Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!





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Dienstag, 22. Januar 2013

Rory Block



Rory Block ist eine amerikanische Blues-Gitarristin, Sängerin und Songwriterin. Sie wurde 1949 in Princetown/New Jersey als Aurora Block geboren. Sie wuchs im Einfluß der Greenwich Village Folk Szene auf und lernte früh Gitarre. Als Teenager begann sie sich für Blues zu interessieren, vor allem für den Delta-Blues, der Anfang des letzten Jahrhunderts im Mississippi-Delta entstanden war. Sie besorgte sich alte Schallplatten und spielte sie Note für Note nach.
Mit 15 verließ sie ihr Zuhause, um – zusammen mit dem Gitarristen Stefan Grossman – den damals gerade wiederentdeckten Bluesmusikern wie Mississippi John Hurt, Reverend Gary Davis und Son House zu begegnen und durch diese Kontakte die traditionelle Spielweise weiter zu perfektionieren.
Später zog sie nach Kalifornien, wo sie in Cafés und Clubs auftrat.
Nach der Geburt ihrer Söhne, kehrte Rory Block Mitte der 70er Jahre wieder in die Musik-Szene zurück und passte sich dem damals vorherrschendem Disco-Trend an. 1981 ermutigte sie das Label Rounder Records sich wieder auf ihre Liebe zu traditionellem Blues zu konzentrieren. Seitdem hat sie eine ihr eigene musikalische Nische besetzt, indem sie auf einer Vielzahl von Alben sowohl traditionellen Country Blues – darunter viele Stücke von Robert Johnson – als auch eigene Songs veröffentlichte. Sie gilt bis heute als eine der besten Blues-Gitarristinnen, besonders mit ihrer Slide-Guitar-Technik, hat unzählige Preise gesammelt und tritt auch heute noch live auf, oft unterstützt von ihrem Sohn Jordan Block.









                                                                        
                                                                                      

Freitag, 21. September 2012

Neuerscheinungen: Pink - The Truth About Love



Nach einer vierjährigen Pause ist am 14.September 2012 das sechste Album von Pink – The Truth About Love – erschienen. Nach ihrer Babypause hatten etliche Fans befürchtet, dass das Mutterglück Pink zu weich oder nett werden ließ, doch die Lady vertreibt mit ihren 13 oder 17 (in der Deluxe Version) Songs alle diesbezüglichen Ängste: „Nun, auf dem Album sind definitiv keine Wiegenlieder zu hören, auch wenn ich mein Baby liebe! Es ist ein bunter Mix – viel Rock, Dance und jede Menge Spaß. Ihr könnt euch beim Hören der Platte die Klamotten vom Leib reißen, ganz viel Bier trinken und zur Musik tanzen.“
Inhaltlich beleuchtet Pink die verschiedenen Aspekte der Liebe: die dunklen, die hellen, die fröhlichen und die traurigen Seiten. Genauso unterschiedlich sind auch die Songs. Gleich mit dem ersten Titel Are We All We Are zeigt uns Pink mit einem Rock-Kracher, dass sie nichts verlernt hat. Try, eine Midtempo-Nummer mit hymnenhaften Elementen und Just Give Me A Reason, ein Duett mit Fun-Frontmann Nate Ruess zeigen die Wandelbarkeit der Musikerin. Für die überdrehten und schrägen Momente des Albums sorgen How Come You're Not Here und Slut Like You, das mit seinen Woohoos zum Mitgrölen animiert.
Ihre sanfte Seite zeigt Pink in Balladen wie Beam Me Up, einem wunderschönen Song mit Lagerfeuerstimmung und The Great Escape, einer klassischen Piano-Ballade.
Dass sich der Kauf der Deluxe Version lohnt, beweisen alle vier zusätzlichen Titel. Besonders My Signature Move, ein typischer Pink-Rocker und das wundervolle Run, wo die Sängerin ihr gesamtes stimmliches Können auf den Tisch legt, sind ein absolutes Muss für jeden Fan.
Insgesamt ist The Truth About Love ein erstklassig produziertes Pop-Rock-Album, das durch seine Vielschichtigkeit besticht. Einziger Kritikpunkt meinerseits ist die Technik-Lastigkeit des Albums. Erdige Gitarren und echte Drums hie und da hätten der Scheibe noch mehr Charakter verliehen.



  Hörtipps: Are We All We Are, Beam Me Up, Run     





                                                                                                       

Freitag, 22. Juni 2012

Rosie Thomas



Rosie Thomas ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1978 in Livonia/Michigan geboren. Sie studierte am Cornish College of the Arts und tourte in den späten 1990ern mit der Band Velour 100, bevor sie sich für eine Sololaufbahn entschied. Neben ihrer Musik interessierte sich Rosie auch für Comedy. Sie entwickelte ihr Alter Ego Sheila Saputo, die Pizzabotin und tritt bis heute in Seattle als Stand Up Comedian auf.
Ihr Debüt-Album When We Were Small erschien 2001. Der Erfolg des Albums, das sich mit Kindheitserinnerungen auseinander setzt, hielt sich in Grenzen und die Kritiken fielen teilweise ernüchternd aus, dennoch brachte es ihr Vergleiche mit Joni Mitchell und eine Skandinavien-Tour ein. Ihre ruhige, nachdenkliche, manchmal auch düstere Folk-orientierte Musik war nicht für den breiten Publikumsgeschmack geeignet und trotzdem konnte sich Rosie eine kleine Anhängerschar erspielen.
Zurück in den USA zog sie sich in die älteste Kirche Detroits zurück, um neue Lieder aufzunehmen. Das Ergebnis war das ausgereiftere Only With Laughter Can You Win (2003), das sie auch in Europa veröffentlichte.
Anschließend zog sie vorübergehend nach Los Angeles, wo sie ihr drittes Album If Songs Could Be Held (2005) aufnahm. Mit dem Songwriter Sufjan Stevens arbeitete Rosie Thomas mehrfach zusammen. Er war auch an dem Album These Friends Of Mine beteiligt, das die Musikerin mit Freunden in New York und Philadelphia aufnahm. Es erschien 2006 auf ihrem eigenen Label. Nach einem Weihnachts-Album 2008, erschien im Frühjahr 2012 die aktuelle Produktion With Love. Wer ruhige, solide Akustik-Musik mag, ist bei Rosie Thomas an der richtigen Stelle.









                                                              



                                                                     

Dienstag, 29. Mai 2012

Rachael Sage



Rachael Sage ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde in Port Chester/New York geboren. Schon von Kindheit an interessierte sie sich für Musik und brachte sich selbst das Gitarre und Klavier spielen bei. Bevor sie sich jedoch endgültig für die Musik als Beruf entschied, studierte sie Ballett und Drama. Sie begann damit, eigene Songs zu schreiben und hatte bald ein beträchtliches Repertoire. Ihre Auftritte in kleinen Bars und Clubs stießen mehr und mehr auf positive Resonanz, doch keine Plattenfirma zeigte Interesse an der Musikerin, deshalb gründete sie 1995 ihr eigenes Label Mpress Records. Hier erschien auch im selben Jahr ihr Debütalbum Morbid Romantic. Es erwies sich als kleiner Achtungserfolg, und machte Talentsucher auf die junge Künstlerin aufmerksam.
1997 gewann Rachael Sage bei einem Talentwettbewerb in New York und durfte bei dem Frauenmusik-Festival Lilith Fair auftreten. Ein weiterer Schritt hin zu mehr Popularität.
Von 1998 bis 2010 veröffentlichte sie weitere acht Alben, die ihren Bekanntheitsgrad langsam steigerten. In dieser Zeit, arbeitete Rachael öfter als Film-Statistin, wenn die Musik einmal nicht genug Geld zum Leben einbrachte.
2005 gewann ihr Song Sacrifice den Independent Music Award in der Kategorie Bester Song in der Sparte Folk/Singer/Songwriter.
Inzwischen hat sie sich einen Namen in der Singer-Songwriter-Szene gemacht. Ihr Songwriting ist mehrfach preisgekrönt und sie hat einen sehr eigenen Stil entwickelt. Sie setzt ihre Theater-Ausbildung gekonnt auf der Bühne ein, ihre Shows werden dadurch zu einer Mischung aus Musik und Schauspiel, oft ungewöhnlich und skurril.
Anfang Mai 2012 ist Rachael Sages aktuelles Album Haunted By You in den USA erschienen.












                                                              


                                                                                    

Montag, 23. April 2012

Patti Smith



Patti Smith ist eine amerikanische Rockmusikerin und Schriftstellerin. Sie wurde 1946 in Chicago/Illinois geboren. Aus einer armen Familie stammend, beendete sie mit 16 ihre Schulausbildung und arbeitete danach in einer Fabrik. Mit 20 ging Patti Smith nach New York und lernte dort den Fotografen Robert Mapplethorpe kennen und lebte mehrere Jahre mit ihm zusammen. 1969 begann sie, ihre von der Beat Generation beeinflusste Poesie in Zeitschriften wie Rock und Creem zu veröffentlichen. Ihre Gedichte waren von Anfang an sehr politisch und direkt, sie legte ihren Finger rücksichtslos in amerikanische Wunden.
Ihre Freundschaft mit Lenny Kaye, Sam Shepard, Todd Rundgren und Tom Verlaine (damals bei der Punk-Gruppe Television) ermutigten sie 1974 zu ihrer ersten Single, Hey Joe, in der Patti Smith die damals gerade aktuelle Entführung von Patty Hearst, der Enkelin des Zeitungsmagnaten William Randolph Hearst, verarbeitete. 1975 erschien ihr von John Cale produziertes Debütalbum Horses. Sie verband Garagenrock mit politischer Poesie und schuf damit ein ganz eigenes Genre. Für viele spätere Musiker der Punk- und New Wave-Bewegung war sie ein Vorbild.
1976 wurde das zweite Album Radio Ethiopia veröffentlicht und beeindruckte mit rauem, alternativem Rock. Der weltweite Durchbruch gelang Patti Smith aber erst mit dem etwas kommerzielleren Easter(1978), auf dem auch das mit Bruce Springsteen aufgenommene Because The Night enthalten ist, das heute zu den großen Klassikern der Rock-Musik zählt.
Mit dem 1979 veröffentlichten Album Wave, das Songs wie Dancing Barefoot und das ihrem späteren Ehemann (Fred "Sonic" Smith, Gitarrist und Mitbegründer der Polit-Rockgruppe MC5) gewidmete Frederick enthält, schloss Patti Teil eins ihrer Musikkarriere ab. Sie zog sich für viele Jahre zurück und widmete sich ihrer Familie. Erst akute finanzielle Probleme veranlassten sie 1988 zu einem Comeback mit dem Album Dream Of Life. 1994 starb überraschend ihr Ehemann und Patti Smith verarbeitete ihre Trauer im 1996 erschienenen Album Gone Again. Seitdem veröffentlicht die Musikerin regelmäßig neue Alben und veranstaltet Lesungen. Politisch setzt sie sich vor allem für den Frieden und für den Umweltschutz ein.
2012 erscheint ihr neues Album Banga. Auch mit 65 denkt Patti Smith noch lange nicht ans Aufhören. Im Mai beginnt in Mexiko ihre Welttournee. «Ich bin vielleicht nicht mehr so schnell wie früher, und mein Aussehen hat sich verändert», sagt sie. «Aber von meiner Kraft habe ich nichts verloren. Meine Stimme ist sogar noch stärker geworden.»









                                                      

                                                                                     





Dienstag, 10. April 2012

Pat Benatar




Pat Benatar ist eine amerikanische Rocksängerin. Sie wurde 1953 in Brooklyn/New York als Patricia Mae Andrzejewski geboren. Als Kind interessierte sie sich für das Theater und erhielt Gesangsunterricht. In der Schule sang sie im Chor und spielte in mehreren Schulaufführungen mit. Obwohl ihre musikalische Ausbildung darauf ausgerichtet war, entschied sie sich gegen eine Karriere als Opernsängerin. Stattdessen heiratete sie mit 19 Jahren ihren Jugendfreund Dennis Benatar. Die Ehe hielt nur wenige Jahre und Pat konzentrierte sich wieder auf die Musik.
1977 wurde sie in dem New Yorker Club Catch A Rising Star entdeckt und erhielt einen Plattenvertrag. Pat Benatar traf den Gitarristen Neil Giraldo, der später ihr Ehemann wurde und nahm mit ihm ihr Debütalbum In The Heat Of The Night (1979) auf. Das Album brachte die Hits Heartbreaker und I Need A Lover hervor und verkaufte sich hervorragend. Die prägnante, kräftige Stimme Pat Benatars und ihr Rock-Sound kam beim Publikum gut an. Sie war eine der ersten Frauen im Musikgeschäft, die in diesem Genre antrat und überzeugen konnte. Somit war sie die Vorreiterin für die späteren Erfolge von Cyndi Lauper und Madonna.
Die folgenden fünf Alben erreichten alle Platin-Status. Ihre Hits Hit Me With Your Best Shot, Treat Me Right, We Belong, Love Is A Battlefield und viele mehr bleiben unvergessen. Pat Benatar gewann in den 80er Jahren vier Grammys und wurde zum Superstar.
1982 heiratete die Sängerin Neil Giraldo. Das Paar hat zwei Töchter.
Obwohl Pat Benatar den Erfolg in den 90ern nicht Aufrecht halten konnte, veröffentlichte sie weitere Alben und spielte unzählige Shows in den USA.
Auch heute noch ist sie mit ihrem Mann unterwegs und tourt wie in alten Zeiten.









                                                                                  

Dienstag, 20. März 2012

Priscilla Ahn



Priscilla Ahn ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1984 in Fort Stewart/Pennsylvania als Priscilla Natalie Hartranft geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit zur Hälfte in den USA und in Südkorea, dem Herkunftsland ihrer Mutter, deren Nachnamen sie später annahm. Mit 14 Jahren begann sie Gitarre zu spielen und in der Highschool trat sie regelmäßig in Cafés auf. Nach der Schule weigerte sie sich, zum Schrecken ihrer Eltern, aufs College zu gehen. Sie arbeitete tagsüber als Tour Guide und spielte nachts in den Clubs von Philadelphia ihre Songs.
Der Traum vom Leben als Musikerin ließ Priscilla Ahn nicht los und sie zog schließlich nach Los Angeles, um diesen Traum dort zu verwirklichen.
Monatelang schlug sie sich mit Gelegenheitsjobs durch und spielte ihre Musik, wo sie nur konnte. Mehr als einen kleinen Zuhörerkreis konnte sie jedoch nicht gewinnen. Erst ein ein Praktikum in einem Studio in Los Angeles, in dem Amos Lee 2004 seine erste EP aufnahm, brachte sie einen großen Schritt voran. Als der Musiker zwei Jahre später ein Demotape Priscilla Ahns hörte, setzte er sich bei den Chefs seines Labels ein und überzeugte sie, die Sängerin unter Vertrag zu nehmen.
2008 erschien das Debütalbum A Good Day, das gleich einige Aufmerksamkeit erreichte. Die Single Dream wie auch andere Songs wurden in mehreren populären TV-Serien verwendet.
Das zweite Album When You Grow Up (2011) konnte den Erfolg des Vorgängers wiederholen und Priscilla Ahn hatte einen Auftritt in der Tonight Show mit Jay Leno. Die Musikerin hat mit ihrer klaren Stimme und ihren ruhigen Songs eine Nische für sich gefunden.








              
                                                




                                                        

Donnerstag, 23. Februar 2012

PJ Harvey



PJ Harvey ist eine englische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1969 als Polly Jean Harvey in Yeovil/Somerset geboren. Sie wuchs bei Hippie-Eltern auf, die sie mit Jazz und Blues, aber auch mit Jimi Hendrix und Captain Beefheart bekannt machten. Als Jugendliche lernte sie Saxophon, später auch Gitarre. Als Teenager begann sie, in Bands zu spielen, unter anderem bei Automatic Dlamini an der Seite von John Parish.
1991 tat sie sich mit Rob Ellis am Schlagzeug und Ian Olliver am Bass zusammen. Der Fokus lag aber eindeutig auf der Sängerin mit der Gitarre, wie der Bandname, ihr eigener, zeigte. Für die Alben Dry (1992) und Rid Of Me (1993) hagelte es zwar Lob und Preisnominierungen, doch anschließend musste PJ ihren eigenen Weg gehen, da Ellis und Olliver sie verließen.
1995 erschien ihr Album To Bring You My Love, welches John Parish und Flood produzierten. To Bring You My Love entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Independentalben. Die Musikerin spielte hier fast alle Instrumente selbst. Für Is This Desire? (1998) nahm sie dagegen wieder die Hilfe einiger langjähriger musikalischer Begleiter in Anspruch. Dazwischen arbeitete sie mit John Parish an der EP Dance Hall At Louse Point (1996).
Die Nachricht, dass Stories From The City, Stories From The Sea (1999) den renommierten Mercury Music Prize erhält, erreichte die Musikerin ausgerechnet am 11. September 2001 in Washington D.C., wo sie im Rahmen einer US-Tournee Station machte. An dem Tag des verheerenden Anschlags wirkte solche Ehrung doch sehr nebensächlich, und so konnte PJ Harvey auch keine Freude zu Protokoll geben, sondern nur Entsetzen: "I can genuinely say I'm absolutely shocked."
Die Musikerin, die nicht viele Konzerte gibt, ist eine Art Paradiesvogel in ihrem Metier. Mit roten Pumps und knappem Kleid steht sie auf der Bühne und spielt ihre ganz eigene Musik. Sie sucht ständig nach Neuem: „A new sound that I hadn't heard before. A new kind of music". So hat PJ Harvey Mit dem 2007 erschienenen, höchst elegischen Album White Chalk auf den Einsatz der bis dahin meist dominierenden E-Gitarre verzichtet. Stattdessen ließ sie sich ausschließlich von akustischen Instrumenten – vorwiegend dem Piano – begleiten und präsentierte sich auch stimmlich meist eine Tonlage höher.
Im Februar 2011 erschien ihr bisher letztes Album Let England Shake und die Musikerin erhielt dafür zum zweiten Mal den Mercury Music Prize.








                                                 


                                                               




Donnerstag, 19. Januar 2012

Red Molly

Red Molly ist ein Folk-Trio bestehend aus Laurie MacAllister (Gesang, Gitarre, Banjo), Abbie Gardner (Gesang, Gitarre, Dobro) und Molly Venter (Gesang, Gitarre). Die Band wurde 2004 auf dem Falcon Ridge Folk Festival gegründet. Laurie, Abby und Carolann Solebello, drei Singer-Songwriterinnnen trafen sich dort und entschlossen sich, nach einer gemeinsamen Nacht am Lagerfeuer, in Zukunft zusammen Musik zu machen. Der Name Red Molly stammt aus dem Song 1952 Vincent Black Lightning von Richard Thompson.
Von Anfang an überzeugten die drei Frauen ihr Publikum mit ihren lebendigen, engagierten Bühnenauftritten. Sie sangen sowohl Eigenkompositionen, als auch Material anderer Musiker und zu ihrem Hauptmerkmal wurde ihr wunderbarer dreistimmiger Gesang und die einfallsreichen Song-Arrangements. Ihr Musikstil bewegt sich zwischen Folk, Country und Bluegrass und wird allgemein als Americana bezeichnet.
Von Auftritten in kleinen Cafés arbeiteten sich Red Molly hoch bis zu den bekannten großen Folk-Festivals. 2006 erschien ihr erstes Album Never Been To Vegas. Das Trio erhielt gute Kritiken und konnte sich einen Namen in der Americana-Szene machen. Die folgenden Alben Love And Other Tragedies (2008) und James (2010) konnten sich in den oberen Regionen der Americana-Charts festsetzen und trugen zum wachsenden Erfolg der Band bei.
Im Juli 2010 verließ Carolann Solebello das Trio, um sich auf ihre Solo-Karriere zu konzentrieren und wurde durch die Sängerin und Gitarristin Molly Venter ersetzt.
2011 erschien das erste Album in neuer Besetzung Light In The Sky.




www.redmolly.com





                                                                




                                                                               

Montag, 16. Januar 2012

Rebekka Bakken

Rebekka Bakken ist eine norwegische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1970 in Oslo geboren. Als Kind lernte sie Klavier und Violine und sang norwegische Folklore- und Kirchenlieder. Im Teenageralter sang sie in lokalen Bands und entwickelte ihren Ausdruck bei verschiedenen R'n'B-, Funk- und Rockprojekten. Mehr und mehr entdeckte sie auch die leisen Melodien und sammelte erste Erfahrungen in der Singer/Songwriter-Szene. Zu ihren Vorbildern gehörten Johnny Cash, Miles Davis, Bob Dylan und Prince.
Nach Abbruch ihres Philosophie- und Wirtschaftsstudiums zog Rebekka Bakken 1995 nach New York, um sich ihrer Gesangskarriere zu widmen. Sie begann, eigene Kompositionen und Texte zu schreiben. Der Einfluss der Jazzmusik nahm dabei immer stärker zu.  Während dieser Zeit lernte sie den österreichischen Jazz-Gitarristen Wolfgang Muthspiel kennen. Die 2001 und 2002 mit ihm im Duo entstandenen Veröffentlichungen machten sie einem größeren Kreis von Hörern bekannt. Ebenfalls noch in New York traf Rebekka Bakken mit der deutschen Pianistin Julia Hülsmann zusammen.  Aus dieser Begegnung entstand die 2003 veröffentlichte CD Scattering Poems, in der Rebekka Bakken zur Musik des Julia Hülsmann Trios Texte des amerikanischen Dichters E. E. Cummings interpretierte. Im gleichen Jahr verließ sie New York und fand in Wien ihr neues Zuhause.
In einem Studio in Norwegen spielte die Künstlerin zusammen mit hochkarätigen Musikern der europäischen Jazz-Szene ihr Debüt-Album The Art Of How To Fall ein, das noch 2003 veröffentlicht wurde. Rebekka Bakken überzeugte die Kritiker und versuchte sich mit ihrem zweiten Album Is That You? (2005), noch weiter vom Jazz zu lösen.
Ich bin durch das Album I Keep My Cool (2006) auf die Norwegerin aufmerksam geworden. Die Musik erinnert mich ein wenig an Norah Jones. Eine Mischung aus Jazz, Pop, Country- und Folk-Elementen, gepaart mit einer Stimme, die – drei Oktaven umfassend – absolut herausragend ist. Rebekka Bakken betont immer wieder selbst, dass sie sich nicht als Jazz-Sängerin sieht. Es ist tatsächlich schwierig, ein passendes Genre für diese Musikerin zu finden. Ihr aktuelles Album September (2011) wurde in den USA aufgenommen und zeigt deutliche Country-Einflüsse. Es ist aber auch gar nicht nötig, eine Schublade zu finden. Rebekka Bakken ist für mich eine der interessantesten Künstlerinnen der europäischen Musik-Szene. Mit dieser ungewöhnlichen, erstaunlich wandlungsfähigen Stimme kann sie alles singen, man hört ihr einfach gerne zu.




www.rebekkabakken.com

                                                                               



                                                                              

                                                                                 

Freitag, 25. November 2011

Pink


Pink ist eine amerikanische Sängerin. Sie wurde 1979 in Doylestown/Pennsylvania als Alecia Beth Moore geboren. Über den Ursprung ihres Künstlernamens gibt es widersprüchliche Angaben. Pink selbst erzählte, dass sie bereits in jungen Jahren diesen Spitznamen trug, da ihr immer schnell die Schamesröte ins Gesicht gestiegen sei.
Der Wunsch, später einmal Musik zu machen, bildete sich bereits in Pinks Kindheit heraus. Weil sie als kleines Mädchen unter starkem Asthma litt, bekam sie Gesangs- und Tanzunterricht, um ihre Atemtechnik zu verbessern. Im Laufe der Zeit entwickelten sich ihre stimmlichen Fähigkeiten durch das Gesangstraining so gut, dass sie Mitglied in einem kirchlichen Gospelchor wurde. Ihr Vater, der ihr oft Lieder vorsang und sich dabei selbst auf der Gitarre begleitete, brachte ihr außerdem das Spielen auf diesem Instrument bei. Nach der Scheidung der Eltern wurde Pink zum Problemkind. Sie schwänzte die Schule und kam mit Drogen in Kontakt. Der Konflikt mit ihrer Mutter wurde schließlich so schlimm, dass diese ihre 16jährige Tochter aus dem Haus warf.
Pink ging daraufhin nach Atlanta und gründete mit zwei anderen Mädchen die Band Choice, die allerdings nach kurzer Zeit wieder zerbrach. Doch die junge Musikerin ließ sich nicht beirren. In der sicheren Überzeugung, daß aus ihr ein Rockstar werden würde, arbeitete sie an eigenen Songs und konnte arrivierte Songwriter überzeugen, zusammen mit ihr Songs zu schreiben. Diese fanden Verwendung auf Pinks Debütalbum Can't Take Me Home, das im Frühjahr 2000 veröffentlicht wurde. Das Album erreichte in den USA Doppelplatin. Im Sommer des Jahres trat sie als Supporting Act der Boygroup NSYNC auf, was ihren Bekanntheitsgrad – zumindest in den USA – weiter steigerte.
Für den Soundtrack zum Film Moulin Rouge nahm Pink zusammen mit Christina Aguilera, Mýa und Lil’ Kim Anfang 2001 den Klassiker Lady Marmalade neu auf. Die Coverversion erzielte weltweit Chartplatzierungen, wurde Pinks erster Nummer-eins-Hit und brachte ihr den internationalen Durchbruch.
Bei den Planungen zum zweiten Album kam es zum Streit zwischen Pink und ihrer Plattenfirma. Die Sängerin wollte mehr Einfluss auf die Entstehung ihrer Songs haben und stilistisch eigene Wege gehen, anstatt die Musik einfach vorgesetzt zu bekommen. Das zweite Album sollte ihr mehr Anerkennung als ernsthafte Musikerin und Songwriterin bringen, was mit einer bloßen Fortsetzung des Debüts unmöglich schien. Bei der Suche nach einem geeigneten Partner für die Aufnahmen geriet Pink schließlich durch Zufall an Linda Perry, Ex-Sängerin der 4 Non Blondes und eines ihrer erklärten Jugendidole. Pink zog kurzerhand zu Perry nach Los Angeles und gemeinsam schrieben sie in den folgenden Monaten Songs für das Album Missundaztood, das Ende 2001 veröffentlicht wurde.
Missundaztood grenzte sich musikalisch deutlich vom Vorgänger ab.Vorherrschend war nun ein poppiger Sound, der durch Perry mit unverkennbaren Rock-Einflüssen versehen wurde. Da sie Pink dazu geraten hatte, eigene Erfahrungen aus dem Leben in ihre Songs einfließen zu lassen, erhielt das Album zudem eine stark persönliche Note. Die Reaktionen waren durchwegs positiv. Das Album konnte weltweit hohe Positionen in den Charts verbuchen und fand mehr als 12 Millionen Käufer
2003 erschien das Album Try This, das kommerziell – zumindest in den USA – nicht an den Vorgänger heranreichen konnte. Pink konzentrierte sich bei ihrer anschließenden Tour auf Europa und Australien, wo die Verkaufszahlen deutlich besser waren.
Im Frühjahr 2006 erschien das Album I'm Not Dead. Für Pink war dieser Titel sowohl Standpunkt ihrer eigenen Entwicklung als auch eine Aussage in Richtung vieler Kritiker. Das Album erzielte weltweit hohe Chart-Notierungen und brachte sieben Singles hervor. In Folge der Veröffentlichungen kam es teilweise zu heftigen Kontroversen über die Inhalte der Songs. Bereits die erste Single Stupid Girls brachte große mediale Aufmerksamkeit, da Pink darin die gesellschaftliche Rolle einiger ausgewählter weiblicher Prominenter thematisierte und deutliche Kritik an der – ihrer Meinung nach falschen – Vorbildfunktion für junge Mädchen übte. Bei Who Knew setzte sie sich unter anderem mit dem Drogenkonsum in ihrer Jugend auseinander. Dear Mr. President, ein Duett mit den Indigo Girls und Pinks erster Titel mit politischem Inhalt, war eine offene Kritik an die US-Regierung unter dem damaligen Präsidenten George W. Bush.
Bei der anschließenden Welttournee absolvierte Pink zwischen Juni 2006 und Dezember 2007 160 Auftritte auf 5 Kontinenten. Allein für die Konzerte in Australien wurden über 300000 Tickets verkauft, was einen neuen Rekord für einen weiblichen Interpreten markierte.
Im Oktober 2008 erschien das Album Funhouse. Die bereits zuvor veröffentlichte Single So What behandelt Pinks Einstellung nach der Trennung von ihrem Ehemann. Auch dieses Album reiht sich nahtlos in die Erfolgsgeschichte der Musikerin ein.
Im November 2010 erschien ihr erstes Greatest Hits Album mit ihren größten Hits und vier neuen Songs, von denen zwei als Single ausgekoppelt wurden (Raise Your Glass und Fuckin' Perfect) und weltweit hohe Charts-Platzierungen erreichen konnten.
Zur selben Zeit gab Pink bekannt, dass sie ihr erstes Kind erwartet. Im Juni 2011 hat sie in Los Angeles ein Mädchen zur Welt gebracht. Ich bin mir sicher, dass die Babypause nicht allzulange dauern wird und wir bald wieder von Pink hören werden.











                                                     




                                                                       


Donnerstag, 10. November 2011

Paula Cole



Paula Cole ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1968 in Rockport/Massachussetts geboren. Sie studierte am Berklee College of Music in Boston Jazz-Gesang und Improvisation.
Schon kurz darauf erfolgte das erste Engagement als professionelle Musikerin, als sie auf der Welttournee von Peter Gabriel mitwirkte.
1993 erhielt Paula Cole einen Vertrag bei dem Label Imago Records und veröffentlichte 1994 ihr Debütalbum Harbinger, das jedoch ein Jahr später von ihrem neuen Partner Warner Brothers neu aufgelegt wurde, da Imago Records den Betrieb einstellen musste.
Nach dem mäßigen Erfolg ihres Erstlings wurde ihr zweites Album This Fire (1996), das sie selbst als "little piece of art" bezeichnete, ein richtiger Hit. Die Songs Where Have All The Cowboys Gone? und I Don't Want To Wait (der Soundtrack zur TV-Serie Dawson Creek) katapultierten Paula Coles zweites, selbst produziertes Album in die Charts. Die Zuhörer waren begeistert von den emotionalen Songs mit den für die Musikerin so typischen ergreifenden und schönen Melodien.
Nicht nur sieben Grammy-Nominierungen für This Fire, sondern vor allem, dass sie als erste Frau für den Produzenten-Grammy nominiert wurde, beweist ihre musikalischen Fähigkeiten. Ein Jahr später erhielt sie die begehrte Auszeichnung als Beste Neue Künstlerin.
In der Folge hatte Paula Cole zahlreiche Auftritte in Europa und Amerika, aber auch Konzerte bei den US Truppen während des Golfkrieges und viele Auftritte in TV-Sendungen. Darüber hinaus machte sie durch ihren Song Feeling Love für den Kinofilm City Of Angels (1998) international auf sich aufmerksam. Gute Kritiken erhielt sie auch für ihre Auftritte bei dem Frauenmusikfestival Lilith Fair.
Mit ihrem dritten Album Amen (1999) unterstreicht Paula Cole, die von Musikern wie Annie Lennox, Kate Bush und Peter Gabriel beeinflusst wurde, eindrucksvoll ihre Songwriter-Qualitäten. Ihre schöne, ausdruckstarke Stimme - mal zart, mal rauh und energisch – zieht den Zuhörer in den Bann.
Nach einer langen Pause, in der die Musikerin Schwierigkeiten mit ihrer Plattenfirma hatte, veröffentlichte sie ihr viertes Album Courage erst 2007 bei dem Label Decca.
2010 erschien ihr bisher letztes Album Ithaka.
Obwohl die Erfolge der 90er zur Vergangenheit gehören, arbeitet Paula Cole unbeirrt weiter an ihrer Musik und die durchwegs positiven Kritiken der Fachpresse bestätigen sie in ihrem Weg.
Ich hatte das Glück, Paula Cole live zu erleben und war nachhaltig beeindruckt von ihrer Stimme und ihrer Intensität.