Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!





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Donnerstag, 10. Januar 2013

Heidi Marie Vestreheim



Heidi Marie Vestreheim ist eine norwegische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1977 in dem kleinen Ort Öystese an der Westküste Norwegens geboren. Mit 17 Jahren begann sie, ihre eigenen Songs zu schreiben. Vorbilder waren dabei Musikerinnen wie Tori Amos, Laura Veirs oder die Indigo Girls.
Um mehr mit anderen Künstlern in Kontakt zu kommen, ging sie nach Bergen und tauchte in die dortige Musikszene ein. Zwei Jahre spielte sie zusammen mit der Electronic- und Funkband Atakama. Nach der Veröffentlichung einer CD und umfangreichen Touren trennten sich die Wege der Musiker wieder und Heidi Marie Vestreheim konzentrierte sich auf ihre Solo-Karriere.
Sie gründete ein eigenes Label und veröffentlichte 2004 ihr Debüt-Album Signs And Fiction. Das zweite Album Beautiful Houses folgte 2006.
Neben der Musik arbeitet die Künstlerin auch für das norwegische Fernsehen als Moderatorin, vor allem für Kindersendungen.
Für das aktuelle Album I Want To Go (2012) ließ sich Heidi Marie Vestreheim viel Zeit. Es ist ein überwiegend akustisches Album mit Folk-, Gospel- und Country-Elementen. Die Songs handeln ausschließlich von Dingen, die die Musikerin selbst erlebt hat. "Ich kann nicht vorgeben, irgendetwas zu sein, was ich nicht bin", sagt die offen lesbisch lebende Musikerin. Authentizität, viel Gefühl und Melodien mit Ohrwurmcharakter – das ist die Musik von Heidi Marie Vestreheim. 
Sehr empfehlenswert!









                                                                                                                        

Montag, 29. Oktober 2012

Grace Jones



Grace Jones ist eine jamaikanische Sängerin und Schauspielerin. Sie wurde 1948 in der Nähe von Kingston geboren. Als Teenager ging die Familie in die USA und lebte von da an in New York. Grace besuchte kurz die Schauspielschule, verlegte sich jedoch aufs Modeln, nachdem sie von einer Modelagentur entdeckt wurde.
In den 70er Jahren arbeitete sie in Paris für Elle und Vogue. Musikproduzenten interessierten sich schon bald für die auffallende Erscheinung. Ganz im Stil der Zeit produzierte Grace Jones dann auch drei Disco-Alben. Die Songs I Need A Man und La Vie En Rose machten die Künstlerin zu einer Ikone der New Yorker Club-Szene, vor allem im berüchtigten Studio 54.
Anfang der 80er Jahre orientierte sie sich dann mehr an New Wave und Reggae. Das Album Nightclubbing (1982), kam sowohl bei den Kritikern als auch beim Publikum sehr gut an und etablierte Grace Jones als international erfolgreichen Popstar. Dass sie dabei vor allem auf Coverversionen bekannterer Songs zurückgriff, tat ihrem Erfolg keinen Abbruch.
Mitte der 80er Jahre spielte sie in mehreren großen Kinofilmen mit. So war sie an der Seite von Arnold Schwarzenegger in Conan der Barbar zu sehen und spielte das Bond-Girl in Im Angesicht des Todes.
1985 schaffte Grace Jones dann mit Slave To The Rhythm ihren größten Erfolg. Das Album wurde ihr von Starproduzent Trevor Horn auf den Leib geschrieben. Es toppte alle ihre vorhergehenden Erfolge und machte sie zum international geachteten Superstar mit millionenfach verkauften Platten.
Ab Mitte der 80er Jahre ließ ihr kommerzieller Erfolg nach, wenngleich sie noch zwei weitere Platten veröffentlichte und weiterhin auftrat. Ab 1989 erschienen vorerst keine neue Aufnahmen von ihr; nach 19 Jahren veröffentlichte sie im November 2008 wieder ein neues Album mit dem Titel Hurricane. 2009 kehrte Grace Jones mit ihrer Hurricane Tour wieder auf die Bühne zurück und war auch in Deutschland zu sehen.










                                                                     



                                                                                        

Dienstag, 19. Juni 2012

Grace Potter



Grace Potter ist eine amerikanische Rocksängerin, vor allem bekannt als Mitglied der Indie-Rock-Band Grace Potter and the Nocturnals. Sie wurde 1983 in Waitsfield/Vermont geboren. Ihre Familie unterstützte ihre künstlerischen Ambitionen, die von Musik bis zum Theater reichten. Sie lernte das Klavier spielen von ihrer Mutter und sang während ihrer gesamten Schulzeit im Chor. Sie besuchte zwei Jahre lang die St. Lawrence University bevor sie sich ganz ihrer Musik-Karriere widmete.
2002 gründete sie mit Drummer Matt Burr und Bassist Courtright Beard die Band Grace Potter and the Nocturnals. Später vervollständigte Gitarrist Scott Tournet die Gruppe.
2005 entstand das selbstproduzierte Album Nothing But The Water. Mit einem Plattenvertrag in der Tasche wurde das Album noch einmal veröffentlicht und wurde zum ersten kleinen Erfolg. Das zweite Album This Is Somewhere erschien 2007 und der Song Apologies erregte Aufmerksamkeit durch seine Verwendung in TV-Serien wie z.B. One Tree Hill und Brothers And Sisters. Den nächsten Song Falling Or Flying konnte man bei Emergency Room und Grace Anatomy hören, was der Band zu einem enormen Populartätsschub verhalf.
Grace Potter hatte von Anfang an sehr viele Live-Auftritte mit ihrer Band. Sie spielten bis zu 200 Shows pro Jahr und erarbeiteten sich so einen soliden Ruf als hervorragende Live-Band.
2010 veröffentlichte die Band ihr bis dato erfolgreichstes Album Grace Potter and the Nocturnals. Es erreichte die oberen Plätze in den amerikanischen Charts und auch die Single Paris (Ooh La La) schaffte es in die Top 40.
Nach einer weiteren erfolgreichen Tour quer durch die USA, wagte Grace Potter einen Ausflug in die Country-Szene. Zusammen mit Kenny Chesney nahm sie den Song Hemingway's Whiskey auf, der 2011 als Song Of The Year bei den Country Music Awards nominiert war.
Auch auf ihrem eben erschienen (Juni 2012) Album The Lion The Beast The Beat singt Grace zusammen mit Kenny Chesney und Country-Legende Willie Nelson. Insgesamt ist das Album eine umwerfende Sammlung von Songs, die den Hörer auf eine akustische Reise von Indie-Rock über Disco-Anklängen bis hin zu Country mitnimmt. Sehr hörenswert!










                                                    
                                             


                                                      Es geht auch ruhiger: 



                                                                    




                                                                                     

Dienstag, 22. Mai 2012

Helen Schneider



Helen Schneider ist eine amerikanische Sängerin und Schauspielerin. Sie wurde 1952 in New York geboren. Sie studierte klassisches Klavier und war Solistin des Jugendchors der New Yorker Symphoniker. Ab 1971 tourte sie mit einer Blues-Band durch die USA und trat mit verschiedenen Musikern in New York auf.
In Deutschland wurde Helen Schneider vor allem durch einen Auftritt im Jahr 1978 in der Fernsehsendung Bio's Bahnhof bekannt. Eine Tournee 1980 mit Udo Lindenberg steigerte ihre Bekanntheit und die Sängerin startete ihre Karriere als Rocksängerin. Die Alben Schneider With The Kick (1981) und Exposed (1982) waren sehr erfolgreich und brachten Hits wie Rock'n'Roll Gypsy und Shadows Of The Night hervor. 1982 erhielt sie von der Deutschen Phono-Akademie die Auszeichnung Sängerin des Jahres. Helen Schneider war die erste westliche Künstlerin überhaupt, die im Palast der Republik in Berlin (DDR) auftreten durfte.
Ab 1987 entfernte sie sich immer mehr vom Rock und entdeckte das Musical für sich. In der herausragenden Cabaret-Produktion des Theater des Westens in Berlin gab sie die Sally Bowles. 1989 konnte man sie am Broadway im Musical “Ghetto” sehen, für ihre Darstellung im Musikdrama “Frida – The Story Of Frida Kahlo” wurde Helen Schneider 1991 von den New Yorker Theaterkritikern als beste Darstellerin in einem Musical nominiert. Weitere Hauptrollen in großen Musicals folgten, sie spielte unter anderem Eva Perón in “Evita”, Reno Sweeney in “Anything Goes”, Norma Desmond in “Sunset Boulevard” und Victoria in “Victor/Victoria".
1989 veröffentlichte Helen Schneider das Album A Walk On The Weill Side mit hochgelobten Interpretationen von Kurt-Weill-Songs.
Auch im Fernsehen war die Künstlerin immer wieder zu sehen, 1999 an der Seite von Günter Pfitzmann in der Serie “Der Havelkaiser” und 2009 spielte sie neben Axel Milberg in einer Tatort-Folge.
Zwischen 2003 und 2005 war sie mit ihrer One-Woman-Show A Voice And A Piano, die eine Art Querschnitt ihres bisherigen musikalischen Lebens bietet, auch im deutschsprachigen Raum auf Tournee.
Seit August 2010 stand sie im Berliner Renaissance-Theater gemeinsam mit Gunter Gabriel in dem Musical Hello, I’m Johnny Cash als Johnny Cashs Ehefrau June Carter auf der Bühne. Ende 2011 begann eine Tournee mit dem Stück, die bis ins Frühjahr 2012 hinein lief.
Helen Schneider, eine der Heldinnen meiner Jugend, ist eine unglaublich wandlungsfähige Künstlerin mit einer nach wie vor herausragenden Stimme, die nicht daran denkt, sich zur Ruhe zu setzen. 











                                                      





                                                                

                                                                               

Donnerstag, 17. Mai 2012

Neuerscheinungen: Gossip - A Joyful Noise



Am 11. Mai 2012 ist das fünfte Album der Band Gossip – A Joyful Noise – erschienen. Drei Jahre nach ihrem Erfolgsalbum Music For Men haben sich die drei Musiker um Frontfrau Beth Ditto einen prominenten Produzenten gesucht, um neue musikalische Wege zu gehen. Pop-Genie Brian Higgins, der in den vergangenen Jahren unter anderem mit Kylie Minogue, Girls Aloud, Saint Etienne, Texas und den Pet Shop Boys gearbeitet hatte, führte die Band weg vom lauten Indie-Rock hin zum funkigen Disco-Sound.
Beth Ditto hatte schon vorab in einer Presseerklärung die Richtung vorgegeben: „Ich habe das ganze Jahr nur Abba und überhaupt kein Radio gehört.“ Nach Abba klingen die elf neuen Songs nicht wirklich, aber der von Gossip gewohnte handfeste Rock ist Geschichte. Der massentaugliche Disco-Pop hat auf A Joyful Noise Einzug gehalten. Waren im Vorgänger schon Anklänge zu hören, wurde die Wandlung hier abgeschlossen. Von luftig-leichten potentiellen Sommerhits im 80er-Jahre-Stil wie Move In The Right Direction oder Casualties Of War über basslastigen Synthie-Pop in Perfect World hin zum funkigen Horns, alle Songs führen unweigerlich zur Tanzfläche.
In diesem neuen Pop-Sound hätten sich die früheren Indie-Lieblinge durchaus verirren können, doch die allseits präsente und prägnante Stimme Beth Dittos hält das Album zusammen und gibt ihm diesen unverwechselbaren Klang, der A Joyful Noise aus dem Durchschnitt der Dance-Produktionen heraushebt.
Die Gossip-Fans der ersten Stunde werden bei diesen Klängen vermutlich die Stirn runzeln, aber die Band hat sich bewusst für diesen Weg entschieden und das Ergebnis lässt sich hören. Mich hat das Album erst nach mehrmaligem Hören überzeugt, das dann dafür umso gründlicher. Die wummernden Bässe, schleichende Synthie-Klänge und diese Stimme – absolut hypnotisch!


Meine Favoriten: Move In The Right Direction, Get Lost, Love In A Foreign Place


 





                                                   




                                                                       

Dienstag, 6. März 2012

Heart



Heart ist eine amerikanische Rockgruppe. Sie besteht neben wechselnden Musikern aus den Schwestern Ann und Nancy Wilson. Ann wurde 1950 in San Diego/Kalifornien geboren. Als Kind hatte sie ein Problem mit Stottern und konzentrierte sich deshalb früh auf die Musik. 1970 wurde sie Sängerin der Band White Heart, die sich erst in Hocus Pocus und später in Heart umbenannte. Sie war mit Michael Fisher, dem Manager der Band liiert. 1974 trat Nancy Wilson in die Band ein. Sie wurde 1954 in San Francisco/Kalifornien geboren. Sie lernte Gitarre spielen, besuchte später das College und hatte nebenbei Solo-Auftritte. 1974 brach sie ihr Studium ab und ging mit ihrer Schwester und ihrem Freund Roger Fisher, dem Gitarristen von Heart nach Canada. Sie sang nur wenige Songs, war aber als Komponistin und Gitarristin von enormer Bedeutung für Heart.
1976 wurde das Debüt-Album Dreamboat Annie veröffentlicht. Die Band hatte mit ihrem melodischen Hardrock und Anns prägnanter Stimme Erfolg und das Album brachte die Hit-Singles Crazy On You und Magic Man hervor. Ein Jahr später ging Heart in die USA zurück.
Das Nachfolgealbum Little Queen (1977) war ähnlich erfolgreich und enthielt mit Barracuda einen Hit, der heute noch als Klassiker zählt. Auch das dritte Werk Dog and Butterfly wurde von der Kritik hochgelobt und setzte den Erfolgstrend fort. Heart war einer der Top-Acts der späten 70er neben Journey, Van Halen und Aerosmith.
1979 zerbrachen die Beziehungen der Wilson-Schwestern und die Band formierte sich neu. Der Abgang von Roger Fisher konnte allerdings kaum kompensiert werden und Heart geriet in eine Krise. Drei Alben in den 80ern floppten und Ann und Nancy Wilson entschlossen sich zu einer musikalischen Stiländerung hin zu mehr radiotauglichem Pop-Rock. Die Idee war gut. Das 1985 erschienene Album Heart wurde das erfolgreichste Album der Bandgeschichte und erreichte die Spitze der Charts. Das Album verkaufte sich allein in den USA über 5 Millionen Mal und war auch in Europa sehr erfolgreich. Von fünf Single-Auskopplungen erreichten allein vier die Top 10. Auch das Nachfolgealbum Bad Animals konnte fast nahtlos an den Erfolg anknüpfen. Bereits die erste Singleauskopplung Alone erreichte in den USA die Spitze der Charts. Auch die beiden Nachfolgesingles Who Will You Run To und There’s the Girl waren sehr erfolgreich. 1990 erschien das Album Brigade, welches sich allein in den USA 2 Millionen Mal verkaufte und mit dem Titel All I Wanna Do Is Make Love to You wieder einen großen Hit verbuchte.
Die nächsten Jahre waren für Heart eine wechselhafte Zeit. Der Erfolg verblasste langsam wieder und Nancy nahm sich eine mehrjährige Auszeit, um eine Familie zu gründen. Ann arbeitete mit verschiedensten Musikern zusammen und veröffentlichte 2006 ein Solo-Album. Erst 2010 konnte Heart mit Red Velvet wieder einen Erfolg verbuchen.
Ich bin mit Heart aufgewachsen und Songs wie Alone oder All I Wanna Do Is Make Love To You werden immer eine besondere Bedeutung für mich haben. Ich empfehle jedem, der Live-Aufnahmen mag das Album The Road Home (1995), eine absolut grandioses Werk.










                                                                  

Dienstag, 10. Januar 2012

Heather Nova

Heather Nova ist eine bermudische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1967 als Heather Allison Frith in Bermuda geboren. Einen Teil ihrer Kindheit verbrachte sie auf dem Segelboot ihrer Eltern, die ihr bürgerliches Leben aufgegeben hatten, um ihren Traum von einem genügsamen, autarken Leben zu verwirklichen. Die Familie segelte nun durch die Karibik und kehrte nur ab und zu nach Hause zu ihrer kleinen Insel auf Bermuda zurück. Auf dem Boot lernte sie durch ihre musikbegeisterten Eltern die Lieder von Bob Dylan, Joan Baez, Van Morrison und deren Zeitgenossen kennen. Heather bekam eine Gitarre und eine Violine und begann, erste Songs zu schreiben.
Mit 18 schrieb sie sich an der Rhode Island School of Design in Providence ein, um Darstellende Kunst zu studieren. In dieser Zeit beschloss Heather, sich in Zukunft ganz der Musik zu widmen und ging nach ihrem Abschluss nach London, um dort ihr Glück zu versuchen.
1990 lernte sie in London den Musiker Felix Tod kennen, dessen gute Kontakte ihr zu einem Plattenvertrag verhalfen. 1993 erschien das Debüt-Album Glow Stars und Heather – inzwischen mit dem Künstlernamen Nova – konnte im Vorprogramm der Violent Femmes und der Cranberries auftreten.
Richtig bekannt wurde die Musikerin aber erst mit dem Album Oyster, das 1994 veröffentlicht wurde. Vor allem in Deutschland und den Niederlanden und etwas später auch in den USA wurde Heather Nova schnell bekannt. Ihre Hitsingle Walk This World wurde ständig im Radio gespielt und es folgte eine fast zweijährige Welttournee.
Nach einem Rückzug auf die Bermudas folgte das neue Album Siren erst 1998. Auch diese Produktion wurde sehr erfolgreich und Heather konnte sich in die Phalanx der populären Rocksängerinnen wie Sheryl Crow oder Alanis Morissette einreihen.
Nach dem recht poppigen Album South (2001) entschied sich Heather Nova, in Zukunft alle Alben selbst zu produzieren. Der Nachfolger Storm (2003) geriet deutlich schlichter. Ohne großen technischen Aufwand aufgenommen, steht hier die Stimme der Musikerin im Vordergrund. Subtil und leise zieht sie die Zuhörer in ihren Bann.
Die Geburt ihres Sohnes 2004 verarbeitete Heather Nova in dem Album Redbird (2005). Neben der Musik interessiert sich die Künstlerin auch für andere Bereiche. So erschien 2002 ihr Gedichtband the sorrowjoy und mehrere ihrer CDs erscheinen mit selbst gemalten Bildern. Außerdem engagiert sie sich für zahlreiche Projekte u.a. für den Tierschutz und gegen Jugendgewalt.
Das aktuelle Album trägt den Namen 330 Days At Sea und wurde 2011veröffentlicht.



www.heathernova.com












                                                              

Montag, 28. November 2011

Gianna Nannini


Gianna Nannini ist eine italienische Rocksängerin und Songwriterin. Sie wurde 1956 in Siena geboren. Ihre wohlhabenden Eltern besaßen mehrere Konditoreien und sahen sie an der Spitze des Traditionsunternehmens. Wie ihr Bruder Alessandro, in den 80er Jahren ein erfolgreicher Formel 1-Fahrer, wollte sie jedoch eigene Wege gehen und flüchtete mit achtzehn nach Mailand, nachdem sie am Konservatorium Musik und Komposition studiert hat. In der norditalienischen Großstadt begann sie zwar Literatur zu studieren, trat aber vor allem in Kneipen und Clubs auf, wo sie sich bald einen Plattenvertrag sicherte. Ihr autobiografisches und introvertiertes Debüt Gianna Nannini erschien 1976.
1977 folgte das poetische Album Una Radura. Beide Alben wurden keine Erfolge. Bei einem USA-Aufenthalt entdeckte sie zwei Jahre später den Rock und krempelte in California (1979) ihren Sound um, der nun rauer und selbstbewusster klang. Die Singleauskopplung America verursachte in Italien zwar einen Skandal, da der Text von Selbstbefriedigung handelt, schaffte aber auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich den Sprung in die Charts.
1981 schrieb Gianna Nannini den Soundtrack zu Sconcerto Rock, einem von Bernardo Bertolucci produzierten Film, und traf ihren neuen Manager Peter Zumsteg, der ihr zum endgültigen Durchbruch verhalft. Mit Latin Lover (1982) beginnt zudem eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Conny Plank, der schon Ultravox, Eurythmics und Kraftwerk produziert hatte. Gemeinsam entstanden zwei weitere Alben, ehe Plank 1987 überraschend starb. Puzzle (1984) wurde in Italien zur bis dahin am meisten verkauften Platte einer weiblichen Interpretin. Die Singleauskopplung Fotoromanza hielt sich über den Sommer zwei Monate auf Platz eins, während das Album auch im deutschsprachigen Raum die Charts stürmte. Erfolge, die sie mit Profumo (1986) und der Best Of I Maschi E Altri (1988) sogar überbieten konnte.
1990 sang Gianna Nannini mit Edoardo Bennato das Lied zur Fußball-WM (Un'Estate Italiana) und 1995 hatte sie mit Meravigliosa Creatura einen Hit. Doch trotz regelmäßiger Veröffentlichungen erreichte sie die Verkaufszahlen der 80er Jahre nicht mehr.
Ihr Name bleibt vor allem dank ihrer Reibeisen-stimme und ihrer explosiven Liveauftritte im Gedächtnis. "Ich mag es, wenn das Publikum laut ist, wenn die Leute aus sich raus gehen und genauso schwitzen, wie wir auf der Bühne", erklärt die Musikerin selbst.
In den 90er Jahren machte sie auch außerhalb des Musikgeschäfts auf sich aufmerksam. So beendete sie 1994 nach 18 Jahren ihr Studium. Der Titel ihrer Magisterarbeit lautet "Der Körper in der Stimme – die Beziehung zwischen Körper und Stimme aus der Sicht einer anthropologischen Musik". 1995 kletterte sie mit Greenpeace-Aktivisten auf einen Balkon der französischen Botschaft in Rom, um gegen Atomexperimente auf dem Pazifikatoll Mururoa zu protestieren.
2002 erschien das Album Aria, bei dem die Musikerin zum ersten mal verstärkt symphonische Elemente und elektronische Klänge einsetzt. Allerdings war sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Danach übernahm Gianna Nannini alleinige Verantwortung und Regie für das Album Perle (2004). Musikalisch setzte sie auf ihr Piano und die Musiker des „Solis String Quartet“ aus Neapel, das aus vier klassischen Streichern besteht, um 14 ihrer Lieblingssongs neu zu interpretieren. Das Album wurde in Italien ein großer Erfolg.
Mit Grazie feierte die Italienerin 2006 ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum und kehrte zur Rockmusik zurück. Das Album hatte so großen Erfolg, dass es bereits kurz nach der Veröffentlichung mit Platin ausgezeichnet wurde. Mittlerweile erreichte es mit über 400.000 verkauften Einheiten den Status der italienischen Diamant-Platte; es war dort die erfolgreichste CD des Jahres 2006 und stand elf Wochen an der Spitze der Charts.
2010 gerät die Italienerin in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit, als sie ihre Schwangerschaft bekannt gibt. Diskussionen über das Alter von schwangeren Frauen - Gianna ist zu diesem Zeitpunkt 54 Jahre alt - folgen. Im November desselben Jahres wird sie Mutter einer Tochter.
Lange schon ist Gianna Nannini eine unverrückbaren Größe des italienischen Pop und Rock. Die Härte und Kratzbürstigkeit ihrer Anfangsjahre ist einer häufig sanfteren Einstellung gewichen. Doch auch, wenn die Musikerin sich stärker als früher auf Balladen konzentriert, die Rockerin mit der unverkennbaren Reibeisen-stimme blitzt immer wieder auf.
Ich verdanke Gianna Nannini unglaublich tolle Konzerte. Die Frau steht mit einer Leidenschaft und Kraft auf der Bühne, die einfach unvergleichlich ist. Wer sie einmal gesehen hat, weiß, was ich meine.











                                                                      







                                                                                                   






Dienstag, 8. November 2011

Garrison Starr


Garrison Starr ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1975 in Hernando/Mississippi als Julia Garrison Starr geboren. Von ihrem musikbegeisterten Vater beeinflusst, lernte sie Gitarre spielen. Ihre Vorbilder waren weibliche Musikgruppen wie die Bangles  und die Indigo Girls. Garrison Starr selbst: „Ich würde sagen, Emily Saliers(Indigo Girls) Gitarre spielen zu sehen, war wahrscheinlich die erste richtige Inspiration, die ich hatte.“
Ihren Vorbildern nacheifernd gründete die junge Musikerin zusammen mit einer Freundin ein Duo namens Gracie und Garrison . Die beiden spielten auf Partys und in der Kirche. 1993 nahm Garrison Starr ein erstes Independent-Album auf, Pinwheels.
Nach der High School besuchte Garrison für etwas mehr als ein Jahr die University Of Mississippi und belegte Englisch als Hauptfach. Die Musik war jedoch wesentlich wichtiger als das Studium. Sie spielte in Clubs, mal allein, mal als Schlagzeugerin für eine lokale Band. 1995 verarbeitete sie ihre - nicht immer angenehmen - Erfahrungen an der Universität in der EP Stupid Girl.
Daraufhin erhielt Garrison Starr einen Vertrag bei dem Major-Label Geffen Records. Das Album Eighteen Over Me erschien 1997.Es enthielt den bis dato erfolgreichsten Song Superhero. Obwohl sie für das Album gute Kritiken erhielt und sich eine kleine Anhängerschar erarbeitete, war sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Sie empfand ihren eigenen Einfluss auf das Album als zu gering. Nach Auftritten beim Festival Lilith Fair, verließ sie Geffen Records und ging nach Los Angeles.
Erst fünf Jahre später 2002 veröffentlichte die Musikerin ihr nächstes Album Songs From Take Off To Landing. 2004 folgte Airstreams And Satellites. Auf diesem Album gab es mit dem Song Inside Out den ersten Hinweis auf ihr Lesbischsein. In der folgenden Zeit tourte Garrison Starr mit Melissa Etheridge, Melissa Ferrick und Mary Chapin Carpenter.
2005 ging sie nach Nashville und veröffentlichte dort 2006 das Album The Sound Of You And Me. Danach war Garrison Star viel unterwegs. Sie hatte Auftritte mit anderen Indie-Musikern und gründete 2008 eine Band namens Among The Oak & Ash.
Ihr bis jetzt letztes Album Relive erschien 2010. Sie produziert und verkauft ihre CDs nun in Alleinregie und scheint damit glücklich zu sein. Garrison Starr ist eine unangepasste Musikerin, die ihren eigenen Weg geht. Auch wenn sie ohne die Macht einer großen Plattenfirma wohl nie zu den angesagten, populären Musikerinnen zählen wird, hat sie sich doch einen kleinen Mikrokosmos aufgebaut.



www.garrisonstarr.com