Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!





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Montag, 14. Januar 2013

The Pierces



The Pierces sind ein amerikanisches Duo, bestehend aus den Schwestern Allison und Catherine Pierce. Beide, Allison 1975 und Catherine 1977, wurden in Birmingham/Alabama geboren. Sie wuchsen in einer Hippie-Familie auf und wurden von ihren Eltern, einem Musiker und einer Malerin, früh mit Kunst in Berührung gebracht. Sie ermutigten ihre Mädchen zu musizieren und zu tanzen und auf Hochzeiten und anderen Festen aufzutreten.
Währen ihrer Studienzeit an der Auburn University, bastelten die Schwestern an einem Demo-Band. Tatsächlich erschien im Jahre 2000 das Debüt-Album The Pierces, das aber genauso wenig erfolgreich war wie der Nachfolger Light Of The Moon (2005).
Doch das dritte Album Thirteen Tales Of Love And Revenge (2007) schug vor allem in Großbritannien und in den USA ein. Allison und Catherine blieben zwar ihrer musikalischen Linie mit akustischen Gitarren und schönen Harmonien treu, würzten ihre Songs aber jetzt mit hintergründigen und beinahe zynischen Texten. Vor allem der Song Secret wurde in mehreren TV-Serie verwendet und ist inzwischen das Titellied zur erfolgreichen Serie Pretty Little Liars.
2011 erschien das Album You & I, das im Studio der Band Coldplay aufgenommen wurde. The Pierces gingen auf ihre erste Tour In Großbritannien und konnten diese auch sehr erfolgreich gestalten. Sie spielten auf dem renommierten Glastonbury Featival und später auch als Vorgruppe für Coldplay.
Im Moment arbeiten die Schwestern an ihrem fünften Album, das 2013 erscheinen soll.











                                                                   

 
                                                                                       

Montag, 3. September 2012

Joanna Newsom


Joanna Newsom ist eine amerikanische Sängerin und Harfenspielerin. Sie wurde 1982 in Nevada City/Kalifornien geboren.
Als Kind lernte sie Klavier spielen und mit sieben Jahren auch Harfe. Sie studierte Musik und kreatives Schreiben am Mills College, bei dem unter anderem auch Dave Brubeck und John Cage unterrichteten.
Ihre persönlichen musikalischen Vorlieben lagen irgendwo zwischen Jazz, Folk und Punk. Bei ihrem Harfenspiel ließ sie sich vor allem vom venezolanischen und westafrikanischen Stil beeinflussen.
Zu Beginn ihrer Karriere schrieb Joanna Newsom ausschließlich Instrumentalmusik. Erst nach und nach brachte sie ihre Stimme mit ein. 2004 erschien ihr Debüt-Album The Milk-Eyed Mender, das auf Anhieb für Furore sorgte. Das sensible Harfenspiel, die lyrischen, teils avantgardistischen Texte und die ungewöhnliche Interpretation der Songs kamen in der New-Folk-Szene sehr gut an und die Musikerin konnte sich schnell etablieren.
Ihre Extravaganz zeigt sich nicht nur auf der Bühne, wenn sie ihre Stimme mal kindlich, mal alt klingen läßt, sondern im Fehlen einer offiziellen Website. Dieser Seite der Vermarktung verweigert sie sich total.
2006 wurde das zweite Album Ys veröffentlicht. Der Titel bezieht sich auf die mythische Stadt Ys in der Bretagne. Das orchestral arrangierte Album enthält in über 55 Minuten lediglich fünf Stücke. Joanna Newsom verarbeitete darin mehrere besonders schwerwiegende persönliche Erlebnisse und Schicksalsschläge. Die Kritiker überschlugen sich mit ihrem Lob und Ys war Gegenstand von Berichterstattungen im Feuilleton seriöser Zeitungen.
2010 erschien das Dreifach-CD-Set Have One On Me, mit dem die Künstlerin erstmals Top-40-Platzierungen in Europa erreichte und zu einer Art Star der alternativen Pop-Kunst wurde.





                                                                   




                                                           

Donnerstag, 23. August 2012

Lisa Hannigan


Lisa Hannigan ist eine irische Musikerin. Sie wurde 1981 in Dublin geboren.
Aufgewachsen in Kilcloon, studierte sie Kunstgeschichte am Trinity College in Dublin. Während ihrer Studienzeit traf sie den Musiker Damien Rice und die beiden begannen eine mehrjährige Zusammenarbeit.
Lisa Hannigan war von 2002 bis 2006 die weibliche Stimme in Rice's Musik. Als Multiinstrumentalistin spielte sie auch bei Bedarf in seiner Band Gitarre, Bass oder Schlagzeug.
2007 trennte sich die Musikerin von Damien Rice, um ihre Solo-Karriere zu starten. Sie arbeitete an eigenen Songs und trat im Vorprogramm von Jason Mraz auf. 2008 erschien das Debüt-Album Sea Sew. Es erhielt sehr gute Kritiken, erreichte auf Anhieb die Top 3 der irischen Charts und wurde mit Platin ausgezeichnet. Im Jahr darauf erschien das Album auch in Großbritannien und den Vereinigten Staaten und konnte sich auch dort in den Hitparaden platzieren.
2012 wurde das zweite Album Passenger in Deutschland veröffentlicht und traf wiederum auf ein wohlwollendes Echo. Lisa Hannigans Folk-Sound mit jazzigen Elementen ist sicherlich nicht massentauglich, hat aber einen sehr eigenen Charme. Es lohnt sich, einmal reinzuhören. 











                                                      





                                                           

Dienstag, 14. August 2012

Abra Moore


Abra Moore ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1969 in San Diego/Kalifornien geboren. Ihre Eltern nannten sie nach der Heldin in John Steinbecks Jenseits von Eden. Abra wuchs in Hawaii auf, in einem sehr musikalischen, jazz-orientierten Haushalt.
Mit 19 gründete sie mit einigen Freunden die Gruppe Poi Dog Pondering. Die Band zog erst nach Los Angeles und später nach Austin. Obwohl die Gruppe recht erfolgreich war, entschied sich Abra Moore für eine Solo-Karriere. Ab 1992 ging sie eigene Wege.
1995 erschien ihr Debüt-Album Sing, eine Sammlung intimer Folk-Pop Songs. 1997 folgte Strangest Places, ein eher in Richtung Indie-Rock tendierendes Album. Die Single Four Leaf Clover schaffte es in die amerikanischen Charts und wurde sogar für einen Grammy nominiert. Es blieb allerdings bei diesem einen Chart-Erfolg.
Wegen kreativer Auseinandersetzungen mit der Plattenfirma verzögerte sich die Produktion eines neuen Albums. No Fear erschien 2002 als Promo-Version, wurde aber nie kommerziell veröffentlicht.
Neben der Musik trat Abra Moore auch als Schauspielerin in unabhängigen Produktionen in Erscheinung.
Ihr letztes Album On The Way wurde 2007 veröffentlicht.









                                                              
                                                                                   
                                                                                     

Dienstag, 10. Juli 2012

Jonatha Brooke



Jonatha Brooke ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1964 in Massachusetts geboren. Ihre Musik-Karriere begann sie in den1980ern als Teil eines Duos. Zusammen mit Jennifer Kimball, die sie am Amherst College getroffen hatte, spielte sie regelmäßig während des Studiums. Die beiden hatten Auftritte rund um das College-Gelände und begeisterten viele Zuhörer mit ihren Folk-Songs.
Ab 1989 nannte sich das Duo The Story und veröffentlichte zwei Alben. Die beiden Frauen wurden oft mit Musikerinnen wie den Indigo Girls oder Suzanne Vega verglichen.
1994 entschied sich Jonatha Brooke, ihre Karriere als Solo-Künstlerin fortzuführen. Ihr erstes Album Plumb (1995) erhielt noch gemischte Kritiken, der Nachfolger 10 Cent Wings (1997) jedoch wurde hoch gelobt. Trotz einer erfolgreichen Tour wurde die Musikerin von ihrer Plattenfirma fallengelassen, sie gründete daraufhin ihr eigenes Label Bad Dog Records.
Kann man Jonatha Brooks frühe Musik als introvertiert und sensibel bezeichnen, so veränderte sie ihren Sound im Laufe der Zeit mehr hin in Richtung radiotauglichen Pop/Rock. Der Qualität ihrer Songs schadete das keinesfalls. Immer legte sie Wert auf komplexe Arrangements und tiefgründige Texte.
2001 erschien das Album Steady Pull. Jonatha Brooke arbeitete hier zusammen mit Bob Clearmountain (Bryan Adams, Rolling Stones, The Corrs). Mit dieser Veröffentlichung konnte sie sich nachdrücklich in der Musik-Szene verankern. Im Folgenden produzierte sie Songs für den Disney-Film Return To Never Land und mehrere ihrer Titel wurden fanden Verwendung in TV-Serien.
2008 erschien ihr bisher letztes Album The Works. Hier vertonte sie bisher unveröffentliche Texte aus dem Nachlass von Woody Guthrie. Dessen Tochter Nora hatte sie eingeladen, im reichhaltigen Archiv zu stöbern.
Jonatha Brooke hat ihren sehr persönlichen und charakteristischen Akustik-Folk Sound gefunden. Ihr ungekünstelter, eindringlicher Gesang und ihr Gitarrenstil sind mittlerweile eine feste Größe in der Singer/Songwriter Szene.








                                                                   


                                                                                    

Freitag, 22. Juni 2012

Rosie Thomas



Rosie Thomas ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1978 in Livonia/Michigan geboren. Sie studierte am Cornish College of the Arts und tourte in den späten 1990ern mit der Band Velour 100, bevor sie sich für eine Sololaufbahn entschied. Neben ihrer Musik interessierte sich Rosie auch für Comedy. Sie entwickelte ihr Alter Ego Sheila Saputo, die Pizzabotin und tritt bis heute in Seattle als Stand Up Comedian auf.
Ihr Debüt-Album When We Were Small erschien 2001. Der Erfolg des Albums, das sich mit Kindheitserinnerungen auseinander setzt, hielt sich in Grenzen und die Kritiken fielen teilweise ernüchternd aus, dennoch brachte es ihr Vergleiche mit Joni Mitchell und eine Skandinavien-Tour ein. Ihre ruhige, nachdenkliche, manchmal auch düstere Folk-orientierte Musik war nicht für den breiten Publikumsgeschmack geeignet und trotzdem konnte sich Rosie eine kleine Anhängerschar erspielen.
Zurück in den USA zog sie sich in die älteste Kirche Detroits zurück, um neue Lieder aufzunehmen. Das Ergebnis war das ausgereiftere Only With Laughter Can You Win (2003), das sie auch in Europa veröffentlichte.
Anschließend zog sie vorübergehend nach Los Angeles, wo sie ihr drittes Album If Songs Could Be Held (2005) aufnahm. Mit dem Songwriter Sufjan Stevens arbeitete Rosie Thomas mehrfach zusammen. Er war auch an dem Album These Friends Of Mine beteiligt, das die Musikerin mit Freunden in New York und Philadelphia aufnahm. Es erschien 2006 auf ihrem eigenen Label. Nach einem Weihnachts-Album 2008, erschien im Frühjahr 2012 die aktuelle Produktion With Love. Wer ruhige, solide Akustik-Musik mag, ist bei Rosie Thomas an der richtigen Stelle.









                                                              



                                                                     

Dienstag, 5. Juni 2012

Jil Sobule



Jill Sobule ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1961 in Denver/Colorado geboren. Schon von Kindheit an hat sie sich für Musik interessiert, eine Karriere auf diesem Gebiet war aber erst einmal nicht geplant. Erst nach einem Auslandssemester in Spanien konzentrierte sich Jill auf die Musik. Sie schrieb Songs und hatte erste Auftritte. Ihr ständiger Kampf mit Depressionen und Magersucht verhinderten jedoch lange Zeit eine erfolgreiche Laufbahn als Musikerin.
1990 schließlich wurde ihr Debüt-Album Things Here Are Different veröffentlicht. Trotz des namhaften Produzenten Todd Rundgren floppte das Album. Jill Sobule wurde von ihrer Plattenfirma fallen gelassen und veröffentlichte erst fünf Jahre später das nächste Album.
Jill Sobule erschien 1995 und enthielt die zwei Hit-Songs I Kissed A Girl und Supermodel, das vor allem durch den Film Clueless bekannt wurde.
Mit ihrem dritten Album Happy Town (1997) erstickte Jill Sobule ihren aufkommenden kommerziellen Erfolg im Keim. Ihre ehrlichen und kritischen Songs über unbequeme Themen wie reaktionäre Christen oder Medikamentenmissbrauch schreckten viele neu gewonnene Anhänger wieder ab. Das Album, von der Kritik gelobt, verkaufte sich schlecht.
Die Musikerin untermauerte ihren Ruf als kritische Underground-Musikerin immer weiter. Sie kümmerte sich nicht um den Kommerz, sondern konzentrierte sich ganz auf ihren Weg. Wenn sie dann, um Geld zu verdienen, einmal jobben musste, dann war es eben so.
2008 rief Jill Sobule ihre Anhänger auf, Geld für ihr neues Album zu spenden. Der Aufruf wurde gehört und sie konnte 75000 $ für California Years (2009) sammeln.
Neben ihrer eigenen Musik ist die Künstlerin auch auf anderen Gebieten tätig. Sie trat mehrmals als Schauspielerin in Erscheinung, schrieb an einem Theaterstück mit und arbeitete mit anderen Künstlern zusammen. 2009 erstellte sie mit Julia Sweeney die Bühnenshow Jill & Julia, eine Mischung aus Musik, Geschichten und Kommentaren.
Jill Sobule ist eine ungewöhnliche, oft unbequeme Künstlerin, die im so kommerziellen Musikgeschäft ihre Nische gefunden hat.









     
                                                       

Dienstag, 29. Mai 2012

Rachael Sage



Rachael Sage ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde in Port Chester/New York geboren. Schon von Kindheit an interessierte sie sich für Musik und brachte sich selbst das Gitarre und Klavier spielen bei. Bevor sie sich jedoch endgültig für die Musik als Beruf entschied, studierte sie Ballett und Drama. Sie begann damit, eigene Songs zu schreiben und hatte bald ein beträchtliches Repertoire. Ihre Auftritte in kleinen Bars und Clubs stießen mehr und mehr auf positive Resonanz, doch keine Plattenfirma zeigte Interesse an der Musikerin, deshalb gründete sie 1995 ihr eigenes Label Mpress Records. Hier erschien auch im selben Jahr ihr Debütalbum Morbid Romantic. Es erwies sich als kleiner Achtungserfolg, und machte Talentsucher auf die junge Künstlerin aufmerksam.
1997 gewann Rachael Sage bei einem Talentwettbewerb in New York und durfte bei dem Frauenmusik-Festival Lilith Fair auftreten. Ein weiterer Schritt hin zu mehr Popularität.
Von 1998 bis 2010 veröffentlichte sie weitere acht Alben, die ihren Bekanntheitsgrad langsam steigerten. In dieser Zeit, arbeitete Rachael öfter als Film-Statistin, wenn die Musik einmal nicht genug Geld zum Leben einbrachte.
2005 gewann ihr Song Sacrifice den Independent Music Award in der Kategorie Bester Song in der Sparte Folk/Singer/Songwriter.
Inzwischen hat sie sich einen Namen in der Singer-Songwriter-Szene gemacht. Ihr Songwriting ist mehrfach preisgekrönt und sie hat einen sehr eigenen Stil entwickelt. Sie setzt ihre Theater-Ausbildung gekonnt auf der Bühne ein, ihre Shows werden dadurch zu einer Mischung aus Musik und Schauspiel, oft ungewöhnlich und skurril.
Anfang Mai 2012 ist Rachael Sages aktuelles Album Haunted By You in den USA erschienen.












                                                              


                                                                                    

Montag, 14. Mai 2012

Sinead O'Connor



Sinead O'Connor ist eine irische Musikerin. Sie wurde 1966 in Glenageary geboren. Ihre Kindheit war schwierig; sie wurde von ihrer Mutter misshandelt, später von der Schule verwiesen, wegen Ladendiebstahls eingesperrt und schließlich ins Internat gesteckt. Dieses verließ sie mit 16 Jahren, um Gesang und Klavier zu studieren. Zu ihren musikalischen Vorbildern zählte sie Aretha Franklin und The Smiths. Sie arbeitete nebenbei als Kellnerin und sang in Kaffeehäusern.
1983 unterschrieb Sinead O'Connor in London einen Plattenvertrag bei Ensign Records. 1987 erschien ihr erstes Album The Lion and the Cobra. Die Single Mandinka schlug Wellen in der Independent-Szene, das Musikvideo mit einer glatzköpfigen Frau nicht weniger.
Der große Durchbruch gelang ihr 1990 mit ihrem zweiten Album I Do Not Want What I Haven't Got und der Single-Coverversion des Prince-Songs Nothing Compares 2 U. Das Lied schaffte es in Deutschland auf Platz 1 der Charts. Im selben Jahr lehnte sie es ab, in New Jersey aufzutreten, da vor ihrem Auftritt die amerikanische Nationalhymne gesungen werden sollte. Die Veranstalter verzichteten für diesen Abend auf die Nationalhymne, lehnten es aber später ab, je wieder mit ihr zu arbeiten. 1991 lehnte sie vier Grammy-Awards ab.
Weiterhin sorgte Sinead O'Connor mit ihren kontroversen Auftritten und Aussagen für die unterschiedlichsten Reaktionen, indem sie zum Beispiel mit der IRA sympathisierte und die klerikale katholische Kirche ablehnte. Bei einem Auftritt am 3. Oktober 1992 in einer Sendung von Saturday Night Live zerriss sie im amerikanischen Fernsehen vor laufenden Kameras ein Bild von Papst Johannes Paul II. Bei diesem Auftritt sang sie Bob Marleys Lied War, ersetzte jedoch das Wort 'racism' durch 'child abuse'. Sie protestierte damit gegen die Leugnung von Kindesmissbrauchsfällen in der katholischen Kirche. Dieser Auftritt brachte der Musikerin heftige Kritik, Beschimpfungen und Drohungen aus aller Welt. Enttäuscht kehrte sie dem Musikgeschäft vorerst den Rücken und begann in Dublin ein Studium der Oper. 1994 erschien Universal Mother, ein Album mit soften Balladen und leichten Hip Hop-Einflüssen, das nicht an alte Erfolge anknüpfen konnte.
2000 kehrte Sinéad nach sechs Jahren mit dem Album Faith And Courage ins Musikgeschehen zurück. Das 2002 veröffentlichtes Album Sean-Nós Nua enthält traditionelle Folksongs, darunter einige in irischer Sprache. Im April 2003 verkündete sie, dass sie sich aus dem Musikgeschäft zurück ziehen wolle. Sie habe das Leben im öffentlichen Interesse satt und wolle endlich "ein normales Leben führen", so die Musikerin. Lange allerdings hielt sie es nicht aus. Im Oktober 2005 veröffentlichte sie die CD Throw Down Your Arms mit Roots-Reggae-Musik, die sie zusammen mit den beiden Reggae-Größen Sly Dunbar und Robbie Shakespeare produziert hat. Die CD enthält unter anderem Coverversionen von Songs von Peter Tosh, Burning Spear und Bob Marley. 2007 veröffentlichte die Irin das Doppelalbum Theology, mit dem sie zu ihren musikalischen Wurzeln zurück kehrte. Die größtenteils selbst geschriebenen Songs beziehen sich auf das Alte Testament.
2011 geriet Sinead O'Connor in die Klatschspalten, weil sie sich nach nur 16 Tagen von ihrem vierten Ehemann scheiden ließ. Anfang 2012 verbreitete sich die Nachricht eines Selbstmordversuches und im April 2012 brach die Musikerin eine Tournee wegen psychischer Probleme ab. Es bleibt zu hoffen, dass Sinead O'Connor gesund wird und ihren Frieden findet.





                          
                                                            


                                                                                  

Dienstag, 8. Mai 2012

Laura Marling



Laura Marling ist eine englische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1990 in Hampshire geboren. Als Tochter eines Musiklehrers lernte sie früh das Gitarre spielen. Ihr Vater, der ein Aufnahmestudio besitzt, brachte ihr die Folk-Musik näher.
Im Alter von 16 Jahren zog Laura nach London, und knüpfte rasch Kontakte zur Nu Folk-Szene. 2006 gründete sie mit Freunden die Folkrock-Formation Noah And The Whale. Dort spielte sie verschiedene Instrumente und war als Sängerin tätig. 2007, kurz vor Erscheinen des Debüt-Albums Peaceful The World Lays Me Down, verließ sie die Band. Es folgten Engagements bei anderen Gruppen, z. B. mit The Rakes und bei den Mystery Jets.
Schnell hatte sie sich in der Szene einen Namen gemacht, und tourte als Gastmusikerin mit Jamie T. und Adam Green. Eigene Auftritte absolvierte sie im Rahmen verschiedener Festivals. 2008 erschien das erste Album Alas, I Cannot Swim. Auf Anhieb gelang ihr damit der künstlerische Durchbruch, und erhielt eine Nominierung für den Mercury-Award. TV-Auftritte in Craig Fergusons Late Night Show und bei Later With Jools Holland steigerten ihren Bekanntheitsgrad.
2010 wird das zweite Album I Speak Because I Can veröffentlicht. Es stieg bis auf Platz vier der britischen Charts, Laura Marling war damit endgültig in der ersten Reihe der englischen Künstlerinnen angekommen. 2011 erhielt sie den Brit-Award als beste britische Künstlerin. Im selben Jahr erschien das Album A Creature I Don't Know, mit dem die Musikerin auf Europa-Tournee unterwegs ist. Auf diesem Album präsentiert sich Laura Marling erstaunlich reif für ihr jugendliches Alter. Die Songs erinnern an Folk-Veteranen wie Leonard Cohen oder Joni Mitchell. Die Gesamtstimmung ist eher ruhig und melancholisch. "Es ist einfacher für mich, einen traurigen Song zu schreiben. Fröhlichkeit musikalisch zum Ausdruck zu bringen fällt mir schwer. So gesehen sprechen meine Lieder wohl dafür, dass ich oft niederschlagen bin. Aber das ist natürlich nur eine Seite von mir." Ein Einblick in andere Seiten gewährt sie uns bisher nicht.










                                                           

                                                                                            

Freitag, 4. Mai 2012

Alela Diane



Alela Diane ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1983 in Nevada City/Kalifornien als Alela Diane Menig geboren. Sie wuchs in einem musikalischen Haushalt auf, sang früh mit ihren Eltern und später im Schulchor. Musik wurde bald zum Mittel, persönliche Erfahrungen zu verarbeiten:
"Meine Eltern ließen sich scheiden, als ich von Zuhause auszog. Und sie verkauften das Haus, in dem ich aufgewachsen bin. Deshalb fühlte ich mich total entwurzelt und es war eine schwierige Zeit für mich. Ich begann Gitarre zu spielen und merkte, dass es mir half, Dinge loszuwerden, die mich beschäftigten."
Erste Schritte auf der Bühne machte Alela Diane mit der lokalen Band Black Bear. Nach ihrem Ausstieg konzentrierte sie sich ganz auf ihre Solo-Karriere. Daraus resultierten die im Studio ihres Vaters und Mitmusikers eingespielten Alben Forest Parade (2003) und The Pirate's Gospel (2004), die sie in Eigenregie vertrieb. Letzteres wurde schließlich 2006 mit der professionellen Unterstützung des Holocene Music-Labels in den USA mit großem Erfolg erneut veröffentlicht. In Deutschland erschien das Album erst 2008.
Alela Diane hat mit ihrem minimalistischen Folk mit Gospel- und Blues-Anleihen die Musik-Fachwelt verzaubert. Ein Rückzug in die Einfachheit und Natürlichkeit als Gegenentwurf zum allseits verbreiteten künstlichen und schrillen Lady-Gaga-Pop. Sie gesellt sich damit zu Kolleginnen wie Laura Veirs oder Anna Ternheim.
2009 erschien das Album To Be Still, das sich vorsichtig dem Pop öffnet, ohne an Eindringlichkeit und Tiefe einzubüßen.
2011 wurde das Album Alela Diane & Wild Divine veröffentlicht. Mit diesem Werk im Gepäck tourt die Musikerin mit ihrer Begleitband Wild Divine, wo sowohl ihr Vater, als auch ihr Mann mitspielen, durch die USA und Europa. 









                                                           

                                                                                   

Donnerstag, 26. April 2012

Erin McKeown



Erin McKeown ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1977 in Boston/Massachusetts geboren. Nach der High School ging sie an die Brown University und machte ihren Abschluss in Ethnomusikologie. 1999, noch als Studentin, veröffentlichte sie auf ihrem eigenen Label TVP Records das Album Monday Morning Cold. Sie tourte beständig durch Neuengland, allein oder mit drei anderen jungen Musikerinnen wie Beth Amsel, Rose Polenzani und Jess Klein als Quartett Voices On The Verge.
Langsam gewann Erin McKeown auch nationale Aufmerksamkeit und ihr zweites Album Distillation (2000) erhielt gute Kritiken. Dies öffnete ihr so manche Tür und im Laufe der Zeit tourte sie mit Musikerinnen wie den Indigo Girls, Ani DiFranco und Dar Williams.
Ihre Musik ist schwer einem Genre zuzuorden. Elemente aus ganz verschiedenen Musikrichtungen wie Pop, Swing, Rock, Folk und Electro finden sich in ihren Songs. So ist das Album Sing You Sinners (2006) eine Zusammenstellung von Swing- und Jazz -Klassikern von u.a. Cole Porter, Fred Astaire und Nat King Cole. Ein ungewöhnliches, aber mit viel Liebe zu den Originalen gemachtes Werk.
Erin McKeon ist viel in den USA unterwegs. Sie hat unzählige Auftritte und veröffentlicht regelmäßig neue Alben. Auch politisch ist die Musikerin aktiv. Selbst offen lesbisch setzt sie sich besonders für die LGBT-Gemeinschaft ein.








                                               
                                                              



                                                                              

Dienstag, 24. April 2012

Emmy the Great



Emmy the Great ist eine englische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1984 in Hong Kong als Emma-Lee Moss geboren. Mit zwölf Jahren wanderte sie mit ihrer Familie nach England aus. In jungen Jahren hörte sie College-Bands wie Weezer, die Lemonheads oder Neutral Milk Hotel, später wird sie Lieder von den Pixies, den Meat Puppets und Ash covern, mit deren Sänger Tim Wheeler sie 2011 auch ein Weihnachtsalbum veröffentlichte.
Vor ihrer Solo-Karriere war sie Background-Sängerin bei den Indie-Bands Lightspeed Champion und Noah and the Whale. 2004 tritt sie erstmals unter ihrem Künstlernamen Emmy the Great auf. Sie produzierte mehrere Demos und veröffentlichte sie im Internet. 2006 erschien ihre erste Single Secret Circus. Bereits mit ihren ersten selbst veröffentlichten Singles und EPs bei Independent-Labels wie Drowned In Sound und Moshi Moshi offenbarte sie ihr Talent als charmante und phantasievolle Geschichtenerzählerin. Stilistisch ist ihr Folk-Pop zu gleichen Teilen von britischer Pop-Musik und Bob Dylan beeinflusst. So wurde Emmy The Great bald als Englands Antwort auf Regina Spektor gefeiert, obwohl ihr Debütalbum lange auf sich warten ließ, weil sie sich nicht von Plattenfirmen in ihr Songwriting hineinreden lassen wollte. Erst 2009 erschien First Love, das mit MIA, The Easter Parade und City Song auch die besten Songs aus ihren Anfangstagen umfasst. Das Album erhielt gute Kritiken, der kommerzielle Erfolg hielt sich aber in Grenzen.
2011 erschien das zweite Album Virtue. In den sehr persönlichen, mit religiösen Querverweisen versehenen Folk-Songs versucht die feinfühlige Songwriterin zu verdauen, dass ihr Verlobter kurz vor der Hochzeit zum fundamentalen Christentum konvertierte und sie für ein Leben als Missionar verließ.
Anders als bei Florence and the Machine, die wie Emmy the Great der Londoner Folk-Community entstammt, lässt der große Erfolg bei ihr noch auf sich warten, aber ich bin mir sicher, das ist nur eine Frage der Zeit. Die Qualität dafür ist auf jeden Fall vorhanden.









                                                      

                                                                   

Freitag, 20. April 2012

Newcomerinnen: Birdy



Heute möchte ich eine der jüngsten neuen Stimmen im Musikgeschäft vorstellen. Birdy ist eine englische Musikerin. Sie wurde 1996 als Jasmine van den Bogaerde in Lymington geboren. Aufgewachsen in einem komplett Musik infizierten Elternhaus (Birdys Mutter ist eine bekannte Konzertpianistin) in New Forest, Hampshire begann Birdy schon im Alter von 4 Jahren mit dem Klavierspielen, im Alter von 7 Jahren dann, erste Stücke zu komponieren.
2008, im Alter von 12 Jahren, nahm sie am Talentwettbewerb Open Mic UK teil. Sie sang einen selbstgeschriebenen Song und gewann in ihrer Kategorie. Anschließend erhielt sie einen Plattenvertrag und Anfang 2011 veröffentlichte sie ihre erste Single Skinny Love. Birdy baute sich innerhalb einer kleinen Rekordzeit eine riesige Fanbase auf Facebook, Myspace, YouTube und Twitter auf, kämpfte sich auf einen phantastischen 10. Platz der Alternative-iTunes-Charts in den US, Frankreich und Deutschland und verkaufte alleine in Großbritannien bis heute weit mehr als 150.000 Einheiten.
Ihr Debütalbum Birdy (2011) enthält beinahe ausschließlich Coversongs, aber Birdy hat ihren ganz eigenen Stil. Manche Lieder erkennt man kaum wieder. Andere ähneln dem Original, gewinnen aber eine besondere Ausstrahlung. Die Instrumentierung ist meist zurückhaltend, fast spartanisch, alles andere würde auch nicht zu der zarten Stimme der 15jährigen passen.
Birdy hat trotz ihrer Jugend ein eindrucksvolles Debüt hingelegt. Ausdrucksstark und charismatisch. Es wird sich zeigen, ob aus dem jungen Mädchen eine große Musikerin wird.





                                   


                                           


                                                                                 

Freitag, 13. April 2012

Neuerscheinungen: Amy Ray - Lung Of Love



Amy Ray, eine Hälfte der Indigo Girls, ist auch als Solo-Künstlerin unterwegs. Gerade hat sie ihr sechstes Album veröffentlicht. Lung Of Love heißt die Produktion und ist wie alle Vorgänger bei Amys eigenem Label Daemon Records erschienen. Es enthält zehn neue Songs und zwei Live-Mitschnitte.
Bei ihren Solo-Ausflügen kann man immer deutlich erkennen, dass Amy die kantigere der Indigo Girls ist. Sie kommt musikalisch mehr aus der Punk-Ecke und diese Seite zeigt sie gerne, wenn sie als Solo-Künstlerin tätig ist.
Auch Lung Of Love klingt ein wenig rau, ist aber zugänglicher als ihre früheren Werke. Auch eingefleischte Indigo Girls-Fans dürften hiermit Freude haben. Amy Ray hat auf ihrer neuen CD viel Wert auf musikalische Kooperation gelegt. Produzent Greg Griffith (Bass), Julie Wolf (Keyboard), Kaia Wilson (Gitarre) und Melissa York (Schlagzeug) bildeten die Band. Brandi Carlile mit ihrer wunderbaren Stimme fungierte als Gastmusikerin. Jeder einzelne Musiker hatte die Möglichkeit, Amys Songs zu verändern. Auf diese Weise haben die Songs eine Frische und Spontaneität, die man auf herkömmlichen Produktionen vergeblich sucht.
Amys Qualitäten als Songwriterin sind unbestritten und bilden die Basis für Lung Of Love. Ihre Texte handeln von Politik (From Haiti), Religion (The Rock Is My Foundation) und natürlich von Liebe (I Didn't, Bird In The Hand). Die musikalischen Elemente reichen von Folk und Country, über Gospel und Pop bis hin zu Punkrock. Neben der E-Gitarre ist auch das Banjo, die Fiddel und die Mandoline zu hören. Amy Rays Stimme ist wie immer dunkel, ein wenig rauchig und prägnant.
Insgesamt ist Lung Of Love ein sehr buntes und abwechslungsreiches Album. Es besitzt eine gewisse charmante Unperfektheit. Besser kann ich es gerade nicht ausdrücken. Mir fehlt ein wenig der rote Faden, die Songs wirken ziemlich zusammengewürfelt. Davon abgesehen gefällt mir das Album sehr gut. Meine Favoriten sind Crying In The Wilderness und das wunderbare I Didn't. 




www.amy-ray.com         



                                         

                                                             
                                                

Donnerstag, 12. April 2012

Ferron



Ferron ist eine kanadische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1952 als Debby Foisy geboren. Sie wuchs als ältestes von sieben Kindern in der Nähe von Vancouver auf. Hin und hergerissen zwischen verschiedenen Pflegeheimen, ihrer Mutter und einem gewalttätigen Stiefvater, flüchtete sie sich früh in die Musik. Mit elf lernte sie Gitarre spielen und schrieb bald eigene Songs. Mit 15Jahren verließ sie schließlich ihr Zuhause und war von da aus für sich selbst verantwortlich.
1971 änderte die Musikerin ihren Namen in Ferron und konzentrierte sich ganz auf die Musik. Sie kämpfte sich durch die Clubszene und als offen lesbische und feministische Musikerin, trat sie vor allem bei feministisch orientierten Anlässen auf. Sie gründete ihr eigenes Plattenlabel Lucy Records und veröffentlichte ihr Debütalbum Ferron 1977.
Das 1980 entstandene Album Testimony war das erste professionell produzierte und Ferron konnte damit erstmals in den USA Aufmerksamkeit erregen. Besonders die Fauenmusikszene war begeistert von der Kanadierin. 1984 konnte Shadows On A Dime dann auch die restliche Musikindustrie überzeugen. Ferron galt von nun an als ernstzunehmende Folk-Sängerin mit poetisch herausragenden Texten.
Insgesamt veröffentlicht Ferron in ihrer Karriere 16 Alben (bis jetzt). Immer wieder zieht sie sich für kurze oder auch längere Zeit in die Einsamkeit zurück, besinnt sich auf sich selbst und schöpft neue Kraft. Sie schreibt Gedichte, veröffentlicht diese auch, gibt Unterricht im Schreiben und leitet ein Camp für Künstlerinnen in Michigan.
Ferron gilt heute als Vorbild für viele Musikerinnen. Frauen wie Ani DiFranco, Mary Gauthier und die Indigo Girls nennen sie als wichtigen Einfluss für ihre eigene Musik. 









                                                                                                

Montag, 12. März 2012

Amelia Curran



Amelia Curran ist eine kanadische Singer-Songwriterin. Sie wurde in St.John's/Neufundland geboren. Sie begann als Teenager, Gitarre zu spielen und Songs zu schreiben. Später brach sie ihr Studium ab, um sich ganz der Musik zu widmen.
Ihr erstes Album Barricade erschien 2000. Die nächsten beiden Werke, Trip Down Little Road und Lullabies For Barflies, wurden in jährlichem Abstand veröffentlicht. Amelia Curran spielte jahrelang in Bars und Clubs und fand dort ihren eigenen Stil und auch eine Gruppe treuer Anhänger. Als Vorbilder nennt sie Tom Waits, Leonard Cohen und Neil Young. In ihren Texten beschreibt sie persönliche Erfahrungen mit einer unbarmherzigen Ehrlichkeit, die den Hörer in seinen Bann zieht. Ihre leicht rauchige Stimme nimmt einen mit in ihre Welt von Einsamkeit, Liebe, verlorener Liebe und Heinweh nach einem unbekannten Ort.
Das 2006 erschienene Album War Brides machte Amelia Curran erstmals einem größeren Publikum bekannt. Die Kritik war begeistert. Sie erhielt mehrere Songwriting-Preise und wurde für zwei East Coast Music Awards nominiert.
2009 veröffentlichte die Musikerin ihr viertes Album Hunter, Hunter. Auch hier sparte die Kritik nicht mit Lob und 2010 erhielt Amelia Curran dafür einen Juno Award. Damit ist sie in der ersten Reihe der kanadischen Folk-Musiker angekommen.











                                                                                  

Donnerstag, 1. März 2012

Beth Orton



Beth Orton ist eine englische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1970 in Dereham/Norfolk als Elizabeth Caroline Orton geboren. Mit 14 zog sie mit ihrer Mutter nach London. Als diese fünf Jahre später starb, ging Beth nach Thailand in ein Kloster, um über den Verlust hinwegzukommen.
Zunächst arbeitete sie in verschiedenen Jobs und versuchte sich später als Schauspielerin. Sie besuchte eine Schauspielschule und tourte mit einer Theatergruppe durch Großbritannien, Russland und die Ukraine. Zufällig lernte sie in einem Club William Orbit kennen, der sie dazu animierte, lieber zur Gitarre zu greifen und zu singen. Das war der Anfang einer fruchtbaren Zusammenarbeit, die einerseits zu einem Beitrag Beth Ortons auf Orbits 93er Album Cargo III führte, andererseits zu ihrem Debüt SuperPinkyMandy, das im selben Jahr in einer limitierten Auflage in Japan erschien. Große Aufmerksamkeit erregte sie damit nicht, jedoch machte sie das Label Heavenly auf sich aufmerksam, das sie mit den Dust Brothers in Verbindung brachte. Zwei Jahre später sang sie das Lied Alive Alone auf Exit Planet Dust, das Debüt der mittlerweile umbenannten Chemical Brothers.
1996 erschien mit Trailer Park Beth Ortons erstes Album in Großbritannien. Ihre Mischung aus Akustikgitarre, zerbrechlicher Stimme und elektronischen Klängen führte die Kritiker dazu, das Genre Trip Folk ins Leben zu rufen.
Aber erst mit dem Album Central Reservations (1999) gelang ihr der Durchbruch. In den USA verkaufte es sich eine halbe Million mal, zudem spielte sie auf dem Lilith Fair-Festival und im Vorprogramm von Beck. 2000 gewann sie die Auszeichnung als beste britische Künstlerin bei den Brit Awards.
2002 veröffentlichte die Musikerin das Album Daybreaker, das zu ihrem bis dato erfolgreichsten Album wurde. Die Mischung aus Electronica, Pop-Songs und Akustik-Balladen erreichte viele Hörer und bekam ausgezeichnete Kritiken.
Nach einem Best-Of-Album erschien 2006 Comfort Of Strangers. Hier entfernte sich die Künstlerin von ihrem elektronischen Sound und setzte mehr auf reinen Folk.
Nach einer langen Pause vor allem wegen der Geburt ihrer Tochter, arbeitet Beth Orton an einem neuen Album, das in diesem Jahr erscheinen soll.







                                                       



                                                        

Freitag, 10. Februar 2012

Lucy Kaplansky



Lucy Kaplansky ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1960 in Chicago geboren. Ihr Vater war der bekannte Mathematiker Irving Kaplansky, der auch ein ausgezeichneter Pianist war. Das Interesse für Musik hat sie wohl von ihm geerbt. Mit 18 Jahren zog sie nach New York, um dort eine Musikkarriere zu starten. Sie wurde Teil der Folk-Szene rund um Greenwich Village. Dort spielte sie u.a. mit Musikern wie Shawn Colvin, Suzanne Vega und Richard Shindell.
1983 begann sie ein Studium der Psychologie, machte aber weiterhin nebenbei Musik. Als Teil eines Duos mit Shawn Colvin konnte sie sich einen Namen machen, doch als das Angebot einer Plattenfirma auf dem Tisch lag, entschied sie sich für die Psychologie. Sie eröffnete eine Privat-Praxis und arbeitete mehrere Jahre in einem New Yorker Krankenhaus. Lucy Kaplansky verlor jedoch nie ganz den Kontakt zur Musikszene und 1994 nahm sie schließlich ihr Debüt-Album The Tide auf und beendete ihre Laufbahn als Psychologin.
Sang sie auf ihrem ersten Album noch hauptsächlich Coverversionen von Songs anderer Musiker, so konzentrierte sie sich auf Flesh And Bone (1996) auf ihr eigenes Material. Durch zahlreiche Auftritte in Bars, Clubs und Cafés wurde sie im Laufe der Zeit eine gefragte Künstlerin. Sie arbeitete auch mit vielen Kollegen zusammen, die Lucy Kaplansky gerne als Background-Sängerin anheuerten.
1998 gründete sie mit Dar Williams und Richard Shindell die Folkgruppe Cry Cry Cry. Die drei nahmen eine CD auf und gingen zusammen auf Tournee bevor sich jeder wieder seiner Solo-Karriere widmete.
Bis 2007 veröffentlichte Lucy Kaplansky weitere vier Alben, die ihre enorme Songwriter-Qualitäten deutlich zeigen. Sie schreibt und singt einfühlsam über ganz persönliche Dinge wie die Adoption ihrer Tochter, den Tod ihres Vaters oder die Geschichte ihrer Familie. Eine Stimme, der man gerne zuhört und Songs mit Tiefgang – eine gute Mischung.




www.lucykaplansky.com