Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!
The
Pierces sind ein amerikanisches Duo, bestehend aus den Schwestern
Allison und Catherine Pierce. Beide, Allison 1975 und Catherine
1977, wurden in Birmingham/Alabama geboren. Sie wuchsen in einer
Hippie-Familie auf und wurden von ihren Eltern, einem Musiker und
einer Malerin, früh mit Kunst in Berührung gebracht. Sie ermutigten
ihre Mädchen zu musizieren und zu tanzen und auf Hochzeiten und
anderen Festen aufzutreten.
Währen
ihrer Studienzeit an der Auburn University, bastelten die Schwestern
an einem Demo-Band. Tatsächlich erschien im Jahre 2000 das
Debüt-Album The Pierces, das aber genauso wenig erfolgreich war wie
der Nachfolger Light Of The Moon (2005).
Doch das
dritte Album Thirteen Tales Of Love And Revenge (2007) schug vor
allem in Großbritannien und in den USA ein. Allison und Catherine
blieben zwar ihrer musikalischen Linie mit akustischen Gitarren und
schönen Harmonien treu, würzten ihre Songs aber jetzt mit
hintergründigen und beinahe zynischen Texten. Vor allem der Song
Secret wurde in mehreren TV-Serie verwendet und ist inzwischen das
Titellied zur erfolgreichen Serie Pretty Little Liars.
2011
erschien das Album You & I, das im Studio der Band Coldplay
aufgenommen wurde. The Pierces gingen auf ihre erste Tour In
Großbritannien und konnten diese auch sehr erfolgreich gestalten.
Sie spielten auf dem renommierten Glastonbury Featival und später
auch als Vorgruppe für Coldplay.
Im
Moment arbeiten die Schwestern an ihrem fünften Album, das 2013
erscheinen soll.
Joanna
Newsom ist eine amerikanische Sängerin und Harfenspielerin. Sie
wurde 1982 in Nevada City/Kalifornien geboren.
Als Kind
lernte sie Klavier spielen und mit sieben Jahren auch Harfe. Sie
studierte Musik und kreatives Schreiben am Mills College, bei dem
unter anderem auch Dave Brubeck und John Cage unterrichteten.
Ihre
persönlichen musikalischen Vorlieben lagen irgendwo zwischen Jazz,
Folk und Punk. Bei ihrem Harfenspiel ließ sie sich vor allem vom
venezolanischen und westafrikanischen Stil beeinflussen.
Zu
Beginn ihrer Karriere schrieb Joanna Newsom ausschließlich
Instrumentalmusik. Erst nach und nach brachte sie ihre Stimme mit
ein. 2004 erschien ihr Debüt-Album The Milk-Eyed Mender, das auf
Anhieb für Furore sorgte. Das sensible Harfenspiel, die lyrischen,
teils avantgardistischen Texte und die ungewöhnliche Interpretation
der Songs kamen in der New-Folk-Szene sehr gut an und die Musikerin
konnte sich schnell etablieren.
Ihre
Extravaganz zeigt sich nicht nur auf der Bühne, wenn sie ihre Stimme
mal kindlich, mal alt klingen läßt, sondern im Fehlen einer
offiziellen Website. Dieser Seite der Vermarktung verweigert sie sich
total.
2006
wurde das zweite Album Ys veröffentlicht. Der Titel bezieht sich auf
die mythische Stadt Ys in der Bretagne. Das orchestral arrangierte
Album enthält in über 55 Minuten lediglich fünf Stücke. Joanna
Newsom verarbeitete darin mehrere besonders schwerwiegende
persönliche Erlebnisse und Schicksalsschläge. Die Kritiker
überschlugen sich mit ihrem Lob und Ys war Gegenstand von
Berichterstattungen im Feuilleton seriöser Zeitungen.
2010
erschien das Dreifach-CD-Set Have One On Me, mit dem die Künstlerin
erstmals Top-40-Platzierungen in Europa erreichte und zu einer Art
Star der alternativen Pop-Kunst wurde.
Lisa
Hannigan ist eine irische Musikerin. Sie wurde 1981 in Dublin
geboren.
Aufgewachsen
in Kilcloon, studierte sie Kunstgeschichte am Trinity College in
Dublin. Während ihrer Studienzeit traf sie den Musiker Damien Rice
und die beiden begannen eine mehrjährige Zusammenarbeit.
Lisa
Hannigan war von 2002 bis 2006 die weibliche Stimme in Rice's Musik.
Als Multiinstrumentalistin spielte sie auch bei Bedarf in seiner Band
Gitarre, Bass oder Schlagzeug.
2007
trennte sich die Musikerin von Damien Rice, um ihre Solo-Karriere zu
starten. Sie arbeitete an eigenen Songs und trat im Vorprogramm von
Jason Mraz auf. 2008 erschien das Debüt-Album Sea Sew. Es erhielt
sehr gute Kritiken, erreichte auf Anhieb die Top 3 der irischen
Charts und wurde mit Platin ausgezeichnet. Im Jahr darauf erschien
das Album auch in Großbritannien und den Vereinigten Staaten und
konnte sich auch dort in den Hitparaden platzieren.
2012
wurde das zweite Album Passenger in Deutschland veröffentlicht und
traf wiederum auf ein wohlwollendes Echo. Lisa Hannigans Folk-Sound
mit jazzigen Elementen ist sicherlich nicht massentauglich, hat aber
einen sehr eigenen Charme. Es lohnt sich, einmal reinzuhören.
Abra
Moore ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1969 in
San Diego/Kalifornien geboren. Ihre Eltern nannten sie nach der
Heldin in John Steinbecks Jenseits von Eden. Abra wuchs in Hawaii
auf, in einem sehr musikalischen, jazz-orientierten Haushalt.
Mit 19
gründete sie mit einigen Freunden die Gruppe Poi Dog Pondering. Die
Band zog erst nach Los Angeles und später nach Austin. Obwohl die
Gruppe recht erfolgreich war, entschied sich Abra Moore für eine
Solo-Karriere. Ab 1992 ging sie eigene Wege.
1995
erschien ihr Debüt-Album Sing, eine Sammlung intimer Folk-Pop Songs.
1997 folgte Strangest Places, ein eher in Richtung Indie-Rock
tendierendes Album. Die Single Four Leaf Clover schaffte es in die
amerikanischen Charts und wurde sogar für einen Grammy nominiert. Es
blieb allerdings bei diesem einen Chart-Erfolg.
Wegen
kreativer Auseinandersetzungen mit der Plattenfirma verzögerte sich
die Produktion eines neuen Albums. No Fear erschien 2002 als
Promo-Version, wurde aber nie kommerziell veröffentlicht.
Neben
der Musik trat Abra Moore auch als Schauspielerin in unabhängigen
Produktionen in Erscheinung.
Ihr
letztes Album On The Way wurde 2007 veröffentlicht.
Jonatha
Brooke ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1964 in
Massachusetts geboren. Ihre Musik-Karriere begann sie in den1980ern
als Teil eines Duos. Zusammen mit Jennifer Kimball, die sie am
Amherst College getroffen hatte, spielte sie regelmäßig während
des Studiums. Die beiden hatten Auftritte rund um das College-Gelände
und begeisterten viele Zuhörer mit ihren Folk-Songs.
Ab 1989
nannte sich das Duo The Story und veröffentlichte zwei Alben. Die
beiden Frauen wurden oft mit Musikerinnen wie den Indigo Girls oder Suzanne Vega verglichen.
1994
entschied sich Jonatha Brooke, ihre Karriere als Solo-Künstlerin
fortzuführen. Ihr erstes Album Plumb (1995) erhielt noch gemischte
Kritiken, der Nachfolger 10 Cent Wings (1997) jedoch wurde hoch
gelobt. Trotz einer erfolgreichen Tour wurde die Musikerin von ihrer
Plattenfirma fallengelassen, sie gründete daraufhin ihr eigenes
Label Bad Dog Records.
Kann man
Jonatha Brooks frühe Musik als introvertiert und sensibel
bezeichnen, so veränderte sie ihren Sound im Laufe der Zeit mehr hin
in Richtung radiotauglichen Pop/Rock. Der Qualität ihrer Songs
schadete das keinesfalls. Immer legte sie Wert auf komplexe
Arrangements und tiefgründige Texte.
2001
erschien das Album Steady Pull.Jonatha Brooke arbeitete hier
zusammen mit Bob Clearmountain (Bryan Adams, Rolling Stones, The
Corrs). Mit dieser Veröffentlichung konnte sie sich nachdrücklich
in der Musik-Szene verankern. Im Folgenden produzierte sie Songs für
den Disney-Film Return To Never Land und mehrere ihrer Titel wurden
fanden Verwendung in TV-Serien.
2008
erschien ihr bisher letztes Album The Works. Hier vertonte sie bisher
unveröffentliche Texte aus dem Nachlass von Woody Guthrie. Dessen
Tochter Nora hatte sie eingeladen, im reichhaltigen Archiv zu
stöbern.
Jonatha
Brooke hat ihren sehr persönlichen und charakteristischen
Akustik-Folk Sound gefunden. Ihr ungekünstelter, eindringlicher
Gesang und ihr Gitarrenstil sind mittlerweile eine feste Größe in
der Singer/Songwriter Szene.
Rosie
Thomas ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1978 in
Livonia/Michigan geboren. Sie studierte am Cornish College of the
Arts und tourte in den späten 1990ern mit der Band Velour 100, bevor
sie sich für eine Sololaufbahn entschied. Neben ihrer Musik
interessierte sich Rosie auch für Comedy. Sie entwickelte ihr Alter
Ego Sheila Saputo, die Pizzabotin und tritt bis heute in Seattle als
Stand Up Comedian auf.
Ihr
Debüt-Album When We Were Small erschien 2001. Der Erfolg des
Albums, das sich mit Kindheitserinnerungen auseinander setzt, hielt
sich in Grenzen und die Kritiken fielen teilweise ernüchternd aus,
dennoch brachte es ihr Vergleiche mit Joni Mitchell und eine
Skandinavien-Tour ein. Ihre ruhige, nachdenkliche, manchmal auch
düstere Folk-orientierte Musik war nicht für den breiten
Publikumsgeschmack geeignet und trotzdem konnte sich Rosie eine
kleine Anhängerschar erspielen.
Zurück
in den USA zog sie sich in die älteste Kirche Detroits zurück, um
neue Lieder aufzunehmen. Das Ergebnis war das ausgereiftere Only With
Laughter Can You Win (2003), das sie auch in Europa veröffentlichte.
Anschließend
zog sie vorübergehend nach Los Angeles, wo sie ihr drittes Album If
Songs Could Be Held (2005) aufnahm. Mit dem Songwriter Sufjan Stevens
arbeitete Rosie Thomas mehrfach zusammen. Er war auch an dem Album
These Friends Of Mine beteiligt, das die Musikerin mit Freunden in
New York und Philadelphia aufnahm. Es erschien 2006 auf ihrem eigenen
Label. Nach einem Weihnachts-Album 2008, erschien im Frühjahr 2012
die aktuelle Produktion With Love. Wer ruhige, solide Akustik-Musik
mag, ist bei Rosie Thomas an der richtigen Stelle.
Jill
Sobule ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1961 in
Denver/Colorado geboren. Schon von Kindheit an hat sie sich für
Musik interessiert, eine Karriere auf diesem Gebiet war aber erst
einmal nicht geplant. Erst nach einem Auslandssemester in Spanien
konzentrierte sich Jill auf die Musik. Sie schrieb Songs und hatte
erste Auftritte. Ihr ständiger Kampf mit Depressionen und Magersucht
verhinderten jedoch lange Zeit eine erfolgreiche Laufbahn als
Musikerin.
1990
schließlich wurde ihr Debüt-Album Things Here Are Different
veröffentlicht. Trotz des namhaften Produzenten Todd Rundgren
floppte das Album. Jill Sobule wurde von ihrer Plattenfirma fallen
gelassen und veröffentlichte erst fünf Jahre später das nächste
Album.
Jill
Sobule erschien 1995 und enthielt die zwei Hit-Songs I Kissed A Girl
und Supermodel, das vor allem durch den Film Clueless bekannt wurde.
Mit
ihrem dritten Album Happy Town (1997) erstickte Jill Sobule ihren
aufkommenden kommerziellen Erfolg im Keim. Ihre ehrlichen und
kritischen Songs über unbequeme Themen wie reaktionäre Christen
oder Medikamentenmissbrauch schreckten viele neu gewonnene Anhänger
wieder ab. Das Album, von der Kritik gelobt, verkaufte sich schlecht.
Die
Musikerin untermauerte ihren Ruf als kritische Underground-Musikerin
immer weiter. Sie kümmerte sich nicht um den Kommerz, sondern
konzentrierte sich ganz auf ihren Weg. Wenn sie dann, um Geld zu
verdienen, einmal jobben musste, dann war es eben so.
2008
rief Jill Sobule ihre Anhänger auf, Geld für ihr neues Album zu
spenden. Der Aufruf wurde gehört und sie konnte 75000 $ für
California Years (2009) sammeln.
Neben
ihrer eigenen Musik ist die Künstlerin auch auf anderen Gebieten
tätig. Sie trat mehrmals als Schauspielerin in Erscheinung, schrieb
an einem Theaterstück mit und arbeitete mit anderen Künstlern
zusammen. 2009 erstellte sie mit Julia Sweeney die Bühnenshow Jill &
Julia, eine Mischung aus Musik, Geschichten und Kommentaren.
Jill
Sobule ist eine ungewöhnliche, oft unbequeme Künstlerin, die im so
kommerziellen Musikgeschäft ihre Nische gefunden hat.
Rachael
Sage ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde in Port
Chester/New York geboren. Schon von Kindheit an interessierte sie
sich für Musik und brachte sich selbst das Gitarre und Klavier
spielen bei. Bevor sie sich jedoch endgültig für die Musik als
Beruf entschied, studierte sie Ballett und Drama. Sie begann damit,
eigene Songs zu schreiben und hatte bald ein beträchtliches
Repertoire. Ihre Auftritte in kleinen Bars und Clubs stießen mehr
und mehr auf positive Resonanz, doch keine Plattenfirma zeigte
Interesse an der Musikerin, deshalb gründete sie 1995 ihr eigenes
Label Mpress Records. Hier erschien auch im selben Jahr ihr
Debütalbum Morbid Romantic. Es erwies sich als kleiner
Achtungserfolg, und machte Talentsucher auf die junge Künstlerin
aufmerksam.
1997
gewann Rachael Sage bei einem Talentwettbewerb in New York und durfte
bei dem Frauenmusik-Festival Lilith Fair auftreten. Ein weiterer
Schritt hin zu mehr Popularität.
Von 1998
bis 2010 veröffentlichte sie weitere acht Alben, die ihren
Bekanntheitsgrad langsam steigerten. In dieser Zeit, arbeitete
Rachael öfter als Film-Statistin, wenn die Musik einmal nicht genug
Geld zum Leben einbrachte.
2005
gewann ihr Song Sacrifice den Independent Music Award in der
Kategorie Bester Song in der Sparte Folk/Singer/Songwriter.
Inzwischen
hat sie sich einen Namen in der Singer-Songwriter-Szene gemacht. Ihr
Songwriting ist mehrfach preisgekrönt und sie hat einen sehr eigenen
Stil entwickelt. Sie setzt ihre Theater-Ausbildung gekonnt auf der
Bühne ein, ihre Shows werden dadurch zu einer Mischung aus Musik und
Schauspiel, oft ungewöhnlich und skurril.
Anfang
Mai 2012 ist Rachael Sages aktuelles Album Haunted By You in den USA
erschienen.
Sinead
O'Connor ist eine irische
Musikerin. Sie wurde 1966 in Glenageary geboren. Ihre Kindheit war
schwierig; sie wurde von ihrer Mutter misshandelt, später von der
Schule verwiesen, wegen Ladendiebstahls eingesperrt und schließlich
ins Internat gesteckt. Dieses verließ sie mit 16 Jahren, um Gesang
und Klavier zu studieren. Zu ihren musikalischen Vorbildern zählte
sie Aretha Franklin und The Smiths. Sie arbeitete nebenbei als
Kellnerin und sang in Kaffeehäusern.
1983
unterschrieb Sinead O'Connor
in London einen Plattenvertrag bei Ensign Records. 1987 erschien ihr
erstes Album The Lion and
the Cobra. Die Single
Mandinka
schlug Wellen in der Independent-Szene, das Musikvideo mit einer
glatzköpfigen Frau nicht weniger.
Der
große Durchbruch gelang ihr 1990 mit ihrem zweiten Album I
Do Not Want What I Haven't Got
und der Single-Coverversion des Prince-Songs Nothing
Compares 2 U. Das Lied
schaffte es in Deutschland auf Platz 1 der Charts. Im selben Jahr
lehnte sie es ab, in New Jersey aufzutreten, da vor ihrem Auftritt
die amerikanische Nationalhymne gesungen werden sollte. Die
Veranstalter verzichteten für diesen Abend auf die Nationalhymne,
lehnten es aber später ab, je wieder mit ihr zu arbeiten. 1991
lehnte sie vier Grammy-Awards ab.
Weiterhin
sorgte Sinead O'Connor
mit ihren kontroversen Auftritten und Aussagen für die
unterschiedlichsten Reaktionen, indem sie zum Beispiel mit der IRA
sympathisierte und die klerikale katholische Kirche ablehnte. Bei
einem Auftritt am 3. Oktober 1992 in einer Sendung von Saturday
Night Live zerriss sie im
amerikanischen Fernsehen vor laufenden Kameras ein Bild von Papst
Johannes Paul II. Bei diesem Auftritt sang sie Bob Marleys Lied War,
ersetzte jedoch das Wort 'racism' durch 'child abuse'. Sie
protestierte damit gegen die Leugnung von Kindesmissbrauchsfällen in
der katholischen Kirche. Dieser Auftritt brachte der Musikerin
heftige Kritik, Beschimpfungen und Drohungen aus aller Welt.
Enttäuscht kehrte sie dem Musikgeschäft vorerst den Rücken und
begann in Dublin ein Studium der Oper. 1994 erschien Universal
Mother, ein Album mit
soften Balladen und leichten Hip Hop-Einflüssen, das nicht an alte
Erfolge anknüpfen konnte.
2000
kehrte Sinéad nach sechs Jahren mit dem Album Faith
And Courage ins
Musikgeschehen zurück. Das 2002 veröffentlichtes Album Sean-Nós
Nua enthält traditionelle
Folksongs, darunter einige in irischer Sprache. Im April 2003
verkündete sie, dass sie sich aus dem Musikgeschäft zurück ziehen
wolle. Sie habe das Leben im öffentlichen Interesse satt und wolle
endlich "ein normales Leben führen", so die Musikerin.
Lange allerdings hielt sie es nicht aus. Im Oktober 2005
veröffentlichte sie die CD Throw
Down Your Arms mit
Roots-Reggae-Musik, die sie zusammen mit den beiden Reggae-Größen
Sly Dunbar und Robbie Shakespeare produziert hat. Die CD enthält
unter anderem Coverversionen von Songs von Peter Tosh, Burning Spear
und Bob Marley. 2007 veröffentlichte die Irin das Doppelalbum
Theology, mit dem sie zu ihren musikalischen Wurzeln zurück kehrte.
Die größtenteils selbst geschriebenen Songs beziehen sich auf das
Alte Testament.
2011
geriet Sinead O'Connor
in die Klatschspalten, weil sie sich nach nur 16 Tagen von ihrem
vierten Ehemann scheiden ließ. Anfang 2012 verbreitete sich die
Nachricht eines Selbstmordversuches und im April 2012 brach die
Musikerin eine Tournee wegen psychischer Probleme ab. Es bleibt zu
hoffen, dass Sinead O'Connor
gesund wird und ihren Frieden findet.
Laura
Marling ist eine englische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1990 in
Hampshire geboren. Als Tochter eines Musiklehrers lernte sie früh
das Gitarre spielen. Ihr Vater, der ein Aufnahmestudio besitzt,
brachte ihr die Folk-Musik näher.
Im Alter
von 16 Jahren zog Laura nach London, und knüpfte rasch Kontakte zur
Nu Folk-Szene. 2006 gründete sie mit Freunden die Folkrock-Formation
Noah And The Whale. Dort spielte sie verschiedene Instrumente und war
als Sängerin tätig. 2007, kurz vor Erscheinen des Debüt-Albums
Peaceful The World Lays Me Down, verließ sie die Band. Es folgten
Engagements bei anderen Gruppen, z. B. mit The Rakes und bei den
Mystery Jets.
Schnell
hatte sie sich in der Szene einen Namen gemacht, und tourte als
Gastmusikerin mit Jamie T. und Adam Green. Eigene Auftritte
absolvierte sie im Rahmen verschiedener Festivals. 2008 erschien das
erste Album Alas, I Cannot Swim. Auf Anhieb gelang ihr damit der
künstlerische Durchbruch, und erhielt eine Nominierung für den
Mercury-Award. TV-Auftritte in Craig Fergusons Late Night Show und
bei Later With Jools Holland steigerten ihren Bekanntheitsgrad.
2010
wird das zweite Album I Speak Because I Can veröffentlicht. Es stieg
bis auf Platz vier der britischen Charts, Laura Marling war damit
endgültig in der ersten Reihe der englischen Künstlerinnen
angekommen. 2011 erhielt sie den Brit-Award als beste britische
Künstlerin. Im selben Jahr erschien das Album A Creature I Don't
Know, mit dem die Musikerin auf Europa-Tournee unterwegs ist. Auf
diesem Album präsentiert sich Laura Marling erstaunlich reif für
ihr jugendliches Alter. Die Songs erinnern an Folk-Veteranen wie
Leonard Cohen oder Joni Mitchell. Die Gesamtstimmung ist eher ruhig
und melancholisch. "Es ist einfacher für mich, einen traurigen
Song zu schreiben. Fröhlichkeit musikalisch zum Ausdruck zu bringen
fällt mir schwer. So gesehen sprechen meine Lieder wohl dafür, dass
ich oft niederschlagen bin. Aber das ist natürlich nur eine Seite
von mir." Ein Einblick in andere Seiten gewährt sie uns bisher
nicht.
Alela
Diane ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1983 in
Nevada City/Kalifornien als Alela Diane Menig geboren. Sie wuchs in
einem musikalischen Haushalt auf, sang früh mit ihren Eltern und
später im Schulchor. Musik wurde bald zum Mittel, persönliche
Erfahrungen zu verarbeiten:
"Meine
Eltern ließen sich scheiden, als ich von Zuhause auszog. Und sie
verkauften das Haus, in dem ich aufgewachsen bin. Deshalb fühlte ich
mich total entwurzelt und es war eine schwierige Zeit für mich. Ich
begann Gitarre zu spielen und merkte, dass es mir half, Dinge
loszuwerden, die mich beschäftigten."
Erste
Schritte auf der Bühne machte Alela Diane mit der lokalen Band Black
Bear. Nach ihrem Ausstieg konzentrierte sie sich ganz auf ihre
Solo-Karriere. Daraus resultierten die im Studio ihres Vaters und
Mitmusikers eingespielten Alben Forest Parade (2003) und The Pirate's
Gospel (2004), die sie in Eigenregie vertrieb. Letzteres wurde
schließlich 2006 mit der professionellen Unterstützung des Holocene
Music-Labels in den USA mit großem Erfolg erneut veröffentlicht. In
Deutschland erschien das Album erst 2008.
Alela
Diane hat mit ihrem minimalistischen Folk mit Gospel- und
Blues-Anleihen die Musik-Fachwelt verzaubert. Ein Rückzug in die
Einfachheit und Natürlichkeit als Gegenentwurf zum allseits
verbreiteten künstlichen und schrillen Lady-Gaga-Pop. Sie gesellt
sich damit zu Kolleginnen wie Laura Veirs oder Anna Ternheim.
2009
erschien das Album To Be Still, das sich vorsichtig dem Pop öffnet,
ohne an Eindringlichkeit und Tiefe einzubüßen.
2011
wurde das Album Alela Diane & Wild Divine veröffentlicht. Mit
diesem Werk im Gepäck tourt die Musikerin mit ihrer Begleitband Wild
Divine, wo sowohl ihr Vater, als auch ihr Mann mitspielen, durch die
USA und Europa.
Erin
McKeown ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1977 in
Boston/Massachusetts geboren. Nach der High School ging sie an die
Brown University und machte ihren Abschluss in Ethnomusikologie.
1999, noch als Studentin, veröffentlichte sie auf ihrem eigenen
Label TVP Records das Album Monday Morning Cold. Sie tourte beständig
durch Neuengland, allein oder mit drei anderen jungen Musikerinnen
wie Beth Amsel, Rose Polenzani und Jess Klein als Quartett Voices On
The Verge.
Langsam
gewann Erin McKeown auch nationale Aufmerksamkeit und ihr zweites
Album Distillation (2000) erhielt gute Kritiken. Dies öffnete ihr so
manche Tür und im Laufe der Zeit tourte sie mit Musikerinnen wie den Indigo Girls, Ani DiFranco und Dar Williams.
Ihre
Musik ist schwer einem Genre zuzuorden. Elemente aus ganz verschiedenen
Musikrichtungen wie Pop, Swing, Rock, Folk und Electro finden sich in
ihren Songs. So ist das Album Sing You Sinners (2006) eine
Zusammenstellung von Swing- und Jazz -Klassikern von u.a. Cole
Porter, Fred Astaire und Nat King Cole. Ein ungewöhnliches, aber mit
viel Liebe zu den Originalen gemachtes Werk.
Erin
McKeon ist viel in den USA unterwegs. Sie hat unzählige Auftritte
und veröffentlicht regelmäßig neue Alben. Auch politisch ist die
Musikerin aktiv. Selbst offen lesbisch setzt sie sich besonders für
die LGBT-Gemeinschaft ein.
Emmy the
Great ist eine englische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1984 in Hong
Kong als Emma-Lee Moss geboren. Mit zwölf Jahren wanderte sie mit
ihrer Familie nach England aus. In jungen Jahren hörte sie
College-Bands wie Weezer, die Lemonheads oder Neutral Milk Hotel,
später wird sie Lieder von den Pixies, den Meat Puppets und Ash
covern, mit deren Sänger Tim Wheeler sie 2011 auch ein
Weihnachtsalbum veröffentlichte.
Vor
ihrer Solo-Karriere war sie Background-Sängerin bei den Indie-Bands
Lightspeed Champion und Noah and the Whale. 2004 tritt sie erstmals
unter ihrem Künstlernamen Emmy the Great auf. Sie produzierte
mehrere Demos und veröffentlichte sie im Internet. 2006 erschien
ihre erste Single Secret Circus. Bereits mit ihren ersten selbst
veröffentlichten Singles und EPs bei Independent-Labels wie Drowned
In Sound und Moshi Moshi offenbarte sie ihr Talent als charmante und
phantasievolle Geschichtenerzählerin. Stilistisch ist ihr Folk-Pop
zu gleichen Teilen von britischer Pop-Musik und Bob Dylan
beeinflusst. So wurde Emmy The Great bald als Englands Antwort auf Regina Spektor gefeiert, obwohl ihr Debütalbum lange auf sich warten
ließ, weil sie sich nicht von Plattenfirmen in ihr Songwriting
hineinreden lassen wollte. Erst 2009 erschien First Love, das mit
MIA, The Easter Parade und City Song auch die besten Songs aus ihren
Anfangstagen umfasst. Das Album erhielt gute Kritiken, der
kommerzielle Erfolg hielt sich aber in Grenzen.
2011
erschien das zweite Album Virtue. In den sehr persönlichen, mit
religiösen Querverweisen versehenen Folk-Songs versucht die
feinfühlige Songwriterin zu verdauen, dass ihr Verlobter kurz vor
der Hochzeit zum fundamentalen Christentum konvertierte und sie für
ein Leben als Missionar verließ.
Anders
als bei Florence and the Machine, die wie Emmy the Great der Londoner
Folk-Community entstammt, lässt der große Erfolg bei ihr noch auf
sich warten, aber ich bin mir sicher, das ist nur eine Frage der
Zeit. Die Qualität dafür ist auf jeden Fall vorhanden.
Heute
möchte ich eine der jüngsten neuen Stimmen im Musikgeschäft
vorstellen. Birdy ist eine englische Musikerin. Sie wurde 1996 als
Jasmine van den Bogaerde in Lymington geboren. Aufgewachsen in einem
komplett Musik infizierten Elternhaus (Birdys Mutter ist eine
bekannte Konzertpianistin) in New Forest, Hampshire begann Birdy
schon im Alter von 4 Jahren mit dem Klavierspielen, im Alter von 7
Jahren dann, erste Stücke zu komponieren.
2008, im
Alter von 12 Jahren, nahm sie am Talentwettbewerb Open Mic UK teil.
Sie sang einen selbstgeschriebenen Song und gewann in ihrer
Kategorie. Anschließend erhielt sie einen Plattenvertrag und Anfang
2011 veröffentlichte sie ihre erste Single Skinny Love. Birdy baute
sich innerhalb einer kleinen Rekordzeit eine riesige Fanbase auf
Facebook, Myspace, YouTube und Twitter auf, kämpfte sich auf einen
phantastischen 10. Platz der Alternative-iTunes-Charts in den US,
Frankreich und Deutschland und verkaufte alleine in Großbritannien
bis heute weit mehr als 150.000 Einheiten.
Ihr
Debütalbum Birdy (2011) enthält beinahe ausschließlich Coversongs,
aber Birdy hat ihren ganz eigenen Stil. Manche Lieder erkennt man
kaum wieder. Andere ähneln dem Original, gewinnen aber eine
besondere Ausstrahlung. Die Instrumentierung ist meist zurückhaltend,
fast spartanisch, alles andere würde auch nicht zu der zarten Stimme
der 15jährigen passen.
Birdy
hat trotz ihrer Jugend ein eindrucksvolles Debüt hingelegt.
Ausdrucksstark und charismatisch. Es wird sich zeigen, ob aus dem
jungen Mädchen eine große Musikerin wird.
Amy Ray,
eine Hälfte der Indigo Girls, ist auch als Solo-Künstlerin
unterwegs. Gerade hat sie ihr sechstes Album veröffentlicht. Lung Of
Love heißt die Produktion und ist wie alle Vorgänger bei Amys
eigenem Label Daemon Records erschienen. Es enthält zehn neue Songs
und zwei Live-Mitschnitte.
Bei
ihren Solo-Ausflügen kann man immer deutlich erkennen, dass Amy die
kantigere der Indigo Girls ist. Sie kommt musikalisch mehr aus der
Punk-Ecke und diese Seite zeigt sie gerne, wenn sie als
Solo-Künstlerin tätig ist.
Auch
Lung Of Love klingt ein wenig rau, ist aber zugänglicher als ihre
früheren Werke. Auch eingefleischte Indigo Girls-Fans dürften
hiermit Freude haben. Amy Ray hat auf ihrer neuen CD viel Wert auf
musikalische Kooperation gelegt. Produzent Greg Griffith (Bass),
Julie Wolf (Keyboard), Kaia Wilson (Gitarre) und Melissa York
(Schlagzeug) bildeten die Band. Brandi Carlile mit ihrer wunderbaren
Stimme fungierte als Gastmusikerin. Jeder einzelne Musiker hatte die
Möglichkeit, Amys Songs zu verändern. Auf diese Weise haben die
Songs eine Frische und Spontaneität, die man auf herkömmlichen
Produktionen vergeblich sucht.
Amys
Qualitäten als Songwriterin sind unbestritten und bilden die Basis
für Lung Of Love. Ihre Texte handeln von Politik (From Haiti),
Religion (The Rock Is My Foundation) und natürlich von Liebe (I
Didn't, Bird In The Hand). Die musikalischen Elemente reichen von
Folk und Country, über Gospel und Pop bis hin zu Punkrock. Neben der
E-Gitarre ist auch das Banjo, die Fiddel und die Mandoline zu hören.
Amy Rays Stimme ist wie immer dunkel, ein wenig rauchig und prägnant.
Insgesamt
ist Lung Of Love ein sehr buntes und abwechslungsreiches Album. Es
besitzt eine gewisse charmante Unperfektheit. Besser kann ich es
gerade nicht ausdrücken. Mir fehlt ein wenig der rote Faden, die
Songs wirken ziemlich zusammengewürfelt. Davon abgesehen gefällt
mir das Album sehr gut. Meine Favoriten sind Crying In The Wilderness
und das wunderbare I Didn't.
Ferron
ist eine kanadische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1952 als Debby
Foisy geboren. Sie wuchs als ältestes von sieben Kindern in der Nähe
von Vancouver auf. Hin und hergerissen zwischen verschiedenen
Pflegeheimen, ihrer Mutter und einem gewalttätigen Stiefvater,
flüchtete sie sich früh in die Musik. Mit elf lernte sie Gitarre
spielen und schrieb bald eigene Songs. Mit 15Jahren verließ sie
schließlich ihr Zuhause und war von da aus für sich selbst
verantwortlich.
1971
änderte die Musikerin ihren Namen in Ferron und konzentrierte sich
ganz auf die Musik. Sie kämpfte sich durch die Clubszene und als
offen lesbische und feministische Musikerin, trat sie vor allem bei
feministisch orientierten Anlässen auf. Sie gründete ihr eigenes
Plattenlabel Lucy Records und veröffentlichte ihr Debütalbum Ferron
1977.
Das 1980
entstandene Album Testimony war das erste professionell produzierte
und Ferron konnte damit erstmals in den USA Aufmerksamkeit erregen.
Besonders die Fauenmusikszene war begeistert von der Kanadierin. 1984
konnte Shadows On A Dime dann auch die restliche Musikindustrie
überzeugen. Ferron galt von nun an als ernstzunehmende Folk-Sängerin
mit poetisch herausragenden Texten.
Insgesamt
veröffentlicht Ferron in ihrer Karriere 16 Alben (bis jetzt). Immer
wieder zieht sie sich für kurze oder auch längere Zeit in die
Einsamkeit zurück, besinnt sich auf sich selbst und schöpft neue
Kraft. Sie schreibt Gedichte, veröffentlicht diese auch, gibt
Unterricht im Schreiben und leitet ein Camp für Künstlerinnen in
Michigan.
Ferron
gilt heute als Vorbild für viele Musikerinnen. Frauen wie Ani DiFranco, Mary Gauthier und die Indigo Girls nennen sie als wichtigen
Einfluss für ihre eigene Musik.
Amelia Curran ist eine kanadische Singer-Songwriterin. Sie wurde in St.John's/Neufundland geboren. Sie begann als Teenager, Gitarre zu spielen und Songs zu schreiben. Später brach sie ihr Studium ab, um sich ganz der Musik zu widmen.
Ihr erstes Album Barricade erschien 2000. Die nächsten beiden Werke, Trip Down Little Road und Lullabies For Barflies, wurden in jährlichem Abstand veröffentlicht. Amelia Curran spielte jahrelang in Bars und Clubs und fand dort ihren eigenen Stil und auch eine Gruppe treuer Anhänger. Als Vorbilder nennt sie Tom Waits, Leonard Cohen und Neil Young. In ihren Texten beschreibt sie persönliche Erfahrungen mit einer unbarmherzigen Ehrlichkeit, die den Hörer in seinen Bann zieht. Ihre leicht rauchige Stimme nimmt einen mit in ihre Welt von Einsamkeit, Liebe, verlorener Liebe und Heinweh nach einem unbekannten Ort.
Das 2006 erschienene Album War Brides machte Amelia Curran erstmals einem größeren Publikum bekannt. Die Kritik war begeistert. Sie erhielt mehrere Songwriting-Preise und wurde für zwei East Coast Music Awards nominiert.
2009 veröffentlichte die Musikerin ihr viertes Album Hunter, Hunter. Auch hier sparte die Kritik nicht mit Lob und 2010 erhielt Amelia Curran dafür einen Juno Award. Damit ist sie in der ersten Reihe der kanadischen Folk-Musiker angekommen.
Beth Orton ist eine englische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1970 in Dereham/Norfolk als Elizabeth Caroline Orton geboren. Mit 14 zog sie mit ihrer Mutter nach London. Als diese fünf Jahre später starb, ging Beth nach Thailand in ein Kloster, um über den Verlust hinwegzukommen.
Zunächst arbeitete sie in verschiedenen Jobs und versuchte sich später als Schauspielerin. Sie besuchte eine Schauspielschule und tourte mit einer Theatergruppe durch Großbritannien, Russland und die Ukraine. Zufällig lernte sie in einem Club William Orbit kennen, der sie dazu animierte, lieber zur Gitarre zu greifen und zu singen. Das war der Anfang einer fruchtbaren Zusammenarbeit, die einerseits zu einem Beitrag Beth Ortons auf Orbits 93er Album Cargo III führte, andererseits zu ihrem Debüt SuperPinkyMandy, das im selben Jahr in einer limitierten Auflage in Japan erschien. Große Aufmerksamkeit erregte sie damit nicht, jedoch machte sie das Label Heavenly auf sich aufmerksam, das sie mit den Dust Brothers in Verbindung brachte. Zwei Jahre später sang sie das Lied Alive Alone auf Exit Planet Dust, das Debüt der mittlerweile umbenannten Chemical Brothers.
1996 erschien mit Trailer ParkBeth Ortons erstes Album in Großbritannien. Ihre Mischung aus Akustikgitarre, zerbrechlicher Stimme und elektronischen Klängen führte die Kritiker dazu, das Genre Trip Folk ins Leben zu rufen.
Aber erst mit dem Album Central Reservations (1999) gelang ihr der Durchbruch. In den USA verkaufte es sich eine halbe Million mal, zudem spielte sie auf dem Lilith Fair-Festival und im Vorprogramm von Beck. 2000 gewann sie die Auszeichnung als beste britische Künstlerin bei den Brit Awards.
2002 veröffentlichte die Musikerin das Album Daybreaker, das zu ihrem bis dato erfolgreichsten Album wurde. Die Mischung aus Electronica, Pop-Songs und Akustik-Balladen erreichte viele Hörer und bekam ausgezeichnete Kritiken.
Nach einem Best-Of-Album erschien 2006 Comfort Of Strangers. Hier entfernte sich die Künstlerin von ihrem elektronischen Sound und setzte mehr auf reinen Folk.
Nach einer langen Pause vor allem wegen der Geburt ihrer Tochter, arbeitet Beth Orton an einem neuen Album, das in diesem Jahr erscheinen soll.
Lucy Kaplansky ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1960 in Chicago geboren. Ihr Vater war der bekannte Mathematiker Irving Kaplansky, der auch ein ausgezeichneter Pianist war. Das Interesse für Musik hat sie wohl von ihm geerbt. Mit 18 Jahren zog sie nach New York, um dort eine Musikkarriere zu starten. Sie wurde Teil der Folk-Szene rund um Greenwich Village. Dort spielte sie u.a. mit Musikern wie Shawn Colvin, Suzanne Vega und Richard Shindell.
1983 begann sie ein Studium der Psychologie, machte aber weiterhin nebenbei Musik. Als Teil eines Duos mit Shawn Colvin konnte sie sich einen Namen machen, doch als das Angebot einer Plattenfirma auf dem Tisch lag, entschied sie sich für die Psychologie. Sie eröffnete eine Privat-Praxis und arbeitete mehrere Jahre in einem New Yorker Krankenhaus. Lucy Kaplansky verlor jedoch nie ganz den Kontakt zur Musikszene und 1994 nahm sie schließlich ihr Debüt-Album The Tide auf und beendete ihre Laufbahn als Psychologin.
Sang sie auf ihrem ersten Album noch hauptsächlich Coverversionen von Songs anderer Musiker, so konzentrierte sie sich auf Flesh And Bone (1996) auf ihr eigenes Material. Durch zahlreiche Auftritte in Bars, Clubs und Cafés wurde sie im Laufe der Zeit eine gefragte Künstlerin. Sie arbeitete auch mit vielen Kollegen zusammen, die Lucy Kaplansky gerne als Background-Sängerin anheuerten.
1998 gründete sie mit Dar Williams und Richard Shindell die Folkgruppe Cry Cry Cry. Die drei nahmen eine CD auf und gingen zusammen auf Tournee bevor sich jeder wieder seiner Solo-Karriere widmete.
Bis 2007 veröffentlichte Lucy Kaplansky weitere vier Alben, die ihre enorme Songwriter-Qualitäten deutlich zeigen. Sie schreibt und singt einfühlsam über ganz persönliche Dinge wie die Adoption ihrer Tochter, den Tod ihres Vaters oder die Geschichte ihrer Familie. Eine Stimme, der man gerne zuhört und Songs mit Tiefgang – eine gute Mischung.