Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!
Eva
Croissant ist eine deutsche Singer-Songwriterin. Sie wurde 1991 in
Kleinfischlingen geboren. Sie wuchs auf dem Hof ihrer Eltern auf und
zog nach der Scheidung der Eltern mit ihrem Vater nach Karlsruhe.
Nach der
11. Klasse brach sie das Gymnasium ab, schlug sich eine Weile mit
Nebenjobs durch und ab 2009 lebte sie als professionelle Musikerin.
Im
Februar 2012 veröffentlichte Eva Croissant ihr Debüt-Album Du bist
nicht irgendwer. Von August bis November 2012 nahm sie bei der
Casting-Show The Voice of Germany teil und konnte dabei sehr viele
Anhänger gewinnen. Ihre Eigenkomposition Dein Herz trägt Felsen
schaffte es in die deutschen Single-Charts.
Eva
Croissant bevorzugt die ruhigeren Töne, die sie auch ausgezeichnet
beherrscht. Sie schreibt tiefgehende Texte und singt sie mit einer
schönen, klaren Stimme. Für alle, die es etwas leiser mögen, ist
diese junge, erfrischende Musikerin genau das Richtige.
Sophie
Hunger ist eine Schweizer Musikerin. Sie wurde 1983 als Emilie
Jeanne-Sophie Welti geboren. Als Tochter eines Diplomaten wuchs sie
in verschiedenen Städten (London, Bonn und Zürich) auf. Als Kind
erhielt sie für einige Zeit Klavierunterricht, doch das ernsthafte
Interesse für Musik begann erst nach dem Abitur.
Zwischen
2002 und 2006 war sie Gastsängerin bei dem Projekt Superterz, sie
ist auch auf dem 2006 veröffentlichten Album Standards
zu hören. Ab 2004 war sie zudem als Sängerin Mitglied in der
Indie-Rock-Band Fisher,
die sich 2007 auflöste.
Ihr
erstes Album Sketches On Sea erschien 2006 unter dem Pseudonym Sophie
Hunger - zusammengesetzt aus Weltis zweitem Vornamen und dem
Mädchennamen ihrer Mutter. Obwohl kein großes Label hinter der
Produktion stand, verkaufte sie einige Tausend Tonträger. Kollegen
wie der Jazztrompeter Erik Truffaz oder der Sänger Stephan Eicher
wurden auf sie aufmerksam und buchten sie als Support-Act. So tourte
die Musikerin durch Europa und wurde allmählich einem breiteren
Publikum bekannt. 2008 hatte sie einen umjubelten Auftritt beim
legendären Jazz-Festival in Montreux.
Zudem
komponierte sie für den Film Der Freund (2008) die Filmmusik und
übernahm eine Nebenrolle.
2008
erschien das zweite Album Monday's Ghost, das es auf Anhieb auf Platz
1 der Schweizer Charts schaffte. Durch die Unterstützung eines
Major-Labels erschien das Album wenige Wochen später auch in
Frankreich, Deutschland und Österreich. Die eigenwillige Musik der
Sophie Hunger, eine Mischung aus Indie-Pop, Folk, Jazz und
Rock-Elementen, hatte eine größere Zuhörerschaft gefunden. Mit
ihren Liedern, die sie in Englisch, Deutsch und Schweizerdeutsch
singt, erzählt sie oft rätselhafte Geschichten, die - laut eigenen
Aussagen - nichts mit ihr zu tun haben. „Ein Lied, das von mir
handelt, kann kein gutes Lied sein, weil es keine Größe hat. Ein
großes Lied muss eine Bedeutung haben, die über mich hinausgeht.“
2010
wurde das Album 1983 veröffentlicht. Von Sophie selbst produziert,
erreichte es wiederum die Spitze der Schweizer Charts. Höhepunkt der
dazugehörenden Tournee war der Auftritt beim Glastonbury-Festival,
wo Sophie Hunger als erste Schweizerin überhaupt in Erscheinung
trat.
Im
Oktober 2012 erschien ihr aktuelles Album The Danger Of Light.
Heidi
Marie Vestreheim ist eine norwegische Singer-Songwriterin. Sie wurde
1977 in dem kleinen Ort Öystese an der Westküste Norwegens geboren.
Mit 17 Jahren begann sie, ihre eigenen Songs zu schreiben. Vorbilder
waren dabei Musikerinnen wie Tori Amos, Laura Veirs oder die Indigo Girls.
Um mehr
mit anderen Künstlern in Kontakt zu kommen, ging sie nach Bergen und
tauchte in die dortige Musikszene ein. Zwei Jahre spielte sie
zusammen mit der Electronic- und Funkband Atakama. Nach der
Veröffentlichung einer CD und umfangreichen Touren trennten sich die
Wege der Musiker wieder und Heidi Marie Vestreheim konzentrierte sich
auf ihre Solo-Karriere.
Sie
gründete ein eigenes Label und veröffentlichte 2004 ihr Debüt-Album
Signs And Fiction. Das zweite Album Beautiful Houses folgte 2006.
Neben
der Musik arbeitet die Künstlerin auch für das norwegische
Fernsehen als Moderatorin, vor allem für Kindersendungen.
Für das
aktuelle Album I Want To Go (2012) ließ sich Heidi Marie Vestreheim
viel Zeit. Es ist ein überwiegend akustisches Album mit Folk-,
Gospel- und Country-Elementen. Die Songs handeln ausschließlich von
Dingen, die die Musikerin selbst erlebt hat. "Ich kann nicht vorgeben,
irgendetwas zu sein, was ich nicht bin", sagt die offen lesbisch
lebende Musikerin. Authentizität, viel Gefühl und Melodien mit
Ohrwurmcharakter – das ist die Musik von Heidi Marie Vestreheim.
Alix
Dobkin ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1940 in
New York geboren. Aufgewachsen in einer jüdischen kommunistischen
Familie im Schmelztiegel Philadelphia, interessierte sie sich früh
für Kunst und Musik. Sie brachte sich selbst das Gitarre spielen bei
und machte ihren Abschluss an der Tyler School Of Art.
1962
ging sie nach New York und trat in der Greenwich Village
Kaffeehaus-Szene als Folk-Sängerin auf. Drei Jahre später heiratete
sie Sam Hood, den Besitzer des berühmten Gaslight Cafe. Sie ging mit
ihm nach Miami. Bekam eine Tochter und führte ein recht
traditionelles Leben.
1972
hatte Alix Dobkin ihr Coming Out als lesbische Frau und fokussierte
ihr musikalisches Interesse auf den Feminismus und dabei besonders
auf das lesbische Leben.
1973
erschien ihr Album Lavender Jane Loves Women, von und für Lesben
produziert und damit weltweit das erste seiner Art. Von Anfang an war
Alix Dobkin sehr offen ihrem Publikum gegenüber. Sie war nach jedem
Auftritt ansprechbar und bereit über feministisch-lesbische Themen
zu diskutieren. In den frühen 70er Jahren war sie damit eine der
ganz wenigen Künstlerinnen, die offen und ehrlich über ihre
Homosexualität sprachen und diese sogar in den Mittelpunkt stellten.
Auch das
zweite Album Living With Lesbians (1975) beschäftigte sich mit
diesem Thema.
Mit
ihren Songs tourte sie durch die USA, Canada, Großbritannien und
Australien. Sie besuchte Frauen-Kommunen, organisierte Workshops und
verbreitete somit ein Stück lesbische Kultur.
Auch
heute noch, im fortgeschrittenen Alter ist Alix Dobkin aktiv. Sie
singt bei politischen und lesbischen Veranstaltungen und ist Mitglied
der OLOC (Old Lesbians Organizing For Change).
Kathy
Mattea ist eine amerikanische Country-Sängerin und Songwriterin. Sie
wurde 1959 in South Charleston/West Virginia geboren. Sie erhielt
klassischen Gesangsunterricht in der Schule und als sie begann, sich
für Folkmusik zu interessieren, lernte sie Gitarre spielen. Während
ihrer Studienzeit an der West Virginia University wurde sie die
Sängerin der Bluegrass-Gruppe Pennsboro. Zwei Jahre später brach
sie ihr Studium ab und ging nach Nashville, um dort ihr Glück als
Musikerin zu versuchen.
Dort
schlug sie sich mehrere Jahre mit Nebenjobs durch bis sie 1983
endlich einen Plattenvertrag bei Mercury erhielt. 1984 erschien ihr
selbst-betiteltes Debüt-Album. Aber erst das dritte, eher
folk-orientierte Album Walk The Way The Wind Blows (1986) brachte den
erhofften Durchbruch. Die Single Love At The Five And Dime wurde zu
Kathy Matteas erstem Top-10-Hit. Sowohl die Fachpresse als auch die
Hörer waren begeistert. Kathys Musik, von Folk und Bluegrass stark
beeinflusst, brachte frischen Wind in die eintönig gewordene
Country-Szene.
Die
folgenden Alben Untasted Honey (1987) und Willow In The Wind (1989)
brachten die ersten Nummer-1-Hits Goin' Gone, Eighteen Wheels And A
Dozen Roses, Burnin' Old Memories und Come From The Heart und
schließlich 1990 einen Grammy als Beste Country-Sängerin.
1993
erhielt Kathy Mattea für ihr Gospel-orientiertes Weihnachtsalbum
Good News einen weiteren Grammy.
1994
steuerte sie zusammen mit Alison Krauss und Crosby, Stills and Nash
einen Song zum Aids-Benefiz-Album Red, Hot and Country bei. Seitdem
engagiert sich die Musikerin mit ganzem Einsatz für die Aids-Hilfe.
Kathy
Mattea erreichte mit ihren folgenden Produktionen nicht mehr die
Spitze der Charts, konnte die Alben aber weiterhin gut verkaufen. Sie
reiste nach Schottland, um sich in der dortigen Folk-Szene umzuhören
und arbeitete mit verschiedenen Musikern zusammen.
Die
letzten beiden Alben Coal (2008) und Calling Me Home (2012) setzen
sich mit dem Kohleabbau, vor allem in Kathy Matteas Heimat West
Virginia, auseinander. Damit will die Künstlerin auf die sozialen
und ökologischen Probleme, die Kohleabbau mit sich bringt,
aufmerksam machen.
Kara
Grainger ist eine australische Singer-Songwriterin.
Zusammen
mit ihrem Bruder, dem bekannten Mundharmonika-Spieler Mitch Grainger,
spielte sie in ihrer Heimat in der Blues-Band Papa Lips. Sie
veröffentlichten zwei Alben und tourten mehrfach durch Australien.
Außerdem war sie Sängerin und Gitarristin der Steve Prestwich Band.
Im Laufe
der Zeit konzentrierte sich Kara mehr und mehr auf ihre eigenen
Songs. Sie hatte Auftritte als Solo-Künstlerin, nahm an
Songwriting-Wettbewerben teil und produzierte eine EP (Secret Soul).
2005 zog
Kara Grainger in die Musik-Stadt Nummer 1 – Los Angeles. Dort
machte sie sich einen Namen als Americana-Sängerin und versierte
Gitarristin.
2008
erschien ihr Debüt-Album Grand And Green River. Das Album schaffte
den Sprung in die Americana-Charts und erhielt gute Kritiken von der
Fachpresse. Mit ihrer Mischung aus Blues, Folk und souligem Pop hat
sich die Musikerin eine eigene Nische geschaffen.
Die
inzwischen doch ansehnliche Fanschar wartet inzwischen ungeduldig auf
ein neues Album.
Susan
Werner ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1965 in
Manchester/Iowa geboren. Sie interessierte sich schon früh für
Musik und lernte Gitarre und Klavier. Nach der Highschool studierte
sie Gesang mit der Zielrichtung Oper.
Ein
Konzert von Nanci Griffith veranlasste sie dazu, ihren musikalischen
Fokus zu verändern. Sie begann damit, eigene Songs zu schreiben und
trat im Großraum Philadelphia, New York und Boston auf.
1993
veröffentlichte sie ihr Debüt-Album Midwestern Saturday Night auf
ihrem eigenen Label. Nach und nach machte sich Susan Werner einen
Namen in der Folk-Szene. Sie veröffentlichte mehrere Alben und
tourte ununterbrochen. Sie spielte dabei mit Größen wie Joan
Armatrading und Richard Thompson.
2001 zog
sie nach Chicago und überraschte die Musik-Szene mit dem reinen
Jazz-Album I Can't Be New (2004). Mit ihren Kompositionen, die in der
Tradition eines Cole Porter angelegt waren, traf sie dennoch ihren
eigenen Ton und konnte sich damit eine ganz neue Zuhörerschaft
eröffnen.
Susan
Werners siebtes Album, The Gospel Truth (2007) beschäftigte sich mit
Religion, Glauben und sozialer Verantwortung. Auf Classics (2009)
singt sie Pop-Songs aus den 60er und 70er Jahren, begleitet von
klassischen Musikinstrumenten.
Das
aktuelle Album Kicking The Beheeve (2011), produziert von Rodney
Crowell und aufgenommen in Nashville, geht wieder mehr in Richtung
Folk und Country.
Mal
sehen, womit uns die Künstlerin in den nächsten Jahren noch
überrascht.
Barbara
Clear ist eine deutsche Musikerin und Künstlerin. Sie wurde 1964 in
Bad Homburg vor der Höhe als Barbara Klier geboren. Sie hat
unmittelbar nach dem Abitur 1983 angefangen zu singen. Statt zu
studieren ist sie sieben Jahre lange nachts Taxi gefahren, tagsüber
komponierte sie.
Die
ersten Konzerte gab sie auf Volksfesten und in verrauchten Kneipen
hessischer Kleinstädte, bis Plattenfirmen aufmerksam wurden. Zu
einem Vertrag ist es jedoch nie gekommen; sie habe alle Angebote
abgelehnt, sagt sie.
Spätestens
da wurde klar: Barbara Clear tickt nicht wie alle anderen. Sie ist
nicht bereit Kompromisse einzugehen, vor allem, wenn es um ihre Musik
geht. "Sie wollen dich in ihr Konzept pressen. Dann schmeißen
sie eine CD auf den Markt und wenn es nicht sofort läuft, dann sitzt
du in der Schublade und wartest darauf, dass der Vertrag ausläuft."
Also
blieb die Künstlerin ihrem Weg treu und verbreitete ihre Musik
allein, ohne Plattenfirma und ohne Manager. Sie spielte in kleinen
Lokalen, Festzelten, Cafés, Clubs und auf auf Partys.
Im Jahr
2001 hatte sie die verrückte Idee, die Olympiahalle in München für
ein Konzert zu mieten. Gesagt, getan, sie mietete die Halle auf
eigenes Risiko und verbrachte die nächsten Jahre damit, Karten für
das große Konzert zu verkaufen. Auf mehr als 220 kleinen Konzerten
machte sie für sich Werbung und die Lawine kam ins Rollen. Die
Presse wurde auf Barbara Clear aufmerksam und verfolgte interessiert
ihre Bemühungen.
Würde
es eine unbekannte Musikerin schaffen, die große Olympiahalle
zumindest annähernd zu füllen?
Die
Antwort lautete ja. Im April 2004 gab sie vor 8000 Menschen ihr
erstes großes Konzert. Die Fachwelt war erstaunt. Barbara begeistert
ihr Publikum, nur sie allein mit ihrer Gitarre. Ich selbst war auch
bei diesem Konzert und kann nur sagen: Ein toller Auftritt mit
Gänsehautgefühl.
Es
folgten reihenweise Angebote von Plattenfirmen und Agenten, die die
Künstlerin alle ablehnte. Stattdessen mietete sie auf ihrer
Zwergenaufstand-Tour sechs der größten Hallen in Deutschland und
versuchte sie zu füllen. Das Ergebnis war sehr unterschiedlich. Mal
war die Halle fast leer, mal gut gefüllt. Insgesamt hat sie jedoch
mit dieser Aktion bewiesen, dass es einem unabhängigen Künstler
durchaus möglich ist, im heutigen Musikgeschehen zu überleben, mehr
noch, viele Menschen zu erreichen und zu begeistern.
Nach
diesen medienträchtigen Aktionen wurde es wieder ruhiger um Barbara
Clear. Sie hatte weiterhin Auftritte in kleinen Locations und spielte
auf ihrer Kulleraugen-Tour ohne Eintritt zu verlangen. Sie überließ
es den Leuten selbst, wie viel sie geben wollten.
Aufmerksamkeit
erlangte sie wiederum mit ihrem Widerstand gegen die GEMA. Sie
strengte sogar eine Klage an gegen die, ihrer Meinung nach,
ungerechten Gebühren. Die Klage ging, wie erwartet verloren.
Inzwischen
hat Barbara Clear neben der Musik die bildende Kunst für sich
entdeckt. Sie beginnt zu malen und ihre Musik, ihre Gedanken in
Bilder umzusetzen und miteinander zu verbinden. Über
Beamer-Projektionen integriert entstehen großformatige faszinierende
Konzertshows.
Mit dem
Begriff Kampfelfenland formuliert die Künstlerin ihre Philosophie
vom nie endenden Widerstand gegen die kunst-feindlichen, kommerziell
orientierten Organe der Musikindustrie.
Sie hat
sich keinen leichten Weg ausgesucht, doch mit ganz viel kämpferischer
Energie gesegnet, wird man wohl auch in Zukunft immer wieder von
Barbara Clear hören. Alle Achtung vor dieser Frau!
Ellis
ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1976 als Ellis
Bergeron in Liberty/Texas geboren. Schon früh mit dem Musikvirus
infiziert, begann sie als Teenager eigene Songs zu schreiben und
spielte in der Highschool in einer Rock-Band.
Mit 16
ging sie schließlich nach Minnesota, um ihre Musik-Karriere zu
verfolgen. Sie nutzte jede Möglichkeit, aufzutreten, spielte in
Clubs und Cafés. Ellis gründete sogar ein eigenes Label, um ihr
Debüt-Album Soft Day 1996 zu veröffentlichen. Während ihrer
College-Zeit in St. Olaf war sie Mitglied der Band Bobby Llama bis
sie sich im Jahr 2000 wieder als Solo-Künstlerin auf den Weg machte.
Sie trat
auf Frauenmusik- und Folk-Festivals auf und erweiterte durch
zahlreiche Auftritte ihre Anhängerschar. Außerdem tourte sie mit
arrivierten Künstlern wie Patty Larkin, Richard Shindell oder Cheryl Wheeler. Ihre warmherzige, humorvolle Art, ihr ausgefeiltes
Songwriting und ihre schöne Stimme machen jedes Konzert zu einem
intimen, intensiven Ereignis.
Ellis
hat in ihrer Karriere bisher mehr als 40000 CDs unabhängig verkauft
und etliche Auszeichnungen erhalten. Sie gehört zu den
prominentesten Vertretern der Modern-Folk-Sparte.
Imany
ist eine franco-komorische Soulsängerin. Sie wurde 1979 in Martigues
als Nadia Mladjao geboren. Ihr Künstlername Imany stammt aus ihrer
Muttersprache Swahili und bedeutet Glaube. Sie wuchs in einem Vorort
von Paris auf. Als Kind schon träumte sie davon, Sängerin zu
werden. Doch ihre Schüchternheit hielt sie davon ab, entsprechende
Schritte zu unternehmen. Es reichte nur zum Schulchor.
Mit 19
ging sie nach New York und arbeitete in der Modebranche als Model.
Nach sieben Jahren hatte sie genug : "Ich
hatte keine Lust mehr, nur als wandelnder Kleiderbügel durchs Leben
zu gehen". Wieder in
Paris beschloss Imany,ihrer großen Leidenschaft, der Musik, eine
Chance zu geben. Sie verarbeitete die letzten Jahre mit dem Schreiben
von Songs. Mit Hilfe des senegalesischen Produzenten Malick N'Diaye,
der ihre soulige Stimme im Sommer 2008 entdeckte, ging es fortan auf
Tour durch die unzähligen Clubs der Seine-Metropole, um sich als
Sängerin einen Namen zu machen.
Nach der
EP Acoustic Sessions (2010) erschien ihr Debütalbum The Shape Of A
Broken Heart 2011 in Frankreich und im Juni 2012 endlich auch in
Deutschland. Langsam aber beharrlich erarbeitet sich Imany ihre
Zuhörer. Ihre Musik ist eine Mischung aus Folk und Soul mit kleinen
afrikanischen Schnipseln. Die Texte handeln von Liebe, vom Weggehen
und der Suche nach Identität. Mit ihrer Stimme, die ein wenig an Tracy Chapman erinnert, zieht Imany die Hörer in ihren Bann.
Mich hat
sie auf der Stelle erobert. Schöne, einfache Musik und diese Stimme,
die mir durch und durch geht – ein absolut beachtenswertes Debüt!
Am 12.
Juni 2012 ist das 12. Studio-Album von Mary Chapin Carpenter –
Ashes And Roses – erschienen. Die Singer-Songwriterin hatte in den
letzten Jahren einige Schicksalsschläge zu verkraften: ihre
Scheidung, den Tod ihres Vaters und eine lebensbedrohende Erkrankung.
In 13 großartigen Songs verarbeitet sie ihre Erfahrungen.
„Das
Album enthält die Songs, die mir in den Sinn kamen, als ich zu
schreiben anfing”, erläutert Mary Chapin Carpenter. „Sie zu
verdrängen oder zu versuchen, etwas anderes zu schreiben, wäre
nicht authentisch gewesen. Songwriting ist das, was ich tue. Das ist
meine Art, die Dinge zu verstehen und zu bewältigen. Dadurch
versuche ich, Zusammenhänge herzustellen und meinen Weg durch die
Welt zu finden.“
Weiß man
um die Zusammenhänge, überrascht es nicht, dass Ashes And Roses ein
ruhiges, oft melancholisches Album geworden ist. Zusammen mit ihrem
Produzenten Matt Rollings schafft es die Amerikanerin aber, zwischen
den traurigen Klängen auch Positives auszustrahlen.
The
Swords We Carried erzählt mit leiser Melancholie von dem erlittenen
Verlust, Learning The World beschreibt Traurigkeit auf sehr poetische
Weise und in Fading Away weicht die Traurigkeit der Erkenntnis von
der Notwendigkeit des Loslassens. Damit das Album nicht zu sehr in
Selbstmitleid versinkt, hat Mary Chapin Carpenter mehrere vitalere
Titel eingestreut. Titel wie Chasing What's Already Gone, I Tried
Going West und das wunderbare Duett mit James Taylor, Soul Companion,
heben die Gesamtstimmung. Das Album schließt mit Jericho, einem
unter die Haut gehenden Song, bei dem die wunderbare Altstimme der
Sängerin lediglich vom Pianospiel Matt Rollings begleitet wird. Es
ist ein weiteres Lied, in dem das Herz geheilt wird und wieder
schlägt.
Wie
schon bei den meisten ihrer letzten Werke verschreibt sich Mary
Chapin Carpenter dem Minimalismus: wenige Harmonie-Wendungen,
sparsame Arrangements, oft verzichtet sie sogar auf einen markanten
Refrain. Im Mittelpunkt ihrer Titel steht immer das
Geschichtenerzählen - untermalt von hypnotisch wiederkehrenden
Melodiefiguren einer Gitarre oder von einem esoterisch klingenden
Klavier.
Wer die
leisen Töne liebt und auch vor traurigen Klängen nicht
zurückschreckt, dem wird Ashes And Roses gut gefallen. Mary Chapin
Carpenter ist ein weiteres wunderschönes und beeindruckendes Album
gelungen, das sich durch eine unglaubliche Intensität auszeichnet.
Am
8. Juni 2012 ist das dritte Album der schottischen Musikerin Amy Macdonald – Life In A Beautiful Light erschienen. Mit ihrem
vertrauten Produzenten Pete Wilkinson bleibt Amy dabei ihrem Stil
treu – gut gemachter Folk-Pop mit Ohrwurmgarantie. Es wird
sicherlich Kritiker geben, die nach einer Weiterentwicklung fragen,
aber ich bin der Meinung, die Schottin hat mit diesem Album ein
weiteres sehr schönes Stück Musik abgeliefert, warum sollte sie
sich also zwanghaft neu erfinden?
Die
Songs auf Life In A Beautiful Light beschäftigen sich mit
Alltagsthemen wie Fußball und Kindheit, aber auch mit
gesellschaftspolitischen Dingen. In Pride und besonders in The Green
And The Blue kommt Amy Macdonalds Liebe zum Fußball zum Tragen. Hier
beschreibt sie die Rivalität zwischen den schottischen Clubs Glasgow
Rangers (Amys Lieblingsmannschaft) und Celtic Glasgow. 4th
Of July und Left That Body Long Ago erzählen von
Kindheitserinnerungen. Die Rettung der chilenischen Bergarbeiter 2010
ist der Hintergrund für Human Spirit und Across The Nile
thematisiert die Befreiung des ägyptischen Volks von Mubaraks
Schreckensherrschaft. In der überragenden Single-Auskopplung Slow It
Down beschreibt Amy ihre eigene Auszeit nach einer stressigen Zeit.
Der
Sound des Albums ist eine ausgewogene Mischung aus Rock, Folk und
Country. Neben der immer präsenten Akustik-Gitarre haben auch
Bläser, Streicher und Keyboards ihren Platz gefunden. Die
unverwechselbare Stimme Amy Macdonalds, die noch einmal an Bandbreite
gewonnen hat, gibt ihren Songs ihre spezielle Energie. Besonders,
wenn der schottische Akzent hier und da durchblitzt, spürt man den
typischen Macdonald-Charme.
Insgesamt
ist Life In A Beautiful Light ein sehr schönes Album, das
schnörkellos und authentisch ist und ohne viel Produktions-Tricks
auskommt. Es kommt genauso rüber, wie sich Amy Macdonald selbst
präsentiert. Einfach, ehrlich und sympathisch.
Schön,
dass man mit dieser Art Musik im heutigen Musik-Geschäft erfolgreich
sein kann.
Mein Hörtipp: Slow It Down, Pride und Life In A Beautiful Light
Der
heutige Beitrag beschäftigt sich mit einer ganz besonderen Musikerin
– Joan Baez.
Joan
Baez ist eine amerikanische Folk-Sängerin und Bürgerrechtlerin. Sie
wurde 1941 in Staten Island/New York geboren. Sie ist Tochter einer
Schottin und eines Mexikaners. Ihr Vater, ein Physiker, weigerte
sich, für die lukrative Rüstungsindustrie zu arbeiten. Diese
idealistische Einstellung des Vaters mag Einfluss auf Joans späteres
politisches Engagement gegen den Vietnamkrieg und für die
Bürgerrechte gehabt haben.
Als sie fünfzehn Jahre alt war,
hörte sie zum ersten Mal eine Rede des bekannten und später
ermordeten Martin Luther King. Diese Rede scheint bei ihr den
Grundstein für ihr politisches Gewissen und ihre politischen
Aktivitäten gelegt zu haben. Bereits ein Jahr später wurde sie mit
ihrer Weigerung, die Klassenräume während einer Luftschutzübung zu
verlassen, öffentlich auffällig. 1958 verließ sie die Palo Alto
High School und nahm zum ersten Mal ihre Songs auf, jedoch ohne
bemerkenswerten Erfolg. Die Familie zog im Sommer desselben Jahres
nach Belmont/Massachusetts, wo ihr Vater an der bekannten Mit eine
Dozentenstelle annahm. Daraufhin immatrikulierte Joan an der Bostoner
Universität, verfolgte ihr Studium jedoch nicht besonders ernsthaft,
sondern trieb sich bevorzugt in Kaffeehäusern herum, wobei sie
erstmalig mit einer großen Folkszene in Berührung kam. In dem
damaligen Club 47 hatte sie im Jahr 1959 regelmäßige Auftritte und
es dauerte nur kurze Zeit, bis sie sich ihre eigene Fangemeinde
aufgebaut hatte. 1960 erschien ihr erstes Album unter dem Titel Joan
Baez bei Vanguard Records.
Das Nachfolgealbum Joan Baez
Vol. 2 (1961) erhielt in
den USA Goldstatus, genauso wie beide Teile von Joan
Baez In Concert von 1962.
1961 ging sie außerdem auf eine USA-Tournee und lernte dabei Bob
Dylan kennen, der im Vorprogramm von John Lee Hooker auftrat. Sie
begann, seine Songs zu interpretieren, und stellte ihn ihrem Publikum
vor. Aus der anfänglich beruflichen wurde bald auch eine private
Beziehung; die beiden wurden ein Paar. Joan Baez bezeichnete 2009 in
dem Dokumentarfilm Joan Baez
von Mary Wharton die Begegnung mit Bob Dylan als ihren künstlerischen
Durchbruch. Die Beziehung der beiden scheiterte jedoch nach einigen
Jahren.
In der
ersten Hälfte der 1960er stand Joan Baez mit an der Spitze der
Folkbewegung. Bereits zu dieser Zeit beeinflusste ihr Stil
Künstlerinnen wie Joni Mitchell, Bonnie Raitt und Judy Collins.
1962, auf einer Tournee durch die Südstaaten, entschloss sie sich,
nur noch dort aufzutreten, wo es keine Rassenschranken gab. Somit
blieben ihr in den USA nur die schwarzen Universitäten. Am 28.
August 1963 sang sie auf dem Civil
Rights March das berühmte
We Shall Overcome,
das in den folgenden Jahren quasi zu ihrem musikalischen
Markenzeichen wurde.
Joan
Beaz’ politische Aktivitäten konnten viele Menschen animieren,
sich für ebensolche Ideale einzusetzen. Sie verweigerte 1963 einen
Auftritt bei der Fernsehproduktion ABC mit der Begründung des
Boykotts des linken Musikers Pete Seegers durch den TV-Sender. Da sie
nicht wollte, dass ihre Einnahmen mit beitragen sollten zu einer
Finanzierung des Asienkrieges, behielt sie 60 Prozent der Einnahmen
eigenmächtig ein. Unermüdlich war ebenfalls ihr Einsatz für die
Gleichberechtigung der Afroamerikaner. Ihre politischen Aktivitäten
blieben jedoch nicht ohne Folgen für sie, was sich unter anderem in
einer neunzig-tägigen Gefängnisstrafe äußerte, weil sie die
Zufahrt zu einem Armeekomplex blockierte.
Ihr
Augenmerk richtete sich nach Ende des Vietnamkrieges besonders auf
die in Südamerika herrschenden Wirren um eventuelle Militärputsche,
Menschenrechtsverletzungen und Diktaturen. Daneben erfuhr ihre Musik
einen gründliche Entwicklung. Stand sie zu Anfang ihrer Karriere
lediglich mit einer Gitarre auf der Bühne, so erweiterte Joan Baez
die Instrumentierung ihrer Lieder und es gelang ihr immer wieder, den
richtigen Ton zu finden und ihre Fans zu begeistern. Mag ihr dieses
bei Konzertauftritten auch glänzend gelungen sein, so wollte der
Funke bei Studioproduktionen nicht wirklich überspringen, da
Kritiker unter anderem die angeblich stets ähnlich klingenden
Melodien bemängelten. Die Musikerin versuchte daraufhin einen
zeitgemäßeren Kompositionsstil, und mit Unterstützung der neuen
Plattenfirma Virgin entstand ihr Album Play Me Backwards (1992),
womit ihr ein künstlerisches Comeback gelang, wenngleich sie aus der
Musikbranche nie vollständig verschwunden war.
Ring
Them Bells, ein
vielbeachtetes Baez-Live-Album, veröffentlichte sie 1995 gemeinsam
mit einigen Freundinnen und Kolleginnen (Dar Williams, Indigo Girls,
Tish Hinojosa, Janis Ian, Mary Black, Kate & Anna McGarrigle und Mary Chapin Carpenter) sowie ihrer Schwester Mimi Fariña. Mit den
Indigo Girls ist sie mehrfach bei Konzerten aufgetreten, mit Janis
Ian 1994 bei einem Benefizkonzert für die National Gay and Lesbian
Task Force.
Unermüdlich
tourt Joan Baez durch die Welt, interpretiert eigene Songs und
klassische Folk-Songs von Woody Guthrie, Pete Seeger und Bob Dylan.
Auch spanisches, französisches und deutsches Liedgut zählt zu ihrem
Repertoire. Auch in diesem Jahr 2012 wird Joan Baez wieder auf
deutschen Bühnen zu sehen sein.
Ich
neige mein Haupt vor dieser bemerkenswerten Frau, die unermüdlich
für Menschenrechte gekämpft hat und es immer noch tut und fast
nebenbei ein großes musikalisches Werk geschaffen hat.
Priscilla Ahn ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1984 in Fort Stewart/Pennsylvania als Priscilla Natalie Hartranft geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit zur Hälfte in den USA und in Südkorea, dem Herkunftsland ihrer Mutter, deren Nachnamen sie später annahm. Mit 14 Jahren begann sie Gitarre zu spielen und in der Highschool trat sie regelmäßig in Cafés auf. Nach der Schule weigerte sie sich, zum Schrecken ihrer Eltern, aufs College zu gehen. Sie arbeitete tagsüber als Tour Guide und spielte nachts in den Clubs von Philadelphia ihre Songs.
Der Traum vom Leben als Musikerin ließ Priscilla Ahn nicht los und sie zog schließlich nach Los Angeles, um diesen Traum dort zu verwirklichen.
Monatelang schlug sie sich mit Gelegenheitsjobs durch und spielte ihre Musik, wo sie nur konnte. Mehr als einen kleinen Zuhörerkreis konnte sie jedoch nicht gewinnen. Erst ein ein Praktikum in einem Studio in Los Angeles, in dem Amos Lee 2004 seine erste EP aufnahm, brachte sie einen großen Schritt voran. Als der Musiker zwei Jahre später ein Demotape Priscilla Ahns hörte, setzte er sich bei den Chefs seines Labels ein und überzeugte sie, die Sängerin unter Vertrag zu nehmen.
2008 erschien das Debütalbum A Good Day, das gleich einige Aufmerksamkeit erreichte. Die Single Dream wie auch andere Songs wurden in mehreren populären TV-Serien verwendet.
Das zweite Album When You Grow Up (2011) konnte den Erfolg des Vorgängers wiederholen und Priscilla Ahn hatte einen Auftritt in der Tonight Show mit Jay Leno. Die Musikerin hat mit ihrer klaren Stimme und ihren ruhigen Songs eine Nische für sich gefunden.
Amelia Curran ist eine kanadische Singer-Songwriterin. Sie wurde in St.John's/Neufundland geboren. Sie begann als Teenager, Gitarre zu spielen und Songs zu schreiben. Später brach sie ihr Studium ab, um sich ganz der Musik zu widmen.
Ihr erstes Album Barricade erschien 2000. Die nächsten beiden Werke, Trip Down Little Road und Lullabies For Barflies, wurden in jährlichem Abstand veröffentlicht. Amelia Curran spielte jahrelang in Bars und Clubs und fand dort ihren eigenen Stil und auch eine Gruppe treuer Anhänger. Als Vorbilder nennt sie Tom Waits, Leonard Cohen und Neil Young. In ihren Texten beschreibt sie persönliche Erfahrungen mit einer unbarmherzigen Ehrlichkeit, die den Hörer in seinen Bann zieht. Ihre leicht rauchige Stimme nimmt einen mit in ihre Welt von Einsamkeit, Liebe, verlorener Liebe und Heinweh nach einem unbekannten Ort.
Das 2006 erschienene Album War Brides machte Amelia Curran erstmals einem größeren Publikum bekannt. Die Kritik war begeistert. Sie erhielt mehrere Songwriting-Preise und wurde für zwei East Coast Music Awards nominiert.
2009 veröffentlichte die Musikerin ihr viertes Album Hunter, Hunter. Auch hier sparte die Kritik nicht mit Lob und 2010 erhielt Amelia Curran dafür einen Juno Award. Damit ist sie in der ersten Reihe der kanadischen Folk-Musiker angekommen.
Ich habe vor kurzem eine Musikerin entdeckt, die mir sehr gefällt. Ich habe nicht viele Informationen über sie, möchte das wenige, das ich weiß aber gerne mitteilen. Ihr Name ist Anna Vogelzang und sie ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde im Großraum Boston geboren und lebt jetzt in Madison/Wisconsin.
Mit 13 Jahren lernte sie Gitarre spielen und schrieb erste eigene Texte. Ihr großes Vorbild war Jewel. Sie wollte sein wie sie.
Später reiste sie durch die USA und spielte ihre Musik, wo sie nur konnte. Sie arbeitete mit vielen Indie-Künstlern zusammen (Charlotte Martin, Dresden Dolls) und versuchte ständig Geld aufzutreiben, um ihre Alben zu finanzieren.
Das Ergebnis sind The Things That Airplanes Do (2007), Paper Boats (2010) und ganz aktuell Canary In A Coal Mine (2012). Die Alben sind in Deutschland nicht leicht aufzutreiben, als Download aber durchaus erhältlich.
Anna Vogelzangs Musik ist ganz viel Folk mit einem sehr eigenen Charakter. Neben der üblichen Gitarre gibt es Blasinstrumente, Akkordeon und Banjo, die zusammen mit der wunderbaren Stimme der Musikerin richtig Spaß machen. Besorgt euch das neue Album und ihr werdet hören, wovon ich spreche!
Natalia Zukerman ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde als Tochter des Violinisten und Dirigenten Pinchas Zukerman und der Flötistin Eugenia Zukerman in New York geboren. Ihre Schwester Arianna Zukerman ist Opernsängerin.
Derartig musikalisch vorbelastet, sucht sich Natalia ihren eigenen Weg und findet ihn in Folk, Bluegrass, Country und Americana. Sie spielt Gitarre, Banjo und Dobro und als Vorbilder nennt sie Joni Mitchell , Ani Difranco und Bonnie Raitt. Neben der Musik betätigt sie sich auch als bildende Künstlerin, ihre Spezialität sind Wandmalereien.
2001 erscheint ihr erstes Album Mortal Child. Es folgen drei weitere unabhängig produzierte Alben. Ihr aktuelles Album Gas Station Roses erscheint 2011. Es enthält Songs mit unterschiedlichsten musikalischen Elementen. Rock ist hier ebenso zu finden wie Folk, Bluegrass und Pop.
Natalia Zukerman ist eine sehr interessante Musikerin, die durch die Vielfalt ihrer Songs und vor allem durch ihre enorme Kunstfertigkeit an diversen Saiteninstrumenten glänzt.
Amy Speace ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1968 in Baltimore/Pennsylvania geboren. Als Kind lernte sie Klavier, später kamen noch Klarinette und das Saxophon dazu. Als Erwachsene galt ihr Interesse in erster Linie dem Schauspiel. Sie spielte auf der Studenten-Bühne am Amherst College und wurde nach ihrem Abschluss Mitglied der National Shakespeare Company.
Amy Speace spielte am Broadway, in mehreren Independent-Filmen und leitete eine eigene Theatergruppe. Für diese schrieb sie auch Stücke und fungierte als Regisseurin. Nach einer schmerzhaften Trennung begann sie, erste eigene Songs zu schreiben und kam auf den Geschmack. Sie trat als Teil eines weiblichen Duos in der New Yorker Gegend auf. Später wagte sie den Schritt zur Solo-Künstlerin. 2002 veröffentlichte sie ihr erstes Album Fable auf ihrem eigenen Label Twangirl. Sie entschloss sich, ihre Schauspiel-Karriere ganz an den Nagel zu hängen und tourte fortan als Musikerin durch Clubs und Cafés. Einer dieser Auftritte erregte die Aufmerksamkeit eines Produzenten und Amy Speace erhielt einen Vertrag bei Wildflower Records. 2006 erschien Songs For Bright Street. Das Album erhielt gute Kritiken und konnte sich monatelang in den Americana- und Folk-Charts halten.
Unter dem Eindruck der Trennung von ihrem Mann entstand 2009 das Album The Killer In Me. Die Musikerin schloss sich in einer Hütte im Wald ein und verarbeitete ihren Schmerz mit Songwriting. Demzufolge ist das Album auch ein wenig düster und emotional, aber oft ist es ja gerade diese Musik, die einem unter die Haut geht. Amy Speace ist sich durchaus bewusst, dass ihre Musik nicht wirklich radiotauglich ist, für sie ist wichtiger, dass die Musik ihr entspricht, ehrlich ist und sie stolz darauf sein kann.
2011 erschien ihr aktuelles Album Land Like A Bird.