Zaz ist eine französische Nouvelle-Chanson-Sängerin. Sie wurde 1980 in Tours als Isabelle Geffroy geboren. Ihre musikalischen Fertigkeiten erwarb sie beim Studium an der CIAM (Centre d'Information et d'Activités Musicales) in Bordeaux. Ihre ersten Auftritte hatte sie zusammen mit einer Bluesband. Danach ging sie mit einem baskischen Tanzorchester auf Tour. Zwei Jahre später sah sich Zaz als Sängerin einer Latinrockband den unterschiedlichsten musikalischen Einflüssen ausgesetzt. Afrikanische, andalusische, arabische und lateinamerikanische Klänge strömten auf die junge Musikerin ein.
Später wurde Zaz Mitglied eines Cabarets in Paris, wo sie täglich fünf Stunden auf der Bühne stand. Wenn das Geld am Ende des Monats knapp zu werden drohte, stellte sie sich zusammen mit zwei befreundeten Musikern im Künstlerviertel Montmartre an eine Straßenecke und sang. Dabei konnte sie sich ihrem Faible für absolute Genrevielfalt hingeben. Jazz, Blues und Chansons wurden zu einem ganz eigenen Stil vermischt.
Wo und wie auch immer man ihr die Gelegenheit gab, präsentierte Zaz ihre Musik mit einer erfrischenden Lebensfreude, die keinen kalt ließ. War es nun vor 10.000 Zuschauern im Stadion von Hendaye (im äußersten Südwesten des Zentralstaates), als Interpretin eines Edit-Piaf-„Greatest-Hits“-Sets im Herzen Sibiriens, bei Gratis-Konzerten in kolumbianischen Salzminen oder auf Tour durch Ägypten.
2009 begeisterte sie das Publikum bei einem Talentwettbewerb und gewann überraschend. Besonders beeindruckt von ihrer Performance war Frankreichs Pop-Superstar Raphaël Haroche, der sofort beschloss, drei Songs für sie zu schreiben. Jene drei Stücke finden sich nun auf Zazs selbst betiteltem Debütalbum, das im Frühjahr 2010 in Quebec und Frankreich aufgenommen wurde. Es kletterte auf Platz eins der französischen Charts und blieb dort ein halbes Jahr. In Deutschland erschien das Album im Oktober 2010. Es kam bis Platz drei der Charts und erreichte Platinstatus. Vor allem die Single Je Veux wurde zum Riesen-Hit und lief im Radio rauf und runter.
Mit ihrer unverkennbaren, rauchigen Stimme und ihrem konventionellen Auftreten hat sich Zaz in die Herzen vieler Menschen gesungen. Ein angenehm bunter Tupfen in der oft so gleichförmigen Musikszene. Das Rolling Stone Magazine meint dazu:
“Wie eine ‘Piaf des Blues’, aufgejazzt von Django Reinhardt, schwebt Zazs Stimme über den Gypsy-Jazz-Beats ihres Gitarristen Guillaume Juhel, in einem Genre, das von seinen Musikern uneingeschränkte Virtuosität verlangt.“