Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!





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Donnerstag, 10. Januar 2013

Heidi Marie Vestreheim



Heidi Marie Vestreheim ist eine norwegische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1977 in dem kleinen Ort Öystese an der Westküste Norwegens geboren. Mit 17 Jahren begann sie, ihre eigenen Songs zu schreiben. Vorbilder waren dabei Musikerinnen wie Tori Amos, Laura Veirs oder die Indigo Girls.
Um mehr mit anderen Künstlern in Kontakt zu kommen, ging sie nach Bergen und tauchte in die dortige Musikszene ein. Zwei Jahre spielte sie zusammen mit der Electronic- und Funkband Atakama. Nach der Veröffentlichung einer CD und umfangreichen Touren trennten sich die Wege der Musiker wieder und Heidi Marie Vestreheim konzentrierte sich auf ihre Solo-Karriere.
Sie gründete ein eigenes Label und veröffentlichte 2004 ihr Debüt-Album Signs And Fiction. Das zweite Album Beautiful Houses folgte 2006.
Neben der Musik arbeitet die Künstlerin auch für das norwegische Fernsehen als Moderatorin, vor allem für Kindersendungen.
Für das aktuelle Album I Want To Go (2012) ließ sich Heidi Marie Vestreheim viel Zeit. Es ist ein überwiegend akustisches Album mit Folk-, Gospel- und Country-Elementen. Die Songs handeln ausschließlich von Dingen, die die Musikerin selbst erlebt hat. "Ich kann nicht vorgeben, irgendetwas zu sein, was ich nicht bin", sagt die offen lesbisch lebende Musikerin. Authentizität, viel Gefühl und Melodien mit Ohrwurmcharakter – das ist die Musik von Heidi Marie Vestreheim. 
Sehr empfehlenswert!









                                                                                                                        

Montag, 18. Juni 2012

Musikgeschichte: Agathe Backer Grøndahl



Agathe Backer Grøndahl war eine norwegische Komponistin und Pianistin. Sie wurde 1847 in Holmestrand als Agathe Backer geboren. Sie stammte aus einer wohlhabenden und kunstliebenden Familie, in der das Talent der Töchter sehr früh erkannt und gefördert wurde. Bereits mit drei Jahren beeindruckte sie ihr Publikum mit ihrem außergewöhnlichen Spiel und galt als absolutes Ausnahmetalent. Das gilt auch für ihre Schwester Harriet Backer (1845–1932), die eine berühmte Malerin werden sollte. Kurze Zeit später zog die Familie nach Christiania (heute: Oslo) um.
Agathe studierte Klavier, Musiktheorie und Komposition. Mit 18 Jahren beschloss sie, gegen den Widerstand ihrer Familie, ihre Studien am Berliner Konservatorium fortzusetzen: “Ich begreife nicht, wie ... meine Eltern etwas dagegen haben können, dass ich eine Künstlerin werden will… ich spüre etwas in mir, dass mir nie Frieden geben wird, und das mich ständig vorwärtstreibt.”
Danach begann sie als Pianistin in vielen Ländern Europas zu gastieren; so war sie u.a. in London, wo George Bernard Show sie hörte und sie als die wahre Nachfolgerin Clara Schumanns bezeichnete. Unter Edvard Grieg spielte sie in Christiania das 5. Klavierkonzert von Beethoven. 1875 heiratete sie den Gesangslehrer und Chordirigenten Olaus Andreas Grøndahl, mit dem sie in Christiania wohnte und wo auch ihre drei Söhne zur Welt kamen. Im selben Jahr wurde sie zum Mitglied der Königlich Schwedischen Musikakademie ernannt, was zur damaligen Zeit sehr ungewöhnlich für eine Frau war.
Agathe Backer Grøndahl unterrichtete und gab weiterhin Konzerte, um die finanzielle Lage ihrer Familie zu verbessern. Von 1889 an unterbrach sie ihre pianistische Karriere und widmete sich intensiv der Komposition. Später trug sie in ihren Konzerten der Jahre 1899-1901 hauptsächlich ihre eigenen Werke vor. Gegen Ende ihres Lebens wurde sie völlig taub (die Hörprobleme begannen schon mit 30) und sie musste ihre Karriere aufgeben. Dennoch komponierte sie bis zu ihrem Tode in Oslo im Jahre 1907.
Stilistisch setzt die Komponistin die Tradition Schuberts und Mendelssohns fort. Ihre hochromantischen, von der norwegischen Volksmusik beeinflussten Klavierstücke wurden rasch populär. Die Ausdrucksskala reicht vom innig-lyrischen Stück bis hin zur harmonisch komplexen, leidenschaftlichen Fantasie. Ihre Konzertstudien stellen hohe technische Anforderungen. Auch ihre Lieder sind in die norwegische Musikgeschichte eingegangen.




                                                          



                                                                                     

Dienstag, 25. Oktober 2011

Katzenjammer


Katzenjammer ist eine Band aus Norwegen. Sie besteht aus Turid Jørgensen, Solveig Heilo, Marianne Sveen und Anne Marit Bergheim. Turid, Solveig und Anne Marit studierten zusammen in Oslo Musik und gründeten die Band 2005 zusammen mit Tuva Andersen. Nach deren Ausstieg wurde sie durch Marianne Sveen ersetzt. Der Name Katzenjammer geht auf den Comic The Katzenjammer Kids zurück, den die Musikerinnen als Kinder gern gelesen haben.
Der Musikstil der vier Musikerinnen, die zusammen etwa 30 Instrumente (u.a. Bass-Balalaika, Glockenspiel, Mundharmonika, Trompete, Ukulele, Banjo, Akkordeon und Mandoline) beherrschen, ist eine wilde Mischung aus Folk, Balkan, Marriachi-Sounds, Polka, Chanson, Country und Garagen-Rock. Die Frauen kennen keine Grenzen und entwickeln einen unberechenbaren Sound, der wie eine Melange aus The B-52's, den Leningrad Cowboys und den Dixie Chicks klingt.
Durch zahlreiche Live-Auftritte, die stets vor ekstatischer Lebensfreude sprühen, erspielten sich Katzenjammer eine schnell wachsende Fangemeinde. 2008 erschien das erste Album Le Pop. Es war in Norwegen sehr erfolgreich und wurde für den Norwegischen Grammy (Spellemannprisen) nominiert. In Deutschland wurde das Album 2009 veröffentlicht und erhielt auch hier gute Kritiken.
Die Band tourte beinahe unaufhörlich nicht nur in ihrer Heimat, sondern besonders viel auch in Deutschland. Die hiesigen Konzerte sind regelmäßig ausverkauft. Von einem Geheimtipp kann man schon lange nicht mehr sprechen. Auch in den USA wird man auf Katzenjammer aufmerksam. So spielte die Gruppe auf renommierten Festivals wie Bonnaroo und Lilith Fair.
2011 wird das zweite Album A Kiss Before You Go veröffentlicht. Zum ersten Mal wird eine Single auch von deutschen Radiosendern gespielt. I Will Dance entwickelt sich zum Hit und auch das Album erreicht die deutschen Top Ten. Der wilde und unverwechselbare Sound-Mix, den Solveig Heilo als „Folkpoprockbluegrasscircus mit Cowboy- und Indianermusik“ bezeichnet, hat seinen Platz im Musik-Geschäft gefunden.




www.katzenjammer.no