Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!





Mittwoch, 9. November 2011

Anna Depenbusch


Anna Depenbusch ist eine deutsche Musikerin. Sie wurde 1977 in Hamburg geboren. Schon als Kind stand für sie fest, dass sie Musikerin werden will. So stand sie als Zehnjährige im Rahmen der Schul-Big Band erstmals auf einer Bühne
Nach dem Abitur war Anna in verschiedensten Formationen als Backgroundsängerin tätig. Engagement reihte sich an Engagement und als die Strapazen zu groß wurden, zog sie sich für drei Monate nach Island zurück. Dort fand sie Ruhe und Erholung und konnte an eigenen Liedern arbeiten.
2005 veröffentlichte Anna Depenbusch ihr Debütalbum Ins Gesicht und konnte damit einen Achtungserfolg verbuchen.
Es folgten Kollaborationen mit anderen Künstlern, u.a. unter dem Namen Anastasica in der Electronic-Formation Max Melvin. Neben Engagements als Chor-Sängerin bei der Pop-Band Orange Blue spielte sie als Ella Larsson "Lara's Song" für eine Werbekampagne der Telekom ein. Ihr unter eigenem Namen veröffentlichter Titel Heimat erhielt 2009 den Deutschen Musikautorenpreis im Bereich Nachwuchs.
Doch finanziell stand es bei Anna oft nicht zum Besten. Um ihr Auskommen zu sichern, jobbte sie u. a. als Fahrerin von Gemüse-Lastern. Doch in vorderster Linie stand nach wie vor die Musik. Zwei Jahre arbeitete die Sängerin an Songs für ein neues Album.
Das Label 105 Music (Annett Louisan, Stefan Gwildis, Ina Müller) zeigte sich interessiert, und ließ sich von ihren Qualitäten überzeugen. Im Januar 2011 erschien das Album Die Mathematik Der Anna Depenbusch. Der Titel ist eine Anlehnung an das Buch "Die Mathematik Der Nina Gluckstein" von Esther Vilar, das auf Anna als Teenager einen nachhaltigen Eindruck hinterließ
Die Musikerin legt sich stilistisch nicht fest. Sie experimentiert mit unterschiedlichsten Sounds und Genres. So finden auf dem Album neben Pop auch Jazz, Chanson, Blues, Country und Disco-Beats ihren Platz.
Das Album wird zum Überraschungserfolg und Anna Depenbusch als neue Pop-Chansonsängerin gefeiert. Auf einer vierwöchigen Tournee durch Deutschland überzeugt Anna das Publikum mit ihrer hintergründigen Fröhlichkeit.
Im Herbst 2011 erscheint Die Mathematik der Anna Depenbusch In Schwarz-Weiss, eine Neuauflage des vorigen Albums, allerdings nur mit Klavier eingespielt. Es zeigt sich, dass die so bunten Lieder auch in kleinem Rahmen ihren Reiz entfalten.
Seit ich das Lied Tim liebt Tina zum ersten Mal gehört habe, bin ich Anna Depenbusch verfallen. Diese Mischung aus fröhlicher Musik und hintergründigen, manchmal fast bösen, Texten ist einfach wunderbar.




www.annadepenbusch.de                








                                                                            





                                                                 

Dienstag, 8. November 2011

Garrison Starr


Garrison Starr ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1975 in Hernando/Mississippi als Julia Garrison Starr geboren. Von ihrem musikbegeisterten Vater beeinflusst, lernte sie Gitarre spielen. Ihre Vorbilder waren weibliche Musikgruppen wie die Bangles  und die Indigo Girls. Garrison Starr selbst: „Ich würde sagen, Emily Saliers(Indigo Girls) Gitarre spielen zu sehen, war wahrscheinlich die erste richtige Inspiration, die ich hatte.“
Ihren Vorbildern nacheifernd gründete die junge Musikerin zusammen mit einer Freundin ein Duo namens Gracie und Garrison . Die beiden spielten auf Partys und in der Kirche. 1993 nahm Garrison Starr ein erstes Independent-Album auf, Pinwheels.
Nach der High School besuchte Garrison für etwas mehr als ein Jahr die University Of Mississippi und belegte Englisch als Hauptfach. Die Musik war jedoch wesentlich wichtiger als das Studium. Sie spielte in Clubs, mal allein, mal als Schlagzeugerin für eine lokale Band. 1995 verarbeitete sie ihre - nicht immer angenehmen - Erfahrungen an der Universität in der EP Stupid Girl.
Daraufhin erhielt Garrison Starr einen Vertrag bei dem Major-Label Geffen Records. Das Album Eighteen Over Me erschien 1997.Es enthielt den bis dato erfolgreichsten Song Superhero. Obwohl sie für das Album gute Kritiken erhielt und sich eine kleine Anhängerschar erarbeitete, war sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Sie empfand ihren eigenen Einfluss auf das Album als zu gering. Nach Auftritten beim Festival Lilith Fair, verließ sie Geffen Records und ging nach Los Angeles.
Erst fünf Jahre später 2002 veröffentlichte die Musikerin ihr nächstes Album Songs From Take Off To Landing. 2004 folgte Airstreams And Satellites. Auf diesem Album gab es mit dem Song Inside Out den ersten Hinweis auf ihr Lesbischsein. In der folgenden Zeit tourte Garrison Starr mit Melissa Etheridge, Melissa Ferrick und Mary Chapin Carpenter.
2005 ging sie nach Nashville und veröffentlichte dort 2006 das Album The Sound Of You And Me. Danach war Garrison Star viel unterwegs. Sie hatte Auftritte mit anderen Indie-Musikern und gründete 2008 eine Band namens Among The Oak & Ash.
Ihr bis jetzt letztes Album Relive erschien 2010. Sie produziert und verkauft ihre CDs nun in Alleinregie und scheint damit glücklich zu sein. Garrison Starr ist eine unangepasste Musikerin, die ihren eigenen Weg geht. Auch wenn sie ohne die Macht einer großen Plattenfirma wohl nie zu den angesagten, populären Musikerinnen zählen wird, hat sie sich doch einen kleinen Mikrokosmos aufgebaut.



www.garrisonstarr.com 




                                                                    


                                                    






                                                                       






Montag, 7. November 2011

Bonnie Raitt


Bonnie Raitt ist eine amerikanische Rhythm-and-Blues-Sängerin und Gitarristin. Sie wurde 1949 in Burbank/Kalifornien geboren. Ihr Vater war der Broadway-Star John Raitt. Als Kind lernte Bonnie Gitarre zu spielen, interessierte sich sehr für den Blues und brachte sich selbst die Slide-Technik bei. Obwohl sie nicht beabsichtigte, eine Karriere im Musikgeschäft einzuschlagen, sang sie ab und zu Background für verschiedene Musikproduktionen. 1967 begann sie mit dem Studium der Afrikanistik an der Harvard University. Nach ihrem Abschluss wollte Bonnie Raitt als Entwicklungshelferin arbeiten.
An der Universität lernte sie Blues-Impresario Dick Waterman kennen und freundete sich mit ihm an. Schon bald war sie festes Mitglied seines Kreises von Musikern und fand sich recht schnell in einer Karriere als Sängerin und Gitarristin wieder. Sie trat regelmäßig in den Blues-und Folk-Clubs Bostons auf und spielte mit Musikern wie Howlin' Wolf und Sippie Wallace.
1970 wurde Bonnie Raitt von Warner Bros. unter Vertrag genommen und 1971 entstand ihr Debütalbum Bonnie Raitt. Die Fachpresse war begeistert und feierte sie als neue Bluesrock-Queen. Man war angetan von ihrer Stimme und ihrer herausragenden Gitarrentechnik. Der kommerzielle Erfolg blieb der Musikerin allerdings versagt, erst das 1977 veröffentlichte sechste Album Sweet Forgiveness erreichte ein größeres Publikum und hatte mit der Single Runaway einen Hit.
1979 war Bonnie Raitt Mitorganisatorin eines aufwendigen Konzerts für Musicians United for Safe Energy (M.U.S.E.) im New Yorker Madison Square Garden, an dem sich u.a. Bruce Springsteen, die Doobie Brothers, James Taylor und Jackson Browne beteiligten. Im Laufe der Zeit setzte sich die Musikerin immer wieder für politische Belange ein. So kämpfte sie aktiv gegen Atomwaffen und gegen die Apartheid und engagierte sich für die Rechte der Frauen und der Indianer. Als bekennende Pazifistin und Demokratin kritisierte sie als eine der wenigen Prominenten Präsident George Bush öffentlich.
1983 kündigte Warner Bros. aus Unzufriedenheit mit den Verkaufszahlen den Vertrag mit Bonnie Raitt. Die Künstlerin, unter Drogen und Alkoholproblemen leidend, zog sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück.
Wieder genesen, gelang ihr ein Comeback, als sie 1987 zusammen mit K.D. Lang und Jennifer Warnes den Background-Chor bei einer Roy-Orbison-Hommage im Fernsehen stellte und dabei herausragende Kritiken erhielt. Sie bekam einen neuen Vertrag bei Capitol Records und veröffentlichte 1989 ihr zehntes Album Nick Of Time. Mit diesem Album begann der zweite sehr erfolgreiche Teil der Karriere Bonnie Raitts. Nick Of Time verkaufte sich über sechs Millionen Mal und erreichte den Platz 1 der amerikanischen Charts. Die Musikerin erhielt außerdem noch vier Grammys. Der Nachfolger Luck Of The Draw (1991) war mit acht Millionen verkaufter CD's noch erfolgreicher. Für das 1994 entstandene Album Longing In Their Hearts konnte sie einen weiteren Grammy mit nach Hause nehmen.
Nach der Jahrtausendwende veröffentlichte Bonnie Raitt sporadisch neue Alben, die zwar nicht mehr so erfolgreich wurden, qualitativ aber weiterhin von allererster Güte waren.
Mit ihren seit 1989 entstandenen Alben erfuhr die Musikerin endlich die Anerkennung, die ihr so lange versagt worden war.
An Bonnie Raitt finde ich so beeindruckend, dass sie nicht nur eine tolle Sängerin, sondern auch eine hervorragende Slide-Gitarristin ist. Sie ist in diesem Fach die einzige Frau weit und breit und muss sich hinter ihren männlichen Kollegen nicht verstecken. Hut ab! Außerdem ist mit Luck Of The Draw eine meiner absoluten Lieblings-CDs von ihr.











                                                                                    





                                                                                 

Freitag, 4. November 2011

Michelle Branch


Michelle Branch ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1983 in Flagstaff/Arizona geboren. Als Kind erhielt sie Gesangs- und Gitarrenunterricht und schrieb bereits mit 14 Jahren ihren ersten Song.
Ihre Eltern unterstützten sie in ihrem Bestreben, eine Musikkarriere einzuschlagen und so durfte sie die letzten beiden Jahre der Highschool als Heimunterricht absolvieren. Nebenbei hatte sie Auftritte in kleineren Clubs. Die Eltern finanzierten Michelle auch die Produktion des Independent-Albums Broken Bracelets 1998. Das Album enthielt ausschließlich selbst geschriebene Songs.
1999 veröffentlichte die junge Musikerin zwei ihrer Songs auf der Rolling Stone Website und die Musik-Industrie wurde aufmerksam. 2001 unterzeichnete sie einen Plattenvertrag bei Maverick Records. Im selben Jahr erschien das Album The Spirit Room, das mit der Single Everywhere sofort einen Hit lieferte. Das Album verkaufte sich in den USA über zwei Millionen Mal. In den amerikanischen Medien wurde Michelle Branch als Gegenentwurf zu den stylischen Music-Girls Britney Spears und Christina Aguilera gesehen – spontan, natürlich, talentiert.
2002 sang sie The Games Of Love, ein Duett mit Carlos Santana. Der Song wurde mit einem Grammy als bestes Pop-Duett prämiert. Im gleichen Jahr wurde das Album Paper Hotel veröffentlicht und schaffte es bis auf Platz zwei der US-Charts.
2006 gründete Michelle Branch zusammen mit ihrer Freundin und Kollegin Jessica Harp das Country-Pop-Duo The Wreckers. Die beiden produzierten das erfolgreiche Album Stand Still – Look Pretty bevor sie sich 2007 wieder trennten.
2010 veröffentliche die Sängerin die EP Everything Comes And Goes mit sechs Songs.
Für 2012 wird die neue CD West Coast Time erwartet.










                                                                      




                                                                                               

Donnerstag, 3. November 2011

Beth Hart


Beth Hart ist eine amerikanische Rock-Musikerin. Sie wurde 1972 in Los Angeles geboren. Sie erhielt ab dem fünften Lebensjahr Klavierunterricht, interessierte sich mit zunehmendem Alter aber mehr für Soul und Rock. Sie studierte Cello und Gesang an der Los Angeles High School Of Performing Arts, schloss das Studium aber nicht ab.
Das erste Album Beth Hart and the Oceans of Soul (1993) blieb weitgehend unbeachtet. Trotz größter Probleme wegen Alkohol und Drogen gründete die Musikerin mit drei Kollegen die Beth Hart Band. Bei den Aufnahmen des Albums Immortal (1996) war sie bereits stark abhängig. Der Song Summer Is Gone wurde zum ersten kleinen Hit für das Quartett.
Das folgende Album Screaming For My Supper (1999) war der endgültige Durchbruch für Beth Hart. Die Singleauskopplung LA-Song avancierte in den USA zum Alternative-Hit. Zur selben Zeit nahm sie das Angebot an, in einer Theaterproduktion Janis Joplin zu verkörpern. Die Anstrengungen in Proben und Aufführungen in Verbindungen mit der Arbeit an der Karriere als Sängerin endeten für Beth Hart im Desaster: Abhängig von aufputschenden Medikamenten fälschte sie Rezepte und landete schließlich im Gefängnis. Mit Hilfe ihres Managers und späteren Ehemannes Scott Gützkow gelang es der Musikerin, die Drogen- und Alkoholabhängigkeit zu überwinden und ihre Karriere aufs Neue in Gang zu bringen. 2003 erschien das Album Leave The Light On, auf dem sie ihre Drogensucht thematisierte.
Zwei weitere Alben festigen ihre Ruf als ausgezeichnete Songwriterin und Sängerin. Vor allem in Skandinavien und den Niederlanden hat Beth Hart eine große Anhängerschar. Ihre markante Stimme wird oft mit der von Melissa Etheridge oder Janis Joplin verglichen. Ihr Gesangstil weist dennoch weit mehr auf Robert Plant von Led Zeppelin und vielleicht noch Roger Chapman, ähnlich auffällig ist ihr Stimmklang bis hin zum markanten Vibrato, ähnlich exaltiert und sexuell aufgeladen ihr Gebaren auf der Bühne.
Im Herbst 2011 erscheint das Album Don't Explain, dass die Musikerin zusammen mit dem bekannten Blues-Gitarristen Joe Bonamassa aufgenommen hat. Das Album enthält Cover-Versionen von Songs von Aretha Franklin, Ray Charles, Billie Holiday und anderen.
Seit ich zum ersten Mal Summer Is Gone gehört habe bin ich von Beth Harts Stimme begeistert. So viel Blues besitzt keine andere Sängerin. Hört euch das aktuelle Album an und ihr versteht, was ich meine.




www.bethhart.com 






                                                            




                                                                           

Mittwoch, 2. November 2011

Heather Peace


Heather Peace ist eine englische Singer-Songwriterin und Schauspielerin. Sie wurde 1975 in Bradford/Yorkshire geboren. Mit sechs Jahren lernte sie Klavier Spielen und begann früh, eigene Songs zu schreiben. Ihr Hauptaugenmerk lag allerdings auf der Schauspielerei und so besuchte sie die Schauspielschule in Manchester. Diese bezahlte sie mit regelmäßigen Auftritten als Jazz-Sängerin in einer bekannten Gay-Bar in Manchester.
2000 hatte Heather Peace einen kleinen Chart-Erfolg mit ihrer Single The Rose, einem Bette Middler Cover. Doch der plötzliche Durchbruch als Schauspielerin ließ ihre Musik-Karriere in den Hintergrund treten. So wurde Heather zum TV-Star mit Serien wie London's Burning und Ultimate Force.
Erst ihre Rolle als Detective Sergeant Sam Murray in der BBC Serie Lip Service brachte sie der Musik wieder näher. Die lesbische Figur, der selbst offen lesbischen Schauspielerin, war überaus beliebt und die Anzahl der Fans wuchs enorm. Und die wollten mehr von ihr sehen und hören. So entschloss sich Heather 2010 zu einer Akustik-Tour durch kleine englische Clubs. Die Tour war ein voller Erfolg und die Künstlerin legte nach. Sie produzierte auf eigene Kosten eine Akustik-CD This Is Me und verkaufte sie auf ihrer Website. Im Frühjahr 2011 folgte eine weitere Tour, dieses Mal mit Band und in größeren Clubs. Auch diese Tour war restlos ausverkauft.
Im Moment ist Heather Peace wieder als Schauspielerin in der Serie Waterloo Road tätig. Nebenbei arbeitet sie an ihrem ersten Studioalbum, dass im Frühling 2012 veröffentlicht wird.
Ich mag Heather Peace einfach, sowohl als Schauspielerin (Team Sam), als auch als Musikerin und freue mich auf ihr Album und auf die zweite Staffel von Lip Service.




www.heatherpeace.com 



              


                                                           





   
                                                                     




                                                                            

Dienstag, 1. November 2011

Neuerscheinungen: Anna Ternheim - The Night Visitor

Am 28. Oktober 2011 wurde das neue Album von Anna Ternheim - The Night Visitor veröffentlicht. Es wurde in Nashville im Studio von Dave Ferguson (Johnny Cash) aufgenommen. Die Country-Anleihen halten sich allerdings in Grenzen. Nur bei dem wunderbaren Duett mit Ferguson The Longer The Waiting The Sweeter The Kiss und dem ebenso schönen Lorelie-Marie ist das Traditions-Umfeld spürbar. Ansonsten halten sich die Nashville-Musiker dezent im Hintergrund.
Insgesamt ist The Night Visitor ruhig und entspannt wie man es von Anna Ternheim kennt. Ich finde das Album aber vielseitiger und stimmungsvoller als seine Vorgänger. Die typische Melancholie blitzt hier und da auf, ist aber nicht durchgängig. Es gibt Songs wie Bow Your Head und Solitary Move, die beinahe mystisch wirken und dann auch klassische Folk-Stücke wie God Don't Know und Dearest Dear.
Als Anhänger akustischer Musik finde ich die Instrumentierung sehr angenehm. Neben der allgegenwärtigen Gitarre, hört man ab und zu ein Akkordeon und eine Geige und das wars auch schon. Über allem schwebt die Stimme Anna Ternheims, sanft und klar und lädt ein zum Nachdenken und Träumen. Die Musikerin selbst sagt: „Ich wollte diesem Album eine unmittelbare und zeitlose Qualität verpassen. Ich wollte, dass meine Stimme hervorsticht und dass die Instrumente wie Instrumente klingen.“
Das Album ist wieder ein Winter-Album, ohne depressiv zu sein. Ruhig, verträumt und angenehm. Die Verschmelzung amerikanischer Songwriter-Tradition mit nordischer Zurückhaltung ist durchaus gelungen.
Mein Hörtipp: God Don't Know und Walking Aimlessly




www.annaternheim.com





 


                                                                         

Montag, 31. Oktober 2011

Sia


Sia ist eine australische Sängerin. Sie wurde 1975 als Sia Furler in Adelaide geboren. Ihr Vater ist selbst Musiker und ihr Onkel ist Colin Haye von der Band Men At Work, eine Musik-Karriere war also beinahe vorprogrammiert.
Mit 17 Jahren begann sie als Sängerin in der Jazz-Funk Band Crisp. Die Band veröffentlichte zwei Alben und ab 1997 versuchte Sia ihr Glück als Solo-Künstlerin. Ihr Debütalbum Only See entstand in einer Garage. Wirklichen kommerziellen Erfolg erreichte sie erst, als sie nach Großbritannien ging und einen Vertrag bei Sony Music unterschrieb.
Im Jahr 2000 wurde Healing Is Difficult veröffentlicht. Die Musik bestand in einer Mischung aus Rhythm and Blues und Jazz. Sia verarbeitete darin den Tod ihres Freundes, der bei einem Autounfall ums Leben gekommen war.
Das Album erhielt gute Kritiken und verkaufte sich ganz passabel.
2004 folgte das Album Colour The Small One. Dieses war im Vergleich zum Vorgänger eher ruhig mit akustischen Instrumenten und ein wenig elektronischen Komponenten, was zu Vergleichen mit Dido und Sarah McLachlan führte. Die Singleauskopplung Breathe Me erlangte größere Bekanntheit, da dieser Track währen der langen Schlussszene von Six Feet Under, einer amerikanischen TV-Serie, zu hören ist. Im Laufe der Zeit wurde der Song in vielen anderen Serien verwendet.
Neben ihrer Solo-Karriere sang Sia auch mehrere Songs für die englische Band Zero 7 und tourte mit der Band durch Europa.
2008 erschien das Album Some People Have Real Problems, mit dem die Musikerin endlich auch in den USA erfolgreich war. Besonders mehrere Remix-Versionen einiger Songs waren überaus beliebt in der Dance-Szene. Sia arbeitete außerdem zusammen mit Christina Aguilera an deren Album Bionic und wurde als Co-Autorin des Songs Bound To You aus dem Film Burlesque für den Golden Globe nominiert.
2010 veröffentlichte Sia ihr Album We Are Born. Es ist der bis dahin größte Erfolg für die Künstlerin und wird in Australien mehrfach ausgezeichnet. Vor allem die Single Clap Your Hand erreicht die Charts in mehreren Ländern.
2011 erscheint die Single Titanium, die Sia zusammen mit David Guetta aufnahm und wird ein weltweiter Hit.



www.siamusic.net 







                                                                                 



                                                                                 

Freitag, 28. Oktober 2011

Carole King


Im heutigen Beitrag beschäftige ich mich mit einer der ganz großen alten Damen des Musikgeschäfts - Carole King.
Carole King ist eine amerikanische Singer-Songwriterin und Pianistin. Sie wurde 1942 in Brooklyn/NewYork als Carole Klein geboren. Mit vier Jahren erhielt sie Klavierunterricht und während ihrer Schulzeit begann sie mit dem Komponieren von Songs. Am College lernte sie ihren ersten Ehemann Gerry Goffin kennen. Mit ihm zusammen bildete sie eines der bedeutendsten Songschreiber-Duos der 60er Jahre. Carole King komponierte die Melodien und Goffin schrieb die Texte.
Es entstanden unzählige Hits, die zu Evergreens wurden. Ihren ersten Nummer-Eins-Hit hatte die 18-jährige Carole mit dem Song Will You Love Me Tomorrow, geschrieben für die schwarze Girlgroup The Shirelles. Weitere Hits waren u.a. The Locomotion (Little Eva), Take Good Care Of My Baby (Bobby Vee) und One Fine Day (The Chiffons).
Aufgrund des Vietnamkrieges und der pazifistischen Flowerpower-Hippie-Gegenbewegung entdeckte Carole King ihre Leidenschaft für die Ideale der Blumenkinder. Zusammen mit Legenden wie Bob Dylan, Donovan, Woody Guthrie und Pete Seeger lieh sie der Friedensbewegung ihre Stimme und wurde dadurch zum unüberhörbaren Sprachrohr einer ganzen Generation. In dieser Zeit zog sie von New York nach Los Angeles, wo sie ihren zweiten Mann Charles Larkey kennen lernte. Larkey ersetzte Goffin nicht nur als Ehemann, sondern auch als Songschreiber. Der erste Hit aus dieser Zusammenarbeit, (You Make Me Feel Like) A Natural Woman ging in der Version von Aretha Franklin 1967 um die Welt.
Durch den Zuspruch des Sängers James Taylor begann Carole King 1970 mit eigenen Bühnenauftritten und veröffentlichte ihr zwar von Kritikern gelobtes, aber sonst kaum beachtetes erstes Soloalbum Writer. Im Jahr darauf folgte mit Tapestry eines der erfolgreichsten Alben der Popmusik. Mit einem auf Jazz, Blues und Soul basierenden sanften Rock schuf Carole King einen eigenen Musikstil, der nachhaltigen Einfluss auf die Pop- und Rockmusik hatte. In den folgenden 30 Jahren verkauft sich Tapestry weltweit 22 Millionen mal und bleibt über 25 Jahre das bestverkaufte Album einer weiblichen Solo-Sängerin. Auf dem Album befinden sich Klassiker wie So Far Away, It’s Too Late, You've Got A Friend und Natural Woman. Die ausgekoppelte Single It's Too Late hielt sich 1971 fünf Wochen auf Platz 1 der US-Singlescharts.
An diesen Erfolg konnte Carole King zwar nicht mehr anschließen, trotzdem erreichten die folgenden Alben einmal Multi-Platin, zwei Mal Platin und sechs Mal Goldstatus. Anfang der 80er zog sie, inzwischen aus dritter Ehe verwitwet, in ein kleines Bergdorf in Idaho und engagierte sich in der Umweltschutzbewegung. Nach einer längeren musikalischen Pause bringt sie seit Ende der 80er Jahre in unregelmäßigen Abständen Neuerscheinungen auf den Markt, bei denen sie unter anderem von Musikern wie Eric Clapton und k.d. Lang unterstützt wird. Sie ist weiterhin als Songwriterin erfolgreich und schreibt z.B. für Mariah Carey und Celine Dion.
2010 feiert die Musikerin zusammen mit James Taylor große Erfolge mit ihrer Troubadour Reunion Tour. Die beiden konnten mehr als 700000 Karten für ihre Show verkaufen und waren damit eine der erfolgreichsten Shows des Jahres.
Carole King ist außerdem als Schauspielerin tätig und hatte in den 90ern große Erfolge am Broadway. Politisch setzt sie sich nach wie vor für die Linksliberalen und die Bürgerrechtsbewegung ein.
Im April 2012 werden die Memoiren der großen Musikerin erscheinen; der Titel – A Natural Woman.





www.caroleking.com   






                                                                                                                                                   




                                                                     

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Newcomerinnen: Alin Coen

 
Alin Coen ist eine deutsche Singer-Songwriterin, die mit ihren drei Kollegen die Alin Coen Band bildet. Sie wurde 1982 in Hamburg geboren. Alin ging 2003 nach Weimar, um dort Umweltschutztechnik zu studieren. Sie widmete sich doch eher ihrer Gitarre als dem Studium. Zusammen mit Architekturstudent Jan Frisch sowie den zwei Jazzstudenten Fabian Stevens und Philipp Martin gründete sie 2007 die Alin Coen Band.
Die vier vermischen in ihrem Musikstil Folk und Jazz und durften ihre Fähigkeiten im „Popcamp“, einem Meisterkurs des deutschen Musikrats, erweitern. Ende 2008 trat Alin Coen bei der Berliner Internet-Musiksendung TVNoir auf. Schnell wurden die Clips ihrer Songs zu den beliebtesten der Sendung und haben über die Zeit mehrere hunderttausend Views bei YouTube erzielt. 2009 war die Band als Vorgruppe für Jakob Dylan, Philipp Poisel und Regina Spektor aktiv.
Das Debütalbum Wer Bist Du? erschien 2010 auf ihrem eigenem Label Pflanz einen Baum. Die Songs sind zum größten Teil melancholisch und handeln vom Lieben und Loslassen. Alin Coen, die bilingual aufgewachsen ist, singt englisch und deutsch. Die Musikerin sieht sich als Teil der Alin Coen Band, tritt aber immer wieder auch solo auf.
Nach einer Tournee durch die deutschen Clubs, erhielt die Alin Coen Band den deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie Newcomer.
Beim Bundesvision Songcontest 2011 traten sie für Thüringen an und belegten den 12. Platz. Im September 2011 erschien die EP Einer Will Immer Mehr.
Ich habe Alin Coen solo zum ersten Mal bei Ina Müller gesehen und war sehr angetan. Sie hat eine prägnante Stimme und eine sehr intensive Art zu singen. Besonders schön finde ich die Songs Festhalten und Ich War Hier. Hört mal in die CD rein, sehr ruhig, aber auch sehr schön.




www.alincoen.com 







                                                                       






                                                                        

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Feist

Leslie Feist, als Künstlerin schlicht als Feist bekannt, ist eine kanadische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1976 in Amherst/Nova Scotia geboren. Ihre Eltern waren beide bildende Künstler und als Kind interessierte sich Feist für das Schreiben und sang im Schulchor. Mit 15 Jahren gründete sie eine Punkband, namens Placebo und fungierte als Leadsängerin. Die Band konnte einen Talent-Wettbewerb gewinnen und durfte als Vorgruppe der Ramones auftreten.
Ab 1995 spielte Feist für andere Musiker. Als Bassistin, Gitarristin oder Background-Sängerin. 1999 erschien ihr erstes Album Monarch und wurde ein großer Flop. Danach schlug sich die Künstlerin mit Nebenjobs durch bis sie wieder Arbeit bei befreundeten Musikern fand. Sie sang für Peaches, Chilly Gonzales und die kanadische Indie-Rock Band Broken Social Scene.
Aus einem Demo mit daheim aufgenommenen Songs entstand 2004 schließlich das Album Let It Die. Feist konnte endlich den erhofften Erfolg verzeichnen. Das Album gewann den Juno Award als Bestes Alternatives Album und zwei Songs schafften es in die englischen Singlecharts. Die nächsten zwei Jahre tourte Feist durch Nordamerika, Europa und Australien, um ihr Album zu promoten.
2006 versammelte die Musikerin ihre Freunde in Paris, um an einem neuen Album zu arbeiten. Bis heute sind diese Art Zusammenkünfte ganz typisch für Feist. Die Musiker halten zusammen und arbeiten mal für den einen, mal für den anderen. Die Kanadierin verteilt alle künstlerischen Aufgaben rund um ihre Musik an Freunde und Vertraute. So behält sie den Überblick und kann „ihre Ideen beschützen“.
2007 wurde das Album The Reminder veröffentlicht. Die Firma Apple fragte an, ob man das Video zu dem Song 1234 in einem Werbespot verwenden dürfe. Feist sagte zu, nachdem kein Sender ihr Video spielen wollte. Eine gute Entscheidung – nach der ersten Ausstrahlung der Werbung verdreifachten sich die Verkaufszahlen des Albums. Der Song 1234 erreichte die Top Ten in Großbritannien und den USA, ein seltenes Ereignis für Indie-Musiker. Im Zuge dieses Erfolges wurden Feist-Songs mehrfach in Filmen und TV-Serien verwendet.
Bei der Grammy-Verleihung 2008 war Feist in vier Kategorien nominiert und hatte auch einen Auftritt, konnte jedoch keine Trophäe gewinnen.
Nach einer Welttournee ließ sich die Musikerin viel Zeit für ein neues Album. Wieder hat sie ihre Freunde zusammen gerufen, dieses Mal in ihre Wahlheimat Kalifornien, um an ihren Songs zu arbeiten. Im Herbst 2011 erschien das aktuelle Album Metals, das wie die Vorgänger unterschiedlichste Klangwelten vermischt, im ersten Augenblick gewöhnungsbedürftig wirkt und doch wieder unter die Haut geht. Feist eben.


www.listentofeist.com





                                                    





                                                                   

Dienstag, 25. Oktober 2011

Katzenjammer


Katzenjammer ist eine Band aus Norwegen. Sie besteht aus Turid Jørgensen, Solveig Heilo, Marianne Sveen und Anne Marit Bergheim. Turid, Solveig und Anne Marit studierten zusammen in Oslo Musik und gründeten die Band 2005 zusammen mit Tuva Andersen. Nach deren Ausstieg wurde sie durch Marianne Sveen ersetzt. Der Name Katzenjammer geht auf den Comic The Katzenjammer Kids zurück, den die Musikerinnen als Kinder gern gelesen haben.
Der Musikstil der vier Musikerinnen, die zusammen etwa 30 Instrumente (u.a. Bass-Balalaika, Glockenspiel, Mundharmonika, Trompete, Ukulele, Banjo, Akkordeon und Mandoline) beherrschen, ist eine wilde Mischung aus Folk, Balkan, Marriachi-Sounds, Polka, Chanson, Country und Garagen-Rock. Die Frauen kennen keine Grenzen und entwickeln einen unberechenbaren Sound, der wie eine Melange aus The B-52's, den Leningrad Cowboys und den Dixie Chicks klingt.
Durch zahlreiche Live-Auftritte, die stets vor ekstatischer Lebensfreude sprühen, erspielten sich Katzenjammer eine schnell wachsende Fangemeinde. 2008 erschien das erste Album Le Pop. Es war in Norwegen sehr erfolgreich und wurde für den Norwegischen Grammy (Spellemannprisen) nominiert. In Deutschland wurde das Album 2009 veröffentlicht und erhielt auch hier gute Kritiken.
Die Band tourte beinahe unaufhörlich nicht nur in ihrer Heimat, sondern besonders viel auch in Deutschland. Die hiesigen Konzerte sind regelmäßig ausverkauft. Von einem Geheimtipp kann man schon lange nicht mehr sprechen. Auch in den USA wird man auf Katzenjammer aufmerksam. So spielte die Gruppe auf renommierten Festivals wie Bonnaroo und Lilith Fair.
2011 wird das zweite Album A Kiss Before You Go veröffentlicht. Zum ersten Mal wird eine Single auch von deutschen Radiosendern gespielt. I Will Dance entwickelt sich zum Hit und auch das Album erreicht die deutschen Top Ten. Der wilde und unverwechselbare Sound-Mix, den Solveig Heilo als „Folkpoprockbluegrasscircus mit Cowboy- und Indianermusik“ bezeichnet, hat seinen Platz im Musik-Geschäft gefunden.




www.katzenjammer.no 




                                                                                                    



                                                                          





                                                                                      

Montag, 24. Oktober 2011

Neuerscheinungen: Indigo Girls - Beauty Queen Sister


Ich habe natürlich immer ein Auge auf CD-Neuerscheinungen, vor allem im Bereich Musikfrauen. Deshalb habe ich beschlossen, eine Kolumne draus zu machen und interessante neue Produktionen, etwas näher vorzustellen.
Den Anfang machen die Indigo Girls mit ihrem neuen Album Beauty Queen Sister. Neutral zu bleiben fällt mir hier sehr schwer, denn die Indigo Girls sind meine absoluten Lieblings-Musikerinnen. Aber ich muss ja auch nicht neutral sein, ich teile euch einfach meine Meinung mit, gebe euch Informationen und könnt ihr selbst entscheiden, ob es euch gefällt, oder nicht.
Beauty Queen Sister ist das 14. Studioalbum der Indigo Girls. Es enthält 13 Songs, die alle in Nashville aufgenommen wurden. Amy und Emily haben sich hier wieder mit dem Produzenten Peter Collins zusammen getan, der schon die Alben Rites Of Passage (1992) und Swamp Ophelia (1993) produzierte. Nach über 20 Jahren im Musik-Geschäft schaffen es die beiden Musikerinnen einmal mehr, ihrem Stil treu zu bleiben und trotzdem offen für andere Einflüsse zu sein. So hört man auf Beauty Queen Sister keltisch-irische Klänge (Damo), jazzige Anleihen (Mariner Moonlighting) und auch ein Hauch Klassik (Yoke). Die überragende Gesangsleistung der Indigo Girls ist kein Geheimnis und doch erwähnenswert. Ihr Harmonie-Gesang ist einfach unvergleichlich und seit Jahren auf einem konstant hohen Niveau.
Als Aktivistinnen bekannt, setzen sich die beiden Frauen auch hier mit der Politik auseinander. So geht es in War Rugs um die Revolution in Ägypten. „Young Egypt seized the moment and brought that bastard down.“
Ich mochte und mag immer besonders die Balladen der Indigo Girls, meistens von Emily geschrieben und das neue Album enttäuscht mich hier nicht. Besonders schön finde ich Birthday Song, ein wunderbar ruhiges Lied, begleitet von Akustikgitarre und Piano und dazu Emilys tolle Stimme – eindeutig mein Favorit auf dieser Scheibe.
Insgesamt ist Beauty Queen Sister wieder ein gelungenes Album mit etlichen Highlights. Besonders hervorheben möchte ich Gone, Birthday Song, Able To Sing und Yoke. Dieses Album ist ein Muss für alle Fans und alle diejenigen, die gut produzierte Akustik-Musik und perfekten Harmonie-Gesang zu schätzen wissen.




www.indigogirls.com 






                                                                                                         









                                                                                                    

Freitag, 21. Oktober 2011

Kate Nash


Kate Nash ist eine englische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1987 in London geboren. Als Kind lernte sie Klavierspielen und belegte als Abschlussfach in der Schule Musik. An der BRIT School besuchte sie anschließend jedoch den Theater-Kurs. Trotz eines überdurchschnittlich guten Abschlusses wurde sie von der Schauspielschule Bristol abgelehnt. Kurzfristig beschloss Kate, sich wieder auf die Musik zu besinnen. Sie arbeitete an eigenen Songs und stand 2006 zum ersten Mal in einem Pub auf der Bühne.
Sie veröffentlichte mehrere Songs auf MySpace und ein kleines Label wurde auf sie aufmerksam. 2007 erschien dann die Doppelsingle Caroline's a Victim/Birds, die nur in begrenzter Stückzahl erhältlich war. Die zweite Single Foundations, dieses Mal bei einem Major-Label veröffentlicht, brachte schließlich den Durchbruch. Von allen Seiten völlig unerwartet schnellte der Song auf Platz 2 der Charts und hielt sich dort über Wochen. Das Debütalbum Made Of Bricks schaffte den Sprung an die Spitze der britischen Album-Charts. Ihr starker Londoner Dialekt und eine Art Sprechgesang wurden zu Kate Nashs Markenzeichen. Nach dem Rummel um ihre Person und einer anstrengenden Tour gönnte sich die junge Musikerin ein Jahr Pause, um wieder zu Kräften zu kommen.
2010 erschien ihr zweites Album My Best Friend Is You. Passend zu ihrer schillernden Persönlichkeit ist dieses Album bunt und phasenweise auch experimentell. Es mischen sich Sixty-Sounds mit Folk-Anklängen und dem typischen Indie-Rock zu einem sehr eigenen Musikstil. Kate Nashs Musik ist nicht durchschnittlich und teilweise auch gewöhnungsbedürftig, aber ich schätze den Mut und die Unabhängigkeit dieser jungen Frau. Sie selbst sagt dazu: "Oh ja, ich werde mich wahrscheinlich immer wie eine Außenseiterin fühlen, weil ich nun mal nicht in die klassische Sängerinnen-Schublade passe. Aber darüber mache ich mir ehrlich gesagt gar keine Gedanken. Das käme mir niemals in den Sinn! Ich habe die Dinge schon immer auf meine Art gemacht, und allein deshalb bin ich glücklich." Gut so!











                                                                                      





                                                                                              




                  
                                                                                     


Donnerstag, 20. Oktober 2011

Alanis Morissette


Alanis Morissette ist eine kanadisch-US-amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1974 in Ottawa geboren. Als Kind lernte sie Klavier spielen und trat in einer Kindersendung im Fernsehen auf. Ihre Gage investierte sie in ihre erste Single Fate Stay With Me. 1990 erhielt sie einen Plattenvertrag und ein Jahr später, also mit 16 Jahren, erschien ihr erstes Album Alanis. Der unbedarfte Dance-Pop war erfolgreich und das Album erhielt in Kanada Doppelplatin. Der Nachfolger Now Is The Time (1992) konnte nicht an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen und Alanis Morissette wurde von ihrem Label fallen gelassen.
Die junge Frau versuchte ihr Glück in Los Angeles und traf dort auf den Musiker und Produzenten Glen Ballard. Mit ihm schrieb sie die Songs für ihr erstes internationales Album.
Im Frühjahr 1995 nahm Madonna Alanis für ihr Maverick-Label unter Vertrag. Die Grande Dame des Pop meinte über die damals gerade einmal 21-Jährige: "Sie ist ein bisschen wie ich, als ich anfing: noch ein wenig unbeholfen, aber ungeheuer entschlossen. Alles um sie herum vibriert vor Spannung und Erwartung, so als ob nichts unmöglich wäre und es keine Grenzen gäbe."
Jagged Little Pill erschien schließlich 1995 und brauchte eine ganze Weile, um durchzustarten. Erst ein Auftritt bei den MTV Music Awards brachte den erwünschten Erfolg. Das Album mit der Single You Oughta Know verkaufte sich weltweit mehr als 30 Millionen Mal. Zusätzlich wurde Alanis Morissette mit vier Grammys (bestes Album, bestes Rock-Album, beste Sängerin und bester Song) ausgezeichnet.
Nach einer langen Welttournee und einer Erholungspause entstand 1998 das Album Supposed Former Infatuation Junkie. Die Songs waren hier weit weniger eingängig, teils sogar sperrig und das Album wurde nicht annähernd so erfolgreich wie der Vorgänger. Es enthielt aber zumindest den Top-Hit Thank U. Im selben Jahr schrieb Alanis Morissette außerdem den Song Uninvited für den Film Stadt der Engel und erhielt dafür wiederum zwei Grammys.
1999 wurde das sehr erfolgreiche MTV Unplugged-Album veröffentlicht.
Für das 2002 erschienene Album Under Rug Swept schrieb die Musikerin erstmals alle Songs allein und war auch für die Produktion verantwortlich.
Neben der Musik trat Alanis Morissette immer wieder auch als Schauspielerin in Erscheinung. Sie spielte in mehreren Serien ( Sex and the City, Nip/Tuck, Weeds) und dem Kinofilm Dogma mit.
Die Alben der folgenden Jahre verkaufen sich nur noch mittelmäßig. Der einstige Superstar-Status der Musikerin pendelt sich auf ein Mittelmaß ein. Das bisher letzte Werk Flavors Of Entanglement bringt eine musikalische Veränderung. Es geht mehr in Richtung elektronischer Musik. Die Fans können sich mit dieser Entwicklung nicht wirklich anfreunden und es wird ruhig um Alanis Morissette. Es bleibt abzuwarten, womit sie uns in Zukunft noch überrascht.