Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!





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Montag, 29. Oktober 2012

Grace Jones



Grace Jones ist eine jamaikanische Sängerin und Schauspielerin. Sie wurde 1948 in der Nähe von Kingston geboren. Als Teenager ging die Familie in die USA und lebte von da an in New York. Grace besuchte kurz die Schauspielschule, verlegte sich jedoch aufs Modeln, nachdem sie von einer Modelagentur entdeckt wurde.
In den 70er Jahren arbeitete sie in Paris für Elle und Vogue. Musikproduzenten interessierten sich schon bald für die auffallende Erscheinung. Ganz im Stil der Zeit produzierte Grace Jones dann auch drei Disco-Alben. Die Songs I Need A Man und La Vie En Rose machten die Künstlerin zu einer Ikone der New Yorker Club-Szene, vor allem im berüchtigten Studio 54.
Anfang der 80er Jahre orientierte sie sich dann mehr an New Wave und Reggae. Das Album Nightclubbing (1982), kam sowohl bei den Kritikern als auch beim Publikum sehr gut an und etablierte Grace Jones als international erfolgreichen Popstar. Dass sie dabei vor allem auf Coverversionen bekannterer Songs zurückgriff, tat ihrem Erfolg keinen Abbruch.
Mitte der 80er Jahre spielte sie in mehreren großen Kinofilmen mit. So war sie an der Seite von Arnold Schwarzenegger in Conan der Barbar zu sehen und spielte das Bond-Girl in Im Angesicht des Todes.
1985 schaffte Grace Jones dann mit Slave To The Rhythm ihren größten Erfolg. Das Album wurde ihr von Starproduzent Trevor Horn auf den Leib geschrieben. Es toppte alle ihre vorhergehenden Erfolge und machte sie zum international geachteten Superstar mit millionenfach verkauften Platten.
Ab Mitte der 80er Jahre ließ ihr kommerzieller Erfolg nach, wenngleich sie noch zwei weitere Platten veröffentlichte und weiterhin auftrat. Ab 1989 erschienen vorerst keine neue Aufnahmen von ihr; nach 19 Jahren veröffentlichte sie im November 2008 wieder ein neues Album mit dem Titel Hurricane. 2009 kehrte Grace Jones mit ihrer Hurricane Tour wieder auf die Bühne zurück und war auch in Deutschland zu sehen.










                                                                     



                                                                                        

Mittwoch, 18. Januar 2012

Anne Clark (Für Silke)

Anne Clark ist eine englische Musikerin. Sie wurde 1960 in Croydon/South London geboren. Mit 16 verließ sie die Schule und hatte verschiedene Jobs, unter anderem als Pflegerin in einer psychiatrischen Klinik. Sie arbeitete bei Bonaparte Records, einem Londoner Plattenladen und Independent-Label mit Schwerpunkt Punk-Rock. Danach wurde sie Programmgestalterin im benachbarten Warehouse Theater. Hier traten alternative Theater- und Musikgruppen auf. Anne Clark organisierte Konzerte, Ausstellungen und Lesungen. In ihrer Freizeit arbeitete sie an eigenen Arrangements von Poesie und Musik. 1981 stand sie zum ersten Mal selbst auf der Bühne zusammen mit der gerade gegründeten Band Depeche Mode.
Mit Paul Weller war sie außerdem Herausgeberin eines Verlages, der junge Schriftsteller unterstützte und zusätzlich arbeitete sie als Drehbuchautorin für das Fernsehen. Eine vielseitige Künstlerin also.
1982 erschien das erste Album The Sitting Room, das hauptsächlich in Insiderkreisen Anklang fand. Bei ihren nächsten Alben, 1983 Changing Places, 1984 Joined Up Writing und 1987 Hopeless Cases, kam ihr eine Bekanntschaft aus dem Warehouse, David Harrow, zugute, der als Co-Autor fungierte. Einige der von beiden entwickelten und vorwiegend mit Keyboards, Synthesizern und Samplern produzierten Musikstücke wurden zu Meilensteinen der elektronischen Musik der 1980er Jahre, zum Beispiel Sleeper in Metropolis, Wallies und vor allem Our Darkness. Anne Clark hatte mit ihrer Art, poetische Texte rhythmisch zur Musik zu sprechen, eine ganz neue Gattung geschaffen (Spoken Word). Inhaltlich setzte sich die Künstlerin überwiegend und kritisch mit den Unzulänglichkeiten des Menschseins, des alltäglichen Lebens und der Politik auseinander, was besonders den frühen Arbeiten einen schwermütige und melancholische Anstrich verleiht, der sowohl im Deutschen als auch im Englischen als Weltschmerz bezeichnet wird.
1987 zog sich Anne Clark für drei Jahre in die Einsamkeit Norwegens zurück und öffnete ihre synthetischen Arrangements für natürliche Instrumente, wie es ihr Album The Law Is An Anagram Of Wealth (1993) beispielhaft dokumentierte. 1994 entwickelte sie diese Idee konsequent fort und ging zum ersten Mal auf eine rein akustische Tour, die ihren alten Synthiehits zu einer ganz neuen Intensität verhalf.
1998 veröffentlichte Anne Clark zusammen mit Martyn Bates das Album Just After Sunset mit ins Englische übersetzten Gedichten des Lyrikers Rainer Maria Rilke.
In der folgenden Zeit war die Musikerin vor allem als Gastsängerin bei verschiedenen Gruppen zu hören. Im Herbst 2003 erschien ihr Buch Notes Taken, Traces Left, das auf über 300 Seiten alle Texte ihrer seit 1982 veröffentlichten Songs mit Übersetzungen ins Deutsche sowie persönliche Kommentare, Interviews und Fotos enthält. Ein Jahr später wurde ein gleichnamiges Hörbuch in Form zweier CDs veröffentlicht, auf denen sie wesentliche Bestandteile des Buches rezitiert.
Anne Clark ist nach wie vor live zu hören und begeistert dabei sowohl ihre alten Fans, als auch die jungen Club-Sound-Anhänger.



www.anneclarkofficial.com