Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!





Posts mit dem Label Synthie-Pop werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Synthie-Pop werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 25. Februar 2013

Neuerscheinungen: Tegan and Sara - Heartthrob



Anfang Februar 2013 ist das siebte Studioalbum der kanadischen Schwestern Tegan and Sara – Heartthrob erschienen. Produziert wurde das Werk von Greg Kurstin, Justin Meldal-Johnsen and Mike Elizondo, allesamt Größen der Musikszene, die u.a. für Beck, Pink, Eminem, Kesha und Kelly Clarkson gearbeitet haben. Diese Auswahl zeigt schon die Richtung, die Tegan and Sara mit Heartthrob eingeschlagen haben - moderner, kommerzieller Synthie-Pop.
Mögen sich auch die Fans der ersten Stunde schwarz ärgern, diese musikalische Entwicklung war schon in den letzten Jahren zu erkennen, kann also nicht wirklich überraschen. Nach Jahren in der Indie-Szene mit überschaubaren Fans und ebenso überschaubaren Tonträger-Verkäufen, ist es nur zu verständlich, dass die Schwestern jetzt auch einmal ganz vorne mitmischen wollen. Man kann am Beispiel Gossip sehen, wie gut das gelingen kann.
Die Single-Auskopplung Closer ist dann auch ein solider Pop-Song mit Ohrwurm-Garantie in 80er Stimmung ohne den typischen Tegan-and-Sara-Sound außer Acht zu lassen. Ja, all das kann ein Song in sich vereinen und es macht Spaß, zuzuhören. Zwischen die gut gelaunten, tanzbaren Titel schleicht sich auch mal eine Ballade wie I Was A Fool, die den Zwillingen auch gut steht.
Auf Heartthrob haben Tegan and Sara ihre jugendlichen Kanten abgelegt und klingen weicher, moderner und auch positiver. Mir gefällt das Album sehr gut und ich habe allen Respekt vor dieser musikalischen Wandlung. Die Schwestern haben hier neue Gipfel erstürmt, ohne ihre Seele zu verkaufen.



Hörtipps: Closer, I'm Not You're Hero, Now I'm All Messed Up






                                                            


                                                                                       

Dienstag, 16. Oktober 2012

Ellie Goulding



Ellie Goulding ist eine englische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1986 in Hereford als Elena Jane Goulding geboren. Als Jugendliche lernte sie Gitarre spielen und begann bald, eigene Songs zu schreiben. Nach ihrem Schulabschluss besuchte sie die Universität in Kent, brach das Studium jedoch nach zwei Jahren ab.
Anschließend zog sie nach London und trat dort in Pubs und kleineren Clubs auf. Dort wurde sie von einem Vertreter der Plattenfirma Polydor entdeckt. Ellie Goulding wurde unter Vertrag genommen und veröffentlichte 2009 ihre erste Single Under The Sheets. Der Auftritt in der TV-Show Later With Jools Holland verhalf ihr zum Durchbruch.
Sie gewann den Kritikerpreis Brits Critics’ Choice Award bei den BRIT Awards 2009 als vielversprechendste Newcomerin für das kommende Jahr. Auch in der BBC-Liste Sound of 2010 wurde sie als Favoritin für 2010 genannt, welches sie zur erst zweiten Künstlerin nach der Sängerin Adele machte, die beide Preise im selben Jahr gewinnen konnte.
2010 erschien das Debüt-Album Lights und erreichte sofort Platz 1 der britischen Charts. Der frische Synthie-Pop traf den Geschmack vieler junger Leute und die Musikerin konnte schnell eine große Anhängerschaft um sich scharen. Zum größten Erfolg bisher wurde ein Cover des Elton-John-Klassikers Your Song. Der Titel erreichte Platz 2 der britischen Single-Charts und Ellie durfte ihn beim Hochzeitsempfang von Prinz William und Herzogin Catherine singen.
In den USA konnte ihre Single Lights in die oberen Regionen der Charts vordringen und wurde mit Doppel-Platin ausgezeichnet.
Anfang Oktober 2012 wurde das zweite Album Halcyon veröffentlicht. 










                                                              



                                                                                        

Dienstag, 3. April 2012

Imogen Heap



Imogen Heap ist eine englische Musikerin. Sie wurde 1977 in Essex geboren.Sie erhielt schon in frühen Kinderjahren eine klassische Klavierausbildung, außerdem lernte sie das Spielen von Cello, Klarinette, Gitarre und Schlagzeug. Schon mit elf schrieb sie erste Songs. Nach der Scheidung ihrer Eltern kam sie mit zwölf Jahren in ein Internat, wo sie sich der musischen Klasse anschloss. Die Unterrichtsmethoden des Musiklehrers konnten Imogen nicht wirklich erreichen. Es kam zu zahlreichen Auseinandersetzungen, in deren Folge sie der Lehrer zwang, alleine zu üben. So brachte sie sich selbst das Samplen bei, spielte am Sequenzer und probierte an Mini-Computern herum, bis sie selbst in der Lage war, ihre eigenen Songs zu produzieren.
Nach dem Internat machte sie ihren Abschluss an der BRIT school und unterschrieb mit 17 ihren ersten Plattenvertrag. 1996 führte sie bei ihrem ersten Live-Auftritt vier Songs zwischen den Konzerten von The Who und Eric Clapton im Hyde Park in London auf. 1997 erhielt sie die Möglichkeit, bei der Aufnahme eines Songs von Bon Jovi Klavier zu spielen. 1998 erschien ihr Debütalbum I Megaphone. Der Album-Titel ist ein Anagramm ihres Namens. Kritiker verglichen Imogen Heap mit PJ Harvey, Kate Bush und Annie Lennox. Trotz einer Amerika-Tour sowie euphorischem Kritikerlob landete sie mit dem Debüt keinen Riesenerfolg. Ihre klare Stimme und die sehr persönlichen Texte besitzen dennoch zwingenden Gänsehautcharakter, dem man sich nur schwer entziehen kann.
Nach dem Verlust ihres Plattenvertrags arbeitete die Musikerin mit dem Produzenten Guy Sigsworth zusammen. Die beiden veröffentlichten unter dem Namen Frou Frou das Album Details.
2004 verpfändete Imogen Heap ihre Wohnung, um die Produktion eines neuen Solo-Albums finanzieren zu können. Ende desselben Jahres stellte sie es fertig. Der Song Hide and Seek wurde für die zweite Staffel der Fernsehserie O.C., California verwendet und erhöhte den Bekanntheitsgrad der Musikerin enorm.
2005 gründete sie ihr eigenes Label Megaphonic, auf dem auch ihr Album Speak For Yourself erschien. Das Album verkaufte sich besser als erwartet. Es wurde auch in den USA veröffentlicht und Imogen Heap trat in den Late Shows von Letterman und Leno auf. 2006 wurde sie außerdem für zwei Grammys nominiert.
2009 erschien das Album Ellipse, das 2010 einen Grammy als „Best Non-Classical Engineered Album“ erhielt.
Seit März 2011 arbeitet Imogen Heap an ihrem Projekt Heapsongs. Jeder Song besteht aus einem Gemisch aus Alltagsgeräuschen und Klangsplittern. Auch Fans und Interessierte können ihren Teil beisteuern. Die Künstlerin veröffentlicht alle drei Monate einen neuen Titel. Eine absolut einzigartige Möglichkeit, am Schaffensprozess einer Künstlerin beteiligt zu sein.



www.imogenheap.com       





                                                                                                 





Mittwoch, 18. Januar 2012

Anne Clark (Für Silke)

Anne Clark ist eine englische Musikerin. Sie wurde 1960 in Croydon/South London geboren. Mit 16 verließ sie die Schule und hatte verschiedene Jobs, unter anderem als Pflegerin in einer psychiatrischen Klinik. Sie arbeitete bei Bonaparte Records, einem Londoner Plattenladen und Independent-Label mit Schwerpunkt Punk-Rock. Danach wurde sie Programmgestalterin im benachbarten Warehouse Theater. Hier traten alternative Theater- und Musikgruppen auf. Anne Clark organisierte Konzerte, Ausstellungen und Lesungen. In ihrer Freizeit arbeitete sie an eigenen Arrangements von Poesie und Musik. 1981 stand sie zum ersten Mal selbst auf der Bühne zusammen mit der gerade gegründeten Band Depeche Mode.
Mit Paul Weller war sie außerdem Herausgeberin eines Verlages, der junge Schriftsteller unterstützte und zusätzlich arbeitete sie als Drehbuchautorin für das Fernsehen. Eine vielseitige Künstlerin also.
1982 erschien das erste Album The Sitting Room, das hauptsächlich in Insiderkreisen Anklang fand. Bei ihren nächsten Alben, 1983 Changing Places, 1984 Joined Up Writing und 1987 Hopeless Cases, kam ihr eine Bekanntschaft aus dem Warehouse, David Harrow, zugute, der als Co-Autor fungierte. Einige der von beiden entwickelten und vorwiegend mit Keyboards, Synthesizern und Samplern produzierten Musikstücke wurden zu Meilensteinen der elektronischen Musik der 1980er Jahre, zum Beispiel Sleeper in Metropolis, Wallies und vor allem Our Darkness. Anne Clark hatte mit ihrer Art, poetische Texte rhythmisch zur Musik zu sprechen, eine ganz neue Gattung geschaffen (Spoken Word). Inhaltlich setzte sich die Künstlerin überwiegend und kritisch mit den Unzulänglichkeiten des Menschseins, des alltäglichen Lebens und der Politik auseinander, was besonders den frühen Arbeiten einen schwermütige und melancholische Anstrich verleiht, der sowohl im Deutschen als auch im Englischen als Weltschmerz bezeichnet wird.
1987 zog sich Anne Clark für drei Jahre in die Einsamkeit Norwegens zurück und öffnete ihre synthetischen Arrangements für natürliche Instrumente, wie es ihr Album The Law Is An Anagram Of Wealth (1993) beispielhaft dokumentierte. 1994 entwickelte sie diese Idee konsequent fort und ging zum ersten Mal auf eine rein akustische Tour, die ihren alten Synthiehits zu einer ganz neuen Intensität verhalf.
1998 veröffentlichte Anne Clark zusammen mit Martyn Bates das Album Just After Sunset mit ins Englische übersetzten Gedichten des Lyrikers Rainer Maria Rilke.
In der folgenden Zeit war die Musikerin vor allem als Gastsängerin bei verschiedenen Gruppen zu hören. Im Herbst 2003 erschien ihr Buch Notes Taken, Traces Left, das auf über 300 Seiten alle Texte ihrer seit 1982 veröffentlichten Songs mit Übersetzungen ins Deutsche sowie persönliche Kommentare, Interviews und Fotos enthält. Ein Jahr später wurde ein gleichnamiges Hörbuch in Form zweier CDs veröffentlicht, auf denen sie wesentliche Bestandteile des Buches rezitiert.
Anne Clark ist nach wie vor live zu hören und begeistert dabei sowohl ihre alten Fans, als auch die jungen Club-Sound-Anhänger.



www.anneclarkofficial.com