Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!
Ina
Müller ist eine deutsche Sängerin und Fernsehmoderatorin. Sie wurde
1965 in Köhlen geboren. Sie wuchs als vierte von fünf Töchtern auf
einem Bauernhof auf. Nach der Schule machte sie eine Ausbildung zur
pharmazeutisch-technischen Assistentin und arbeitete anschließend in
verschieden Apotheken.
Auf Sylt
machte sie die Bekanntschaft mit der Künstlerin Edda Schnittgard.
Zusammen gründeten die Frauen 1994 das Kabarett-Duo Queen Bee und
machten sich rasch einen Namen. Unterstützung bei ihrem Vorhaben
erhielten sie von Gerburg Jahnke, die mit ihrem eigenen Duo Missfits
bereits bundesweit Erfolge feierte.
Neben
dem Kabarett und der Musik gilt Ina Müllers Aufmerksamkeit ihr
Heimatdialekt Plattdeutsch. Durch ihre norddeutsche Herkunft bestens
mit ihr vertraut, pflegt sie diesen Dialekt mit Liedern und selbst
geschriebenen Texten. Für den NDR moderierte sie erst im Radio und
später im Fernsehen verschiedene Sendungen in Platt.
2004
erschien ihr erstes Solo-Album Das große Du. Aufgrund der Vielzahl
der Verpflichtungen trennte sich Queen Bee 2005 und Ina Müller
konzentrierte sich auf ihre Solo-Projekte.
In
Zusammenarbeit mit dem Duo Frank Ramond/Hardy Kayser, die schon Annett Louisan zum Erfolg führten, entstand 2006 das Album Weiblich,
ledig, 40. Die Scheibe verkaufte sich sehr gut und die dazugehörige
Tournee war restlos ausverkauft.
Im
Fernsehen moderiert Ina Müller die erfolgreichen Sendungen Inas
Norden und die Late Night Show Inas Nacht. Vor allem für letztere
sammelt die Allrounderin reihenweise Preise ein.
Die
folgenden Alben Liebe macht taub (2008) und Das wäre dein Lied
gewesen (2011) reihten sich nahtlos in die Erfolgsgeschichte des
Nordlichts ein. Mit ihrer Reibeisenstimme und ihrer Musik, einer Mischung aus Schlager und Kabarett, hat Ina Müller den Nerv des Publikums getroffen.
Françoise
Hardy ist eine französische Chansonsängerin und Komponistin. Sie
wurde 1944 in Paris geboren. Sie wuchs als uneheliches Kind zusammen
mit ihrer Schwester bei ihrer Mutter auf. Die Scham über ihre
familiären Verhältnisse begleitete die junge Frau die ganze Zeit
während ihres Heranwachsens. Ihre Schüchternheit beeinträchtigte
ihre musikalische Laufbahn lange Zeit. Erst die positiven Reaktionen
ihrer Umwelt überzeugten sie, diesen Weg zu gehen.
1961
unterschrieb Françoise Hardy einen Plattenvertrag und 1962 hatte sie
mit Tous Les Garçons Et Les Filles ihren ersten Hit. Bald spielte
sie ihre Songs auch auf Englisch, Italienisch, Deutsch, Spanisch und
Portugiesisch ein. 1963 startete sie für Monaco beim Eurovision Song
Contest mit L’amour s’en va und erreichte den fünften Platz.
1968 erhielt sie den Schallplattenpreis Grand Prix du Disque de
l’Académie Charles Cros. In Deutschland wählte die
Jugendzeitschrift Bravo Françoise Hardy 1966 zur
zweitbeliebtesten Sängerin. Bei Konzertreisen durch England und
Österreich feierte sie große Erfolge.
Mit
ihrer Bescheidenheit und ihrem zunehmend androgynen Auftreten
erreichte sie die Herzen vieler Männer und Frauen. Sie spielte mit
den vorgegebenen Geschlechterrollen. Ihre große Popularität hielt
sich in Frankreich bis weit in die 70er und 80er Jahre, obwohl sie
wegen ihres Lampenfiebers nach 1968 nur noch selten vor einem großen
Publikum auftrat. 1981 heiratete sie ihren Kollegen Jaques Dutronc.
Im Mai
2000 gelang ihr mit dem Album Clair
Obscur, das in Frankreich
bereits wenige Wochen nach Veröffentlichung sechsstellige
Verkaufszahlen erzielt hat, ein Comeback. Auf dem Album wird sie von
ihrem Sohn auf der Gitarre begleitet; es enthält auch je ein Duett
mit Dutronc - das auch als Single erfolgreiche Puisque
vous partez en voyage -
sowie mit Iggy Pop (I’ll
Be Seeing You) und Étienne
Daho. 2001 erschien, trotz ihrer selbstkritischen Haltung zur Musik
ihrer frühen Jahre, 50 Lieder der bisherigen Karriere als
Zusammenstellung.
Bis
heute veröffentlicht Françoise Hardy regelmäßig neue Alben. Musik
und Texte schreibt sie meist selbst. Ihre Lieder handeln von Liebe,
Leid und Einsamkeit, Themen mit denen sich viele Menschen
identifizieren können. Noch heute ist sie ein Star im In- und
Ausland und verfügt über eine enorme Fanschar.
Heute
beschäftige ich mich mit der wohl größten Chansonsängerin aller
Zeiten – Edith Piaf. Sie wurde 1915 als Edith Giovanna Gassion in
Paris geboren.
Da ihre
Mutter sich nicht um sie kümmerte, wuchs sie bei ihrer Großmutter
auf, die sie jedoch vernachlässigte. Zurückgekehrt aus dem Krieg
nahm der Vater, ein Zirkusakrobat, seine Tochter bei sich auf. Sie
war erst sieben, als sie das erste Mal mit auf Tournee kam. Mit zehn
Jahren begann sie auf der Straße zu singen. Edith Piaf wurde stark
geprägt von der Gewalttätigkeit des Milieus, in dem sie aufwuchs,
und vom Alkoholismus ihres Vaters.
Mit 15
zog sie nach Paris und trat zusammen mit einer Freundin als
Straßensängerin auf. Mit 17 bekam sie ein Kind, das mit zwei Jahren
an Hirnhautentzündung starb.
1935
wurde Edith von Louis Leplée, einem bekannten Nachtclubbesitzer,
entdeckt. In seinem Club wurde die zierliche Sängerin mit der
kräftigen, gefühlsbetonten Stimme zur Sensation des Jahres. Leplée
war es auch, der ihr den Spitznamen piaf – Spatz – gab, der
später zu ihrem Künstlernamen wurde. Nach dessen Ermordung geriet
Edith kurzfristig in Verdacht der Mitwisserschaft. Obwohl sie
freigesprochen wurde, flüchtete sie daraufhin in die Provinz und
kehrte erst 1937 wieder nach Paris zurück.
Der
Geschäftsmann Raymond Asso verhalf ihr schließlich zum endgültigen
Durchbruch. Er brachte sie mit der Pianistin und Komponistin
Marguerite Monnot zusammen, eine Verbindung, die bis zum Ende von
Piafs Karriere andauerte. Er schrieb auch ihren ersten Hit Mon Legionnaire und verschaffte ihr Auftritte in den renommiertesten
Konzertsälen von Paris.
Edith
Piaf war am ersten Höhepunkt ihrer Karriere. Während Asso zum
Militär musste, schrieb Jean Cocteau ihr und ihrem neuen
Lebenspartner, dem Schauspieler Paul Meurisse, 1939 den Einakter Le
Bel Indifférent auf den Leib. Der Erfolg war so groß, dass sie ein
Jahr später gemeinsam im Kinofilm Montmartre Sur Seine auftraten.
Während
des Zweiten Weltkrieges und der deutschen Besatzungszeit blieb sie in
Paris und gab Konzerte für Kriegsgefangene. Dabei schmuggelte sie
gefälschte Arbeitserlaubnisse in Gefangenenlager, um einigen
Soldaten die Flucht zu ermöglichen. In dieser Zeit unterhielt sie
ein leidenschaftliches Verhältnis zu dem sechs Jahre jüngeren
Chansonnier Yves Montand, dessen Karriere sie förderte.
1947 war
die Sängerin in ganz Europa ein gefeierter Star. Ihr Versuch, auch
in den USA Fuß zu fassen scheiterte dagegen. Doch lernte sie dort
den Boxer Marcel Cerdan kennen, der ihre große Liebe wurde. Als
dieser 1949 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, erlitt sie einen
Schock, von dem sie sich Zeit ihres Lebens nicht wieder richtig
erholte. Sie litt unter Depressionen und ihrer angeschlagenen
Gesundheit. Ihre Probleme bekämpfte sie einerseits mit Drogen und
Alkohol, andererseits mit zahlreichen Liebesaffären.
1952
heiratete sie mit Marlene Dietrich als Trauzeugin den Komponisten
Jacques Pills, der für sie Je T'ai Dans La Peau mit Gilbert Becaud
schrieb. Das Glück währte jedoch nur kurz. Nach vier Jahren ließen
sich Edith Piaf und der ebenfalls alkoholsüchtige Pills wieder
scheiden.
Anschließend
konzentrierte sie sich vor allem auf ihre Konzerttätigkeit. Sie trat
in Mexiko und Havanna auf, 1956 war sie die erste Varietésängerin,
die ein Gastspiel in der New Yorker Carnegie Hall hatte, 1958 trat
sie für drei Monaten am Stück im Pariser Olympia auf.
1959
verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand nach einem schweren
Verkehrsunfall rapide. Zusätzlich zu den schon vorhandenen Problemen
wurde auch noch Krebs diagnostiziert. Trotz allem gab sie weiterhin
Konzerte und veröffentlichte so bekannte Chansons wie Milord und das
unvergessene Je Ne Regrette Rien, das deutliche autobiographische
Züge trägt.
1962
heiratete sie den 20 Jahre jüngeren griechischen Sänger Teaphanis
Lamboukas und sang vom Eiffelturm aus für eine riesige
Menschenmenge. Beides konnte die rasche Verschlechterung ihrer
Gesundheit aber nicht aufhalten. Anfang 1963 nahm sie noch L'Homme De
Berlin auf, bevor sie sich an die Côte D'Azur zurückzog, wo sie
nach mehreren Krankenhausaufenthalten am 11. Oktober 1963 starb. Die
Beerdigung fand vier Tage später unter Teilnahme von 40.000
Trauernden im Pariser Friedhof Père Lachaise statt.
Bis
heute ist Edith Piafs Beliebtheit ungebrochen. Mit ihrer emotionalen
Art, Chansons zu singen hat sie sich in die Herzen unzähliger
Menschen gesungen. Ihre Musik ist unvergessen.
Am 5.
Oktober 2012 ist das neue Album von Anna Depenbusch, Sommer aus
Papier, erschienen. Mit ihren 13 Liedern beschert uns die Musikerin
mit ihrer unnachahmlichen Natürlichkeit und ihrer neu entdeckten
Ukulele eine Mischung aus Fröhlichkeit, Wärme und auch Melancholie,
die den kommenden Winter etwas erträglicher macht.
Entstanden
ist das Album inspiriert durch eine Hawaiitapete: „Ich sah sie und
im gleichen Moment wusste ich, ich werde eine Kontrast-Platte zum
Schwarz/Weiß-Album schaffen. Sie wird bunt sein, so farbenfroh, wie
die Hawaiitapete. Sie wird eine frische Leichtigkeit aufweisen, ohne
jedoch den Anschluss an meine Vorgängeralben und die Art und Weise
wie ich mit Worten umgehe, zu verlieren.“
Der
Titeltrack Sommer aus Papier ist eines dieser typischen
Depenbusch-Lieder. Leicht, einfach und immer wieder blitzt die Ironie
durch. Das wunderschöne Duett mit Mark Forster, Ich und Du, handelt
ganz klassisch von der Liebe, das fröhliche Tretboot nach Hawaii
könnte zum modernen Volkslied avancieren.
In Hey
Cowboy präsentiert sich Anna Depenbusch als Männerversteherin:
"Glaub' mir, ich habe nichts gegen Männer, die weinen /
bestimmt ist es anstrengend / immer Cowboy zu sein."
Lebendige Menschen stehen im
Mittelpunkt ihrer Songs, mit ihren Erlebnissen, Erfahrungen und
Träumen. Kleine Alltagsgeschichten inspiriert umgesetzt, pointiert
zugespitzt und mit viel feinem Humor durchsetzt.
Zwischendurch
bleibt Platz für Gänsehaut-Momente wie im düsteren Zimmer
#439, ein kleiner Alptraum in Musikform, oder auch das ätherische
Vom Leben als Gespenst, die beide viel Raum für Interpretationen
lassen und gerade so einen besonderen Zauber entfalten.
Das
wunderschöne Irgendwo ist oben ist ein tröstender Durchhalte-Song,
mit dem man aus allen Tiefen auftaucht - "erst durch Schwarz
dann durch Grau / Nach 1000 Metern langsam durch Blau / Und Du siehst
es schimmert Türkis".
Benjamin
präsentiert augenzwinkernd einen gesungenen Orgasmus bevor das
letzte Lied den Hörer wieder auf die ernste Seite des Leben zieht.
Mit Absicht wie Anna Depenbusch selbst sagt: „Die Sonne wirft auch
Schatten, deshalb lasse ich die Platte mit der schweren, traurigen
Ballade 110“ ausklingen. Es geht um einen Unfall und dass danach
alles anders ist. Das Album endet wieder mit einer Klaviernummer.
Balladen am Klavier, das gehört zu mir. Dem Klavier kann und will
ich nicht untreu werden.“
Obwohl
Sommer aus Papier so gar nicht in die dunklere Jahreszeit zu passen
scheint, möchte ich euch das Album doch sehr ans Herz legen. Es
macht die Welt ein wenig bunter und fröhlicher, ohne seicht zu sein.
Und auch Fans der Melancholie finden hier ihre Momente, kurzum: ein
vielseitiges, poetisches, ein wunderbares Album!
Hörtipps:Ich und Du, Tretboot nach Hawaii, Benjamin
Heute
schenke ich mir mal selbst eines meiner Lieblingslieder. Eve von Annett Louisan ist auf dem zweiten Album der Sängerin –
Unausgesprochen – 2005 veröffentlicht worden.
Im
Januar 2006 wurde Eve als Single ausgekoppelt.
Schon
von Anfang hat hat mich Annett Louisan mit ihrer unschuldigen Stimme
und den bösen Texten auf ihre Seite gezogen. Nach ihrem umjubelten
Platin-Debüt Bohème folgten weitere ausgezeichnete Alben, doch am
besten gefällt mir immer noch das zweite Werk. Eve ist für mich
einfach unnachahmlich. Es gibt im deutschen Musikbetrieb keine zweite
Sängerin, die mit mädchenhaftem Augenaufschlag raffinierte
Bösartigkeiten verbreitet wie Annett Louisan.
Eve, die
Freundin, die so schön ist, alles kann und gerade deshalb so
verhasst ist – ich neige mein Haupt vor dem Texter Frank Ramond.
Eve
Meine
Freundin Eve ist aktiv denkt immer positiv kennt kein
Stimmungstief ihr Freund Steve ist sportiv sie ist
porentief rein und attraktiv sie ist kreativ,
dekorativ sensitiv, sie lebt intensiv für die Art, wie mich
das ankotzt gibt's kein Adjektiv seh' ich Eve, sag ich: "na,
Eve..." treff' ich Eve, sag ich: "na, Eve..."
doch
bei Eve geht nie 'was schief sie ist sehr
kommunikativ überzeugt argumentativ instinktiv meistert
Eve spielend den Beruf und den Alltagsmief
sie ist
progressiv, alternativ innovativ, sehr impulsiv geschickt und
effektiv ich hasse sie abgrundtief seh' ich Eve, sag ich: "na,
Eve..." treff' ich Eve, sag ich: "na, Eve..."
wär'
ich Eve, hätt' ich Steve mein Leben wär' erfüllt und nicht
so primitiv wäre, würde, rein fiktiv was wär', wenn's für
mich besser lief vollkommen bin ich leider nur im
Konjunktiv
seh' ich Eve, macht mich das aggressiv treff'
ich Eve, wechsle ich die Straßenseite und zwar demonstrativ
Helen
Schneider ist eine amerikanische Sängerin und Schauspielerin. Sie
wurde 1952 in New York geboren. Sie studierte klassisches Klavier und
war Solistin des Jugendchors der New Yorker Symphoniker. Ab 1971
tourte sie mit einer Blues-Band durch die USA und trat mit
verschiedenen Musikern in New York auf.
In
Deutschland wurde Helen Schneider vor allem durch einen Auftritt im
Jahr 1978 in der Fernsehsendung Bio's Bahnhof bekannt. Eine Tournee
1980 mit Udo Lindenberg steigerte ihre Bekanntheit und die Sängerin
startete ihre Karriere als Rocksängerin. Die Alben Schneider With
The Kick (1981) und Exposed (1982) waren sehr erfolgreich und
brachten Hits wie Rock'n'Roll Gypsy und Shadows Of The Night hervor.
1982 erhielt sie von der Deutschen Phono-Akademie die Auszeichnung
Sängerin des Jahres. Helen Schneider war die erste westliche
Künstlerin überhaupt, die im Palast der Republik in Berlin (DDR)
auftreten durfte.
Ab 1987
entfernte sie sich immer mehr vom Rock und entdeckte das Musical für
sich. In der herausragenden Cabaret-Produktion des Theater des
Westens in Berlin gab sie die Sally Bowles. 1989 konnte man sie am
Broadway im Musical “Ghetto” sehen, für ihre Darstellung im
Musikdrama “Frida – The Story Of Frida Kahlo” wurde Helen
Schneider 1991 von den New Yorker Theaterkritikern als beste
Darstellerin in einem Musical nominiert. Weitere Hauptrollen in
großen Musicals folgten, sie spielte unter anderem Eva Perón in
“Evita”, Reno Sweeney in “Anything Goes”, Norma Desmond in
“Sunset Boulevard” und Victoria in “Victor/Victoria".
1989
veröffentlichte Helen Schneider das Album A Walk On The Weill Side
mit hochgelobten Interpretationen von Kurt-Weill-Songs.
Auch im
Fernsehen war die Künstlerin immer wieder zu sehen, 1999 an der
Seite von Günter Pfitzmann in der Serie “Der Havelkaiser” und
2009 spielte sie neben Axel Milberg in einer Tatort-Folge.
Zwischen
2003 und 2005 war sie mit ihrer One-Woman-Show A Voice And A Piano,
die eine Art Querschnitt ihres bisherigen musikalischen Lebens
bietet, auch im deutschsprachigen Raum auf Tournee.
Seit
August 2010 stand sie im Berliner Renaissance-Theater gemeinsam mit
Gunter Gabriel in dem Musical Hello, I’m Johnny Cash als
Johnny Cashs Ehefrau June Carter auf der Bühne. Ende 2011 begann
eine Tournee mit dem Stück, die bis ins Frühjahr 2012 hinein lief.
Helen
Schneider, eine der Heldinnen meiner Jugend, ist eine unglaublich
wandlungsfähige Künstlerin mit einer nach wie vor herausragenden
Stimme, die nicht daran denkt, sich zur Ruhe zu setzen.
Annett
Louisan ist eine deutsche Sängerin. Sie wurde 1977 in Havelburg als
Annett Päge geboren. Ihren Künstlernamen Louisan
leitete sie vom Vornamen ihrer Großmutter Louise ab. Sie wuchs bei
Mutter und Großmutter in der ehemaligen DDR auf, bis die Familie
nach der Wende nach Hamburg zog. Schon als Jugendliche interessierte
und beschäftigte sie sich mit Musik und Malerei, was auch dazu
führte, dass Annett nach Abschluss der Schule ein Kunststudium
begann. Sie finanzierte das Studium durch Gelegenheitsjobs als
Studiosängerin. Sie wirkte bei unterschiedlichsten Produktionen und
Musikrichtungen mit. Die Bandbreite beinhaltete dabei verschiedenste
Genres wie Trance und Klassik. Sogar das Einspielen von
Weihnachtsliedern zählte zu ihrem Repertoire.
Schließlich
lernte sie Musiker kennen, die ihr bei der Produktion eines eigenen
Demobandes halfen. Das 105 Music-Label von Sony wurde auf auf die
junge Künstlerin aufmerksam. In Frank Ramond fand sie den richtigen
Produzenten und den Partner, der ihre Ideen für die eigenen Songs in
passende Texte kleidete. Ende Oktober 2004 erschien das Debütalbum
Bohème und auch die Singleauskopplung Das Spiel, mit der Annett
Louisan sofort einen Hit landete. Bohème erreichte sechs Wochen nach
Veröffentlichung Gold- und nach neun Wochen Platinstatus und wurde
damit zu einem der schnellstverkauften Debütalben der deutschen
Musikindustrie.
Die
Musik von Annett Louisan ist ein lebhafter Mix von Strukturen, deren
Wurzeln ebenso im französischen Chanson wie auch in der Tradition
des klassischen amerikanischen Songwritings liegen, angereichert mit
Folkelementen und durch einige wohldosierte Jazzanleihen zusätzlich
veredelt. Ihre sehr spezielle Mischung aus unschuldigem
Augenaufschlag, Koketterie und Selbstbewusstsein gibt ihren Songs
eine ganz eigene Atmosphäre. Mit hintergründigem Humor
interpretiert sie die ewigen Dinge zwischen Mann und Frau bissig und
warmherzig zugleich.
Eine
ausverkaufte Tour mit einer ausgereiften Bühnenshow überzeugte auch
die schärfsten Kritiker und Annett Louisan konnte sich ihren Platz
in der ersten Reihe der deutschen Musikszene sichern.
Die
weiteren Alben Unausgesprochen (2005) und Das optimale Leben (2007)
festigen den mittlerweile hohen Stellenwert der Sängerin.
Mit dem
vierten Album Teilzeithippie (2008) trennte sich Annett Louisan von
ihrer blonden Mähne und kehrte zu ihrer natürlichen Haarfarbe braun
zurück. Auch musikalisch ist eine Entwicklung bemerkbar. Folk- Rock-
und Singer-Songwriter-Elemente bringen Bewegung in die neuen Songs.
Mit dem
aktuellen Album In meiner Mitte (2011) im Gepäck ist Annett Louisan
2012 wieder auf deutschsprachigen Bühnen unterwegs.
Madeleine Peyroux ist eine amerikanische Jazz-Sängerin und Songwriterin. Sie wurde 1974 in Athens/Georgia geboren. Sie wuchs in New York City und später, nach der Scheidung der Eltern, in Paris auf. Dort sammelte sie bereits mit sechzehn erste Erfahrungen als Straßenmusikerin. Mit der Lost Wandering Blues & Jazz Band und einem Repertoire aus Jazz-Klassikern der Dreißiger Jahre tourte sie anschließend drei Jahre lang durch Europa.
1996 hörte sie ein Manager der Plattenfirma Atlantic Records auf der Straße singen und verpflichtete sie für sein Label. Im selben Jahr erschien das Debüt-Album Dreamland und brachte Madeleine Peyroux viel Anerkennung und Aufmerksamkeit. Kritiker verglichen begeistert ihre rauchige Stimme mit der Billie Holidays. Der Erfolg bescherte ihr Auftritte beim Montreux Jazz Festival und im Vorprogramm von Sarah McLachlan. Mit der plötzlichen Aufmerksamkeit kam die Musikerin allerdings nicht gut zurecht und sie zog sich für die nächsten Jahre aus der Öffentlichkeit zurück.
Erst 2004 kam Madeleine Peyroux mit dem Album Careless Love wieder zurück in die Musikszene. Hier sang sie zum ersten mal auch Songs von Leonard Cohen, Bob Dylan und Hank Williams und entfernte sich damit ein wenig von ihren Jazz-Wurzeln. Sie vermischte Chanson und Jazz mit Country, Pop und Rock und schuf damit eine ganz eigenen und erfrischenden Stil. Beim nächsten Album Half The Perfect World (2006) interpretierte sie vier eigene Songs und das 2009 veröffentlichte Bare Bones war schließlich das erste vollständig selbst komponierte Album.
2011 erschien das aktuelle Album Standing On The Rooftop.
Anna Depenbusch ist eine deutsche Musikerin. Sie wurde 1977 in Hamburg geboren. Schon als Kind stand für sie fest, dass sie Musikerin werden will. So stand sie als Zehnjährige im Rahmen der Schul-Big Band erstmals auf einer Bühne
Nach dem Abitur war Anna in verschiedensten Formationen als Backgroundsängerin tätig. Engagement reihte sich an Engagement und als die Strapazen zu groß wurden, zog sie sich für drei Monate nach Island zurück. Dort fand sie Ruhe und Erholung und konnte an eigenen Liedern arbeiten.
2005 veröffentlichte Anna Depenbusch ihr Debütalbum Ins Gesicht und konnte damit einen Achtungserfolg verbuchen.
Es folgten Kollaborationen mit anderen Künstlern, u.a. unter dem Namen Anastasica in der Electronic-Formation Max Melvin. Neben Engagements als Chor-Sängerin bei der Pop-Band Orange Blue spielte sie als Ella Larsson "Lara's Song" für eine Werbekampagne der Telekom ein. Ihr unter eigenem Namen veröffentlichter Titel Heimat erhielt 2009 den Deutschen Musikautorenpreis im Bereich Nachwuchs.
Doch finanziell stand es bei Anna oft nicht zum Besten. Um ihr Auskommen zu sichern, jobbte sie u. a. als Fahrerin von Gemüse-Lastern. Doch in vorderster Linie stand nach wie vor die Musik. Zwei Jahre arbeitete die Sängerin an Songs für ein neues Album.
Das Label 105 Music (Annett Louisan, Stefan Gwildis, Ina Müller) zeigte sich interessiert, und ließ sich von ihren Qualitäten überzeugen. Im Januar 2011 erschien das Album Die Mathematik Der Anna Depenbusch. Der Titel ist eine Anlehnung an das Buch "Die Mathematik Der Nina Gluckstein" von Esther Vilar, das auf Anna als Teenager einen nachhaltigen Eindruck hinterließ
Die Musikerin legt sich stilistisch nicht fest. Sie experimentiert mit unterschiedlichsten Sounds und Genres. So finden auf dem Album neben Pop auch Jazz, Chanson, Blues, Country und Disco-Beats ihren Platz.
Das Album wird zum Überraschungserfolg und Anna Depenbusch als neue Pop-Chansonsängerin gefeiert. Auf einer vierwöchigen Tournee durch Deutschland überzeugt Anna das Publikum mit ihrer hintergründigen Fröhlichkeit.
Im Herbst 2011 erscheint Die Mathematik der Anna Depenbusch In Schwarz-Weiss, eine Neuauflage des vorigen Albums, allerdings nur mit Klavier eingespielt. Es zeigt sich, dass die so bunten Lieder auch in kleinem Rahmen ihren Reiz entfalten.
Seit ich das Lied Tim liebt Tina zum ersten Mal gehört habe, bin ich Anna Depenbusch verfallen. Diese Mischung aus fröhlicher Musik und hintergründigen, manchmal fast bösen, Texten ist einfach wunderbar.