Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!





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Montag, 18. Februar 2013

Newcomerinnen: Lisa Marie Neumann (Marie & The RedCat)



 
Lisa Marie Neumann ist eine deutsche Singer-Songwriterin, vor allem bekannt als Sängerin der Band Marie & The RedCat. Sie wurde 1986 in Homburg geboren, wuchs in St.Ingbert im Saarland auf und hatte von Kindesbeinen an mit Musik zu tun. Ab ihrem 6. Lebensjahr nahm sie 10 Jahre lang klassischen Geigenunterricht und spielte im städtischen Orchester. Mit 16 Jahren entdeckte sie die Gitarre für sich und begann das Instrument autodidaktisch zu erlernen. Ab diesem Zeitpunkt fing sie an, eigene Songs und Kompositionen zu schreiben. Sie sang in einigen Bands, zum teil Coversongs, zum teil eigene Musik und probierte sich auch im Nachstellen von Musicals mit Schauspiel, Tanz und Kostüm in der Musicalformation "Chorwurm".
Ende 2008 begann sie nach einer Ausbildung zur Maßschneiderin ihr Studium an der Popakademie Mannheim, das sie 2012 erfolgreich abschloss und arbeitet seit dem als freiberufliche Musikerin & Künstlerin.
Lisa Marie Neumann fand schon zu Beginn ihres Studiums die vier Musiker, die bis heute die Instrumentalisten ihrer Band Marie & The RedCat sind. Mit Wolfgang Morenz (Gitarre), Sebastian Rotard (Schlagzeug), Johann Seifert (Bass) und Florian Donaubauer (Keyboards) hat die Musikerin die vier Jahre an der Popakademie genutzt, um ihren eigenen Sound zu finden. Herausgekommen ist ein sympathischer Akustikpop mit Indie-Einflüssen. Lisa Maries jazzig angehauchte Stimme komplettiert den erfrischenden und warmen Klang.
Im Herbst 2012 erschien das Debüt-Album von Marie & The RedCat – Home. Neben einer eigenen Tournee und Auftritten mit verschieden Künstlern wie Xavier Naidoo oder Laith Al Deen, ist die Band schon in der zweiten Spielzeit am Maxim Gorki Theater in Berlin Teil des Ensembles des Theaterstücks Zeit zu lieben, Zeit zu sterben.
Eine junge deutsche Band, deren Musik Lust macht auf mehr. 










                                                                                                                          
                         

Dienstag, 15. Januar 2013

Sophie Hunger



Sophie Hunger ist eine Schweizer Musikerin. Sie wurde 1983 als Emilie Jeanne-Sophie Welti geboren. Als Tochter eines Diplomaten wuchs sie in verschiedenen Städten (London, Bonn und Zürich) auf. Als Kind erhielt sie für einige Zeit Klavierunterricht, doch das ernsthafte Interesse für Musik begann erst nach dem Abitur.
Zwischen 2002 und 2006 war sie Gastsängerin bei dem Projekt Superterz, sie ist auch auf dem 2006 veröffentlichten Album Standards zu hören. Ab 2004 war sie zudem als Sängerin Mitglied in der Indie-Rock-Band Fisher, die sich 2007 auflöste.
Ihr erstes Album Sketches On Sea erschien 2006 unter dem Pseudonym Sophie Hunger - zusammengesetzt aus Weltis zweitem Vornamen und dem Mädchennamen ihrer Mutter. Obwohl kein großes Label hinter der Produktion stand, verkaufte sie einige Tausend Tonträger. Kollegen wie der Jazztrompeter Erik Truffaz oder der Sänger Stephan Eicher wurden auf sie aufmerksam und buchten sie als Support-Act. So tourte die Musikerin durch Europa und wurde allmählich einem breiteren Publikum bekannt. 2008 hatte sie einen umjubelten Auftritt beim legendären Jazz-Festival in Montreux.
Zudem komponierte sie für den Film Der Freund (2008) die Filmmusik und übernahm eine Nebenrolle.
2008 erschien das zweite Album Monday's Ghost, das es auf Anhieb auf Platz 1 der Schweizer Charts schaffte. Durch die Unterstützung eines Major-Labels erschien das Album wenige Wochen später auch in Frankreich, Deutschland und Österreich. Die eigenwillige Musik der Sophie Hunger, eine Mischung aus Indie-Pop, Folk, Jazz und Rock-Elementen, hatte eine größere Zuhörerschaft gefunden. Mit ihren Liedern, die sie in Englisch, Deutsch und Schweizerdeutsch singt, erzählt sie oft rätselhafte Geschichten, die - laut eigenen Aussagen - nichts mit ihr zu tun haben. „Ein Lied, das von mir handelt, kann kein gutes Lied sein, weil es keine Größe hat. Ein großes Lied muss eine Bedeutung haben, die über mich hinausgeht.“
2010 wurde das Album 1983 veröffentlicht. Von Sophie selbst produziert, erreichte es wiederum die Spitze der Schweizer Charts. Höhepunkt der dazugehörenden Tournee war der Auftritt beim Glastonbury-Festival, wo Sophie Hunger als erste Schweizerin überhaupt in Erscheinung trat.
Im Oktober 2012 erschien ihr aktuelles Album The Danger Of Light.











                                                                 

und noch eins auf Deutsch:



                                                                      


                                                                               

Montag, 26. November 2012

Jennifer Weist (Jennifer Rostock)





Jennifer Weist ist eine deutsche Rocksängerin, vor allem bekannt durch ihre Band Jennifer Rostock. Sie wurde 1986 in Zinnowitz auf der Insel Usedom geboren. Ihren Bandkollegen Joe Walter lernte sie bereits mit 13 Jahren bei einer Karaoke-Show kennen. Wenig später spielten die beiden zusammen bei einer Schülerband.
Sie versuchten sich im Laufe der Zeit in mehreren Genres, sangen zuerst auf Englisch, dann auf Deutsch und begannen schließlich eigene Songs zu schreiben.
Nach dem Schulabschluss 2006 zogen die beiden nach Berlin und lernten dort ihre zukünftigen Bandmitglieder Alex, Christoph und Baku kennen.
Der Bandname Jennifer Rostock entstand eher zufällig und in Ermangelung einer besseren Alternative. 2007 gab die Band unter ihrem neuen Namen erste Konzerte und erhielt einen Plattenvertrag von Warner Music. Im November erschien eine erste EP und 2008 wurde die Debüt-Single Kopf oder Zahl veröffentlicht, das Album Ins offene Messer folgte kurz darauf. In der TV-Show Bundesvision Song Contest 2008 konnte die Band mit einem 5. Platz für bundesweite Aufmerksamkeit sorgen.
Zwei weitere Alben, Der Film (2009) und Mit Haut und Haar (2011), wurden recht erfolgreich und Jennifer Rostock konnte sich einen Platz in der deutschen Musikszene sichern. Die Band ist vor allem auch als Live-Act sehr beliebt, nicht zuletzt dank ihrer Frontfrau Jennifer Weist. Mit ihrer direkten, unverblümten Art und ihrer Power-Stimme hat sie sich in die Herzen der Fans gesungen.










                                                                                                                   

                                                                                               

Montag, 12. November 2012

Wallis Bird



Wallis Bird ist eine irische Musikerin. Sie wurde 1983 in Meath geboren. Schon kurz nach ihrer Geburt schenkte ihr Vater ihr eine Gitarre. Dass aus ihr schließlich eine filigrane Gitarristin wurde, ist insofern erstaunlich, als ihr mit gerade mal anderthalb Jahren alle Finger der linken Hand von einem Rasenmäher abgetrennt wurden. Vier davon konnten der Linkshänderin wieder angenäht werden, nur der kleine Finger fehlt. Aus diesem Grund entwickelte sie einen einzigartigen Gitarrenstil. Sie spielt eine Rechtshänder-Gitarre seitenverkehrt, ohne die Saiten umzuspannen.
Nach der Schule zog Wallis nach Dublin, um am Bellyfermot College Musik mit Fachrichtung Songwriting zu studieren. Während dieser Zeit trat sie bereits in kleineren Clubs und auf Festivals auf. Während eines Austauschs in Deutschland lernte sie Musiker kennen, die später in ihrer Band spielten und auch ihren Produzenten Marcus Wüst. Sie blieb schließlich 18 Monaten hier und studierte ein Semester an der Pop-Akademie in Mannheim. 2006 produzierte sie eine EP mit dem Titel Branches Untangle.
Die Popularität der Irin wuchs stetig, was das Interesse renommierter Labels weckte. Wallis unterschrieb im Oktober 2006 schließlich bei Island Records. 2007 erschien dann das Debüt-Album Spoons, das den Sprung in die britischen Charts schaffte.
2009 wurde das zweite Album New Boots veröffentlicht. Wallis Bird überraschte hier mit einer etwas raueren Gangart, konnte aber auch damit ihren Hörerkreis zunehmend erweitern. 2010 tourte sie durch ganz Europa.
2012 erschien das aktuelle Album Wallis Bird, auf dem sich die Musikerin ausgeglichener präsentiert. Sie scheint ihren Stil gefunden zu haben. 











                                                                




                                                                                       

Dienstag, 6. November 2012

Alison Sudol (A Fine Frenzy)



Alison Sudol, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen A Fine Frenzy, ist eine amerikanische Sängerin und Pianistin. Sie wurde 1984 in Seattle/Washington geboren. Der Name A Fine Frenzy stammt aus dem Sommernachtstraum von William Shakespeare: „The poet’s eye, in a fine frenzy rolling, Doth glance from heaven to earth, from earth to heaven“.
Alison wuchs in Los Angeles auf und blieb als schüchternes Kind lieber für sich. Sie beschäftigte sich gerne mit Musik und Literatur. Nach dem Schulabschluss brachte sie sich selbst das Klavier spielen bei, weil sie nur damit ihre Songs schreiben konnte.
Ein erstes Demo schickte sie zu EMI und ein Vertreter des Labels besuchte die junge Künstlerin zu Hause, um sie dort spielen zu hören. Danach bot er ihr einen Vertrag an.
2007 erschien das Debüt-Album One Cell In The Sea. Es wurde wohlwollend von der Kritik aufgenommen und die Single Almost Lover entwickelte sich zum Hit. Die Musikerin mit den roten Haaren und der zarten Stimme hatte es auf Anhieb geschafft, sich einen Platz im Musik-Geschäft zu sichern. Sie ging mit Indie-Star Rufus Wainwright auf Tour bevor sie ihre eigene Tournee in Nordamerika und Europa mit großem Erfolg absolvierte. Mehrere ihrer Songs wurden in amerikanischen TV-Serien verwendet.
2009 wurde das zweite Album Bomb In A Birdcage veröffentlicht. Im selben Jahr erschien ein Live Album und der Konzert-Film A Fine Frenzy Live At The House Of Blues Chicago.
Anfang Oktober 2012 erschien das aktuelle Album Pines. Die inzwischen erblondete Alison Sudol bleibt darauf ihrem zarten Indie-Stil treu. Poetische Texte werden mit leisen Tönen kombiniert, Melodien entwickeln sich nur langsam. Die sparsame Instrumentierung bleibt meist im Hintergrund bis sich im zweiten Teil erste Rhythmen zeigen. Danach ist das Tempo deutlich höher und der Sound wechselt zum fröhlichen Mitklatsch-Pop. Pines ist ein Album, für das man sich Zeit nehmen muss, das einen dann aber um so mehr begeistert. Ein modernes, eigenwilliges Werk, das sich ganz um die Natur dreht – mutig und gelungen!










                                                                   




                                                                                              

Montag, 22. Oktober 2012

Neuerscheinungen: Tina Dico - Where Do You Go To Disappear?



Anfang September 2012 ist das fünfte Studio-Album der dänischen Singer-Songwriterin Tina Dico – Where Do You Go To Disappear? - erschienen. Die Musikerin hatte sich zusammen mit ihrem langjährigen musikalischen, und inzwischen auch Lebenspartner, Helgi Jonsson in ihr neues Domizil in Island zurückgezogen, um die 12 Songs für das neue Album zu schreiben und zu produzieren. 
So klingt das Werk dann auch eher ruhig und manchmal beinahe karg, fast wie eine typisch isländische Landschaft. Von Langeweile kann aber keine Rede sein, denn Tina Dico streut immer wieder schnellere Rhythmen und Grooves ein, die bisweilen sogar tanzbar sind. Dieser Synthie-Sound ist das neue an Where Do You Go To Disappear. Der bekannte Folk-Pop der Dänin geht hier in Richtung Elektro-Pop und gibt der ganzen Produktion eine unterhaltsame Frische.
Vor allem Moon To Let, True North und You Wanna Teach Me To Dance bringen durch ihren Elektro-Sound viel Abwechslung in das Album. Songs wie The World's Perfect, Sunrise und Where Do You Go To Disappear sind munterer Indie-Pop auf hohem Niveau. Für beinahe hypnotische Ruhe sorgen The Tip Of The Iceberg, eine wunderbare Ballade, in der die Liebe zwischen zwei Menschen mit einem Eisberg verglichen wird und Point Of No Return, in dem die Abhängigkeit von einem Menschen beschrieben wird.
An die frühere, folkigere Tina Dico erinnern nur The Other Side und You Leave, You Learn.
Insgesamt gefällt mir Where Do You Go To Disappear sehr gut. Es hat mich nicht beim ersten Hören gepackt, doch bei genauerem Hinhören hat sich mir die neue Vielfalt in der Musik von Tina Dico mehr und mehr erschlossen. Ihre Stimme ist wie immer einzigartig und an der Qualität ihrer Songs bestehen sowieso keine Zweifel. Für Fans der ersten Stunde sind die neuen Klänge sicherlich gewöhnungsbedürftig, aber diese musikalische Entwicklung findet auf so hohem Niveau statt, dass man sich getrost darauf einlassen kann.


 Hörtipp: We'r All Experts, The Tip Of The Iceberg, The Other Side









                                                                                             

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Björk



Björk ist eine isländische Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin. Sie wurde 1965 in Reykjavik als Björk Guðmundsdóttir geboren. Als Kind lernte sie Klavier spielen und wurde bei einer Radiosendung von einem Produzenten entdeckt, der 1977 mit Björk ihr erstes gleichnamiges Album aufnahm. Es enthielt verschiedene isländische Kinderlieder und Coverversionen populärer Titel wie z.B. Fool On The Hill von den Beatles. Das Album wurde zum Hit in Island und Björk eine Art Kinder-Star.
Schon bald interessierte sich die junge Musikerin für Punk und gründete in den folgenden Jahren mehrere Bands. Der Erfolg stellte sich erst 1987 ein, als sie mit einigen befreundeten Musikern die Band Sugarcubes gründete. Schon ihre erste Single Birthday leitete mit Björks unvergleichlichem Gesang und experimentellen Sounds den Kult um die eigenständigen Post-Punker ein. Nach vier, auch international erfolgreichen, Alben trennten sich die Sugarcubes 1992 wieder.
Björk widmete sich nun zunehmend der britischen Dance/Electro-Szene. Sie fasste in der Londoner Szene schnell Fuß und lernte Nellee Hooper, den Soul II Soul-Produzenten, kennen. Zusammen mit Talvin Singh, der für die Streicherarrangements engagiert wurde, arbeiteten sie an Björks Album Debut, das 1993 erschien. Es verkaufte sich auf Anhieb 3,5 Millionen mal. Auch als Solo-Künstlerin konnte sich Björk also schnell etablieren.
1995 folgte das zweite Album Post, auf dem Björk neben ihren Vertrauten Nellee Hooper und Graham Massey auch mit Howie B und Tricky zusammen arbeitete.
Björk fungierte auch als Songwriterin für andere Musiker. So schrieb sie das Lied Bedtime Story für Madonna. Madonna hätte gern Material für ein ganzes Album gehabt, Björk lehnte dies jedoch ab. Auch eine Einladung Madonnas lehnte Björk mit der Begründung ab, dass ein Zusammentreffen zufällig und nicht unter verkrampften Umständen stattfinden sollte.
Ende 1997 veröffentlichte sie mit Homogenic ein ganz außergewöhnliches und sehr nachdenkliches Album. Zwischen mal schmeichelnden, mal fremdartig klingenden Keyboard- und Streicherelementen, grummelnden Basslinien und zögerlichen Grooves erzeugte Björks fragile Stimme ihr unverwechselbares Ambiente.
Um etwas Abstand vom Musikgeschäft zu gewinnen, beschäftigte sich Björk mit dem Film. 1999 schrieb sie die Musik zum Lars von Trier-Film Dancer In The Dark, in dem sie auch gleich die Hauptrolle spielte. Beim Cannes Film Festival 2000 erhielt sie die Auszeichnung als beste Darstellerin, ebenso bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises des gleichen Jahres. Sie wurde außerdem für den Golden Globe nominiert. Der Soundtrack zu dem Film erschien unter dem Titel Selmasongs. Das Stück I've Seen It All erhielt jeweils eine Golden Globe- und Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Filmsong, konnte sich aber nicht durchsetzen.
2004 produzierte die experimentierfreudige Björk das A capella-Album Medulla. Zur Seite standen ihr renommierte Vocal-Artisten wie Rahzel, die 'human beatbox' von The Roots, die Kopfstimmenspezialistin Tanya Tagaq oder der Faith No More-Frontmann Mike Patton.
2011 erschien das multimediale Gesamtkunstwerk Biophilia. Die Live-Shows wurden von Apps, Installationen, Workshops und einer speziellen Website mit 3D-Animationen begleitet.
Bleibt zu hoffen, dass uns die kreative Künstlerin auch in Zukunft weiter mit ihren außergewöhnlichen Projekten überrascht.









                                                                 

                                                                                                  



Montag, 17. September 2012

Newcomerinnen: Mia Diekow

 
Aus Hamburg kommt eine neue Stimme am deutschen Musikhimmel. Die 26jährige Mia Diekow hat Ende Juli ihr Debüt-Album Die Logik liegt am Boden veröffentlicht. Die 14 Songs bewegen sich zwischen Chanson-Pop und Indie. Auffallend sind besonders die ausdrucksstarken Texte, die Mia alle selbst schreibt und auf die sie großen Wert legt.
Aber auch musikalisch hat die junge Musikerin einiges zu bieten. Aufgewachsen in einer Musikerfamilie – der Vater spielt Geige, die Mutter singt – atmet sie Musik von klein auf ein. Sie lernt Klavier, ist aber zu faul zum üben und konzentriert sich auf ihre Stimme. Erst im Heimstudio ihres Vaters entdeckt Mia Diekow ihre eigene Welt. Sie experimentiert mit der Technik, schafft eigene Sounds und beginnt, eigene Songs zu schreiben. Die Aufnahmen zu ihrem Album sind dementsprechend unkonventionell: "Ich habe vorab,
einhergehend mit dem Schreiben, viele Sounds bei mir im Wohnzimmer aufgenommen, mit meinem ganzen Gerassel und Geklingel, mit allem was meine Instrumenten-Kiste, Küche und Zimmereinrichtung zu bieten hat. Später im Home Studio mit Philipp (Produzent Philipp Schwär) kamen dann große und laute Sachen dazu, wie Schlagzeug und Bass und richtige Gitarren. Wie ein Mosaik, Patchwork, hippiemäßig.“
Bunt und abwechslungsreich klingen ihre Lieder. In einem Moment beherrschen Streicher, Piano und Melancholie das Herz. Doch schon im nächsten pumpt ein Beat aus den Boxen, und Diekow heult dazu wie ein Wolf. Zusammengehalten wird die bunte Tüte aus Stil und Einflüssen von Pop bis Jazz durch Mias zwar äußerst wandelbare, aber doch immer prägnante Stimme.
Es gibt Künstler, die erzählen jedem von ihrer dringlichen Botschaft. Für Mia Diekow ist das nichts: Sie will, dass ihre Musik und ihre Texte für sich selbst sprechen. Und das tun sie. Laut und vernehmlich und es macht Spaß zuzuhören.











                                                                     



                                                                                                     

Dienstag, 28. August 2012

Jen Foster


Jen Foster ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wuchs in Houston, Texas auf, wo sie mit acht Jahren begann, Gitarre zu spielen. Mit 16 schrieb sie ihren ersten Song und somit stand für sie fest, dass sie Musikerin werden würde.
Sie ging nach Los Angeles, um ihren Traum zu verwirklichen. Dort spielte sie abends in Cafés und Clubs und hielt sich tagsüber mit diversen Jobs über Wasser. Der erhoffte Durchbruch blieb jedoch aus und Jen Foster zog in die Music-City Nashville, um dort ihr Glück zu versuchen.
2003 gründete sie ihr eigenes Indie-Label Fosterchild Records. Im selben Jahr veröffentlichte sie ihr erstes Album Everybody's Girl. Die Kritiken waren durchwegs gut und Jen startete eine erste kleine Tour. Sie erarbeitete sich im Laufe der Zeit eine kleine, treue Anhängerschar. Vor allem in Lesben-Clubs war sie – als offen lesbische Musikerin - immer sehr willkommen. Ihre Auftritte überzeugen durch ihre charmante, humorvolle Art. Aufgelockert durch kleine Geschichten bringt sie den Hörern ihre Songs näher, immer getragen von ihrer ausdrucksstarken Stimme.
2006 erschien das zweite Album The Underdogs. 2009 veröffentlichte Jen Foster die Single I Didn't Just Kiss Her, eine Antwort auf Katy Perry's Hit I Kissed A Girl und sorgte damit für einiges Aufsehen. Im selben Jahr erschien das bisher letzte Album Thirty-Nine.
Mehrere ihrer Songs sind inzwischen in Film und Fernsehen verwendet worden, so zuletzt im Film Elena Undone.
Im Moment tourt Jen Foster durch die USA, um ihre aktuelle EP You Stayed zu promoten.












                                                                     

                                                                                               

Montag, 13. August 2012

Scout Niblett


Scout Niblett ist eine englische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1973 als Emma Louise Niblett in Staffordhire geboren.
Schon als Kind war es ihr Ziel, Musikerin zu werden, also lernte sie erst Blockflöte, dann Klavier und später Gitarre. Ihr Künstlername Scout stammt aus dem Roman Wer die Nachtigall stört. Mit 19 ging sie nach Nottingham und studierte am dortigen College Film, Performance-Kunst und Musik. 1999 traf sie den Schlagzeuger Kristian Goddard und beschloss, mit ihm zusammenzuarbeiten. Mit seiner Unterstützung nahm sie 2001 ihr Debüt-Album Sweet Heart Fever auf und bekam beim Label Secretly Canadian einen Plattenvertrag. Schon zu Beginn ihrer Karriere zeichnete sich Scout Niblett durch intensiven Gesang, spärliche Instrumentierung (Akustikgitarre, Schlagzeug) und eine gewisse Rohheit aus. Sie machte sich vor allem mit ihren eindrücklichen Live-Shows einen Namen: Allein auf der Bühne begleitet sie ihren emotionsgeladenen Gesang abwechselnd am Schlagzeug und der Gitarre. Mit Leib und Seele gibt sie sich ihren leidenschaftlichen Songs hin, was nicht selten in einem fast schon hysterisch anmutenden Schreikrampf endet. Zum Bühnenoutfit gehört eine blonde Perücke - Scout tritt nie ohne auf.
Die Musikerin tourte mit Cat Power, mit der sie auch öfter verglichen wird und erarbeitete sich eine kleine Indie-Fangemeinde.
Zu den Aufnahmen ihres dritten Albums Kidnapped By Neptune (2005) holt sie sich eine Band ins Studio, um die sonst so spröde Instrumentierung aufzumotzen. Doch bei den beiden nächsten Alben This Fool Can Die Now (2007) und The Calcination Of Scout Niblett setzte die Musikerin wieder auf sparsame Arrangements und schlichte Gitarrenbegleitung.
Scout Niblett ist eine der ungewöhnlichsten Erscheinungen im Musikgeschäft. Ihre kargen Songs sind oft düster, leise und introvertiert, manchmal aber auch laut und dramatisch. Sie nehmen den Hörer mit auf eine Reise, die mal angenehm, mal schaurig, immer aber sehr intensiv ist.








                                                             


                                                                                 



Dienstag, 7. August 2012

Butterfly Boucher


Butterfly Boucher ist eine australische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1979 in Adelaide geboren. Als mittlere von sieben Schwestern kam sie schon früh mit Musik in Kontakt. Sie lernte Gitarre und spielte Bass in verschiedenen Bands ihrer Schwestern.
Durch Besuche bei Verwandten in Tennessee in den USA, lernte sie die Music-City Nashville kennen und verliebte sich in die Stadt. Ihr Debüt-Album Flutterby (2003) wurde dort aufgenommen und die Musikerin lebt auch heute in Nashville. Ihr frischer Indie-Pop kam beim Publikum gut an und 2004 erhielt Butterfly Boucher die Gelegenheit, mit den Barenaked Ladies und Sarah McLachlan auf Tour zu gehen.
Wegen Schwierigkeiten mit ihrer Plattenfirma konnte sie ihr zweites Album erst 2009 veröffentlichen. Scary Fragile enthielt die Single A Bitter Song, die mehrfach im amerikanischen TV verwendet wurde, z.B. in Greys Anatomy. Aufmerksamkeit bekam sie auch für ihr Duett Changes, das sie zusammen mit David Bowie für den Soundtrack zum Film Shrek 2 aufgenommen hat.
Butterfly Boucher engagiert sich auch bei der Gruppe Ten Out Of Tenn, einem Projekt von verschiedenen Musikern aus Nashville. Dort lernte sie auch Katie Herzig kennen, mit der sie seitdem Songs schreibt und Auftritte hat.
2011 spielte sie Bass in der Band von Sarah McLachlan auf ihrer US-Tour.
2012 erschien ihr drittes Album Butterfly Boucher, das die Musikerin selbst veröffentlichte. Anschließend arbeitete sie zusammen mit Missy Higgins an derem neuen Album The Ol' Razzle Dazzle. Sie fungierte als Co-Autorin und Produzentin.
Im Sommer 2012 spielt Butterfly Boucher mit Katie Herzig und Missy Higgins auf einer Tournee in den USA.











                                                                







                                                                           

Montag, 25. Juni 2012

Zusels Lieblinge: Alin Coen - Festhalten



Ich habe Alin Coen zum ersten Mal bei Ina Müller gesehen. Da hat sie genau dieses Lied gesungen. Ich war sofort begeistert und habe mir ziemlich schnell danach das Album Wer Bist Du? (2010) zugelegt. Es sind mehrere schöne Titel auf der CD, aber Festhalten finde ich nach wie vor herausragend. Es ist sehr zart und zerbrechlich und geht mir absolut unter die Haut. Der Text ist wunderschön und sehr einfühlsam. Alins Stimme passt perfekt dazu.
Hört euch das Lied an und genießt die ruhigen Töne.







                                                                       Festhalten





Ich halte dich fest im Arm
und ich spüre deinen Atem warm an meinem Hals,
dabei frag ich mich 'Liebe ich dich auch oder mag ich dich?'
Warum es wohl so zusammen fällt, das die Zuneigung sich nicht die Waage hält.
Ich bin selbst verwirrt über mein Gefühl
Ich halte dich fest, doch ich bleibe kühl
Und ich weiß nicht, wann das Eis endlich bricht
So wie es ist gefällt, es mir nicht
hey du weinst ja..
Und ich bleibe stumm und ich frag mich warum
wo der Haken liegt ist mir nicht klar,
eigentlich finde ich dich ganz wunderbar.
Ja, ich merke ich bin von dir entzückt,
solange mich die Nähe nicht erdrückt
Ich empfinde leider nicht wie du, will mich öffnen dabei mach ich zu
Ich weiß nicht wie ich das ändern kann, ich halte dich fest und ich schau dich an
Und ich mag es in deine Augen zusehn und ich kann mich selber auch nicht verstehn
man du weinst ja..
Und ich fühl mich gemein und so mag ich nicht sein.
Ich halte dich fest im Arm und ich spüre deinen Atem warm an meinem Hals, dabei frag ich mich 'Liebe ich dich auch oder mag ich dich?' 














 

Donnerstag, 14. Juni 2012

Neuerscheinungen: Bear Creek - Brandi Carlile



Am 5.Juni 2012 ist das neue Album von Brandi Carlile – Bear Creek – erschienen. Es ist das vierte Studio-Album der amerikanischen Indie-Musikerin und wurde produziert von Grammy-Gewinnerin Trina Shoemaker. Der Titel Bear Creek bezieht sich auf die Bear Creek Studios, wo das Album aufgenommen wurde.
Brandi Carlile hat mit ihren 13 neuen Songs eine kleine Kurskorrektur in Richtung Country vorgenommen. Mandoline, Banjo und Geige unterstützen den neuen Sound im Hintergrund, ohne aufdringlich zu wirken. Einfach, geradlinig und ohne großen technischen Aufwand produziert, entfalten die Lieder einen beinahe nostalgischen Charme.
Das Album beginnt mit drei deutlich Folk-orientierten Songs (Hard Way Home, Raise Hell und Save Part Of Yourself), die zum Mitklatschen einladen. Gefolgt von der Single-Auskopplung That Wasn't Me, einer Piano-Ballade, die Brandi für ein Familienmitglied geschrieben hat, das mit Alkohlproblemen kämpft.
Das grandiose Keep Your Heart Young beschäftigt sich mit Kindheitserinnerungen wie selbstgebastelte Funkgeräte und Schneebälle. I Still Be There erinnert am ehesten an die früheren Carlile-Alben, während 100 die poppigste Nummer des Albums ist. Am Ende bringen Rise Again und In The Morrow wieder Country-Rock-Sound von allerhöchster Qualität.
Das besondere an Bear Creek sind die Melodien der Songs. Jeder einzelne Titel hat eine eigene, sehr besondere Melodie, die ihn einzigartig macht. Getragen wird das Album natürlich auch von Brandi Carliles herausragender Stimme, die es immer wieder schafft, dem Hörer unter die Haut zu gehen.
Insgesamt ist Bear Creek ein sehr persönliches, ehrliches und gefühlvolles Album, das durch seine starken, unverwechselbaren Songs besticht. Brandi Carlile ist hier zusammen mit den kongenialen Musiker-Zwillingen Tim und Phil Hanseroth ein Meisterstück gelungen. Ein erdig klingendes, natürliches Album, das mit seiner Ausdruckskraft im aktuellen Musikgeschehen seinesgleichen sucht.
Mein Hörtipp:
Das ganze Album, aber besonders Hard Way Home, That Wasn't Me und In The Morrow






                                                                





Freitag, 18. Mai 2012

Emiliana Torrini



Emiliana Torrini ist eine isländische Musikerin. Sie wurde 1977 in Kópavogur als Tochter eines italienischen Gastwirts und einer Isländerin geboren. Schon früh interessierte sie sich für Musik, mit sieben Jahren sang sie im Chor. Ab dem 15 Lebensjahr ließ sie sich an einer Opernschule ausbilden. Wegen ihrer multinationalen Familie reiste sie viel in der Weltgeschichte herum und spricht nicht zuletzt aus diesem Grund fließend deutsch, englisch, italienisch, isländisch und dänisch.
Mit der Indierock-Formation Spoon nahm sie 1994 das gleichnamige Album auf und sang bei insgesamt sechs Songs. Den Wendepunkt in Richtung Pop-Musik brachte der 50. Geburtstag ihres Vaters. Für ihn nahm sie einige Blues- und Jazz-Songs auf, die, später auf Platte gepresst - Crouçie d'Où La(1995) - an die Spitze der isländischen Verkaufscharts stürmten und für Wochen nicht von der Pole-Position zu verdrängen waren.
Danach begann Emiliana Torrini, eigene Songs zu schreiben und sang nebenher in Bars und Restaurants. Bei einem dieser Auftritte wurde ein Vertreter des Labels One Little Indian auf sie aufmerksam, so dass er sie vom Fleck weg für sein Label unter Vertrag nahm. In Zusammenarbeit mit Roland Orzabal, der einen Hälfte von Tears For Fears, produzierte sie dort das Album Love In The Time Of Science (1999). Die sanfte Elektronik brachte ihr das Prädikat Trip Hop ein. Aufgrund ihrer Herkunft und der Klangfarbe ihrer Stimme wurde sie von Kritikern häufig mit Björk verglichen, ihrer Labelkollegin bei One Little Indian Records. Emiliana Torrini distanzierte sich aber von Anfang an von diesem Vergleich.
2000 erschien die CD Stuck Between Rock and a Hard Place – ein Projekt mit vier weiteren Künstlern unter dem Namen NUD. 2002 sang sie für den zweiten Teil der Herr der Ringe-Filmtrilogie das Lied Gollum’s Song.
Ihr Album Me and Armini, das sich in seiner eher poporientierten Ausrichtung von den Vorgängerwerken unterscheidet, erschien 2008. Aus diesem Album stammt Emiliana Torrinis in Deutschland bislang erfolgreichstes Lied Jungle Drum, das im März 2009 in Deutschland veröffentlicht wurde. Es schaffte den Platz 2 der deutschen Jahrescharts und erreichte Platin-Status.
Emiliana Torrini hat sich inzwischen als wandlungsfähige Künstlerin etabliert, die sich zeitgeistlichen Strömungen nicht unterwerfen muss, um kreativ überraschen und überzeugen zu können.









                                                                                            

                                                                                      

Donnerstag, 3. Mai 2012

Marina Diamandis (Marina and the Diamonds)



Marina Diamandis - besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Marina and the Diamonds - ist eine walisische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1985 in Abergavenny geboren. Bis zu ihrem 16.Lebensjahr lebte sie in Wales, nach der Scheidung der Eltern zog sie mit ihrem Vater nach Griechenland. Zwei Jahre später kehrte sie nach Wales zurück, um zu studieren. Nachdem sie mit 18 ihr Studium abgebrochen hatte, zog sie nach London, wo sie zwei Monate lang eine Tanzausbildung absolvierte. 2005 nahm sie ein Jahr lang Gesangsunterricht an der West London Music School und sang für Musicals wie The Lion King vor.
Marina begann, eigene Songs zu schreiben, nahm ein Demoband auf und trat in verschiedenen Londoner Clubs auf. 2008 erhielt sie einen Plattenvertrag und sang im Vorprogramm des australischen Sängers Gotye. Ihre erste Single Obsessions erregte schnell die Aufmerksamkeit der Musikpresse. Mit ihrer variantenreichen Stimme wurde sie oft mit Kate Bush verglichen. Noch ohne ganzes Album wurde sie für das traditionsreiche Glastonbury-Festival gebucht, wo sie am frühen Nachmittag die Fans begeisterte.
2010 wurde das Debütalbum The Family Jewels veröffentlicht. Es erreichte Platz fünf der britischen Albumcharts, wo es mit Gold ausgezeichnet wurde. Am 14. Februar 2010 startete ihre erste Tour, die sieben Konzerte in Großbritannien, Irland und Kontinentaleuropa umfasste. Nach der Veröffentlichung der EP The American Jewels unter dem amerikanischen Label Chop Shop Records wurde auch ihr Debütalbum in den USA veröffentlicht.
Die Single Hollywood, ein Indie-Popsong über die Verführbarkeit des Amerikanischen Traums, erreichte sowohl in Deutschland als auch in Großbritannien die Top 15 der Singlecharts und machte Marina and the Diamonds international bekannt. Sie hat mit ihrem ganz eigenen Stil irgendwo zwischen Indie-Pop, Electro und sphärischem Piano-Pop gefunden. Vergleiche mit anderen Musikerinnen muss sie inzwischen nicht mehr fürchten. Sie hat ihre eigene Stimme.
Die Fans warten gespannt auf das Erscheinen des zweiten Albums, das für Mitte Mai 2012 angekündigt ist.







               


                                                


                                                                              

Freitag, 23. März 2012

Sarah Blasko



Sarah Blasko ist eine australische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1976 in Sydney geboren. Erst mit 19 Jahren nahm sie Gesangsunterricht und begann, Gitarre zu spielen. An der Universität erlangte sie einen Abschluss in englischer Literatur und Filmwissenschaften.
Ab 1998 sang Sarah Blasko zusammen mit ihrer Schwester Kate in der Band Acquiesce. Außerdem schrieb sie an den meisten Songs mit. Die Band erreichte nur lokale Aufmerksamkeit und trennte sich 2001 wieder.
Danach konzentrierte sich die Musikerin auf ihre Solo-Karriere. Mit Unterstützung ihres Managers veröffentlichte sie 2002 ihre erste EP Prelusive. Nachdem sie bei einer Plattenfirma unter Vertrag war, folgte das Album The Overture & The Underscore (2004). Das Werk erhielt gute Kritiken und verkaufte sich passabel. Sarah Blaskos Musikstil – akustische Musik und elektronische Elemente – wurde mit Fiona Apple verglichen.
Auch das folgende Album What The Sea Wants The Sea Will Have (2006) wurde ein Erfolg und konnte sich in den australischen Charts festsetzen.
Für da 2009 erschienene Album As Day Follows Night arbeitete Sarah Blasko mit dem schwedischen Produzenten Björn Yttling zusammen. Sie verzichtete hier auf elektrische Gitarren und Keyboards, um den Sound einfacher und geradliniger zu gestalten. Auch dieses Album reihte sich nahtlos in die Erfolgsgeschichte der Musikerin ein.
2011 nahm Sarah Blasko zusammen mit ihren Kolleginnen Holly Throsby und Sally Seltmann das Album Seeker Lover Keeper auf und ging als Teil der gleichnamigen Gruppe auf Tour. Im selben Jahr erschien die EP Cinema Songs, die neben vier weiteren Titeln ein wunderbares Cover des Olivia Newton-John Hits Xanadu enthält.









                                                   

                                                                       

Montag, 19. März 2012

Liz Phair



Liz Phair ist eine amerikanische Rock-Sängerin. Sie wurde 1967 in New Haven/Connecticut als Elisabeth Clark Phair geboren. Sie und ihr Bruder wurden vom Ehepaar Phair adoptiert und wuchsen in einem Vorort von Chicago auf.
Nach ihrem Uniabschluss im Fach Kunstgeschichte zog Liz in Chicago mit ihrer E-Gitarre durch Nachtlokale und Bars unter dem Pseudonym Girly Sound. 1991 nahm sie mehrere Demotapes auf, von denen eines auf dem Schreibtisch des Vorsitzenden des Labels Matador Records landete. Sie erhielt einen Vertrag über zwei Alben und eine EP und begann mit der Arbeit an ihrem Debütalbum Exile in Guyville. Der Titel des Albums ist eine Anspielung auf Exile on Main Street von den Rolling Stones – das "Guyville" soll für die männlich-dominierte Indie-Szene Chicagos stehen. Durch poprockige Gitarrenarrangements unterstützt, sang Liz Phair über ihr Dasein als Frau – und vor allem unverblümt über Sex. Das Album kam 1993 auf den Markt und erhielt viele positive Kritiken und wird vom amerikanischen Rolling Stone in der Liste der 200 Essential Albums aufgeführt.
Mit ihrem zweiten Album Whip-Smart (1994) schaffte es die Musikerin aufs Cover des Rolling Stone, der sie zu einem neuen Rockstar erklärte. Zwar stieg das Album in die US-Top 30 ein, die Single Supernova sogar in die Top Ten, doch der große Erfolg hielt nicht an. Als sie sich auf whitechocolatespaceegg (1998) mit ihrer Ehe und ihrem Leben als Mutter auseinandersetzte, schwand das öffentliche Interesse merklich.
Nach fünf Jahren Pause schloss sie im Juni 2003 die Arbeiten an ihrem Album Liz Phair ab, das bei Capitol Records erschien. Das Album und die Singles Why Can't I? und Extraordinary waren in den Charts erfolgreich – die Fans der ersten Stunde warfen ihr allerdings "Ausverkauf" vor, da sich das Album mehr am Pop-Mainstream orientierte. 2005 folgte dann mit Somebody’s Miracle ihr zweites und zugleich letztes Album für Capitol., das allerdings kaum für Furore sorgte.
Seit 2008 arbeitet Liz Phair als Komponistin für das amerikanische Fernsehen.
2010 erschien das Album Funstyle, das experimentelle und sehr unorthodoxe Songs enthält. Die Künstlerin probierte sich hier einfach aus – ohne Rücksicht auf Plattenfirma, Fans oder Erfolg. Mutig!