Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!





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Dienstag, 8. Januar 2013

Ina Müller



Ina Müller ist eine deutsche Sängerin und Fernsehmoderatorin. Sie wurde 1965 in Köhlen geboren. Sie wuchs als vierte von fünf Töchtern auf einem Bauernhof auf. Nach der Schule machte sie eine Ausbildung zur pharmazeutisch-technischen Assistentin und arbeitete anschließend in verschieden Apotheken.
Auf Sylt machte sie die Bekanntschaft mit der Künstlerin Edda Schnittgard. Zusammen gründeten die Frauen 1994 das Kabarett-Duo Queen Bee und machten sich rasch einen Namen. Unterstützung bei ihrem Vorhaben erhielten sie von Gerburg Jahnke, die mit ihrem eigenen Duo Missfits bereits bundesweit Erfolge feierte.
Neben dem Kabarett und der Musik gilt Ina Müllers Aufmerksamkeit ihr Heimatdialekt Plattdeutsch. Durch ihre norddeutsche Herkunft bestens mit ihr vertraut, pflegt sie diesen Dialekt mit Liedern und selbst geschriebenen Texten. Für den NDR moderierte sie erst im Radio und später im Fernsehen verschiedene Sendungen in Platt.
2004 erschien ihr erstes Solo-Album Das große Du. Aufgrund der Vielzahl der Verpflichtungen trennte sich Queen Bee 2005 und Ina Müller konzentrierte sich auf ihre Solo-Projekte.
In Zusammenarbeit mit dem Duo Frank Ramond/Hardy Kayser, die schon Annett Louisan zum Erfolg führten, entstand 2006 das Album Weiblich, ledig, 40. Die Scheibe verkaufte sich sehr gut und die dazugehörige Tournee war restlos ausverkauft.
Im Fernsehen moderiert Ina Müller die erfolgreichen Sendungen Inas Norden und die Late Night Show Inas Nacht. Vor allem für letztere sammelt die Allrounderin reihenweise Preise ein.
Die folgenden Alben Liebe macht taub (2008) und Das wäre dein Lied gewesen (2011) reihten sich nahtlos in die Erfolgsgeschichte des Nordlichts ein. Mit ihrer Reibeisenstimme und ihrer Musik, einer Mischung aus Schlager und Kabarett, hat Ina Müller den Nerv des Publikums getroffen.








                                                                        


                                                                                                  

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Françoise Hardy



Françoise Hardy ist eine französische Chansonsängerin und Komponistin. Sie wurde 1944 in Paris geboren. Sie wuchs als uneheliches Kind zusammen mit ihrer Schwester bei ihrer Mutter auf. Die Scham über ihre familiären Verhältnisse begleitete die junge Frau die ganze Zeit während ihres Heranwachsens. Ihre Schüchternheit beeinträchtigte ihre musikalische Laufbahn lange Zeit. Erst die positiven Reaktionen ihrer Umwelt überzeugten sie, diesen Weg zu gehen.
1961 unterschrieb Françoise Hardy einen Plattenvertrag und 1962 hatte sie mit Tous Les Garçons Et Les Filles ihren ersten Hit. Bald spielte sie ihre Songs auch auf Englisch, Italienisch, Deutsch, Spanisch und Portugiesisch ein. 1963 startete sie für Monaco beim Eurovision Song Contest mit L’amour s’en va und erreichte den fünften Platz. 1968 erhielt sie den Schallplattenpreis Grand Prix du Disque de l’Académie Charles Cros. In Deutschland wählte die Jugendzeitschrift Bravo Françoise Hardy 1966 zur zweitbeliebtesten Sängerin. Bei Konzertreisen durch England und Österreich feierte sie große Erfolge.
Mit ihrer Bescheidenheit und ihrem zunehmend androgynen Auftreten erreichte sie die Herzen vieler Männer und Frauen. Sie spielte mit den vorgegebenen Geschlechterrollen. Ihre große Popularität hielt sich in Frankreich bis weit in die 70er und 80er Jahre, obwohl sie wegen ihres Lampenfiebers nach 1968 nur noch selten vor einem großen Publikum auftrat. 1981 heiratete sie ihren Kollegen Jaques Dutronc.
Im Mai 2000 gelang ihr mit dem Album Clair Obscur, das in Frankreich bereits wenige Wochen nach Veröffentlichung sechsstellige Verkaufszahlen erzielt hat, ein Comeback. Auf dem Album wird sie von ihrem Sohn auf der Gitarre begleitet; es enthält auch je ein Duett mit Dutronc - das auch als Single erfolgreiche Puisque vous partez en voyage - sowie mit Iggy Pop (I’ll Be Seeing You) und Étienne Daho. 2001 erschien, trotz ihrer selbstkritischen Haltung zur Musik ihrer frühen Jahre, 50 Lieder der bisherigen Karriere als Zusammenstellung.
Bis heute veröffentlicht Françoise Hardy regelmäßig neue Alben. Musik und Texte schreibt sie meist selbst. Ihre Lieder handeln von Liebe, Leid und Einsamkeit, Themen mit denen sich viele Menschen identifizieren können. Noch heute ist sie ein Star im In- und Ausland und verfügt über eine enorme Fanschar.









                                                                   





                                                                                                                           

Donnerstag, 1. November 2012

Edith Piaf



Heute beschäftige ich mich mit der wohl größten Chansonsängerin aller Zeiten – Edith Piaf. Sie wurde 1915 als Edith Giovanna Gassion in Paris geboren.
Da ihre Mutter sich nicht um sie kümmerte, wuchs sie bei ihrer Großmutter auf, die sie jedoch vernachlässigte. Zurückgekehrt aus dem Krieg nahm der Vater, ein Zirkusakrobat, seine Tochter bei sich auf. Sie war erst sieben, als sie das erste Mal mit auf Tournee kam. Mit zehn Jahren begann sie auf der Straße zu singen. Edith Piaf wurde stark geprägt von der Gewalttätigkeit des Milieus, in dem sie aufwuchs, und vom Alkoholismus ihres Vaters.
Mit 15 zog sie nach Paris und trat zusammen mit einer Freundin als Straßensängerin auf. Mit 17 bekam sie ein Kind, das mit zwei Jahren an Hirnhautentzündung starb.
1935 wurde Edith von Louis Leplée, einem bekannten Nachtclubbesitzer, entdeckt. In seinem Club wurde die zierliche Sängerin mit der kräftigen, gefühlsbetonten Stimme zur Sensation des Jahres. Leplée war es auch, der ihr den Spitznamen piaf – Spatz – gab, der später zu ihrem Künstlernamen wurde. Nach dessen Ermordung geriet Edith kurzfristig in Verdacht der Mitwisserschaft. Obwohl sie freigesprochen wurde, flüchtete sie daraufhin in die Provinz und kehrte erst 1937 wieder nach Paris zurück.
Der Geschäftsmann Raymond Asso verhalf ihr schließlich zum endgültigen Durchbruch. Er brachte sie mit der Pianistin und Komponistin Marguerite Monnot zusammen, eine Verbindung, die bis zum Ende von Piafs Karriere andauerte. Er schrieb auch ihren ersten Hit Mon Legionnaire und verschaffte ihr Auftritte in den renommiertesten Konzertsälen von Paris.
Edith Piaf war am ersten Höhepunkt ihrer Karriere. Während Asso zum Militär musste, schrieb Jean Cocteau ihr und ihrem neuen Lebenspartner, dem Schauspieler Paul Meurisse, 1939 den Einakter Le Bel Indifférent auf den Leib. Der Erfolg war so groß, dass sie ein Jahr später gemeinsam im Kinofilm Montmartre Sur Seine auftraten.
Während des Zweiten Weltkrieges und der deutschen Besatzungszeit blieb sie in Paris und gab Konzerte für Kriegsgefangene. Dabei schmuggelte sie gefälschte Arbeitserlaubnisse in Gefangenenlager, um einigen Soldaten die Flucht zu ermöglichen. In dieser Zeit unterhielt sie ein leidenschaftliches Verhältnis zu dem sechs Jahre jüngeren Chansonnier Yves Montand, dessen Karriere sie förderte.
1947 war die Sängerin in ganz Europa ein gefeierter Star. Ihr Versuch, auch in den USA Fuß zu fassen scheiterte dagegen. Doch lernte sie dort den Boxer Marcel Cerdan kennen, der ihre große Liebe wurde. Als dieser 1949 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, erlitt sie einen Schock, von dem sie sich Zeit ihres Lebens nicht wieder richtig erholte. Sie litt unter Depressionen und ihrer angeschlagenen Gesundheit. Ihre Probleme bekämpfte sie einerseits mit Drogen und Alkohol, andererseits mit zahlreichen Liebesaffären.
1952 heiratete sie mit Marlene Dietrich als Trauzeugin den Komponisten Jacques Pills, der für sie Je T'ai Dans La Peau mit Gilbert Becaud schrieb. Das Glück währte jedoch nur kurz. Nach vier Jahren ließen sich Edith Piaf und der ebenfalls alkoholsüchtige Pills wieder scheiden.
Anschließend konzentrierte sie sich vor allem auf ihre Konzerttätigkeit. Sie trat in Mexiko und Havanna auf, 1956 war sie die erste Varietésängerin, die ein Gastspiel in der New Yorker Carnegie Hall hatte, 1958 trat sie für drei Monaten am Stück im Pariser Olympia auf.
1959 verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand nach einem schweren Verkehrsunfall rapide. Zusätzlich zu den schon vorhandenen Problemen wurde auch noch Krebs diagnostiziert. Trotz allem gab sie weiterhin Konzerte und veröffentlichte so bekannte Chansons wie Milord und das unvergessene Je Ne Regrette Rien, das deutliche autobiographische Züge trägt.
1962 heiratete sie den 20 Jahre jüngeren griechischen Sänger Teaphanis Lamboukas und sang vom Eiffelturm aus für eine riesige Menschenmenge. Beides konnte die rasche Verschlechterung ihrer Gesundheit aber nicht aufhalten. Anfang 1963 nahm sie noch L'Homme De Berlin auf, bevor sie sich an die Côte D'Azur zurückzog, wo sie nach mehreren Krankenhausaufenthalten am 11. Oktober 1963 starb. Die Beerdigung fand vier Tage später unter Teilnahme von 40.000 Trauernden im Pariser Friedhof Père Lachaise statt.
Bis heute ist Edith Piafs Beliebtheit ungebrochen. Mit ihrer emotionalen Art, Chansons zu singen hat sie sich in die Herzen unzähliger Menschen gesungen. Ihre Musik ist unvergessen.  







                                                                     







                                                                                                                                 

Dienstag, 30. Oktober 2012

Neuerscheinungen: Anna Depenbusch - Sommer aus Papier



Am 5. Oktober 2012 ist das neue Album von Anna Depenbusch, Sommer aus Papier, erschienen. Mit ihren 13 Liedern beschert uns die Musikerin mit ihrer unnachahmlichen Natürlichkeit und ihrer neu entdeckten Ukulele eine Mischung aus Fröhlichkeit, Wärme und auch Melancholie, die den kommenden Winter etwas erträglicher macht.
Entstanden ist das Album inspiriert durch eine Hawaiitapete: „Ich sah sie und im gleichen Moment wusste ich, ich werde eine Kontrast-Platte zum Schwarz/Weiß-Album schaffen. Sie wird bunt sein, so farbenfroh, wie die Hawaiitapete. Sie wird eine frische Leichtigkeit aufweisen, ohne jedoch den Anschluss an meine Vorgängeralben und die Art und Weise wie ich mit Worten umgehe, zu verlieren.“
Der Titeltrack Sommer aus Papier ist eines dieser typischen Depenbusch-Lieder. Leicht, einfach und immer wieder blitzt die Ironie durch. Das wunderschöne Duett mit Mark Forster, Ich und Du, handelt ganz klassisch von der Liebe, das fröhliche Tretboot nach Hawaii könnte zum modernen Volkslied avancieren.
In Hey Cowboy präsentiert sich Anna Depenbusch als Männerversteherin: "Glaub' mir, ich habe nichts gegen Männer, die weinen / bestimmt ist es anstrengend / immer Cowboy zu sein." Lebendige Menschen stehen im Mittelpunkt ihrer Songs, mit ihren Erlebnissen, Erfahrungen und Träumen. Kleine Alltagsgeschichten inspiriert umgesetzt, pointiert zugespitzt und mit viel feinem Humor durchsetzt.
Zwischendurch bleibt Platz für Gänsehaut-Momente wie im düsteren Zimmer #439, ein kleiner Alptraum in Musikform, oder auch das ätherische Vom Leben als Gespenst, die beide viel Raum für Interpretationen lassen und gerade so einen besonderen Zauber entfalten.
Das wunderschöne Irgendwo ist oben ist ein tröstender Durchhalte-Song, mit dem man aus allen Tiefen auftaucht - "erst durch Schwarz dann durch Grau / Nach 1000 Metern langsam durch Blau / Und Du siehst es schimmert Türkis".
Benjamin präsentiert augenzwinkernd einen gesungenen Orgasmus bevor das letzte Lied den Hörer wieder auf die ernste Seite des Leben zieht. Mit Absicht wie Anna Depenbusch selbst sagt: „Die Sonne wirft auch Schatten, deshalb lasse ich die Platte mit der schweren, traurigen Ballade 110“ ausklingen. Es geht um einen Unfall und dass danach alles anders ist. Das Album endet wieder mit einer Klaviernummer. Balladen am Klavier, das gehört zu mir. Dem Klavier kann und will ich nicht untreu werden.“
Obwohl Sommer aus Papier so gar nicht in die dunklere Jahreszeit zu passen scheint, möchte ich euch das Album doch sehr ans Herz legen. Es macht die Welt ein wenig bunter und fröhlicher, ohne seicht zu sein. Und auch Fans der Melancholie finden hier ihre Momente, kurzum: ein vielseitiges, poetisches, ein wunderbares Album!



Hörtipps: Ich und Du, Tretboot nach Hawaii, Benjamin





                                                           


                                                                                      

Dienstag, 18. September 2012

Zusels Lieblinge: Eve - Annett Louisan



Heute schenke ich mir mal selbst eines meiner Lieblingslieder. Eve von Annett Louisan ist auf dem zweiten Album der Sängerin – Unausgesprochen – 2005 veröffentlicht worden.
Im Januar 2006 wurde Eve als Single ausgekoppelt.
Schon von Anfang hat hat mich Annett Louisan mit ihrer unschuldigen Stimme und den bösen Texten auf ihre Seite gezogen. Nach ihrem umjubelten Platin-Debüt Bohème folgten weitere ausgezeichnete Alben, doch am besten gefällt mir immer noch das zweite Werk. Eve ist für mich einfach unnachahmlich. Es gibt im deutschen Musikbetrieb keine zweite Sängerin, die mit mädchenhaftem Augenaufschlag raffinierte Bösartigkeiten verbreitet wie Annett Louisan.
Eve, die Freundin, die so schön ist, alles kann und gerade deshalb so verhasst ist – ich neige mein Haupt vor dem Texter Frank Ramond.      





Eve




Meine Freundin Eve ist aktiv
denkt immer positiv
kennt kein Stimmungstief
ihr Freund Steve ist sportiv
sie ist porentief
rein und attraktiv
sie ist kreativ, dekorativ
sensitiv, sie lebt intensiv
für die Art, wie mich das ankotzt
gibt's kein Adjektiv
seh' ich Eve, sag ich: "na, Eve..."
treff' ich Eve, sag ich: "na, Eve..."

doch bei Eve
geht nie 'was schief
sie ist sehr kommunikativ
überzeugt argumentativ
instinktiv
meistert Eve
spielend den Beruf
und den Alltagsmief

sie ist progressiv, alternativ
innovativ, sehr impulsiv
geschickt und effektiv
ich hasse sie abgrundtief
seh' ich Eve, sag ich: "na, Eve..."
treff' ich Eve, sag ich: "na, Eve..."

wär' ich Eve, hätt' ich Steve
mein Leben wär' erfüllt
und nicht so primitiv
wäre, würde, rein fiktiv
was wär', wenn's für mich besser lief
vollkommen bin ich leider nur
im Konjunktiv

seh' ich Eve, macht mich das aggressiv
treff' ich Eve, wechsle ich die Straßenseite
und zwar demonstrativ 






 

Dienstag, 22. Mai 2012

Helen Schneider



Helen Schneider ist eine amerikanische Sängerin und Schauspielerin. Sie wurde 1952 in New York geboren. Sie studierte klassisches Klavier und war Solistin des Jugendchors der New Yorker Symphoniker. Ab 1971 tourte sie mit einer Blues-Band durch die USA und trat mit verschiedenen Musikern in New York auf.
In Deutschland wurde Helen Schneider vor allem durch einen Auftritt im Jahr 1978 in der Fernsehsendung Bio's Bahnhof bekannt. Eine Tournee 1980 mit Udo Lindenberg steigerte ihre Bekanntheit und die Sängerin startete ihre Karriere als Rocksängerin. Die Alben Schneider With The Kick (1981) und Exposed (1982) waren sehr erfolgreich und brachten Hits wie Rock'n'Roll Gypsy und Shadows Of The Night hervor. 1982 erhielt sie von der Deutschen Phono-Akademie die Auszeichnung Sängerin des Jahres. Helen Schneider war die erste westliche Künstlerin überhaupt, die im Palast der Republik in Berlin (DDR) auftreten durfte.
Ab 1987 entfernte sie sich immer mehr vom Rock und entdeckte das Musical für sich. In der herausragenden Cabaret-Produktion des Theater des Westens in Berlin gab sie die Sally Bowles. 1989 konnte man sie am Broadway im Musical “Ghetto” sehen, für ihre Darstellung im Musikdrama “Frida – The Story Of Frida Kahlo” wurde Helen Schneider 1991 von den New Yorker Theaterkritikern als beste Darstellerin in einem Musical nominiert. Weitere Hauptrollen in großen Musicals folgten, sie spielte unter anderem Eva Perón in “Evita”, Reno Sweeney in “Anything Goes”, Norma Desmond in “Sunset Boulevard” und Victoria in “Victor/Victoria".
1989 veröffentlichte Helen Schneider das Album A Walk On The Weill Side mit hochgelobten Interpretationen von Kurt-Weill-Songs.
Auch im Fernsehen war die Künstlerin immer wieder zu sehen, 1999 an der Seite von Günter Pfitzmann in der Serie “Der Havelkaiser” und 2009 spielte sie neben Axel Milberg in einer Tatort-Folge.
Zwischen 2003 und 2005 war sie mit ihrer One-Woman-Show A Voice And A Piano, die eine Art Querschnitt ihres bisherigen musikalischen Lebens bietet, auch im deutschsprachigen Raum auf Tournee.
Seit August 2010 stand sie im Berliner Renaissance-Theater gemeinsam mit Gunter Gabriel in dem Musical Hello, I’m Johnny Cash als Johnny Cashs Ehefrau June Carter auf der Bühne. Ende 2011 begann eine Tournee mit dem Stück, die bis ins Frühjahr 2012 hinein lief.
Helen Schneider, eine der Heldinnen meiner Jugend, ist eine unglaublich wandlungsfähige Künstlerin mit einer nach wie vor herausragenden Stimme, die nicht daran denkt, sich zur Ruhe zu setzen. 











                                                      





                                                                

                                                                               

Mittwoch, 11. April 2012

Annett Louisan



Annett Louisan ist eine deutsche Sängerin. Sie wurde 1977 in Havelburg als Annett Päge geboren. Ihren Künstlernamen Louisan leitete sie vom Vornamen ihrer Großmutter Louise ab. Sie wuchs bei Mutter und Großmutter in der ehemaligen DDR auf, bis die Familie nach der Wende nach Hamburg zog. Schon als Jugendliche interessierte und beschäftigte sie sich mit Musik und Malerei, was auch dazu führte, dass Annett nach Abschluss der Schule ein Kunststudium begann. Sie finanzierte das Studium durch Gelegenheitsjobs als Studiosängerin. Sie wirkte bei unterschiedlichsten Produktionen und Musikrichtungen mit. Die Bandbreite beinhaltete dabei verschiedenste Genres wie Trance und Klassik. Sogar das Einspielen von Weihnachtsliedern zählte zu ihrem Repertoire.
Schließlich lernte sie Musiker kennen, die ihr bei der Produktion eines eigenen Demobandes halfen. Das 105 Music-Label von Sony wurde auf auf die junge Künstlerin aufmerksam. In Frank Ramond fand sie den richtigen Produzenten und den Partner, der ihre Ideen für die eigenen Songs in passende Texte kleidete. Ende Oktober 2004 erschien das Debütalbum Bohème und auch die Singleauskopplung Das Spiel, mit der Annett Louisan sofort einen Hit landete. Bohème erreichte sechs Wochen nach Veröffentlichung Gold- und nach neun Wochen Platinstatus und wurde damit zu einem der schnellstverkauften Debütalben der deutschen Musikindustrie.
Die Musik von Annett Louisan ist ein lebhafter Mix von Strukturen, deren Wurzeln ebenso im französischen Chanson wie auch in der Tradition des klassischen amerikanischen Songwritings liegen, angereichert mit Folkelementen und durch einige wohldosierte Jazzanleihen zusätzlich veredelt. Ihre sehr spezielle Mischung aus unschuldigem Augenaufschlag, Koketterie und Selbstbewusstsein gibt ihren Songs eine ganz eigene Atmosphäre. Mit hintergründigem Humor interpretiert sie die ewigen Dinge zwischen Mann und Frau bissig und warmherzig zugleich.
Eine ausverkaufte Tour mit einer ausgereiften Bühnenshow überzeugte auch die schärfsten Kritiker und Annett Louisan konnte sich ihren Platz in der ersten Reihe der deutschen Musikszene sichern.
Die weiteren Alben Unausgesprochen (2005) und Das optimale Leben (2007) festigen den mittlerweile hohen Stellenwert der Sängerin.
Mit dem vierten Album Teilzeithippie (2008) trennte sich Annett Louisan von ihrer blonden Mähne und kehrte zu ihrer natürlichen Haarfarbe braun zurück. Auch musikalisch ist eine Entwicklung bemerkbar. Folk- Rock- und Singer-Songwriter-Elemente bringen Bewegung in die neuen Songs.
Mit dem aktuellen Album In meiner Mitte (2011) im Gepäck ist Annett Louisan 2012 wieder auf deutschsprachigen Bühnen unterwegs.









                                                      


Hier noch zusätzlich als kleines Schmankerl - ein Duett mit  Claudia Koreck:




                                                      





                                                                     

Freitag, 3. Februar 2012

Madeleine Peyroux

Madeleine Peyroux ist eine amerikanische Jazz-Sängerin und Songwriterin. Sie wurde 1974 in Athens/Georgia geboren. Sie wuchs in New York City und später, nach der Scheidung der Eltern, in Paris auf. Dort sammelte sie bereits mit sechzehn erste Erfahrungen als Straßenmusikerin. Mit der Lost Wandering Blues & Jazz Band und einem Repertoire aus Jazz-Klassikern der Dreißiger Jahre tourte sie anschließend drei Jahre lang durch Europa.
1996 hörte sie ein Manager der Plattenfirma Atlantic Records auf der Straße singen und verpflichtete sie für sein Label. Im selben Jahr erschien das Debüt-Album Dreamland und brachte Madeleine Peyroux viel Anerkennung und Aufmerksamkeit. Kritiker verglichen begeistert ihre rauchige Stimme mit der Billie Holidays. Der Erfolg bescherte ihr Auftritte beim Montreux Jazz Festival und im Vorprogramm von Sarah McLachlan. Mit der plötzlichen Aufmerksamkeit kam die Musikerin allerdings nicht gut zurecht und sie zog sich für die nächsten Jahre aus der Öffentlichkeit zurück.
Erst 2004 kam Madeleine Peyroux mit dem Album Careless Love wieder zurück in die Musikszene. Hier sang sie zum ersten mal auch Songs von Leonard Cohen, Bob Dylan und Hank Williams und entfernte sich damit ein wenig von ihren Jazz-Wurzeln. Sie vermischte Chanson und Jazz mit Country, Pop und Rock und schuf damit eine ganz eigenen und erfrischenden Stil. Beim nächsten Album Half The Perfect World (2006) interpretierte sie vier eigene Songs und das 2009 veröffentlichte Bare Bones war schließlich das erste vollständig selbst komponierte Album.
2011 erschien das aktuelle Album Standing On The Rooftop.




www.madeleinepeyroux.org







                                                             
                                                          

Mittwoch, 9. November 2011

Anna Depenbusch


Anna Depenbusch ist eine deutsche Musikerin. Sie wurde 1977 in Hamburg geboren. Schon als Kind stand für sie fest, dass sie Musikerin werden will. So stand sie als Zehnjährige im Rahmen der Schul-Big Band erstmals auf einer Bühne
Nach dem Abitur war Anna in verschiedensten Formationen als Backgroundsängerin tätig. Engagement reihte sich an Engagement und als die Strapazen zu groß wurden, zog sie sich für drei Monate nach Island zurück. Dort fand sie Ruhe und Erholung und konnte an eigenen Liedern arbeiten.
2005 veröffentlichte Anna Depenbusch ihr Debütalbum Ins Gesicht und konnte damit einen Achtungserfolg verbuchen.
Es folgten Kollaborationen mit anderen Künstlern, u.a. unter dem Namen Anastasica in der Electronic-Formation Max Melvin. Neben Engagements als Chor-Sängerin bei der Pop-Band Orange Blue spielte sie als Ella Larsson "Lara's Song" für eine Werbekampagne der Telekom ein. Ihr unter eigenem Namen veröffentlichter Titel Heimat erhielt 2009 den Deutschen Musikautorenpreis im Bereich Nachwuchs.
Doch finanziell stand es bei Anna oft nicht zum Besten. Um ihr Auskommen zu sichern, jobbte sie u. a. als Fahrerin von Gemüse-Lastern. Doch in vorderster Linie stand nach wie vor die Musik. Zwei Jahre arbeitete die Sängerin an Songs für ein neues Album.
Das Label 105 Music (Annett Louisan, Stefan Gwildis, Ina Müller) zeigte sich interessiert, und ließ sich von ihren Qualitäten überzeugen. Im Januar 2011 erschien das Album Die Mathematik Der Anna Depenbusch. Der Titel ist eine Anlehnung an das Buch "Die Mathematik Der Nina Gluckstein" von Esther Vilar, das auf Anna als Teenager einen nachhaltigen Eindruck hinterließ
Die Musikerin legt sich stilistisch nicht fest. Sie experimentiert mit unterschiedlichsten Sounds und Genres. So finden auf dem Album neben Pop auch Jazz, Chanson, Blues, Country und Disco-Beats ihren Platz.
Das Album wird zum Überraschungserfolg und Anna Depenbusch als neue Pop-Chansonsängerin gefeiert. Auf einer vierwöchigen Tournee durch Deutschland überzeugt Anna das Publikum mit ihrer hintergründigen Fröhlichkeit.
Im Herbst 2011 erscheint Die Mathematik der Anna Depenbusch In Schwarz-Weiss, eine Neuauflage des vorigen Albums, allerdings nur mit Klavier eingespielt. Es zeigt sich, dass die so bunten Lieder auch in kleinem Rahmen ihren Reiz entfalten.
Seit ich das Lied Tim liebt Tina zum ersten Mal gehört habe, bin ich Anna Depenbusch verfallen. Diese Mischung aus fröhlicher Musik und hintergründigen, manchmal fast bösen, Texten ist einfach wunderbar.




www.annadepenbusch.de