Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!





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Donnerstag, 14. März 2013

Newcomerinnen: Laing



Laing ist eine deutsche Pop-Gruppe aus Berlin. Sie besteht aus drei Sängerinnen und einer Tänzerin. Im Mittelpunkt steht Leadsängerin, Songwriterin und Produzentin Nicola Rost. Ihr zur Seite stehen Atina Tabiei Razligh und Johanna Marshall sowie die Choreografin Marisa Akeny. Gründungsmitglied Susanna Berivan verließ die Gruppe 2012 zugunsten einer Solo-Karriere. Der Name der Band stammt vom Geburtsnamen der Mutter von Nicola Rost.
Markenzeichen von Laing sind die elektronischen Beats und die frechen deutschen Texte, die von drei harmonischen Frauenstimmen vorgetragen werden. Typisch ist auch ihr einheitliches, minimalistisches Bühnenoutfit.
Aufsehen erregte die Gruppe mit ihrem Song Morgens immer müde. Beim Bundesvision Songcontest 2012 belegte der Titel den 2. Platz und konnte sich auch dank eines Werbespots in den deutschen Top-10 platzieren.
Auch live bietet das Quartett dem Publikum Einiges. Ein TAZ-Reporter verglich ihre Bühnenshows mit "einer Revue unter dem Motto 'Berlin 3000'." Denn Liang treten mit kuriosen Requisiten und ausgefallenen Choreografien an.
Im März 2013 erschien das ungeduldig erwartete Debüt-Album Paradies Naiv. Musikalisch zeigen Laing hier eine erstaunlich Bandbreite. Neben dem bekannten Elektro-Pop, finden sich Eighties-Dancefloor (Nacht für Nacht), Schlager (Herr Amor) und deutliche R'n'B- Elemente (Wünsche). Die pointierten Rhythmen und die ungewöhnlichen Arrangements zusammen mit den wirklich witzigen Texten ergeben eine herrliche Kombination. Kurz, es macht Spaß, den vier Frauen zuzuhören. Erfrischende Pop-Musik aus Deutschland ist zur Zeit fest in Frauenhand – gut so.








                                                                 

                                                                           

              

Montag, 4. März 2013

Zusels Lieblinge: Time To Get A Gun - Miranda Lambert



Time To Get A Gun ist auf dem 2009er Album Revolution der amerikanischen Country-Musikerin Miranda Lambert erschienen. Es handelt sich um ein Cover des kanadischen Country-Sängers Fred Eaglesmith.
Ich persönlich verstehe den Text ironisch, ich befürchte allerdings, dass Miranda Lambert das anders sieht. Wie so viele Musikerinnen aus der Country-Szene ist auch sie eine Waffen-Befürworterin und steht auch ausdrücklich dazu.
Über dieses Thema kann man natürlich geteilter Meinung sein, aber trotz allem finde ich den Song gut und mag auch die Art, wie Miranda ihn singt. Hier kann man gut ihre natürlichere, rockigere Seite sehen, ohne den ganzen Country-Glamour. Das steht ihr gut, wie ich finde.              




                                       

Time To Get A Gun




My neighbor’s car got stole last night right out of his driveway
We heard the dog ‘a barking, we never paid them any mind
And Mary says she’s gonna lock the door from now on when we go away
I’ve been walking around this farm wondering if it’s time
Time to get a gun, that’s what I been thinkin’
I could afford one if I did just a little less drinkin’
Time to put something between me and the sun
When the talking is over it’s time to get a gun
Last week a government man was there when I walked out of my back door
He said “I’m sorry to bother you ma’am” it don’t matter anymore
‘Cause even while we’re talking right here where we stand
They’re making plans for a four-lane highway and a big ole overpass
Time to get a gun, that’s what I been thinkin’
I could afford one if I did just a little less drinkin’
Time to put something between me and the sun
When the talking is over it’s time to get a gun
Mary says she’s worried about herself and her kids
She’s never known anybody had a gun and her daddy never did
Well I think it should be up to me ‘cause when it’s all said and done
Somebody’s gotta walk into the night and I’m gonna be that one
Time to get a gun, that’s what I been thinkin’
I could afford one if I did just a little less drinkin’
Time to put something between me and the sun
When the talking is over it’s time to get a gun
When the party is over it’s time to get a gun
                                                   




                       
                                                                              

 

Montag, 18. Februar 2013

Newcomerinnen: Lisa Marie Neumann (Marie & The RedCat)



 
Lisa Marie Neumann ist eine deutsche Singer-Songwriterin, vor allem bekannt als Sängerin der Band Marie & The RedCat. Sie wurde 1986 in Homburg geboren, wuchs in St.Ingbert im Saarland auf und hatte von Kindesbeinen an mit Musik zu tun. Ab ihrem 6. Lebensjahr nahm sie 10 Jahre lang klassischen Geigenunterricht und spielte im städtischen Orchester. Mit 16 Jahren entdeckte sie die Gitarre für sich und begann das Instrument autodidaktisch zu erlernen. Ab diesem Zeitpunkt fing sie an, eigene Songs und Kompositionen zu schreiben. Sie sang in einigen Bands, zum teil Coversongs, zum teil eigene Musik und probierte sich auch im Nachstellen von Musicals mit Schauspiel, Tanz und Kostüm in der Musicalformation "Chorwurm".
Ende 2008 begann sie nach einer Ausbildung zur Maßschneiderin ihr Studium an der Popakademie Mannheim, das sie 2012 erfolgreich abschloss und arbeitet seit dem als freiberufliche Musikerin & Künstlerin.
Lisa Marie Neumann fand schon zu Beginn ihres Studiums die vier Musiker, die bis heute die Instrumentalisten ihrer Band Marie & The RedCat sind. Mit Wolfgang Morenz (Gitarre), Sebastian Rotard (Schlagzeug), Johann Seifert (Bass) und Florian Donaubauer (Keyboards) hat die Musikerin die vier Jahre an der Popakademie genutzt, um ihren eigenen Sound zu finden. Herausgekommen ist ein sympathischer Akustikpop mit Indie-Einflüssen. Lisa Maries jazzig angehauchte Stimme komplettiert den erfrischenden und warmen Klang.
Im Herbst 2012 erschien das Debüt-Album von Marie & The RedCat – Home. Neben einer eigenen Tournee und Auftritten mit verschieden Künstlern wie Xavier Naidoo oder Laith Al Deen, ist die Band schon in der zweiten Spielzeit am Maxim Gorki Theater in Berlin Teil des Ensembles des Theaterstücks Zeit zu lieben, Zeit zu sterben.
Eine junge deutsche Band, deren Musik Lust macht auf mehr. 










                                                                                                                          
                         

Dienstag, 20. November 2012

Mylène Farmer



Mylène Farmer ist eine französische Popsängerin. Sie wurde 1961 In Pierrefonds, Kanada als Mylène Jeanne Gautier geboren. Ihr Künstlername Farmer stammt von einem ihrer Vorbilder, der Schauspielerin Frances Farmer. Sie wuchs zuerst in Kanada, wo ihr Vater arbeitete und später in einem Vorort von Paris auf. Neben der Schule beschäftigte sie sich vor allem mit dem Reiten. Kurz vor dem Abschluss verließ Mylène die Schule und nahm Schauspielunterricht. Um Geld zu verdienen, verkaufte sie nebenbei Schuhe, arbeitete als Werbemodel und Arzthelferin. Während dieser Zeit lernte sie im Rahmen eines Castings Laurent Boutonnat kennen, mit dem sie bis heute zusammenarbeitet. Er schreibt nicht nur die Musik für ihre Lieder, während sie meist für den Text verantwortlich ist, sondern führte auch bei einigen ihrer Musikvideos Regie.
1984 wurde die Debüt-Single Maman A Tort veröffentlicht. Den Durchbruch schaffte Mylène Farmer aber erst zwei Jahre später mit dem Album Cendre De Lunes. Auch die nächsten beiden Produktionen, Ainsi Soit-Je (1988) und L'autre (1991), wurden zu großen Erfolgen. Mit ihren Songs wie z.B. Sans Contrefaçon und vor allem Désenchantée erreichte sie nicht nur die Charts in Frankreich, sondern auch in der Schweiz, Belgien und auch in Deutschland.
Die späteren Alben erreichten nicht mehr den Stellenwert der ersten Zeit. Ihr Erfolg beschränkte sich fort hin auf den französischen Sprachraum. Mylène Farmer experimentierte mit verschieden Musikstilen, kehrte aber immer wieder zu ihrem bewährten Sound zurück. Berühmt ist sie besonders für ihre spielfilmhaften Musikvideos und ihre aufwendig produzierten Konzerte. In Frankreich und Belgien tritt sie gern in großen Stadien auf, die meist bis auf den letzten Platz ausverkauft sind. In den Medien, vor allem auch im Internet ist die Künstlerin dagegen kaum vertreten. Ganz untypisch für das heutige Musik-Geschäft gibt es keine offizielle Homepage.
Im Dezember 2012 wird das neue Album Monkey Me erscheinen und 2013 geht Mylène Farmer wieder auf große Tournee.





                                                                    

                                                                                    

Dienstag, 13. November 2012

Lissie



Lissie ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1982 als Elisabeth Maurus in Rock Island/Illinois geboren. Schon als Kind war Musik für sie von besonderer Bedeutung: „Ich hab immer vor mich hin gesummt und mir diese kleinen Songs und Melodien ausgedacht“, erinnert sie sich, „außerdem verfasste ich Gedichte, passend zur Musik. Wenn ich schlecht drauf war, tröstete und beruhigte mich schon alleine das Vibrieren beim Singen.“ Mit neun Jahren spielte sie die Hauptrolle im Musical Annie.
Ein Studium an der Colorado State University war nur ein kurzer Abstecher in die Hochschul-Welt. Lissie vernachlässigte dabei ihre Musik nicht, sie verfeinerte ihre Songs, trat als Headliner im örtlichen Theater auf und nahm einen Track mit einem lokalen Electronic-DJ auf, der irgendwie den Weg ins Fernsehen fand und als Soundtrack der Serien OC, California, Veronica Mars und Dr. House zum Einsatz kam. Nach einem Auslandssemester in Paris beschloss sie, die Uni komplett hinzuschmeißen, nach Los Angeles zu ziehen und einen Versuch zu starten, Karriere als Musikerin zu machen.
Mit Auftritten in Bars und Honig Verkaufen auf einem Bauernmarkt finanzierte Lissie sich ihren Lebensunterhalt. Die 2009 produzierte EP Why You Runnin' zog einige Aufmerksamkeit auf die junge Musikerin und sie erhielt einen Vertrag bei Columbia Records. Dort veröffentlichte Lissie 2010 ihr Debüt-Album Catching A Tiger, eine Mischung aus bluesigem Folk-Rock und Pop. Besonders in Europa wurde das Album ein Erfolg und schaffte es in mehreren Ländern in die Charts.
2011 erschien die EP Covered Up With Roses mit fünf Cover-Songs, u.a. Bad Romance von Lady Gaga und Nothing Else Matters von Metallica.










                                                                          

                                                                                                 

Montag, 24. September 2012

Lenka


Lenka ist eine australische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1978 als Lenka Kripac in New South Wales geboren. "Meine Eltern waren Hippies und mein Vater baute ein Haus an der Südküste von New South Wales", erklärt sie. "Ich fühle mich mit diesem Teil der Welt wirklich immer noch sehr verbunden, obwohl ich schon mit sieben nach Sydney gezogen bin."
In der Großstadt sammelte Lenka schon als Teenager erste Erfahrungen als Schauspielerin, wurde von Cate Blanchett unterrichtet und erhielt in der Folge Hauptrollen in Theaterstücken, Fernsehproduktionen und Independent-Filmen. Daneben übernahm sie den Part der Sängerin/Keyboarderin bei der angesagten Indie-Electro-Ambient-Band Decoder Ring. Die Gruppe trennte sich 2007 nach drei Jahren.
Lenka beschloss, sich auf eine Solo-Karriere zu konzentrieren und zog dafür nach Los Angeles. Sie erhielt einen Plattenvertrag und 2008 veröffentlichte sie unter ihrem Künstlernamen Lenka ihr gleichnamiges Debütalbum. Das Album erschien 2009 auch in Deutschland. Mit ihrem fröhlichen Pop-Sound konnte die Musikerin ihr Publikum begeistern. Die Single-Auskopplung The Show wurde zum Radio-Hit.
2011 wurde das zweite Album Two veröffentlicht, konnte aber an den Erfolg des Vorgängers nicht anschließen. 









                                                                  



                                                                                        

Montag, 17. September 2012

Newcomerinnen: Mia Diekow

 
Aus Hamburg kommt eine neue Stimme am deutschen Musikhimmel. Die 26jährige Mia Diekow hat Ende Juli ihr Debüt-Album Die Logik liegt am Boden veröffentlicht. Die 14 Songs bewegen sich zwischen Chanson-Pop und Indie. Auffallend sind besonders die ausdrucksstarken Texte, die Mia alle selbst schreibt und auf die sie großen Wert legt.
Aber auch musikalisch hat die junge Musikerin einiges zu bieten. Aufgewachsen in einer Musikerfamilie – der Vater spielt Geige, die Mutter singt – atmet sie Musik von klein auf ein. Sie lernt Klavier, ist aber zu faul zum üben und konzentriert sich auf ihre Stimme. Erst im Heimstudio ihres Vaters entdeckt Mia Diekow ihre eigene Welt. Sie experimentiert mit der Technik, schafft eigene Sounds und beginnt, eigene Songs zu schreiben. Die Aufnahmen zu ihrem Album sind dementsprechend unkonventionell: "Ich habe vorab,
einhergehend mit dem Schreiben, viele Sounds bei mir im Wohnzimmer aufgenommen, mit meinem ganzen Gerassel und Geklingel, mit allem was meine Instrumenten-Kiste, Küche und Zimmereinrichtung zu bieten hat. Später im Home Studio mit Philipp (Produzent Philipp Schwär) kamen dann große und laute Sachen dazu, wie Schlagzeug und Bass und richtige Gitarren. Wie ein Mosaik, Patchwork, hippiemäßig.“
Bunt und abwechslungsreich klingen ihre Lieder. In einem Moment beherrschen Streicher, Piano und Melancholie das Herz. Doch schon im nächsten pumpt ein Beat aus den Boxen, und Diekow heult dazu wie ein Wolf. Zusammengehalten wird die bunte Tüte aus Stil und Einflüssen von Pop bis Jazz durch Mias zwar äußerst wandelbare, aber doch immer prägnante Stimme.
Es gibt Künstler, die erzählen jedem von ihrer dringlichen Botschaft. Für Mia Diekow ist das nichts: Sie will, dass ihre Musik und ihre Texte für sich selbst sprechen. Und das tun sie. Laut und vernehmlich und es macht Spaß zuzuhören.











                                                                     



                                                                                                     

Donnerstag, 13. September 2012

Neuerscheinungen: Melissa Etheridge - 4th Street Feeling



Am 4. September 2012 ist das 12.Studioalbum von Melissa Etheridge erschienen. 4th Street Feeling bezieht sich auf eine Straße in Melissas Geburtsort Leavenworth und soll eine Art Reise in die Vergangenheit darstellen. 
In 12, wie immer selbstgeschriebenen Songs beschäftigt sich die Musikerin also mit den Wurzeln, den Grundlagen im Leben. Mit der gewohnten Offenheit und Authentizität spiegeln ihre Texte Momentaufnahmen ihrer Seele.
Zusammen mit den Produzenten Jacquire King (Kings Of Leon) und Steve Booker (Duffy) betritt Melissa Etheridge aber auch Neuland. Zum ersten Mal spielt sie alle Gitarren-Parts selbst und erweitert ihre musikalische Palette um ein neues Instrument – dem Banjitar, einer Kreuzung aus Banjo und Gitarre. Das Ergebnis ist ein Hauch von Country, den man so von ihr noch nicht gehört hat. Auch Melissas Stimme hat sich verändert, das vertraute rauchige Timbre ist noch eine Nuance tiefer und erdiger geworden.
Musikalisch ist 4th Street Feeling die bekannte Mischung aus Rock und Blues. Nichts wirklich Neues also, wären da nicht die Banjo-Klänge. Auch die Mundharmonika findet ihren Platz und ich finde, das steht der Künstlerin gut.
Der Opener Kansas ist ein hymnischer, Blues getränkter Song über die eigene Kindheit, beim optimistischen Falling Up tritt das Country-Feeling in den Vordergrund. Shout Now und Sympathy sind geradlinige Rocksongs, Enough Rain und I Can Wait geben auch den leiseren Tönen Platz bevor Rock'n'Roll Me bluesig und entspannt das Album beschließt. Nach etlichen privaten Rückschlägen scheint Melissa Etheridge im Reinen mit sich zu sein und so klingt auch ihr neuestes Werk: reif, entspannt und authentisch.
Insgesamt ist 4th Street Feeling ein gut gemachtes, grundsolides Rock-Blues-Album, das seinesgleichen im modernen Musikgeschehen sucht.

Hörtipps: Kansas, Falling Up, I Can Wait




                                                 

                                                                    







                                                                 

Donnerstag, 23. August 2012

Lisa Hannigan


Lisa Hannigan ist eine irische Musikerin. Sie wurde 1981 in Dublin geboren.
Aufgewachsen in Kilcloon, studierte sie Kunstgeschichte am Trinity College in Dublin. Während ihrer Studienzeit traf sie den Musiker Damien Rice und die beiden begannen eine mehrjährige Zusammenarbeit.
Lisa Hannigan war von 2002 bis 2006 die weibliche Stimme in Rice's Musik. Als Multiinstrumentalistin spielte sie auch bei Bedarf in seiner Band Gitarre, Bass oder Schlagzeug.
2007 trennte sich die Musikerin von Damien Rice, um ihre Solo-Karriere zu starten. Sie arbeitete an eigenen Songs und trat im Vorprogramm von Jason Mraz auf. 2008 erschien das Debüt-Album Sea Sew. Es erhielt sehr gute Kritiken, erreichte auf Anhieb die Top 3 der irischen Charts und wurde mit Platin ausgezeichnet. Im Jahr darauf erschien das Album auch in Großbritannien und den Vereinigten Staaten und konnte sich auch dort in den Hitparaden platzieren.
2012 wurde das zweite Album Passenger in Deutschland veröffentlicht und traf wiederum auf ein wohlwollendes Echo. Lisa Hannigans Folk-Sound mit jazzigen Elementen ist sicherlich nicht massentauglich, hat aber einen sehr eigenen Charme. Es lohnt sich, einmal reinzuhören. 











                                                      





                                                           

Dienstag, 21. August 2012

Melody Gardot


Melody Gardot ist eine amerikanische Jazz-Sängerin und Songwriterin. Sie wurde 1985 in New Jersey geboren.
Als Kind lernte sie Klavier und als Sechzehnjährige sang sie in Bars. "Ich trat an Freitagen und Samstagen auf und spielte jeweils für vier Stunden. Und ich fiel wohl ein wenig aus dem Rahmen, weil ich keine Publikumswünsche bediente, sondern nur die Musik spielte, die mir selbst gefiel, eine Mischung aus alten und neuen Sachen. Ich spielte durch die Bank alles, angefangen bei Klamotten von The Mamas & The Papas über Jazzstandards von Duke Ellington bis hin zu Songs von Radiohead."
Bei einem Verkehrsunfall 2003 erlitt Melody Gardot einen mehrfachen Beckenbruch, Wirbelsäulen-, Nerven- und Kopfverletzungen. Musiktherapie war Teil ihres Reha-Programms und so lernte sie Gitarre und begann mit Jazzgesang. Mit den Folgen des Unfalls kämpft die Musikerin noch heute. Sie ist beim Gehen auf einen Stock angewiesen und muss wegen ihrer nervlich bedingten Lichtempfindlichkeit eine Brille mit getönten Gläsern tragen.
2006 erschien ihr Debüt-Album Worrisome Heart. Mit zumeist selbstgeschriebenen Songs und einer Mischung aus Pop, Blues und Jazz hat die Musikerin ihre ganz eigene Nische gefunden.
2009 wurde das zweite Album My One And Only Thrill veröffentlicht.
Mit dem 2012 erschienenen The Absence integrierte Melody Gardot lateinamerikanische und südeuropäische Klänge in ihren Sound. Sie überrascht mit jedem neuen Album durch eine stilistisch andere Färbung. Kernpunkt ist und bleibt der Jazz, doch die Künstlerin findet stets neue Nuancen.




www.melodygardot.com 




      
                                                 


                                                                             

Donnerstag, 9. August 2012

Musikgeschichte: Maria Szymanowska


Maria Szymanowska war eine polnische Pianistin und Komponistin. Sie wurde 1789 in Warschau als Maria Agata Wolowska geboren und starb 1831 in St. Petersburg.
Trotz aller Schwierigkeiten, die musizierende Frauen im 19. Jahrhundert zu erwarten hatten, konnte sich Maria Szymanowska durchsetzen und wurde zur ersten polnischen Berufspianistin, die das Ausland bereiste.
Schon früh zeigte sie eine auffällige Begabung für Musik und erhielt als Kind eine professionelle Klavierausbildung bei Antoni Lisowski und bis zu ihrem 15. Lebensjahr bei Tomasz Gremm. Danach studierte sie Komposition. Ihre ersten öffentlichen Konzerte gab sie 1810 in Warschau und in Paris. Im gleichen Jahr heiratete sie den Landgutbesitzer Józef Szymanowski, der für ihr musikalisches Schaffen keinerlei Verständnis hatte und von dem sie sich 1820 scheiden ließ. Aus dieser Ehe entsprangen drei Kinder. Ab dann widmete sie sich verstärkt dem Komponieren von Klavierstücken und Kammermusik.
Ihre Konzertreisen führten sie von ihrer polnischen Heimat nach Österreich (Wien), Deutschland (u.a. Leipzig, Berlin, Hamburg), Frankreich, England, Belgien, Holland, Italien und Russland (St. Petersburg). Hier erhielt sie auch 1828 den Titel einer Ersten Hofpianistin des russischen Zarenhauses.
Als Pianistin genoss sie allerhöchstes Ansehen: Ihr Spiel zeichnete sich nach Berichten der Zeitgenossen durch technische Meisterschaft, präzise Aufführung und große dynamische Spannweite aus. Zudem war Maria Szymanowska mutmaßlich die erste Pianistin, die ihre Stücke aus dem Gedächtnis spielte.
Sie siedelte nach St. Petersburg um und erteilte auch Klavierunterricht am Hofe. Sie unterhielt einen musikalischen Salon, der von vielen polnischen und russischen Künstler und Aristokraten besucht wurde. Auch Johann Wolfgang von Goethe lernte sie kennen und widmete ihr das Gedicht Aussöhnung.
1931 starb Maria Szymanowska erst 41jährig an Cholera.
Ihre Etüden, Präludien, Tänze, Fantasien, Menuette und vieles mehr wurden weit über die polnischen Grenzen hinaus bekannt. Die Komponistin wird inzwischen musikgeschichtlich als eine wichtige Wegbereiterin ihres 21 Jahre jüngeren polnischen Kollegen Frédéric Chopin gesehen, der von ihren Kompositionen beeindruckt war und vieles übernahm.

                                              
   

                                                                     

Donnerstag, 2. August 2012

Neuerscheinungen: Missy Higgins - The Ol' Razzle Dazzle



Nach fünfjähriger Pause ist am 17. Juli 2012 das dritte Album der australischen Singer-Songwriterin Missy Higgins in Deutschland erschienen. The Ol' Razzle Dazzle enthält 12 Songs, produziert von Brad Jones und Kollegin Butterfly Boucher. Die Hälfte der Titel hat Missy Higgins selbst geschrieben, bei dem andern Teil halfen Butterfly Boucher, Dan Wilson, Katie Herzig und Kevin Griffin.
Nach ihren beiden ersten sehr erfolgreichen Alben hatte sich Missy Higgins gänzlich aus dem Musikgeschehen zurückgezogen, um sich privateren Dingen zu widmen. Während iher Auftritte bei Lilith Fair 2010 hat sie jedoch wieder Blut geleckt und begonnen an neuen Songs zu arbeiten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. The Ol' Razzle Dazzle ist ein reifes, höchst abwechslungsreiches Album, mit dem sich die Musikerin durchaus neben Sara Bareilles oder Adele einreiht.
Der Opener Set Me On Fire ist eine Liebeserklärung an die Musik, die Missy Higgins nach regelrechten Kreativitätsblockaden wieder zurück ins Studio gebracht hat. Unashamed Desire mit seinem jazzigen, treibenden Rhythmus ist ein erster Höhepunkt, Everyone's Waiting und All In My Head sind wunderbar gefühlvolle Balladen, Temporary Love bringt überraschend 70er Jahre Disco Sound ins Spiel, Cooling Of The Embers beschreibt eindringlich das Altern von Missys Großmutter und Sweet Arms Of A Tune ist eine wundervolle Beschreibung, wie man Trost in einem Song finden kann.
Missy Higgins erzählt auf The Ol' Razzle Dazzle von ihrem Kampf zurück auf die Bühne. Gefühlvoll, poetisch und manchmal auch experimentierfreudig vermischt sie Pop, Country, Jazz und Disco zu einem bunten Potpourri, das getragen von der Intensität ihrer Stimme ein rundes Album bildet, das Anzuhören Spaß macht. Ein gelungenes Stück Musik!
Mein Hörtipp: Unashamed Desire, Everyone's Waiting und Temporary Love.






                                                                      









Montag, 16. Juli 2012

Zusels Lieblinge: The Ransom - Madison Violet



The Ransom ist ein Song aus dem zweiten Album von Madison Violet – No Fool For Trying (2009). Der wunderbare Harmoniegesang von Brenley MacEachern und Lisa MacIsaac kommt hier besonders zum Tragen.
Die beiden Kanadierinnen singen von dem manchmal schwierigen Leben als Musikerinnen, von Auftritten in verräucherten Clubs und chronischem Geldmangel. Ich war schon beim ersten Hören von dem Song angetan und mag ihn auch jetzt noch sehr.





The Ransom



i'll pay the rent
you pay the ransom if you can
by accident
we're down
we're down to our last cent
the money ain't coming in like i hoped
and all this smoke
is like a hammer in my throat
it's only rock and roll
with a sold out show
darlin' please
can we go home
quiet down in front
gotta get through this before i burn out
hey mister don't you run this town
i can't hold my tongue
so bring the curtain down
the money ain't coming in like i hoped
motor court hotels
are gonna confiscate my soul
it's gonna hurt like hell
when the story's too sad to be told
darlin' please
can we go home
the money ain't coming in like i hoped
we're a day too late
about a dollar too short
i'm run down drained
can't give it no more
darlin' please
can we go home












Freitag, 13. Juli 2012

Marianne Faithfull



Marianne Faithfull ist eine englische Musikerin und Schauspielerin. Sie wurde 1946 in London geboren. Als 18jährige traf sie auf einer Party den Rolling Stones Manager Andrew Loog Oldham, der sie sofort Keith Richards und Mick Jagger vorstellte. Die beiden schrieben einen Song für sie und Marianne stürmte 1964 mit As Tears Go By die Charts. Nach einer kurzen Ehe begann sie eine Affäre mit Mick Jagger, die immerhin drei Jahre andauerte. Diese Zeit bestand aus vielen Schlagzeilen und immer steigendem Drogenkonsum.
1968 erlitt sie eine Fehlgeburt, die ihre Drogenabhängigkeit noch verschlimmerte. In ihrem Song Sister Morphine, den später die Stones aufnahmen, thematisierte sie ihre Sucht. 1969 konnte man sie noch als Schauspielerin in Hamlet sehen, doch die nächsten Jahre versanken im Kampf gegen die Drogen.
Erst 1979 gelang Marianne Faithfull mit dem Album Broken English ein Comeback. Der jahrelange Drogenmissbrauch hatte ihre Stimme in eine rasselnde Röhre verwandelt, was ihren Songs eine noch intensivere Note verlieh. Die Single The Ballad Of Lucy Jordan wurde zum weltweiten Hit.
Dennoch kam sie von den Drogen nicht los. Erst 1985 bezeichnete sie sich selbst als clean.
Neben der Musik betätigte sich Marianne Faithfull auch als Schauspielerin. Sie spielte in mehreren Theaterstücken und Kinofilmen. Besonders Irina Palm (2007) bewies ihre Qualitäten auch in diesem Fach.
Auf der musikalischen Seite entwickelte sie sich in den 90er Jahren hin zur charismatischen Chanson-Sängerin. Sie arbeitete mit verschiedensten Musikern zusammen, u.a. Dave Stewart, PJ Harvey und Nick Cave.
Auch eine Brustkrebserkrankung konnte Marianne Faithfull nicht lange aufhalten. Sie veröffentlicht weiter regelmäßig neue Alben, zuletzt 2011 das wirklich bemerkenswerte Horses And High Heels.









                                                      

                                                                                        

Dienstag, 3. Juli 2012

Lady Gaga



Lady Gaga ist eine amerikanische Musikerin. Sie wurde 1986 in New York als Stefani Joanne Angelina Germanotta geboren.Als Kind lernte sie Klavier Spielen und schrieb bald eigene Songs. Auf der Highschool spielte sie Hauptrollen in Musicals und war doch eine Außenseiterin. „Über mich machte man sich früher lustig, weil ich für sie entweder provokant oder zu exzentrisch war. Ich habe mich nicht eingefügt, und ich fühlte mich wie ein Freak.“ Im Alter von 17 Jahren ging sie auf die Tisch School of the Arts der New York University. Dort studierte sie Musik und konnte sich im Bereich Songwriting durch das Schreiben von Essays und analytischen Arbeiten mit dem Schwerpunkt auf Themen wie Kunst, Religion, Soziales und Politik fortbilden. Im vierten Semester verließ sie jedoch die Hochschule, um sich auf ihre musikalische Karriere zu konzentrieren.
Nach einer Phase als Go-Go-Girl arbeitete Lady Gaga mit dem Produzenten Rob Fusari an ihren Songs. Rob war es auch, der für den Künstlernamen sorgte. Er verglich den Gesangsstil der jungen Musikerin mit dem Freddy Mercurys und aus einer Anspielung auf den Queen-Song Radio Gaga wurde schließlich Lady Gaga.
2008 ging diese nach Los Angeles, um ihr Debüt-Album zu vollenden. The Fame wurde im August desselben Jahres veröffentlicht und wurde zu einem weltweiten Topseller. Die beiden Singles Just Dance und Pokerface erreichten in vielen Ländern den Platz 1. Die Welt-Tournee The Monster Ball Tour war ebenfalls außerordentlich erfolgreich und beeinhaltete über 200 ausverkaufte Konzerte.
Lady Gaga versteht sich nicht nur als Musikerin, sondern als Gesamt-Kunstprodukt. Kleidung und Bühnenshow stehen gleichberechtigt neben ihrer Musik. Für Aufsehen sorgen immer wieder die exaltierten Outfits, die Lady Gaga zum Teil selbst entwirft. Ein riesiges Kreativteam, das sogenannte "Haus Of Gaga" (die deutsche Schreibweise ist der Stilepoche des Bauhauses entlehnt), arbeitet nach dem Vorbild von Andy Warhols "Factory" hinter den Kulissen an der Kunstfigur Gaga.
Ihre Musik ist eine Mischung aus Pop, Dance, Disco und Electro. Ein bloßes Dancepop-Girl will Lady Gaga aber nicht sein: "Ich bin die Dinge so angegangen, wie es sich gehört. Ich stand in jedem Club in ganz New York City auf der Bühne: Zunächst waren es Reinfälle, dann konnte ich die Fans irgendwann für meine Show begeistern, und während ich diese Lektionen gelernt habe, fand ich als Künstlerin zu mir.“
Das zweite Album Born This Way erschien 2011. Die erste Single Born This Way stand wenige Stunden nach der Veröffentlichung auf Platz eins verschiedener Downloadportale und hatte alle iTunes-Charts in allen 23 Ländern erobert. Es ist der erste Song, der nur durch Downloads Platz 1 der deutschen Singlecharts erreichte. In Großbritannien ist Lady Gaga die erste Solokünstlerin seit Ruby Murray 1955, die es geschafft hat, mit vier Singles gleichzeitig in den Top-20 vertreten zu sein, nämlich mit Born This Way, Judas, The Edge of Glory und Hair.
Bis heute hat sie allein in den USA 45 Millionen Tonträger verkauft und gehört damit zu den erfolgreichsten Musikern der Gegenwart. Ihre aktuelle Welttournee The Born This Way Ball dauert noch bis 2013. Insgesamt 110 Shows führen Lady Gaga nach Asien, Neuseeland, Australien, Europa, Lateinamerika, Nordamerika und Südafrika.



www.ladygaga.com        






                                                           

                                                  und einmal ein wenig ruhiger:



                                                                         
                                                                              

Donnerstag, 28. Juni 2012

Neuerscheinungen: Mary Chapin Carpenter - Ashes And Roses



Am 12. Juni 2012 ist das 12. Studio-Album von Mary Chapin Carpenter – Ashes And Roses – erschienen. Die Singer-Songwriterin hatte in den letzten Jahren einige Schicksalsschläge zu verkraften: ihre Scheidung, den Tod ihres Vaters und eine lebensbedrohende Erkrankung. In 13 großartigen Songs verarbeitet sie ihre Erfahrungen.
„Das Album enthält die Songs, die mir in den Sinn kamen, als ich zu schreiben anfing”, erläutert Mary Chapin Carpenter. „Sie zu verdrängen oder zu versuchen, etwas anderes zu schreiben, wäre nicht authentisch gewesen. Songwriting ist das, was ich tue. Das ist meine Art, die Dinge zu verstehen und zu bewältigen. Dadurch versuche ich, Zusammenhänge herzustellen und meinen Weg durch die Welt zu finden.“
Weiß man um die Zusammenhänge, überrascht es nicht, dass Ashes And Roses ein ruhiges, oft melancholisches Album geworden ist. Zusammen mit ihrem Produzenten Matt Rollings schafft es die Amerikanerin aber, zwischen den traurigen Klängen auch Positives auszustrahlen.
The Swords We Carried erzählt mit leiser Melancholie von dem erlittenen Verlust, Learning The World beschreibt Traurigkeit auf sehr poetische Weise und in Fading Away weicht die Traurigkeit der Erkenntnis von der Notwendigkeit des Loslassens. Damit das Album nicht zu sehr in Selbstmitleid versinkt, hat Mary Chapin Carpenter mehrere vitalere Titel eingestreut. Titel wie Chasing What's Already Gone, I Tried Going West und das wunderbare Duett mit James Taylor, Soul Companion, heben die Gesamtstimmung. Das Album schließt mit Jericho, einem unter die Haut gehenden Song, bei dem die wunderbare Altstimme der Sängerin lediglich vom Pianospiel Matt Rollings begleitet wird. Es ist ein weiteres Lied, in dem das Herz geheilt wird und wieder schlägt.
Wie schon bei den meisten ihrer letzten Werke verschreibt sich Mary Chapin Carpenter dem Minimalismus: wenige Harmonie-Wendungen, sparsame Arrangements, oft verzichtet sie sogar auf einen markanten Refrain. Im Mittelpunkt ihrer Titel steht immer das Geschichtenerzählen - untermalt von hypnotisch wiederkehrenden Melodiefiguren einer Gitarre oder von einem esoterisch klingenden Klavier.
Wer die leisen Töne liebt und auch vor traurigen Klängen nicht zurückschreckt, dem wird Ashes And Roses gut gefallen. Mary Chapin Carpenter ist ein weiteres wunderschönes und beeindruckendes Album gelungen, das sich durch eine unglaubliche Intensität auszeichnet.    





                                                                                                                 




Dienstag, 8. Mai 2012

Laura Marling



Laura Marling ist eine englische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1990 in Hampshire geboren. Als Tochter eines Musiklehrers lernte sie früh das Gitarre spielen. Ihr Vater, der ein Aufnahmestudio besitzt, brachte ihr die Folk-Musik näher.
Im Alter von 16 Jahren zog Laura nach London, und knüpfte rasch Kontakte zur Nu Folk-Szene. 2006 gründete sie mit Freunden die Folkrock-Formation Noah And The Whale. Dort spielte sie verschiedene Instrumente und war als Sängerin tätig. 2007, kurz vor Erscheinen des Debüt-Albums Peaceful The World Lays Me Down, verließ sie die Band. Es folgten Engagements bei anderen Gruppen, z. B. mit The Rakes und bei den Mystery Jets.
Schnell hatte sie sich in der Szene einen Namen gemacht, und tourte als Gastmusikerin mit Jamie T. und Adam Green. Eigene Auftritte absolvierte sie im Rahmen verschiedener Festivals. 2008 erschien das erste Album Alas, I Cannot Swim. Auf Anhieb gelang ihr damit der künstlerische Durchbruch, und erhielt eine Nominierung für den Mercury-Award. TV-Auftritte in Craig Fergusons Late Night Show und bei Later With Jools Holland steigerten ihren Bekanntheitsgrad.
2010 wird das zweite Album I Speak Because I Can veröffentlicht. Es stieg bis auf Platz vier der britischen Charts, Laura Marling war damit endgültig in der ersten Reihe der englischen Künstlerinnen angekommen. 2011 erhielt sie den Brit-Award als beste britische Künstlerin. Im selben Jahr erschien das Album A Creature I Don't Know, mit dem die Musikerin auf Europa-Tournee unterwegs ist. Auf diesem Album präsentiert sich Laura Marling erstaunlich reif für ihr jugendliches Alter. Die Songs erinnern an Folk-Veteranen wie Leonard Cohen oder Joni Mitchell. Die Gesamtstimmung ist eher ruhig und melancholisch. "Es ist einfacher für mich, einen traurigen Song zu schreiben. Fröhlichkeit musikalisch zum Ausdruck zu bringen fällt mir schwer. So gesehen sprechen meine Lieder wohl dafür, dass ich oft niederschlagen bin. Aber das ist natürlich nur eine Seite von mir." Ein Einblick in andere Seiten gewährt sie uns bisher nicht.










                                                           

                                                                                            

Donnerstag, 3. Mai 2012

Marina Diamandis (Marina and the Diamonds)



Marina Diamandis - besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Marina and the Diamonds - ist eine walisische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1985 in Abergavenny geboren. Bis zu ihrem 16.Lebensjahr lebte sie in Wales, nach der Scheidung der Eltern zog sie mit ihrem Vater nach Griechenland. Zwei Jahre später kehrte sie nach Wales zurück, um zu studieren. Nachdem sie mit 18 ihr Studium abgebrochen hatte, zog sie nach London, wo sie zwei Monate lang eine Tanzausbildung absolvierte. 2005 nahm sie ein Jahr lang Gesangsunterricht an der West London Music School und sang für Musicals wie The Lion King vor.
Marina begann, eigene Songs zu schreiben, nahm ein Demoband auf und trat in verschiedenen Londoner Clubs auf. 2008 erhielt sie einen Plattenvertrag und sang im Vorprogramm des australischen Sängers Gotye. Ihre erste Single Obsessions erregte schnell die Aufmerksamkeit der Musikpresse. Mit ihrer variantenreichen Stimme wurde sie oft mit Kate Bush verglichen. Noch ohne ganzes Album wurde sie für das traditionsreiche Glastonbury-Festival gebucht, wo sie am frühen Nachmittag die Fans begeisterte.
2010 wurde das Debütalbum The Family Jewels veröffentlicht. Es erreichte Platz fünf der britischen Albumcharts, wo es mit Gold ausgezeichnet wurde. Am 14. Februar 2010 startete ihre erste Tour, die sieben Konzerte in Großbritannien, Irland und Kontinentaleuropa umfasste. Nach der Veröffentlichung der EP The American Jewels unter dem amerikanischen Label Chop Shop Records wurde auch ihr Debütalbum in den USA veröffentlicht.
Die Single Hollywood, ein Indie-Popsong über die Verführbarkeit des Amerikanischen Traums, erreichte sowohl in Deutschland als auch in Großbritannien die Top 15 der Singlecharts und machte Marina and the Diamonds international bekannt. Sie hat mit ihrem ganz eigenen Stil irgendwo zwischen Indie-Pop, Electro und sphärischem Piano-Pop gefunden. Vergleiche mit anderen Musikerinnen muss sie inzwischen nicht mehr fürchten. Sie hat ihre eigene Stimme.
Die Fans warten gespannt auf das Erscheinen des zweiten Albums, das für Mitte Mai 2012 angekündigt ist.







               


                                                


                                                                              

Dienstag, 27. März 2012

Klassik: Marie-Claire Alain



Nachdem auf meinem Blog die klassische Musik bisher nicht vertreten war, habe ich mich entschlossen dies zu ändern. Es gibt so viele wunderbare Musikerinnen in diesem Bereich, dass ich auch ihnen einen Platz einräumen möchte - in der neuen Rubrik Klassik.

Marie-Claire Alain ist eine französische Organistin und Musikpädagogin. Sie wurde 1926 in Saint-Germain-en-Laye geboren. „Ich komme aus einer musikalischen Familie, wir haben praktisch jeden Abens Bach gespielt, auf der Orgel, Kantaten gesungen – Bach war bei uns fast wie eine Familienkrankheit.“ (Marie-Claire Alain im Interview mit The Organ)
Die französische Familie Alain kann beinahe als Pendant des 20.Jahrhunderts zur Bach-Familie gelten. Der Vater, Albert Alain (1880-1971), war Komponist, wie auch Marie-Claires Brüder Olivier (gest. 1994) und Jehan (1911-1940), dessen gesamtes Werk für Orgel Marie-Claire Alain auf einer Doppel-CD einspielte. Jehan war es auch, der seiner kleinen Schwester das Spiel auf der, vom Vater selbstgebauten Orgel, beibrachte.
Marie-Claire Alain studierte am Conservatoire de Paris in der Orgelklasse von Marcel Dupré, sowie Klavier bei Yves Nat, der ihr zu Orgel riet, da sie „Organistenhände“ habe. Sie schloss ihre Studien mit mehreren "ersten Preisen" ab.
Als Konzertorganistin spielte sie weltweit mehr als 2.000 Konzerte. Ihre über 260 Einspielungen umfassen Orgelwerke von Johann Sebastian Bach, Dietrich Buxtehude, Johann Pachelbel, Felix Mendelssohn Bartholdy, sowie die Orgelkonzerte von Georg Friedrich Händel, Carl Philipp Emanuel Bach, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Antonio Vivaldi. Darunter sind viele Gesamteinspielungen. Die gesamten Orgelwerke Johann Sebastian Bachs spielte sie allein dreimal ein.
Die internationale Fachpresse rühmte ihr technisch brillantes und musikalisch glasklares Orgelspiel, zudem ihre superbe Registrierkunst wie die stilistische Mustergültigkeit ihrer zutiefst berührenden Interpretationen.
Dieser internationale Ruhm und ihre Position als langjährige Leiterin des Fachbereichs Orgel am Conservatoire National de Région de Paris begründen ihre ungewöhnliche Beliebtheit als allseits anerkannte Orgelpädagogin.
Heute gilt Marie-Claire Alain als "Königin der Orgel", vielfach geehrt und mit zahlreichen Schallplattenpreisen ausgezeichnet. In Saint-Germain-en-Laye betreute sie noch bis ins hohe Alter sonntäglich zwei Messen als Organistin. Inzwischen hat sie sich aus dem aktiven Musikerinnen-Leben zurückgezogen.