Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!





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Dienstag, 6. November 2012

Alison Sudol (A Fine Frenzy)



Alison Sudol, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen A Fine Frenzy, ist eine amerikanische Sängerin und Pianistin. Sie wurde 1984 in Seattle/Washington geboren. Der Name A Fine Frenzy stammt aus dem Sommernachtstraum von William Shakespeare: „The poet’s eye, in a fine frenzy rolling, Doth glance from heaven to earth, from earth to heaven“.
Alison wuchs in Los Angeles auf und blieb als schüchternes Kind lieber für sich. Sie beschäftigte sich gerne mit Musik und Literatur. Nach dem Schulabschluss brachte sie sich selbst das Klavier spielen bei, weil sie nur damit ihre Songs schreiben konnte.
Ein erstes Demo schickte sie zu EMI und ein Vertreter des Labels besuchte die junge Künstlerin zu Hause, um sie dort spielen zu hören. Danach bot er ihr einen Vertrag an.
2007 erschien das Debüt-Album One Cell In The Sea. Es wurde wohlwollend von der Kritik aufgenommen und die Single Almost Lover entwickelte sich zum Hit. Die Musikerin mit den roten Haaren und der zarten Stimme hatte es auf Anhieb geschafft, sich einen Platz im Musik-Geschäft zu sichern. Sie ging mit Indie-Star Rufus Wainwright auf Tour bevor sie ihre eigene Tournee in Nordamerika und Europa mit großem Erfolg absolvierte. Mehrere ihrer Songs wurden in amerikanischen TV-Serien verwendet.
2009 wurde das zweite Album Bomb In A Birdcage veröffentlicht. Im selben Jahr erschien ein Live Album und der Konzert-Film A Fine Frenzy Live At The House Of Blues Chicago.
Anfang Oktober 2012 erschien das aktuelle Album Pines. Die inzwischen erblondete Alison Sudol bleibt darauf ihrem zarten Indie-Stil treu. Poetische Texte werden mit leisen Tönen kombiniert, Melodien entwickeln sich nur langsam. Die sparsame Instrumentierung bleibt meist im Hintergrund bis sich im zweiten Teil erste Rhythmen zeigen. Danach ist das Tempo deutlich höher und der Sound wechselt zum fröhlichen Mitklatsch-Pop. Pines ist ein Album, für das man sich Zeit nehmen muss, das einen dann aber um so mehr begeistert. Ein modernes, eigenwilliges Werk, das sich ganz um die Natur dreht – mutig und gelungen!










                                                                   




                                                                                              

Donnerstag, 9. August 2012

Musikgeschichte: Maria Szymanowska


Maria Szymanowska war eine polnische Pianistin und Komponistin. Sie wurde 1789 in Warschau als Maria Agata Wolowska geboren und starb 1831 in St. Petersburg.
Trotz aller Schwierigkeiten, die musizierende Frauen im 19. Jahrhundert zu erwarten hatten, konnte sich Maria Szymanowska durchsetzen und wurde zur ersten polnischen Berufspianistin, die das Ausland bereiste.
Schon früh zeigte sie eine auffällige Begabung für Musik und erhielt als Kind eine professionelle Klavierausbildung bei Antoni Lisowski und bis zu ihrem 15. Lebensjahr bei Tomasz Gremm. Danach studierte sie Komposition. Ihre ersten öffentlichen Konzerte gab sie 1810 in Warschau und in Paris. Im gleichen Jahr heiratete sie den Landgutbesitzer Józef Szymanowski, der für ihr musikalisches Schaffen keinerlei Verständnis hatte und von dem sie sich 1820 scheiden ließ. Aus dieser Ehe entsprangen drei Kinder. Ab dann widmete sie sich verstärkt dem Komponieren von Klavierstücken und Kammermusik.
Ihre Konzertreisen führten sie von ihrer polnischen Heimat nach Österreich (Wien), Deutschland (u.a. Leipzig, Berlin, Hamburg), Frankreich, England, Belgien, Holland, Italien und Russland (St. Petersburg). Hier erhielt sie auch 1828 den Titel einer Ersten Hofpianistin des russischen Zarenhauses.
Als Pianistin genoss sie allerhöchstes Ansehen: Ihr Spiel zeichnete sich nach Berichten der Zeitgenossen durch technische Meisterschaft, präzise Aufführung und große dynamische Spannweite aus. Zudem war Maria Szymanowska mutmaßlich die erste Pianistin, die ihre Stücke aus dem Gedächtnis spielte.
Sie siedelte nach St. Petersburg um und erteilte auch Klavierunterricht am Hofe. Sie unterhielt einen musikalischen Salon, der von vielen polnischen und russischen Künstler und Aristokraten besucht wurde. Auch Johann Wolfgang von Goethe lernte sie kennen und widmete ihr das Gedicht Aussöhnung.
1931 starb Maria Szymanowska erst 41jährig an Cholera.
Ihre Etüden, Präludien, Tänze, Fantasien, Menuette und vieles mehr wurden weit über die polnischen Grenzen hinaus bekannt. Die Komponistin wird inzwischen musikgeschichtlich als eine wichtige Wegbereiterin ihres 21 Jahre jüngeren polnischen Kollegen Frédéric Chopin gesehen, der von ihren Kompositionen beeindruckt war und vieles übernahm.

                                              
   

                                                                     

Montag, 6. August 2012

Zusels Lieblinge: Someone Like You - Adele



Mein heutiger Liebling ist Adeles Someone Like You, erschienen auf ihrem millionenfach verkauftem Album 21. Als Single wurde er am 15. Februar 2011 veröffentlicht. Der Song wurde von Adele und Dan Wilson geschrieben und von diesem auch produziert. Er handelt von dem Ende einer Liebesbeziehung.
Mit Sicherheit bin ich nicht die einzige, die diesen Song toll findet. Er erreichte Platz 1 der Charts in Großbritannien und in den USA. Die unvergleichlich gefühlsbetonte Art, in der Adele diese Pianoballade singt, ist einfach unwiderstehlich. Ich habe Someone Like You schon sehr oft gehört und doch berührt mich der Song immer wieder.



                                                                                                                   



Someone Like You




I heard that you're settled down
That you found a girl
And you're married now
I heard that your dreams came true
Guess she gave you things
I didn't give to you
Old friend why are you so shy
Ain't like you to hold back
Or hide from the light

I hate to turn up out of the blue uninvited but
I couldn't stay away I couldn't fight it
I had hoped you'd see my face
And that you'd be reminded that for me it isn't over

Never mind I'll find someone like you
I wish nothing but the best for you two
Don't forget me I beg I'll remember you said
Sometimes it lasts in love but sometimes it hurts instead
Sometimes it lasts in love but sometimes it hurts instead, yeah

You know how the time flies
Only yesterday was the time of our lives
We were born and raised
In a summer haze
Bound by the surprise of our glory days

I hate to turn up out of the blue uninvited but
I couldn't stay away I couldn't fight it
I had hoped you'd see my face
And that you'd be reminded that for me it isn't over

Never mind I find someone like you
I wish nothing but the best for you two
Don't forget me I beg I'll remember you said
Sometimes it lasts in love but sometimes it hurts instead

Nothing compares
No worries or cares
Regrets and mistakes they're memories made
Who would have known how bitter-sweet this would taste

Never mind I'll find someone like you
I wish nothing but the best for you
Don't forget me I beg I'll remember you said
Sometimes it lasts in love but sometimes it hurts instead

Never mind how I'll find someone like you
I wish nothing but the best for you two
Don't forget me I beg I'll remember you said
Sometimes it lasts in love but sometimes it hurts instead
Sometimes it lasts in love but sometimes it hurts instead, yeah 







 

Freitag, 27. April 2012

Musikgeschichte: Amy Beach



Amy Beach war eine amerikanische Komponistin und Pianistin. Sie wurde 1867 in Henniker/New Hampshire als Amy Marcy Cheney geboren. Sie galt schon früh als Wunderkind. Sie besaß das absolute Gehör und ein unfehlbares Gedächtnis. Als Einjährige sang sie Melodien nach, mit drei Jahren brachte sie sich das Lesen bei, und als Vierjährige komponierte sie ihre ersten Klavierstücke. Mit sieben Jahren debütierte sie als Pianistin. Schon als Kind wusste sie, dass für sie nur ein Leben als Musikerin in Frage kam. Ihre Doppelkarriere als Pianistin und Komponistin musste sie sich mühsam erkämpfen, denn ihre Eltern hielten nichts von einer Laufbahn als Berufsmusikerin.
Während ihrer Ehe mit dem 25 Jahre älteren Bostoner Arzt Dr. Beach beschränkte sie auf seinen Wunsch ihre Auftritte auf einen pro Jahr, verschenkte das Honorar an Wohltätigkeitsvereine und konzentrierte sich auf das Komponieren, das sie sich – wie auch das Orchestrieren – selbst beigebracht hatte, denn ein Studium bei professionellen Lehrkräften wurde ihr nicht gestattet. Ihre Kompositionen durfte sie veröffentlichen, aber nur unter ihrem neuen Namen: Mrs H.H.A. Beach. 1892 wurde ihre Es-dur-Messe in Boston uraufgeführt. Ihre Gaelische Sinfonie e-moll, die erste einer Amerikanerin überhaupt, erklang mit großem Erfolg vier Jahre später.
Nach dem Tod ihres Mannes (1910) nahm sie das Konzertieren wieder auf. Von 1911 bis 1914 war sie in Europa; sie trat als Pianistin auf und machte ihre Werke bekannt, jetzt unter dem Namen Amy Beach. Sie engagierte sich auch für die Belange der Frau, betonte den Wert einer umfassenden Bildung und forderte Musikerinnen auf, trotz Ehe und Mutterschaft weiterhin künstlerisch tätig zu sein. Sie war Mitbegründerin und Vorsitzende der “Association of American Women Composers”.
1914 kehrte sie in die USA zurück und verbrachte einige Zeit in der MacDowell Colony in Peterborough in New Hampshire. Seit den 1920er Jahren lebte sie in New York und arbeitete an und für die St. Bartholomew's Church an der Park Avenue in Manhattan, der größten Episcopal-Gemeinde der Stadt. Diese Position musste sie 1940 wegen einer Herzkrankheit aufgeben, an der sie 1944 verstarb.
Amy Beachs Musikstil ist der Spätromantik zuzuordnen, doch verwendet sie auch oft Elemente aus der Eskimo-, amerikanisch-indianischen, schottischen und gaelischen Folklore. Die erste Amerikanerin, die als Komponistin sinfonischer Werke internationale Anerkennung errang, ist trotz des umfangreichen Werkverzeichnisses in allen Musikgattungen in Deutschland lange unbekannt geblieben. Seit etwa 15 Jahren erlebt sie auch in Europa eine Renaissance; mehr und mehr ihrer Werke sind auf CD oder im Internet greifbar.





                                                                
                                                                                    

Montag, 30. Januar 2012

Tori Amos

Tori Amos ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1963 als Myra Ellen Amos in Newton/North Carolina geboren. Bereits mit zweieinhalb Jahren begann sie Klavier zu spielen. Mit fünf erhielt sie ein Stipendium für das renommierte Peabody-Konservatorium für Musik, an dem sie bis heute die jüngste Teilnehmerin war. Sie wurde dort in klassischem Gesang und Klavier ausgebildet und strebte eine Karriere als Konzertpianistin an. Allerdings bestand sie darauf, Musik zu „hören“ und nicht Musik zu „lesen“.  Diese Einstellung führte schließlich zur Beendigung ihres Stipendiums, als sie elf Jahre alt war.
1983 änderte sie ihren Namen in Tori, ein Jahr später zog sie nach Los Angeles und 1987 veröffentlichte sie ihre erste Platte mit einer Hard-Rock Band namens Y Kant Tori Read. Das gleichnamige Album wurde ein totaler Flop und sie löste die Band auf. In den nächsten Jahren konzentrierte sich die Musikerin auf sich selbst und entwickelte den klavierbetonten Stil, den wir auch heute von ihr kennen.
1992 erschien ihr Solodebüt Little Earthquakes, welches durch wunderschöne, sehr private Songs besticht, u.a. Me And A Gun, ein Song über Tori Amos eigene Vergewaltigung. Es verkaufte sich über zwei Millionen Mal und wurde auch von den Kritikern hoch gelobt.
Das folgende Album Under the Pink erschien 1994, konnte den kommerziellen Erfolg  des  Vorgängers noch übertreffen und brachte der Künstlerin mit der Auskopplung Cornflake Girl einen Top-Ten-Hit in Großbritannien ein. Tori Amos hatte von Anfang an Schwierigkeiten mit ihrer Plattenfirma. Ihre minimalistischen Songs waren dem Label nicht massentauglich genug. Sie setzte sich aber durch und blieb ihrem Stil treu. Im Laufe der Jahre entstanden dadurch auch Alben, die sehr kryptisch und unzugänglich klingen wie z.B. Boys For Pele (1996). In ihren Texten setzt sich die Musikerin häufig mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft auseinander. Auch aufgrund ihrer eigenen Geschichte ist dieses Thema für sie sehr wichtig. "Ich habe mich dagegen entschieden, in der Rolle des Opfers zu erstarren. Ich habe dieses unglaubliche Geschenk der Musik, und ich nutze es, bestimmte Themen immer wieder anzusprechen. Dazu gehören eben das Patriarchat und die ungerechte Machtverteilung".
Tori Amos war 1994 Mitbegründerin von RAINN (Rape, Abuse and Incest National Network), der bis heute einzigen amerikaweiten kostenlosen Notrufhotline für Vergewaltigungsopfer insbesondere für Frauen und Kinder.
Sie veröffentlicht regelmäßig alle zwei bis drei Jahre neue Alben, die sich aufgrund ihrer treuen Fangemeinde gut verkaufen. Wer sich einen Überblick über das Werk der Künstlerin verschaffen will, dem empfehle ich A Piano - The Collection (2006), eine Mischung aus Best Of und Raritätenschau, insgesamt 86 Songs auf fünf CDs aus 15 Jahren.
Natürlich sind auch die späteren Alben durchaus hörenswert. Während sich Tori Amos mit American Doll Posse (2007) durch die Darstellung unterschiedlicher Weiblichkeitsentwürfe auf die weiblichen Gottheiten des Olymp bezieht, setzt sie sich auf Abnormally Attracted To Sin (2009) mit den ambivalenten Moralvorstellungen der Gesellschaft auseinander und plädiert für spirituelles Miteinander.
Am 16. September 2011 erschien das aktuelle Album Night of Hunters, beim Label Deutsche Grammophon. Das Album besteht aus 14 Stücken, deren Melodie sich jeweils an ein klassisches Werk anlehnt.



www.toriamos.com






                                                      




                                                                         

Freitag, 13. Januar 2012

Alicia Keys

Alicia Keys ist eine amerikanische Soul- und R&B-Sängerin. Sie wurde 1981 als Alicia Augello-Cook in Manhattan/New York geboren. Die Tochter eines Flugbegleiters und einer Musicalsängerin wuchs nach der Trennung der Eltern bei ihrer Mutter auf. Sie erhielt ab dem fünften Lebensjahr Ballett- und Klavierunterricht, wobei sie sich dabei auf klassische Musik konzentrierte. In der Professional Performing Arts School lernte sie außerdem das Singen und mit 14 begann sie, ihre eigenen Songs zu schreiben.
Mit 16 entschied sich  Alicia Keys gegen ein Studium und unterschrieb stattdessen einen Plattenvertrag bei Columbia Records. Nach zwei Jahren Stagnation meldete sich die Künstlerin bei Clive Davis, dem Gründer von Arista Records und Entdecker von Aerosmith, Bruce Springsteen, Whitney Houston und vielen anderen. Dieser war von der jungen Frau sofort begeistert und kaufte sie aus ihrem Vertrag heraus. Bei seinem neuen Label JRecords veröffentlichte Alicia Keys schließlich 2001 ihr Debüt-Album Songs In A  Minor. Das Album, eine Mischung aus klassischen Motown-Elementen und zeitgemäßer R&B-Produktionen, schlug ein wie eine Bombe. Es verkaufte sich knapp 300000 Mal in der ersten Woche. Selbst der alte Hase Clive Davis war fassungslos. „Wir kamen mit der Produktion nicht mehr nach. So etwas habe ich in meiner 40-jährigen Karriere noch nicht gesehen.“  Alleine in den USA wurde Songs in A Minor sechs mal mit Platin für 6,2 Millionen abgesetzte Exemplare ausgezeichnet. Weltweit verkaufte sich das Album über zwölf Millionen Mal. Das Album, der weltweite Nummer-eins-Hit Fallin' und drei weitere erfolgreiche Singleauskopplungen machten Alicia Keys zur erfolgreichsten R&B-Sängerin des Jahres 2001. Bei der Grammy-Verleihung 2002 erhielt sie fünf Grammys, darunter in den Kategorien Bester Newcomer, Bestes R&B Album und Song des Jahres.
Ende 2003 erschien mit The Diary of Alicia Keys das zweite Album der Sängerin. Sie entwickelte sich mit mehr als acht Millionen verkauften Exemplaren zu einem weiteren Erfolg für Alicia Keys, die im Folgejahr vier weitere Grammys erhielt. Ende des Jahres 2004 veröffentlichte die Künstlerin ihr erstes Buch Tears for Water, ein Songbook mit Gedichten und Liedtexten. Gleichzeitig gelang ihr mit dem Sänger Usher und dem gemeinsamen Duett My Boo ein weiterer Nummer-eins-Hit in den Charts.
Alicia Keys interessiert sich neben der Musik auch für die Schauspielerei. Nach verschiedenen Gastauftritten in Fernsehserien war sie auch in Nebenrollen in den Filmen Smokin' Aces und The Nanny Diaries zu sehen.
2007 erschien das dritte Album As I Am, das wiederum gute Verkaufszahlen erreichte. Noch einmal zwei Grammys waren der Lohn für Alicia Keys, die 2008 zusammen mit White-Stripes-Frontmann Jack White den Titelsong zum 22. James-Bond-Film Ein Quantum Trost aufnahm.
Das vierte Studioalbum The Element Of Freedom wurde 2009 veröffentlicht und war nicht mehr so erfolgreich wie die Vorgänger. Hier erlaubte sich Alicia Keys die Freiheit, musikalisch ein wenig zu experimentieren. Trotzdem wurde das Album zu ihrem ersten Nummer-1-Hit in Großbritannien. Auch in Deutschland gab es Gold dafür.
Alicia Keys ist für die Organisation Keep a Child Alive, die hauptsächlich Familien in Afrika und Asien hilft, als Botschafterin aktiv. Sie ist seit 2010 mit dem Produzenten und Rapper Kasseem Dean verheiratet. Im selben Jahr wurde ihr Sohn in New York geboren.




www.aliciakeys.com






                                                                 

Dienstag, 15. November 2011

Vonda Shepard



Vonda Shepard ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1963 in New York geboren. Die Familie zog kurz nach ihrer Geburt nach Kalifornien und ihr Vater, ein Schauspiellehrer, förderte das musikalische Talent seiner Tochter und ermöglichte ihr Klavier- und Gesangsunterricht.
Bereits im Teenager-Alter schrieb sie eigene Songs und nahm ihr erstes Duett Can't We Try mit dem Musiker Dan Hill auf.
Nach Jahren als Background-Sängerin für Al Jarreau, Jackson Browne und Rickie Lee Jones erhielt sie schließlich 1987 einen Plattenvertrag. Das Debütalbum Vonda Shepard (1989) bekam zwar gute Kritiken, verkaufte sich aber schlecht. Auch das zweite Album The Radical Light (1992) war ein Flop und die Musikerin wurde von ihrer Plattenfirma fallengelassen. Doch sie gab nicht auf, lieh sich Geld, nahm ihr drittes Album It's Good Eve (1996) auf und tourte durch die Clubs von Los Angeles. Dort begann der Aufwärtstrend. TV-Produzent David E. Kelley suchte für seine neue Anwaltsserie einen passenden Soundtrack. Seine Frau Michelle Pfeiffer kannte Vonda durch einen gemeinsamen Gesangslehrer und nach einem Konzertbesuch engagierte David die Musikerin vom Fleck weg.
Die Serie Ally McBeal, die bald Kultstatus erreichte, wurde zum Durchbruch für Vonda Shepard. Ihr Song Searching My Soul wurde zur Titelmelodie. Neben der Musik hatte sie Gastauftritte in der Serie. Sie fungierte als Sängerin in der Bar unter der Anwaltskanzlei. Während ihrer Zeit bei Ally McBeal veröffentlichte die Musikerin zwei Soundtrack-Alben, die jeweils Platin erreichten. Später erschienen noch zwei Compilations mit Ally-Titeln. Die vier Ally McBeal-Alben erreichten durch Vondas unverkennbare Stimme und der Abwechslung zwischen neuen Versionen alter Evergreens und typischen Shepard-Balladen ähnlichen Kultstatus wie die Anwaltsserie.
Nach dem Ende der Serie 2002 wurde es auch still um Vonda Shepard. Sie veröffentlichte noch weitere Alben, die aber deutlich im Schatten von Ally McBeal stehen. Nach der Hochzeit mit Musikproduzent Mitchell Froom 2004 und der Geburt ihres Sohnes 2006 zieht sich Vonda ins Privatleben zurück. Ab 2009 ist Vonda Shepard wieder auf Tour. 2010 tritt sie in Deutschland auf und zeigt, welch großartige Musikerin sie ist - auch ohne Ally McBeal.












                                                             






                                                                                   


Freitag, 28. Oktober 2011

Carole King


Im heutigen Beitrag beschäftige ich mich mit einer der ganz großen alten Damen des Musikgeschäfts - Carole King.
Carole King ist eine amerikanische Singer-Songwriterin und Pianistin. Sie wurde 1942 in Brooklyn/NewYork als Carole Klein geboren. Mit vier Jahren erhielt sie Klavierunterricht und während ihrer Schulzeit begann sie mit dem Komponieren von Songs. Am College lernte sie ihren ersten Ehemann Gerry Goffin kennen. Mit ihm zusammen bildete sie eines der bedeutendsten Songschreiber-Duos der 60er Jahre. Carole King komponierte die Melodien und Goffin schrieb die Texte.
Es entstanden unzählige Hits, die zu Evergreens wurden. Ihren ersten Nummer-Eins-Hit hatte die 18-jährige Carole mit dem Song Will You Love Me Tomorrow, geschrieben für die schwarze Girlgroup The Shirelles. Weitere Hits waren u.a. The Locomotion (Little Eva), Take Good Care Of My Baby (Bobby Vee) und One Fine Day (The Chiffons).
Aufgrund des Vietnamkrieges und der pazifistischen Flowerpower-Hippie-Gegenbewegung entdeckte Carole King ihre Leidenschaft für die Ideale der Blumenkinder. Zusammen mit Legenden wie Bob Dylan, Donovan, Woody Guthrie und Pete Seeger lieh sie der Friedensbewegung ihre Stimme und wurde dadurch zum unüberhörbaren Sprachrohr einer ganzen Generation. In dieser Zeit zog sie von New York nach Los Angeles, wo sie ihren zweiten Mann Charles Larkey kennen lernte. Larkey ersetzte Goffin nicht nur als Ehemann, sondern auch als Songschreiber. Der erste Hit aus dieser Zusammenarbeit, (You Make Me Feel Like) A Natural Woman ging in der Version von Aretha Franklin 1967 um die Welt.
Durch den Zuspruch des Sängers James Taylor begann Carole King 1970 mit eigenen Bühnenauftritten und veröffentlichte ihr zwar von Kritikern gelobtes, aber sonst kaum beachtetes erstes Soloalbum Writer. Im Jahr darauf folgte mit Tapestry eines der erfolgreichsten Alben der Popmusik. Mit einem auf Jazz, Blues und Soul basierenden sanften Rock schuf Carole King einen eigenen Musikstil, der nachhaltigen Einfluss auf die Pop- und Rockmusik hatte. In den folgenden 30 Jahren verkauft sich Tapestry weltweit 22 Millionen mal und bleibt über 25 Jahre das bestverkaufte Album einer weiblichen Solo-Sängerin. Auf dem Album befinden sich Klassiker wie So Far Away, It’s Too Late, You've Got A Friend und Natural Woman. Die ausgekoppelte Single It's Too Late hielt sich 1971 fünf Wochen auf Platz 1 der US-Singlescharts.
An diesen Erfolg konnte Carole King zwar nicht mehr anschließen, trotzdem erreichten die folgenden Alben einmal Multi-Platin, zwei Mal Platin und sechs Mal Goldstatus. Anfang der 80er zog sie, inzwischen aus dritter Ehe verwitwet, in ein kleines Bergdorf in Idaho und engagierte sich in der Umweltschutzbewegung. Nach einer längeren musikalischen Pause bringt sie seit Ende der 80er Jahre in unregelmäßigen Abständen Neuerscheinungen auf den Markt, bei denen sie unter anderem von Musikern wie Eric Clapton und k.d. Lang unterstützt wird. Sie ist weiterhin als Songwriterin erfolgreich und schreibt z.B. für Mariah Carey und Celine Dion.
2010 feiert die Musikerin zusammen mit James Taylor große Erfolge mit ihrer Troubadour Reunion Tour. Die beiden konnten mehr als 700000 Karten für ihre Show verkaufen und waren damit eine der erfolgreichsten Shows des Jahres.
Carole King ist außerdem als Schauspielerin tätig und hatte in den 90ern große Erfolge am Broadway. Politisch setzt sie sich nach wie vor für die Linksliberalen und die Bürgerrechtsbewegung ein.
Im April 2012 werden die Memoiren der großen Musikerin erscheinen; der Titel – A Natural Woman.





www.caroleking.com   






                                                                                                                                                   




                                                                     

Dienstag, 4. Oktober 2011

Missy Higgins


Missy Higgins ist eine australische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1983 als Melissa Morrison Higgins in Melbourne geboren. Mit sechs Jahren erhielt sie Klavierunterricht und interessierte sich später auch für den Gesang. Mit 15 schrieb sie einen Song für eine Schulaufführung. Dieser Song All For Believing gewann später den ersten Preis in einem Radio-Nachwuchswettbewerb. 2001 erhielt Missy Higgins einen Plattenvertrag. Die Aufnahmen mussten allerdings warten, da die junge Frau noch eine Rucksack-Reise geplant hatte. 2002 verbrachte sie daher in Europa, während ihr Gewinner-Song inzwischen sogar von amerikanischen Radiosendern gespielt wurde.
2003 entstand eine erste EP Missy Higgins. 2004 folgte eine weitere EP Scar, die in Australien sehr erfolgreich wurde. Sie kletterte auf Platz 1 der Charts und wurde mit Platin ausgezeichnet. Im selben Jahr erschien das erste Album The Sound Of White und konnte ebenfalls die Charts-Spitzenposition erklimmen. Es war das meistverkaufte Album des Jahres in Australien und hat mittlerweile Neunfach-Platin (560.000 verkaufte Exemplare) erreicht.
Missy Higgins hatte es in ihrem Heimatland geschafft. Sie startete ihre erste eigene Tour und räumte bei den australischen Music Awards fünf Preise ab.
Ab 2005 tourte die Musikerin auch in den USA und Großbritannien, um ihre Karriere auch im Ausland an zuschieben.
2007 erschien das zweite Album On A Clear Night, das wie sein Vorgänger in Australien zum Hit wurde. Doch auch in den USA wurde Missy Higgins nun wahrgenommen. Sie sang beim Live Earth-Konzert mit und tourte als Opener mit den Indigo Girls. Das Album schaffte es auch hier in die Charts und die Single Where I Stood fand Verwendung in der TV-Serie Grey's Anatomy.
Ein drittes Album wird 2012 erwartet.
Australien ist ganz schön weit weg von Europa, daher ist es relativ selten, dass australische Musikerinnen auch in unseren Breiten bekannt werden. Ich mag den klavier- orientierten Rock/Pop von Missy Higgins, den sie in breitestem Dialekt vorträgt. Ich bin gespannt,was das nächste Album bringt.




www.missyhiggins.com 






                                                                  

                                                                                           


Donnerstag, 22. September 2011

Vienna Teng



Vienna Teng ist eine amerikanische Singer-Songwriterin und Pianistin. Sie wurde 1978 in Saratoga/Kalifornien als Cynthia Yih Shih geboren. Ihre Eltern sind Chinesen aus Taiwan.
Mit fünf Jahren erlernte sie das Klavier und in der Highschool schrieb sie ihre ersten Songs. Vienna Teng studierte Informatik an der Stanford University, machte ihren Abschluss und arbeitete zwei Jahre als Programmiererin. Musik war aber weiterhin ein großer Teil ihres Lebens. 2002 hängte sie schließlich ihren Job an den Nagel, um sich ganz der Musik zu widmen.
Im selben Jahr erschien das erste Album Waking Hour. Ein Auftritt in der Late Show von David Letterman brachte sie einem größeren Publikum näher. Es folgten weitere Auftritte im Fernsehen und sie spielte als Opening Act für Joan Baez, Marc Cohn, Shawn Colvin und den Indigo Girls.
Das Album Warm Strangers (2004) und auch das folgende Dreaming Through The Noise (2006) waren kommerziell recht erfolgreich und manifestierten Vienna Tengs Ruf als aufstrebende Musikerin. Sie tut sich selbst schwer damit, ihren Musikstil einzuordnen: „Irgendwo zwischen Folk und Pop, mit ein bisschen Klassik und Jazz.“ Ihre Musik zeichnet sich durch eine ruhige Melodieführung, vielschichtige Klavierarrangements und ihre zarte klare Stimme aus. Der San Francisco Chronicle schreibt:“Ihre Songs gleichen Träumen: Bilder werden oft nur angedeutet, aber die Emotionen, die sie in Erinnerung rufen, sind klar und deutlich."
Vienna Teng ist eine dieser Musikerinnen, die immer auf der Suche nach neuen kreativen Anstößen ist, um sie dann in ihrer Musik zu verarbeiten. Das Ergebnis ist frisch, beinahe avantgardistisch und nie langweilig.




www.viennateng.com 







                                                               



                                                             

Donnerstag, 15. September 2011

Norah Jones


Norah Jones ist eine amerikanische Jazz-Sängerin, Pianistin und Songwriterin. Sie wurde 1979 in New York als Geethali Norah Jones Shankar geboren und ist die Tochter des indischen Sitar Spielers Ravi Shankar.
Nach der Scheidung der Eltern 1986 wuchs Norah bei ihrer Mutter in Texas auf. Mit fünf sang sie im Kirchenchor und zwei Jahre später lernte sie Klavier spielen und später Altsaxophon. Mit 15 besuchte sie die High School für Performing and Visual Arts in Dallas.
Mit 16 änderte sie mit der Erlaubnis ihrer Eltern ihren Namen offiziell in Norah Jones. 1997 ging sie an die University Of North Texas und studierte Jazzpiano. 1999 ging Norah Jones nach New York und gründete ihre eigene Band. 2001 erhielt sie einen Vertrag bei dem renommierten Label Blue Note Records.
Das 2003 veröffentlichte Debütalbum Come Away With Me wurde zu einem ungeahnten Erfolg. Es erhält acht Grammys und verkaufte sich nach Platinauszeichnungen in 40 Ländern insgesamt 20 Millionen mal. Norah Jones selbst, die dachte, das Album würde sich nur in Jazz-Kreisen verkaufen, war am meisten überrascht über diesen ungeheuren Erfolg. Der ruhige Akustik-Pop mit Soul- und Jazz-Anklängen hatte die halbe Welt verzaubert.
2004 erschien das zweite Album Feels Like Home, das deutlich von Country-Musik beeinflusst wurde. Die Erfolgsgeschichte ging weiter. Zwei Grammys und 4 Millionen verkaufte Exemplare allein in den USA waren der Beweis.
2007 nahm Norah Jones ihr drittes Album Not Too Late in ihrem eigenen Studio auf. Zum ersten Mal war jeder Song ganz oder teilweise von ihr selbst geschrieben. Durch ihren frühen Erfolg finanziell unabhängig konnte sich die Musikerin ohne Zeitdruck ganz ihren Vorstellungen widmen. Im selben Jahr spielte Norah Jones die Hauptrolle in dem Film My Blueberry Nights.
Es folgten die Alben The Fall (2009) und ...Featuring (2010), eine Zusammenstellung aller Duette mit verschiedensten Künstlern, u.a. Ray Charles, Herbie Hancock, Foo Fighters und Ryan Adams. Norah dazu: „Einige Künstler auf diesem Album gehören zu denjenigen, die ich schon als Kind verehrt habe, während andere wesentlich jünger sind, also eher zu meinen Altersgenossen zählen. Auch wenn die Musiker höchst unterschiedlich sind, zeigte sich bei der Zusammenstellung des Albums, dass den Songs ein gemeinsames Gefühl zu Eigen ist.“
Mir gefiel die Musik von Norah Jones von Anfang an. Auch finde ich ihre Entwicklung und ihren Mut, sich auch völlig anderen musikalischen Genres zu öffnen, absolut beeindruckend. 
















                                                                            

Mittwoch, 31. August 2011

Sara Bareilles


Sara Bareilles (sprich: Bar-rell-is) ist eine US-amerikanische Singer-Songwriterin und Pianistin. Sie wurde 1979 in Eureka/Kalifornien geboren. Nach einem Studium an der University of California, tingelte sie in Clubs und Bars und veröffentlichte 2003 zwei Demo Alben, die hauptsächlich Live-Tracks enthielten.
2004 erschien das Independent-Album Careful Confessions. Sara Bareilles, die sich ihre musikalischen Fähigkeiten selbst beibrachte, erweckte schließlich das Interesse eines Major Labels und erhielt einen Plattenvertrag bei Epic Records. Ihr 2007 veröffentlichtes Album Little Voice wurde zu einem vollen Erfolg.
Die Hitsingle Love Song erreichte die Top Ten der US Billboard Charts und auch das Album konnte dorthin folgen.
Saras Musik kann man als Piano-orientierten, Jazz-inspirierten Soul-Pop bezeichnen. Dazu kommt ihre kraftvolle Stimme, die jeden ihrer Songs zu etwas Besonderem werden lässt.
Auf ausgedehnten Konzertreisen durch die ganze Welt, unter anderem als Support für Maroon 5 und Mika, konnte sie zahlreiche Fans für sich gewinnen.
2011 erschien ihr drittes Studio-Album Kaleidoscope Heart.
Obwohl ich persönlich nicht wirklich ein Klavier-Fan bin, ist Sara Bareilles eine der wenigen Ausnahmen. Eine wunderbare Stimme, ganz besondere Songs.