Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!





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Dienstag, 22. Januar 2013

Rory Block



Rory Block ist eine amerikanische Blues-Gitarristin, Sängerin und Songwriterin. Sie wurde 1949 in Princetown/New Jersey als Aurora Block geboren. Sie wuchs im Einfluß der Greenwich Village Folk Szene auf und lernte früh Gitarre. Als Teenager begann sie sich für Blues zu interessieren, vor allem für den Delta-Blues, der Anfang des letzten Jahrhunderts im Mississippi-Delta entstanden war. Sie besorgte sich alte Schallplatten und spielte sie Note für Note nach.
Mit 15 verließ sie ihr Zuhause, um – zusammen mit dem Gitarristen Stefan Grossman – den damals gerade wiederentdeckten Bluesmusikern wie Mississippi John Hurt, Reverend Gary Davis und Son House zu begegnen und durch diese Kontakte die traditionelle Spielweise weiter zu perfektionieren.
Später zog sie nach Kalifornien, wo sie in Cafés und Clubs auftrat.
Nach der Geburt ihrer Söhne, kehrte Rory Block Mitte der 70er Jahre wieder in die Musik-Szene zurück und passte sich dem damals vorherrschendem Disco-Trend an. 1981 ermutigte sie das Label Rounder Records sich wieder auf ihre Liebe zu traditionellem Blues zu konzentrieren. Seitdem hat sie eine ihr eigene musikalische Nische besetzt, indem sie auf einer Vielzahl von Alben sowohl traditionellen Country Blues – darunter viele Stücke von Robert Johnson – als auch eigene Songs veröffentlichte. Sie gilt bis heute als eine der besten Blues-Gitarristinnen, besonders mit ihrer Slide-Guitar-Technik, hat unzählige Preise gesammelt und tritt auch heute noch live auf, oft unterstützt von ihrem Sohn Jordan Block.









                                                                        
                                                                                      

Donnerstag, 22. November 2012

Kara Grainger




Kara Grainger ist eine australische Singer-Songwriterin.
Zusammen mit ihrem Bruder, dem bekannten Mundharmonika-Spieler Mitch Grainger, spielte sie in ihrer Heimat in der Blues-Band Papa Lips. Sie veröffentlichten zwei Alben und tourten mehrfach durch Australien. Außerdem war sie Sängerin und Gitarristin der Steve Prestwich Band.
Im Laufe der Zeit konzentrierte sich Kara mehr und mehr auf ihre eigenen Songs. Sie hatte Auftritte als Solo-Künstlerin, nahm an Songwriting-Wettbewerben teil und produzierte eine EP (Secret Soul).
2005 zog Kara Grainger in die Musik-Stadt Nummer 1 – Los Angeles. Dort machte sie sich einen Namen als Americana-Sängerin und versierte Gitarristin.
2008 erschien ihr Debüt-Album Grand And Green River. Das Album schaffte den Sprung in die Americana-Charts und erhielt gute Kritiken von der Fachpresse. Mit ihrer Mischung aus Blues, Folk und souligem Pop hat sich die Musikerin eine eigene Nische geschaffen.
Die inzwischen doch ansehnliche Fanschar wartet inzwischen ungeduldig auf ein neues Album.

                                                                                                 

                                                                                    






                                                                   

Donnerstag, 13. September 2012

Neuerscheinungen: Melissa Etheridge - 4th Street Feeling



Am 4. September 2012 ist das 12.Studioalbum von Melissa Etheridge erschienen. 4th Street Feeling bezieht sich auf eine Straße in Melissas Geburtsort Leavenworth und soll eine Art Reise in die Vergangenheit darstellen. 
In 12, wie immer selbstgeschriebenen Songs beschäftigt sich die Musikerin also mit den Wurzeln, den Grundlagen im Leben. Mit der gewohnten Offenheit und Authentizität spiegeln ihre Texte Momentaufnahmen ihrer Seele.
Zusammen mit den Produzenten Jacquire King (Kings Of Leon) und Steve Booker (Duffy) betritt Melissa Etheridge aber auch Neuland. Zum ersten Mal spielt sie alle Gitarren-Parts selbst und erweitert ihre musikalische Palette um ein neues Instrument – dem Banjitar, einer Kreuzung aus Banjo und Gitarre. Das Ergebnis ist ein Hauch von Country, den man so von ihr noch nicht gehört hat. Auch Melissas Stimme hat sich verändert, das vertraute rauchige Timbre ist noch eine Nuance tiefer und erdiger geworden.
Musikalisch ist 4th Street Feeling die bekannte Mischung aus Rock und Blues. Nichts wirklich Neues also, wären da nicht die Banjo-Klänge. Auch die Mundharmonika findet ihren Platz und ich finde, das steht der Künstlerin gut.
Der Opener Kansas ist ein hymnischer, Blues getränkter Song über die eigene Kindheit, beim optimistischen Falling Up tritt das Country-Feeling in den Vordergrund. Shout Now und Sympathy sind geradlinige Rocksongs, Enough Rain und I Can Wait geben auch den leiseren Tönen Platz bevor Rock'n'Roll Me bluesig und entspannt das Album beschließt. Nach etlichen privaten Rückschlägen scheint Melissa Etheridge im Reinen mit sich zu sein und so klingt auch ihr neuestes Werk: reif, entspannt und authentisch.
Insgesamt ist 4th Street Feeling ein gut gemachtes, grundsolides Rock-Blues-Album, das seinesgleichen im modernen Musikgeschehen sucht.

Hörtipps: Kansas, Falling Up, I Can Wait




                                                 

                                                                    







                                                                 

Montag, 30. Juli 2012

Janis Joplin



Janis Joplin war eine amerikanische Musikerin. Sie wurde 1943 in Port Arthur/Texas geboren und starb 1970 in Los Angeles.
Geboren in einer kleinbürgerlichen Familie, fühlte sich Janis schon früh als Außenseiterin. Behaftet mit Minderwertigkeitskomplexen aufgrund ihres – ihrer Meinung nach – unattraktiven Äußeren, zog sie sich zurück und beschäftigte sich mit Musik und Literatur. Sie entdeckte ihre Leidenschaft und ihr Talent für den Blues. Anfangs kopierte sie dabei den Gesangsstil von schwarzen Ikonen wie Bessie Smith, Odetta und Leadbelly. Schon zu dieser Zeit übten Drogen und Alkohol eine außergewöhnliche Faszination auf sie aus. Nach der High-School fand sie keine wirkliche Perspektive für sich bis sie mit 19 die Hippiekolonie Venice bei Los Angeles kennen lernte. Die Hippies experimentierten mit Drogen Alkohol und freiem Sex. Janis blieb und probierte alles: sie nahm Speed, trank exzessiv und schlief mit Männern und Frauen. Gelegentlich jobbte sie und trat in Bars auf. Aber nach vier Jahren hatte sie genug und 1965 kehrte sie zu ihren Eltern zurück. Sie versuchte es mit dem College, aber das Studium erschien ihr hohl und anspruchslos. Als sie ein Jahr später die Chance bekam, bei einer Band in San Francisco zu singen, zögerte sie keine Sekunde.
Mit der Band Big Brother And The Holding Company begann sie, an der Bay-Area und anderen Orten Kaliforniens zu touren. Wenig später unterschrieb die Band einen Plattenvertrag bei Mainstream Records, mit denen die Gruppe ein Album und zwei Singles veröffentlichte. Der eigentliche Durchbruch aber gelang den Musikern 1967, beim Monterey International Pop Festival, bei dem auch Albert Grossman auf den Psychodelic Rock der Big Brothers aufmerksam wurde. Grossman, einer der erfolgreichsten und bekanntesten Entertaiment Manager, nahm sich der Band an und verschaffte ihr einen neuen Vertrag bei Columbia Records, bei denen 1968 das populäre Album Cheap Thrills veröffentlicht wurde. Das zweite Album enthielt schon viele ihrer legendär gewordenen Stücke wie Piece Of My Heart oder Ball And Chain. Nach den Studioaufnahmen reiste Janis Joplin nach Nepal, wo sie sich im Herbst 1968 für eine Weile in Kathmandu aufhielt.
Ende 1968 trennte sich Janis Joplin von der Band und stellte zusammen mit ihrer Plattenfirma eine größere Band zusammen, die lange keinen Namen trug, aber nach dem folgenden, dritten Joplin-Album Kozmic Blues Band genannt wurde. Der Grund dafür war der Ehrgeiz von Janis Joplin, mit einer professionellen Band mit Funk- und Blues-Instrumenten neue Musikrichtungen zu erschließen und nicht zuletzt professioneller zu arbeiten. Dies wurde unter anderem von der Musikzeitschrift Rolling Stone als Verrat an den Idealen der Rockmusik empfunden.
Die Band hatte ihren bekanntesten Auftritt im Jahre 1969 beim Woodstock-Festival. Janis Joplin war bei diesem Auftritt jedoch stark alkoholisiert, wirkte aufgeschwemmt, verbraucht und ihre Stimme brach oft. Ihre Plattenfirma verweigerte aus diesem Grund anfänglich die Erlaubnis, diesen Auftritt filmisch in der Dokumentation "Woodstock" zu zeigen. Allerdings machte sie eine Bemerkung über die Hippiebewegung, die später oft zitiert wurde: „Früher waren wir nur wenige, jetzt gibt es Massen und Massen und Massen von uns.“
Im selben Jahr erschien das Album I Got Dem Ol' Kozmic Blues Again, Mama! Janis sorgte mit ihren Drogenexzessen und anderen Eskapaden für erhebliche öffentliche Aufmerksamkeit und versuchte, sich 1970 von den Drogen zu lösen, um endlich zur Ruhe zu kommen. Mit einer neuen Band, Full Tilt Boogie, schien sie endlich ihren Musikstil gefunden zu haben. Doch bei den Aufnahmen zum Album Pearl griff sie wieder zum Heroin und starb schließlich am 4. Oktober 1970 an einer Überdosis.
Pearl, das 1971 veröffentlicht wurde, enthält die Songs Me And Bobby McGee und Mercedes Benz. Es wurde sofort zum Kassenschlager und machte Jonis Joplin zur Legende. Bis heute gilt sie als beste weiße Blues-Sängerin der Welt.




www.janisjoplin.com     






                                                                                                                   

Dienstag, 26. Juni 2012

Christine McVie



Christine McVie ist eine englische Musikerin. Sie wurde 1943 in Grenodd/Lancashire als Christine Anne Perfect geboren. Ihr Vater, ein Konzert-Violinist, führte sie schon früh an die Musik heran. Mit vier Jahren erhielt sie Klavierunterricht und hielt sich lange an die klassische Musik bis sie mit 15 den Rock'n'Roll entdeckte. Fortan hörte sie Fats Domino und die Everly Brothers.
In Birmingham studierte Christine Kunst, mit der Absicht später als Kunst-Lehrerin zu arbeiten. Während dieser Zeit war sie Teil der lokalen Musik-Szene. Sie spielte Bass in der Band Sounds Of Blue. Nach ihrem Abschluss ging sie nach London und gründete 1968 zusammen mit Andy Silvester und Stan Webb die Blues orientierte Gruppe Chicken Shack. Christine spielte Klavier und sang. Die Band veröffentlichte zwei Alben und hatte einen Top-20-Hit mit ihrer Version des Etta James Klassikers I'd Rather Go Blind. 1969 verließ Christine die Band wieder und veröffentlichte 1970 ihr Solo-Debüt Christine Perfect.
Noch während Chicken-Shack-Zeiten traf sie auf Fleetwood Mac und verliebte sich in den Bassisten John McVie. Die beiden heirateten und die frischgebackene Christine McVie wurde Mitglied bei Fleetwood Mac. Die Ehe hielt acht Jahre, doch für die nächsten 25 Jahre spielte sie hier Klavier, sang und schrieb Songs. Durch den Erfolg der Band wurde sie selbst zum Star. Der erste Hit von Fleetwood Mac in den USA ,Over My Head, stammte aus ihrer Feder.
1984 entstand das zweite Solo-Album, Christine McVie. Die Songs Got A Hold On Me und Love Will Show Us How wurden zu kleineren Hits.
In den frühen 90er Jahren, zog sich Christine McVie immer mehr aus der Band zurück, weigerte sich auf Tournee zu gehen und verließ Fleetwood Mac schließlich endgültig 1998. In den vielen Jahren entstanden Hits wie Don't Stop, Songbird, Hold Me, Little Lies, Save Me oder Everywhere, die alle ganz oder zum Teil von Christine geschrieben wurden.
Nach 1998 ging sie wieder zurück nach England und zog sich ganz aus der Öffentlichkeit zurück. 2004 meldete sie sich mit dem Album In The Meantime wieder zurück, um danach gleich wieder unterzutauchen.





                                                         



                                                           


                                                                                       

Donnerstag, 19. April 2012

Neuerscheinungen: Bonnie Raitt - Slipstream



Nach sechs Jahren ist im April 2012 erstmals wieder ein neues Studioalbum von Bonnie Raitt erschienen. Slipstream enthält 12 Songs von hochkarätigen Autoren wie Bob Dylan, Loudon Wainwright, Paul Brady oder Gerry Rafferty. Nur ein Titel ist aus der Feder von Bonnie Raitt selbst. Doch zeigt sich hier wieder ganz deutlich die unnachahmliche Kunst der Musikerin, Songs anderer zu ihren eigenen zu machen. So klingt der Klassiker Right Down The Line von Gerry Rafferty in einer leichten Reggae-Version wie extra für sie geschrieben. Die Dylan-Songs Million Miles und Standing In The Doorway passen in ihrer wunderbar bluesigen Art besser zu Bonnie Raitt als zum Meister selbst.
Das Album strahlt eine Lässigkeit aus, wie es wohl nur Werke derartig erfahrener Künstler können. Die Stilrichtung ist breit gestreut: von der einfühlsamen Ballade You Can't Fail Me Now, über das funkige Used To Rule The World, Westcoast-Klänge in Marriage Made In Hollywood bis zum Slide Guitar-Blues Split Decision. Ruhige Titel wechseln sich ab mit rhythmischen Songs. Über allem die unnachahmliche Stimme von Bonnie Raitt, die im Alter immer besser zu werden scheint. Vor allem bei Balladen hört man die ganze Lebenserfahrung, den Schmerz, die Enttäuschungen, die sich in 62 Jahren angesammelt haben (Not Cause I Wanted To, God Only Knows).
Natürlich blitzt immer wieder die Slide-Guitar auf, für die Bonnie Raitt so berühmt ist. Dominant wie in Ain't Gonna Let You Go oder hintergründig akzentuiert wie in Million Miles. Dass sie das Instrument beherrscht wie keine andere, muss sie nicht mehr beweisen, es verschmilzt quasi mit ihrer Musik.
Slipstream ist ein ausgereiftes absolut gelungenes Album. Wie aus einem Guss präsentiert Bonnie Raitt ihre Musik – entspannt, erfahren und doch lebendig und bewegend.
Mein Hörtipp: You Can't Fail Me Now, Right Down The Line, Split Decision









                                                    




 




Montag, 26. März 2012

Cyndi Lauper



Cyndi Lauper ist eine amerikanische Musikerin und Schauspielerin. Sie wurde 1953 in Queens/New York als Cynthia Ann Stephanie Lauper geboren. Sie wuchs mit ihrer Mutter, ihrem Stiefvater und ihren beiden Geschwistern, Fred und Ellen, in Queens auf und begeisterte sich früh für Musik. Später arbeitete sie in einem Secondhand-Laden und entdeckte dort das für ihre spätere Musikkarriere so wichtige Interesse für extravagante Kleidung. Sie tourte mit zahlreichen Cover-Bands durch die New Yorker Clubszene, ohne wirklich den Durchbruch zu schaffen. Erst Anfang der 80er Jahre konnte sie einen deutlichen Schritt nach vorne machen.
1983 wurde Cyndi Lauper von Epic unter Vertrag genommen, und Rick Chertoff produzierte mit ihr das Album She’s So Unusual, das über weite Teile von Mitgliedern der US-amerikanischen Folkrock-Formation The Hooters eingespielt wurde. Anfangs noch von den Radiostationen belächelt und wenig gespielt, wurde ihr Video Girls Just Want to Have Fun auf MTV häufig gesendet und die Single wurde zu einem Hit. Auch das Album wurde ein Erfolg, She's So Unusual verkaufte sich weltweit 15 Millionen mal und avancierte damit zum seinerzeit erfolgreichsten Debütalbum eines Solokünstlers. Die weiteren Singles She Bop und Time After Time werden auch Hits. Ihr oft belächelter Kleidungsstil – schrill und bunt - prägte die Mode der achtziger Jahre nunmehr entscheidend mit.
Mit dem 1986 erscheinenden Nachfolger True Colors löste sich Cyndi Lauper vom grellen New Wave-Image und stieß mit einfühlsamen Balladen wie dem Titeltrack die Tür zu neuen Ufern auf. Musikalisch und künstlerisch gereift, blieb das Album trotzdem hinter den Erwartungen zurück.
1988 stand die Künstlerin für ihr Hollywood-Debüt Vibes – Die übersinnliche Jagd nach der glühenden Pyramide vor der Kamera.
Die folgenden Alben A Night To Remember (1989) und A Hat Full Of Stars (1993) konnten weder in der Gunst des Publikums, noch bei den Kritikern an vergangene Erfolge anknüpfen. Einzig die Single I Drove All Night (1989) schaffte es noch einmal in die Top Ten zahlreicher Länder.
1994 erschien mit Twelve Deadly Sins ein erfolgreiches Best Of-Album. Cyndi Lauper arbeitete vermehrt für Film und Fernsehen und begann intensiv für die Rechte von Homosexuellen einzutreten, was ihr in der schwulen Subkultur ein hohes Ansehen bescherte und den Weg zur Schwulen-Ikone ebnete.
1997 brachte sie ihren Sohn Declyn Wallace Thornton zur Welt.
In den folgenden Jahren war sie auf diversen Soundtracks zu hören und ging mehrfach mit Cher auf Tour. 2003 veröffentlichte Cyndi Lauper mit At Last ein Album, das mit Cover-Songs großer Hits (La Vie En Rose, Walk On By, Unchained Melody), den Soundtrack ihres Lebens darstellen sollte. Das Werk erhielt gute Kritiken und eine Grammy-Nominierung. Auch äußerlich zeigte sie eine Wandlung. Angesprochen auf diese Veränderung und scheinbarer Hinwendung zum „Normalen“ sagte Cyndi Lauper selbst, dass sie auf keinen Fall normal und auch nicht gewöhnlich wäre; eine Frau, die im Alter von 50 Jahren versucht, sich sexy und elegant zu geben, sei keinesfalls gewöhnlich, denn sie selbst habe es schon immer gehasst, gewöhnlich zu sein.
Im Frühjahr 2006 stand die Künstlerin erfolgreich in der Musicalfassung von Bertolt Brechts Dreigroschenoper am Broadway auf der Bühne. Im Juni 2007 tourte sie zusammen mit Erasure, Debbie Harry, The Dresden Dolls und Gossip als Headliner mit der True Colors Tour durch die USA. Der Erlös dieser Tour kam der Human Rights Campaign zugute, die sich für die Rechte von Homo- und Transsexuellen einsetzt.
Mit ihrem aktuellen Album Memphis Blues (2010) überraschte Cyndi Lauper wieder einmal alle Fachleute. Mit dieser Sammlung von Blues-Songs erfüllte sie sich einen langgehegten Wunsch. Sie arbeitete mit Größen wie Allain Toussaint und B.B. King zusammen und legte ein durchaus erfolgreiches Debüt im Blues-Genre hin.







     
                                                       


 

Dienstag, 13. März 2012

Vicci Martinez



Vicci Martinez ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1984 in Tacoma/Washington geboren. Schon mit zehn Jahren spielte sie Gitarre und schrieb eigene Songs. Nach der High School konzentrierte sich ganz auf die Musik.
Mit 16 erhielt sie die Möglichkeit bei der Casting Show American Idol aufzutreten. Im letzten Moment sagte sie jedoch ab, weil sie den Vertrag mit der Show als zu restriktiv empfand. Sie folgte lieber ihrem eigenen Pfad. Als starke Live-Künstlerin erarbeitete sie sich eine große und treue Fanbase. Im Laufe der Zeit hat sie acht unabhängige Alben veröffentlicht. Ihre Musik ist in erster Linie Akustik-Rock mit jazzigen, bluesigen und folkigen Einschlägen. Vicci Martinez größtes Plus ist aber ihre prägnante, rauchige Stimme. Sie singt sowohl Balladen als auch Kracher mit einer enormen Intensität, die jeden Zuhörer mitreißt.
Ein weiteren Schritt in Richtung Rockstar hat Vicci Martinez 2011 mit ihrer Teilnahme an der TV-Show The Voice getan. Ihre Auftritte erregten große Aufmerksamkeit und sie schaffte es bis ins Finale der letzten vier. Nach der Show erhielt sie einen Vertrag bei einem Major-Label und arbeitet gerade an einem Album. Bleibt zu hoffen, dass ihr rauer Charme nicht durch zu viel Kommerz verwässert wird.











                                                          

                                                                      

Montag, 5. März 2012

India.Arie



India.Arie ist eine amerikanische Musikerin. Sie wurde 1975 in Denver/Colorado als India Arie Simpson geboren. Ihr Vorname, India, nimmt Bezug auf die Nähe ihres Geburtstages, dem 3. Oktober, zu jenem Mahatma Gandhis, den 2. Oktober. Arie ist hergeleitet vom hebräischen Wort für Löwe. Ihre Eltern förderten schon früh das musikalische Talent ihrer Tochter. Sie erhielt Unterricht an Saxophon, Klarinette, Flügelhorn und Trompete. Auch der Gesang rückte immer mehr in den Mittelpunkt. "Als ich dann schließlich anfing zu singen, wurde meine Mutter zu meinem Mentor. Meine Mutter wuchs in Detroit auf, als Motown gerade neu war. Sie lehrte mich alles übers Singen und übers Songwriting. Meine ganze Familie unterstützte mich." Später kam die Gitarre als wichtigstes Instrument dazu. Nach der High School besuchte sie das Savannah College of Art and Design, wo sie die Fächer Musik und Schmuck-Design belegte. Vor Abschluss des College brach sie die Ausbildung ab, um sich ganz der Musik zu widmen.
India.Arie konnte sich einen Namen in der Musikszene Atlantas machen und hatte erste größere Auftritte beim Lilith Fair-Festival 1999. Im selben Jahr erhielt sie schließlich einen Vertrag bei Motown. Mit Beginn ihrer professionellen Karriere änderte sie die Schreibweise ihres Namens in India.Arie. Der Punkt soll, wie sie sagt, den Namen einprägsamer machen.
2001 erschien ihr Debüt-Album Acoustic Soul, das auf Anhieb zum Hit wurde. Doppel-Platin und sieben Grammy-Nominierungen waren Belege für den unerwarteten Erfolg. Die Musik, eine Mischung aus Soul und Blues mit Elementen aus dem Hip-Hop, befindet sich in der neuen Tadition des Nu Soul, ein Genre, das durch Musikerinnen wie Alicia Keys und Erykah Badu bekannt wurde.
Der Nachfolger Voyage To India (2002) stieg auf Platz 6 der Billboard-Charts ein und in den R'n'B-Charts erreichte das Werk die Spitzenposition. India.Arie erhielt einen Grammy für das beste R'n'B-Album, die Single Little Things trug ihr einen weiteren Grammy für die beste Urban/Alternative-Performance ein.
2006 erschien das Konzeptalbum Testimony: Vol. 1, Life & Relationship. Wie der Name schon sagt, beschäftigte sich India.Arie hier vor allem mit Gefühlen und privaten Erfahrungen. Der zweite Teil des Projekts Testimony wurde 2009 veröffentlicht. Auf Testimony: Vol. 2, Love & Politics setzte sich die Musikerin auch mit politischen Themen wie Rassismus, Aids oder Hunger in Afrika auseinander. Wichtig war für sie vor allem, einen eigenen Standpunkt zu finden, ohne ständig den Erwartungen der Medien genügen zu müssen.









                                                        


                                                                           

Dienstag, 28. Februar 2012

Joan Armatrading

Joan Armatrading ist eine englische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1950 in Basseterre/Saint Kitts geboren. Mit acht Jahren zogen ihre Eltern mit den Kindern nach Birmingham. Joan lernte zuerst Klavier und brachte sich später selbst das Gitarre spielen bei. Mit 15 verließ sie die Schule, um ihre Familie zu unterstützen, mit 16 trat sie zum ersten Mal öffentlich auf. Sie spielte vor allem eigene Songs. Der Startschuss für eine Musik-Karriere war gefallen.
1972 erschien das Debüt-Album Whatever's For Us, das jedoch kein kommerzieller Erfolg wurde. Joan Armatrading war von Anfang an mehr eine Album-Künstlerin. Single-Hits blieben Mangelware. Ihre Musik ist eine breit gefächerte Mischung aus Rock, Reggae, Rhythm & Blues, Country und Jazz. Die Musikerin singt in ihren Songs von verletzten Gefühlen, zerbrochenen Beziehungen, Einsamkeit und Leere – doch ohne Selbstmitleid, manchmal in fast neutraler Anteilnahme. Ihre kehlige Stimme zeugt von Stärke und Selbstbewusstsein, und dennoch besitzen ihre Songs eine beinahe spielerische extravagante Rhythmik.
Nach außen hin gab sich Joan Armatrading immer zurückhaltend und kühl. Ihr Privatleben hielt sie absolut verschlossen. Für die Vermarktung im Musik-Business war das sicherlich nicht von Vorteil. Viele Kritiker hielten sie für zu glatt und verkopft. Unter Kollegen war sie jedoch immer hoch angesehen und viele bekannte Musiker wirkten bei ihren Alben mit. Ihre herausragenden Fähigkeiten an der Gitarre sind unumstritten.
Bis heute veröffentlicht die Künstlerin weiterhin ihre Musik – in diesem Jahr 2012 wird ein neues Album erwartet. Für mich lebt Joan Armatrading in Songs wie Willow, Love And Affection, The Weakness In Me oder Drop The Pilot – absolute Meilensteine der Musik.







                                                                       



                                                             





Mittwoch, 25. Januar 2012

Cat Power

Cat Power ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1972 in Atlanta/Georgia als Charlyn Marie Marshall geboren. Ihre Eltern ließen sich früh scheiden. Vater Charlie war Wandermusiker, sein Schwerpunkt lag auf dem Bluespiano. Die Karriere einer Musikerin schwebte Cat Power eigentlich gar nicht vor, als sie nach abgebrochener High-School-Laufbahn nach New York ging.
1994 lernte sie Steve Shelley von Sonic Youth und Tim Foljahn von Two Dollar Guitar kennen. Diese ermutigten sie zu Studio-Aufnahmen und spielten auf ihren ersten beiden Alben Dear Sir (1995) und Myra Lee (1996). 1996 bekam sie einen Vertrag bei Matador, wo ihr drittes Album What Would the Community Think (1996) erschien, auf dem u.a. die Single und das Video zum Kulthit Nude As The News zu finden sind.
Das Album Moon Pix (1998) wurde in Australien aufgenommen. Mit diesem Album und der Single Cross Bones Style festigte Cat Power ihren Kultstatus bei Kritikern und Fans. Ihr Musikstil ist minimalistisch, sie begleitet sich mit sparsamen Gitarren- und Pianoklängen selbst, oft unterstützt von einer Violine, Schlagzeug oder anderen Instrumenten. Ihr Gesang in der Tradition des Folk, Blues und Country der Südstaaten ist ätherisch und erscheint entrückt und zerbrechlich.
Nach einem Album mit fremdem Material, The Covers Record (2000), erschien 2003 wieder ein Album mit eigenen Songs, You Are Free. Zeitlose Folksongs und berührende Balladen, das nervöse Free überzeugt ebenso wie Evolution, ein Song, der nach tiefer Nacht, Kerzenschein und Whiskey klingt. Der Alkohol hatte zu diesem Zeitpunkt einen gefährlich hohen Stellenwert in ihrem Leben eingenommen. 2003 begab sich Cat Power in medizinische Behandlung und kam allmählich wieder auf einen guten, gesunden Weg.
Das Album The Greatest erschien am 2006. Anders als der Titel vermuten lässt, handelt es sich dabei nicht um ein Best-Of, sondern um ein neues Studioalbum. Das Album ist – anders als seine oft kargen Vorgänger – sehr großzügig instrumentiert. Neben Piano und Gitarre kommen in vielen Songs Bläser, Saxophon, Orchester oder Country-Instrumente zum Einsatz.
In den Jahren 2006/2007 arbeitete Cat Power – unter dem Namen Chan Marshall -  an dem Wong Kar-wai Film My Blueberry Nights mit. Sie lieferte Musik für den Soundtrack (die Songs Living Proof und The Greatest aus dem gleichnamigen Album) und sie agierte als Schauspielerin.
Das 2008 veröffentlichte Album Jukebox enthält mit Metal Heart und Song to Bobby zwei eigene Kompositionen, die weiteren 11 Songs sind eigenwillige und interessante Versionen von Songs, wie z.B. New York (bekannt durch Frank Sinatra), I Believe In You (Bob Dylan), Blue (Joni Mitchell) und Ramblin' Woman (Hank Williams).




www.matadorrecords.com/cat_power/





                                                                  



                                                                                      

Dienstag, 27. Dezember 2011

Top-Alben 2011 - Platz 4: Beth Hart & Joe Bonamassa: Don't Explain

Der Platz 4 meiner persönlichen Favoriten 2011 gehört Beth Hart und Joe Bonamassa mit ihrem Album Don't Explain. Die beiden kennen sich schon länger und haben mehrfach zusammen gearbeitet. Die Idee zu einem gemeinsamen Album hatte der Blues-Gitarrist Joe Bonamassa. Beth Hart zögerte keine Sekunde mit ihrer Zusage – ein Glück. Die beiden Musiker veredeln auf Don't Explain klassische Soul-Songs von u.a. Billie Holiday, Aretha Franklin, Bill Withers, Ray Charles und Etta James.
Ein reines Cover-Album ist immer ein Risiko. Es besteht die Gefahr, hervorragenden Stücken nicht gerecht zu werden. Hier ist das Experiment gelungen. Beth Hart interpretiert die Songs mit ihrer einzigartigen Stimme und macht sie so zu ihren eigenen. Sie zetert den Blues, haucht den Soul und überzeugt auch bei jazzigen Elementen als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Joe Bonamassas virtuoses Gitarrenspiel hält sich angenehm im Hintergrund und überlässt seiner Kollegin die Bühne.
Ich selbst bin nicht wirklich ein großer Soul-Anhänger, aber dieses Album hat es in sich. Dieser Soul-Blues-Jazz-Rock-Sound ist einfach großartig. Mein Hörtipp ist I'd Rather Go Blind. Beths Stimme ist absolut umwerfend und intensiv, dazu das Gitarrenspiel von Joe Bonamassa – zusammen schlicht genial!



www.hartandbonamassa.com






                                                       




                                                                     

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Lucinda Williams


Lucinda Williams ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1953 in Lake Charles/Louisiana geboren. Als Tochter des Dichters und Literaturprofessors Miller Williams, der an verschiedenen Orten der USA als Gastprofessor arbeitete, prägten die Erfahrungen des Reisens die Persönlichkeit und Musik von Lucinda sehr stark. Schon früh zeigte sie Interesse an Musik und begann mit 12 Jahren Gitarre zuspielen.
Mit Anfang 20 begann Lucinda Williams, öffentlich aufzutreten. Sie spielte in Austin und Houston eine Mischung aus Folk, Rock und Country. 1978 zog sie nach Jackson, Mississippi, wo sie ihr Debütalbum Ramblin' für das traditionsreiche Folk-Label Smithsonian/Folkways aufnahm. Es war eine Zusammenstellung verschiedener Country- und Bluescover. 1980 folgte das Album Happy Woman Blues, das ausschließlich aus eigenen Songs bestand. Keines der beiden Alben fand große Beachtung. Danach herrschte eine achtjährige Funkstille, in der sie tourte und ihren eigenen Stil zwischen Country, Folk und Rock weiterentwickelte.
Das schlicht betitelte Album Lucinda Williams, 1988 bei Rough Trade erschienen, enthält den Song Passionate Kisses, der ihr sechs Jahre später in der Interpretation von Mary Chapin Carpenter ihren ersten Grammy einbrachte. 1992 folgte mit dem Album Sweet Old World eine melancholische Platte, die sich zum Teil autobiografisch mit dem Selbstmord und Tod von Freunden beschäftigte.
Lucinda Williams war seitdem vor allem bei Kritikern und Musikinsidern beliebt, aber ihr kommerzieller Erfolg blieb bescheiden. Emmylou Harris, die ebenfalls Kompositionen von Williams coverte, sagte über sie: „Sie ist ein Beispiel für das Beste, was Countrymusik zumindest behauptet zu sein. Aber aus irgendeinem Grund wird sie nicht wahrgenommen. Ich habe das starke Gefühl, dass der Countrymusik dadurch etwas entgeht.“
1999 - 20 Jahre nach ihrem Debüt - gelang der Musikerin schließlich der kommerzielle Durchbruch mit dem Album Car Wheels On A Gravel Road. Mit einer Mischung aus rockigen Riffs, Balladen in Country-Tradition, tiefgreifenden Texten und ihrer rauhen, sensuellen Stimme traf Lucinda Williams hier ins Schwarze und erhielt den Grammy für das Beste Zeitgenössische Folk-Album.
Im Juni 2001 erschien Essence, knapp zwei Jahre später World Without Tears. Im Vergleich zu früher schlugen beide Alben eher leisere Töne an und die Musikerin entfernte sich weiter von der Mainstream-Countrymusik, gewann aber auf diese Weise neue Anhänger aus der alternativen Szene dazu.
Ihr siebtes Album World Without Tears erschien 2003. Auf dem musikalisch vielfältigen und textlich eher düsteren Album blieb sie ihrem Stil aus melancholischen Country-Balladen und Midtempo-Rocknummern treu, experimentierte aber auch unter anderem mit Rap und elektrischen Blues, den sie bei Live-Konzerten vor allem in den Zugaben als Wurzel ihrer Musik feiert.
2011 erschien das aktuelle Album Blessed, auf dem Lucinda Williams in ihrer typischen Art die Schattenseiten des Beziehungslebens besingt. Die – laut Time-Magazin – beste Songwriterin der USA bringt hier erneut intensive, zum Teil ungeheuer schmerzliche Songs, die unter die Haut gehen.



www.lucindawilliams.com 






                                                                 




                                                       

Dienstag, 13. Dezember 2011

Zaz


Zaz ist eine französische Nouvelle-Chanson-Sängerin. Sie wurde 1980 in Tours als Isabelle Geffroy geboren. Ihre musikalischen Fertigkeiten erwarb sie beim Studium an der CIAM (Centre d'Information et d'Activités Musicales) in Bordeaux. Ihre ersten Auftritte hatte sie zusammen mit einer Bluesband. Danach ging sie mit einem baskischen Tanzorchester auf Tour. Zwei Jahre später sah sich Zaz als Sängerin einer Latinrockband den unterschiedlichsten musikalischen Einflüssen ausgesetzt. Afrikanische, andalusische, arabische und lateinamerikanische Klänge strömten auf die junge Musikerin ein.
Später wurde Zaz Mitglied eines Cabarets in Paris, wo sie täglich fünf Stunden auf der Bühne stand. Wenn das Geld am Ende des Monats knapp zu werden drohte, stellte sie sich zusammen mit zwei befreundeten Musikern im Künstlerviertel Montmartre an eine Straßenecke und sang. Dabei konnte sie sich ihrem Faible für absolute Genrevielfalt hingeben. Jazz, Blues und Chansons wurden zu einem ganz eigenen Stil vermischt.
Wo und wie auch immer man ihr die Gelegenheit gab, präsentierte Zaz ihre Musik mit einer erfrischenden Lebensfreude, die keinen kalt ließ. War es nun vor 10.000 Zuschauern im Stadion von Hendaye (im äußersten Südwesten des Zentralstaates), als Interpretin eines Edit-Piaf-„Greatest-Hits“-Sets im Herzen Sibiriens, bei Gratis-Konzerten in kolumbianischen Salzminen oder auf Tour durch Ägypten.
2009 begeisterte sie das Publikum bei einem Talentwettbewerb und gewann überraschend. Besonders beeindruckt von ihrer Performance war Frankreichs Pop-Superstar Raphaël Haroche, der sofort beschloss, drei Songs für sie zu schreiben. Jene drei Stücke finden sich nun auf Zazs selbst betiteltem Debütalbum, das im Frühjahr 2010 in Quebec und Frankreich aufgenommen wurde. Es kletterte auf Platz eins der französischen Charts und blieb dort ein halbes Jahr. In Deutschland erschien das Album im Oktober 2010. Es kam bis Platz drei der Charts und erreichte Platinstatus. Vor allem die Single Je Veux wurde zum Riesen-Hit und lief im Radio rauf und runter.
Mit ihrer unverkennbaren, rauchigen Stimme und ihrem konventionellen Auftreten hat sich Zaz in die Herzen vieler Menschen gesungen. Ein angenehm bunter Tupfen in der oft so gleichförmigen Musikszene. Das Rolling Stone Magazine meint dazu:
“Wie eine ‘Piaf des Blues’, aufgejazzt von Django Reinhardt, schwebt Zazs Stimme über den Gypsy-Jazz-Beats ihres Gitarristen Guillaume Juhel, in einem Genre, das von seinen Musikern uneingeschränkte Virtuosität verlangt.“








                                                         
    






                                     

Montag, 7. November 2011

Bonnie Raitt


Bonnie Raitt ist eine amerikanische Rhythm-and-Blues-Sängerin und Gitarristin. Sie wurde 1949 in Burbank/Kalifornien geboren. Ihr Vater war der Broadway-Star John Raitt. Als Kind lernte Bonnie Gitarre zu spielen, interessierte sich sehr für den Blues und brachte sich selbst die Slide-Technik bei. Obwohl sie nicht beabsichtigte, eine Karriere im Musikgeschäft einzuschlagen, sang sie ab und zu Background für verschiedene Musikproduktionen. 1967 begann sie mit dem Studium der Afrikanistik an der Harvard University. Nach ihrem Abschluss wollte Bonnie Raitt als Entwicklungshelferin arbeiten.
An der Universität lernte sie Blues-Impresario Dick Waterman kennen und freundete sich mit ihm an. Schon bald war sie festes Mitglied seines Kreises von Musikern und fand sich recht schnell in einer Karriere als Sängerin und Gitarristin wieder. Sie trat regelmäßig in den Blues-und Folk-Clubs Bostons auf und spielte mit Musikern wie Howlin' Wolf und Sippie Wallace.
1970 wurde Bonnie Raitt von Warner Bros. unter Vertrag genommen und 1971 entstand ihr Debütalbum Bonnie Raitt. Die Fachpresse war begeistert und feierte sie als neue Bluesrock-Queen. Man war angetan von ihrer Stimme und ihrer herausragenden Gitarrentechnik. Der kommerzielle Erfolg blieb der Musikerin allerdings versagt, erst das 1977 veröffentlichte sechste Album Sweet Forgiveness erreichte ein größeres Publikum und hatte mit der Single Runaway einen Hit.
1979 war Bonnie Raitt Mitorganisatorin eines aufwendigen Konzerts für Musicians United for Safe Energy (M.U.S.E.) im New Yorker Madison Square Garden, an dem sich u.a. Bruce Springsteen, die Doobie Brothers, James Taylor und Jackson Browne beteiligten. Im Laufe der Zeit setzte sich die Musikerin immer wieder für politische Belange ein. So kämpfte sie aktiv gegen Atomwaffen und gegen die Apartheid und engagierte sich für die Rechte der Frauen und der Indianer. Als bekennende Pazifistin und Demokratin kritisierte sie als eine der wenigen Prominenten Präsident George Bush öffentlich.
1983 kündigte Warner Bros. aus Unzufriedenheit mit den Verkaufszahlen den Vertrag mit Bonnie Raitt. Die Künstlerin, unter Drogen und Alkoholproblemen leidend, zog sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück.
Wieder genesen, gelang ihr ein Comeback, als sie 1987 zusammen mit K.D. Lang und Jennifer Warnes den Background-Chor bei einer Roy-Orbison-Hommage im Fernsehen stellte und dabei herausragende Kritiken erhielt. Sie bekam einen neuen Vertrag bei Capitol Records und veröffentlichte 1989 ihr zehntes Album Nick Of Time. Mit diesem Album begann der zweite sehr erfolgreiche Teil der Karriere Bonnie Raitts. Nick Of Time verkaufte sich über sechs Millionen Mal und erreichte den Platz 1 der amerikanischen Charts. Die Musikerin erhielt außerdem noch vier Grammys. Der Nachfolger Luck Of The Draw (1991) war mit acht Millionen verkaufter CD's noch erfolgreicher. Für das 1994 entstandene Album Longing In Their Hearts konnte sie einen weiteren Grammy mit nach Hause nehmen.
Nach der Jahrtausendwende veröffentlichte Bonnie Raitt sporadisch neue Alben, die zwar nicht mehr so erfolgreich wurden, qualitativ aber weiterhin von allererster Güte waren.
Mit ihren seit 1989 entstandenen Alben erfuhr die Musikerin endlich die Anerkennung, die ihr so lange versagt worden war.
An Bonnie Raitt finde ich so beeindruckend, dass sie nicht nur eine tolle Sängerin, sondern auch eine hervorragende Slide-Gitarristin ist. Sie ist in diesem Fach die einzige Frau weit und breit und muss sich hinter ihren männlichen Kollegen nicht verstecken. Hut ab! Außerdem ist mit Luck Of The Draw eine meiner absoluten Lieblings-CDs von ihr.











                                                                                    





                                                                                 

Donnerstag, 3. November 2011

Beth Hart


Beth Hart ist eine amerikanische Rock-Musikerin. Sie wurde 1972 in Los Angeles geboren. Sie erhielt ab dem fünften Lebensjahr Klavierunterricht, interessierte sich mit zunehmendem Alter aber mehr für Soul und Rock. Sie studierte Cello und Gesang an der Los Angeles High School Of Performing Arts, schloss das Studium aber nicht ab.
Das erste Album Beth Hart and the Oceans of Soul (1993) blieb weitgehend unbeachtet. Trotz größter Probleme wegen Alkohol und Drogen gründete die Musikerin mit drei Kollegen die Beth Hart Band. Bei den Aufnahmen des Albums Immortal (1996) war sie bereits stark abhängig. Der Song Summer Is Gone wurde zum ersten kleinen Hit für das Quartett.
Das folgende Album Screaming For My Supper (1999) war der endgültige Durchbruch für Beth Hart. Die Singleauskopplung LA-Song avancierte in den USA zum Alternative-Hit. Zur selben Zeit nahm sie das Angebot an, in einer Theaterproduktion Janis Joplin zu verkörpern. Die Anstrengungen in Proben und Aufführungen in Verbindungen mit der Arbeit an der Karriere als Sängerin endeten für Beth Hart im Desaster: Abhängig von aufputschenden Medikamenten fälschte sie Rezepte und landete schließlich im Gefängnis. Mit Hilfe ihres Managers und späteren Ehemannes Scott Gützkow gelang es der Musikerin, die Drogen- und Alkoholabhängigkeit zu überwinden und ihre Karriere aufs Neue in Gang zu bringen. 2003 erschien das Album Leave The Light On, auf dem sie ihre Drogensucht thematisierte.
Zwei weitere Alben festigen ihre Ruf als ausgezeichnete Songwriterin und Sängerin. Vor allem in Skandinavien und den Niederlanden hat Beth Hart eine große Anhängerschar. Ihre markante Stimme wird oft mit der von Melissa Etheridge oder Janis Joplin verglichen. Ihr Gesangstil weist dennoch weit mehr auf Robert Plant von Led Zeppelin und vielleicht noch Roger Chapman, ähnlich auffällig ist ihr Stimmklang bis hin zum markanten Vibrato, ähnlich exaltiert und sexuell aufgeladen ihr Gebaren auf der Bühne.
Im Herbst 2011 erscheint das Album Don't Explain, dass die Musikerin zusammen mit dem bekannten Blues-Gitarristen Joe Bonamassa aufgenommen hat. Das Album enthält Cover-Versionen von Songs von Aretha Franklin, Ray Charles, Billie Holiday und anderen.
Seit ich zum ersten Mal Summer Is Gone gehört habe bin ich von Beth Harts Stimme begeistert. So viel Blues besitzt keine andere Sängerin. Hört euch das aktuelle Album an und ihr versteht, was ich meine.




www.bethhart.com