Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!
Leslie Clio ist eine deutsche
Musikerin. Sie wurde 1986 in Hamburg geboren. Zuhause wuchs sie mit
Soul, Swing und afrikanischer Musik auf. Sie hatte ein Jahr
Gesangsunterricht und brachte sich den Rest selbst mit Lektionen aus
dem Internet bei. Nach dem Abitur reiste sie erst einmal um die Welt
bevor sie 2010 nach Berlin ging, um ihre musikalischen Visionen zu
verwirklichen.
Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen,
jobbte Leslie Clio nachts als Kellnerin. In ihrer Freizeit arbeitete
sie an ihren Songs. Über eine Freundin lernte sie Nikolai Potthoff,
den Gitarristen der Indie-Rock-Band Tomte, kennen. Zusammen
produzierten sie die Single Told You So, die sich auch bald in den
Charts platzieren konnte. Die zweite Single Couldn't Care Less wurde
in dem Film Der Schlussmacher verwendet.
Das Debüt-Album Gladys erschien am 8.
Februar 2013. Es ist ein modernes Stück Pop-Musik mit deutlichen
Soul-Elementen.
Von der Kritik hochgelobt braucht sich
Leslie Clio nicht vor Vergleichen mit Adele, Amy Winehouse oder Duffy
zu scheuen.
Joss
Stone ist eine britische Soulsängerin und Schauspielerin. Sie wurde
1987 in Dover als Jocelyn Eve Stoker geboren. Ihre Jugendjahre
verbrachte sie in einem kleinen Dorf in der Grafschaft Devon. Schon
als Kind hörte sie US-amerikanischen Soul und R'n'B. Die erste
Platte, die sie sich kaufte, war Greatest Hits von Aretha Franklin.
Diese soll Joss Stone zu musikalischen Ambitionen animiert haben. Im
Alter von 14 nahm sie an dem Talentwettbewerb Star For A Night des
BBC teil, bei dem sie erstmals auf sich aufmerksam machen konnte.
Mit
16 flog sie mit ihren Eltern nach New York zu einem Vorsingen bei dem
Plattenfirmen-Boss Steve Greenberg. Dieser war von der jungen
Sängerin begeistert und bot ihr einen Vertrag an. 2003 erschien The
Soul Sessions, eine Sammlung von Neuinterpretationen von
Soulklassikern aus den 50er, 60er und 70er Jahren. Das Album
erreichte in mehreren Ländern die Charts und wurde zum
Achtungserfolg.
2004
folgte das Album Mind Body & Soul, bei dem Joss Stone fast alle
Titel mitgeschrieben hat. Das Album stieg auf Platz 1 der britischen
Charts ein. Joss Stone war damit die jüngste Künstlerin, der dies
gelungen ist.
2005/05
war Joss Stone vor allem als Model und Schauspielerin (Eragon) tätig.
2007 wurde Introducing...Joss Stone veröffentlicht. Das Album konnte
nahtlos an die vorhergehenden Erfolge anknüpfen. Im selben Jahr
erhielt die junge Sängerin erstmals einen Grammy.
Joss
Stones fünftes Studioalbum LP1
erschien 2011.Das Album wurde in Nashville zusammen mit David A.
Stewart, dem Mitbegründer der Eurythmics, innerhalb von sechs Tagen
produziert. Das Album erschien auf Joss Stones eigenem Label Stone’d
Records, das sie Anfang
2011 gegründet hatte,um nicht mehr von ihrem ursprünglichen
Plattenlabel EMI abhängig zu sein.
Das
aktuelle Album The Soul Sessions Vol. 2 (2012) enthält wieder
Coverversionen von alten, dieses Mal aber eher unbekannteren
Soulsongs.
Girl On
Fire, das inzwischen fünfte Studioalbum von Alicia Keys ist am 23.
November 2012 erschienen. Schon die neue Kurzhaarfrisur auf dem Cover
soll eine Stiländerung anzeigen. Nach der Hochzeit mit Rapper Swizz
Beatz und der Geburt ihres Sohnes ist Alicia spürbar um mehr
Kontrolle bemüht. Alle 13 Songs des Album sind von ihr ganz oder zum
Teil selbst geschrieben und produziert. Zur Unterstützung hat sie
sich so bekannte Künstler wie Bruno Mars, Emeli Sandé und Nicki
Minaj mit ins Boot geholt.
Herausgekommen
ist ein Soul-lastiges Werk mit bunten Elementen von Pop bis Elektro
und HipHop.
Höhepunkt
ist sicherlich die Single-Auskopplung Girl On Fire, eine Pop-Hymne,
die durch die Mitwirkung von Rapperin Nicki Minaj eine gehörige
Portion Farbigkeit bekommt. New Day überrascht mit afrikanisch
angehauchten Trommelrhythmen, When It's All Over ist eine moderne
Synthie-R'n'B-Nummer, auf der am Ende sogar Söhnchen Egypt eine paar
Worte brabbeln darf. Natürlich dürfen große Piano-Balladen wie
Brand New Me und besonders Not Even The King auf einem
Alicia-Keys-Album nicht fehlen.
Die
großartige Stimme der Künstlerin bleibt auch auf Girl On Fire
unantastbar. Ob das Album allerdings so viel neues und weltbewegendes
bringt, darf angezweifelt werden. Die Produktion gehört sicherlich
zu den besseren im Musik-Geschäft, doch hebt sie sich nicht wirklich
von den aktuellen Sounds von Rihanna oder Christina Aguilera ab.
Noch ein
Schritt weiter in wirkliche Eigenständigkeit hätte Alicia Keys
meiner Meinung nach gut getan.
Christina
Aguilera ist eine amerikanische Pop-Sängerin und Songwriterin. Sie
wurde 1980 in New York City geboren. Nach der Scheidung der Eltern
lebte sie zusammen mit ihrer Schwester und ihrer Mutter in
Pittsburgh. Schon von klein auf wollte sie Sängerin werden. Ihre
Vorbilder waren Größen wie Ella Fitzgerald, Billie Holiday, Etta
James, Judy Garland und Madonna.
1993
wurde sie neben Britney Spears Moderatorin der TV-Show
Mickey-Mouse-Club.
1998
wurde ihre erste Single Reflection, ein Titel für den
Zeichentrickfilm Mulan, ein Top-20-Hit in den USA. Der folgende Song
Genie in a Bottle
war der kommerzielle Durchbruch für Christina Aguilera, er erreichte
Platz eins der US-Single-Charts. Ihr Album Christina
Aguilera wurde in den USA
am 24. August 1999 veröffentlicht und allein dort mehr als acht
Millionen Mal verkauft. Außerdem erreichte es Nummer eins der
Billboard-Charts. Zwei weitere Singles, What
a Girl Wants und Come
On Over Baby (All I Want Is You),
erreichten Platz eins, eine vierte Single, I
Turn to You, Platz drei der
Single-Charts. Ein Grammy als Best New Artist 2000 war die logische
Folge aus dem großen Erfolg.
Im
selben Jahr folgte die Sängerin dem allgemeinen Latin-Trend und
veröffentlichte ihr erstes spanischsprachiges Album Mi
reflejo. Darauf befinden
sich spanische Versionen ihres Debüts und zusätzliche spanische
Lieder. Nach einem Monat folgte die Weihnachts-CD My
Kind of Christmas, von der
der Song The Christmas Song
veröffentlicht wurde, welcher Platz 16 der Single-Charts erreichte.
Trotz
des großen Erfolgs war Christina Aguilera mit der Musik und dem
Image unzufrieden, die ihr Management für sie bereithielten. Zu
dieser Zeit wurde sie als Teenie-Pop-Künstlerin vermarktet.
Öffentlich kündigte sie an, dass ihr nächstes Album sowohl
musikalisch als auch textlich mehr Tiefgang haben werde. In diesem
Zusammenhang trennte sie sich nach einem Rechtsstreit von ihrem
Manager.
2001
arbeitete Aguilera mit Mýa, Lil’ Kim und Pink zusammen und
veröffentlichte Lady
Marmalade, ein Cover des
Songs von Labelle. Dieser erreichte in vielen Ländern Platz eins und
gewann einen Grammy in der Kategorie Best
Pop Collaboration with Vocals.
Es ist der Titelsong des Films Moulin
Rouge.
2002
erschien das Album Stripped, bei dem die Musikerin erstmals als
Co-Autorin der Songs in Erscheinung trat. Äußerlich wandelte sich
ihr Image vom Pop-Teenie hin zur Sexbombe. Sie erregte vor allem in
den USA sehr viel Aufsehen mit freizügigen Videos und Nacktfotos in
verschiedenen Magazinen.
Stripped
wurde nicht ganz so erfolgreich wie das Debüt-Album, einzige
Ausnahme war die Single Beautiful, die zum Welt-Hit avancierte und
mit einem Grammy ausgezeichnet wurde.
2006
veröffentlichte Christina Aguilera ihr drittes Studioalbum mit dem
Titel Back to Basics.
Es beinhaltet die Single Ain’t
No Other Man, welche Platz
6 in den US-Single-Charts erreichte. Das Album ist von der Musik der
1920er, 1930er und 1940er Jahre beeinflusst. Es erreichte in 17
Nationen den ersten Platz der Charts.
2009
erfüllte sich ein langgehegter Traum der Künstlerin. Sie drehte
ihren ersten Film Burlesque
zusammen mit Cher, welcher 2011 veröffentlicht wurde.
Das 2010
erschienene Album Bionic blieb weit unter den Erwartungen zurück,
die Verkaufszahlen waren niedrig und eine Tour musste verschoben
werden.
Seit
2011 sitzt Christina Aguilera in der Jury der Casting-Show The Voice,
hat aber für das Jahr 2013 angekündigt, sich wieder vermehrt auf
ihre eigene Karriere zu konzentrieren.
Tanita
Tikaram ist eine britische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1969 in
Münster/Deutschland, wo ihr Vater im Dienst der britischen Armee
stationiert war, geboren. Tanitas Mutter stammte ursprünglich aus
Borneo/Malaysia und ihr Vater von den Fidschi-Inseln. Die Eltern
lernten sich in England kennen, bevor sie nach Deutschland
übersiedelten. Im Alter von zwölf Jahren kehrte Tanita mit ihren
Eltern nach England zurück und lebte dort in Basingstoke/Hampshire.
Als
Jugendliche begann sie, eigene Songs zu schreiben, beeinflusst von
der Musik von Joni Mitchell und John Lennon. Ihr Plan, in Manchester
zu studieren wurde von einem Zufall zunichte gemacht. Ein selbst
aufgenommenes Demo-Tape geriet in die Hände von Paul Charles, eines
Zeichens Agent und Manager. Er interessierte sich für die Stimme der
jungen Frau und sah sie bei einem Auftritt in einem Londoner Club.
Anschließend nahm er sie unter seine Fittiche und verhalf ihr zu
einem Plattenvertrag.
1988
wurde ihre erste Single Good Tradition auf Anhieb ein Top-10-Hit. Das
folgende Album Ancient Heart und vor allem die Single Twist In My
Sobriety gerieten zum Riesen-Erfolg. Der Song stürmte die Charts in
ganz Europa, das Album verkaufte sich weltweit mehr als vier
Millionen Mal. Mit gerade 19 Jahren war Tanita Tikaram über Nacht
ein Star.
Die
folgenden Alben The Sweet Keeper (1990) und Everybody's Angel konnten
den enormen Erfolg nicht mehr wiederholen, festigten aber den Ruf der
Musikerin als großartige Komponistin und Sängerin.
In den
nächsten Jahren wurden weitere Alben veröffentlicht, die allerdings
kaum mehr für Aufmerksamkeit sorgten.
Erst
jetzt, Ende August 2012, steht Tanita Tikaram mit ihrem achten Album
Can't Go Back wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Gereift, mit
tiefer, ausdrucksstarker Stimme präsentiert sie ihr neues Werk.
Aufgenommen in Los Angeles mit dem Produzenten Paul Bryan, ist Can't
Go Back ein äußerst abwechslungsreiches Album, dessen stilistische
Spannbreite von Pop über Soul und Blues bis hin zu Americana und
Country reicht. Die Single-Auskopplung Dust On My Shoes, eine Hymne
an die Freiheit, ist ein grandioser Song irgendwo zwischen Pop und
Soul. Ob Keep It Real, eine wunderbare Piano-Ballade, Science,
angenehm beschwingt oder das schwermütige If The World Should Want
For Love, das Album strotzt nur so vor großartigen Songs. Fazit: Ein
absolut gelungenes Comeback!
Es ist
höchste Zeit also, Tanita Tikaram nicht mehr auf den einen - wenn
auch tollen - Hit aus den 80-ern zu reduzieren.
Cassandra
Steen ist eine deutsche Pop-und R&B-Sängerin. Sie wurde 1980 in
Ostfildern-Ruit geboren.
Sie
wuchs bei ihren Großeltern auf einem US-Armeestützpunkt bei
Stuttgart auf. Als Kind war sie begeistert von Michael Jackson,
Whitney Houston und Mariah Carey und beschloss, selbst Sängerin zu
werden. Sie begann eine klassische Gesangsausbildung und kam in
Kontakt mit Musikern und Produzenten im Raum Stuttgart. Mit 17 Jahren
erlangte Cassandra erstmals öffentliche Aufmerksamkeit als
Duettpartnerin der Gruppe Freundeskreis.
Im Jahr
2000 wurde Produzent und Label-Chef Moses Pelham auf die junge
Sängerin aufmerksam und nahm sie unter Vertrag. Es entwickelte sich
eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Studio-Musiker Martin Haas und
Pelham. Das Trio nannte sich Glashaus und veröffentlichte drei
erfolgreiche Alben. Die Single Wenn das Liebe ist wurde zum großen
Hit.
2003
erschien Cassandra Steens Solo-Album Seele mit Herz. Hier zeigte
sich, dass die Sängerin auch
ohne die Hilfe von Moses und Martin Haas hochwertige Musik machen
kann. Sie avancierte zum gerne gehörten Feature-Gast. Sie arbeitete
mit Künstlern wie Sabrina Setlur, Xavier Naidoo und Adel Tawil von
Ich + Ich.
Erst
2009 meldete sich Cassandra Steen mit einer neuen Solo-Produktion
zurück. Mit der Single Darum Leben Wir vertrat sie im Februar
Baden-Württemberg beim "Bundesvision Songcontest" und
holte einen respektablen vierten Platz. Das gleichnamige Album stand
wenig später in den Regalen. Im Sommer 2009 platzierte sich die
gemeinsam mit Adel Tawil aufgenommene Single Stadt
bis auf Platz 2 der Deutschen Charts.
2011
veröffentlichte sie mit Mir
so nah ihr drittes
Soloalbum. Für die erste Single-Auskopplung Gebt
alles arbeitete sie erneut
mit Adel Tawil zusammen, am 5. August 2011 erschien dann die zweite
Single-Auskopplung Tanz.
Imany
ist eine franco-komorische Soulsängerin. Sie wurde 1979 in Martigues
als Nadia Mladjao geboren. Ihr Künstlername Imany stammt aus ihrer
Muttersprache Swahili und bedeutet Glaube. Sie wuchs in einem Vorort
von Paris auf. Als Kind schon träumte sie davon, Sängerin zu
werden. Doch ihre Schüchternheit hielt sie davon ab, entsprechende
Schritte zu unternehmen. Es reichte nur zum Schulchor.
Mit 19
ging sie nach New York und arbeitete in der Modebranche als Model.
Nach sieben Jahren hatte sie genug : "Ich
hatte keine Lust mehr, nur als wandelnder Kleiderbügel durchs Leben
zu gehen". Wieder in
Paris beschloss Imany,ihrer großen Leidenschaft, der Musik, eine
Chance zu geben. Sie verarbeitete die letzten Jahre mit dem Schreiben
von Songs. Mit Hilfe des senegalesischen Produzenten Malick N'Diaye,
der ihre soulige Stimme im Sommer 2008 entdeckte, ging es fortan auf
Tour durch die unzähligen Clubs der Seine-Metropole, um sich als
Sängerin einen Namen zu machen.
Nach der
EP Acoustic Sessions (2010) erschien ihr Debütalbum The Shape Of A
Broken Heart 2011 in Frankreich und im Juni 2012 endlich auch in
Deutschland. Langsam aber beharrlich erarbeitet sich Imany ihre
Zuhörer. Ihre Musik ist eine Mischung aus Folk und Soul mit kleinen
afrikanischen Schnipseln. Die Texte handeln von Liebe, vom Weggehen
und der Suche nach Identität. Mit ihrer Stimme, die ein wenig an Tracy Chapman erinnert, zieht Imany die Hörer in ihren Bann.
Mich hat
sie auf der Stelle erobert. Schöne, einfache Musik und diese Stimme,
die mir durch und durch geht – ein absolut beachtenswertes Debüt!
Sade Adu
ist eine nigerianisch-britische Soulsängerin. Sie wurde 1959 in
Ibadan/Nigeria als Helen Folsade Adu geboren. Sie ist die Tochter
eines Nigerianers und einer Britin. Nach der Trennung der Eltern kam
sie mit vier Jahren zusammen mit ihrer Mutter und ihrem älteren
Bruder nach Colchester. Sie studierte in London Modedesign und jobbte
nebenbei als Model. Ab 1980 sang sie in mehreren Gruppen bevor sie
zwei Jahre später mit dem Saxophonisten Stuart Matthewman ihre
eigene nach ihr benannte Band gründete.
Zur
Grundformation zählen auch Paul Spencer Denman (Bass) und Andrew
Hale (Keyboard). Die vier Musiker nahmen eine Demoband auf, das von
mehreren Plattenfirmen als zu jazzig abgelehnt wurde. Nur das Label
Epic gab der Formation eine Chance.
1984
erschien das Debütalbum Diamond Life und wurde zum vollen Erfolg. Es
verkaufte sich weltweit über sieben Millionen mal. Songs wie Smooth
Operator und Your Love Is King wurde zu Welthits. Der Sound, irgendwo
zwischen Bar-Jazz und Soul, konnte sich, entgegen allen Erwartungen,
durchsetzen. Sade hatte Auftritte bei großen Festivals wie dem
Montreux Jazz Festival oder Live Aid.
1985
wurde das Album Promise veröffentlicht. Es wurde ebenfalls zum
Erfolg und Sade erhielt einen Grammy.
Die
Pausen zwischen den Veröffentlichungen wurden immer größer. 1988
erschien Stronger Than Pride, 1992 Love Deluxe und 2000 Lovers Rock.
Sade Adu zog sich immer wieder ins Privatleben zurück. Sie
heiratete, wurde Mutter und ließ sich wieder scheiden. Nach einer
Pause von zehn Jahren kehrte sie Anfang 2010 mit der Single Soldier
of Love zurück, die besonders erfolgreich in Nordamerika war. Am
5. Februar 2010 wurde das gleichnamige Album veröffentlicht, das
unter anderem in Italien, Frankreich, Spanien, Ungarn, Polen,
Portugal, Schweden, Belgien, der Schweiz, Kanada, den USA und einigen
weiteren Ländern auf Nummer 1 ging. Ende April 2011 startete Sade
eine neue Welttournee.
Emeli
Sandé ist eine schottische Soul- und R&B-Sängerin und
Songwriterin. Sie wurde 1988 in Aberdeen als Adele Emeli Sandé
geboren. Ihren Vornamen Adele ließ sie im Hinblick auf ihre
gleichnamige Kollegin weg, um Verwechslungen zu vermeiden.
Emeli
ist die Tochter eines sambischen Vaters und einer englischen Mutter.
Als Kind lernte sie Klarinette und Klavier. Schon mit elf Jahren
schrieb sie ihren ersten Song. Ihr Medizinstudium in Glasgow
unterbrach sie nach vier Jahren, um sich ganz auf die Musik zu
konzentrieren.
Emeli
Sandé erhielt einen Plattenvertrag von EMI und sang zusammen mit dem
Rapper Chipmunk. Die Single Diamond Rings, die Emeli auch selbst
geschrieben hatte, wurde zum Top-10-Hit in Großbritannien. 2010
hatte sie zusammen mit Wiley einen weiteren Top-10-Hit (Never Be Your
Woman). Die junge Künstlerin schrieb auch Songs für verschiedene
andere Interpreten wie z.B. Professor Greene, Susan Boyle, Leona
Lewis oder Cheryl Cole. Nach den ersten Erfolgen als Co-Sängerin,
begann Emeli Sandé an eigenen Songs zu arbeiten.
Im
Februar 2012 veröffentlichte sie ihr Debütalbum Our
Version of Events. Es stieg
auf Platz 1 der englischen Charts ein und brachte mit Next
to Me einen weiteren großen
Singlehit. Mittlerweile hat das von der britischen Presse hoch
gelobte Erstlingswerk der Schottin für über 300.000 verkaufte
Exemplare Platinerreicht. So hieß es im
Independent, „dies ist eines der Debüts, das klingt wie von einem
gestandenen Star, der seinen Zenit erreicht hat“, und der Telegraph
war ebenfalls hingerissen von der „ungemein beeindruckenden
Vorstellung eines so dynamischen wie fesselnden Talents“.
Bei den
BRIT-Awards wurde Emeli Sandé mit dem prestigeträchtigen Critic’s
Choice Award als
vielversprechendste Künstlerin des Jahres ausgezeichnet und hat sich
damit in kürzester Zeit zu einer der erfolgreichsten Newcomerinnen
des Jahres entwickelt.
Die
Club-Tournee in Großbritannien ist restlos ausverkauft und im Sommer
spielt Emeli in den USA als Support für Coldplay. Hut ab!
India.Arie ist eine amerikanische Musikerin. Sie wurde 1975 in Denver/Colorado als India Arie Simpson geboren. Ihr Vorname, India, nimmt Bezug auf die Nähe ihres Geburtstages, dem 3. Oktober, zu jenem Mahatma Gandhis, den 2. Oktober. Arie ist hergeleitet vom hebräischen Wort für Löwe. Ihre Eltern förderten schon früh das musikalische Talent ihrer Tochter. Sie erhielt Unterricht an Saxophon, Klarinette, Flügelhorn und Trompete. Auch der Gesang rückte immer mehr in den Mittelpunkt. "Als ich dann schließlich anfing zu singen, wurde meine Mutter zu meinem Mentor. Meine Mutter wuchs in Detroit auf, als Motown gerade neu war. Sie lehrte mich alles übers Singen und übers Songwriting. Meine ganze Familie unterstützte mich." Später kam die Gitarre als wichtigstes Instrument dazu. Nach der High School besuchte sie das Savannah College of Art and Design, wo sie die Fächer Musik und Schmuck-Design belegte. Vor Abschluss des College brach sie die Ausbildung ab, um sich ganz der Musik zu widmen.
India.Arie konnte sich einen Namen in der Musikszene Atlantas machen und hatte erste größere Auftritte beim Lilith Fair-Festival 1999. Im selben Jahr erhielt sie schließlich einen Vertrag bei Motown. Mit Beginn ihrer professionellen Karriere änderte sie die Schreibweise ihres Namens in India.Arie. Der Punkt soll, wie sie sagt, den Namen einprägsamer machen.
2001 erschien ihr Debüt-Album Acoustic Soul, das auf Anhieb zum Hit wurde. Doppel-Platin und sieben Grammy-Nominierungen waren Belege für den unerwarteten Erfolg. Die Musik, eine Mischung aus Soul und Blues mit Elementen aus dem Hip-Hop, befindet sich in der neuen Tadition des Nu Soul, ein Genre, das durch Musikerinnen wie Alicia Keys und Erykah Badu bekannt wurde.
Der Nachfolger Voyage To India (2002) stieg auf Platz 6 der Billboard-Charts ein und in den R'n'B-Charts erreichte das Werk die Spitzenposition. India.Arie erhielt einen Grammy für das beste R'n'B-Album, die Single Little Things trug ihr einen weiteren Grammy für die beste Urban/Alternative-Performance ein.
2006 erschien das Konzeptalbum Testimony: Vol. 1, Life & Relationship. Wie der Name schon sagt, beschäftigte sich India.Arie hier vor allem mit Gefühlen und privaten Erfahrungen. Der zweite Teil des Projekts Testimony wurde 2009 veröffentlicht. Auf Testimony: Vol. 2, Love & Politics setzte sich die Musikerin auch mit politischen Themen wie Rassismus, Aids oder Hunger in Afrika auseinander. Wichtig war für sie vor allem, einen eigenen Standpunkt zu finden, ohne ständig den Erwartungen der Medien genügen zu müssen.
Mary J.(Jane) Blige ist eine amerikanische R&B-Sängerin und Songwriterin. Sie wurde 1971 in New York City geboren. Nach der Scheidung der Eltern lebte sie mit ihrer Schwester bei ihrer Mutter. Den eigenen sexuellen Missbrauch im Alter von fünf Jahren versuchte sie, später immer wieder in ihren Songs zu verarbeiten. Mit sieben war Mary schon Leadsängerin in ihrem Kirchenchor und nahm an Gesangswettbewerben teil. Mit 16 brach sie die Schule ab, kam mit Drogen in Kontakt und war in der Gefahr abzurutschen. Die Musik gab ihr den Halt, den sie brauchte, um diesem Leben zu entkommen.
Ein Demoband kam durch Zufall in die richtigen Hände. Der Rapper Sean Combs, bekannt als Puff Daddy, hörte das Band und verschafft Mary J. Blige 1990 einen Vertrag bei dem Hip-Hop-Label Uptown Records. 1992 erschien das Debüt-Album What's The 411? Dank zweier Nummer-eins-Hits in den amerikanischen R&B-Charts entwickelte sich die Platte innerhalb eines halben Jahres mit mehr als drei Millionen verkauften Exemplaren zu einem überragenden Erfolg.
Im Dezember 1994 erschien Mary J. Bliges zweites Album My Life, das erneut Puff Daddy produzierte, der damals auch ihr Manager war. Trotz vierer weniger erfolgreicher Singles wurde das Album mit weiteren drei Millionen verkauften Alben zu einem erneuten Erfolg für Uptown Records. Bei den Aufnahmen zu My Life hatte die Musikerin mit ihrer Drogen- und Alkoholsucht zu kämpfen. Sie arbeitete dennoch weiter und stand erst viel später zu ihren Problemen.
1997 erschien Share My World, das erste Album ohne Puff Daddy. Der Erfolg blieb trotzdem. Das Album brachte vier Single-Hits hervor und erreichte den Platz eins der amerikanischen Charts. Ihren Frieden fand Mary J. Blige erst mit dem 1999 veröffentlichten Album Mary. "Die Arbeit an der Platte war unbeschreiblich. Überall war Liebe. Normalerweise sehe ich das nicht. Es gab keine Probleme, keinen Blödsinn im Studio. Es war, wie nach Hause kommen." Bei den Aufnahmen arbeiteten u.a. Marys großes Idol Aretha Franklin, Elton John, Lauryn Hill und Eric Clapton mit. Mary J. Blige hat die Entwicklung zur großen Diva und, wie sie selber sagt, zum ehrlichen Menschen vollzogen. "Ich habe gelernt, dass wir für alles die Verantwortung übernehmen müssen. Deshalb liegt mein Fokus jetzt auf Frieden, Wahrheit, Vertrauen und Liebe." Im Spätsommer 2001 erschien ihr fünftes Studioalbum No More Drama. Die von Dr. Dre produzierte, vorab veröffentlichte Singleauskopplung Family Affair entwickelte sich zu Mary J. Bliges erstem internationalen Nummer-Eins-Hit. Im deutschsprachigen Raum erreichte sie damit erstmals die Top Ten der Singlecharts.
Nach dem weniger erfolgreichen Love & Life (2003) erschien 2005 das siebtes Album The Breakthrough. Die Platte verkaufte sich allein in den Vereinigten Staaten in nur einer Woche über 730.000 Mal und gilt seitdem als das am schnellsten verkaufte Album einer afroamerikanischen Sängerin. Die Auskopplungen Be Without You und One, ein Duett mit U2, entwickelten sich zu Mary J. Bliges größten Charterfolgen seit 2001.
Die nächsten Alben Growing Pains (2007) und Stronger With Each Tear (2009) sind gleichermaßen erfolgreich und tragen mit dem typischen Mix aus Soulballaden und R&B-Hymnen zur großen Erfolgsgeschichte der Künstlerin bei. In ihrer Karriere verkaufte Mary J. Blige bisher über 40 Millionen Alben und erhielt neun Grammys.
Im November 2011 erschien das aktuelle Album My Life II...The Journey Continues.
Asa ist eine französisch-nigerianische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1982 als Bukola Elemide in Paris geboren. Die ersten beiden Jahre ihres Lebens verbrachte sie in Paris. Mit ihren Eltern zog sie dann nach Lagos, in deren Heimat Nigeria. Zu Hause begann sie zu singen, inspiriert von der Plattensammlung ihres Vaters mit Soul- und Reggaeklassikern und nigerianischer Popmusik: Marvin Gaye, Fela Kuti, Bob Marley, Aretha Franklin waren ihre Einflüsse, dann auf der High School auch Erika Badu, Lauryn Hill oder Angelique Kidjo.
Asa begann eigene Songs zu komponieren und sang sie mit ihrer tiefen Stimme, aber um mit ihrer Mixtur aus Pop, Soul, Reggae und engagierten autobiographischen Texten Erfolg zu haben, musste sie erst wieder nach Paris zurückkehren. Dort fand sie Anerkennung in der Afro-Szene, aber auch in der französischen Popwelt. Asas erstes Album Asa erschien im Herbst 2007. Die Kritik war vom Akustik-Soul der Musikerin begeistert und die Singleauskopplung Fire On The Mountain wurde zum kleinen Hit. Asa tourte ausgiebig und trat im Vorprogramm von Snoop Dog und Beyoncé Knowles auf.
Ihr zweites Album Beautiful Imperfection erschien 2010 und perfektioniert ihre ganz spezielle Musikmischung noch einmal. Karibische und afrikanische Elemente treffen auf Funk, Pop und Reggae. Im Mittelpunkt steht aber immer Asas Stimme, die warm und voluminös die Emotionen der Songs transportiert.
Alicia Keys ist eine amerikanische Soul- und R&B-Sängerin. Sie wurde 1981 als Alicia Augello-Cook in Manhattan/New York geboren. Die Tochter eines Flugbegleiters und einer Musicalsängerin wuchs nach der Trennung der Eltern bei ihrer Mutter auf. Sie erhielt ab dem fünften Lebensjahr Ballett- und Klavierunterricht, wobei sie sich dabei auf klassische Musik konzentrierte. In der Professional Performing Arts School lernte sie außerdem das Singen und mit 14 begann sie, ihre eigenen Songs zu schreiben.
Mit 16 entschied sich Alicia Keys gegen ein Studium und unterschrieb stattdessen einen Plattenvertrag bei Columbia Records. Nach zwei Jahren Stagnation meldete sich die Künstlerin bei Clive Davis, dem Gründer von Arista Records und Entdecker von Aerosmith, Bruce Springsteen, Whitney Houston und vielen anderen. Dieser war von der jungen Frau sofort begeistert und kaufte sie aus ihrem Vertrag heraus. Bei seinem neuen Label JRecords veröffentlichte Alicia Keys schließlich 2001 ihr Debüt-Album Songs In A Minor. Das Album, eine Mischung aus klassischen Motown-Elementen und zeitgemäßer R&B-Produktionen, schlug ein wie eine Bombe. Es verkaufte sich knapp 300000 Mal in der ersten Woche. Selbst der alte Hase Clive Davis war fassungslos. „Wir kamen mit der Produktion nicht mehr nach. So etwas habe ich in meiner 40-jährigen Karriere noch nicht gesehen.“ Alleine in den USA wurde Songs in A Minor sechs mal mit Platin für 6,2 Millionen abgesetzte Exemplare ausgezeichnet. Weltweit verkaufte sich das Album über zwölf Millionen Mal. Das Album, der weltweite Nummer-eins-Hit Fallin' und drei weitere erfolgreiche Singleauskopplungen machten Alicia Keys zur erfolgreichsten R&B-Sängerin des Jahres 2001. Bei der Grammy-Verleihung 2002 erhielt sie fünf Grammys, darunter in den Kategorien Bester Newcomer, Bestes R&B Album und Song des Jahres.
Ende 2003 erschien mit The Diary of Alicia Keys das zweite Album der Sängerin. Sie entwickelte sich mit mehr als acht Millionen verkauften Exemplaren zu einem weiteren Erfolg für Alicia Keys, die im Folgejahr vier weitere Grammys erhielt. Ende des Jahres 2004 veröffentlichte die Künstlerin ihr erstes Buch Tears for Water, ein Songbook mit Gedichten und Liedtexten. Gleichzeitig gelang ihr mit dem Sänger Usher und dem gemeinsamen Duett My Boo ein weiterer Nummer-eins-Hit in den Charts. Alicia Keys interessiert sich neben der Musik auch für die Schauspielerei. Nach verschiedenen Gastauftritten in Fernsehserien war sie auch in Nebenrollen in den Filmen Smokin' Aces und The Nanny Diaries zu sehen.
2007 erschien das dritte Album As I Am, das wiederum gute Verkaufszahlen erreichte. Noch einmal zwei Grammys waren der Lohn für Alicia Keys, die 2008 zusammen mit White-Stripes-Frontmann Jack White den Titelsong zum 22. James-Bond-Film Ein Quantum Trost aufnahm.
Das vierte Studioalbum The Element Of Freedom wurde 2009 veröffentlicht und war nicht mehr so erfolgreich wie die Vorgänger. Hier erlaubte sich Alicia Keys die Freiheit, musikalisch ein wenig zu experimentieren. Trotzdem wurde das Album zu ihrem ersten Nummer-1-Hit in Großbritannien. Auch in Deutschland gab es Gold dafür. Alicia Keys ist für die Organisation Keep a Child Alive, die hauptsächlich Familien in Afrika und Asien hilft, als Botschafterin aktiv. Sie ist seit 2010 mit dem Produzenten und Rapper Kasseem Dean verheiratet. Im selben Jahr wurde ihr Sohn in New York geboren.
Der Platz 1 gehört in meiner Liste ohne jeden Zweifel Adele mit ihrem zweiten Album 21. Das erfolgreichste Album des Jahres ist sicherlich auch das beste. Gleich zu Beginn der wohl beste Song des Jahres Rolling In The Deep. Ich habe selten so viel Abwechslung in einer Vier-Minuten-Nummer gehört. Genial!
Aber auch die anderen Titel können sich hören lassen. Vom rhythmusorientierten Rumour Has It über Midtempo-Nummern wie Set Fire To The Rain und Don't You Remember, ob Gospelklänge in Take It All oder Balladen wie Turning Tables, One And Only und Someone Like You, alle Songs sind in sich stimmig und absolut hörenswert.
Es gibt auf 21 keinen einzigen Ausrutscher. Das Album ist komplex, kurzweilig und für eine Mainstream-Produktion mit erstaunlicher Tiefe ausgestattet. Hier werden Singer/Songwriter-Elemente mit Soul, Rock und Pop zu einer eingängigen und doch frischen und lebendigen Mischung verquirlt.
Dominiert wird das Ganze von Adeles außergewöhnlicher Stimme. Sie röhrt und krächzt im einen Moment, um gleich anschließend wieder butterweich und soulig zu klingen. Einfach unvergleichlich. Mein Favorit ist die wunderschöne, nur zum Klavier gesungene Ballade Someone Like You. Hier wird die überragende stimmliche Qualität der Engländerin besonders deutlich.
Adele ist mit 21 ein Meisterwerk gelungen, das man ohne zu übertreiben schon jetzt als Klassiker bezeichnen kann.
Ich wünsche allen Lesern einen Guten Rutsch und ein Frohes Neues Jahr!
Der Platz 4 meiner persönlichen Favoriten 2011 gehört Beth Hart und Joe Bonamassa mit ihrem Album Don't Explain. Die beiden kennen sich schon länger und haben mehrfach zusammen gearbeitet. Die Idee zu einem gemeinsamen Album hatte der Blues-Gitarrist Joe Bonamassa. Beth Hart zögerte keine Sekunde mit ihrer Zusage – ein Glück. Die beiden Musiker veredeln auf Don't Explain klassische Soul-Songs von u.a. Billie Holiday, Aretha Franklin, Bill Withers, Ray Charles und Etta James.
Ein reines Cover-Album ist immer ein Risiko. Es besteht die Gefahr, hervorragenden Stücken nicht gerecht zu werden. Hier ist das Experiment gelungen. Beth Hart interpretiert die Songs mit ihrer einzigartigen Stimme und macht sie so zu ihren eigenen. Sie zetert den Blues, haucht den Soul und überzeugt auch bei jazzigen Elementen als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Joe Bonamassas virtuoses Gitarrenspiel hält sich angenehm im Hintergrund und überlässt seiner Kollegin die Bühne.
Ich selbst bin nicht wirklich ein großer Soul-Anhänger, aber dieses Album hat es in sich. Dieser Soul-Blues-Jazz-Rock-Sound ist einfach großartig. Mein Hörtipp ist I'd Rather Go Blind. Beths Stimme ist absolut umwerfend und intensiv, dazu das Gitarrenspiel von Joe Bonamassa – zusammen schlicht genial!
Florence Welch ist eine englische Musikerin. Sie wurde 1987 in London geboren. Bereits in frühen Kindertagen sang sie im Kreis der Familie bei Hochzeiten und Beerdigungen. Mit elf Jahren erhielt Florence Gesangsstunden und sang italienische Arien und Soul-Songs von Dusty Springfield. Außerdem mochte sie die Musik von den White Stripes und Kate Bush. Zu dieser bunten Mischung sagt die Künstlerin selbst: "Es war eine eigenartige Mischung und ich denke, von ihr habe ich meine große Bandbreite".
Nach einer Teenager-zeit ganz im Punk-Stil, begann Florence Welch ein Kunststudium am Londoner College Of Art. Ihre spätere Vorliebe für verrückte Outfits und theatralische Bühnenshows dürften dort ihren Ursprung haben. In einenm Londoner Club lernte sie Mairead Nash, eine Hälfte des DJ-Duos Queens Of Noize, kennen. Diese war von Florence begeistert und wurde ihre Managerin. Die junge Musikerin brach ihr Studium ab und arbeitete an ihrem Debütalbum. Als Begleitband wirken verschiedene Musiker in wechselnder Besetzung mit. Florence And The Machine bedeutet also ganz viel Florence Welch und keine Band im eigentlichen Sinne.
Noch bevor der Erstling Lungs im Juli 2009 erschien, sorgten die zuvor veröffentlichten Singles Kiss With A Fist und Dog Days Are Over für Furore. Die Kritiker waren begeistert und Florence Welch eroberte ihr Publikum in umjubelten Live-Shows. Ihr Musikstil ist eine Mischung aus Soul, Folk und Punk oder wie Florence selbst sagt: „Die Musik, die Lilly Allen oder Kate Bush machen würden, wären sie, eingesperrt in einen Käfig voller Schlangen, im Keller eines Beerdigungsinstituts in Louisiana aufgewachsen."
Das Album erreichte Platz zwei der Charts in Großbritannien und gehörte zu den meistverkauften Alben des Jahres. Die Formation erhielt den BRIT Award und wurde für einen Grammy nominiert.
Im Oktober 2011 erschien das zweite Album Ceremonials, das ebenfalls ein Hit zu werden scheint. Florence Welch kann also zufrieden sein mit ihrem Leben im Moment. "Ich habe meinen idealen Job", erzählt sie. "Mir gefällt das Singen, mir gefällt das Tanzen, mir gefällt es, Trommeln zu schlagen und mich verrückt anzuziehen, und jemand bezahlt mich dafür - es ist unglaublich." So ist es.
Adele ist eine britische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1988 als Adele Laurie Blue Adkins in Tottenham im Norden Londons geboren. Mit fünf Jahren begann sie zu singen und interessierte sich vor allem für Stimmen. Ihre Vorbilder waren die Spice Girls, Destiny's Child und Mary J. Blige. Ein entscheidender Moment in ihrem Leben war ein Konzert von Pink. „Ich hatte noch nie vorher jemanden so singen gehört. Ich fühlte mich wie in einem Windtunnel, ihre Stimme traf mich einfach.“
Adele besuchte die BRIT School for Performing Arts und tourte mit verschiedenen Musikern durch Großbritannien. Durch die Website MySpace erreichte sie große Popularität und schließlich auch einen Plattenvertrag.
2008 erschien Adeles Debütalbum 19 und schlug ein wie eine Bombe. In Großbritannien und auch in vielen anderen europäischen Ländern gelangte das Album und die Single Chasing Pavements in die Spitze der Charts. Ihre eigenwillige Mischung aus Pop, Soul und Jazz, vorgetragen mit dieser unverwechselbaren Stimme, erreichte ein breites Publikum. Mit etwas Verspätung gelang auch in den USA der Durchbruch, was für britische Künstler nicht selbstverständlich ist. 2009 erhielt Adele zwei Grammys als beste Newcomerin und als beste Sängerin.
2011 erschien das zweite Album 21 (produziert von Starproduzent Rick Rubin) und wurde noch erfolgreicher als sein Vorgänger. Die Single Rolling in the Deep führte wochenlang beinahe weltweit die Charts an. Adele ist die einzige lebende Künstlerin, der es gelang gleichzeitig zwei Singles und zwei Alben in die Top Five der UK Charts zu platzieren.
2011 kommt man um Adele einfach nicht herum. Irgendeiner ihrer Songs läuft immer im Radio und bei Preisverleihungen sitzt sie in der ersten Reihe. Ich mag ihre Stimme, die so unverkennbar ist und auch ihr Selbstverständnis als Künstlerin. „Ich entscheide jedes Detail, das meine Karriere betrifft selbst und lasse mir von niemandem vorschreiben, was ich anziehen soll oder wie viel ich essen darf.“ Gut so!
Christina Lux ist eine deutsche Sängerin und Gitarristin. Sie wurde 1965 in Karlsruhe geboren. Durch ihren Vater, der Klavier und Gitarre spielt, kommt sie mit der Welt der Musik in Berührung. Mit 12 Jahren bringt sie sich selbst das Gitarre spielen bei. Mit 18 Jahren bricht Christina Lux die Schule ab und versucht sich als Vollzeit-Musikerin. Sie singt bei lokalen Rockbands und später in verschiedenen Jazz-Formationen.
1989 tourt sie mit der Jule Neigel Band als Background-Sängerin und arbeitet im folgenden mit Pe Werner und Purple Schulz.
1994 wird sie Mitglied der A Capella Gruppe Vocaleros, für die sie auch eigene Songs schreibt. Nach zwei Alben verlässt sie die Gruppe, um sich auf eine Solo-Karriere zu konzentrieren.
1999 schafft sie als Special Guest bei einer Tour von Fury in the Slaughterhouse den Durchbruch und es erscheint das erste eigene Album Little Luxuries.
Christina Lux tritt im Vorprogramm von Paul Young und Status Quo auf und spielt auf dem Montreux Jazz Festival. Ihre Auftritte, oft Solo oder in kleiner Besetzung zeichnen sich durch einen eigenständigen Mix aus Funk, Folk, Soul, Pop und Jazz aus. Ihre Texte schreibt sie meist in englischer Sprache.
Ich liebe ihr Album Lux Pure & Live (2007). Ruhige, entspannte Musik und dazu diese herausragende Stimme, einfach schön. Die Musik von Christina Lux ist mit Sicherheit kein Mainstream. Man muss schon hinhören und sich Zeit nehmen, aber es lohnt sich!
Norah Jones ist eine amerikanische Jazz-Sängerin, Pianistin und Songwriterin. Sie wurde 1979 in New York als Geethali Norah Jones Shankar geboren und ist die Tochter des indischen Sitar Spielers Ravi Shankar.
Nach der Scheidung der Eltern 1986 wuchs Norah bei ihrer Mutter in Texas auf. Mit fünf sang sie im Kirchenchor und zwei Jahre später lernte sie Klavier spielen und später Altsaxophon. Mit 15 besuchte sie die High School für Performing and Visual Arts in Dallas.
Mit 16 änderte sie mit der Erlaubnis ihrer Eltern ihren Namen offiziell in Norah Jones. 1997 ging sie an die University Of North Texas und studierte Jazzpiano. 1999 ging Norah Jones nach New York und gründete ihre eigene Band. 2001 erhielt sie einen Vertrag bei dem renommierten Label Blue Note Records.
Das 2003 veröffentlichte Debütalbum Come Away With Me wurde zu einem ungeahnten Erfolg. Es erhält acht Grammys und verkaufte sich nach Platinauszeichnungen in 40 Ländern insgesamt 20 Millionen mal. Norah Jones selbst, die dachte, das Album würde sich nur in Jazz-Kreisen verkaufen, war am meisten überrascht über diesen ungeheuren Erfolg. Der ruhige Akustik-Pop mit Soul- und Jazz-Anklängen hatte die halbe Welt verzaubert.
2004 erschien das zweite Album Feels Like Home, das deutlich von Country-Musik beeinflusst wurde. Die Erfolgsgeschichte ging weiter. Zwei Grammys und 4 Millionen verkaufte Exemplare allein in den USA waren der Beweis.
2007 nahm Norah Jones ihr drittes Album Not Too Late in ihrem eigenen Studio auf. Zum ersten Mal war jeder Song ganz oder teilweise von ihr selbst geschrieben. Durch ihren frühen Erfolg finanziell unabhängig konnte sich die Musikerin ohne Zeitdruck ganz ihren Vorstellungen widmen. Im selben Jahr spielte Norah Jones die Hauptrolle in dem Film My Blueberry Nights.
Es folgten die Alben The Fall (2009) und ...Featuring (2010), eine Zusammenstellung aller Duette mit verschiedensten Künstlern, u.a. Ray Charles, Herbie Hancock, Foo Fighters und Ryan Adams. Norah dazu: „Einige Künstler auf diesem Album gehören zu denjenigen, die ich schon als Kind verehrt habe, während andere wesentlich jünger sind, also eher zu meinen Altersgenossen zählen. Auch wenn die Musiker höchst unterschiedlich sind, zeigte sich bei der Zusammenstellung des Albums, dass den Songs ein gemeinsames Gefühl zu Eigen ist.“
Mir gefiel die Musik von Norah Jones von Anfang an. Auch finde ich ihre Entwicklung und ihren Mut, sich auch völlig anderen musikalischen Genres zu öffnen, absolut beeindruckend.