Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!





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Montag, 21. Januar 2013

Newcomerinnen: Eva Croissant



Eva Croissant ist eine deutsche Singer-Songwriterin. Sie wurde 1991 in Kleinfischlingen geboren. Sie wuchs auf dem Hof ihrer Eltern auf und zog nach der Scheidung der Eltern mit ihrem Vater nach Karlsruhe.
Nach der 11. Klasse brach sie das Gymnasium ab, schlug sich eine Weile mit Nebenjobs durch und ab 2009 lebte sie als professionelle Musikerin.
Im Februar 2012 veröffentlichte Eva Croissant ihr Debüt-Album Du bist nicht irgendwer. Von August bis November 2012 nahm sie bei der Casting-Show The Voice of Germany teil und konnte dabei sehr viele Anhänger gewinnen. Ihre Eigenkomposition Dein Herz trägt Felsen schaffte es in die deutschen Single-Charts.
Eva Croissant bevorzugt die ruhigeren Töne, die sie auch ausgezeichnet beherrscht. Sie schreibt tiefgehende Texte und singt sie mit einer schönen, klaren Stimme. Für alle, die es etwas leiser mögen, ist diese junge, erfrischende Musikerin genau das Richtige.











                                                                    

 
                                                                                            

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Françoise Hardy



Françoise Hardy ist eine französische Chansonsängerin und Komponistin. Sie wurde 1944 in Paris geboren. Sie wuchs als uneheliches Kind zusammen mit ihrer Schwester bei ihrer Mutter auf. Die Scham über ihre familiären Verhältnisse begleitete die junge Frau die ganze Zeit während ihres Heranwachsens. Ihre Schüchternheit beeinträchtigte ihre musikalische Laufbahn lange Zeit. Erst die positiven Reaktionen ihrer Umwelt überzeugten sie, diesen Weg zu gehen.
1961 unterschrieb Françoise Hardy einen Plattenvertrag und 1962 hatte sie mit Tous Les Garçons Et Les Filles ihren ersten Hit. Bald spielte sie ihre Songs auch auf Englisch, Italienisch, Deutsch, Spanisch und Portugiesisch ein. 1963 startete sie für Monaco beim Eurovision Song Contest mit L’amour s’en va und erreichte den fünften Platz. 1968 erhielt sie den Schallplattenpreis Grand Prix du Disque de l’Académie Charles Cros. In Deutschland wählte die Jugendzeitschrift Bravo Françoise Hardy 1966 zur zweitbeliebtesten Sängerin. Bei Konzertreisen durch England und Österreich feierte sie große Erfolge.
Mit ihrer Bescheidenheit und ihrem zunehmend androgynen Auftreten erreichte sie die Herzen vieler Männer und Frauen. Sie spielte mit den vorgegebenen Geschlechterrollen. Ihre große Popularität hielt sich in Frankreich bis weit in die 70er und 80er Jahre, obwohl sie wegen ihres Lampenfiebers nach 1968 nur noch selten vor einem großen Publikum auftrat. 1981 heiratete sie ihren Kollegen Jaques Dutronc.
Im Mai 2000 gelang ihr mit dem Album Clair Obscur, das in Frankreich bereits wenige Wochen nach Veröffentlichung sechsstellige Verkaufszahlen erzielt hat, ein Comeback. Auf dem Album wird sie von ihrem Sohn auf der Gitarre begleitet; es enthält auch je ein Duett mit Dutronc - das auch als Single erfolgreiche Puisque vous partez en voyage - sowie mit Iggy Pop (I’ll Be Seeing You) und Étienne Daho. 2001 erschien, trotz ihrer selbstkritischen Haltung zur Musik ihrer frühen Jahre, 50 Lieder der bisherigen Karriere als Zusammenstellung.
Bis heute veröffentlicht Françoise Hardy regelmäßig neue Alben. Musik und Texte schreibt sie meist selbst. Ihre Lieder handeln von Liebe, Leid und Einsamkeit, Themen mit denen sich viele Menschen identifizieren können. Noch heute ist sie ein Star im In- und Ausland und verfügt über eine enorme Fanschar.









                                                                   





                                                                                                                           

Dienstag, 4. Dezember 2012

Eliot Paulina Sumner (I Blame Coco)




Eliot Paulina Sumner ist eine englischen Musikerin, besser bekannt als I Blame Coco. Sie wurde 1990 in Pisa geboren und ist die Tochter des englischen Musikers Sting. Schon mit 15 Jahren begann sie eigene Songs zu schreiben und stand als Teenager mit Gitarre in den Clubs Londons auf der Bühne.
Sie nahm mehrere Songs auf und veröffentlichte sie dann im Internet, u.a. den Song I Blame Coco, Coco ist Eliots Spitzname.
Mit 17 Jahren erhielt sie dann einen Vertrag bei Island Records und verbrachte sechs Monate in Schweden zusammen mit ihrem Produzenten Klas Ålund, um die Songs für ihr Album zu schreiben und aufzunehmen. Die Debüt-Single Caesar, unterstützt von Schwedens Dance-Star Robyn, erschien im Juli 2010.
Wenig später wurde das Album The Constant veröffentlicht. Die zweite Single Self Machine, ein nachdenklicher Elektro-Pop-Song, wurde zum internationalen Hit und brachte I Blame Coco größere Aufmerksamkeit.
Bei ihrer UK-Tour spielte Eliot Sumner auch bei den großen Festivals wie Z.B. Glastonbury und war im Vorprogramm zu La Roux.
Im Moment arbeitet sie an ihrem zweiten Album.










                                                                


                                                                                              

Donnerstag, 1. November 2012

Edith Piaf



Heute beschäftige ich mich mit der wohl größten Chansonsängerin aller Zeiten – Edith Piaf. Sie wurde 1915 als Edith Giovanna Gassion in Paris geboren.
Da ihre Mutter sich nicht um sie kümmerte, wuchs sie bei ihrer Großmutter auf, die sie jedoch vernachlässigte. Zurückgekehrt aus dem Krieg nahm der Vater, ein Zirkusakrobat, seine Tochter bei sich auf. Sie war erst sieben, als sie das erste Mal mit auf Tournee kam. Mit zehn Jahren begann sie auf der Straße zu singen. Edith Piaf wurde stark geprägt von der Gewalttätigkeit des Milieus, in dem sie aufwuchs, und vom Alkoholismus ihres Vaters.
Mit 15 zog sie nach Paris und trat zusammen mit einer Freundin als Straßensängerin auf. Mit 17 bekam sie ein Kind, das mit zwei Jahren an Hirnhautentzündung starb.
1935 wurde Edith von Louis Leplée, einem bekannten Nachtclubbesitzer, entdeckt. In seinem Club wurde die zierliche Sängerin mit der kräftigen, gefühlsbetonten Stimme zur Sensation des Jahres. Leplée war es auch, der ihr den Spitznamen piaf – Spatz – gab, der später zu ihrem Künstlernamen wurde. Nach dessen Ermordung geriet Edith kurzfristig in Verdacht der Mitwisserschaft. Obwohl sie freigesprochen wurde, flüchtete sie daraufhin in die Provinz und kehrte erst 1937 wieder nach Paris zurück.
Der Geschäftsmann Raymond Asso verhalf ihr schließlich zum endgültigen Durchbruch. Er brachte sie mit der Pianistin und Komponistin Marguerite Monnot zusammen, eine Verbindung, die bis zum Ende von Piafs Karriere andauerte. Er schrieb auch ihren ersten Hit Mon Legionnaire und verschaffte ihr Auftritte in den renommiertesten Konzertsälen von Paris.
Edith Piaf war am ersten Höhepunkt ihrer Karriere. Während Asso zum Militär musste, schrieb Jean Cocteau ihr und ihrem neuen Lebenspartner, dem Schauspieler Paul Meurisse, 1939 den Einakter Le Bel Indifférent auf den Leib. Der Erfolg war so groß, dass sie ein Jahr später gemeinsam im Kinofilm Montmartre Sur Seine auftraten.
Während des Zweiten Weltkrieges und der deutschen Besatzungszeit blieb sie in Paris und gab Konzerte für Kriegsgefangene. Dabei schmuggelte sie gefälschte Arbeitserlaubnisse in Gefangenenlager, um einigen Soldaten die Flucht zu ermöglichen. In dieser Zeit unterhielt sie ein leidenschaftliches Verhältnis zu dem sechs Jahre jüngeren Chansonnier Yves Montand, dessen Karriere sie förderte.
1947 war die Sängerin in ganz Europa ein gefeierter Star. Ihr Versuch, auch in den USA Fuß zu fassen scheiterte dagegen. Doch lernte sie dort den Boxer Marcel Cerdan kennen, der ihre große Liebe wurde. Als dieser 1949 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, erlitt sie einen Schock, von dem sie sich Zeit ihres Lebens nicht wieder richtig erholte. Sie litt unter Depressionen und ihrer angeschlagenen Gesundheit. Ihre Probleme bekämpfte sie einerseits mit Drogen und Alkohol, andererseits mit zahlreichen Liebesaffären.
1952 heiratete sie mit Marlene Dietrich als Trauzeugin den Komponisten Jacques Pills, der für sie Je T'ai Dans La Peau mit Gilbert Becaud schrieb. Das Glück währte jedoch nur kurz. Nach vier Jahren ließen sich Edith Piaf und der ebenfalls alkoholsüchtige Pills wieder scheiden.
Anschließend konzentrierte sie sich vor allem auf ihre Konzerttätigkeit. Sie trat in Mexiko und Havanna auf, 1956 war sie die erste Varietésängerin, die ein Gastspiel in der New Yorker Carnegie Hall hatte, 1958 trat sie für drei Monaten am Stück im Pariser Olympia auf.
1959 verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand nach einem schweren Verkehrsunfall rapide. Zusätzlich zu den schon vorhandenen Problemen wurde auch noch Krebs diagnostiziert. Trotz allem gab sie weiterhin Konzerte und veröffentlichte so bekannte Chansons wie Milord und das unvergessene Je Ne Regrette Rien, das deutliche autobiographische Züge trägt.
1962 heiratete sie den 20 Jahre jüngeren griechischen Sänger Teaphanis Lamboukas und sang vom Eiffelturm aus für eine riesige Menschenmenge. Beides konnte die rasche Verschlechterung ihrer Gesundheit aber nicht aufhalten. Anfang 1963 nahm sie noch L'Homme De Berlin auf, bevor sie sich an die Côte D'Azur zurückzog, wo sie nach mehreren Krankenhausaufenthalten am 11. Oktober 1963 starb. Die Beerdigung fand vier Tage später unter Teilnahme von 40.000 Trauernden im Pariser Friedhof Père Lachaise statt.
Bis heute ist Edith Piafs Beliebtheit ungebrochen. Mit ihrer emotionalen Art, Chansons zu singen hat sie sich in die Herzen unzähliger Menschen gesungen. Ihre Musik ist unvergessen.  







                                                                     







                                                                                                                                 

Dienstag, 16. Oktober 2012

Ellie Goulding



Ellie Goulding ist eine englische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1986 in Hereford als Elena Jane Goulding geboren. Als Jugendliche lernte sie Gitarre spielen und begann bald, eigene Songs zu schreiben. Nach ihrem Schulabschluss besuchte sie die Universität in Kent, brach das Studium jedoch nach zwei Jahren ab.
Anschließend zog sie nach London und trat dort in Pubs und kleineren Clubs auf. Dort wurde sie von einem Vertreter der Plattenfirma Polydor entdeckt. Ellie Goulding wurde unter Vertrag genommen und veröffentlichte 2009 ihre erste Single Under The Sheets. Der Auftritt in der TV-Show Later With Jools Holland verhalf ihr zum Durchbruch.
Sie gewann den Kritikerpreis Brits Critics’ Choice Award bei den BRIT Awards 2009 als vielversprechendste Newcomerin für das kommende Jahr. Auch in der BBC-Liste Sound of 2010 wurde sie als Favoritin für 2010 genannt, welches sie zur erst zweiten Künstlerin nach der Sängerin Adele machte, die beide Preise im selben Jahr gewinnen konnte.
2010 erschien das Debüt-Album Lights und erreichte sofort Platz 1 der britischen Charts. Der frische Synthie-Pop traf den Geschmack vieler junger Leute und die Musikerin konnte schnell eine große Anhängerschaft um sich scharen. Zum größten Erfolg bisher wurde ein Cover des Elton-John-Klassikers Your Song. Der Titel erreichte Platz 2 der britischen Single-Charts und Ellie durfte ihn beim Hochzeitsempfang von Prinz William und Herzogin Catherine singen.
In den USA konnte ihre Single Lights in die oberen Regionen der Charts vordringen und wurde mit Doppel-Platin ausgezeichnet.
Anfang Oktober 2012 wurde das zweite Album Halcyon veröffentlicht. 










                                                              



                                                                                        

Dienstag, 25. September 2012

Ellis



Ellis ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1976 als Ellis Bergeron in Liberty/Texas geboren. Schon früh mit dem Musikvirus infiziert, begann sie als Teenager eigene Songs zu schreiben und spielte in der Highschool in einer Rock-Band.
Mit 16 ging sie schließlich nach Minnesota, um ihre Musik-Karriere zu verfolgen. Sie nutzte jede Möglichkeit, aufzutreten, spielte in Clubs und Cafés. Ellis gründete sogar ein eigenes Label, um ihr Debüt-Album Soft Day 1996 zu veröffentlichen. Während ihrer College-Zeit in St. Olaf war sie Mitglied der Band Bobby Llama bis sie sich im Jahr 2000 wieder als Solo-Künstlerin auf den Weg machte.
Sie trat auf Frauenmusik- und Folk-Festivals auf und erweiterte durch zahlreiche Auftritte ihre Anhängerschar. Außerdem tourte sie mit arrivierten Künstlern wie Patty Larkin, Richard Shindell oder Cheryl Wheeler. Ihre warmherzige, humorvolle Art, ihr ausgefeiltes Songwriting und ihre schöne Stimme machen jedes Konzert zu einem intimen, intensiven Ereignis.
Ellis hat in ihrer Karriere bisher mehr als 40000 CDs unabhängig verkauft und etliche Auszeichnungen erhalten. Sie gehört zu den prominentesten Vertretern der Modern-Folk-Sparte.












                                                              

                                                                                          

Freitag, 18. Mai 2012

Emiliana Torrini



Emiliana Torrini ist eine isländische Musikerin. Sie wurde 1977 in Kópavogur als Tochter eines italienischen Gastwirts und einer Isländerin geboren. Schon früh interessierte sie sich für Musik, mit sieben Jahren sang sie im Chor. Ab dem 15 Lebensjahr ließ sie sich an einer Opernschule ausbilden. Wegen ihrer multinationalen Familie reiste sie viel in der Weltgeschichte herum und spricht nicht zuletzt aus diesem Grund fließend deutsch, englisch, italienisch, isländisch und dänisch.
Mit der Indierock-Formation Spoon nahm sie 1994 das gleichnamige Album auf und sang bei insgesamt sechs Songs. Den Wendepunkt in Richtung Pop-Musik brachte der 50. Geburtstag ihres Vaters. Für ihn nahm sie einige Blues- und Jazz-Songs auf, die, später auf Platte gepresst - Crouçie d'Où La(1995) - an die Spitze der isländischen Verkaufscharts stürmten und für Wochen nicht von der Pole-Position zu verdrängen waren.
Danach begann Emiliana Torrini, eigene Songs zu schreiben und sang nebenher in Bars und Restaurants. Bei einem dieser Auftritte wurde ein Vertreter des Labels One Little Indian auf sie aufmerksam, so dass er sie vom Fleck weg für sein Label unter Vertrag nahm. In Zusammenarbeit mit Roland Orzabal, der einen Hälfte von Tears For Fears, produzierte sie dort das Album Love In The Time Of Science (1999). Die sanfte Elektronik brachte ihr das Prädikat Trip Hop ein. Aufgrund ihrer Herkunft und der Klangfarbe ihrer Stimme wurde sie von Kritikern häufig mit Björk verglichen, ihrer Labelkollegin bei One Little Indian Records. Emiliana Torrini distanzierte sich aber von Anfang an von diesem Vergleich.
2000 erschien die CD Stuck Between Rock and a Hard Place – ein Projekt mit vier weiteren Künstlern unter dem Namen NUD. 2002 sang sie für den zweiten Teil der Herr der Ringe-Filmtrilogie das Lied Gollum’s Song.
Ihr Album Me and Armini, das sich in seiner eher poporientierten Ausrichtung von den Vorgängerwerken unterscheidet, erschien 2008. Aus diesem Album stammt Emiliana Torrinis in Deutschland bislang erfolgreichstes Lied Jungle Drum, das im März 2009 in Deutschland veröffentlicht wurde. Es schaffte den Platz 2 der deutschen Jahrescharts und erreichte Platin-Status.
Emiliana Torrini hat sich inzwischen als wandlungsfähige Künstlerin etabliert, die sich zeitgeistlichen Strömungen nicht unterwerfen muss, um kreativ überraschen und überzeugen zu können.









                                                                                            

                                                                                      

Freitag, 11. Mai 2012

Newcomerinnen: Emeli Sandé



Emeli Sandé ist eine schottische Soul- und R&B-Sängerin und Songwriterin. Sie wurde 1988 in Aberdeen als Adele Emeli Sandé geboren. Ihren Vornamen Adele ließ sie im Hinblick auf ihre gleichnamige Kollegin weg, um Verwechslungen zu vermeiden.
Emeli ist die Tochter eines sambischen Vaters und einer englischen Mutter. Als Kind lernte sie Klarinette und Klavier. Schon mit elf Jahren schrieb sie ihren ersten Song. Ihr Medizinstudium in Glasgow unterbrach sie nach vier Jahren, um sich ganz auf die Musik zu konzentrieren.
Emeli Sandé erhielt einen Plattenvertrag von EMI und sang zusammen mit dem Rapper Chipmunk. Die Single Diamond Rings, die Emeli auch selbst geschrieben hatte, wurde zum Top-10-Hit in Großbritannien. 2010 hatte sie zusammen mit Wiley einen weiteren Top-10-Hit (Never Be Your Woman). Die junge Künstlerin schrieb auch Songs für verschiedene andere Interpreten wie z.B. Professor Greene, Susan Boyle, Leona Lewis oder Cheryl Cole. Nach den ersten Erfolgen als Co-Sängerin, begann Emeli Sandé an eigenen Songs zu arbeiten.
Im Februar 2012 veröffentlichte sie ihr Debütalbum Our Version of Events. Es stieg auf Platz 1 der englischen Charts ein und brachte mit Next to Me einen weiteren großen Singlehit. Mittlerweile hat das von der britischen Presse hoch gelobte Erstlingswerk der Schottin für über 300.000 verkaufte Exemplare Platin erreicht. So hieß es im Independent, „dies ist eines der Debüts, das klingt wie von einem gestandenen Star, der seinen Zenit erreicht hat“, und der Telegraph war ebenfalls hingerissen von der „ungemein beeindruckenden Vorstellung eines so dynamischen wie fesselnden Talents“.
Bei den BRIT-Awards wurde Emeli Sandé mit dem prestigeträchtigen Critic’s Choice Award als vielversprechendste Künstlerin des Jahres ausgezeichnet und hat sich damit in kürzester Zeit zu einer der erfolgreichsten Newcomerinnen des Jahres entwickelt.
Die Club-Tournee in Großbritannien ist restlos ausverkauft und im Sommer spielt Emeli in den USA als Support für Coldplay. Hut ab!










                                                                                                    


Donnerstag, 26. April 2012

Erin McKeown



Erin McKeown ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1977 in Boston/Massachusetts geboren. Nach der High School ging sie an die Brown University und machte ihren Abschluss in Ethnomusikologie. 1999, noch als Studentin, veröffentlichte sie auf ihrem eigenen Label TVP Records das Album Monday Morning Cold. Sie tourte beständig durch Neuengland, allein oder mit drei anderen jungen Musikerinnen wie Beth Amsel, Rose Polenzani und Jess Klein als Quartett Voices On The Verge.
Langsam gewann Erin McKeown auch nationale Aufmerksamkeit und ihr zweites Album Distillation (2000) erhielt gute Kritiken. Dies öffnete ihr so manche Tür und im Laufe der Zeit tourte sie mit Musikerinnen wie den Indigo Girls, Ani DiFranco und Dar Williams.
Ihre Musik ist schwer einem Genre zuzuorden. Elemente aus ganz verschiedenen Musikrichtungen wie Pop, Swing, Rock, Folk und Electro finden sich in ihren Songs. So ist das Album Sing You Sinners (2006) eine Zusammenstellung von Swing- und Jazz -Klassikern von u.a. Cole Porter, Fred Astaire und Nat King Cole. Ein ungewöhnliches, aber mit viel Liebe zu den Originalen gemachtes Werk.
Erin McKeon ist viel in den USA unterwegs. Sie hat unzählige Auftritte und veröffentlicht regelmäßig neue Alben. Auch politisch ist die Musikerin aktiv. Selbst offen lesbisch setzt sie sich besonders für die LGBT-Gemeinschaft ein.








                                               
                                                              



                                                                              

Dienstag, 24. April 2012

Emmy the Great



Emmy the Great ist eine englische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1984 in Hong Kong als Emma-Lee Moss geboren. Mit zwölf Jahren wanderte sie mit ihrer Familie nach England aus. In jungen Jahren hörte sie College-Bands wie Weezer, die Lemonheads oder Neutral Milk Hotel, später wird sie Lieder von den Pixies, den Meat Puppets und Ash covern, mit deren Sänger Tim Wheeler sie 2011 auch ein Weihnachtsalbum veröffentlichte.
Vor ihrer Solo-Karriere war sie Background-Sängerin bei den Indie-Bands Lightspeed Champion und Noah and the Whale. 2004 tritt sie erstmals unter ihrem Künstlernamen Emmy the Great auf. Sie produzierte mehrere Demos und veröffentlichte sie im Internet. 2006 erschien ihre erste Single Secret Circus. Bereits mit ihren ersten selbst veröffentlichten Singles und EPs bei Independent-Labels wie Drowned In Sound und Moshi Moshi offenbarte sie ihr Talent als charmante und phantasievolle Geschichtenerzählerin. Stilistisch ist ihr Folk-Pop zu gleichen Teilen von britischer Pop-Musik und Bob Dylan beeinflusst. So wurde Emmy The Great bald als Englands Antwort auf Regina Spektor gefeiert, obwohl ihr Debütalbum lange auf sich warten ließ, weil sie sich nicht von Plattenfirmen in ihr Songwriting hineinreden lassen wollte. Erst 2009 erschien First Love, das mit MIA, The Easter Parade und City Song auch die besten Songs aus ihren Anfangstagen umfasst. Das Album erhielt gute Kritiken, der kommerzielle Erfolg hielt sich aber in Grenzen.
2011 erschien das zweite Album Virtue. In den sehr persönlichen, mit religiösen Querverweisen versehenen Folk-Songs versucht die feinfühlige Songwriterin zu verdauen, dass ihr Verlobter kurz vor der Hochzeit zum fundamentalen Christentum konvertierte und sie für ein Leben als Missionar verließ.
Anders als bei Florence and the Machine, die wie Emmy the Great der Londoner Folk-Community entstammt, lässt der große Erfolg bei ihr noch auf sich warten, aber ich bin mir sicher, das ist nur eine Frage der Zeit. Die Qualität dafür ist auf jeden Fall vorhanden.









                                                      

                                                                   

Donnerstag, 12. April 2012

Ferron



Ferron ist eine kanadische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1952 als Debby Foisy geboren. Sie wuchs als ältestes von sieben Kindern in der Nähe von Vancouver auf. Hin und hergerissen zwischen verschiedenen Pflegeheimen, ihrer Mutter und einem gewalttätigen Stiefvater, flüchtete sie sich früh in die Musik. Mit elf lernte sie Gitarre spielen und schrieb bald eigene Songs. Mit 15Jahren verließ sie schließlich ihr Zuhause und war von da aus für sich selbst verantwortlich.
1971 änderte die Musikerin ihren Namen in Ferron und konzentrierte sich ganz auf die Musik. Sie kämpfte sich durch die Clubszene und als offen lesbische und feministische Musikerin, trat sie vor allem bei feministisch orientierten Anlässen auf. Sie gründete ihr eigenes Plattenlabel Lucy Records und veröffentlichte ihr Debütalbum Ferron 1977.
Das 1980 entstandene Album Testimony war das erste professionell produzierte und Ferron konnte damit erstmals in den USA Aufmerksamkeit erregen. Besonders die Fauenmusikszene war begeistert von der Kanadierin. 1984 konnte Shadows On A Dime dann auch die restliche Musikindustrie überzeugen. Ferron galt von nun an als ernstzunehmende Folk-Sängerin mit poetisch herausragenden Texten.
Insgesamt veröffentlicht Ferron in ihrer Karriere 16 Alben (bis jetzt). Immer wieder zieht sie sich für kurze oder auch längere Zeit in die Einsamkeit zurück, besinnt sich auf sich selbst und schöpft neue Kraft. Sie schreibt Gedichte, veröffentlicht diese auch, gibt Unterricht im Schreiben und leitet ein Camp für Künstlerinnen in Michigan.
Ferron gilt heute als Vorbild für viele Musikerinnen. Frauen wie Ani DiFranco, Mary Gauthier und die Indigo Girls nennen sie als wichtigen Einfluss für ihre eigene Musik. 









                                                                                                

Donnerstag, 29. März 2012

Emmylou Harris



Emmylou Harris ist eine amerikanische Country-Sängerin und Singer-Songwriterin. Sie wurde 1947 in Birmingham/Alabama geboren. Sie wurde in der Nähe der Hauptstadt Washington auf. Ihre Liebe zur Musik begann mit Joan Baez und Bob Dylan, deren Lieder sie als Teenager auf der Gitarre nachspielte. Nach dem Schulabschluss und einem abgebrochenen Studium zog sie nach New York, um sich als Musikerin zu versuchen. Nach einer unglücklichen Ehe mit dem Folksänger Tom Slocum, Vater ihrer Tochter Hallie, vagabundierte sie eine Zeitlang durch die Folkszene von Greenwich Village und veröffentlichte 1970 ihr erstes Album Gliding Bird auf eigene Kosten, das sich kaum verkaufte. 1971 lernte sie den Country-versessenen Rockrebellen Gram Parsons kennen. Bis zu seinem überraschenden Drogentod am 19. September 1973 war sie ein Mitglied seiner Tourneeband und widmete ihm später, als sie sein musikalisches Vermächtnis zu verwirklichen suchte, ihre Eigenkomposition Boulder To Birmingham.
Mit einem Teil von Parsons' Begleitband Fallen Angels, nahm Emmylou Harris ihr erstes professionelles Soloalbum Pieces Of The Sky (1975) auf. Dabei entstand ein Verfahren, das in den folgenden acht Jahren zehn erfolgreiche Platten hervorbrachte: Am Mischpult stand der Produzent und spätere Ehemann Brian Ahern; an den Instrumenten wechselten sich Musiker ab, die den Namen Hot Band erhielten; das Material bestand weitgehend aus Coverversionen, die aus den Bereichen Country, Pop und gelegentlich auch Rock stammten.
Mit ihrem zweiten Album Elite Hotel (1976) gewann die Musikerin den ersten von elf Grammys (Stand 2011). Parallel zur Produktion weiterer Solo-Alben entwickelte sie sich zu einer gefragten Duett-Partnerin. Mit zahlreichen Sängern, darunter Johnny Cash, Bob Dylan, Don Williams, Roy Orbison, Neil Young, Willie Nelson und John Denver spielte sie gemeinsame Songs ein. Ebenfalls sehr erfolgreich war das 1987 in Zusammenarbeit mit Linda Ronstadt und Dolly Parton produzierte Album Trio, dem 1999 das ebenso erfolgreiche Album Trio II folgte. Emmylou Harris wurde zu einer der beliebtesten und erfolgreichsten Künstlerinnen der USA.
Nach dem Zerbrechen ihrer Ehe und dem Misserfolg ihres zehnten Albums White Shoes (1983) zog die Künstlerin von Los Angeles nach Nashville, um einen Neuanfang zu wagen. Das Ergebnis war ihr wahrscheinlich anspruchsvollstes Werk The Ballad Of Sally Rose (1985). Es erzählt die Geschichte einer erfolgreichen Sängerin, die ihre große Liebe unter tragischen Umständen verliert. Die autobiografischen Züge lassen sich nicht verleugnen, dennoch wurde das Album kein Erfolg.
In den nächsten Jahren veröffentlichte Emmylou Harris Altbekanntes und schien sich mit ihrer Rolle als alternde Grande Dame des Country zufrieden zu geben. Doch das Album Wrecking Ball (1995) zeigte einen deutlichen Stilwandel. Die Musik wurde komplexer, dunkler und elektrischer und entfernte sich zunehmend vom traditionellen Country-Sound. Der kommerzielle Erfolg hielt sich zwar in Grenzen, aber die Kritiker überschlugen sich mit Lob. „Sie singt eindrucksvoll an der Schmerzgrenze und manchmal kurz vor dem Umkippen, wie es nur ganz großen Stimmen eigen ist" (Times).
Seit dem 2000er Album Red Dirt Girl schreibt Emmylou Harris die meisten ihrer Songs selbst, was vorher nur selten der Fall war. Nach langer Zeit als konservative Country-Sängerin ist ihr der Sprung ins Singer-Songwriter-Lager gelungen.
Zusammen mit Mark Knopfler veröffentlichte sie 2007 All The Roadrunning, das sich ausgesprochen gut verkaufte. Das aktuelle Album Hard Bargain (2011) knüpft nahtlos an die jüngere Erfolgsgeschichte an.



www.emmylouharris.com  

                                                                                            


                                                                   


                                                           


                                                                         

                                                                             

Mittwoch, 14. März 2012

Fiona Apple



Fiona Apple ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1977 als Fiona Apple Maggart geboren. Sie ist die Tochter des Schauspielers Brandon Maggart und der Sängerin Diane McAfee. Ihre Schwester Amber tritt als Sängerin unter dem Namen Maude Maggart auf. Ihr Halbbruder Garett Maggart spielte in der Fernsehserie Der Sentinel. Mit vier Jahren trennten sich ihre Eltern, mit acht begann sie, Klavierstunden zu nehmen und mit elf kündigte sie in ihrer Schulklasse an, dass sie sich und ihre Schwester umbringen wird. Letzteres hatte einen ersten Besuch beim Psychiater zur Folge. Als sie zwölf war, wurde sie auf dem Weg zu ihrer Mutter vergewaltigt. Um das traumatische Erlebnis zu verarbeiten, begann sie damit, Songs zu schreiben.
Ein Demotape gelangte über Umwege zu Epic Rcords, wo Fiona Apple schließlich einen Vertrag erhielt. 1996 erschien Tidal, das Debut der damals erst 19jährigen. Die Single Shadowboxer erhielt verstärktes Airplay und das Album erreichte die Charts. Bis heute wurden davon mehr als drei Millionen Stück verkauft. Ihr Video zu Sleep to Dream wurde 1997 mit dem MTV Video Music Award ausgezeichnet. Ihr legendärer Auftritt bei den MTV Video Music Awards 1997 erlangte große Beachtung in den Medien. Mit den Worten „This world is bullshit, and you shouldn't model your life on what you think that we think is cool, and what we're wearing and what we're saying“ kritisierte sie die Musikindustrie.
Danach wurde es ruhiger um Fiona Apple, sie zog sich zurück, und es dauerte drei Jahre, bis ihr zweites Album veröffentlicht wurde. Anfangs kam es zum Streit mit der Plattenfirma, weil sie dem Album einen 90 Worte langen Namen geben wollte - den Text eines von ihr geschriebenen Gedichtes. Letztendlich einigte man sich auf die ersten drei Worte: When The Pawn ....Das musikalisch experimentellere Album wurde von vielen Kritikern und Fans gelobt und erreichte zwar noch Platin-Status, kam aber an den Erfolg ihres Debüts nicht heran.
2003 lehnte die Plattenfirma die Veröffentlichung des dritten Albums Extraordinary Machine ab. Das Material wurde als „kommerziell nicht erfolgversprechend“ bezeichnet. Fiona Apples Karriere hing in der Luft. Im Laufe der Zeit tauchten jedoch einzelne Lieder des unveröffentlichten Albums in Internet-Tauschbörsen auf und wurden auch von kleinen Radiostationen gespielt. Fans organisierten eine Kampagne für die Veröffentlichung. Am 15. August 2005 kündigt die Plattenfirma schließlich die Veröffentlichung einer überarbeiteten Version von Extraordinary Machine für Oktober 2005 an.
Seitdem ist es still um Fiona Apple geworden. Ich hoffe, dass sie einen Platz findet im Musikgeschäft, damit man bald wieder von ihr hört.







  
                                              



                                                               

Samstag, 10. März 2012

Musikgeschichte: Ethel Smyth



Ich habe beschlossen, eine neue Rubrik in meinem Blog zu eröffnen, nämlich Musikgeschichte. Ich habe schon viel über Musikerinnen aus unserer Zeit geschrieben und jetzt möchte ich ab und zu Frauen vorstellen, die in der Vergangenheit mit Musik zu tun hatten. Ich finde, es schadet nicht, wenn man diese Frauen wieder ein wenig ins Licht stellt, im Dunkeln waren sie lange genug.
Den Anfang macht heute Ethel Smyth. Die englische Komponistin, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin wurde 1858 in Kent geboren. Sie wuchs in einem bürgerlich viktorianischen Elternhaus auf. Ihre Entscheidung, nach Leipzig zu gehen, um am dortigen Konservatorium Komposition zu studieren, konnte sie erst nach langen Kämpfen mit ihren Eltern durchsetzen. 1877 kam sie nach Leipzig, wo sie jedoch bald vom Unterrichtsniveau am Konservatorium enttäuscht war. Sie ging bereits ein Jahr später als Privatschülerin zu Heinrich von Herzogenberg, zu dessen Frau Elisabeth bald eine enge Freundschaft entstand. Durch den Musiksalon von Elisabeth von Herzogenberg lernte Ethel Smyth wichtige Persönlichkeiten des europäischen Musiklebens kennen, darunter Johannes Brahms, Clara Schumann und Edvard Grieg.
Bis 1887 komponierte sie ausschließlich Kammermusik, erst Peter Tschaikowsky riet ihr, ihre Aufmerksamkeit dem Orchester zuzuwenden, ein Wendepunkt ihrer Karriere. Ihre ersten Werke für größere Besetzung, zu denen die Serenade in D sowie ihre Mass in D zählen, mündeten 1894 in der Fertigstellung ihrer ersten Oper Fantasio. Bis 1924 komponierte sie sechs Opern, wobei The Wreckers als ihr Hauptwerk gilt.
Zeit ihres Leben hatte Ethel Smyth mit Vorurteilen gegenüber einer weiblichen Komponistin zu kämpfen. Sie musste hart um jede Aufführung ihrer Opern ringen und das tat sie mit vollem Einsatz. Ethel Smyth sei vom Stamm der Pioniere gewesen, die Felsen gesprengt und den Weg geebnet hätten für diejenigen, die nach ihnen gekommen seien, meinte Virginia Woolf Jahre später über ihre enge Freundin. Die Komponistin selbst spürte sehr deutlich den Gegenwind, der ihr als Frau ins Gesicht schlug. Doch ihr Bewusstsein für die systematische Unterdrückung der Frau erwachte erst, als sie 1910 Emmeline Pankhurst kennenlernte, die Anführerin der Suffragettenbewegung (die englische Bewegung für das Frauenwahlrecht). Leidenschaftlich begann sich Ethel während der folgenden Jahre in der Bewegung zu engagieren. Sie wurde enge Freundin und Mitstreiterin Pankhursts. Sie komponierte die Hymne der Frauenbewegung, den March of the Women, der fortan auf den Protestmärschen der Frauen durch die Londoner Innenstadt gesungen wurde.
Während einer Ägypten-Reise 1913 machte sich ihr Ohrenleiden erstmals bemerkbar, das bis zur völligen Ertaubung (1939) fortschreiten sollte.
Während des Ersten Weltkrieges arbeitete Ethel Smyth als Röntgenassistentin in einem französischen Militärhospital in der Nähe von Vichy. In dieser Zeit widmete sie sich erstmals intensiv der Schriftstellerei. Zuvor hatte sie bereits häufig Artikel und Essays für verschiedene englische Zeitungen verfasst. Ihre schriftstellerische Tätigkeit rückte immer stärker in den Vordergrund, nicht zuletzt wegen des sich verschlechternden Gehörs. An Kompositionen entstanden dennoch das Konzert für Violine, Horn und Orchester (1927), The Prison, eine Vokalsymphonie, sowie kleinere Werke.
1910 erhielt sie die Ehrendoktorwürde der University of Durham, 1926 diejenige der Oxford University. 1922 wurde Ethel Smyth zur Dame Commander of the Order of the British Empire ernannt.
In ihren letzten Lebensjahren verliebte sie sich stürmisch in die 24 Jahre jüngere Virginia Woolf, der sie jahrelang fast täglich schrieb. Mit ihrem Ästhetizismus und ihrer Hypersensibilität war Woolf das Gegenteil von Smyth, für die das Überwinden von Widerständen, die kämpferische Auseinandersetzung und das Kennenlernen von Menschen zentrale Anliegen darstellten.
Ethel Smyth starb 1944 in Woking/Surrey. Ihre Musik geriet nach ihrem Tod bald in Vergessenheit. Seit den 1980er Jahren erfährt sie allerdings erneute Beachtung, viele ihrer Werke gibt es inzwischen auf CD.

Ethel Smyth war eine Frau, die auf vielen Ebenen ihrer Zeit voraus war: als Frauenrechtlerin, als erfolgreich berufstätige Frau in einem von Männern dominierten Metier, als Opernkomponistin und als Frau, die ihre homosexuellen Neigungen in ihren Schriften offen artikulierte. Sie war eine Wegbereiterin für nachkommende Künstlerinnen und verdient ohne Zweifel mehr öffentliche Beachtung.




                                      







Mittwoch, 16. November 2011

Florence Welch (Florence + The Machine)


Florence Welch ist eine englische Musikerin. Sie wurde 1987 in London geboren. Bereits in frühen Kindertagen sang sie im Kreis der Familie bei Hochzeiten und Beerdigungen. Mit elf Jahren erhielt Florence Gesangsstunden und sang italienische Arien und Soul-Songs von Dusty Springfield. Außerdem mochte sie die Musik von den White Stripes und Kate Bush. Zu dieser bunten Mischung sagt die Künstlerin selbst: "Es war eine eigenartige Mischung und ich denke, von ihr habe ich meine große Bandbreite".
Nach einer Teenager-zeit ganz im Punk-Stil, begann Florence Welch ein Kunststudium am Londoner College Of Art. Ihre spätere Vorliebe für verrückte Outfits und theatralische Bühnenshows dürften dort ihren Ursprung haben. In einenm Londoner Club lernte sie Mairead Nash, eine Hälfte des DJ-Duos Queens Of Noize, kennen. Diese war von Florence begeistert und wurde ihre Managerin. Die junge Musikerin brach ihr Studium ab und arbeitete an ihrem Debütalbum. Als Begleitband wirken verschiedene Musiker in wechselnder Besetzung mit. Florence And The Machine bedeutet also ganz viel Florence Welch und keine Band im eigentlichen Sinne.
Noch bevor der Erstling Lungs im Juli 2009 erschien, sorgten die zuvor veröffentlichten Singles Kiss With A Fist und Dog Days Are Over für Furore. Die Kritiker waren begeistert und Florence Welch eroberte ihr Publikum in umjubelten Live-Shows. Ihr Musikstil ist eine Mischung aus Soul, Folk und Punk oder wie Florence selbst sagt: „Die Musik, die Lilly Allen oder Kate Bush machen würden, wären sie, eingesperrt in einen Käfig voller Schlangen, im Keller eines Beerdigungsinstituts in Louisiana aufgewachsen."
Das Album erreichte Platz zwei der Charts in Großbritannien und gehörte zu den meistverkauften Alben des Jahres. Die Formation erhielt den BRIT Award und wurde für einen Grammy nominiert.
Im Oktober 2011 erschien das zweite Album Ceremonials, das ebenfalls ein Hit zu werden scheint. Florence Welch kann also zufrieden sein mit ihrem Leben im Moment. "Ich habe meinen idealen Job", erzählt sie. "Mir gefällt das Singen, mir gefällt das Tanzen, mir gefällt es, Trommeln zu schlagen und mich verrückt anzuziehen, und jemand bezahlt mich dafür - es ist unglaublich." So ist es.