in der Schweiz, Belgien und auch in Deutschland.
Die späteren Alben erreichten nicht mehr den Stellenwert der ersten Zeit. Ihr Erfolg beschränkte sich fort hin auf den französischen Sprachraum. Mylène Farmer experimentierte mit verschieden Musikstilen, kehrte aber immer wieder zu ihrem bewährten Sound zurück. Berühmt ist sie besonders für ihre spielfilmhaften Musikvideos und ihre aufwendig produzierten Konzerte. In Frankreich und Belgien tritt sie gern in großen Stadien auf, die meist bis auf den letzten Platz ausverkauft sind. In den Medien, vor allem auch im Internet ist die Künstlerin dagegen kaum vertreten. Ganz untypisch für das heutige Musik-Geschäft gibt es keine offizielle Homepage.
Im Dezember 2012 wird das neue Album Monkey Me erscheinen und 2013 geht Mylène Farmer wieder auf große Tournee.





                                                                    

                                                                                    

Freitag, 9. November 2012

Neuerscheinungen: Nena - Du bist gut



Am 2. November 2012 ist das mittlerweile 17. Album von Nena – Du bist gut – erschienen. Aufgenommen wurden die 15 Songs in Island. Zwei Monate lang quartierte sich die Musikerin mit ihrem Produzenten Derek van Krogh und ihrer 13-köpfigen Band in der Nähe von Reykjavik im Studio der isländischen Band Sigur Rós ein.
Herausgekommen ist ein bunter Reigen deutscher Popmusik. Von Rock über Synthie bis zu klassischen Balladen – alles ist vertreten.
Die schnelleren Stücke wie Das ist nicht alles oder Lied Nummer eins verbreiten eine positive Energie, wie man sie noch aus Neue-Deutsche-Welle-Zeiten kennt. Insgesamt überwiegen aber die nachdenklichen, ruhigeren Titel. Esoterisch angehaucht, wie wir es von der gereiften Nena kennen, macht sie sich Gedanken über Trennungen (Freiheit, Ich hab dich verloren), Selbstfindungswege (Ich hör mir zu, Wo ist mein Zuhause) und auch ein Appell an uns alle darf nicht fehlen (Frieden).
Zwischendurch gibt es mit Goldene Zeit Goldenes Land Disco Sound, der allerdings verdächtig nach Corey Harts Sunglasses At Night klingt.
Insgesamt ist Du bist gut eine sehr vielseitige Produktion im typischen Nena-Stil. Fans werden das Album lieben, die anderen wird sie damit wohl nicht auf ihre Seite ziehen.
Mir sind die Texte an manchen Stellen doch etwas zu flach geraten "Alles was ich nicht ändern kann, das lass ich wie es ist / Denn alles was sich nicht ändern lässt, ist gut so wie es ist." (Du bist gut) oder sie haben eine Tendenz zum Kitsch wie in Schmetterling: Schmetterling, schwing deine Flügel/ Lass mich deine Schönheit sehen/ Solange es geht/ Eine Frau wiegt sanft ihr Kind und der Wind singt leise mit/ Wie zärtlich sie sind.
Ob Nena ihre Hörer mit Plattitüden dieser Art wirklich erreichen kann, bleibt dahin gestellt. Sie hat ja immer schon polarisiert. Entweder man mag sie – oder nicht. Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten.           






                                                                                                  

Donnerstag, 8. November 2012

Sheena Easton



Sheena Easton ist eine schottische Sängerin. Sie wurde 1959 als jüngstes von sechs Kindern in Bellshill geboren. Schon als kleines Mädchen sang sie für Bekannte und Verwandte. Wegen ihrer guten Schulnoten, erhielt sie ein Stipendium für die Royal Academy of Music and Drama.
Mit der von der BBC produzierten Sendung The Big Time schaffte sie den Durchbruch in England. Sie erhielt einen Plattenvertrag bei EMI und 1980 erschien die erste Single Modern Girl, die zu einem kleinen Radio-Hit wurde. Die zweite Single 9 to 5 wurde dann zum großen Erfolg. In den USA schaffte es der Song sogar auf Platz 1, dort allerdings unter dem Namen Morningtrain. 9 to 5 kollidierte mit dem gleichnamigen Titel von Dolly Parton.
Schon mit ihrem Debüt-Album Take My Time (1980) hatte es Sheena Easton bis ganz nach oben in den Pop-Olymp geschafft. 1981 steuerte sie mit For Your Eyes Only das Titellied zu dem James Bond Film In tödlicher Mission (Originaltitel: For Your Eyes Only) bei. Er wurde für den Oscar nominiert. Im selben Jahr gewann die Schottin den Grammy als beste neue Künstlerin.
Die frühen 80er Jahre blieben die erfolgreichste Zeit für Sheena Easton. Mit Hits wie Telephone, We've Got Tonight (mit Kenny Rogers) oder You Could Have Been With Me und Machinery war sie eine der bestimmenden Pop-Sängerinnen dieser Zeit.
1987 machte die Sängerin einen Ausflug ins Schauspielfach. Bekannt wurde sie vor allem mit ihrer Rolle in der TV-Serie Miami Vice neben Don Johnson.
Die späten 80er brachten einen Imagewechsel vom Pop-Star hin zur Dance-Queen. In Zusammenarbeit mit Prince konnte die Musikerin auch hier etliche Erfolge verbuchen.
Obwohl Sheena Easton weiterhin CDs veröffentlichte, gelang ihr kein weiterer Hit mehr. 2000 zog sie sich schließlich zurück und widmete sich der Erziehung ihrer Kinder. Sie lebt seit Jahren in den USA und gilt als eine der reichsten schottischen Frauen. Von Zeit zu Zeit gibt sie auch heute noch Konzerte.










                                                                          


                                                                                      

Dienstag, 30. Oktober 2012

Neuerscheinungen: Anna Depenbusch - Sommer aus Papier



Am 5. Oktober 2012 ist das neue Album von Anna Depenbusch, Sommer aus Papier, erschienen. Mit ihren 13 Liedern beschert uns die Musikerin mit ihrer unnachahmlichen Natürlichkeit und ihrer neu entdeckten Ukulele eine Mischung aus Fröhlichkeit, Wärme und auch Melancholie, die den kommenden Winter etwas erträglicher macht.
Entstanden ist das Album inspiriert durch eine Hawaiitapete: „Ich sah sie und im gleichen Moment wusste ich, ich werde eine Kontrast-Platte zum Schwarz/Weiß-Album schaffen. Sie wird bunt sein, so farbenfroh, wie die Hawaiitapete. Sie wird eine frische Leichtigkeit aufweisen, ohne jedoch den Anschluss an meine Vorgängeralben und die Art und Weise wie ich mit Worten umgehe, zu verlieren.“
Der Titeltrack Sommer aus Papier ist eines dieser typischen Depenbusch-Lieder. Leicht, einfach und immer wieder blitzt die Ironie durch. Das wunderschöne Duett mit Mark Forster, Ich und Du, handelt ganz klassisch von der Liebe, das fröhliche Tretboot nach Hawaii könnte zum modernen Volkslied avancieren.
In Hey Cowboy präsentiert sich Anna Depenbusch als Männerversteherin: "Glaub' mir, ich habe nichts gegen Männer, die weinen / bestimmt ist es anstrengend / immer Cowboy zu sein." Lebendige Menschen stehen im Mittelpunkt ihrer Songs, mit ihren Erlebnissen, Erfahrungen und Träumen. Kleine Alltagsgeschichten inspiriert umgesetzt, pointiert zugespitzt und mit viel feinem Humor durchsetzt.
Zwischendurch bleibt Platz für Gänsehaut-Momente wie im düsteren Zimmer #439, ein kleiner Alptraum in Musikform, oder auch das ätherische Vom Leben als Gespenst, die beide viel Raum für Interpretationen lassen und gerade so einen besonderen Zauber entfalten.
Das wunderschöne Irgendwo ist oben ist ein tröstender Durchhalte-Song, mit dem man aus allen Tiefen auftaucht - "erst durch Schwarz dann durch Grau / Nach 1000 Metern langsam durch Blau / Und Du siehst es schimmert Türkis".
Benjamin präsentiert augenzwinkernd einen gesungenen Orgasmus bevor das letzte Lied den Hörer wieder auf die ernste Seite des Leben zieht. Mit Absicht wie Anna Depenbusch selbst sagt: „Die Sonne wirft auch Schatten, deshalb lasse ich die Platte mit der schweren, traurigen Ballade 110“ ausklingen. Es geht um einen Unfall und dass danach alles anders ist. Das Album endet wieder mit einer Klaviernummer. Balladen am Klavier, das gehört zu mir. Dem Klavier kann und will ich nicht untreu werden.“
Obwohl Sommer aus Papier so gar nicht in die dunklere Jahreszeit zu passen scheint, möchte ich euch das Album doch sehr ans Herz legen. Es macht die Welt ein wenig bunter und fröhlicher, ohne seicht zu sein. Und auch Fans der Melancholie finden hier ihre Momente, kurzum: ein vielseitiges, poetisches, ein wunderbares Album!



Hörtipps: Ich und Du, Tretboot nach Hawaii, Benjamin





                                                           


                                                                                      

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Annette Humpe


Annette Humpe ist eine deutsche Sängerin, Songwriterin und Produzentin. Sie wurde 1950 in Herdecke geboren. Nach ihrem Schulabschluss ging sie nach Köln und studierte dort sechs Semester Komposition und Klavier. 1974 zog sie nach Berlin, um dort ihre Musik-Karriere voranzutreiben. Sie spielte in verschiedenen Bands, aber erst 1979 kam der erste Erfolg mit der Gruppe Neonbabies, bei der auch ihre Schwester Inga sang.
1980 war sie Mitbegründerin der Gruppe Ideal. Annette Humpe sang und spielte Keyboard. Mit Blaue Augen hatte Ideal einen großen Hit. Der Durchbruch war geschafft. Ideal zählte zu den bekanntesten Vertretern der Neuen Deutschen Welle. Im Gegensatz zu anderen Musikern dieser Zeit, überzeugte Annette mit komplexen Arrangements und ruppigen Texten.
1983 trennte sich Ideal und die Musikerin versuchte sich erstmals als Produzentin. Für die Gruppe DÖF schrieb und produzierte sie den kommerziell erfolgreichen Titel Codo. Gesungen wurde der Titel von den beiden österreichischen Kabarettisten Joesi Prokopetz und Manfred Tauchen sowie von ihrer Schwester Inga Humpe. 1984 produzierte sie die Band Palais Schaumburg.
1985 gründeten die Schwestern die Formation Humpe&Humpe. Die beiden hatten mit Careless Love einen kleineren Hit.
1990 erschien ihr erstes Solo-Album Solo, auf dem sie für längere Zeit zum letzten Mal als Sängerin ihrer eigenen Kompositionen zu hören war. Danach war Annette Humpe für längere Zeit (bis etwa 2004) ausschließlich als Komponistin und Produzentin tätig. Sie schrieb und produzierte für erfolgreiche Künstler wie Udo Lindenberg, Die Prinzen, Lucilectric oder Nena. 1995 veröffentlichte sie unter dem Namen Bamby – wiederum mit Beteiligung ihrer Schwester – ein Album namens Wall of Sugar. Von 1997 bis 2002 zog sie sich aus privaten Gründen vollständig aus dem Musikgeschäft zurück.
2004 gründete Annette Humpe zusammen mit Adel Tawil das Projekt Ich&Ich. Sie fungiert dort als Komponistin, Co-Produzentin und teilweise auch als Sängerin. Auf der Bühne steht Adel Tawil seit 2007 allein, mit dem Hinweis auf ihr 'fortgeschrittenes' Alter, bleibt Annette seitdem lieber im Hintergrund.
Das Duo veröffentlichte drei sehr erfolgreiche Album und hatte mit Vom Selben Stern und Pflaster zwei Nummer-1-Hits.
2010 verkündeten Ich&Ich eine kreative Pause, da beide Musiker auch ihre Solo-Projekte verfolgen wollten.
Zuletzt produzierte Annette Humpe ein Album für Max Raabe (2011), mit dem sie auch gemeinsam die Lieder schrieb.











                                                                 



und ein paar Jahre später....






                                                                                                                         

Montag, 24. September 2012

Lenka


Lenka ist eine australische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1978 als Lenka Kripac in New South Wales geboren. "Meine Eltern waren Hippies und mein Vater baute ein Haus an der Südküste von New South Wales", erklärt sie. "Ich fühle mich mit diesem Teil der Welt wirklich immer noch sehr verbunden, obwohl ich schon mit sieben nach Sydney gezogen bin."
In der Großstadt sammelte Lenka schon als Teenager erste Erfahrungen als Schauspielerin, wurde von Cate Blanchett unterrichtet und erhielt in der Folge Hauptrollen in Theaterstücken, Fernsehproduktionen und Independent-Filmen. Daneben übernahm sie den Part der Sängerin/Keyboarderin bei der angesagten Indie-Electro-Ambient-Band Decoder Ring. Die Gruppe trennte sich 2007 nach drei Jahren.
Lenka beschloss, sich auf eine Solo-Karriere zu konzentrieren und zog dafür nach Los Angeles. Sie erhielt einen Plattenvertrag und 2008 veröffentlichte sie unter ihrem Künstlernamen Lenka ihr gleichnamiges Debütalbum. Das Album erschien 2009 auch in Deutschland. Mit ihrem fröhlichen Pop-Sound konnte die Musikerin ihr Publikum begeistern. Die Single-Auskopplung The Show wurde zum Radio-Hit.
2011 wurde das zweite Album Two veröffentlicht, konnte aber an den Erfolg des Vorgängers nicht anschließen. 









                                                                  



                                                                                        

Donnerstag, 20. September 2012

Christina Aguilera


Christina Aguilera ist eine amerikanische Pop-Sängerin und Songwriterin. Sie wurde 1980 in New York City geboren. Nach der Scheidung der Eltern lebte sie zusammen mit ihrer Schwester und ihrer Mutter in Pittsburgh. Schon von klein auf wollte sie Sängerin werden. Ihre Vorbilder waren Größen wie Ella Fitzgerald, Billie Holiday, Etta James, Judy Garland und Madonna.
1993 wurde sie neben Britney Spears Moderatorin der TV-Show Mickey-Mouse-Club.
1998 wurde ihre erste Single Reflection, ein Titel für den Zeichentrickfilm Mulan, ein Top-20-Hit in den USA. Der folgende Song Genie in a Bottle war der kommerzielle Durchbruch für Christina Aguilera, er erreichte Platz eins der US-Single-Charts. Ihr Album Christina Aguilera wurde in den USA am 24. August 1999 veröffentlicht und allein dort mehr als acht Millionen Mal verkauft. Außerdem erreichte es Nummer eins der Billboard-Charts. Zwei weitere Singles, What a Girl Wants und Come On Over Baby (All I Want Is You), erreichten Platz eins, eine vierte Single, I Turn to You, Platz drei der Single-Charts. Ein Grammy als Best New Artist 2000 war die logische Folge aus dem großen Erfolg.
Im selben Jahr folgte die Sängerin dem allgemeinen Latin-Trend und veröffentlichte ihr erstes spanischsprachiges Album Mi reflejo. Darauf befinden sich spanische Versionen ihres Debüts und zusätzliche spanische Lieder. Nach einem Monat folgte die Weihnachts-CD My Kind of Christmas, von der der Song The Christmas Song veröffentlicht wurde, welcher Platz 16 der Single-Charts erreichte.
Trotz des großen Erfolgs war Christina Aguilera mit der Musik und dem Image unzufrieden, die ihr Management für sie bereithielten. Zu dieser Zeit wurde sie als Teenie-Pop-Künstlerin vermarktet. Öffentlich kündigte sie an, dass ihr nächstes Album sowohl musikalisch als auch textlich mehr Tiefgang haben werde. In diesem Zusammenhang trennte sie sich nach einem Rechtsstreit von ihrem Manager.
2001 arbeitete Aguilera mit Mýa, Lil’ Kim und Pink zusammen und veröffentlichte Lady Marmalade, ein Cover des Songs von Labelle. Dieser erreichte in vielen Ländern Platz eins und gewann einen Grammy in der Kategorie Best Pop Collaboration with Vocals. Es ist der Titelsong des Films Moulin Rouge.
2002 erschien das Album Stripped, bei dem die Musikerin erstmals als Co-Autorin der Songs in Erscheinung trat. Äußerlich wandelte sich ihr Image vom Pop-Teenie hin zur Sexbombe. Sie erregte vor allem in den USA sehr viel Aufsehen mit freizügigen Videos und Nacktfotos in verschiedenen Magazinen.
Stripped wurde nicht ganz so erfolgreich wie das Debüt-Album, einzige Ausnahme war die Single Beautiful, die zum Welt-Hit avancierte und mit einem Grammy ausgezeichnet wurde.
2006 veröffentlichte Christina Aguilera ihr drittes Studioalbum mit dem Titel Back to Basics. Es beinhaltet die Single Ain’t No Other Man, welche Platz 6 in den US-Single-Charts erreichte. Das Album ist von der Musik der 1920er, 1930er und 1940er Jahre beeinflusst. Es erreichte in 17 Nationen den ersten Platz der Charts.
2009 erfüllte sich ein langgehegter Traum der Künstlerin. Sie drehte ihren ersten Film Burlesque zusammen mit Cher, welcher 2011 veröffentlicht wurde.
Das 2010 erschienene Album Bionic blieb weit unter den Erwartungen zurück, die Verkaufszahlen waren niedrig und eine Tour musste verschoben werden.
Seit 2011 sitzt Christina Aguilera in der Jury der Casting-Show The Voice, hat aber für das Jahr 2013 angekündigt, sich wieder vermehrt auf ihre eigene Karriere zu konzentrieren.




www.christinaaguilera.com          







                                                                                                



                                                                                               

Montag, 17. September 2012

Newcomerinnen: Mia Diekow

 
Aus Hamburg kommt eine neue Stimme am deutschen Musikhimmel. Die 26jährige Mia Diekow hat Ende Juli ihr Debüt-Album Die Logik liegt am Boden veröffentlicht. Die 14 Songs bewegen sich zwischen Chanson-Pop und Indie. Auffallend sind besonders die ausdrucksstarken Texte, die Mia alle selbst schreibt und auf die sie großen Wert legt.
Aber auch musikalisch hat die junge Musikerin einiges zu bieten. Aufgewachsen in einer Musikerfamilie – der Vater spielt Geige, die Mutter singt – atmet sie Musik von klein auf ein. Sie lernt Klavier, ist aber zu faul zum üben und konzentriert sich auf ihre Stimme. Erst im Heimstudio ihres Vaters entdeckt Mia Diekow ihre eigene Welt. Sie experimentiert mit der Technik, schafft eigene Sounds und beginnt, eigene Songs zu schreiben. Die Aufnahmen zu ihrem Album sind dementsprechend unkonventionell: "Ich habe vorab,
einhergehend mit dem Schreiben, viele Sounds bei mir im Wohnzimmer aufgenommen, mit meinem ganzen Gerassel und Geklingel, mit allem was meine Instrumenten-Kiste, Küche und Zimmereinrichtung zu bieten hat. Später im Home Studio mit Philipp (Produzent Philipp Schwär) kamen dann große und laute Sachen dazu, wie Schlagzeug und Bass und richtige Gitarren. Wie ein Mosaik, Patchwork, hippiemäßig.“
Bunt und abwechslungsreich klingen ihre Lieder. In einem Moment beherrschen Streicher, Piano und Melancholie das Herz. Doch schon im nächsten pumpt ein Beat aus den Boxen, und Diekow heult dazu wie ein Wolf. Zusammengehalten wird die bunte Tüte aus Stil und Einflüssen von Pop bis Jazz durch Mias zwar äußerst wandelbare, aber doch immer prägnante Stimme.
Es gibt Künstler, die erzählen jedem von ihrer dringlichen Botschaft. Für Mia Diekow ist das nichts: Sie will, dass ihre Musik und ihre Texte für sich selbst sprechen. Und das tun sie. Laut und vernehmlich und es macht Spaß zuzuhören.











                                                                     



                                                                                                     

Montag, 10. September 2012

Kim Wilde


Kim Wilde ist eine englische Popsängerin. Sie wurde 1960 als Kim Smith in Chiswick/West London geboren. Sie ist die Tochter des Rock-'n'-Roll-Sängers Marty Wilde, dessen Künstlernamen sie übernommen hat.
Mit zwanzig unterschrieb sie ihren ersten Plattenvertrag und schaffte mit ihrer ersten Single Kids In America auf Anhieb einen internationalen Hit. Das 1981 veröffentlichte selbstbetitelte Debütalbum wurde auch sehr erfolgreich und festigte ihren Status als Popqueen neben Cyndi Lauper und Blondie.
Aber schon das zweites Album Select (1982) konnte zumindest in ihrem Heimatland Großbritannien nicht mehr an den Erfolg des Erstlings anknüpfen. In Deutschland, Frankreich, der Schweiz sowie in den skandinavischen Ländern hatte sie hingegen nach wie vor viele Fans und mit Cambodia und View from a Bridge weitere Top-10-Erfolge.
Die Erfolglosigkeit in Großbritannien hielt weiterhin an, was besonders bei Konzerten deutlich wurde. Die Tourneen der Jahre 1983, 1985 und 1986 brachten Kim Wilde in Großbritannien halbleere Hallen, während sie besonders in Deutschland und Frankreich vor teilweise ausverkauften Häusern spielte.
Erst 1986 kehrte Kim Wilde mit der Cover-Version des Supremes-Klassikers You Keep Me Hangin’ On erfolgreich in die britischen und internationalen Charts zurück und landete ihren größten internationalen Hit überhaupt. Der Song war im Winter 1986/1987 ein Top-10-Hit in ganz Europa und brachte der Sängerin im Juni 1987 auch einen Nummer-1-Hit in den USA, in Kanada und Australien. Das Album Close (1988) wurde wieder europaweit zum Hit und Kim Wilde durfte im Vorprogramm zu Michael Jackson und David Bowie auftreten und erstmals in großen Stadien singen.
In den 90er Jahren blieb der Erfolg mehr und mehr aus und die Musikerin zog sich ins Privatleben zurück. Nach Heirat und der Geburt zweier Kinder, begann sich Kim Wilde wieder für ihr altes Hobby Gartenarbeit zu interessieren. Sie moderierte Gartensendungen im britischen Fernsehen und schrieb zahlreiche Artikel in Zeitungen und Zeitschriften über dieses Thema. Im April 2005 erschien ihr erstes Buch Gardening with Children.
2003 gelang ihr mit Anyplace, Anywhere, Anytime, einem Duett mit Nena, ein völlig überraschendes Comeback, das in Deutschland wochenlang auf Platz 3 der Charts war und in den Niederlanden sowie in Österreich sogar Nummer 1 wurde. Mit dem Album Never Say Never (2006) meldete sich Kim Wilde wieder erfolgreich im Musikgeschehen zurück. Auch das 2010 erschienene Album Come Out And Play wurde kommerziell äußerst erfolgreich. Auf dem 2011 herausgebrachten Longplayer Snapshots coverte Kim eine Reihe persönlicher Songfavoriten von u.a. Mike Oldfield, David Bowie oder Dionne Warwick.
2012 ist Kim Wilde wieder bei Auftritten in Deutschland, Frankreich und Holland zu sehen.









                                                      
                                                                                  

Donnerstag, 6. September 2012

Tanita Tikaram



Tanita Tikaram ist eine britische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1969 in Münster/Deutschland, wo ihr Vater im Dienst der britischen Armee stationiert war, geboren. Tanitas Mutter stammte ursprünglich aus Borneo/Malaysia und ihr Vater von den Fidschi-Inseln. Die Eltern lernten sich in England kennen, bevor sie nach Deutschland übersiedelten. Im Alter von zwölf Jahren kehrte Tanita mit ihren Eltern nach England zurück und lebte dort in Basingstoke/Hampshire.
Als Jugendliche begann sie, eigene Songs zu schreiben, beeinflusst von der Musik von Joni Mitchell und John Lennon. Ihr Plan, in Manchester zu studieren wurde von einem Zufall zunichte gemacht. Ein selbst aufgenommenes Demo-Tape geriet in die Hände von Paul Charles, eines Zeichens Agent und Manager. Er interessierte sich für die Stimme der jungen Frau und sah sie bei einem Auftritt in einem Londoner Club. Anschließend nahm er sie unter seine Fittiche und verhalf ihr zu einem Plattenvertrag.
1988 wurde ihre erste Single Good Tradition auf Anhieb ein Top-10-Hit. Das folgende Album Ancient Heart und vor allem die Single Twist In My Sobriety gerieten zum Riesen-Erfolg. Der Song stürmte die Charts in ganz Europa, das Album verkaufte sich weltweit mehr als vier Millionen Mal. Mit gerade 19 Jahren war Tanita Tikaram über Nacht ein Star.
Die folgenden Alben The Sweet Keeper (1990) und Everybody's Angel konnten den enormen Erfolg nicht mehr wiederholen, festigten aber den Ruf der Musikerin als großartige Komponistin und Sängerin.
In den nächsten Jahren wurden weitere Alben veröffentlicht, die allerdings kaum mehr für Aufmerksamkeit sorgten.

Erst jetzt, Ende August 2012, steht Tanita Tikaram mit ihrem achten Album Can't Go Back wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Gereift, mit tiefer, ausdrucksstarker Stimme präsentiert sie ihr neues Werk. Aufgenommen in Los Angeles mit dem Produzenten Paul Bryan, ist Can't Go Back ein äußerst abwechslungsreiches Album, dessen stilistische Spannbreite von Pop über Soul und Blues bis hin zu Americana und Country reicht. Die Single-Auskopplung Dust On My Shoes, eine Hymne an die Freiheit, ist ein grandioser Song irgendwo zwischen Pop und Soul. Ob Keep It Real, eine wunderbare Piano-Ballade, Science, angenehm beschwingt oder das schwermütige If The World Should Want For Love, das Album strotzt nur so vor großartigen Songs. Fazit: Ein absolut gelungenes Comeback!
Es ist höchste Zeit also, Tanita Tikaram nicht mehr auf den einen - wenn auch tollen - Hit aus den 80-ern zu reduzieren.









                                                         

Donnerstag, 2. August 2012

Neuerscheinungen: Missy Higgins - The Ol' Razzle Dazzle



Nach fünfjähriger Pause ist am 17. Juli 2012 das dritte Album der australischen Singer-Songwriterin Missy Higgins in Deutschland erschienen. The Ol' Razzle Dazzle enthält 12 Songs, produziert von Brad Jones und Kollegin Butterfly Boucher. Die Hälfte der Titel hat Missy Higgins selbst geschrieben, bei dem andern Teil halfen Butterfly Boucher, Dan Wilson, Katie Herzig und Kevin Griffin.
Nach ihren beiden ersten sehr erfolgreichen Alben hatte sich Missy Higgins gänzlich aus dem Musikgeschehen zurückgezogen, um sich privateren Dingen zu widmen. Während iher Auftritte bei Lilith Fair 2010 hat sie jedoch wieder Blut geleckt und begonnen an neuen Songs zu arbeiten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. The Ol' Razzle Dazzle ist ein reifes, höchst abwechslungsreiches Album, mit dem sich die Musikerin durchaus neben Sara Bareilles oder Adele einreiht.
Der Opener Set Me On Fire ist eine Liebeserklärung an die Musik, die Missy Higgins nach regelrechten Kreativitätsblockaden wieder zurück ins Studio gebracht hat. Unashamed Desire mit seinem jazzigen, treibenden Rhythmus ist ein erster Höhepunkt, Everyone's Waiting und All In My Head sind wunderbar gefühlvolle Balladen, Temporary Love bringt überraschend 70er Jahre Disco Sound ins Spiel, Cooling Of The Embers beschreibt eindringlich das Altern von Missys Großmutter und Sweet Arms Of A Tune ist eine wundervolle Beschreibung, wie man Trost in einem Song finden kann.
Missy Higgins erzählt auf The Ol' Razzle Dazzle von ihrem Kampf zurück auf die Bühne. Gefühlvoll, poetisch und manchmal auch experimentierfreudig vermischt sie Pop, Country, Jazz und Disco zu einem bunten Potpourri, das getragen von der Intensität ihrer Stimme ein rundes Album bildet, das Anzuhören Spaß macht. Ein gelungenes Stück Musik!
Mein Hörtipp: Unashamed Desire, Everyone's Waiting und Temporary Love.






                                                                      









Montag, 30. Juli 2012

Sharleen Spiteri



Sharleen Spiteri ist eine schottische Musikerin, vor allem bekannt als Frontfrau der Band Texas. Sie wurde 1967 in Glasgow geboren. Sie arbeitete als Friseurin, als sie zusammen mit Johnny McElhone die Band Texas gründete.
Das Debüt-Album Southside (1989) wurde auf Anhieb zu einem internationalen Erfolg. Vor allem die Single I Don't Want A Lover wurde zum Hit.
Texas Erfolgsgeschichte ist von einigen Höhen und Tiefen gekennzeichnet. Nach einem erfolgreichen Album folgte meist ein etwas sperrigeres Album, was bei den Fans nicht so gut ankam. Doch immer wieder konnte die Band Hits aus dem Hut zaubern. Besonders nach der Hinwendung vom spröden Gitarren-betonten Rock zum Charts-tauglichen Pop stiegen die Plattenverkäufe erheblich.
Songs wie Say What You Want, Black Eyed Boy und Summer Son sind auch heute noch in jedermanns Ohr.
Sharleen Spiteri war immer offen für Projekte mit anderen Musikern. So sang sie im Background für verschiedene Bands und veröffentlichte 2005 ein Duett mit Rammstein – Stirb nicht vor mir (Don't Die Before I Do).
2008 veröffentlichte sie ihr erstes Solo-Album Melody. Mit dem populären Sixties-Sound konnte Sharleen die Fans begeistern. Das Album erreichte die oberen Regionen der britischen Charts und war auch im Rest Europas recht erfolgreich.
2010 erschien das zweite Album The Movie Songbook, eine Zusammenstellung von Film-Songs. Die Single Xanadu wurde zum kleineren Hit.
Nach dem Ausflug als Solo-Künstlerin ist Sharleen Spiteri im Moment wieder mit Texas unterwegs. Mitte Juli 2012 erschien das Best-Of-Allbum Say What You Want – The Collection, das neben den Hits auch einige Raritäten enthält. Ein Bonbon für Fans.











                                                                                          





Donnerstag, 12. Juli 2012

Neuerscheinungen: Vicci Martinez - Vicci



Am 19.Juni 2012 ist das neue Album von Vicci Martinez – Vicci erschienen. Nach Jahren in der Independent-Ecke hatte die Musikerin erstmals die Gelegenheit, für die Produktion einer CD aus dem vollen zu schöpfen. Ihr gutes Abschneiden bei der Casting-Show The Voice 2011 und ein daraus resultierender Vertrag bei einem großen Label schufen ganz neue Möglichkeiten. Und Vicci Martinez nutzte sie alle.
Vicci hört man die ausgefeilte Produktion deutlich an. Auf der Strecke bleibt, meiner Meinung nach, aber das Ungeschliffene und Besondere der Künstlerin. Ich habe sie kennen gelernt als Rock und Soul-Sängerin, die mit ihrer rauen Stimme und ihrer Energie zu überzeugen wusste. Ich war daher gespannt, was sie mit der erhöhten öffentlichen Aufmerksamkeit im Rücken und einem größeren Etat anfangen würde.
Kurz gesagt: Vicci überzeugt mich nicht. Es ist für sich genommen keinesfalls schlecht, aber es klingt doch viel zu sehr nach Mainstream für meinen Geschmack.
Der Opener Come Along, den Vicci zusammen mit Cee-Lo Green singt, ist auf jeden Fall herausragend. Die beiden doch sehr unterschiedlichen Künstler haben da eine kleine Perle geschaffen. Run Run Run handelt von Viccis Umzug nach Los Angeles und klingt ein wenig nach Melissa Etheridge. Störend ist allerdings der allgegenwärtige Drum-Computer. I Can Love geht sogar in Richtung Dance. Ein Genre, dass ich von Vicci Martinez so nicht erwartet hätte. Auch die Power-Ballade Hold Me Darlin' klingt etwas aufgeblasen, das hat der Song einfach nicht nötig.
Insgesamt bin ich enttäuscht von Vicci. Die Songs haben alle eine solide Qualität, werden aber durch die üppige Produktion teilweise erdrückt. Auch die wirklich beeindruckende Stimme der Musikerin kommt nicht wirklich zum Tragen. Insgesamt muss ich sagen: Weniger wäre mehr gewesen. Schade!