Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!





Montag, 5. März 2012

India.Arie



India.Arie ist eine amerikanische Musikerin. Sie wurde 1975 in Denver/Colorado als India Arie Simpson geboren. Ihr Vorname, India, nimmt Bezug auf die Nähe ihres Geburtstages, dem 3. Oktober, zu jenem Mahatma Gandhis, den 2. Oktober. Arie ist hergeleitet vom hebräischen Wort für Löwe. Ihre Eltern förderten schon früh das musikalische Talent ihrer Tochter. Sie erhielt Unterricht an Saxophon, Klarinette, Flügelhorn und Trompete. Auch der Gesang rückte immer mehr in den Mittelpunkt. "Als ich dann schließlich anfing zu singen, wurde meine Mutter zu meinem Mentor. Meine Mutter wuchs in Detroit auf, als Motown gerade neu war. Sie lehrte mich alles übers Singen und übers Songwriting. Meine ganze Familie unterstützte mich." Später kam die Gitarre als wichtigstes Instrument dazu. Nach der High School besuchte sie das Savannah College of Art and Design, wo sie die Fächer Musik und Schmuck-Design belegte. Vor Abschluss des College brach sie die Ausbildung ab, um sich ganz der Musik zu widmen.
India.Arie konnte sich einen Namen in der Musikszene Atlantas machen und hatte erste größere Auftritte beim Lilith Fair-Festival 1999. Im selben Jahr erhielt sie schließlich einen Vertrag bei Motown. Mit Beginn ihrer professionellen Karriere änderte sie die Schreibweise ihres Namens in India.Arie. Der Punkt soll, wie sie sagt, den Namen einprägsamer machen.
2001 erschien ihr Debüt-Album Acoustic Soul, das auf Anhieb zum Hit wurde. Doppel-Platin und sieben Grammy-Nominierungen waren Belege für den unerwarteten Erfolg. Die Musik, eine Mischung aus Soul und Blues mit Elementen aus dem Hip-Hop, befindet sich in der neuen Tadition des Nu Soul, ein Genre, das durch Musikerinnen wie Alicia Keys und Erykah Badu bekannt wurde.
Der Nachfolger Voyage To India (2002) stieg auf Platz 6 der Billboard-Charts ein und in den R'n'B-Charts erreichte das Werk die Spitzenposition. India.Arie erhielt einen Grammy für das beste R'n'B-Album, die Single Little Things trug ihr einen weiteren Grammy für die beste Urban/Alternative-Performance ein.
2006 erschien das Konzeptalbum Testimony: Vol. 1, Life & Relationship. Wie der Name schon sagt, beschäftigte sich India.Arie hier vor allem mit Gefühlen und privaten Erfahrungen. Der zweite Teil des Projekts Testimony wurde 2009 veröffentlicht. Auf Testimony: Vol. 2, Love & Politics setzte sich die Musikerin auch mit politischen Themen wie Rassismus, Aids oder Hunger in Afrika auseinander. Wichtig war für sie vor allem, einen eigenen Standpunkt zu finden, ohne ständig den Erwartungen der Medien genügen zu müssen.









                                                        


                                                                           

Freitag, 2. März 2012

Anouk



Anouk ist eine niederländische Rock-Sängerin. Sie wurde 1975 in Den Haag als Anouk Teeuwe geboren. Schon als Kind interessierte sie sich für Musik und als Teenager trat sie unter anderem im Cafe "De Pater" in Den Haag auf, wo sie nur positives Echo erhielt; der Grundstein ihrer Karriere war somit gelegt. 1993 wurde sie Backgroundsängerin der Soulband Shot Gun Wedding, bis sie 1994 ein Gesangsstudium am Rotterdams Conservatorium begann. Dieses Studium brach sie nach zwei Jahren ohne Abschluss ab.
Mit einer Vielzahl von Festivalauftritten überzeugte die charismatische Anouk schließlich auch die Manager der Plattenfirma Dino Music von ihren Qualitäten. So konnte sie 1996 im Vorprogramm von Golden Earring spielen. Barry Hay und George Kooyans von Golden Earring schrieben für Anouk das Lied Mood Indigo, das 1996 veröffentlicht wurde und der Sängerin erste Erfolge einbrachte.
1997 erschien das Debüt-Album Together Alone, das in den Niederlanden sehr erfolgreich war. Die Single-Auskopplung Nobody's Wife geriet zum großen Hit, auch in den europäischen Nachbarländern. Auch in Deutschland konnte sich das Album in den Charts platzieren. Anouk erhielt 1998 den Edison Award als beste niederländische Sängerin. Mit dem zweiten Album Urban Solitude (1999) kamen neben dem soliden Rock erstmals Einflüsse aus dem Ska, Funk und Hip-Hop hinzu.
In den Niederlanden ist Anouk ein Top-Star. Jedes ihrer inzwischen 11 Alben erreichte dort den Platz 1 Der Charts.








                                                         

                                                                   

Donnerstag, 1. März 2012

Beth Orton



Beth Orton ist eine englische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1970 in Dereham/Norfolk als Elizabeth Caroline Orton geboren. Mit 14 zog sie mit ihrer Mutter nach London. Als diese fünf Jahre später starb, ging Beth nach Thailand in ein Kloster, um über den Verlust hinwegzukommen.
Zunächst arbeitete sie in verschiedenen Jobs und versuchte sich später als Schauspielerin. Sie besuchte eine Schauspielschule und tourte mit einer Theatergruppe durch Großbritannien, Russland und die Ukraine. Zufällig lernte sie in einem Club William Orbit kennen, der sie dazu animierte, lieber zur Gitarre zu greifen und zu singen. Das war der Anfang einer fruchtbaren Zusammenarbeit, die einerseits zu einem Beitrag Beth Ortons auf Orbits 93er Album Cargo III führte, andererseits zu ihrem Debüt SuperPinkyMandy, das im selben Jahr in einer limitierten Auflage in Japan erschien. Große Aufmerksamkeit erregte sie damit nicht, jedoch machte sie das Label Heavenly auf sich aufmerksam, das sie mit den Dust Brothers in Verbindung brachte. Zwei Jahre später sang sie das Lied Alive Alone auf Exit Planet Dust, das Debüt der mittlerweile umbenannten Chemical Brothers.
1996 erschien mit Trailer Park Beth Ortons erstes Album in Großbritannien. Ihre Mischung aus Akustikgitarre, zerbrechlicher Stimme und elektronischen Klängen führte die Kritiker dazu, das Genre Trip Folk ins Leben zu rufen.
Aber erst mit dem Album Central Reservations (1999) gelang ihr der Durchbruch. In den USA verkaufte es sich eine halbe Million mal, zudem spielte sie auf dem Lilith Fair-Festival und im Vorprogramm von Beck. 2000 gewann sie die Auszeichnung als beste britische Künstlerin bei den Brit Awards.
2002 veröffentlichte die Musikerin das Album Daybreaker, das zu ihrem bis dato erfolgreichsten Album wurde. Die Mischung aus Electronica, Pop-Songs und Akustik-Balladen erreichte viele Hörer und bekam ausgezeichnete Kritiken.
Nach einem Best-Of-Album erschien 2006 Comfort Of Strangers. Hier entfernte sich die Künstlerin von ihrem elektronischen Sound und setzte mehr auf reinen Folk.
Nach einer langen Pause vor allem wegen der Geburt ihrer Tochter, arbeitet Beth Orton an einem neuen Album, das in diesem Jahr erscheinen soll.







                                                       



                                                        

Mittwoch, 29. Februar 2012

Belle's little corner



An dieser Stelle möchte ich allen Lesern/innen ein Blog besonders ans Herz legen. Belle's little corner ist ein Blog aus der Schweiz, das sich mit Frauen und Musik beschäftigt, ähnlich meinem, nur auf Englisch.
Außerdem befasst sich Belle mit Film und Fernsehen. Das Blog sieht gut aus, ist hochaktuell und sehr vielseitig.
Die letzten Posts waren: Tanita Tikaram, Kate Bush, Rickie Lee Jones, Meryl Streep, Björk, Jane Monheit und Rosanne Cash.
Ihr merkt schon: Ich bin begeistert! Wenn Englisch für euch kein Problem ist, schaut doch mal rein! Es lohnt sich!





                                                www.my.opera.com/belleandblue/blog/

Dienstag, 28. Februar 2012

Joan Armatrading

Joan Armatrading ist eine englische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1950 in Basseterre/Saint Kitts geboren. Mit acht Jahren zogen ihre Eltern mit den Kindern nach Birmingham. Joan lernte zuerst Klavier und brachte sich später selbst das Gitarre spielen bei. Mit 15 verließ sie die Schule, um ihre Familie zu unterstützen, mit 16 trat sie zum ersten Mal öffentlich auf. Sie spielte vor allem eigene Songs. Der Startschuss für eine Musik-Karriere war gefallen.
1972 erschien das Debüt-Album Whatever's For Us, das jedoch kein kommerzieller Erfolg wurde. Joan Armatrading war von Anfang an mehr eine Album-Künstlerin. Single-Hits blieben Mangelware. Ihre Musik ist eine breit gefächerte Mischung aus Rock, Reggae, Rhythm & Blues, Country und Jazz. Die Musikerin singt in ihren Songs von verletzten Gefühlen, zerbrochenen Beziehungen, Einsamkeit und Leere – doch ohne Selbstmitleid, manchmal in fast neutraler Anteilnahme. Ihre kehlige Stimme zeugt von Stärke und Selbstbewusstsein, und dennoch besitzen ihre Songs eine beinahe spielerische extravagante Rhythmik.
Nach außen hin gab sich Joan Armatrading immer zurückhaltend und kühl. Ihr Privatleben hielt sie absolut verschlossen. Für die Vermarktung im Musik-Business war das sicherlich nicht von Vorteil. Viele Kritiker hielten sie für zu glatt und verkopft. Unter Kollegen war sie jedoch immer hoch angesehen und viele bekannte Musiker wirkten bei ihren Alben mit. Ihre herausragenden Fähigkeiten an der Gitarre sind unumstritten.
Bis heute veröffentlicht die Künstlerin weiterhin ihre Musik – in diesem Jahr 2012 wird ein neues Album erwartet. Für mich lebt Joan Armatrading in Songs wie Willow, Love And Affection, The Weakness In Me oder Drop The Pilot – absolute Meilensteine der Musik.







                                                                       



                                                             





Montag, 27. Februar 2012

Natalia Zukerman

Natalia Zukerman ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde als Tochter des Violinisten und Dirigenten Pinchas Zukerman und der Flötistin Eugenia Zukerman in New York geboren. Ihre Schwester Arianna Zukerman ist Opernsängerin.
Derartig musikalisch vorbelastet, sucht sich Natalia ihren eigenen Weg und findet ihn in Folk, Bluegrass, Country und Americana. Sie spielt Gitarre, Banjo und Dobro und als Vorbilder nennt sie Joni MitchellAni Difranco und Bonnie Raitt. Neben der Musik betätigt sie sich auch als bildende Künstlerin, ihre Spezialität sind Wandmalereien.
2001 erscheint ihr erstes Album Mortal Child. Es folgen drei weitere unabhängig produzierte Alben. Ihr aktuelles Album Gas Station Roses erscheint 2011. Es enthält Songs mit unterschiedlichsten musikalischen Elementen. Rock ist hier ebenso zu finden wie Folk, Bluegrass und Pop.
Natalia Zukerman ist eine sehr interessante Musikerin, die durch die Vielfalt ihrer Songs und vor allem durch ihre enorme Kunstfertigkeit an diversen Saiteninstrumenten glänzt. 




www.nataliazukerman.com 




                                        
                                                                                        

Freitag, 24. Februar 2012

Amy Speace



Amy Speace ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1968 in Baltimore/Pennsylvania geboren. Als Kind lernte sie Klavier, später kamen noch Klarinette und das Saxophon dazu. Als Erwachsene galt ihr Interesse in erster Linie dem Schauspiel. Sie spielte auf der Studenten-Bühne am Amherst College und wurde nach ihrem Abschluss Mitglied der National Shakespeare Company.
Amy Speace spielte am Broadway, in mehreren Independent-Filmen und leitete eine eigene Theatergruppe. Für diese schrieb sie auch Stücke und fungierte als Regisseurin. Nach einer schmerzhaften Trennung begann sie, erste eigene Songs zu schreiben und kam auf den Geschmack. Sie trat als Teil eines weiblichen Duos in der New Yorker Gegend auf. Später wagte sie den Schritt zur Solo-Künstlerin. 2002 veröffentlichte sie ihr erstes Album Fable auf ihrem eigenen Label Twangirl. Sie entschloss sich, ihre Schauspiel-Karriere ganz an den Nagel zu hängen und tourte fortan als Musikerin durch Clubs und Cafés. Einer dieser Auftritte erregte die Aufmerksamkeit eines Produzenten und Amy Speace erhielt einen Vertrag bei Wildflower Records. 2006 erschien Songs For Bright Street. Das Album erhielt gute Kritiken und konnte sich monatelang in den Americana- und Folk-Charts halten.
Unter dem Eindruck der Trennung von ihrem Mann entstand 2009 das Album The Killer In Me. Die Musikerin schloss sich in einer Hütte im Wald ein und verarbeitete ihren Schmerz mit Songwriting. Demzufolge ist das Album auch ein wenig düster und emotional, aber oft ist es ja gerade diese Musik, die einem unter die Haut geht. Amy Speace ist sich durchaus bewusst, dass ihre Musik nicht wirklich radiotauglich ist, für sie ist wichtiger, dass die Musik ihr entspricht, ehrlich ist und sie stolz darauf sein kann.
2011 erschien ihr aktuelles Album Land Like A Bird.






        

                                                  




                                                                            





Donnerstag, 23. Februar 2012

PJ Harvey



PJ Harvey ist eine englische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1969 als Polly Jean Harvey in Yeovil/Somerset geboren. Sie wuchs bei Hippie-Eltern auf, die sie mit Jazz und Blues, aber auch mit Jimi Hendrix und Captain Beefheart bekannt machten. Als Jugendliche lernte sie Saxophon, später auch Gitarre. Als Teenager begann sie, in Bands zu spielen, unter anderem bei Automatic Dlamini an der Seite von John Parish.
1991 tat sie sich mit Rob Ellis am Schlagzeug und Ian Olliver am Bass zusammen. Der Fokus lag aber eindeutig auf der Sängerin mit der Gitarre, wie der Bandname, ihr eigener, zeigte. Für die Alben Dry (1992) und Rid Of Me (1993) hagelte es zwar Lob und Preisnominierungen, doch anschließend musste PJ ihren eigenen Weg gehen, da Ellis und Olliver sie verließen.
1995 erschien ihr Album To Bring You My Love, welches John Parish und Flood produzierten. To Bring You My Love entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Independentalben. Die Musikerin spielte hier fast alle Instrumente selbst. Für Is This Desire? (1998) nahm sie dagegen wieder die Hilfe einiger langjähriger musikalischer Begleiter in Anspruch. Dazwischen arbeitete sie mit John Parish an der EP Dance Hall At Louse Point (1996).
Die Nachricht, dass Stories From The City, Stories From The Sea (1999) den renommierten Mercury Music Prize erhält, erreichte die Musikerin ausgerechnet am 11. September 2001 in Washington D.C., wo sie im Rahmen einer US-Tournee Station machte. An dem Tag des verheerenden Anschlags wirkte solche Ehrung doch sehr nebensächlich, und so konnte PJ Harvey auch keine Freude zu Protokoll geben, sondern nur Entsetzen: "I can genuinely say I'm absolutely shocked."
Die Musikerin, die nicht viele Konzerte gibt, ist eine Art Paradiesvogel in ihrem Metier. Mit roten Pumps und knappem Kleid steht sie auf der Bühne und spielt ihre ganz eigene Musik. Sie sucht ständig nach Neuem: „A new sound that I hadn't heard before. A new kind of music". So hat PJ Harvey Mit dem 2007 erschienenen, höchst elegischen Album White Chalk auf den Einsatz der bis dahin meist dominierenden E-Gitarre verzichtet. Stattdessen ließ sie sich ausschließlich von akustischen Instrumenten – vorwiegend dem Piano – begleiten und präsentierte sich auch stimmlich meist eine Tonlage höher.
Im Februar 2011 erschien ihr bisher letztes Album Let England Shake und die Musikerin erhielt dafür zum zweiten Mal den Mercury Music Prize.








                                                 


                                                               




Dienstag, 21. Februar 2012

Judith Holofernes (Wir sind Helden)



Judith Holofernes ist eine deutsche Musikerin, die vor allem als Sängerin und Gitarristin der Band Wir sind Helden bekannt ist. Sie wurde 1976 als Judith Holfelder in Berlin geboren. Ihr Künstlername spielt auf Holofernes an, einen General des babylonischen Königs Nebukadnezar, dessen Enthauptung durch die Hebräerin Judit im deuterokanonischen Buch Judit des biblischen Alten Testaments erzählt wird.
Mit sechs Jahren zog Judith Holofernes mit ihrer Mutter von Berlin nach Freiburg im Breisgau. Mit 14 verdiente sie dort Geld als Straßenmusikerin. Ein Sommerkurs an der Liverpool Institute for Performing Arts begeisterte sie derart, dass sie nach dem Abitur versuchte, dort einen Studienplatz zu bekommen. Das Vorhaben misslang und Judith ging nach Berlin und begann ein Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste. Nebenbei arbeitete sie weiter an ihren Songs und trat in Berliner Clubs auf. 1999 erschien das Album Kamikazeflieger in einer kleiner Auflage von 500 Stück. Richtigen kommerziellen Erfolg erreichte sie erst später.
Das änderte erst der Popkurs der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Im Sommer 2000 besuchte sie ihn für zweimal drei Wochen und fand Menschen, die mit ihr Musik machten. "Ich hab mich wie ein kleiner Terrier in Polas, Jean-Michels und Stefans Beine verbissen, am Ende waren wir eine Band."
Das Studium wurde abgebrochen und die Musikkarriere gestartet. Zusammen mit ihrem späteren Mann,dem Schlagzeuger Pola Roy, Jean-Michel Tourette (Gitarre,Keyboard) und Mark Tavassol (Bass,Gitarre) bildet Judith Holofernes die Band Wir sind Helden. Sie singt, spielt Gitarre und schreibt Texte für die Gruppe. Ihre konsum- und medienkritische Einstellung zeigt sich in vielen Texten. Bis heute hat Wir sind Helden fünf erfolgreiche Alben veröffentlicht. Einige Songs wurden zu Hits wie z.B. Denkmal, Gekommen um zu bleiben oder Nur ein Wort.
Trotz Heirat und der Geburt zweier Kinder ist Judith Holofernes nach wie vor sehr präsent. Ob sie mit den Helden auf der Bühne steht, ihrer Abneigung gegen die Bild-Zeitung deutlich Ausdruck verleiht oder als Moderatorin im Fernsehen eine Sendung über Musikerinnen präsentiert – sie ist immer sie selbst. Eine kluge, wortgewandte, politisch interessierte und sehr am Boden gebliebene Musikerin.








                                                                       



                                                      

Montag, 20. Februar 2012

Sarah Bettens



Sarah Bettens ist eine belgische Musikerin, die in den USA lebt. Sie wurde 1972 in Kapellen geboren. Zusammen mit ihrem Bruder bildet sie die Band K's Choice. Anfang der 1990er spielte Sarah mit ihrem Bruder Gert in der Amateurband The Basement Plugs. Bruder und Schwester wurden entdeckt und erhielten erste Plattenverträge angeboten. Unter dem Namen The Choice brachten sie ihr Debütalbum heraus. Später änderten sie den Namen in K's Choice. Bis 2003 entstanden drei erfolgreiche Studioalben. 2003 trennte sich die Gruppe, weil beide Geschwister Solo-Projekte verfolgen wollten.
Sarah Bettens Debüt-Album Scream erschien 2005. Bei den Aufnahmen dabei war Emily Saliers von den Indigo Girls, mit denen Sarah eine musikalische Freundschaft verbindet. Die rauchige, unverwechselbare Stimme ist das Markenzeichen der Belgierin. Ihre Songs reichen von akustischen Balladen bis hin zu durchaus heftigen Rocksongs. Sie hat eine breite lesbische Fanbase, seit sie sich 2002 geoutet hat. Auf Tourneen in Belgien spielt sie meist vor ausverkauften Häusern.
2007 wurde das Album Shine veröffentlicht. Das Album wurde von der flämischen Zeitung De Morgen in Zusammenarbeit mit Universal Music am 13. Oktober 2007 gratis mit der Zeitung in 120.000 Exemplaren veröffentlicht. Diese Aktion war ein außerordentlicher Erfolg, die Zeitung konnte 60.000 weitere Exemplare vertreiben.
2009 erschien Never Say Goodbye, ein Album, das vor allem aus Live-Aufnahmen und zwei Cover-Versionen (Cry Me A River von Julie London und I Can't Make You Love Me von Bonnie Raitt) besteht.
2010 hatten die Geschwister Bettens wieder Lust, zusammenzuarbeiten. Sie schrieben Songs und beschlossen, K's Choice wieder zu beleben. Seitdem ist Sarah Bettens Solo-Karriere auf Eis gelegt und sie widmet sich ausschließlich ihrer Band K's Choice.






      
                                                           





                                                                






Freitag, 17. Februar 2012

Laura Veirs



Laura Veirs ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1973 in Colorado Springs geboren. Als Jugendliche interessierte sie sich nicht besonders für Musik. 1992 begann sie ein Studium der Geologie und Sinologie am Carleton College in Minnesota. Erst dort begann sie Gitarre zu spielen und hatte erste Kontakte mit anderen Musikern. Sie gründete zusammen mit ein paar Freundinnen eine Punk-Band, die allerdings nicht lange Bestand hatte. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie als Übersetzerin für geologische Expeditionen in China. In dieser Zeit begann sie, sich für Folk- und Country-Musik zu interessieren und schrieb erste eigene Songs.
1999 nahm Laura Veirs in einer dreistündigen Live-Session ihr erstes, selbst-betiteltes Album auf. Es erschien - wie auch ihre zweite Platte The Triumphs And Travials Of Orphan Mae (2000) - im Eigenvertrieb und verkaufte sich hauptsächlich auf Konzerten. Die Frau mit der markanten Brille entwickelt im Laufe der Zeit ihren ganz eigenen zerbrechlichen Songwriter-Pop.
Zusammen mit dem Schlagzeuger und Produzenten Tucker Martine, der auch Laura Veirs Lebensgefährte ist, nimmt sie weitere fünf Alben auf. Die Kritiken sind durchwegs positiv und die Musikerin wächst langsam aus dem Underground heraus. 2010 gründet sie ihr eigenes Label Raven Marching Band, 2011 nimmt sie mit Tumble Bee in ihrem Wohnzimmer in Portland eine Sammlung an Kinderliedern auf, die sie ihrem 2010 geborenen Sohn Tennessee widmet.
Laura Veirs tourt regelmäßig durch Europa und Nordamerika und schreibt gerade an Songs für ein neues Album.








                                               
                                                        

Mittwoch, 15. Februar 2012

The Be Good Tanyas



The Be Good Tanyas sind eine kanadische alternative-country-Gruppe. Die Band besteht aus Frazey Ford (Gitarre, Gesang), Trish Klein (Gitarre, Banjo, Gesang) und Sam Parton (Gitarre, Mandoline, Banjo, Gesang).
Die Gruppe, benannt nach einem Song von Obo Martin (Be Good Tanya), gründete sich in den späten 90ern in Vancouver. Damals noch mit Folksängerin Jolie Holland, die sich später für eine Solo-Karriere entschied. Die Tanyas tourten zusammen durch Nordamerika und nahmen 2000 ihr Debüt-Album Blue Horse auf. Hier kombinierten sie Klassiker wie Oh! Susanna oder The Cuckoo mit selbstgeschriebenen Songs. Diese Mischung von alter Musik und neuen Elementen sollte eine typisches Merkmal für die Band werden. Das Trio besticht außerdem mit wunderbarem Harmonie-Gesang und hoher Kunst an den Instrumenten. Im Mittelpunkt steht meist Frazey Ford mit ihrem unverwechselbaren nuschelnden Gesang.
2003 folgte das zweite Album Chinatown und 2006 das das bisher letzte Album Hello Love. Ihre Songs wurden in TV-Serien wie The L-Word oder Weeds verwendet, was die Popularität der Band in den USA deutlich steigerte.
Die Musikerinnen sind neben den Be Good Tanyas auch in anderen Projekten involviert. Trish Klein bildet zusammen mit Alison Russell das Duo Po' Girl und Frazey Ford hat 2010 ihre erste Solo-CD veröffentlicht.
Im Moment liegt das Projekt The Be Good Tanyas auf Eis, was neue Produktionen angeht. Die Musikerinnen treten aber durchaus zusammen auf und haben gerade erst einige Live-Termine für 2012 bestätigt.






                                                                 



                                         


Dienstag, 14. Februar 2012

Grammy Verleihung 2012

Am 12 Februar 2012 wurden im Staples Center von Los Angeles die Grammy Awards 2012 verliehen. Zum 54. Mal gingen die Grammys, die wichtigsten US-amerikanischen Musikpreise, an Interpreten und Musikschaffende. Grund genug für mich, kurz zusammenzufassen, welche Musikfrauen in diesem Jahr ausgezeichnet wurden.
Überschattet wurde die Veranstaltung vom überraschenden Tod der Soul-Diva und mehrfachen Grammy-Gewinnerin Whitney Houston. Sie sollte eigentlich in der Show auftreten. Moderator LL Cool J fand am Anfang die richtigen Worte. Er gedachte der Sängerin mit einem Gebet und sagte: “Gott wir danken dir, dass du unsere Schwester Whitney Houston mit uns geteilt hast. Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie, bei ihrer Mutter und ihrer Tochter. Wir werden ihre Lieder für immer schätzen.“ Später am Abend singt Jennifer Hudson den Song, den wohl die meisten mit Whitney Houston in Verbindung bringen – I Will Always Love You.
Die große Gewinnerin des Abends war die britische Sängerin Adele, die Song, Single und Album des Jahres stellte und neben zwei Pop-Kategorien (beste Pop-Solodarbietung und bestes Pop-Album) auch noch für das Musikvideo zu Rolling In The Deep ausgezeichnet wurde. Sie erhielt damit alle sechs Grammys für die sie auch nominiert war. Etwas unbeholfen und später auch sehr emotional dankte sie ihren Produzenten und natürlich auch ihrer Mutter. Dass ihre Stimmband-Operation erfolgreich verlaufen ist, konnte sie auf der großen Bühne bestätigen. Sie sang ihren Hit Rolling In The Deep mit der gewohnt herausragenden Stimme. Ein toller Auftritt!
Eine weitere Gewinnerin war Taylor Swift, die zwei Grammys (beste Country-Solodarbietung und bester Country-Song) mit nach Hause nehmen durfte und damit alle männlichen Mit-Nominierten hinter sich lassen konnte. Auch sie brillierte mit einem sehr schönen Auftritt, der an die 20er Jahre erinnerte ohne den üblichen Country-Schmelz.
Zu den Highlights des Abends zählte für mich der Auftritt von Alicia Keys und Bonnie Raitt.
"Wir lieben Whitney und ihre Musik, doch wir möchten auch an Etta James erinnern", sagt Keys. Zu Ehren der Blues- und Soul-Sängerin, die vor zwei Wochen im Alter von 73 Jahren verstarb, covern die beiden den Song Sunday Kind of Love. Wie bei Whitney Houston hatte auch James' unstetes Privatleben, das durch gescheiterte Beziehungen und Drogenmissbrauch geprägt war, nie die Liebe ihrer Fans und die Verehrung der Kollegen beeinträchtigt.
Insgesamt war die 54. Grammy Verleihung eine eindrucksvolle Veranstaltung, die trotz der Trauer um Whitney Houston, einige spektakuläre Auftritte hatte und Adele zur uneingeschränkten Königin des Abends krönte.










Montag, 13. Februar 2012

Stevie Nicks

 

Stevie Nicks ist eine amerikanische Sängerin und Komponistin. Sie wurde 1948 in Phoenix/Arizona als Stephanie Lynn Nicks geboren. Ihr Großvater, ein Country-Sänger, brachte ihr als Kind das Singen bei und sang mit ihr Duette.
In der Highschool trat sie ihrer ersten Band bei und traf dort auch auf Lindsey Buckingham, dem sie jahrelang in einer persönlichen und musikalischen Partnerschaft verbunden war. Die beiden gründeten 1968 zusammen mit zwei Freunden die Band Fritz. Die Gruppe wurde in der Musikszene der Westküste relativ bekannt und spielte u.a. als Vorgruppe von Jimi Hendrix, Janis Joplin und Creedence Clearwater Revival. 1972 löste sich die Gruppe wieder auf. Ein 1973 erschienenes Album Buckingham Nicks war nicht von Erfolg gekrönt und die zwei Musiker suchten sich eine neues Betätigungsfeld und fanden es bei Fleetwood Mac. Ab 1974 waren sie Teil der Band und konnten zusammen große Erfolge feiern.
Stevie Nicks auffallende, rauchige Stimme und viele ihrer Kompositionen trugen wesentlich zum Erfolg von Fleetwood Mac bei und ihre feenhaften Outfits waren legendär. Anfang der 80er Jahre startete sie ihre Solokarriere, beteiligte sich aber weiterhin bis 1990 auch an Fleetwood-Mac-Projekten.
1981 wurde das erste Solo-Album Bella Donna veröffentlicht. Es wurde von Kritik und Publikum sehr positiv aufgenommen und erreichte sogar die Spitze der amerikanischen Charts. Auch der Nachfolger The Wild Heart (1983) wurde sehr erfolgreich, ebenso das 1985er Album Rock A Little.
Ende der achtziger bis weit in die neunziger Jahre stürzte Stevie Nicks in einen Tabletten- und Kokainsumpf. Aufgrund ihrer Krankheit zog sie sich oft für längere Phasen aus der Showbranche zurück und bekämpfte schließlich erfolgreich ihre Drogensucht. Die Alben The Other Side Of The Mirror (1989), Street Angel (1994) sowie Trouble In Shangri-La (2001) erreichten nicht mehr die Klasse früherer Jahre.
Auch wenn Stevie Nicks in Europa nicht so präsent ist wie daheim in den USA, war die Musikerin in ihrer langen Karriere nie abgemeldet. Jede ihrer Tourneen ist bis heute ausverkauft.
2011 meldet sie sich mit dem Album In Your Dreams zurück, kann allerdings damit nicht an ihre früheren Erfolge anknüpfen.
Ich verbinde mit Stevie Nicks Songs wie Stand Back, Talk To Me oder I Can't Wait - richtige Klassiker, die mit Sicherheit nicht vergessen werden. Außerdem hat sie einen meiner absoluten Lieblingssongs geschrieben – Landslide und dafür bin ich ihr bis heute dankbar.









                                                


                                                                              






Freitag, 10. Februar 2012

Lucy Kaplansky



Lucy Kaplansky ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1960 in Chicago geboren. Ihr Vater war der bekannte Mathematiker Irving Kaplansky, der auch ein ausgezeichneter Pianist war. Das Interesse für Musik hat sie wohl von ihm geerbt. Mit 18 Jahren zog sie nach New York, um dort eine Musikkarriere zu starten. Sie wurde Teil der Folk-Szene rund um Greenwich Village. Dort spielte sie u.a. mit Musikern wie Shawn ColvinSuzanne Vega und Richard Shindell.
1983 begann sie ein Studium der Psychologie, machte aber weiterhin nebenbei Musik. Als Teil eines Duos mit Shawn Colvin konnte sie sich einen Namen machen, doch als das Angebot einer Plattenfirma auf dem Tisch lag, entschied sie sich für die Psychologie. Sie eröffnete eine Privat-Praxis und arbeitete mehrere Jahre in einem New Yorker Krankenhaus. Lucy Kaplansky verlor jedoch nie ganz den Kontakt zur Musikszene und 1994 nahm sie schließlich ihr Debüt-Album The Tide auf und beendete ihre Laufbahn als Psychologin.
Sang sie auf ihrem ersten Album noch hauptsächlich Coverversionen von Songs anderer Musiker, so konzentrierte sie sich auf Flesh And Bone (1996) auf ihr eigenes Material. Durch zahlreiche Auftritte in Bars, Clubs und Cafés wurde sie im Laufe der Zeit eine gefragte Künstlerin. Sie arbeitete auch mit vielen Kollegen zusammen, die Lucy Kaplansky gerne als Background-Sängerin anheuerten.
1998 gründete sie mit Dar Williams und Richard Shindell die Folkgruppe Cry Cry Cry. Die drei nahmen eine CD auf und gingen zusammen auf Tournee bevor sich jeder wieder seiner Solo-Karriere widmete.
Bis 2007 veröffentlichte Lucy Kaplansky weitere vier Alben, die ihre enorme Songwriter-Qualitäten deutlich zeigen. Sie schreibt und singt einfühlsam über ganz persönliche Dinge wie die Adoption ihrer Tochter, den Tod ihres Vaters oder die Geschichte ihrer Familie. Eine Stimme, der man gerne zuhört und Songs mit Tiefgang – eine gute Mischung.




www.lucykaplansky.com