Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!





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Dienstag, 15. Januar 2013

Sophie Hunger



Sophie Hunger ist eine Schweizer Musikerin. Sie wurde 1983 als Emilie Jeanne-Sophie Welti geboren. Als Tochter eines Diplomaten wuchs sie in verschiedenen Städten (London, Bonn und Zürich) auf. Als Kind erhielt sie für einige Zeit Klavierunterricht, doch das ernsthafte Interesse für Musik begann erst nach dem Abitur.
Zwischen 2002 und 2006 war sie Gastsängerin bei dem Projekt Superterz, sie ist auch auf dem 2006 veröffentlichten Album Standards zu hören. Ab 2004 war sie zudem als Sängerin Mitglied in der Indie-Rock-Band Fisher, die sich 2007 auflöste.
Ihr erstes Album Sketches On Sea erschien 2006 unter dem Pseudonym Sophie Hunger - zusammengesetzt aus Weltis zweitem Vornamen und dem Mädchennamen ihrer Mutter. Obwohl kein großes Label hinter der Produktion stand, verkaufte sie einige Tausend Tonträger. Kollegen wie der Jazztrompeter Erik Truffaz oder der Sänger Stephan Eicher wurden auf sie aufmerksam und buchten sie als Support-Act. So tourte die Musikerin durch Europa und wurde allmählich einem breiteren Publikum bekannt. 2008 hatte sie einen umjubelten Auftritt beim legendären Jazz-Festival in Montreux.
Zudem komponierte sie für den Film Der Freund (2008) die Filmmusik und übernahm eine Nebenrolle.
2008 erschien das zweite Album Monday's Ghost, das es auf Anhieb auf Platz 1 der Schweizer Charts schaffte. Durch die Unterstützung eines Major-Labels erschien das Album wenige Wochen später auch in Frankreich, Deutschland und Österreich. Die eigenwillige Musik der Sophie Hunger, eine Mischung aus Indie-Pop, Folk, Jazz und Rock-Elementen, hatte eine größere Zuhörerschaft gefunden. Mit ihren Liedern, die sie in Englisch, Deutsch und Schweizerdeutsch singt, erzählt sie oft rätselhafte Geschichten, die - laut eigenen Aussagen - nichts mit ihr zu tun haben. „Ein Lied, das von mir handelt, kann kein gutes Lied sein, weil es keine Größe hat. Ein großes Lied muss eine Bedeutung haben, die über mich hinausgeht.“
2010 wurde das Album 1983 veröffentlicht. Von Sophie selbst produziert, erreichte es wiederum die Spitze der Schweizer Charts. Höhepunkt der dazugehörenden Tournee war der Auftritt beim Glastonbury-Festival, wo Sophie Hunger als erste Schweizerin überhaupt in Erscheinung trat.
Im Oktober 2012 erschien ihr aktuelles Album The Danger Of Light.











                                                                 

und noch eins auf Deutsch:



                                                                      


                                                                               

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Susan Werner



Susan Werner ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1965 in Manchester/Iowa geboren. Sie interessierte sich schon früh für Musik und lernte Gitarre und Klavier. Nach der Highschool studierte sie Gesang mit der Zielrichtung Oper.
Ein Konzert von Nanci Griffith veranlasste sie dazu, ihren musikalischen Fokus zu verändern. Sie begann damit, eigene Songs zu schreiben und trat im Großraum Philadelphia, New York und Boston auf.
1993 veröffentlichte sie ihr Debüt-Album Midwestern Saturday Night auf ihrem eigenen Label. Nach und nach machte sich Susan Werner einen Namen in der Folk-Szene. Sie veröffentlichte mehrere Alben und tourte ununterbrochen. Sie spielte dabei mit Größen wie Joan Armatrading und Richard Thompson.
2001 zog sie nach Chicago und überraschte die Musik-Szene mit dem reinen Jazz-Album I Can't Be New (2004). Mit ihren Kompositionen, die in der Tradition eines Cole Porter angelegt waren, traf sie dennoch ihren eigenen Ton und konnte sich damit eine ganz neue Zuhörerschaft eröffnen.
Susan Werners siebtes Album, The Gospel Truth (2007) beschäftigte sich mit Religion, Glauben und sozialer Verantwortung. Auf Classics (2009) singt sie Pop-Songs aus den 60er und 70er Jahren, begleitet von klassischen Musikinstrumenten.
Das aktuelle Album Kicking The Beheeve (2011), produziert von Rodney Crowell und aufgenommen in Nashville, geht wieder mehr in Richtung Folk und Country.
Mal sehen, womit uns die Künstlerin in den nächsten Jahren noch überrascht.










                                                        
                                                                                    

Freitag, 19. Oktober 2012

Diana Krall



Diana Krall ist eine kanadische Jazzpianistin und Sängerin. Sie wurde 1964 in Nanaimo/British Columbia geboren. Ihre Familie war sehr musikalisch und so lernte sie schon mit vier Jahren Klavier spielen. Zuhause wurde neben klassischer Musik auch viel Jazz gehört, die Weichen in diese Richtungen wurden also schon früh gestellt. In der High School spielte Diana in der Jazz-Band und mit 15 hatte sie regelmäßige Auftritte in Nanaimo.
Das Vancouver International Jazz Festival sponserte ihr mit 17 ein Musikstudium am Berklee College of Music in Boston. Nach drei Semestern ging sie nach Los Angeles und später nach New York. In dieser Zeit arbeitete sie mit verschiedenen Musikern und entwickelte ihren Gesang.
1993 erschien ihr Debütalbum Stepping Out. Tommy LiPuma entdeckte sie für das GRP-Label und produzierte 1995 Only Trust Your Heart. Bereits mit dem nächsten Album All For You (1996) wurde sie für den Grammy nominiert und hielt sich damit 70 Wochen in den Billboard Traditional Jazz Charts.
Der Smooth-Jazz mit der dunklen, weichen Stimme Diana Kralls kam beim Publikum sehr gut an. Das 1999er-Album When I Look In Your Eyes hielt sich rekordverdächtige 52 Wochen auf Platz eins der Billboard-Jazzcharts und bescherte der Musikerin neben einer Nominierung in der Kategorie Album Of The Year (!) zwei Grammys in den Kategorien Best Jazz Vocal Performance und Best Engineered Album, Non Classical.
Mit The Look Of Love (2001) konnte sie diesen Erfolg noch toppen. Das Album stieg auf Platz neun der Popcharts ein und verkaufte allein in den USA in der ersten Woche 95.000 Einheiten.
Im Dezember 2003 heiratete sie den britischen Musiker Elvis Costello. Mit seiner Unterstützung fasste sie den Mut, selbst zu texten und zu komponieren. Gemeinsam arbeiteten sie am Album The Girl in the Other Room, das im April 2004 erschien. Das Album gilt als deutlicher Schritt Diana Kralls hin zu mehr künstlerischer Eigenständigkeit und Persönlichkeit.
Dass sie auch von anderen Musikrichtungen inspirieren lässt, zeigen das Bossa Nova-Album Quiet Nights (2009) und vor allem die aktuelle Produktion Glad Rag Doll (2012). Unter der Regie des Musikers und Produzenten T Bone Burnett überrascht Diana Krall hier mit rauh und erdig aufgenommenen Tracks, die größtenteils dem Fundus des American Songbook der zwanziger und dreißiger Jahre entstammen. 










                                                                

                                                                                                      

Dienstag, 21. August 2012

Melody Gardot


Melody Gardot ist eine amerikanische Jazz-Sängerin und Songwriterin. Sie wurde 1985 in New Jersey geboren.
Als Kind lernte sie Klavier und als Sechzehnjährige sang sie in Bars. "Ich trat an Freitagen und Samstagen auf und spielte jeweils für vier Stunden. Und ich fiel wohl ein wenig aus dem Rahmen, weil ich keine Publikumswünsche bediente, sondern nur die Musik spielte, die mir selbst gefiel, eine Mischung aus alten und neuen Sachen. Ich spielte durch die Bank alles, angefangen bei Klamotten von The Mamas & The Papas über Jazzstandards von Duke Ellington bis hin zu Songs von Radiohead."
Bei einem Verkehrsunfall 2003 erlitt Melody Gardot einen mehrfachen Beckenbruch, Wirbelsäulen-, Nerven- und Kopfverletzungen. Musiktherapie war Teil ihres Reha-Programms und so lernte sie Gitarre und begann mit Jazzgesang. Mit den Folgen des Unfalls kämpft die Musikerin noch heute. Sie ist beim Gehen auf einen Stock angewiesen und muss wegen ihrer nervlich bedingten Lichtempfindlichkeit eine Brille mit getönten Gläsern tragen.
2006 erschien ihr Debüt-Album Worrisome Heart. Mit zumeist selbstgeschriebenen Songs und einer Mischung aus Pop, Blues und Jazz hat die Musikerin ihre ganz eigene Nische gefunden.
2009 wurde das zweite Album My One And Only Thrill veröffentlicht.
Mit dem 2012 erschienenen The Absence integrierte Melody Gardot lateinamerikanische und südeuropäische Klänge in ihren Sound. Sie überrascht mit jedem neuen Album durch eine stilistisch andere Färbung. Kernpunkt ist und bleibt der Jazz, doch die Künstlerin findet stets neue Nuancen.




www.melodygardot.com 




      
                                                 


                                                                             

Donnerstag, 9. August 2012

Caro Emerald


Caro Emerald ist eine holländische Pop- und Jazzsängerin. Sie wurde 1981 in Amsterdam als Caroline Esmeralda van der Leeuw geboren.
Sie studierte am Musikkonservatorium von Amsterdam Jazzgesang und machte 2005 ihren Abschluss. Anschließend sang sie in der Weiblichen Vokal-Formation Les Elles und dem Kollektiv Philharmonic Funk Foundation, das bis zu 44 Mitglieder zählt. Schon hier erregte Caro Emerald mit ihrer ausdrucksstarken Stimme große Aufmerksamkeit. Außerdem betätigte sie sich als Vocal Coach für die holländische Ausgabe von X-Factor.
2007 sprang sie als Ersatz für Demoaufnahmen des Songs Back It Up der Produzenten David Schreurs und Jan van Vieringen und des kanadischen Songwriters Vince Degiorgio ein.
Ein Auftritt bei einem Regionalsender brachte ihr 2008 dann größere Bekanntheit ein, und sie stellte daraufhin ein selbst gedrehtes Video bei YouTube ein, das ihre Popularität weiter steigerte. Schließlich gründeten Schreurs und van Vieringen ein eigenes Label und nahmen zusammen mit Caro Emerald unter Mitarbeit von Degiorgio ein Album auf, das sich musikalisch am Swing-Jazz mit Tango- und Mambo-Rhythmen aus den 1940er und 1950er Jahren orientierte.
Ende 2009 wurde die zweite Single A Night Like This zum Riesen-Hit. Caro Emerald eroberte Europa damit im Sturm. Das 2010 veröffentlichte Album Deleted Scenes From The Cutting Room Floor übertraf schließlich alle Erwartungen. Es wurde zum erfolgreichsten Album Hollands aller Zeiten und hielt sich 30 Wochen auf Platz 1. Auch im Rest Europas und in den USA konnte sich der Longplayer in den Charts platzieren.
In Deutschland wurde Caro 2012 mit der Goldenen Kamera in der Kategorie Beste Musik International ausgezeichnet.









                                                                                                          

Montag, 28. Mai 2012

Sade Adu



Sade Adu ist eine nigerianisch-britische Soulsängerin. Sie wurde 1959 in Ibadan/Nigeria als Helen Folsade Adu geboren. Sie ist die Tochter eines Nigerianers und einer Britin. Nach der Trennung der Eltern kam sie mit vier Jahren zusammen mit ihrer Mutter und ihrem älteren Bruder nach Colchester. Sie studierte in London Modedesign und jobbte nebenbei als Model. Ab 1980 sang sie in mehreren Gruppen bevor sie zwei Jahre später mit dem Saxophonisten Stuart Matthewman ihre eigene nach ihr benannte Band gründete.
Zur Grundformation zählen auch Paul Spencer Denman (Bass) und Andrew Hale (Keyboard). Die vier Musiker nahmen eine Demoband auf, das von mehreren Plattenfirmen als zu jazzig abgelehnt wurde. Nur das Label Epic gab der Formation eine Chance.
1984 erschien das Debütalbum Diamond Life und wurde zum vollen Erfolg. Es verkaufte sich weltweit über sieben Millionen mal. Songs wie Smooth Operator und Your Love Is King wurde zu Welthits. Der Sound, irgendwo zwischen Bar-Jazz und Soul, konnte sich, entgegen allen Erwartungen, durchsetzen. Sade hatte Auftritte bei großen Festivals wie dem Montreux Jazz Festival oder Live Aid.
1985 wurde das Album Promise veröffentlicht. Es wurde ebenfalls zum Erfolg und Sade erhielt einen Grammy.
Die Pausen zwischen den Veröffentlichungen wurden immer größer. 1988 erschien Stronger Than Pride, 1992 Love Deluxe und 2000 Lovers Rock. Sade Adu zog sich immer wieder ins Privatleben zurück. Sie heiratete, wurde Mutter und ließ sich wieder scheiden. Nach einer Pause von zehn Jahren kehrte sie Anfang 2010 mit der Single Soldier of Love zurück, die besonders erfolgreich in Nordamerika war. Am 5. Februar 2010 wurde das gleichnamige Album veröffentlicht, das unter anderem in Italien, Frankreich, Spanien, Ungarn, Polen, Portugal, Schweden, Belgien, der Schweiz, Kanada, den USA und einigen weiteren Ländern auf Nummer 1 ging. Ende April 2011 startete Sade eine neue Welttournee.











                                                      
                                                                                

Dienstag, 1. Mai 2012

Neuerscheinungen: Norah Jones - Little Broken Hearts



Nach einer fast dreijährigen Pause ist Ende April 2012 das fünfte Studioalbum von Norah Jones - Little Broken Hearts - erschienen. Produziert wurde das Album von Danger Mouse, dem Hip Hop Veteranen.
Schon das Cover zeigt, dass die Musikerin hier neue Wege gegangen ist. Eine lasziv blickende Norah Jones täuscht allerdings ein wenig über den Inhalt der 12 Songs hinweg. Hier geht es um Herzschmerz, um die Zerrüttung, das Scheitern und den Bruch von Liebesbeziehungen in allen Phasen mit allen Widersprüchen und Wendungen.
Die so typisch samtig-zerbrechliche Stimme ist geblieben, der Klang ihrer Musik hat sich auf Little Broken Hearts allerdings verändert: Weniger soft, fast ein bisschen eckig, und dennoch durchgestylt. Norah Jones hat sich hier ihren Liebeskummer von der Seele geschrieben - aber dennoch keinen Schmachtfetzen sondern ein abgeklärtes und gleichzeitig sehr emotionales Album produziert.
Schon der erste Song Good Morning, eine sphärische Ballade über eine Nacht, in der der Liebste nicht heimkam, ist ein Highlight. Exzellent aber auch der bluesige Titelsong Little Broken Hearts, das auf eine Gitarre und ein paar effektiv eingesetzte Synthesizer-Tupfer reduzierte She’s 22 und das groovige Happy Pills.
In den Texten beleuchtet Norah Jones das so sehr strapazierte Thema mit viel Esprit, kommt einfühlsam oder humorvoll aus ungewöhnlichen und gelegentlich auch brutalen Blickwinkeln darauf zu.
So formieren sich die gebrochenen Herzen in Little Broken Hearts zu einer Rächer-Armee. Und in Miriam – inspiriert von Johnny Cashs Delia’s Gone – wird der untreue Geliebte abgewatscht und die Nebenbuhlerin trotz ihres schönen Namens umgebracht.
Little Broken Hearts ist eine begeisternde Sammlung von 12 ineinander verwobenen, tiefgründigen Songs. Es ist eine 45-minütige Trennung, spiegelt den inneren Kampf, die Verletzlichkeit bei einer Trennung, aber auch die Wut auf den Partner und die oftmals als verschwendet empfundene Zeit wieder.
Musikalisch ist das Album keine völlige Kehrtwende, sondern eher eine leichte Kursänderung. Norah Jones klingt erwachsener und reifer. Produzent Danger Mouse führt die Musikerin von ihren bisherigen Jazz-Piano-Bar-Klängen zu einem nostalgischen Pop-Sound mit Ecken und Kanten, die ihn interessant machen, er aber unaufdringlich bleibt. Synthie-Klänge vermischen sich mit Elementen aus Jazz, Folk und Alternative-Country zu einem eigenen und doch eingängigen Klangteppich.
Norah Jones ist meiner Meinung nach mit Little Broken Hearts ein kleines Meisterwerk gelungen. Es ist melancholisch, tiefgründig und geht unter die Haut. Großartig!
Meine Favoriten: Little Broken Hearts, Miriam und Happy Pills








                                                        
                                                                                   

Mittwoch, 14. März 2012

Fiona Apple



Fiona Apple ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1977 als Fiona Apple Maggart geboren. Sie ist die Tochter des Schauspielers Brandon Maggart und der Sängerin Diane McAfee. Ihre Schwester Amber tritt als Sängerin unter dem Namen Maude Maggart auf. Ihr Halbbruder Garett Maggart spielte in der Fernsehserie Der Sentinel. Mit vier Jahren trennten sich ihre Eltern, mit acht begann sie, Klavierstunden zu nehmen und mit elf kündigte sie in ihrer Schulklasse an, dass sie sich und ihre Schwester umbringen wird. Letzteres hatte einen ersten Besuch beim Psychiater zur Folge. Als sie zwölf war, wurde sie auf dem Weg zu ihrer Mutter vergewaltigt. Um das traumatische Erlebnis zu verarbeiten, begann sie damit, Songs zu schreiben.
Ein Demotape gelangte über Umwege zu Epic Rcords, wo Fiona Apple schließlich einen Vertrag erhielt. 1996 erschien Tidal, das Debut der damals erst 19jährigen. Die Single Shadowboxer erhielt verstärktes Airplay und das Album erreichte die Charts. Bis heute wurden davon mehr als drei Millionen Stück verkauft. Ihr Video zu Sleep to Dream wurde 1997 mit dem MTV Video Music Award ausgezeichnet. Ihr legendärer Auftritt bei den MTV Video Music Awards 1997 erlangte große Beachtung in den Medien. Mit den Worten „This world is bullshit, and you shouldn't model your life on what you think that we think is cool, and what we're wearing and what we're saying“ kritisierte sie die Musikindustrie.
Danach wurde es ruhiger um Fiona Apple, sie zog sich zurück, und es dauerte drei Jahre, bis ihr zweites Album veröffentlicht wurde. Anfangs kam es zum Streit mit der Plattenfirma, weil sie dem Album einen 90 Worte langen Namen geben wollte - den Text eines von ihr geschriebenen Gedichtes. Letztendlich einigte man sich auf die ersten drei Worte: When The Pawn ....Das musikalisch experimentellere Album wurde von vielen Kritikern und Fans gelobt und erreichte zwar noch Platin-Status, kam aber an den Erfolg ihres Debüts nicht heran.
2003 lehnte die Plattenfirma die Veröffentlichung des dritten Albums Extraordinary Machine ab. Das Material wurde als „kommerziell nicht erfolgversprechend“ bezeichnet. Fiona Apples Karriere hing in der Luft. Im Laufe der Zeit tauchten jedoch einzelne Lieder des unveröffentlichten Albums in Internet-Tauschbörsen auf und wurden auch von kleinen Radiostationen gespielt. Fans organisierten eine Kampagne für die Veröffentlichung. Am 15. August 2005 kündigt die Plattenfirma schließlich die Veröffentlichung einer überarbeiteten Version von Extraordinary Machine für Oktober 2005 an.
Seitdem ist es still um Fiona Apple geworden. Ich hoffe, dass sie einen Platz findet im Musikgeschäft, damit man bald wieder von ihr hört.







  
                                              



                                                               

Freitag, 3. Februar 2012

Madeleine Peyroux

Madeleine Peyroux ist eine amerikanische Jazz-Sängerin und Songwriterin. Sie wurde 1974 in Athens/Georgia geboren. Sie wuchs in New York City und später, nach der Scheidung der Eltern, in Paris auf. Dort sammelte sie bereits mit sechzehn erste Erfahrungen als Straßenmusikerin. Mit der Lost Wandering Blues & Jazz Band und einem Repertoire aus Jazz-Klassikern der Dreißiger Jahre tourte sie anschließend drei Jahre lang durch Europa.
1996 hörte sie ein Manager der Plattenfirma Atlantic Records auf der Straße singen und verpflichtete sie für sein Label. Im selben Jahr erschien das Debüt-Album Dreamland und brachte Madeleine Peyroux viel Anerkennung und Aufmerksamkeit. Kritiker verglichen begeistert ihre rauchige Stimme mit der Billie Holidays. Der Erfolg bescherte ihr Auftritte beim Montreux Jazz Festival und im Vorprogramm von Sarah McLachlan. Mit der plötzlichen Aufmerksamkeit kam die Musikerin allerdings nicht gut zurecht und sie zog sich für die nächsten Jahre aus der Öffentlichkeit zurück.
Erst 2004 kam Madeleine Peyroux mit dem Album Careless Love wieder zurück in die Musikszene. Hier sang sie zum ersten mal auch Songs von Leonard Cohen, Bob Dylan und Hank Williams und entfernte sich damit ein wenig von ihren Jazz-Wurzeln. Sie vermischte Chanson und Jazz mit Country, Pop und Rock und schuf damit eine ganz eigenen und erfrischenden Stil. Beim nächsten Album Half The Perfect World (2006) interpretierte sie vier eigene Songs und das 2009 veröffentlichte Bare Bones war schließlich das erste vollständig selbst komponierte Album.
2011 erschien das aktuelle Album Standing On The Rooftop.




www.madeleinepeyroux.org







                                                             
                                                          

Montag, 16. Januar 2012

Rebekka Bakken

Rebekka Bakken ist eine norwegische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1970 in Oslo geboren. Als Kind lernte sie Klavier und Violine und sang norwegische Folklore- und Kirchenlieder. Im Teenageralter sang sie in lokalen Bands und entwickelte ihren Ausdruck bei verschiedenen R'n'B-, Funk- und Rockprojekten. Mehr und mehr entdeckte sie auch die leisen Melodien und sammelte erste Erfahrungen in der Singer/Songwriter-Szene. Zu ihren Vorbildern gehörten Johnny Cash, Miles Davis, Bob Dylan und Prince.
Nach Abbruch ihres Philosophie- und Wirtschaftsstudiums zog Rebekka Bakken 1995 nach New York, um sich ihrer Gesangskarriere zu widmen. Sie begann, eigene Kompositionen und Texte zu schreiben. Der Einfluss der Jazzmusik nahm dabei immer stärker zu.  Während dieser Zeit lernte sie den österreichischen Jazz-Gitarristen Wolfgang Muthspiel kennen. Die 2001 und 2002 mit ihm im Duo entstandenen Veröffentlichungen machten sie einem größeren Kreis von Hörern bekannt. Ebenfalls noch in New York traf Rebekka Bakken mit der deutschen Pianistin Julia Hülsmann zusammen.  Aus dieser Begegnung entstand die 2003 veröffentlichte CD Scattering Poems, in der Rebekka Bakken zur Musik des Julia Hülsmann Trios Texte des amerikanischen Dichters E. E. Cummings interpretierte. Im gleichen Jahr verließ sie New York und fand in Wien ihr neues Zuhause.
In einem Studio in Norwegen spielte die Künstlerin zusammen mit hochkarätigen Musikern der europäischen Jazz-Szene ihr Debüt-Album The Art Of How To Fall ein, das noch 2003 veröffentlicht wurde. Rebekka Bakken überzeugte die Kritiker und versuchte sich mit ihrem zweiten Album Is That You? (2005), noch weiter vom Jazz zu lösen.
Ich bin durch das Album I Keep My Cool (2006) auf die Norwegerin aufmerksam geworden. Die Musik erinnert mich ein wenig an Norah Jones. Eine Mischung aus Jazz, Pop, Country- und Folk-Elementen, gepaart mit einer Stimme, die – drei Oktaven umfassend – absolut herausragend ist. Rebekka Bakken betont immer wieder selbst, dass sie sich nicht als Jazz-Sängerin sieht. Es ist tatsächlich schwierig, ein passendes Genre für diese Musikerin zu finden. Ihr aktuelles Album September (2011) wurde in den USA aufgenommen und zeigt deutliche Country-Einflüsse. Es ist aber auch gar nicht nötig, eine Schublade zu finden. Rebekka Bakken ist für mich eine der interessantesten Künstlerinnen der europäischen Musik-Szene. Mit dieser ungewöhnlichen, erstaunlich wandlungsfähigen Stimme kann sie alles singen, man hört ihr einfach gerne zu.




www.rebekkabakken.com

                                                                               



                                                                              

                                                                                 

Donnerstag, 5. Januar 2012

Ani DiFranco

Ani diFranco ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1970 als Angela Marie DiFranco in Buffalo/New York geboren. Bereits mit neun Jahren trat sie mit ihrem Gitarrenlehrer mit Beatles-Liedern in Kneipen auf. Mit 15 zog sie von zu Hause aus und begann eigene Songs zu schreiben. Drei Jahre später ging sie nach New York und gründete mit 50 Dollar ihre eigene Plattenfirma Righteous Babe Records. Seitdem schlägt sie konsequent alle Angebote von Major- und Independent-Labels aus und nutzt ihren Namen, um auch anderen Musikern eine Plattform zu bieten. Damit ist sie ein absolutes Unikum in der Musikszene.
Ani DiFranco erspielte sich mit ihrer fröhlichen Mischung aus Punk und Folk schnell eine treue Fangemeinde. Ihre Texte sind manchmal sehr persönlich und manchmal auch extrem politisch und erregen häufig Aufsehen. Besonders beliebte Ziele ihrer Kritik sind Republikanische Senatoren und die NRA - die "National Rifle Association of America". Wegen ihrer Unabhängigkeit kann ihr niemand vorschreiben, was sie sagen darf und was nicht. Sie wird von amerikanischen Feministinnen – auch aufgrund ihrer offen gelebten Bisexualität - zu einer Art Galionsfigur auserkoren, was sie jedoch ablehnt. Ani DiFranco lässt sich zu niemands Aushängeschild machen.
Mit ihrem Debüt Ani DiFranco (1990) und rasch folgenden Alben stieg ihre Popularität. Zwischen 1990 und 2004 nahm sie insgesamt 18 Alben auf. Spielte sie anfangs noch in Clubs, trat sie zunehmen bei großen Festivals auf. Mitte der 90er öffnete sie ihre Musik auch für andere Einflüsse außer Folk. Im Laufe der Zeit bekam sie auch mehr und mehr Beachtung von Kollegen. So trat auf To The Teeth (1999) neben Saxophonlegende Maceo Parker u.a. auch Prince auf.
2004 erhielt die Musikerin für ihr jazziges Album Evolve einen Grammy für das Best Rcording Package.  Zur selben Zeit stellte sie mit Educated Guess ein akustisches Album vor, das sie komplett selbst einspielte, während sie für Knuckle Down (2005) erstmals mit einer ganzen Band ins Studio ging.
Ihre absolute Unabhängigkeit und ihre Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen wie Rassismus, Sexismus, Homophobie, Armut, Krieg u.a. machen sie zu einer einzigartigen Erscheinung in der Musikszene. Direkt, offen und mutig – Hut ab!



www.rightousbabe.com/ani





                                                                             

Dienstag, 13. Dezember 2011

Zaz


Zaz ist eine französische Nouvelle-Chanson-Sängerin. Sie wurde 1980 in Tours als Isabelle Geffroy geboren. Ihre musikalischen Fertigkeiten erwarb sie beim Studium an der CIAM (Centre d'Information et d'Activités Musicales) in Bordeaux. Ihre ersten Auftritte hatte sie zusammen mit einer Bluesband. Danach ging sie mit einem baskischen Tanzorchester auf Tour. Zwei Jahre später sah sich Zaz als Sängerin einer Latinrockband den unterschiedlichsten musikalischen Einflüssen ausgesetzt. Afrikanische, andalusische, arabische und lateinamerikanische Klänge strömten auf die junge Musikerin ein.
Später wurde Zaz Mitglied eines Cabarets in Paris, wo sie täglich fünf Stunden auf der Bühne stand. Wenn das Geld am Ende des Monats knapp zu werden drohte, stellte sie sich zusammen mit zwei befreundeten Musikern im Künstlerviertel Montmartre an eine Straßenecke und sang. Dabei konnte sie sich ihrem Faible für absolute Genrevielfalt hingeben. Jazz, Blues und Chansons wurden zu einem ganz eigenen Stil vermischt.
Wo und wie auch immer man ihr die Gelegenheit gab, präsentierte Zaz ihre Musik mit einer erfrischenden Lebensfreude, die keinen kalt ließ. War es nun vor 10.000 Zuschauern im Stadion von Hendaye (im äußersten Südwesten des Zentralstaates), als Interpretin eines Edit-Piaf-„Greatest-Hits“-Sets im Herzen Sibiriens, bei Gratis-Konzerten in kolumbianischen Salzminen oder auf Tour durch Ägypten.
2009 begeisterte sie das Publikum bei einem Talentwettbewerb und gewann überraschend. Besonders beeindruckt von ihrer Performance war Frankreichs Pop-Superstar Raphaël Haroche, der sofort beschloss, drei Songs für sie zu schreiben. Jene drei Stücke finden sich nun auf Zazs selbst betiteltem Debütalbum, das im Frühjahr 2010 in Quebec und Frankreich aufgenommen wurde. Es kletterte auf Platz eins der französischen Charts und blieb dort ein halbes Jahr. In Deutschland erschien das Album im Oktober 2010. Es kam bis Platz drei der Charts und erreichte Platinstatus. Vor allem die Single Je Veux wurde zum Riesen-Hit und lief im Radio rauf und runter.
Mit ihrer unverkennbaren, rauchigen Stimme und ihrem konventionellen Auftreten hat sich Zaz in die Herzen vieler Menschen gesungen. Ein angenehm bunter Tupfen in der oft so gleichförmigen Musikszene. Das Rolling Stone Magazine meint dazu:
“Wie eine ‘Piaf des Blues’, aufgejazzt von Django Reinhardt, schwebt Zazs Stimme über den Gypsy-Jazz-Beats ihres Gitarristen Guillaume Juhel, in einem Genre, das von seinen Musikern uneingeschränkte Virtuosität verlangt.“








                                                         
    






                                     

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Newcomerinnen: Alin Coen

 
Alin Coen ist eine deutsche Singer-Songwriterin, die mit ihren drei Kollegen die Alin Coen Band bildet. Sie wurde 1982 in Hamburg geboren. Alin ging 2003 nach Weimar, um dort Umweltschutztechnik zu studieren. Sie widmete sich doch eher ihrer Gitarre als dem Studium. Zusammen mit Architekturstudent Jan Frisch sowie den zwei Jazzstudenten Fabian Stevens und Philipp Martin gründete sie 2007 die Alin Coen Band.
Die vier vermischen in ihrem Musikstil Folk und Jazz und durften ihre Fähigkeiten im „Popcamp“, einem Meisterkurs des deutschen Musikrats, erweitern. Ende 2008 trat Alin Coen bei der Berliner Internet-Musiksendung TVNoir auf. Schnell wurden die Clips ihrer Songs zu den beliebtesten der Sendung und haben über die Zeit mehrere hunderttausend Views bei YouTube erzielt. 2009 war die Band als Vorgruppe für Jakob Dylan, Philipp Poisel und Regina Spektor aktiv.
Das Debütalbum Wer Bist Du? erschien 2010 auf ihrem eigenem Label Pflanz einen Baum. Die Songs sind zum größten Teil melancholisch und handeln vom Lieben und Loslassen. Alin Coen, die bilingual aufgewachsen ist, singt englisch und deutsch. Die Musikerin sieht sich als Teil der Alin Coen Band, tritt aber immer wieder auch solo auf.
Nach einer Tournee durch die deutschen Clubs, erhielt die Alin Coen Band den deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie Newcomer.
Beim Bundesvision Songcontest 2011 traten sie für Thüringen an und belegten den 12. Platz. Im September 2011 erschien die EP Einer Will Immer Mehr.
Ich habe Alin Coen solo zum ersten Mal bei Ina Müller gesehen und war sehr angetan. Sie hat eine prägnante Stimme und eine sehr intensive Art zu singen. Besonders schön finde ich die Songs Festhalten und Ich War Hier. Hört mal in die CD rein, sehr ruhig, aber auch sehr schön.




www.alincoen.com 







                                                                       






                                                                        

Freitag, 23. September 2011

Adele


Adele ist eine britische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1988 als Adele Laurie Blue Adkins in Tottenham im Norden Londons geboren. Mit fünf Jahren begann sie zu singen und interessierte sich vor allem für Stimmen. Ihre Vorbilder waren die Spice Girls, Destiny's Child und Mary J. Blige. Ein entscheidender Moment in ihrem Leben war ein Konzert von Pink. „Ich hatte noch nie vorher jemanden so singen gehört. Ich fühlte mich wie in einem Windtunnel, ihre Stimme traf mich einfach.“
Adele besuchte die BRIT School for Performing Arts und tourte mit verschiedenen Musikern durch Großbritannien. Durch die Website MySpace erreichte sie große Popularität und schließlich auch einen Plattenvertrag.
2008 erschien Adeles Debütalbum 19 und schlug ein wie eine Bombe. In Großbritannien und auch in vielen anderen europäischen Ländern gelangte das Album und die Single Chasing Pavements in die Spitze der Charts. Ihre eigenwillige Mischung aus Pop, Soul und Jazz, vorgetragen mit dieser unverwechselbaren Stimme, erreichte ein breites Publikum. Mit etwas Verspätung gelang auch in den USA der Durchbruch, was für britische Künstler nicht selbstverständlich ist. 2009 erhielt Adele zwei Grammys als beste Newcomerin und als beste Sängerin.
2011 erschien das zweite Album 21 (produziert von Starproduzent Rick Rubin) und wurde noch erfolgreicher als sein Vorgänger. Die Single Rolling in the Deep führte wochenlang beinahe weltweit die Charts an. Adele ist die einzige lebende Künstlerin, der es gelang gleichzeitig zwei Singles und zwei Alben in die Top Five der UK Charts zu platzieren.
2011 kommt man um Adele einfach nicht herum. Irgendeiner ihrer Songs läuft immer im Radio und bei Preisverleihungen sitzt sie in der ersten Reihe. Ich mag ihre Stimme, die so unverkennbar ist und auch ihr Selbstverständnis als Künstlerin. „Ich entscheide jedes Detail, das meine Karriere betrifft selbst und lasse mir von niemandem vorschreiben, was ich anziehen soll oder wie viel ich essen darf.“ Gut so!











                                                                        


                                                                                          

Donnerstag, 22. September 2011

Vienna Teng



Vienna Teng ist eine amerikanische Singer-Songwriterin und Pianistin. Sie wurde 1978 in Saratoga/Kalifornien als Cynthia Yih Shih geboren. Ihre Eltern sind Chinesen aus Taiwan.
Mit fünf Jahren erlernte sie das Klavier und in der Highschool schrieb sie ihre ersten Songs. Vienna Teng studierte Informatik an der Stanford University, machte ihren Abschluss und arbeitete zwei Jahre als Programmiererin. Musik war aber weiterhin ein großer Teil ihres Lebens. 2002 hängte sie schließlich ihren Job an den Nagel, um sich ganz der Musik zu widmen.
Im selben Jahr erschien das erste Album Waking Hour. Ein Auftritt in der Late Show von David Letterman brachte sie einem größeren Publikum näher. Es folgten weitere Auftritte im Fernsehen und sie spielte als Opening Act für Joan Baez, Marc Cohn, Shawn Colvin und den Indigo Girls.
Das Album Warm Strangers (2004) und auch das folgende Dreaming Through The Noise (2006) waren kommerziell recht erfolgreich und manifestierten Vienna Tengs Ruf als aufstrebende Musikerin. Sie tut sich selbst schwer damit, ihren Musikstil einzuordnen: „Irgendwo zwischen Folk und Pop, mit ein bisschen Klassik und Jazz.“ Ihre Musik zeichnet sich durch eine ruhige Melodieführung, vielschichtige Klavierarrangements und ihre zarte klare Stimme aus. Der San Francisco Chronicle schreibt:“Ihre Songs gleichen Träumen: Bilder werden oft nur angedeutet, aber die Emotionen, die sie in Erinnerung rufen, sind klar und deutlich."
Vienna Teng ist eine dieser Musikerinnen, die immer auf der Suche nach neuen kreativen Anstößen ist, um sie dann in ihrer Musik zu verarbeiten. Das Ergebnis ist frisch, beinahe avantgardistisch und nie langweilig.




www.viennateng.com 







                                                               



                                                             

Dienstag, 20. September 2011

Christina Lux


Christina Lux ist eine deutsche Sängerin und Gitarristin. Sie wurde 1965 in Karlsruhe geboren. Durch ihren Vater, der Klavier und Gitarre spielt, kommt sie mit der Welt der Musik in Berührung. Mit 12 Jahren bringt sie sich selbst das Gitarre spielen bei. Mit 18 Jahren bricht Christina Lux die Schule ab und versucht sich als Vollzeit-Musikerin. Sie singt bei lokalen Rockbands und später in verschiedenen Jazz-Formationen.
1989 tourt sie mit der Jule Neigel Band als Background-Sängerin und arbeitet im folgenden mit Pe Werner und Purple Schulz.
1994 wird sie Mitglied der A Capella Gruppe Vocaleros, für die sie auch eigene Songs schreibt. Nach zwei Alben verlässt sie die Gruppe, um sich auf eine Solo-Karriere zu konzentrieren.
1999 schafft sie als Special Guest bei einer Tour von Fury in the Slaughterhouse den Durchbruch und es erscheint das erste eigene Album Little Luxuries.
Christina Lux tritt im Vorprogramm von Paul Young und Status Quo auf und spielt auf dem Montreux Jazz Festival. Ihre Auftritte, oft Solo oder in kleiner Besetzung zeichnen sich durch einen eigenständigen Mix aus Funk, Folk, Soul, Pop und Jazz aus. Ihre Texte schreibt sie meist in englischer Sprache.
Ich liebe ihr Album Lux Pure & Live (2007). Ruhige, entspannte Musik und dazu diese herausragende Stimme, einfach schön. Die Musik von Christina Lux ist mit Sicherheit kein Mainstream. Man muss schon hinhören und sich Zeit nehmen, aber es lohnt sich!











                                                  





                                                         

Donnerstag, 15. September 2011

Norah Jones


Norah Jones ist eine amerikanische Jazz-Sängerin, Pianistin und Songwriterin. Sie wurde 1979 in New York als Geethali Norah Jones Shankar geboren und ist die Tochter des indischen Sitar Spielers Ravi Shankar.
Nach der Scheidung der Eltern 1986 wuchs Norah bei ihrer Mutter in Texas auf. Mit fünf sang sie im Kirchenchor und zwei Jahre später lernte sie Klavier spielen und später Altsaxophon. Mit 15 besuchte sie die High School für Performing and Visual Arts in Dallas.
Mit 16 änderte sie mit der Erlaubnis ihrer Eltern ihren Namen offiziell in Norah Jones. 1997 ging sie an die University Of North Texas und studierte Jazzpiano. 1999 ging Norah Jones nach New York und gründete ihre eigene Band. 2001 erhielt sie einen Vertrag bei dem renommierten Label Blue Note Records.
Das 2003 veröffentlichte Debütalbum Come Away With Me wurde zu einem ungeahnten Erfolg. Es erhält acht Grammys und verkaufte sich nach Platinauszeichnungen in 40 Ländern insgesamt 20 Millionen mal. Norah Jones selbst, die dachte, das Album würde sich nur in Jazz-Kreisen verkaufen, war am meisten überrascht über diesen ungeheuren Erfolg. Der ruhige Akustik-Pop mit Soul- und Jazz-Anklängen hatte die halbe Welt verzaubert.
2004 erschien das zweite Album Feels Like Home, das deutlich von Country-Musik beeinflusst wurde. Die Erfolgsgeschichte ging weiter. Zwei Grammys und 4 Millionen verkaufte Exemplare allein in den USA waren der Beweis.
2007 nahm Norah Jones ihr drittes Album Not Too Late in ihrem eigenen Studio auf. Zum ersten Mal war jeder Song ganz oder teilweise von ihr selbst geschrieben. Durch ihren frühen Erfolg finanziell unabhängig konnte sich die Musikerin ohne Zeitdruck ganz ihren Vorstellungen widmen. Im selben Jahr spielte Norah Jones die Hauptrolle in dem Film My Blueberry Nights.
Es folgten die Alben The Fall (2009) und ...Featuring (2010), eine Zusammenstellung aller Duette mit verschiedensten Künstlern, u.a. Ray Charles, Herbie Hancock, Foo Fighters und Ryan Adams. Norah dazu: „Einige Künstler auf diesem Album gehören zu denjenigen, die ich schon als Kind verehrt habe, während andere wesentlich jünger sind, also eher zu meinen Altersgenossen zählen. Auch wenn die Musiker höchst unterschiedlich sind, zeigte sich bei der Zusammenstellung des Albums, dass den Songs ein gemeinsames Gefühl zu Eigen ist.“
Mir gefiel die Musik von Norah Jones von Anfang an. Auch finde ich ihre Entwicklung und ihren Mut, sich auch völlig anderen musikalischen Genres zu öffnen, absolut beeindruckend.