Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!





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Dienstag, 18. Dezember 2012

Kathy Mattea



Kathy Mattea ist eine amerikanische Country-Sängerin und Songwriterin. Sie wurde 1959 in South Charleston/West Virginia geboren. Sie erhielt klassischen Gesangsunterricht in der Schule und als sie begann, sich für Folkmusik zu interessieren, lernte sie Gitarre spielen. Während ihrer Studienzeit an der West Virginia University wurde sie die Sängerin der Bluegrass-Gruppe Pennsboro. Zwei Jahre später brach sie ihr Studium ab und ging nach Nashville, um dort ihr Glück als Musikerin zu versuchen.
Dort schlug sie sich mehrere Jahre mit Nebenjobs durch bis sie 1983 endlich einen Plattenvertrag bei Mercury erhielt. 1984 erschien ihr selbst-betiteltes Debüt-Album. Aber erst das dritte, eher folk-orientierte Album Walk The Way The Wind Blows (1986) brachte den erhofften Durchbruch. Die Single Love At The Five And Dime wurde zu Kathy Matteas erstem Top-10-Hit. Sowohl die Fachpresse als auch die Hörer waren begeistert. Kathys Musik, von Folk und Bluegrass stark beeinflusst, brachte frischen Wind in die eintönig gewordene Country-Szene.
Die folgenden Alben Untasted Honey (1987) und Willow In The Wind (1989) brachten die ersten Nummer-1-Hits Goin' Gone, Eighteen Wheels And A Dozen Roses, Burnin' Old Memories und Come From The Heart und schließlich 1990 einen Grammy als Beste Country-Sängerin.
1993 erhielt Kathy Mattea für ihr Gospel-orientiertes Weihnachtsalbum Good News einen weiteren Grammy.
1994 steuerte sie zusammen mit Alison Krauss und Crosby, Stills and Nash einen Song zum Aids-Benefiz-Album Red, Hot and Country bei. Seitdem engagiert sich die Musikerin mit ganzem Einsatz für die Aids-Hilfe.
Kathy Mattea erreichte mit ihren folgenden Produktionen nicht mehr die Spitze der Charts, konnte die Alben aber weiterhin gut verkaufen. Sie reiste nach Schottland, um sich in der dortigen Folk-Szene umzuhören und arbeitete mit verschiedenen Musikern zusammen.
Die letzten beiden Alben Coal (2008) und Calling Me Home (2012) setzen sich mit dem Kohleabbau, vor allem in Kathy Matteas Heimat West Virginia, auseinander. Damit will die Künstlerin auf die sozialen und ökologischen Probleme, die Kohleabbau mit sich bringt, aufmerksam machen.









                                                                  
                                                                                                

Freitag, 16. November 2012

Alison Krauss



Alison Krauss ist eine amerikanische Country- und Bluegrass-Sängerin und Violinistin. Sie wurde 1971 in Decatur/Illinois geboren. Mit fünf Jahren begann sie Geige zu lernen und konzentrierte sich jahrelang auf die klassische Musik. Später wendete sie sich der Country- und Bluegrass-Musik zu. Sie nahm an Talentwettbewerben teil und mit 12 Jahren gewann sie die Illinois State Fiddle Championship und die Society for the Preservation of Bluegrass in America kürte sie zum Most Promising Fiddler im Mittleren Westen.
Mit erst 16 Jahren veröffentlichte Alison 1987 ihr Debüt-Album Too Late To Cry. Neben der Geige war nun auch die Stimme in den Vordergrund getreten. Sie konzentrierte sich ganz auf die, abseits der USA eher unbekannte Sparte des Country, auf Bluegrass. Und sie hatte Erfolg. Mit 19 gewann sie ihren ersten Grammy. Mit 21 Jahren wurde sie in Nashville in die Grand Ole Opry aufgenommen, die Ruhmeshalle der Countrymusik.
Alison Krauss spielt zusammen mit einer ausgewählten Gruppe von Musikern, die unter dem Namen Union Station als ihre Begleitband fungieren. Dazu gehören Dan Tyminski (Gitarre, Gesang), Ron Block (Banjo, Gitarre, Gesang), Jerry Douglas (Dobro) und Barry Bales (Bass, Gesang).
Im Laufe der Zeit konnte sie ihre Alben millionenfach verkaufen, was für eine Künstlerin aus diesem Genre fast schon als Sensation gewertet wurde. Außerhalb der USA wurde sie vor allem durch den Soundtrack des Kinofilms O Brother, Where Art Thou (2000) bekannt.
Abgesehen von ihrer eigenen Musik arbeitete sie auch mit diversen anderen Künstlern aus anderen Genres zusammen. So spielte sie mit Sting, Elvis Costello, James Taylor und das gemeinsame Projekt mit Robert Plant – Raising Sand (2007) wurde zum Riesenerfolg, es wurde 2009 mit fünf Grammys ausgezeichnet.
In ihrer Karriere konnte Alison Krauss bisher 27 Grammys mit nach Hause nehmen, was sie zur erfolgreichsten Künstlerin überhaupt macht.
2011 erschien das aktuelle Album mit Union Station, Paper Airplane. Mit ihrer bodenständigen, geradlinigen und doch oft melancholischen Musik trifft Alison Krauss den Geschmack vieler Hörer. Ihre zarte und prägnante Stimme erhebt sich wohltuend über dem üblichen Country-Allerlei. 











                                                                           



und noch eins, weil es so schön ist: 








                                                                                     

Freitag, 7. September 2012

Dolly Parton


Dolly Parton ist eine amerikanische Country-Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin. Sie wurde 1946 in Sevierville/Tennessee geboren.
Zusammen mit elf Geschwistern wuchs sie in ärmlichsten Verhältnissen in dem kleinen Dorf Locust Ridge, am Fuße der Great Smokey Mountains auf. Eine Erfahrung, die sie ihr Leben lang prägte und zu einem starken Engagement für gesellschaftlich Unterprivilegierte motivierte. Ihre Dollywood Foundation vergibt Stipendien. Zudem führt Dolly Parton über 100 Verwandte auf ihrer Gehaltsliste.
Im Alter von sieben Jahren lernte sie Gitarre spielen. Drei Jahre später trat sie zum ersten Mal öffentlich auf, mit 13 gab sie ihr Debüt in der Grand Ole Opry, wo seit 1925 Legenden wie Enrico Caruso, Doris Day, Johnny Cash, Hank Williams, Elvis Presley oder Bruce Springsteen auftreten.
Nach dem High-School-Abschluss ging Dolly Parton nach Nashville, um ihr Glück als Musikerin zu versuchen. Anfangs arbeitete sie als Songwriterin, erst 1967 konnte sie ihr Debüt-Album Hello, I'm Dolly veröffentlichen. Das Album schaffte es auf Anhieb in die Top-20. Für das Nachfolge-Album Just Because I'm A Woman (1968) arbeitete sie mit dem Country-Star Robert Wagoner zusammen. Die nächsten fünf Jahre produzierten die beiden zahlreiche Top-10-Hits und erfolgreiche Alben zusammen. Songs wie I Will Always Love You und Jolene erreichten die Chart-Spitze und machten Dolly Parton zum Star.
1974 trennte sie sich von Wagoner, um in Zukunft ihre eigenen Wege zu gehen. 1976 erhielt sie ihre eigene Fernseh-Show und 1980 spielte sie ihre erste Rolle in dem Film 9 To 5 und wurde prompt mit dem Golden Globe ausgezeichnet. Weitere Kinorollen folgten.
Bis in die 80er Jahre hinein konnte die Musikerin ihren Ruhm durch ausverkaufte Konzerte und millionenfach verkaufte Alben aufrecht erhalten, danach wurde es langsam stiller um sie. Also kümmerte sie sich um andere Dinge, wie die Eröffnung des, nach ihr benannten, Freizeitparks Dollywood. Dieser ist bis heute sehr erfolgreich und zeugt von der Geschäftstüchtigkeit der Country-Ikone.
Ende der 90er Jahren machte Dolly Parton mit zwei Bluegrass-Alben, The Grass Is Blue (1999) und Little Sparrow (2001) wieder auf sich aufmerksam. Vor Stiländerungen scheute sich die Sängerin nie, genauso wenig vor schwierigen Themen in ihren Songs. Sie schrieb über Transsexualität, Mord, Inzest oder Geisteskrankheit. Bei ihren Genre-Kollegen machte sie sich dadurch nicht nur Freunde. Respekt fordert auch ihr öffentliches Befürworten der gleichgeschlechtlichen Ehe. Die konservative Ecke der USA reagierte mit Boykottversuchen und Morddrohungen, wovon sich die Musikerin allerdings nicht beeindrucken ließ.
Auch im fortgeschrittenen Alter denkt Dolly Parton nicht an die Rente. Sie arbeitete an einem Musical über ihr Leben (9 To 5), das 2008 in Los Angeles uraufgeführt wurde und veröffentlicht weiter Alben, das letzte 2011 (Better Day).
Bis heute gilt Dolly Parton als reichste Frau im Musikgeschäft. Sie hat knapp 80 Alben aufgenommen, die sich mehr als 100 Millionen mal verkauften. Als einzige Sängerin hatte sie innerhalb von vier Jahrzehnten 25 Nummer-1-Hits und unter mehr als 3000 Songs steht ihr Name als Komponistin. Dolly Parton – ein Star der Superlative!




www.dollyparton.com         



                                                                    




                                                                       




                                                                        

Montag, 27. Februar 2012

Natalia Zukerman

Natalia Zukerman ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde als Tochter des Violinisten und Dirigenten Pinchas Zukerman und der Flötistin Eugenia Zukerman in New York geboren. Ihre Schwester Arianna Zukerman ist Opernsängerin.
Derartig musikalisch vorbelastet, sucht sich Natalia ihren eigenen Weg und findet ihn in Folk, Bluegrass, Country und Americana. Sie spielt Gitarre, Banjo und Dobro und als Vorbilder nennt sie Joni Mitchell , Ani Difranco und Bonnie Raitt. Neben der Musik betätigt sie sich auch als bildende Künstlerin, ihre Spezialität sind Wandmalereien.
2001 erscheint ihr erstes Album Mortal Child. Es folgen drei weitere unabhängig produzierte Alben. Ihr aktuelles Album Gas Station Roses erscheint 2011. Es enthält Songs mit unterschiedlichsten musikalischen Elementen. Rock ist hier ebenso zu finden wie Folk, Bluegrass und Pop.
Natalia Zukerman ist eine sehr interessante Musikerin, die durch die Vielfalt ihrer Songs und vor allem durch ihre enorme Kunstfertigkeit an diversen Saiteninstrumenten glänzt. 




www.nataliazukerman.com 




                                        
                                                                                        

Donnerstag, 19. Januar 2012

Red Molly

Red Molly ist ein Folk-Trio bestehend aus Laurie MacAllister (Gesang, Gitarre, Banjo), Abbie Gardner (Gesang, Gitarre, Dobro) und Molly Venter (Gesang, Gitarre). Die Band wurde 2004 auf dem Falcon Ridge Folk Festival gegründet. Laurie, Abby und Carolann Solebello, drei Singer-Songwriterinnnen trafen sich dort und entschlossen sich, nach einer gemeinsamen Nacht am Lagerfeuer, in Zukunft zusammen Musik zu machen. Der Name Red Molly stammt aus dem Song 1952 Vincent Black Lightning von Richard Thompson.
Von Anfang an überzeugten die drei Frauen ihr Publikum mit ihren lebendigen, engagierten Bühnenauftritten. Sie sangen sowohl Eigenkompositionen, als auch Material anderer Musiker und zu ihrem Hauptmerkmal wurde ihr wunderbarer dreistimmiger Gesang und die einfallsreichen Song-Arrangements. Ihr Musikstil bewegt sich zwischen Folk, Country und Bluegrass und wird allgemein als Americana bezeichnet.
Von Auftritten in kleinen Cafés arbeiteten sich Red Molly hoch bis zu den bekannten großen Folk-Festivals. 2006 erschien ihr erstes Album Never Been To Vegas. Das Trio erhielt gute Kritiken und konnte sich einen Namen in der Americana-Szene machen. Die folgenden Alben Love And Other Tragedies (2008) und James (2010) konnten sich in den oberen Regionen der Americana-Charts festsetzen und trugen zum wachsenden Erfolg der Band bei.
Im Juli 2010 verließ Carolann Solebello das Trio, um sich auf ihre Solo-Karriere zu konzentrieren und wurde durch die Sängerin und Gitarristin Molly Venter ersetzt.
2011 erschien das erste Album in neuer Besetzung Light In The Sky.




www.redmolly.com





                                                                




                                                                               

Montag, 17. Oktober 2011

Dixie Chicks


Die Dixie Chicks sind eine amerikanische Country-Rock-Band bestehend aus den Schwestern Emily Robison (geb.1972, Gitarre, Dobro und Banjo), Martie Maguire (geb.1969, Geige und Mandoline) und der Leadsängerin Natalie Maines (geb. 1974).
Die Band entstand 1989 an einer Straßenecke in Dallas, wo die Geschwister Emily und Martie Erwin mit den Musikerinnen Laura Lynch und Robin Lynn Macey auftraten. Die vier nannten sich Dixie Chicks und spielten vom Bluegrass inspirierte Country-Musik. Sie waren bei einem Independent-Label unter Vertrag und veröffentlichten drei Alben, die allerdings nicht weiter beachtet wurden. 1992 verließ Robin Lynn Macey die Band und 1995 wurde auch Laura Lynch abgelöst. Die neue Leadsängerin wurde Natalie Maines, die Tochter des Produzenten und Gitarristen Lloyd Maines. Mit dieser neuen und bis heute bestehenden Besetzung begann die Erfolgsgeschichte der Dixie Chicks.
Die drei Frauen änderten den Musikstil ein wenig, weg vom Bluegrass, mehr in Richtung Mainstream-Country, Natalie brachte Rock und Blues mit ein und diese Mischung war das Erfolgsrezept. Die Musikerinnen erhielten einen Vertrag bei Sony BMG und bereits ihr Debütalbum Wide Open Spaces (1998) wurde ein Riesen-Erfolg. Es verkaufte sich 12 Millionen Mal und drei Single-Auskopplungen erreichten Platz eins der Country-Charts. Auch das zweite Album Fly (1999) erzielte Spitzenplazierungen in den Charts. Die erste große Tournee führte die Dixie Chicks durch 80 amerikanische Städte und war durchwegs ausverkauft. Marty, Emily und Natalie waren Superstars.
Nach einem Streit mit der Plattenfirma erschien 2002 das Album Home als unabhängige Produktion. Die Fans waren vom weniger kommerziellen Klang erst überrascht, zeigten sich dann aber doch begeistert. Auch ohne Promotion verkaufte sich die Platte sechs Millionen Mal und führte zu einer triumphalen Tour durch die USA. Viele ihrer Auftritte waren binnen weniger Stunden ausverkauft, bei der Grammy-Zerimonie heimsten sie insgesamt vier Preise ein, darunter den für das beste Country-Album des Jahres.
Der große Bruch in der Erfolgsgeschichte der Band geschah im Frühjahr 2003, als Natalie Maines während eines Konzertes in London äußerte, die Band sei beschämt, dass der Präsident der Vereinigten Staaten aus Texas, ihrem Heimatstaat, stamme. In den USA brach daraufhin ein Sturm der Empörung los. Es kam zu Boykottaufrufen unter konservativen Country-Fans und in den amerikanischen Medien. Geschockt von dieser Reaktion entschuldigte sich Natalie öffentlich, doch der Sturm legte sich nicht. Es begann eine Hetzkampagne, in deren Zug CDs von Bulldozern plattgewalzt wurden, Radiostationen die Musik der Dixie Chicks aus ihrem Programm verbannten und sogar Morddrohungen ausgesprochen wurden. Die Künstlerinnen mussten um ihre Sicherheit und die ihrer Familien bangen.
Doch die drei Frauen ließen sich nicht einschüchtern und begannen immer offensiver ihre Meinung zu vertreten. In Interviews erklärten sie, gegen den Krieg zu sein und nicht gegen die USA und pochten vermehrt auf ihre Meinungsfreiheit. 2004 unterstützten die Dixie Chicks den Wahlkampf des Bush-Herausforderers John Kerry tatkräftig.
2006 erschien der Dokumentarfilm Dixie Chicks: Shut Up and Sing (Halt die Klappe und sing) über die Reaktionen konservativer Fans auf Maines’ Bush-kritische Äußerungen.
Den Auseinandersetzungen mit diversen Country-Medien und Sendern begegnete die Gruppe mit einem musikalischen Richtungswechsel: weg von Bluegrass und traditionellem Country, hin zu Rock und Pop. Als Produzent für das 2006 erschienene Album Taking The Long Way konnten die Dixie Chicks Rick Rubin gewinnen. Mit dem neuen Sound versuchte die Gruppe, sich einerseits etwas von der konservativen Country-Szene zu lösen, andererseits endlich auch in Europa kommerziellen Erfolg zu erzielen. Das Konzept ging auf. Das Album erzielte aus dem Stand Spitzenplatzierungen in den Charts: Platz Eins in den USA und Platz Fünf in Deutschland. Für die Musikerinnen hatte das Album noch eine ganz besondere Bedeutung.
"Dieses Album war wie eine gründliche Therapie," sagt Natalie Maines. "Ich bin jetzt im Reinen mit mir. Diese Stücke zu schreiben war wichtig. Wir haben zum Ausdruck gebracht, was wir zu sagen haben. Das war notwendig, um überhaupt weitermachen zu können."
Viele Fans taten sich offensichtlich schwer mit der musikalischen Richtungsänderung. Die Sommer-Tournee war kein Erfolg und viele Konzerte mussten abgesagt werden, weil nicht genügend Karten verkauft werden konnten. Trotz allem waren die Dixie Chicks bei der Grammy-Verleihung 2007 die mit den meisten Auszeichnungen bedachten Künstler, sie erhielten fünf Grammys, unter anderem für das beste Album und den besten Song.
2010 veröffentlichten Martie Maguire und Emily Robison ein Album als Duo unter dem Namen Court Yard Hounds. 2011 erklärten die Dixie Chicks, wieder zu dritt an einem neuen Album zu arbeiten.