Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!
Rory
Block ist eine amerikanische Blues-Gitarristin, Sängerin und
Songwriterin. Sie wurde 1949 in Princetown/New Jersey als Aurora
Block geboren. Sie wuchs im Einfluß der Greenwich Village Folk Szene
auf und lernte früh Gitarre. Als Teenager begann sie sich für Blues
zu interessieren, vor allem für den Delta-Blues, der Anfang des
letzten Jahrhunderts im Mississippi-Delta entstanden war. Sie
besorgte sich alte Schallplatten und spielte sie Note für Note nach.
Mit 15
verließ sie ihr Zuhause, um – zusammen mit dem Gitarristen Stefan
Grossman – den damals gerade wiederentdeckten Bluesmusikern wie
Mississippi John Hurt, Reverend Gary Davis und Son House zu begegnen
und durch diese Kontakte die traditionelle Spielweise weiter zu
perfektionieren.
Später
zog sie nach Kalifornien, wo sie in Cafés und Clubs auftrat.
Nach der
Geburt ihrer Söhne, kehrte Rory Block Mitte der 70er Jahre wieder in
die Musik-Szene zurück und passte sich dem damals vorherrschendem
Disco-Trend an. 1981 ermutigte sie das Label Rounder Records sich
wieder auf ihre Liebe zu traditionellem Blues zu konzentrieren.
Seitdem hat sie eine ihr eigene musikalische Nische besetzt, indem
sie auf einer Vielzahl von Alben sowohl traditionellen Country Blues
– darunter viele Stücke von Robert Johnson – als auch eigene
Songs veröffentlichte. Sie gilt bis heute als eine der besten
Blues-Gitarristinnen, besonders mit ihrer Slide-Guitar-Technik, hat
unzählige Preise gesammelt und tritt auch heute noch live auf, oft
unterstützt von ihrem Sohn Jordan Block.
Nach
einer vierjährigen Pause ist am 14.September 2012 das sechste Album
von Pink – The Truth About Love – erschienen. Nach ihrer
Babypause hatten etliche Fans befürchtet, dass das Mutterglück Pink
zu weich oder nett werden ließ, doch die Lady vertreibt mit ihren 13
oder 17 (in der Deluxe Version) Songs alle diesbezüglichen Ängste:
„Nun, auf dem Album sind
definitiv keine Wiegenlieder zu hören, auch wenn ich mein Baby
liebe! Es ist ein bunter Mix – viel Rock, Dance und jede Menge
Spaß. Ihr könnt euch beim Hören der Platte die Klamotten vom Leib
reißen, ganz viel Bier trinken und zur Musik tanzen.“
Inhaltlich
beleuchtet Pink die verschiedenen Aspekte der Liebe: die dunklen, die
hellen, die fröhlichen und die traurigen Seiten. Genauso
unterschiedlich sind auch die Songs. Gleich mit dem ersten Titel Are
We All We Are zeigt uns Pink mit einem Rock-Kracher, dass sie nichts
verlernt hat. Try, eine Midtempo-Nummer mit hymnenhaften Elementen
und Just Give Me A Reason, ein Duett mit Fun-Frontmann Nate Ruess
zeigen die Wandelbarkeit der Musikerin. Für die überdrehten und
schrägen Momente des Albums sorgen How Come You're Not Here und Slut
Like You, das mit seinen Woohoos zum Mitgrölen animiert.
Ihre
sanfte Seite zeigt Pink in Balladen wie Beam Me Up, einem
wunderschönen Song mit Lagerfeuerstimmung und The Great Escape,
einer klassischen Piano-Ballade.
Dass
sich der Kauf der Deluxe Version lohnt, beweisen alle vier
zusätzlichen Titel. Besonders My Signature Move, ein typischer
Pink-Rocker und das wundervolle Run, wo die Sängerin ihr gesamtes
stimmliches Können auf den Tisch legt, sind ein absolutes Muss für
jeden Fan.
Insgesamt
ist The Truth About Love ein erstklassig produziertes Pop-Rock-Album,
das durch seine Vielschichtigkeit besticht. Einziger Kritikpunkt
meinerseits ist die Technik-Lastigkeit des Albums. Erdige Gitarren
und echte Drums hie und da hätten der Scheibe noch mehr Charakter
verliehen.
Rosie
Thomas ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1978 in
Livonia/Michigan geboren. Sie studierte am Cornish College of the
Arts und tourte in den späten 1990ern mit der Band Velour 100, bevor
sie sich für eine Sololaufbahn entschied. Neben ihrer Musik
interessierte sich Rosie auch für Comedy. Sie entwickelte ihr Alter
Ego Sheila Saputo, die Pizzabotin und tritt bis heute in Seattle als
Stand Up Comedian auf.
Ihr
Debüt-Album When We Were Small erschien 2001. Der Erfolg des
Albums, das sich mit Kindheitserinnerungen auseinander setzt, hielt
sich in Grenzen und die Kritiken fielen teilweise ernüchternd aus,
dennoch brachte es ihr Vergleiche mit Joni Mitchell und eine
Skandinavien-Tour ein. Ihre ruhige, nachdenkliche, manchmal auch
düstere Folk-orientierte Musik war nicht für den breiten
Publikumsgeschmack geeignet und trotzdem konnte sich Rosie eine
kleine Anhängerschar erspielen.
Zurück
in den USA zog sie sich in die älteste Kirche Detroits zurück, um
neue Lieder aufzunehmen. Das Ergebnis war das ausgereiftere Only With
Laughter Can You Win (2003), das sie auch in Europa veröffentlichte.
Anschließend
zog sie vorübergehend nach Los Angeles, wo sie ihr drittes Album If
Songs Could Be Held (2005) aufnahm. Mit dem Songwriter Sufjan Stevens
arbeitete Rosie Thomas mehrfach zusammen. Er war auch an dem Album
These Friends Of Mine beteiligt, das die Musikerin mit Freunden in
New York und Philadelphia aufnahm. Es erschien 2006 auf ihrem eigenen
Label. Nach einem Weihnachts-Album 2008, erschien im Frühjahr 2012
die aktuelle Produktion With Love. Wer ruhige, solide Akustik-Musik
mag, ist bei Rosie Thomas an der richtigen Stelle.
Rachael
Sage ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde in Port
Chester/New York geboren. Schon von Kindheit an interessierte sie
sich für Musik und brachte sich selbst das Gitarre und Klavier
spielen bei. Bevor sie sich jedoch endgültig für die Musik als
Beruf entschied, studierte sie Ballett und Drama. Sie begann damit,
eigene Songs zu schreiben und hatte bald ein beträchtliches
Repertoire. Ihre Auftritte in kleinen Bars und Clubs stießen mehr
und mehr auf positive Resonanz, doch keine Plattenfirma zeigte
Interesse an der Musikerin, deshalb gründete sie 1995 ihr eigenes
Label Mpress Records. Hier erschien auch im selben Jahr ihr
Debütalbum Morbid Romantic. Es erwies sich als kleiner
Achtungserfolg, und machte Talentsucher auf die junge Künstlerin
aufmerksam.
1997
gewann Rachael Sage bei einem Talentwettbewerb in New York und durfte
bei dem Frauenmusik-Festival Lilith Fair auftreten. Ein weiterer
Schritt hin zu mehr Popularität.
Von 1998
bis 2010 veröffentlichte sie weitere acht Alben, die ihren
Bekanntheitsgrad langsam steigerten. In dieser Zeit, arbeitete
Rachael öfter als Film-Statistin, wenn die Musik einmal nicht genug
Geld zum Leben einbrachte.
2005
gewann ihr Song Sacrifice den Independent Music Award in der
Kategorie Bester Song in der Sparte Folk/Singer/Songwriter.
Inzwischen
hat sie sich einen Namen in der Singer-Songwriter-Szene gemacht. Ihr
Songwriting ist mehrfach preisgekrönt und sie hat einen sehr eigenen
Stil entwickelt. Sie setzt ihre Theater-Ausbildung gekonnt auf der
Bühne ein, ihre Shows werden dadurch zu einer Mischung aus Musik und
Schauspiel, oft ungewöhnlich und skurril.
Anfang
Mai 2012 ist Rachael Sages aktuelles Album Haunted By You in den USA
erschienen.
Patti
Smith ist eine amerikanische Rockmusikerin und Schriftstellerin. Sie
wurde 1946 in Chicago/Illinois geboren. Aus einer armen Familie
stammend, beendete sie mit 16 ihre Schulausbildung und arbeitete
danach in einer Fabrik. Mit 20 ging Patti Smith nach New York und
lernte dort den Fotografen Robert Mapplethorpe kennen und lebte
mehrere Jahre mit ihm zusammen. 1969 begann sie, ihre von der Beat
Generation beeinflusste Poesie in Zeitschriften wie Rock
und Creem
zu veröffentlichen. Ihre Gedichte waren von Anfang an sehr politisch
und direkt, sie legte ihren Finger rücksichtslos in amerikanische
Wunden.
Ihre
Freundschaft mit Lenny Kaye, Sam Shepard, Todd Rundgren und Tom
Verlaine (damals bei der Punk-Gruppe Television) ermutigten sie 1974
zu ihrer ersten Single, Hey
Joe, in der Patti Smith die
damals gerade aktuelle Entführung von Patty Hearst, der Enkelin des
Zeitungsmagnaten William Randolph Hearst, verarbeitete. 1975 erschien
ihr von John Cale produziertes Debütalbum Horses. Sie verband
Garagenrock mit politischer Poesie und schuf damit ein ganz eigenes
Genre. Für viele spätere Musiker der Punk- und New Wave-Bewegung
war sie ein Vorbild.
1976
wurde das zweite Album Radio Ethiopia veröffentlicht und
beeindruckte mit rauem, alternativem Rock. Der weltweite Durchbruch
gelang Patti Smith aber erst mit dem etwas kommerzielleren
Easter(1978), auf dem auch das mit Bruce Springsteen aufgenommene
Because The Night enthalten ist, das heute zu den großen Klassikern
der Rock-Musik zählt.
Mit dem
1979 veröffentlichten Album Wave, das Songs wie Dancing Barefoot und
das ihrem späteren Ehemann (Fred "Sonic" Smith, Gitarrist
und Mitbegründer der Polit-Rockgruppe MC5) gewidmete Frederick
enthält, schloss Patti Teil eins ihrer Musikkarriere ab. Sie zog
sich für viele Jahre zurück und widmete sich ihrer Familie. Erst
akute finanzielle Probleme veranlassten sie 1988 zu einem Comeback
mit dem Album Dream Of Life. 1994 starb überraschend ihr Ehemann und
Patti Smith verarbeitete ihre Trauer im 1996 erschienenen Album Gone Again.
Seitdem veröffentlicht die Musikerin regelmäßig neue Alben und
veranstaltet Lesungen. Politisch setzt sie sich vor allem für den
Frieden und für den Umweltschutz ein.
2012
erscheint ihr neues Album Banga. Auch mit 65 denkt Patti Smith noch
lange nicht ans Aufhören. Im Mai beginnt in Mexiko ihre Welttournee.
«Ich bin vielleicht nicht mehr so schnell wie früher, und mein
Aussehen hat sich verändert», sagt sie. «Aber von meiner Kraft
habe ich nichts verloren. Meine Stimme ist sogar noch stärker
geworden.»
Pat
Benatar ist eine amerikanische Rocksängerin. Sie wurde 1953 in
Brooklyn/New York als Patricia Mae Andrzejewski geboren. Als Kind
interessierte sie sich für das Theater und erhielt
Gesangsunterricht. In der Schule sang sie im Chor und spielte in
mehreren Schulaufführungen mit. Obwohl ihre musikalische Ausbildung
darauf ausgerichtet war, entschied sie sich gegen eine Karriere als
Opernsängerin. Stattdessen heiratete sie mit 19 Jahren ihren
Jugendfreund Dennis Benatar. Die Ehe hielt nur wenige Jahre und Pat
konzentrierte sich wieder auf die Musik.
1977
wurde sie in dem New Yorker Club Catch A Rising Star entdeckt und
erhielt einen Plattenvertrag. Pat Benatar traf den Gitarristen Neil
Giraldo, der später ihr Ehemann wurde und nahm mit ihm ihr
Debütalbum In The Heat Of The Night (1979) auf. Das Album brachte
die Hits Heartbreaker und I Need A Lover hervor und verkaufte sich
hervorragend. Die prägnante, kräftige Stimme Pat Benatars und ihr
Rock-Sound kam beim Publikum gut an. Sie war eine der ersten Frauen
im Musikgeschäft, die in diesem Genre antrat und überzeugen konnte.
Somit war sie die Vorreiterin für die späteren Erfolge von Cyndi Lauper und Madonna.
Die
folgenden fünf Alben erreichten alle Platin-Status. Ihre Hits Hit Me
With Your Best Shot, Treat Me Right, We Belong, Love Is A Battlefield
und viele mehr bleiben unvergessen. Pat Benatar gewann in den 80er
Jahren vier Grammys und wurde zum Superstar.
1982
heiratete die Sängerin Neil Giraldo. Das Paar hat zwei Töchter.
Obwohl
Pat Benatar den Erfolg in den 90ern nicht Aufrecht halten konnte,
veröffentlichte sie weitere Alben und spielte unzählige Shows in
den USA.
Auch
heute noch ist sie mit ihrem Mann unterwegs und tourt wie in alten
Zeiten.
Priscilla Ahn ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1984 in Fort Stewart/Pennsylvania als Priscilla Natalie Hartranft geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit zur Hälfte in den USA und in Südkorea, dem Herkunftsland ihrer Mutter, deren Nachnamen sie später annahm. Mit 14 Jahren begann sie Gitarre zu spielen und in der Highschool trat sie regelmäßig in Cafés auf. Nach der Schule weigerte sie sich, zum Schrecken ihrer Eltern, aufs College zu gehen. Sie arbeitete tagsüber als Tour Guide und spielte nachts in den Clubs von Philadelphia ihre Songs.
Der Traum vom Leben als Musikerin ließ Priscilla Ahn nicht los und sie zog schließlich nach Los Angeles, um diesen Traum dort zu verwirklichen.
Monatelang schlug sie sich mit Gelegenheitsjobs durch und spielte ihre Musik, wo sie nur konnte. Mehr als einen kleinen Zuhörerkreis konnte sie jedoch nicht gewinnen. Erst ein ein Praktikum in einem Studio in Los Angeles, in dem Amos Lee 2004 seine erste EP aufnahm, brachte sie einen großen Schritt voran. Als der Musiker zwei Jahre später ein Demotape Priscilla Ahns hörte, setzte er sich bei den Chefs seines Labels ein und überzeugte sie, die Sängerin unter Vertrag zu nehmen.
2008 erschien das Debütalbum A Good Day, das gleich einige Aufmerksamkeit erreichte. Die Single Dream wie auch andere Songs wurden in mehreren populären TV-Serien verwendet.
Das zweite Album When You Grow Up (2011) konnte den Erfolg des Vorgängers wiederholen und Priscilla Ahn hatte einen Auftritt in der Tonight Show mit Jay Leno. Die Musikerin hat mit ihrer klaren Stimme und ihren ruhigen Songs eine Nische für sich gefunden.
PJ Harvey ist eine englische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1969 als Polly Jean Harvey in Yeovil/Somerset geboren. Sie wuchs bei Hippie-Eltern auf, die sie mit Jazz und Blues, aber auch mit Jimi Hendrix und Captain Beefheart bekannt machten. Als Jugendliche lernte sie Saxophon, später auch Gitarre. Als Teenager begann sie, in Bands zu spielen, unter anderem bei Automatic Dlamini an der Seite von John Parish.
1991 tat sie sich mit Rob Ellis am Schlagzeug und Ian Olliver am Bass zusammen. Der Fokus lag aber eindeutig auf der Sängerin mit der Gitarre, wie der Bandname, ihr eigener, zeigte. Für die Alben Dry (1992) und Rid Of Me (1993) hagelte es zwar Lob und Preisnominierungen, doch anschließend musste PJ ihren eigenen Weg gehen, da Ellis und Olliver sie verließen.
1995 erschien ihr Album To Bring You My Love, welches John Parish und Flood produzierten. To Bring You My Love entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Independentalben. Die Musikerin spielte hier fast alle Instrumente selbst. Für Is This Desire? (1998) nahm sie dagegen wieder die Hilfe einiger langjähriger musikalischer Begleiter in Anspruch. Dazwischen arbeitete sie mit John Parish an der EP Dance Hall At Louse Point (1996).
Die Nachricht, dass Stories From The City, Stories From The Sea (1999) den renommierten Mercury Music Prize erhält, erreichte die Musikerin ausgerechnet am 11. September 2001 in Washington D.C., wo sie im Rahmen einer US-Tournee Station machte. An dem Tag des verheerenden Anschlags wirkte solche Ehrung doch sehr nebensächlich, und so konnte PJ Harvey auch keine Freude zu Protokoll geben, sondern nur Entsetzen: "I can genuinely say I'm absolutely shocked."
Die Musikerin, die nicht viele Konzerte gibt, ist eine Art Paradiesvogel in ihrem Metier. Mit roten Pumps und knappem Kleid steht sie auf der Bühne und spielt ihre ganz eigene Musik. Sie sucht ständig nach Neuem: „A new sound that I hadn't heard before. A new kind of music". So hat PJ Harvey Mit dem 2007 erschienenen, höchst elegischen Album White Chalk auf den Einsatz der bis dahin meist dominierenden E-Gitarre verzichtet. Stattdessen ließ sie sich ausschließlich von akustischen Instrumenten – vorwiegend dem Piano – begleiten und präsentierte sich auch stimmlich meist eine Tonlage höher.
Im Februar 2011 erschien ihr bisher letztes Album Let England Shake und die Musikerin erhielt dafür zum zweiten Mal den Mercury Music Prize.
Red Molly ist ein Folk-Trio bestehend aus Laurie MacAllister (Gesang, Gitarre, Banjo), Abbie Gardner (Gesang, Gitarre, Dobro) und Molly Venter (Gesang, Gitarre). Die Band wurde 2004 auf dem Falcon Ridge Folk Festival gegründet. Laurie, Abby und Carolann Solebello, drei Singer-Songwriterinnnen trafen sich dort und entschlossen sich, nach einer gemeinsamen Nacht am Lagerfeuer, in Zukunft zusammen Musik zu machen. Der Name Red Molly stammt aus dem Song 1952 Vincent Black Lightning von Richard Thompson.
Von Anfang an überzeugten die drei Frauen ihr Publikum mit ihren lebendigen, engagierten Bühnenauftritten. Sie sangen sowohl Eigenkompositionen, als auch Material anderer Musiker und zu ihrem Hauptmerkmal wurde ihr wunderbarer dreistimmiger Gesang und die einfallsreichen Song-Arrangements. Ihr Musikstil bewegt sich zwischen Folk, Country und Bluegrass und wird allgemein als Americana bezeichnet.
Von Auftritten in kleinen Cafés arbeiteten sich Red Molly hoch bis zu den bekannten großen Folk-Festivals. 2006 erschien ihr erstes Album Never Been To Vegas. Das Trio erhielt gute Kritiken und konnte sich einen Namen in der Americana-Szene machen. Die folgenden Alben Love And Other Tragedies (2008) und James (2010) konnten sich in den oberen Regionen der Americana-Charts festsetzen und trugen zum wachsenden Erfolg der Band bei.
Im Juli 2010 verließ Carolann Solebello das Trio, um sich auf ihre Solo-Karriere zu konzentrieren und wurde durch die Sängerin und Gitarristin Molly Venter ersetzt.
2011 erschien das erste Album in neuer Besetzung Light In The Sky.
Rebekka Bakken ist eine norwegische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1970 in Oslo geboren. Als Kind lernte sie Klavier und Violine und sang norwegische Folklore- und Kirchenlieder. Im Teenageralter sang sie in lokalen Bands und entwickelte ihren Ausdruck bei verschiedenen R'n'B-, Funk- und Rockprojekten. Mehr und mehr entdeckte sie auch die leisen Melodien und sammelte erste Erfahrungen in der Singer/Songwriter-Szene. Zu ihren Vorbildern gehörten Johnny Cash, Miles Davis, Bob Dylan und Prince.
Nach Abbruch ihres Philosophie- und Wirtschaftsstudiums zog Rebekka Bakken 1995 nach New York, um sich ihrer Gesangskarriere zu widmen. Sie begann, eigene Kompositionen und Texte zu schreiben. Der Einfluss der Jazzmusik nahm dabei immer stärker zu. Während dieser Zeit lernte sie den österreichischen Jazz-Gitarristen Wolfgang Muthspiel kennen. Die 2001 und 2002 mit ihm im Duo entstandenen Veröffentlichungen machten sie einem größeren Kreis von Hörern bekannt. Ebenfalls noch in New York traf Rebekka Bakken mit der deutschen Pianistin Julia Hülsmann zusammen. Aus dieser Begegnung entstand die 2003 veröffentlichte CD Scattering Poems, in der Rebekka Bakken zur Musik des Julia Hülsmann Trios Texte des amerikanischen Dichters E. E. Cummings interpretierte. Im gleichen Jahr verließ sie New York und fand in Wien ihr neues Zuhause.
In einem Studio in Norwegen spielte die Künstlerin zusammen mit hochkarätigen Musikern der europäischen Jazz-Szene ihr Debüt-Album The Art Of How To Fall ein, das noch 2003 veröffentlicht wurde. Rebekka Bakken überzeugte die Kritiker und versuchte sich mit ihrem zweiten Album Is That You? (2005), noch weiter vom Jazz zu lösen.
Ich bin durch das Album I Keep My Cool (2006) auf die Norwegerin aufmerksam geworden. Die Musik erinnert mich ein wenig an Norah Jones. Eine Mischung aus Jazz, Pop, Country- und Folk-Elementen, gepaart mit einer Stimme, die – drei Oktaven umfassend – absolut herausragend ist. Rebekka Bakken betont immer wieder selbst, dass sie sich nicht als Jazz-Sängerin sieht. Es ist tatsächlich schwierig, ein passendes Genre für diese Musikerin zu finden. Ihr aktuelles Album September (2011) wurde in den USA aufgenommen und zeigt deutliche Country-Einflüsse. Es ist aber auch gar nicht nötig, eine Schublade zu finden. Rebekka Bakken ist für mich eine der interessantesten Künstlerinnen der europäischen Musik-Szene. Mit dieser ungewöhnlichen, erstaunlich wandlungsfähigen Stimme kann sie alles singen, man hört ihr einfach gerne zu.
Pink ist eine amerikanische Sängerin. Sie wurde 1979 in Doylestown/Pennsylvania als Alecia Beth Moore geboren. Über den Ursprung ihres Künstlernamens gibt es widersprüchliche Angaben. Pink selbst erzählte, dass sie bereits in jungen Jahren diesen Spitznamen trug, da ihr immer schnell die Schamesröte ins Gesicht gestiegen sei.
Der Wunsch, später einmal Musik zu machen, bildete sich bereits in Pinks Kindheit heraus. Weil sie als kleines Mädchen unter starkem Asthma litt, bekam sie Gesangs- und Tanzunterricht, um ihre Atemtechnik zu verbessern. Im Laufe der Zeit entwickelten sich ihre stimmlichen Fähigkeiten durch das Gesangstraining so gut, dass sie Mitglied in einem kirchlichen Gospelchor wurde. Ihr Vater, der ihr oft Lieder vorsang und sich dabei selbst auf der Gitarre begleitete, brachte ihr außerdem das Spielen auf diesem Instrument bei. Nach der Scheidung der Eltern wurde Pink zum Problemkind. Sie schwänzte die Schule und kam mit Drogen in Kontakt. Der Konflikt mit ihrer Mutter wurde schließlich so schlimm, dass diese ihre 16jährige Tochter aus dem Haus warf.
Pink ging daraufhin nach Atlanta und gründete mit zwei anderen Mädchen die Band Choice, die allerdings nach kurzer Zeit wieder zerbrach. Doch die junge Musikerin ließ sich nicht beirren. In der sicheren Überzeugung, daß aus ihr ein Rockstar werden würde, arbeitete sie an eigenen Songs und konnte arrivierte Songwriter überzeugen, zusammen mit ihr Songs zu schreiben. Diese fanden Verwendung auf Pinks Debütalbum Can't Take Me Home, das im Frühjahr 2000 veröffentlicht wurde. Das Album erreichte in den USA Doppelplatin. Im Sommer des Jahres trat sie als Supporting Act der Boygroup NSYNC auf, was ihren Bekanntheitsgrad – zumindest in den USA – weiter steigerte.
Für den Soundtrack zum Film Moulin Rouge nahm Pink zusammen mit Christina Aguilera, Mýa und Lil’ Kim Anfang 2001 den Klassiker Lady Marmalade neu auf. Die Coverversion erzielte weltweit Chartplatzierungen, wurde Pinks erster Nummer-eins-Hit und brachte ihr den internationalen Durchbruch.
Bei den Planungen zum zweiten Album kam es zum Streit zwischen Pink und ihrer Plattenfirma. Die Sängerin wollte mehr Einfluss auf die Entstehung ihrer Songs haben und stilistisch eigene Wege gehen, anstatt die Musik einfach vorgesetzt zu bekommen. Das zweite Album sollte ihr mehr Anerkennung als ernsthafte Musikerin und Songwriterin bringen, was mit einer bloßen Fortsetzung des Debüts unmöglich schien. Bei der Suche nach einem geeigneten Partner für die Aufnahmen geriet Pink schließlich durch Zufall an Linda Perry, Ex-Sängerin der 4 Non Blondes und eines ihrer erklärten Jugendidole. Pink zog kurzerhand zu Perry nach Los Angeles und gemeinsam schrieben sie in den folgenden Monaten Songs für das Album Missundaztood, das Ende 2001 veröffentlicht wurde.
Missundaztood grenzte sich musikalisch deutlich vom Vorgänger ab.Vorherrschend war nun ein poppiger Sound, der durch Perry mit unverkennbaren Rock-Einflüssen versehen wurde. Da sie Pink dazu geraten hatte, eigene Erfahrungen aus dem Leben in ihre Songs einfließen zu lassen, erhielt das Album zudem eine stark persönliche Note. Die Reaktionen waren durchwegs positiv. Das Album konnte weltweit hohe Positionen in den Charts verbuchen und fand mehr als 12 Millionen Käufer
2003 erschien das Album Try This, das kommerziell – zumindest in den USA – nicht an den Vorgänger heranreichen konnte. Pink konzentrierte sich bei ihrer anschließenden Tour auf Europa und Australien, wo die Verkaufszahlen deutlich besser waren.
Im Frühjahr 2006 erschien das Album I'm Not Dead. Für Pink war dieser Titel sowohl Standpunkt ihrer eigenen Entwicklung als auch eine Aussage in Richtung vieler Kritiker. Das Album erzielte weltweit hohe Chart-Notierungen und brachte sieben Singles hervor. In Folge der Veröffentlichungen kam es teilweise zu heftigen Kontroversen über die Inhalte der Songs. Bereits die erste Single Stupid Girls brachte große mediale Aufmerksamkeit, da Pink darin die gesellschaftliche Rolle einiger ausgewählter weiblicher Prominenter thematisierte und deutliche Kritik an der – ihrer Meinung nach falschen – Vorbildfunktion für junge Mädchen übte. Bei Who Knew setzte sie sich unter anderem mit dem Drogenkonsum in ihrer Jugend auseinander. Dear Mr. President, ein Duett mit den Indigo Girls und Pinks erster Titel mit politischem Inhalt, war eine offene Kritik an die US-Regierung unter dem damaligen Präsidenten George W. Bush.
Bei der anschließenden Welttournee absolvierte Pink zwischen Juni 2006 und Dezember 2007 160 Auftritte auf 5 Kontinenten. Allein für die Konzerte in Australien wurden über 300000 Tickets verkauft, was einen neuen Rekord für einen weiblichen Interpreten markierte.
Im Oktober 2008 erschien das Album Funhouse. Die bereits zuvor veröffentlichte Single So What behandelt Pinks Einstellung nach der Trennung von ihrem Ehemann. Auch dieses Album reiht sich nahtlos in die Erfolgsgeschichte der Musikerin ein.
Im November 2010 erschien ihr erstes Greatest Hits Album mit ihren größten Hits und vier neuen Songs, von denen zwei als Single ausgekoppelt wurden (Raise Your Glass und Fuckin' Perfect) und weltweit hohe Charts-Platzierungen erreichen konnten.
Zur selben Zeit gab Pink bekannt, dass sie ihr erstes Kind erwartet. Im Juni 2011 hat sie in Los Angeles ein Mädchen zur Welt gebracht. Ich bin mir sicher, dass die Babypause nicht allzulange dauern wird und wir bald wieder von Pink hören werden.
Paula Cole ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1968 in Rockport/Massachussetts geboren. Sie studierte am Berklee College of Music in Boston Jazz-Gesang und Improvisation.
Schon kurz darauf erfolgte das erste Engagement als professionelle Musikerin, als sie auf der Welttournee von Peter Gabriel mitwirkte.
1993 erhielt Paula Cole einen Vertrag bei dem Label Imago Records und veröffentlichte 1994 ihr Debütalbum Harbinger, das jedoch ein Jahr später von ihrem neuen Partner Warner Brothers neu aufgelegt wurde, da Imago Records den Betrieb einstellen musste.
Nach dem mäßigen Erfolg ihres Erstlings wurde ihr zweites Album This Fire (1996), das sie selbst als "little piece of art" bezeichnete, ein richtiger Hit. Die Songs Where Have All The Cowboys Gone? und I Don't Want To Wait (der Soundtrack zur TV-Serie Dawson Creek) katapultierten Paula Coles zweites, selbst produziertes Album in die Charts. Die Zuhörer waren begeistert von den emotionalen Songs mit den für die Musikerin so typischen ergreifenden und schönen Melodien.
Nicht nur sieben Grammy-Nominierungen für This Fire, sondern vor allem, dass sie als erste Frau für den Produzenten-Grammy nominiert wurde, beweist ihre musikalischen Fähigkeiten. Ein Jahr später erhielt sie die begehrte Auszeichnung als Beste Neue Künstlerin.
In der Folge hatte Paula Cole zahlreiche Auftritte in Europa und Amerika, aber auch Konzerte bei den US Truppen während des Golfkrieges und viele Auftritte in TV-Sendungen. Darüber hinaus machte sie durch ihren Song Feeling Love für den Kinofilm City Of Angels (1998) international auf sich aufmerksam. Gute Kritiken erhielt sie auch für ihre Auftritte bei dem Frauenmusikfestival Lilith Fair.
Mit ihrem dritten Album Amen (1999) unterstreicht Paula Cole, die von Musikern wie Annie Lennox, Kate Bush und Peter Gabriel beeinflusst wurde, eindrucksvoll ihre Songwriter-Qualitäten. Ihre schöne, ausdruckstarke Stimme - mal zart, mal rauh und energisch – zieht den Zuhörer in den Bann.
Nach einer langen Pause, in der die Musikerin Schwierigkeiten mit ihrer Plattenfirma hatte, veröffentlichte sie ihr viertes Album Courage erst 2007 bei dem Label Decca.
2010 erschien ihr bisher letztes Album Ithaka.
Obwohl die Erfolge der 90er zur Vergangenheit gehören, arbeitet Paula Cole unbeirrt weiter an ihrer Musik und die durchwegs positiven Kritiken der Fachpresse bestätigen sie in ihrem Weg.
Ich hatte das Glück, Paula Cole live zu erleben und war nachhaltig beeindruckt von ihrer Stimme und ihrer Intensität.