Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!





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Dienstag, 15. Januar 2013

Sophie Hunger



Sophie Hunger ist eine Schweizer Musikerin. Sie wurde 1983 als Emilie Jeanne-Sophie Welti geboren. Als Tochter eines Diplomaten wuchs sie in verschiedenen Städten (London, Bonn und Zürich) auf. Als Kind erhielt sie für einige Zeit Klavierunterricht, doch das ernsthafte Interesse für Musik begann erst nach dem Abitur.
Zwischen 2002 und 2006 war sie Gastsängerin bei dem Projekt Superterz, sie ist auch auf dem 2006 veröffentlichten Album Standards zu hören. Ab 2004 war sie zudem als Sängerin Mitglied in der Indie-Rock-Band Fisher, die sich 2007 auflöste.
Ihr erstes Album Sketches On Sea erschien 2006 unter dem Pseudonym Sophie Hunger - zusammengesetzt aus Weltis zweitem Vornamen und dem Mädchennamen ihrer Mutter. Obwohl kein großes Label hinter der Produktion stand, verkaufte sie einige Tausend Tonträger. Kollegen wie der Jazztrompeter Erik Truffaz oder der Sänger Stephan Eicher wurden auf sie aufmerksam und buchten sie als Support-Act. So tourte die Musikerin durch Europa und wurde allmählich einem breiteren Publikum bekannt. 2008 hatte sie einen umjubelten Auftritt beim legendären Jazz-Festival in Montreux.
Zudem komponierte sie für den Film Der Freund (2008) die Filmmusik und übernahm eine Nebenrolle.
2008 erschien das zweite Album Monday's Ghost, das es auf Anhieb auf Platz 1 der Schweizer Charts schaffte. Durch die Unterstützung eines Major-Labels erschien das Album wenige Wochen später auch in Frankreich, Deutschland und Österreich. Die eigenwillige Musik der Sophie Hunger, eine Mischung aus Indie-Pop, Folk, Jazz und Rock-Elementen, hatte eine größere Zuhörerschaft gefunden. Mit ihren Liedern, die sie in Englisch, Deutsch und Schweizerdeutsch singt, erzählt sie oft rätselhafte Geschichten, die - laut eigenen Aussagen - nichts mit ihr zu tun haben. „Ein Lied, das von mir handelt, kann kein gutes Lied sein, weil es keine Größe hat. Ein großes Lied muss eine Bedeutung haben, die über mich hinausgeht.“
2010 wurde das Album 1983 veröffentlicht. Von Sophie selbst produziert, erreichte es wiederum die Spitze der Schweizer Charts. Höhepunkt der dazugehörenden Tournee war der Auftritt beim Glastonbury-Festival, wo Sophie Hunger als erste Schweizerin überhaupt in Erscheinung trat.
Im Oktober 2012 erschien ihr aktuelles Album The Danger Of Light.











                                                                 

und noch eins auf Deutsch:



                                                                      


                                                                               

Montag, 14. Januar 2013

The Pierces



The Pierces sind ein amerikanisches Duo, bestehend aus den Schwestern Allison und Catherine Pierce. Beide, Allison 1975 und Catherine 1977, wurden in Birmingham/Alabama geboren. Sie wuchsen in einer Hippie-Familie auf und wurden von ihren Eltern, einem Musiker und einer Malerin, früh mit Kunst in Berührung gebracht. Sie ermutigten ihre Mädchen zu musizieren und zu tanzen und auf Hochzeiten und anderen Festen aufzutreten.
Währen ihrer Studienzeit an der Auburn University, bastelten die Schwestern an einem Demo-Band. Tatsächlich erschien im Jahre 2000 das Debüt-Album The Pierces, das aber genauso wenig erfolgreich war wie der Nachfolger Light Of The Moon (2005).
Doch das dritte Album Thirteen Tales Of Love And Revenge (2007) schug vor allem in Großbritannien und in den USA ein. Allison und Catherine blieben zwar ihrer musikalischen Linie mit akustischen Gitarren und schönen Harmonien treu, würzten ihre Songs aber jetzt mit hintergründigen und beinahe zynischen Texten. Vor allem der Song Secret wurde in mehreren TV-Serie verwendet und ist inzwischen das Titellied zur erfolgreichen Serie Pretty Little Liars.
2011 erschien das Album You & I, das im Studio der Band Coldplay aufgenommen wurde. The Pierces gingen auf ihre erste Tour In Großbritannien und konnten diese auch sehr erfolgreich gestalten. Sie spielten auf dem renommierten Glastonbury Featival und später auch als Vorgruppe für Coldplay.
Im Moment arbeiten die Schwestern an ihrem fünften Album, das 2013 erscheinen soll.











                                                                   

 
                                                                                       

Donnerstag, 8. November 2012

Sheena Easton



Sheena Easton ist eine schottische Sängerin. Sie wurde 1959 als jüngstes von sechs Kindern in Bellshill geboren. Schon als kleines Mädchen sang sie für Bekannte und Verwandte. Wegen ihrer guten Schulnoten, erhielt sie ein Stipendium für die Royal Academy of Music and Drama.
Mit der von der BBC produzierten Sendung The Big Time schaffte sie den Durchbruch in England. Sie erhielt einen Plattenvertrag bei EMI und 1980 erschien die erste Single Modern Girl, die zu einem kleinen Radio-Hit wurde. Die zweite Single 9 to 5 wurde dann zum großen Erfolg. In den USA schaffte es der Song sogar auf Platz 1, dort allerdings unter dem Namen Morningtrain. 9 to 5 kollidierte mit dem gleichnamigen Titel von Dolly Parton.
Schon mit ihrem Debüt-Album Take My Time (1980) hatte es Sheena Easton bis ganz nach oben in den Pop-Olymp geschafft. 1981 steuerte sie mit For Your Eyes Only das Titellied zu dem James Bond Film In tödlicher Mission (Originaltitel: For Your Eyes Only) bei. Er wurde für den Oscar nominiert. Im selben Jahr gewann die Schottin den Grammy als beste neue Künstlerin.
Die frühen 80er Jahre blieben die erfolgreichste Zeit für Sheena Easton. Mit Hits wie Telephone, We've Got Tonight (mit Kenny Rogers) oder You Could Have Been With Me und Machinery war sie eine der bestimmenden Pop-Sängerinnen dieser Zeit.
1987 machte die Sängerin einen Ausflug ins Schauspielfach. Bekannt wurde sie vor allem mit ihrer Rolle in der TV-Serie Miami Vice neben Don Johnson.
Die späten 80er brachten einen Imagewechsel vom Pop-Star hin zur Dance-Queen. In Zusammenarbeit mit Prince konnte die Musikerin auch hier etliche Erfolge verbuchen.
Obwohl Sheena Easton weiterhin CDs veröffentlichte, gelang ihr kein weiterer Hit mehr. 2000 zog sie sich schließlich zurück und widmete sich der Erziehung ihrer Kinder. Sie lebt seit Jahren in den USA und gilt als eine der reichsten schottischen Frauen. Von Zeit zu Zeit gibt sie auch heute noch Konzerte.










                                                                          


                                                                                      

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Susan Werner



Susan Werner ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1965 in Manchester/Iowa geboren. Sie interessierte sich schon früh für Musik und lernte Gitarre und Klavier. Nach der Highschool studierte sie Gesang mit der Zielrichtung Oper.
Ein Konzert von Nanci Griffith veranlasste sie dazu, ihren musikalischen Fokus zu verändern. Sie begann damit, eigene Songs zu schreiben und trat im Großraum Philadelphia, New York und Boston auf.
1993 veröffentlichte sie ihr Debüt-Album Midwestern Saturday Night auf ihrem eigenen Label. Nach und nach machte sich Susan Werner einen Namen in der Folk-Szene. Sie veröffentlichte mehrere Alben und tourte ununterbrochen. Sie spielte dabei mit Größen wie Joan Armatrading und Richard Thompson.
2001 zog sie nach Chicago und überraschte die Musik-Szene mit dem reinen Jazz-Album I Can't Be New (2004). Mit ihren Kompositionen, die in der Tradition eines Cole Porter angelegt waren, traf sie dennoch ihren eigenen Ton und konnte sich damit eine ganz neue Zuhörerschaft eröffnen.
Susan Werners siebtes Album, The Gospel Truth (2007) beschäftigte sich mit Religion, Glauben und sozialer Verantwortung. Auf Classics (2009) singt sie Pop-Songs aus den 60er und 70er Jahren, begleitet von klassischen Musikinstrumenten.
Das aktuelle Album Kicking The Beheeve (2011), produziert von Rodney Crowell und aufgenommen in Nashville, geht wieder mehr in Richtung Folk und Country.
Mal sehen, womit uns die Künstlerin in den nächsten Jahren noch überrascht.










                                                        
                                                                                    

Montag, 22. Oktober 2012

Neuerscheinungen: Tina Dico - Where Do You Go To Disappear?



Anfang September 2012 ist das fünfte Studio-Album der dänischen Singer-Songwriterin Tina Dico – Where Do You Go To Disappear? - erschienen. Die Musikerin hatte sich zusammen mit ihrem langjährigen musikalischen, und inzwischen auch Lebenspartner, Helgi Jonsson in ihr neues Domizil in Island zurückgezogen, um die 12 Songs für das neue Album zu schreiben und zu produzieren. 
So klingt das Werk dann auch eher ruhig und manchmal beinahe karg, fast wie eine typisch isländische Landschaft. Von Langeweile kann aber keine Rede sein, denn Tina Dico streut immer wieder schnellere Rhythmen und Grooves ein, die bisweilen sogar tanzbar sind. Dieser Synthie-Sound ist das neue an Where Do You Go To Disappear. Der bekannte Folk-Pop der Dänin geht hier in Richtung Elektro-Pop und gibt der ganzen Produktion eine unterhaltsame Frische.
Vor allem Moon To Let, True North und You Wanna Teach Me To Dance bringen durch ihren Elektro-Sound viel Abwechslung in das Album. Songs wie The World's Perfect, Sunrise und Where Do You Go To Disappear sind munterer Indie-Pop auf hohem Niveau. Für beinahe hypnotische Ruhe sorgen The Tip Of The Iceberg, eine wunderbare Ballade, in der die Liebe zwischen zwei Menschen mit einem Eisberg verglichen wird und Point Of No Return, in dem die Abhängigkeit von einem Menschen beschrieben wird.
An die frühere, folkigere Tina Dico erinnern nur The Other Side und You Leave, You Learn.
Insgesamt gefällt mir Where Do You Go To Disappear sehr gut. Es hat mich nicht beim ersten Hören gepackt, doch bei genauerem Hinhören hat sich mir die neue Vielfalt in der Musik von Tina Dico mehr und mehr erschlossen. Ihre Stimme ist wie immer einzigartig und an der Qualität ihrer Songs bestehen sowieso keine Zweifel. Für Fans der ersten Stunde sind die neuen Klänge sicherlich gewöhnungsbedürftig, aber diese musikalische Entwicklung findet auf so hohem Niveau statt, dass man sich getrost darauf einlassen kann.


 Hörtipp: We'r All Experts, The Tip Of The Iceberg, The Other Side









                                                                                             

Freitag, 12. Oktober 2012

Sara Evans


Sara Evans ist eine amerikanische Country-Sängerin. Sie wurde 1971 in Booneville/Mississippi geboren. Sie wuchs mit sechs Geschwistern auf einer Farm auf. Schon als kleines Kind sang sie mit in der Evans Family Band. Mit 16 Jahren trat sie bereits regelmäßig in einem örtlichen Club auf.
1991 zog sie nach Nashville, um eine Karriere als Country-Sängerin zu verfolgen. 1997 erschien ihr Debüt-Album Three Chords And The Truth. Es erhielt gute Kritiken und brachte ihr eine Academy of Country Music Awards-Nominierung ein, war aber kommerziell nicht allzu erfolgreich. Das zweite Album No Place That Far (1998) brachte den Durchbruch. Sara Evans schrieb einen Teil der Songs selbst und konnte bekannte Country-Größen wie Vince Gill, Martina McBride und Alison Krauss zur Mitarbeit an dem Album gewinnen. Die zweite Single No Place That Far wurde zum ersten Nummer-1-Hit in den Country Charts.
Die beiden folgenden Alben Born To Fly (2000) und Restless (2003) wurden ebenfalls sehr erfolgreich. Beide wurden mit Mehrfach-Platin ausgezeichnet. Außerdem erhielt Sara Evans 2001 ihren ersten CMA-Award und war damit endlich in der ersten Reihe der Country-Musikerinnen angekommen.
Auch das fünfte Studio-Album Real Fine Place (2005) reihte sich nahtlos in die Erfolgsgeschichte der Vorgänger ein. Sowohl das Album, als auch die Single-Auskopplung A Real Fine Place To Start konnten die Top-Position der Country-Charts einnehmen. 2006 erhielt Sara Evans den ACM-Award als beste Sängerin.
2011 erschien das aktuelle Album Stronger, für das Sara Evans wiederum mehre Preis-Nominierungen erhielt. Im Herbst 2012 arbeitet sie bereits an den Songs für ein kommendes Album.









                                                                    
                                                                                            



Donnerstag, 6. September 2012

Tanita Tikaram



Tanita Tikaram ist eine britische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1969 in Münster/Deutschland, wo ihr Vater im Dienst der britischen Armee stationiert war, geboren. Tanitas Mutter stammte ursprünglich aus Borneo/Malaysia und ihr Vater von den Fidschi-Inseln. Die Eltern lernten sich in England kennen, bevor sie nach Deutschland übersiedelten. Im Alter von zwölf Jahren kehrte Tanita mit ihren Eltern nach England zurück und lebte dort in Basingstoke/Hampshire.
Als Jugendliche begann sie, eigene Songs zu schreiben, beeinflusst von der Musik von Joni Mitchell und John Lennon. Ihr Plan, in Manchester zu studieren wurde von einem Zufall zunichte gemacht. Ein selbst aufgenommenes Demo-Tape geriet in die Hände von Paul Charles, eines Zeichens Agent und Manager. Er interessierte sich für die Stimme der jungen Frau und sah sie bei einem Auftritt in einem Londoner Club. Anschließend nahm er sie unter seine Fittiche und verhalf ihr zu einem Plattenvertrag.
1988 wurde ihre erste Single Good Tradition auf Anhieb ein Top-10-Hit. Das folgende Album Ancient Heart und vor allem die Single Twist In My Sobriety gerieten zum Riesen-Erfolg. Der Song stürmte die Charts in ganz Europa, das Album verkaufte sich weltweit mehr als vier Millionen Mal. Mit gerade 19 Jahren war Tanita Tikaram über Nacht ein Star.
Die folgenden Alben The Sweet Keeper (1990) und Everybody's Angel konnten den enormen Erfolg nicht mehr wiederholen, festigten aber den Ruf der Musikerin als großartige Komponistin und Sängerin.
In den nächsten Jahren wurden weitere Alben veröffentlicht, die allerdings kaum mehr für Aufmerksamkeit sorgten.

Erst jetzt, Ende August 2012, steht Tanita Tikaram mit ihrem achten Album Can't Go Back wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Gereift, mit tiefer, ausdrucksstarker Stimme präsentiert sie ihr neues Werk. Aufgenommen in Los Angeles mit dem Produzenten Paul Bryan, ist Can't Go Back ein äußerst abwechslungsreiches Album, dessen stilistische Spannbreite von Pop über Soul und Blues bis hin zu Americana und Country reicht. Die Single-Auskopplung Dust On My Shoes, eine Hymne an die Freiheit, ist ein grandioser Song irgendwo zwischen Pop und Soul. Ob Keep It Real, eine wunderbare Piano-Ballade, Science, angenehm beschwingt oder das schwermütige If The World Should Want For Love, das Album strotzt nur so vor großartigen Songs. Fazit: Ein absolut gelungenes Comeback!
Es ist höchste Zeit also, Tanita Tikaram nicht mehr auf den einen - wenn auch tollen - Hit aus den 80-ern zu reduzieren.









                                                         

Donnerstag, 23. August 2012

Sophie B. Hawkins


Sophie Ballantine Hawkins ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1967 in New York geboren.
Als Tochter eines Anwaltes und einer Schriftstellerin wuchs die kleine Sophie behütet in Manhatten auf. Mit vierzehn hatte sie eine folgenschwere Begegnung mit einem afrikanischen Drummer. Dieser zeigte dem interessierten Mädchen, wie man die verschiedenen Arten der Percussion-Instrumente spielt. Sophie konnte fortan die Finger nicht mehr von den Trommeln lassen und nach der Highschool schrieb sie sich an der Manhattan School Of Music ein, um Schlagwerk zu studieren.
Parallell dazu gründete sie ihre erste Band. In den folgenden Jahren entwickelte sich Sophie B. Hawkins zur Multiinstrumentalistin. Heute spielt sie Gitarre, Keyboard, Piano und Percussion.
Ihr erstes Album, Tongues and Tails, erschien 1992. Es wurde von der Kritik positiv aufgenommen, brachte ihr eine Grammy-Nominierung als Best New Artist ein und war ihr kommerziell erfolgreichstes Album. Die Single Damn, I Wish I Was Your Lover wurde zum Riesen-Hit.
Das zweite Album Whaler (1994) konnte nicht ganz mit dem Erstling mithalten, wurde aber durchaus erfolgreich. Die Single As I Lay Me Down erreichte die US-Top Ten, verblieb ganze 67 Wochen in den Charts und stellte damit einen neuen Rekord auf.
Neben der Musik engagiert sich die Musikerin, die offen zu ihrer Bisexualität steht, auch für soziale Belange, vor allem für Frauenrechte und Tierschutz.
1999 kämpfte Sophie B. Hawkins mit ihrer Plattenfirma um die Veröffentlichung ihres dritten Albums Timbre. Sie verbat sich jegliche Einmischung in musikalische Belange und kaufte schließlich die Masterbänder des Albums von ihrem Label zurück. 2001 wurde Timbre dann auf ihrem eigens gegründeten Label Trumpet Swan Productions veröffentlicht. Erfolge konnte sie damit allerdings nicht verbuchen, auch die nächste Produktion Wilderness (2004) blieb unter den Erwartungen.
Nach einer längeren Pause, auch bedingt durch die Geburt ihres Sohnes 2008, kehrte Sophie B. Hawkins 2012 mit dem Album The Crossing wieder zurück ins Musikgeschehen.








                                                             






                                                                               

Freitag, 17. August 2012

Shelby Lynne


Shelby Lynne ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1968 als Shelby Lynne Moorer in Quantigo/Virginia geboren. Ihre jüngere Schwester Allison Moorer ist ebenfalls Sängerin.
Aufgewachsen in Alabama begann Shelby mit sieben Jahren, Gitarre zu spielen. Mit Mutter und Schwester sang sie dreistimmig Country-Songs. Country war die alles beherrschende Musik im Hause Moorer. So war es nur logisch, dass Shelby nach dem Highschoolabschluss mit ihrem frisch angetrauten Ehemann nach Nashville zog, um dort ihr Glück als Musikerin zu versuchen.
Tatsächlich erhielt sie einen Plattenvertrag bei Epic. Ihr Debüt-Album Sunrise erschien 1989. Nach fünf mehr oder weniger erfolgreichen Alben hatte die Musikerin genug vom Nashville System und verordnete sich eine musikalische Richtungsänderung. Mit dem Album I Am Shelby vollzog sie 1999 den Wechsel ins Singer-Songwriter-Fach. Mit ihren selbst geschriebenen Songs konnte sie zuerst in Europa überzeugen. Zwei Jahre später schaffte sie auch in den USA den Durchbruch und erhielt 2001 den Grammy als beste Newcomerin, was insofern bemerkenswert war, da sie zu diesem Zeitpunkt schon über zehn Jahre als Musikerin tätig war.
Im selben Jahr erschien das Album Love Shelby, das von Russ Ballard produziert wurde, der schon Alanis Morissette zum Durchbruch verholfen hatte. Der erhoffte Erfolg blieb allerdings aus und der rockigere Sound erhielt nur durchwachsene Kritiken.
Die folgenden Alben Identity Crisis (2003) und Suit Yourself (2005) waren intimere und dunklere Werke, die Shelby Lynne in ihrem Heimstudio selbst produzierte.
2005 gab sie ihr Leinwand-Debüt als Mutter von Johnny Cash im Kino-Hit Walk The Line.
2008 wurde das Dusty-Springfield-Tribute-Album Just A Little Lovin' veröffentlicht und geriet zum bisher größten Erfolg der Musikerin.
Im Anschluss gründete Shelby Lynne ihr eigenes Label Everso und veröffentlichte dort 2010 gleich zwei Alben: Tears, Lies, and Alibis und Merry Christmas. Im selben Jahr gingen Shelby und ihre Schwester Allison Moorer erstmals gemeinsam auf Tour.
2011 erschien das aktuelle Album Revelation Road auf dem sie alle Instrumente selbst spielte.









                                                          



                                                     
                                                                       

                                                                            

Montag, 13. August 2012

Scout Niblett


Scout Niblett ist eine englische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1973 als Emma Louise Niblett in Staffordhire geboren.
Schon als Kind war es ihr Ziel, Musikerin zu werden, also lernte sie erst Blockflöte, dann Klavier und später Gitarre. Ihr Künstlername Scout stammt aus dem Roman Wer die Nachtigall stört. Mit 19 ging sie nach Nottingham und studierte am dortigen College Film, Performance-Kunst und Musik. 1999 traf sie den Schlagzeuger Kristian Goddard und beschloss, mit ihm zusammenzuarbeiten. Mit seiner Unterstützung nahm sie 2001 ihr Debüt-Album Sweet Heart Fever auf und bekam beim Label Secretly Canadian einen Plattenvertrag. Schon zu Beginn ihrer Karriere zeichnete sich Scout Niblett durch intensiven Gesang, spärliche Instrumentierung (Akustikgitarre, Schlagzeug) und eine gewisse Rohheit aus. Sie machte sich vor allem mit ihren eindrücklichen Live-Shows einen Namen: Allein auf der Bühne begleitet sie ihren emotionsgeladenen Gesang abwechselnd am Schlagzeug und der Gitarre. Mit Leib und Seele gibt sie sich ihren leidenschaftlichen Songs hin, was nicht selten in einem fast schon hysterisch anmutenden Schreikrampf endet. Zum Bühnenoutfit gehört eine blonde Perücke - Scout tritt nie ohne auf.
Die Musikerin tourte mit Cat Power, mit der sie auch öfter verglichen wird und erarbeitete sich eine kleine Indie-Fangemeinde.
Zu den Aufnahmen ihres dritten Albums Kidnapped By Neptune (2005) holt sie sich eine Band ins Studio, um die sonst so spröde Instrumentierung aufzumotzen. Doch bei den beiden nächsten Alben This Fool Can Die Now (2007) und The Calcination Of Scout Niblett setzte die Musikerin wieder auf sparsame Arrangements und schlichte Gitarrenbegleitung.
Scout Niblett ist eine der ungewöhnlichsten Erscheinungen im Musikgeschäft. Ihre kargen Songs sind oft düster, leise und introvertiert, manchmal aber auch laut und dramatisch. Sie nehmen den Hörer mit auf eine Reise, die mal angenehm, mal schaurig, immer aber sehr intensiv ist.








                                                             


                                                                                 



Montag, 30. Juli 2012

Sharleen Spiteri



Sharleen Spiteri ist eine schottische Musikerin, vor allem bekannt als Frontfrau der Band Texas. Sie wurde 1967 in Glasgow geboren. Sie arbeitete als Friseurin, als sie zusammen mit Johnny McElhone die Band Texas gründete.
Das Debüt-Album Southside (1989) wurde auf Anhieb zu einem internationalen Erfolg. Vor allem die Single I Don't Want A Lover wurde zum Hit.
Texas Erfolgsgeschichte ist von einigen Höhen und Tiefen gekennzeichnet. Nach einem erfolgreichen Album folgte meist ein etwas sperrigeres Album, was bei den Fans nicht so gut ankam. Doch immer wieder konnte die Band Hits aus dem Hut zaubern. Besonders nach der Hinwendung vom spröden Gitarren-betonten Rock zum Charts-tauglichen Pop stiegen die Plattenverkäufe erheblich.
Songs wie Say What You Want, Black Eyed Boy und Summer Son sind auch heute noch in jedermanns Ohr.
Sharleen Spiteri war immer offen für Projekte mit anderen Musikern. So sang sie im Background für verschiedene Bands und veröffentlichte 2005 ein Duett mit Rammstein – Stirb nicht vor mir (Don't Die Before I Do).
2008 veröffentlichte sie ihr erstes Solo-Album Melody. Mit dem populären Sixties-Sound konnte Sharleen die Fans begeistern. Das Album erreichte die oberen Regionen der britischen Charts und war auch im Rest Europas recht erfolgreich.
2010 erschien das zweite Album The Movie Songbook, eine Zusammenstellung von Film-Songs. Die Single Xanadu wurde zum kleineren Hit.
Nach dem Ausflug als Solo-Künstlerin ist Sharleen Spiteri im Moment wieder mit Texas unterwegs. Mitte Juli 2012 erschien das Best-Of-Allbum Say What You Want – The Collection, das neben den Hits auch einige Raritäten enthält. Ein Bonbon für Fans.











                                                                                          





Mittwoch, 4. Juli 2012

Neuerscheinungen: Shawn Colvin - All Fall Down



Am 22. Juni 2012 ist Shawn Colvins achtes Studioalbum – All Fall Down – erschienen. Buddy Miller, einer der besten Gitarristen und Songwriter in Nashville, fungierte als Produzent. Außerdem konnte die Musikerin eine ganze Reihe illustrer Gäste zur Mitarbeit bewegen. So hört man auf All Fall Down Alison Krauss, Emmylou Harris, Jakob Dylan, Mary Chapin Carpenter, Viktor Krauss, Julie Miller und andere mehr.
Anders als das letzte Album These Four Walls (2006) präsentiert sich All Fall Down ruhiger und mehr nach innen gerichtet. Shawn Colvin beschreibt es selbst als „ein Album über Verlust, aber auch Lösung und Erlösung.“ Gleichzeitig mit dem Album erschien die Autobiographie Diamond In The Rough, die einen ehrlichen Einblick gewährt in das Leben Shawn Colvins mit allen Höhen und Tiefen, Depression und Alkoholsucht eingeschlossen.
Die 11 Songs, von denen die Künstlerin acht selbst oder teilweise geschrieben hat, zeigen eine Reife und Abgeklärtheit, die wohl nur eine gereifte Frau (Mitte 50) auf diese Weise interpretieren kann.
Das Rod-McDonald-Cover American Jerusalem bringt Sozialkritik in das sonst so persönliche Album. Die wunderbare Emmylou Harris macht den Titel mit ihrem Background-Gesang zu einem Juwel. Die Ballade Seven Times The Charm, Co-Autor Jakob Dylan, mit Alison Krauss als Background-Sängerin ist ein weiteres Highlight. Knowing What I Know und Anne Of Thousand Days beschreiben eindringlich das Scheitern von Liebesbeziehungen. The Neon Light Of The Saints, speziell für die neue TV-Serie Treme geschrieben, bringt einen Hauch New Orleans mit und das zarte On My Own bildet den passenden Abschluss.
Shawn Colvin ist mit All Fall Down einmal mehr ein schönes Stück Musik gelungen. Sensible Texte, ehrliche Gefühle und wunderbarer Gesang machen das Album zu einem Meilenstein der zeitgenössischen Folk-Musik.
Mein Hörtipp: American Jerusalem, Knowing What I Know, On My Own




          
                                                         


                                                                         

Montag, 2. Juli 2012

Klassik: Sol Gabetta



Sol Gabetta ist eine argentinische Cellistin. Sie wurde 1981 in Villa Maria geboren. Sie ist die Tochter französisch-russischer Eltern und überraschte schon als Kind mit ihrem musikalischen Talent. So sang sie bei der Aufnahmeprüfung für einen musikalischen Kindergarten zur Überraschung der Jury die Melodie des a-Moll-Violinkonzerts von Antonio Vivaldi.
Bereits als Zehnjährige gewann sie einen ersten Wettbewerb in Argentinien und erhielt seitdem verschiedene Auszeichnungen, unter anderem beim Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau, den Natalia-Gutmann-Preis.
Sol Gabetta studierte 10 Jahre lang beim Cellisten Ivan Monighetti in Madrid und Basel. Anschließend absolvierte sie ein Solistenstudium bei Professor David Geringas an der Hanns Eisler Musikhochschule in Berlin, das sie 2006 beendete. Seit Herbst 2005 hat sie eine Assistenz-Professur an der Musikhochschule Basel inne.
Ihre internationale Karriere begann im Jahre 2004, als sie den renommierten «Crédit Suisse Young Artists-Award» gewann, eine der höchst dotierten Auszeichnungen für junge Musikerinnen und Musiker. Die Preisträgerkonzerte im Herbst 2004 mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Valery Gergiev öffneten Sol Gabetta verschiedene große Türen in die Musikwelt.
Ihre Debüt-Album mit Werken von Tschaikowski, Saint-Saëns und Ginastera wurde im Herbst 2007 mit einem ECHO ausgezeichnet. Einen weiteren Echo erhielt die Cellistin für ihre Live-Aufnahme mit den Münchner Philharmonikern und Schostakowitschs 2. Cellokonzert im Herbst 2009. Weitere Aufnahmen erschienen mit Vivaldis Cellokonzerten mit den Sonatori della Gioioso Marca (2007) auf Barockcello und klassischen Cellokonzerten von Haydn, Leopold Hofmann und einem Arrangement eines Mozart-Flötenkonzertes (2009). Sämtliche bisher erschienenen Aufnahmen landeten auf Anhieb in den deutschen Klassik-Charts, letztere sogar als Nr. 1 in den Monaten September und Oktober 2009.
Das traditionelle Solo-Repertoire mit Werken von Dvorak, Tschaikowski, Schostakowitsch, Elgar und Haydn ergänzt Sol Gabetta kontinuierlich mit Werken aus dem 20. Jahrhundert, sei dies das Cellokonzert von Bohuslav Martinu oder jenes von Samuel Barber, Werke, die sie im Jahre 2009 und 2010 neu einstudierte und auf Tourneen aufgeführt hat. Ein großes Anliegen ist ihr die Zusammenarbeit mit Komponisten, die für sie Werke schreiben oder deren Werke sie einstudiert und aufführt. Eine enge Zusammenarbeit pflegt sie mit dem lettischen Komponisten Peteris Vasks, dessen Werk Das Buch sie regelmäßig aufführt.
Besonders am Herzen liegen der Musikerin ihre eigenen Projekte. Seit dem Juni 2006 veranstaltet sie das Solsberg-Festival in ihrer Schweizer Wahlheimat. Zu diesem Kammermusikfestival lädt sie ihr nahe stehende Musiker ein und zelebriert in 8 bis 10 Konzerten die Kammermusik in allen Farben. Ein weiteres Eigenprojekt ist die „Cappella Gabetta“. Dieses Barockorchester ging mit der Cellistin im Dezember 2010 das erste Mal auf eine Tournee mit Musik von Vivaldi und Zeitgenossen und wird von Sol Gabettas Bruder, dem Violinisten Andrés Gabetta vom Konzertmeisterpult angeführt.
Dank eines großzügigen privaten Stipendiums des Rahn-Kulturfonds spielt die Künstlerin eines der seltenen und kostbaren Violoncellos von G.B. Guadagnini von 1759. 








                                                               

                                                                  
                                                                                                               

Montag, 4. Juni 2012

Serena Ryder



Serena Ryder ist eine kanadische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1983 in Toronto geboren. Sie wuchs in einem sehr musikalisch orientierten Elternhaus auf. Ihre Mutter war Background-Sängerin und ihr Vater spielte in einer Folk-Gruppe. Serena beschloss schon sehr früh, ihr Geld mit Musik zu verdienen und wurde von ihren Eltern auch darin bestärkt.
Sie brachte sich selbst das Gitarre spielen bei und schrieb bald eigene Songs. Mit 15 Jahren veröffentlichte ihr erstes unabhängig produziertes Album Falling Out.
In den folgenden Jahren spielte Serena Ryder in Clubs und Bars und machte sich nach und nach einen Namen als vielversprechendes Talent. 2003 erhielt sie einen Vertrag bei dem Label Isadora und 2005 erschien das Album Unlikely Emergency. Die junge Musikerin erhielt gute Kritiken und ihr Song Just Another Day wurde zum kleinen Radio-Hit.
Das 2006 bei EMI erschienene Album If Your Memory Serves You Well ist eine Sammlung von bekannten kanadischen Songs von Musikern wie z.B. Leonard Cohen (Sisters Of Mercy), Galt MacDermot (Good Morning Starshine) oder Paul Anka (It Doesn't Matter Anymore).
2007 ging sie mit Aerosmith auf Tour und erhielt den kanadischen Juno Award als Nachwuchskünstlerin des Jahres.
2008 veröffentlichte Serena Ryder ihr bisher letztes Album Is It OK.
2011 nahm sie mit Melissa Etheridge den Song Broken Heart Sun auf.








                                            

                                                                                                




Montag, 28. Mai 2012

Sade Adu



Sade Adu ist eine nigerianisch-britische Soulsängerin. Sie wurde 1959 in Ibadan/Nigeria als Helen Folsade Adu geboren. Sie ist die Tochter eines Nigerianers und einer Britin. Nach der Trennung der Eltern kam sie mit vier Jahren zusammen mit ihrer Mutter und ihrem älteren Bruder nach Colchester. Sie studierte in London Modedesign und jobbte nebenbei als Model. Ab 1980 sang sie in mehreren Gruppen bevor sie zwei Jahre später mit dem Saxophonisten Stuart Matthewman ihre eigene nach ihr benannte Band gründete.
Zur Grundformation zählen auch Paul Spencer Denman (Bass) und Andrew Hale (Keyboard). Die vier Musiker nahmen eine Demoband auf, das von mehreren Plattenfirmen als zu jazzig abgelehnt wurde. Nur das Label Epic gab der Formation eine Chance.
1984 erschien das Debütalbum Diamond Life und wurde zum vollen Erfolg. Es verkaufte sich weltweit über sieben Millionen mal. Songs wie Smooth Operator und Your Love Is King wurde zu Welthits. Der Sound, irgendwo zwischen Bar-Jazz und Soul, konnte sich, entgegen allen Erwartungen, durchsetzen. Sade hatte Auftritte bei großen Festivals wie dem Montreux Jazz Festival oder Live Aid.
1985 wurde das Album Promise veröffentlicht. Es wurde ebenfalls zum Erfolg und Sade erhielt einen Grammy.
Die Pausen zwischen den Veröffentlichungen wurden immer größer. 1988 erschien Stronger Than Pride, 1992 Love Deluxe und 2000 Lovers Rock. Sade Adu zog sich immer wieder ins Privatleben zurück. Sie heiratete, wurde Mutter und ließ sich wieder scheiden. Nach einer Pause von zehn Jahren kehrte sie Anfang 2010 mit der Single Soldier of Love zurück, die besonders erfolgreich in Nordamerika war. Am 5. Februar 2010 wurde das gleichnamige Album veröffentlicht, das unter anderem in Italien, Frankreich, Spanien, Ungarn, Polen, Portugal, Schweden, Belgien, der Schweiz, Kanada, den USA und einigen weiteren Ländern auf Nummer 1 ging. Ende April 2011 startete Sade eine neue Welttournee.











                                                      
                                                                                

Montag, 14. Mai 2012

Sinead O'Connor



Sinead O'Connor ist eine irische Musikerin. Sie wurde 1966 in Glenageary geboren. Ihre Kindheit war schwierig; sie wurde von ihrer Mutter misshandelt, später von der Schule verwiesen, wegen Ladendiebstahls eingesperrt und schließlich ins Internat gesteckt. Dieses verließ sie mit 16 Jahren, um Gesang und Klavier zu studieren. Zu ihren musikalischen Vorbildern zählte sie Aretha Franklin und The Smiths. Sie arbeitete nebenbei als Kellnerin und sang in Kaffeehäusern.
1983 unterschrieb Sinead O'Connor in London einen Plattenvertrag bei Ensign Records. 1987 erschien ihr erstes Album The Lion and the Cobra. Die Single Mandinka schlug Wellen in der Independent-Szene, das Musikvideo mit einer glatzköpfigen Frau nicht weniger.
Der große Durchbruch gelang ihr 1990 mit ihrem zweiten Album I Do Not Want What I Haven't Got und der Single-Coverversion des Prince-Songs Nothing Compares 2 U. Das Lied schaffte es in Deutschland auf Platz 1 der Charts. Im selben Jahr lehnte sie es ab, in New Jersey aufzutreten, da vor ihrem Auftritt die amerikanische Nationalhymne gesungen werden sollte. Die Veranstalter verzichteten für diesen Abend auf die Nationalhymne, lehnten es aber später ab, je wieder mit ihr zu arbeiten. 1991 lehnte sie vier Grammy-Awards ab.
Weiterhin sorgte Sinead O'Connor mit ihren kontroversen Auftritten und Aussagen für die unterschiedlichsten Reaktionen, indem sie zum Beispiel mit der IRA sympathisierte und die klerikale katholische Kirche ablehnte. Bei einem Auftritt am 3. Oktober 1992 in einer Sendung von Saturday Night Live zerriss sie im amerikanischen Fernsehen vor laufenden Kameras ein Bild von Papst Johannes Paul II. Bei diesem Auftritt sang sie Bob Marleys Lied War, ersetzte jedoch das Wort 'racism' durch 'child abuse'. Sie protestierte damit gegen die Leugnung von Kindesmissbrauchsfällen in der katholischen Kirche. Dieser Auftritt brachte der Musikerin heftige Kritik, Beschimpfungen und Drohungen aus aller Welt. Enttäuscht kehrte sie dem Musikgeschäft vorerst den Rücken und begann in Dublin ein Studium der Oper. 1994 erschien Universal Mother, ein Album mit soften Balladen und leichten Hip Hop-Einflüssen, das nicht an alte Erfolge anknüpfen konnte.
2000 kehrte Sinéad nach sechs Jahren mit dem Album Faith And Courage ins Musikgeschehen zurück. Das 2002 veröffentlichtes Album Sean-Nós Nua enthält traditionelle Folksongs, darunter einige in irischer Sprache. Im April 2003 verkündete sie, dass sie sich aus dem Musikgeschäft zurück ziehen wolle. Sie habe das Leben im öffentlichen Interesse satt und wolle endlich "ein normales Leben führen", so die Musikerin. Lange allerdings hielt sie es nicht aus. Im Oktober 2005 veröffentlichte sie die CD Throw Down Your Arms mit Roots-Reggae-Musik, die sie zusammen mit den beiden Reggae-Größen Sly Dunbar und Robbie Shakespeare produziert hat. Die CD enthält unter anderem Coverversionen von Songs von Peter Tosh, Burning Spear und Bob Marley. 2007 veröffentlichte die Irin das Doppelalbum Theology, mit dem sie zu ihren musikalischen Wurzeln zurück kehrte. Die größtenteils selbst geschriebenen Songs beziehen sich auf das Alte Testament.
2011 geriet Sinead O'Connor in die Klatschspalten, weil sie sich nach nur 16 Tagen von ihrem vierten Ehemann scheiden ließ. Anfang 2012 verbreitete sich die Nachricht eines Selbstmordversuches und im April 2012 brach die Musikerin eine Tournee wegen psychischer Probleme ab. Es bleibt zu hoffen, dass Sinead O'Connor gesund wird und ihren Frieden findet.





                          
                                                            


                                                                                  

Freitag, 23. März 2012

Sarah Blasko



Sarah Blasko ist eine australische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1976 in Sydney geboren. Erst mit 19 Jahren nahm sie Gesangsunterricht und begann, Gitarre zu spielen. An der Universität erlangte sie einen Abschluss in englischer Literatur und Filmwissenschaften.
Ab 1998 sang Sarah Blasko zusammen mit ihrer Schwester Kate in der Band Acquiesce. Außerdem schrieb sie an den meisten Songs mit. Die Band erreichte nur lokale Aufmerksamkeit und trennte sich 2001 wieder.
Danach konzentrierte sich die Musikerin auf ihre Solo-Karriere. Mit Unterstützung ihres Managers veröffentlichte sie 2002 ihre erste EP Prelusive. Nachdem sie bei einer Plattenfirma unter Vertrag war, folgte das Album The Overture & The Underscore (2004). Das Werk erhielt gute Kritiken und verkaufte sich passabel. Sarah Blaskos Musikstil – akustische Musik und elektronische Elemente – wurde mit Fiona Apple verglichen.
Auch das folgende Album What The Sea Wants The Sea Will Have (2006) wurde ein Erfolg und konnte sich in den australischen Charts festsetzen.
Für da 2009 erschienene Album As Day Follows Night arbeitete Sarah Blasko mit dem schwedischen Produzenten Björn Yttling zusammen. Sie verzichtete hier auf elektrische Gitarren und Keyboards, um den Sound einfacher und geradliniger zu gestalten. Auch dieses Album reihte sich nahtlos in die Erfolgsgeschichte der Musikerin ein.
2011 nahm Sarah Blasko zusammen mit ihren Kolleginnen Holly Throsby und Sally Seltmann das Album Seeker Lover Keeper auf und ging als Teil der gleichnamigen Gruppe auf Tour. Im selben Jahr erschien die EP Cinema Songs, die neben vier weiteren Titeln ein wunderbares Cover des Olivia Newton-John Hits Xanadu enthält.