Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!





Posts mit dem Label Soul werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Soul werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 26. Februar 2013

Newcomerinnen: Leslie Clio




Leslie Clio ist eine deutsche Musikerin. Sie wurde 1986 in Hamburg geboren. Zuhause wuchs sie mit Soul, Swing und afrikanischer Musik auf. Sie hatte ein Jahr Gesangsunterricht und brachte sich den Rest selbst mit Lektionen aus dem Internet bei. Nach dem Abitur reiste sie erst einmal um die Welt bevor sie 2010 nach Berlin ging, um ihre musikalischen Visionen zu verwirklichen.
Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, jobbte Leslie Clio nachts als Kellnerin. In ihrer Freizeit arbeitete sie an ihren Songs. Über eine Freundin lernte sie Nikolai Potthoff, den Gitarristen der Indie-Rock-Band Tomte, kennen. Zusammen produzierten sie die Single Told You So, die sich auch bald in den Charts platzieren konnte. Die zweite Single Couldn't Care Less wurde in dem Film Der Schlussmacher verwendet.
Das Debüt-Album Gladys erschien am 8. Februar 2013. Es ist ein modernes Stück Pop-Musik mit deutlichen Soul-Elementen.
Von der Kritik hochgelobt braucht sich Leslie Clio nicht vor Vergleichen mit Adele, Amy Winehouse oder Duffy zu scheuen. 









                                    

                                

Montag, 10. Dezember 2012

Joss Stone



Joss Stone ist eine britische Soulsängerin und Schauspielerin. Sie wurde 1987 in Dover als Jocelyn Eve Stoker geboren. Ihre Jugendjahre verbrachte sie in einem kleinen Dorf in der Grafschaft Devon. Schon als Kind hörte sie US-amerikanischen Soul und R'n'B. Die erste Platte, die sie sich kaufte, war Greatest Hits von Aretha Franklin. Diese soll Joss Stone zu musikalischen Ambitionen animiert haben. Im Alter von 14 nahm sie an dem Talentwettbewerb Star For A Night des BBC teil, bei dem sie erstmals auf sich aufmerksam machen konnte.
Mit 16 flog sie mit ihren Eltern nach New York zu einem Vorsingen bei dem Plattenfirmen-Boss Steve Greenberg. Dieser war von der jungen Sängerin begeistert und bot ihr einen Vertrag an. 2003 erschien The Soul Sessions, eine Sammlung von Neuinterpretationen von Soulklassikern aus den 50er, 60er und 70er Jahren. Das Album erreichte in mehreren Ländern die Charts und wurde zum Achtungserfolg.
2004 folgte das Album Mind Body & Soul, bei dem Joss Stone fast alle Titel mitgeschrieben hat. Das Album stieg auf Platz 1 der britischen Charts ein. Joss Stone war damit die jüngste Künstlerin, der dies gelungen ist.
2005/05 war Joss Stone vor allem als Model und Schauspielerin (Eragon) tätig. 2007 wurde Introducing...Joss Stone veröffentlicht. Das Album konnte nahtlos an die vorhergehenden Erfolge anknüpfen. Im selben Jahr erhielt die junge Sängerin erstmals einen Grammy.
Joss Stones fünftes Studioalbum LP1 erschien 2011.Das Album wurde in Nashville zusammen mit David A. Stewart, dem Mitbegründer der Eurythmics, innerhalb von sechs Tagen produziert. Das Album erschien auf Joss Stones eigenem Label Stone’d Records, das sie Anfang 2011 gegründet hatte,um nicht mehr von ihrem ursprünglichen Plattenlabel EMI abhängig zu sein.
Das aktuelle Album The Soul Sessions Vol. 2 (2012) enthält wieder Coverversionen von alten, dieses Mal aber eher unbekannteren Soulsongs.









                                                                  

                                                                                            

Dienstag, 27. November 2012

Neuerscheinungen: Alicia Keys - Girl On Fire


     

Girl On Fire, das inzwischen fünfte Studioalbum von Alicia Keys ist am 23. November 2012 erschienen. Schon die neue Kurzhaarfrisur auf dem Cover soll eine Stiländerung anzeigen. Nach der Hochzeit mit Rapper Swizz Beatz und der Geburt ihres Sohnes ist Alicia spürbar um mehr Kontrolle bemüht. Alle 13 Songs des Album sind von ihr ganz oder zum Teil selbst geschrieben und produziert. Zur Unterstützung hat sie sich so bekannte Künstler wie Bruno Mars, Emeli Sandé und Nicki Minaj mit ins Boot geholt.
Herausgekommen ist ein Soul-lastiges Werk mit bunten Elementen von Pop bis Elektro und HipHop.
Höhepunkt ist sicherlich die Single-Auskopplung Girl On Fire, eine Pop-Hymne, die durch die Mitwirkung von Rapperin Nicki Minaj eine gehörige Portion Farbigkeit bekommt. New Day überrascht mit afrikanisch angehauchten Trommelrhythmen, When It's All Over ist eine moderne Synthie-R'n'B-Nummer, auf der am Ende sogar Söhnchen Egypt eine paar Worte brabbeln darf. Natürlich dürfen große Piano-Balladen wie Brand New Me und besonders Not Even The King auf einem Alicia-Keys-Album nicht fehlen.
Die großartige Stimme der Künstlerin bleibt auch auf Girl On Fire unantastbar. Ob das Album allerdings so viel neues und weltbewegendes bringt, darf angezweifelt werden. Die Produktion gehört sicherlich zu den besseren im Musik-Geschäft, doch hebt sie sich nicht wirklich von den aktuellen Sounds von Rihanna oder Christina Aguilera ab.
Noch ein Schritt weiter in wirkliche Eigenständigkeit hätte Alicia Keys meiner Meinung nach gut getan.



Hörtipps: Girl On Fire, Not Even The King, New Day    





                                                                                  

                                                                       

Donnerstag, 20. September 2012

Christina Aguilera


Christina Aguilera ist eine amerikanische Pop-Sängerin und Songwriterin. Sie wurde 1980 in New York City geboren. Nach der Scheidung der Eltern lebte sie zusammen mit ihrer Schwester und ihrer Mutter in Pittsburgh. Schon von klein auf wollte sie Sängerin werden. Ihre Vorbilder waren Größen wie Ella Fitzgerald, Billie Holiday, Etta James, Judy Garland und Madonna.
1993 wurde sie neben Britney Spears Moderatorin der TV-Show Mickey-Mouse-Club.
1998 wurde ihre erste Single Reflection, ein Titel für den Zeichentrickfilm Mulan, ein Top-20-Hit in den USA. Der folgende Song Genie in a Bottle war der kommerzielle Durchbruch für Christina Aguilera, er erreichte Platz eins der US-Single-Charts. Ihr Album Christina Aguilera wurde in den USA am 24. August 1999 veröffentlicht und allein dort mehr als acht Millionen Mal verkauft. Außerdem erreichte es Nummer eins der Billboard-Charts. Zwei weitere Singles, What a Girl Wants und Come On Over Baby (All I Want Is You), erreichten Platz eins, eine vierte Single, I Turn to You, Platz drei der Single-Charts. Ein Grammy als Best New Artist 2000 war die logische Folge aus dem großen Erfolg.
Im selben Jahr folgte die Sängerin dem allgemeinen Latin-Trend und veröffentlichte ihr erstes spanischsprachiges Album Mi reflejo. Darauf befinden sich spanische Versionen ihres Debüts und zusätzliche spanische Lieder. Nach einem Monat folgte die Weihnachts-CD My Kind of Christmas, von der der Song The Christmas Song veröffentlicht wurde, welcher Platz 16 der Single-Charts erreichte.
Trotz des großen Erfolgs war Christina Aguilera mit der Musik und dem Image unzufrieden, die ihr Management für sie bereithielten. Zu dieser Zeit wurde sie als Teenie-Pop-Künstlerin vermarktet. Öffentlich kündigte sie an, dass ihr nächstes Album sowohl musikalisch als auch textlich mehr Tiefgang haben werde. In diesem Zusammenhang trennte sie sich nach einem Rechtsstreit von ihrem Manager.
2001 arbeitete Aguilera mit Mýa, Lil’ Kim und Pink zusammen und veröffentlichte Lady Marmalade, ein Cover des Songs von Labelle. Dieser erreichte in vielen Ländern Platz eins und gewann einen Grammy in der Kategorie Best Pop Collaboration with Vocals. Es ist der Titelsong des Films Moulin Rouge.
2002 erschien das Album Stripped, bei dem die Musikerin erstmals als Co-Autorin der Songs in Erscheinung trat. Äußerlich wandelte sich ihr Image vom Pop-Teenie hin zur Sexbombe. Sie erregte vor allem in den USA sehr viel Aufsehen mit freizügigen Videos und Nacktfotos in verschiedenen Magazinen.
Stripped wurde nicht ganz so erfolgreich wie das Debüt-Album, einzige Ausnahme war die Single Beautiful, die zum Welt-Hit avancierte und mit einem Grammy ausgezeichnet wurde.
2006 veröffentlichte Christina Aguilera ihr drittes Studioalbum mit dem Titel Back to Basics. Es beinhaltet die Single Ain’t No Other Man, welche Platz 6 in den US-Single-Charts erreichte. Das Album ist von der Musik der 1920er, 1930er und 1940er Jahre beeinflusst. Es erreichte in 17 Nationen den ersten Platz der Charts.
2009 erfüllte sich ein langgehegter Traum der Künstlerin. Sie drehte ihren ersten Film Burlesque zusammen mit Cher, welcher 2011 veröffentlicht wurde.
Das 2010 erschienene Album Bionic blieb weit unter den Erwartungen zurück, die Verkaufszahlen waren niedrig und eine Tour musste verschoben werden.
Seit 2011 sitzt Christina Aguilera in der Jury der Casting-Show The Voice, hat aber für das Jahr 2013 angekündigt, sich wieder vermehrt auf ihre eigene Karriere zu konzentrieren.




www.christinaaguilera.com          







                                                                                                



                                                                                               

Donnerstag, 6. September 2012

Tanita Tikaram



Tanita Tikaram ist eine britische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1969 in Münster/Deutschland, wo ihr Vater im Dienst der britischen Armee stationiert war, geboren. Tanitas Mutter stammte ursprünglich aus Borneo/Malaysia und ihr Vater von den Fidschi-Inseln. Die Eltern lernten sich in England kennen, bevor sie nach Deutschland übersiedelten. Im Alter von zwölf Jahren kehrte Tanita mit ihren Eltern nach England zurück und lebte dort in Basingstoke/Hampshire.
Als Jugendliche begann sie, eigene Songs zu schreiben, beeinflusst von der Musik von Joni Mitchell und John Lennon. Ihr Plan, in Manchester zu studieren wurde von einem Zufall zunichte gemacht. Ein selbst aufgenommenes Demo-Tape geriet in die Hände von Paul Charles, eines Zeichens Agent und Manager. Er interessierte sich für die Stimme der jungen Frau und sah sie bei einem Auftritt in einem Londoner Club. Anschließend nahm er sie unter seine Fittiche und verhalf ihr zu einem Plattenvertrag.
1988 wurde ihre erste Single Good Tradition auf Anhieb ein Top-10-Hit. Das folgende Album Ancient Heart und vor allem die Single Twist In My Sobriety gerieten zum Riesen-Erfolg. Der Song stürmte die Charts in ganz Europa, das Album verkaufte sich weltweit mehr als vier Millionen Mal. Mit gerade 19 Jahren war Tanita Tikaram über Nacht ein Star.
Die folgenden Alben The Sweet Keeper (1990) und Everybody's Angel konnten den enormen Erfolg nicht mehr wiederholen, festigten aber den Ruf der Musikerin als großartige Komponistin und Sängerin.
In den nächsten Jahren wurden weitere Alben veröffentlicht, die allerdings kaum mehr für Aufmerksamkeit sorgten.

Erst jetzt, Ende August 2012, steht Tanita Tikaram mit ihrem achten Album Can't Go Back wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Gereift, mit tiefer, ausdrucksstarker Stimme präsentiert sie ihr neues Werk. Aufgenommen in Los Angeles mit dem Produzenten Paul Bryan, ist Can't Go Back ein äußerst abwechslungsreiches Album, dessen stilistische Spannbreite von Pop über Soul und Blues bis hin zu Americana und Country reicht. Die Single-Auskopplung Dust On My Shoes, eine Hymne an die Freiheit, ist ein grandioser Song irgendwo zwischen Pop und Soul. Ob Keep It Real, eine wunderbare Piano-Ballade, Science, angenehm beschwingt oder das schwermütige If The World Should Want For Love, das Album strotzt nur so vor großartigen Songs. Fazit: Ein absolut gelungenes Comeback!
Es ist höchste Zeit also, Tanita Tikaram nicht mehr auf den einen - wenn auch tollen - Hit aus den 80-ern zu reduzieren.









                                                         

Donnerstag, 16. August 2012

Cassandra Steen


Cassandra Steen ist eine deutsche Pop-und R&B-Sängerin. Sie wurde 1980 in Ostfildern-Ruit geboren.
Sie wuchs bei ihren Großeltern auf einem US-Armeestützpunkt bei Stuttgart auf. Als Kind war sie begeistert von Michael Jackson, Whitney Houston und Mariah Carey und beschloss, selbst Sängerin zu werden. Sie begann eine klassische Gesangsausbildung und kam in Kontakt mit Musikern und Produzenten im Raum Stuttgart. Mit 17 Jahren erlangte Cassandra erstmals öffentliche Aufmerksamkeit als Duettpartnerin der Gruppe Freundeskreis.
Im Jahr 2000 wurde Produzent und Label-Chef Moses Pelham auf die junge Sängerin aufmerksam und nahm sie unter Vertrag. Es entwickelte sich eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Studio-Musiker Martin Haas und Pelham. Das Trio nannte sich Glashaus und veröffentlichte drei erfolgreiche Alben. Die Single Wenn das Liebe ist wurde zum großen Hit.
2003 erschien Cassandra Steens Solo-Album Seele mit Herz. Hier zeigte sich, dass die Sängerin auch ohne die Hilfe von Moses und Martin Haas hochwertige Musik machen kann. Sie avancierte zum gerne gehörten Feature-Gast. Sie arbeitete mit Künstlern wie Sabrina Setlur, Xavier Naidoo und Adel Tawil von Ich + Ich.
Erst 2009 meldete sich Cassandra Steen mit einer neuen Solo-Produktion zurück. Mit der Single Darum Leben Wir vertrat sie im Februar Baden-Württemberg beim "Bundesvision Songcontest" und holte einen respektablen vierten Platz. Das gleichnamige Album stand wenig später in den Regalen. Im Sommer 2009 platzierte sich die gemeinsam mit Adel Tawil aufgenommene Single Stadt bis auf Platz 2 der Deutschen Charts.
2011 veröffentlichte sie mit Mir so nah ihr drittes Soloalbum. Für die erste Single-Auskopplung Gebt alles arbeitete sie erneut mit Adel Tawil zusammen, am 5. August 2011 erschien dann die zweite Single-Auskopplung Tanz.









                                                            


                                                           
                                                                                 
                                                                

                                                                

Freitag, 6. Juli 2012

Newcomerinnen: Imany



Imany ist eine franco-komorische Soulsängerin. Sie wurde 1979 in Martigues als Nadia Mladjao geboren. Ihr Künstlername Imany stammt aus ihrer Muttersprache Swahili und bedeutet Glaube. Sie wuchs in einem Vorort von Paris auf. Als Kind schon träumte sie davon, Sängerin zu werden. Doch ihre Schüchternheit hielt sie davon ab, entsprechende Schritte zu unternehmen. Es reichte nur zum Schulchor.
Mit 19 ging sie nach New York und arbeitete in der Modebranche als Model. Nach sieben Jahren hatte sie genug : "Ich hatte keine Lust mehr, nur als wandelnder Kleiderbügel durchs Leben zu gehen". Wieder in Paris beschloss Imany,ihrer großen Leidenschaft, der Musik, eine Chance zu geben. Sie verarbeitete die letzten Jahre mit dem Schreiben von Songs. Mit Hilfe des senegalesischen Produzenten Malick N'Diaye, der ihre soulige Stimme im Sommer 2008 entdeckte, ging es fortan auf Tour durch die unzähligen Clubs der Seine-Metropole, um sich als Sängerin einen Namen zu machen.
Nach der EP Acoustic Sessions (2010) erschien ihr Debütalbum The Shape Of A Broken Heart 2011 in Frankreich und im Juni 2012 endlich auch in Deutschland. Langsam aber beharrlich erarbeitet sich Imany ihre Zuhörer. Ihre Musik ist eine Mischung aus Folk und Soul mit kleinen afrikanischen Schnipseln. Die Texte handeln von Liebe, vom Weggehen und der Suche nach Identität. Mit ihrer Stimme, die ein wenig an Tracy Chapman erinnert, zieht Imany die Hörer in ihren Bann.
Mich hat sie auf der Stelle erobert. Schöne, einfache Musik und diese Stimme, die mir durch und durch geht – ein absolut beachtenswertes Debüt!






     

                                                                     


                                                                                   

Montag, 28. Mai 2012

Sade Adu



Sade Adu ist eine nigerianisch-britische Soulsängerin. Sie wurde 1959 in Ibadan/Nigeria als Helen Folsade Adu geboren. Sie ist die Tochter eines Nigerianers und einer Britin. Nach der Trennung der Eltern kam sie mit vier Jahren zusammen mit ihrer Mutter und ihrem älteren Bruder nach Colchester. Sie studierte in London Modedesign und jobbte nebenbei als Model. Ab 1980 sang sie in mehreren Gruppen bevor sie zwei Jahre später mit dem Saxophonisten Stuart Matthewman ihre eigene nach ihr benannte Band gründete.
Zur Grundformation zählen auch Paul Spencer Denman (Bass) und Andrew Hale (Keyboard). Die vier Musiker nahmen eine Demoband auf, das von mehreren Plattenfirmen als zu jazzig abgelehnt wurde. Nur das Label Epic gab der Formation eine Chance.
1984 erschien das Debütalbum Diamond Life und wurde zum vollen Erfolg. Es verkaufte sich weltweit über sieben Millionen mal. Songs wie Smooth Operator und Your Love Is King wurde zu Welthits. Der Sound, irgendwo zwischen Bar-Jazz und Soul, konnte sich, entgegen allen Erwartungen, durchsetzen. Sade hatte Auftritte bei großen Festivals wie dem Montreux Jazz Festival oder Live Aid.
1985 wurde das Album Promise veröffentlicht. Es wurde ebenfalls zum Erfolg und Sade erhielt einen Grammy.
Die Pausen zwischen den Veröffentlichungen wurden immer größer. 1988 erschien Stronger Than Pride, 1992 Love Deluxe und 2000 Lovers Rock. Sade Adu zog sich immer wieder ins Privatleben zurück. Sie heiratete, wurde Mutter und ließ sich wieder scheiden. Nach einer Pause von zehn Jahren kehrte sie Anfang 2010 mit der Single Soldier of Love zurück, die besonders erfolgreich in Nordamerika war. Am 5. Februar 2010 wurde das gleichnamige Album veröffentlicht, das unter anderem in Italien, Frankreich, Spanien, Ungarn, Polen, Portugal, Schweden, Belgien, der Schweiz, Kanada, den USA und einigen weiteren Ländern auf Nummer 1 ging. Ende April 2011 startete Sade eine neue Welttournee.











                                                      
                                                                                

Freitag, 11. Mai 2012

Newcomerinnen: Emeli Sandé



Emeli Sandé ist eine schottische Soul- und R&B-Sängerin und Songwriterin. Sie wurde 1988 in Aberdeen als Adele Emeli Sandé geboren. Ihren Vornamen Adele ließ sie im Hinblick auf ihre gleichnamige Kollegin weg, um Verwechslungen zu vermeiden.
Emeli ist die Tochter eines sambischen Vaters und einer englischen Mutter. Als Kind lernte sie Klarinette und Klavier. Schon mit elf Jahren schrieb sie ihren ersten Song. Ihr Medizinstudium in Glasgow unterbrach sie nach vier Jahren, um sich ganz auf die Musik zu konzentrieren.
Emeli Sandé erhielt einen Plattenvertrag von EMI und sang zusammen mit dem Rapper Chipmunk. Die Single Diamond Rings, die Emeli auch selbst geschrieben hatte, wurde zum Top-10-Hit in Großbritannien. 2010 hatte sie zusammen mit Wiley einen weiteren Top-10-Hit (Never Be Your Woman). Die junge Künstlerin schrieb auch Songs für verschiedene andere Interpreten wie z.B. Professor Greene, Susan Boyle, Leona Lewis oder Cheryl Cole. Nach den ersten Erfolgen als Co-Sängerin, begann Emeli Sandé an eigenen Songs zu arbeiten.
Im Februar 2012 veröffentlichte sie ihr Debütalbum Our Version of Events. Es stieg auf Platz 1 der englischen Charts ein und brachte mit Next to Me einen weiteren großen Singlehit. Mittlerweile hat das von der britischen Presse hoch gelobte Erstlingswerk der Schottin für über 300.000 verkaufte Exemplare Platin erreicht. So hieß es im Independent, „dies ist eines der Debüts, das klingt wie von einem gestandenen Star, der seinen Zenit erreicht hat“, und der Telegraph war ebenfalls hingerissen von der „ungemein beeindruckenden Vorstellung eines so dynamischen wie fesselnden Talents“.
Bei den BRIT-Awards wurde Emeli Sandé mit dem prestigeträchtigen Critic’s Choice Award als vielversprechendste Künstlerin des Jahres ausgezeichnet und hat sich damit in kürzester Zeit zu einer der erfolgreichsten Newcomerinnen des Jahres entwickelt.
Die Club-Tournee in Großbritannien ist restlos ausverkauft und im Sommer spielt Emeli in den USA als Support für Coldplay. Hut ab!










                                                                                                    


Montag, 5. März 2012

India.Arie



India.Arie ist eine amerikanische Musikerin. Sie wurde 1975 in Denver/Colorado als India Arie Simpson geboren. Ihr Vorname, India, nimmt Bezug auf die Nähe ihres Geburtstages, dem 3. Oktober, zu jenem Mahatma Gandhis, den 2. Oktober. Arie ist hergeleitet vom hebräischen Wort für Löwe. Ihre Eltern förderten schon früh das musikalische Talent ihrer Tochter. Sie erhielt Unterricht an Saxophon, Klarinette, Flügelhorn und Trompete. Auch der Gesang rückte immer mehr in den Mittelpunkt. "Als ich dann schließlich anfing zu singen, wurde meine Mutter zu meinem Mentor. Meine Mutter wuchs in Detroit auf, als Motown gerade neu war. Sie lehrte mich alles übers Singen und übers Songwriting. Meine ganze Familie unterstützte mich." Später kam die Gitarre als wichtigstes Instrument dazu. Nach der High School besuchte sie das Savannah College of Art and Design, wo sie die Fächer Musik und Schmuck-Design belegte. Vor Abschluss des College brach sie die Ausbildung ab, um sich ganz der Musik zu widmen.
India.Arie konnte sich einen Namen in der Musikszene Atlantas machen und hatte erste größere Auftritte beim Lilith Fair-Festival 1999. Im selben Jahr erhielt sie schließlich einen Vertrag bei Motown. Mit Beginn ihrer professionellen Karriere änderte sie die Schreibweise ihres Namens in India.Arie. Der Punkt soll, wie sie sagt, den Namen einprägsamer machen.
2001 erschien ihr Debüt-Album Acoustic Soul, das auf Anhieb zum Hit wurde. Doppel-Platin und sieben Grammy-Nominierungen waren Belege für den unerwarteten Erfolg. Die Musik, eine Mischung aus Soul und Blues mit Elementen aus dem Hip-Hop, befindet sich in der neuen Tadition des Nu Soul, ein Genre, das durch Musikerinnen wie Alicia Keys und Erykah Badu bekannt wurde.
Der Nachfolger Voyage To India (2002) stieg auf Platz 6 der Billboard-Charts ein und in den R'n'B-Charts erreichte das Werk die Spitzenposition. India.Arie erhielt einen Grammy für das beste R'n'B-Album, die Single Little Things trug ihr einen weiteren Grammy für die beste Urban/Alternative-Performance ein.
2006 erschien das Konzeptalbum Testimony: Vol. 1, Life & Relationship. Wie der Name schon sagt, beschäftigte sich India.Arie hier vor allem mit Gefühlen und privaten Erfahrungen. Der zweite Teil des Projekts Testimony wurde 2009 veröffentlicht. Auf Testimony: Vol. 2, Love & Politics setzte sich die Musikerin auch mit politischen Themen wie Rassismus, Aids oder Hunger in Afrika auseinander. Wichtig war für sie vor allem, einen eigenen Standpunkt zu finden, ohne ständig den Erwartungen der Medien genügen zu müssen.









                                                        


                                                                           

Donnerstag, 2. Februar 2012

Mary J. Blige

Mary J.(Jane) Blige ist eine amerikanische R&B-Sängerin und Songwriterin. Sie wurde 1971 in New York City geboren. Nach der Scheidung der Eltern lebte sie mit ihrer Schwester bei ihrer Mutter. Den eigenen sexuellen Missbrauch im Alter von fünf Jahren versuchte sie, später immer wieder in ihren Songs zu verarbeiten. Mit sieben war Mary schon Leadsängerin in ihrem Kirchenchor und nahm an Gesangswettbewerben teil. Mit 16 brach sie die Schule ab, kam mit Drogen in Kontakt und war in der Gefahr abzurutschen. Die Musik gab ihr den Halt, den sie brauchte, um diesem Leben zu entkommen.
Ein Demoband kam durch Zufall in die richtigen Hände. Der Rapper Sean Combs, bekannt als Puff Daddy, hörte das Band und verschafft Mary J. Blige 1990 einen Vertrag bei dem Hip-Hop-Label Uptown Records. 1992 erschien das Debüt-Album What's The 411?  Dank zweier Nummer-eins-Hits in den amerikanischen R&B-Charts entwickelte sich die Platte innerhalb eines halben Jahres mit mehr als drei Millionen verkauften Exemplaren zu einem überragenden Erfolg.
Im Dezember 1994 erschien Mary J. Bliges zweites Album My Life, das erneut Puff Daddy produzierte, der damals auch ihr Manager war. Trotz vierer weniger erfolgreicher Singles wurde das Album mit weiteren drei Millionen verkauften Alben zu einem erneuten Erfolg für Uptown Records. Bei den Aufnahmen zu My Life hatte die Musikerin mit ihrer Drogen- und Alkoholsucht zu kämpfen. Sie arbeitete dennoch weiter und stand erst viel später zu ihren Problemen.
1997 erschien Share My World, das erste Album ohne Puff Daddy. Der Erfolg blieb trotzdem. Das Album brachte vier Single-Hits hervor und erreichte den Platz eins der amerikanischen Charts. Ihren Frieden fand Mary J. Blige erst mit dem 1999 veröffentlichten Album Mary.  "Die Arbeit an der Platte war unbeschreiblich. Überall war Liebe. Normalerweise sehe ich das nicht. Es gab keine Probleme, keinen Blödsinn im Studio. Es war, wie nach Hause kommen." Bei den Aufnahmen arbeiteten u.a. Marys großes Idol Aretha Franklin, Elton John, Lauryn Hill und Eric Clapton mit.
Mary J. Blige hat die Entwicklung zur großen Diva und, wie sie selber sagt, zum ehrlichen Menschen vollzogen. "Ich habe gelernt, dass wir für alles die Verantwortung übernehmen müssen. Deshalb liegt mein Fokus jetzt auf Frieden, Wahrheit, Vertrauen und Liebe." Im Spätsommer 2001 erschien ihr fünftes Studioalbum No More Drama. Die von Dr. Dre produzierte, vorab veröffentlichte Singleauskopplung Family Affair entwickelte sich zu Mary J. Bliges erstem internationalen Nummer-Eins-Hit. Im deutschsprachigen Raum erreichte sie damit erstmals die Top Ten der Singlecharts.
Nach dem weniger erfolgreichen Love & Life (2003) erschien 2005 das siebtes Album The Breakthrough. Die Platte verkaufte sich allein in den Vereinigten Staaten in nur einer Woche über 730.000 Mal und gilt seitdem als das am schnellsten verkaufte Album einer afroamerikanischen Sängerin. Die Auskopplungen Be Without You und One, ein Duett mit U2, entwickelten sich zu Mary J. Bliges größten Charterfolgen seit 2001.
Die nächsten Alben Growing Pains (2007) und Stronger With Each Tear (2009) sind gleichermaßen erfolgreich und tragen mit dem typischen Mix aus Soulballaden und R&B-Hymnen zur großen Erfolgsgeschichte der Künstlerin bei. In ihrer Karriere verkaufte Mary J. Blige bisher über 40 Millionen Alben und erhielt neun Grammys.
Im November 2011 erschien das aktuelle Album My Life II...The Journey Continues.




www.mjblige.com





                                                  


                                                           





                                                           

Montag, 23. Januar 2012

Asa

Asa ist eine französisch-nigerianische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1982 als Bukola Elemide in Paris geboren. Die ersten beiden Jahre ihres Lebens verbrachte sie in Paris. Mit ihren Eltern zog sie dann nach Lagos, in deren Heimat Nigeria. Zu Hause  begann sie zu singen, inspiriert von der Plattensammlung ihres Vaters mit Soul- und Reggaeklassikern und nigerianischer Popmusik: Marvin Gaye, Fela Kuti, Bob Marley, Aretha Franklin waren ihre Einflüsse, dann auf der High School auch Erika Badu, Lauryn Hill oder Angelique Kidjo.
Asa begann eigene Songs zu komponieren und sang sie mit ihrer tiefen Stimme, aber um mit ihrer Mixtur aus Pop, Soul, Reggae und engagierten autobiographischen Texten Erfolg zu haben, musste sie erst wieder nach Paris zurückkehren. Dort fand sie Anerkennung in der Afro-Szene, aber auch in der französischen Popwelt. Asas erstes Album Asa erschien im Herbst 2007. Die Kritik war vom Akustik-Soul der Musikerin begeistert und die Singleauskopplung Fire On The Mountain wurde zum kleinen Hit. Asa tourte ausgiebig und trat im Vorprogramm von Snoop Dog und Beyoncé Knowles auf.
Ihr zweites Album Beautiful Imperfection erschien 2010 und perfektioniert ihre ganz spezielle Musikmischung noch einmal. Karibische und afrikanische Elemente treffen auf Funk, Pop und Reggae. Im Mittelpunkt steht aber immer Asas Stimme, die warm und voluminös die Emotionen der Songs transportiert.



www.asa-official.com




                                                   
                                                  

Freitag, 13. Januar 2012

Alicia Keys

Alicia Keys ist eine amerikanische Soul- und R&B-Sängerin. Sie wurde 1981 als Alicia Augello-Cook in Manhattan/New York geboren. Die Tochter eines Flugbegleiters und einer Musicalsängerin wuchs nach der Trennung der Eltern bei ihrer Mutter auf. Sie erhielt ab dem fünften Lebensjahr Ballett- und Klavierunterricht, wobei sie sich dabei auf klassische Musik konzentrierte. In der Professional Performing Arts School lernte sie außerdem das Singen und mit 14 begann sie, ihre eigenen Songs zu schreiben.
Mit 16 entschied sich  Alicia Keys gegen ein Studium und unterschrieb stattdessen einen Plattenvertrag bei Columbia Records. Nach zwei Jahren Stagnation meldete sich die Künstlerin bei Clive Davis, dem Gründer von Arista Records und Entdecker von Aerosmith, Bruce Springsteen, Whitney Houston und vielen anderen. Dieser war von der jungen Frau sofort begeistert und kaufte sie aus ihrem Vertrag heraus. Bei seinem neuen Label JRecords veröffentlichte Alicia Keys schließlich 2001 ihr Debüt-Album Songs In A  Minor. Das Album, eine Mischung aus klassischen Motown-Elementen und zeitgemäßer R&B-Produktionen, schlug ein wie eine Bombe. Es verkaufte sich knapp 300000 Mal in der ersten Woche. Selbst der alte Hase Clive Davis war fassungslos. „Wir kamen mit der Produktion nicht mehr nach. So etwas habe ich in meiner 40-jährigen Karriere noch nicht gesehen.“  Alleine in den USA wurde Songs in A Minor sechs mal mit Platin für 6,2 Millionen abgesetzte Exemplare ausgezeichnet. Weltweit verkaufte sich das Album über zwölf Millionen Mal. Das Album, der weltweite Nummer-eins-Hit Fallin' und drei weitere erfolgreiche Singleauskopplungen machten Alicia Keys zur erfolgreichsten R&B-Sängerin des Jahres 2001. Bei der Grammy-Verleihung 2002 erhielt sie fünf Grammys, darunter in den Kategorien Bester Newcomer, Bestes R&B Album und Song des Jahres.
Ende 2003 erschien mit The Diary of Alicia Keys das zweite Album der Sängerin. Sie entwickelte sich mit mehr als acht Millionen verkauften Exemplaren zu einem weiteren Erfolg für Alicia Keys, die im Folgejahr vier weitere Grammys erhielt. Ende des Jahres 2004 veröffentlichte die Künstlerin ihr erstes Buch Tears for Water, ein Songbook mit Gedichten und Liedtexten. Gleichzeitig gelang ihr mit dem Sänger Usher und dem gemeinsamen Duett My Boo ein weiterer Nummer-eins-Hit in den Charts.
Alicia Keys interessiert sich neben der Musik auch für die Schauspielerei. Nach verschiedenen Gastauftritten in Fernsehserien war sie auch in Nebenrollen in den Filmen Smokin' Aces und The Nanny Diaries zu sehen.
2007 erschien das dritte Album As I Am, das wiederum gute Verkaufszahlen erreichte. Noch einmal zwei Grammys waren der Lohn für Alicia Keys, die 2008 zusammen mit White-Stripes-Frontmann Jack White den Titelsong zum 22. James-Bond-Film Ein Quantum Trost aufnahm.
Das vierte Studioalbum The Element Of Freedom wurde 2009 veröffentlicht und war nicht mehr so erfolgreich wie die Vorgänger. Hier erlaubte sich Alicia Keys die Freiheit, musikalisch ein wenig zu experimentieren. Trotzdem wurde das Album zu ihrem ersten Nummer-1-Hit in Großbritannien. Auch in Deutschland gab es Gold dafür.
Alicia Keys ist für die Organisation Keep a Child Alive, die hauptsächlich Familien in Afrika und Asien hilft, als Botschafterin aktiv. Sie ist seit 2010 mit dem Produzenten und Rapper Kasseem Dean verheiratet. Im selben Jahr wurde ihr Sohn in New York geboren.




www.aliciakeys.com






                                                                 

Freitag, 30. Dezember 2011

Top-Alben 2011 - Platz 1: Adele:21

Der Platz 1 gehört in meiner Liste ohne jeden Zweifel Adele mit ihrem zweiten Album 21. Das erfolgreichste Album des Jahres ist sicherlich auch das beste. Gleich zu Beginn der wohl beste Song des Jahres Rolling In The Deep. Ich habe selten so viel Abwechslung in einer Vier-Minuten-Nummer gehört. Genial!
Aber auch die anderen Titel können sich hören lassen. Vom rhythmusorientierten Rumour Has It über Midtempo-Nummern wie Set Fire To The Rain und Don't You Remember, ob Gospelklänge in Take It All oder Balladen wie Turning Tables, One And Only und Someone Like You, alle Songs sind in sich stimmig und absolut hörenswert.
Es gibt auf 21 keinen einzigen Ausrutscher. Das Album ist komplex, kurzweilig und für eine Mainstream-Produktion mit erstaunlicher Tiefe ausgestattet. Hier werden Singer/Songwriter-Elemente mit Soul, Rock und Pop zu einer eingängigen und doch frischen und lebendigen Mischung verquirlt.
Dominiert wird das Ganze von Adeles außergewöhnlicher Stimme. Sie röhrt und krächzt im einen Moment, um gleich anschließend wieder butterweich und soulig zu klingen. Einfach unvergleichlich. Mein Favorit ist die wunderschöne, nur zum Klavier gesungene Ballade Someone Like You. Hier wird die überragende stimmliche Qualität der Engländerin besonders deutlich.
Adele ist mit 21 ein Meisterwerk gelungen, das man ohne zu übertreiben schon jetzt als Klassiker bezeichnen kann.





                                                                 






Ich wünsche allen Lesern einen Guten Rutsch und ein Frohes Neues Jahr!
                                               

Dienstag, 27. Dezember 2011

Top-Alben 2011 - Platz 4: Beth Hart & Joe Bonamassa: Don't Explain

Der Platz 4 meiner persönlichen Favoriten 2011 gehört Beth Hart und Joe Bonamassa mit ihrem Album Don't Explain. Die beiden kennen sich schon länger und haben mehrfach zusammen gearbeitet. Die Idee zu einem gemeinsamen Album hatte der Blues-Gitarrist Joe Bonamassa. Beth Hart zögerte keine Sekunde mit ihrer Zusage – ein Glück. Die beiden Musiker veredeln auf Don't Explain klassische Soul-Songs von u.a. Billie Holiday, Aretha Franklin, Bill Withers, Ray Charles und Etta James.
Ein reines Cover-Album ist immer ein Risiko. Es besteht die Gefahr, hervorragenden Stücken nicht gerecht zu werden. Hier ist das Experiment gelungen. Beth Hart interpretiert die Songs mit ihrer einzigartigen Stimme und macht sie so zu ihren eigenen. Sie zetert den Blues, haucht den Soul und überzeugt auch bei jazzigen Elementen als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Joe Bonamassas virtuoses Gitarrenspiel hält sich angenehm im Hintergrund und überlässt seiner Kollegin die Bühne.
Ich selbst bin nicht wirklich ein großer Soul-Anhänger, aber dieses Album hat es in sich. Dieser Soul-Blues-Jazz-Rock-Sound ist einfach großartig. Mein Hörtipp ist I'd Rather Go Blind. Beths Stimme ist absolut umwerfend und intensiv, dazu das Gitarrenspiel von Joe Bonamassa – zusammen schlicht genial!



www.hartandbonamassa.com






                                                       




                                                                     

Mittwoch, 16. November 2011

Florence Welch (Florence + The Machine)


Florence Welch ist eine englische Musikerin. Sie wurde 1987 in London geboren. Bereits in frühen Kindertagen sang sie im Kreis der Familie bei Hochzeiten und Beerdigungen. Mit elf Jahren erhielt Florence Gesangsstunden und sang italienische Arien und Soul-Songs von Dusty Springfield. Außerdem mochte sie die Musik von den White Stripes und Kate Bush. Zu dieser bunten Mischung sagt die Künstlerin selbst: "Es war eine eigenartige Mischung und ich denke, von ihr habe ich meine große Bandbreite".
Nach einer Teenager-zeit ganz im Punk-Stil, begann Florence Welch ein Kunststudium am Londoner College Of Art. Ihre spätere Vorliebe für verrückte Outfits und theatralische Bühnenshows dürften dort ihren Ursprung haben. In einenm Londoner Club lernte sie Mairead Nash, eine Hälfte des DJ-Duos Queens Of Noize, kennen. Diese war von Florence begeistert und wurde ihre Managerin. Die junge Musikerin brach ihr Studium ab und arbeitete an ihrem Debütalbum. Als Begleitband wirken verschiedene Musiker in wechselnder Besetzung mit. Florence And The Machine bedeutet also ganz viel Florence Welch und keine Band im eigentlichen Sinne.
Noch bevor der Erstling Lungs im Juli 2009 erschien, sorgten die zuvor veröffentlichten Singles Kiss With A Fist und Dog Days Are Over für Furore. Die Kritiker waren begeistert und Florence Welch eroberte ihr Publikum in umjubelten Live-Shows. Ihr Musikstil ist eine Mischung aus Soul, Folk und Punk oder wie Florence selbst sagt: „Die Musik, die Lilly Allen oder Kate Bush machen würden, wären sie, eingesperrt in einen Käfig voller Schlangen, im Keller eines Beerdigungsinstituts in Louisiana aufgewachsen."
Das Album erreichte Platz zwei der Charts in Großbritannien und gehörte zu den meistverkauften Alben des Jahres. Die Formation erhielt den BRIT Award und wurde für einen Grammy nominiert.
Im Oktober 2011 erschien das zweite Album Ceremonials, das ebenfalls ein Hit zu werden scheint. Florence Welch kann also zufrieden sein mit ihrem Leben im Moment. "Ich habe meinen idealen Job", erzählt sie. "Mir gefällt das Singen, mir gefällt das Tanzen, mir gefällt es, Trommeln zu schlagen und mich verrückt anzuziehen, und jemand bezahlt mich dafür - es ist unglaublich." So ist es.









                                                               




                                                                              

Freitag, 23. September 2011

Adele


Adele ist eine britische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1988 als Adele Laurie Blue Adkins in Tottenham im Norden Londons geboren. Mit fünf Jahren begann sie zu singen und interessierte sich vor allem für Stimmen. Ihre Vorbilder waren die Spice Girls, Destiny's Child und Mary J. Blige. Ein entscheidender Moment in ihrem Leben war ein Konzert von Pink. „Ich hatte noch nie vorher jemanden so singen gehört. Ich fühlte mich wie in einem Windtunnel, ihre Stimme traf mich einfach.“
Adele besuchte die BRIT School for Performing Arts und tourte mit verschiedenen Musikern durch Großbritannien. Durch die Website MySpace erreichte sie große Popularität und schließlich auch einen Plattenvertrag.
2008 erschien Adeles Debütalbum 19 und schlug ein wie eine Bombe. In Großbritannien und auch in vielen anderen europäischen Ländern gelangte das Album und die Single Chasing Pavements in die Spitze der Charts. Ihre eigenwillige Mischung aus Pop, Soul und Jazz, vorgetragen mit dieser unverwechselbaren Stimme, erreichte ein breites Publikum. Mit etwas Verspätung gelang auch in den USA der Durchbruch, was für britische Künstler nicht selbstverständlich ist. 2009 erhielt Adele zwei Grammys als beste Newcomerin und als beste Sängerin.
2011 erschien das zweite Album 21 (produziert von Starproduzent Rick Rubin) und wurde noch erfolgreicher als sein Vorgänger. Die Single Rolling in the Deep führte wochenlang beinahe weltweit die Charts an. Adele ist die einzige lebende Künstlerin, der es gelang gleichzeitig zwei Singles und zwei Alben in die Top Five der UK Charts zu platzieren.
2011 kommt man um Adele einfach nicht herum. Irgendeiner ihrer Songs läuft immer im Radio und bei Preisverleihungen sitzt sie in der ersten Reihe. Ich mag ihre Stimme, die so unverkennbar ist und auch ihr Selbstverständnis als Künstlerin. „Ich entscheide jedes Detail, das meine Karriere betrifft selbst und lasse mir von niemandem vorschreiben, was ich anziehen soll oder wie viel ich essen darf.“ Gut so!











                                                                        


                                                                                          

Dienstag, 20. September 2011

Christina Lux


Christina Lux ist eine deutsche Sängerin und Gitarristin. Sie wurde 1965 in Karlsruhe geboren. Durch ihren Vater, der Klavier und Gitarre spielt, kommt sie mit der Welt der Musik in Berührung. Mit 12 Jahren bringt sie sich selbst das Gitarre spielen bei. Mit 18 Jahren bricht Christina Lux die Schule ab und versucht sich als Vollzeit-Musikerin. Sie singt bei lokalen Rockbands und später in verschiedenen Jazz-Formationen.
1989 tourt sie mit der Jule Neigel Band als Background-Sängerin und arbeitet im folgenden mit Pe Werner und Purple Schulz.
1994 wird sie Mitglied der A Capella Gruppe Vocaleros, für die sie auch eigene Songs schreibt. Nach zwei Alben verlässt sie die Gruppe, um sich auf eine Solo-Karriere zu konzentrieren.
1999 schafft sie als Special Guest bei einer Tour von Fury in the Slaughterhouse den Durchbruch und es erscheint das erste eigene Album Little Luxuries.
Christina Lux tritt im Vorprogramm von Paul Young und Status Quo auf und spielt auf dem Montreux Jazz Festival. Ihre Auftritte, oft Solo oder in kleiner Besetzung zeichnen sich durch einen eigenständigen Mix aus Funk, Folk, Soul, Pop und Jazz aus. Ihre Texte schreibt sie meist in englischer Sprache.
Ich liebe ihr Album Lux Pure & Live (2007). Ruhige, entspannte Musik und dazu diese herausragende Stimme, einfach schön. Die Musik von Christina Lux ist mit Sicherheit kein Mainstream. Man muss schon hinhören und sich Zeit nehmen, aber es lohnt sich!











                                                  





                                                         

Donnerstag, 15. September 2011

Norah Jones


Norah Jones ist eine amerikanische Jazz-Sängerin, Pianistin und Songwriterin. Sie wurde 1979 in New York als Geethali Norah Jones Shankar geboren und ist die Tochter des indischen Sitar Spielers Ravi Shankar.
Nach der Scheidung der Eltern 1986 wuchs Norah bei ihrer Mutter in Texas auf. Mit fünf sang sie im Kirchenchor und zwei Jahre später lernte sie Klavier spielen und später Altsaxophon. Mit 15 besuchte sie die High School für Performing and Visual Arts in Dallas.
Mit 16 änderte sie mit der Erlaubnis ihrer Eltern ihren Namen offiziell in Norah Jones. 1997 ging sie an die University Of North Texas und studierte Jazzpiano. 1999 ging Norah Jones nach New York und gründete ihre eigene Band. 2001 erhielt sie einen Vertrag bei dem renommierten Label Blue Note Records.
Das 2003 veröffentlichte Debütalbum Come Away With Me wurde zu einem ungeahnten Erfolg. Es erhält acht Grammys und verkaufte sich nach Platinauszeichnungen in 40 Ländern insgesamt 20 Millionen mal. Norah Jones selbst, die dachte, das Album würde sich nur in Jazz-Kreisen verkaufen, war am meisten überrascht über diesen ungeheuren Erfolg. Der ruhige Akustik-Pop mit Soul- und Jazz-Anklängen hatte die halbe Welt verzaubert.
2004 erschien das zweite Album Feels Like Home, das deutlich von Country-Musik beeinflusst wurde. Die Erfolgsgeschichte ging weiter. Zwei Grammys und 4 Millionen verkaufte Exemplare allein in den USA waren der Beweis.
2007 nahm Norah Jones ihr drittes Album Not Too Late in ihrem eigenen Studio auf. Zum ersten Mal war jeder Song ganz oder teilweise von ihr selbst geschrieben. Durch ihren frühen Erfolg finanziell unabhängig konnte sich die Musikerin ohne Zeitdruck ganz ihren Vorstellungen widmen. Im selben Jahr spielte Norah Jones die Hauptrolle in dem Film My Blueberry Nights.
Es folgten die Alben The Fall (2009) und ...Featuring (2010), eine Zusammenstellung aller Duette mit verschiedensten Künstlern, u.a. Ray Charles, Herbie Hancock, Foo Fighters und Ryan Adams. Norah dazu: „Einige Künstler auf diesem Album gehören zu denjenigen, die ich schon als Kind verehrt habe, während andere wesentlich jünger sind, also eher zu meinen Altersgenossen zählen. Auch wenn die Musiker höchst unterschiedlich sind, zeigte sich bei der Zusammenstellung des Albums, dass den Songs ein gemeinsames Gefühl zu Eigen ist.“
Mir gefiel die Musik von Norah Jones von Anfang an. Auch finde ich ihre Entwicklung und ihren Mut, sich auch völlig anderen musikalischen Genres zu öffnen, absolut beeindruckend.