Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!





Freitag, 28. September 2012

Neuerscheinungen: Antje Duvekot - New Siberia



Am 18. September 2012 ist das dritte Studio-Album von Antje Duvekot New Siberia erschienen. Als Produzent fungierte – wie schon beim Vorgänger – Singer-Songwriter Richard Shindell.
Der Titel bezieht sich auf die Suche der Musikerin nach einem besseren Ort – nach einem neuen Sibirien. Wie auf dem Cover sehr schön dargestellt, sieht sich Antje Duvekot selbst als eine Frau mit einer großen Traurigkeit aber auch Schönheit in ihrem Inneren. Diese über allem schwebende Gefühlswelt schlägt sich deutlich in den 11 Songs des Albums nieder. Richard Shindell hat gut daran getan, sich weitestgehend als Produzent zurückzunehmen und die Musik für sich sprechen zu lassen. Zu persönlich, zu emotional sind die Titel, als dass man sie mit technischem Aufwand aufpolieren müsste.
Antje Duvekot ist mit New Siberia persönlicher als jemals zuvor. Sie stellt sich ihrer – teils schwierigen – Vergangenheit und verarbeitet sie in beeindruckenden, intensiven Songs.
So ist Phoenix ein Stück über ihre Mutter, das zu schreiben sie 20 Jahre gekostet hat. The Life Of A Princess beschäftigt sich mit den zerbrochenen Jungmädchen-Träumen über ein Leben als Musikerin und Glamorous Girl beschreibt das Gefühl, eine Außenseiterin in der Highschool zu sein.
Mit ihrer klaren Stimme, die stark wie nie die Intensität ihrer Musik bestimmt, nimmt uns Antje Duvekot mit zu den dunklen Orten ihres Lebens, ohne dabei hoffnungslos oder depressiv zu klingen. Sie zeigt vielmehr, dass es möglich ist, auch schwierige Phasen des Lebens zu überstehen und gestärkt daraus hervor zu gehen.
New Siberia ist ein wunderbares Album, moderner Folk auf höchstem Niveau für Menschen, die Musik als emotionales Erlebnis begreifen. Großartig!



Hörtipp: Phoenix, New Siberia, Sleepy Sea Of Indigo And Blue






                                                                       


                                                                                                   

Donnerstag, 27. September 2012

Barbara Clear


Barbara Clear ist eine deutsche Musikerin und Künstlerin. Sie wurde 1964 in Bad Homburg vor der Höhe als Barbara Klier geboren. Sie hat unmittelbar nach dem Abitur 1983 angefangen zu singen. Statt zu studieren ist sie sieben Jahre lange nachts Taxi gefahren, tagsüber komponierte sie.
Die ersten Konzerte gab sie auf Volksfesten und in verrauchten Kneipen hessischer Kleinstädte, bis Plattenfirmen aufmerksam wurden. Zu einem Vertrag ist es jedoch nie gekommen; sie habe alle Angebote abgelehnt, sagt sie.
Spätestens da wurde klar: Barbara Clear tickt nicht wie alle anderen. Sie ist nicht bereit Kompromisse einzugehen, vor allem, wenn es um ihre Musik geht. "Sie wollen dich in ihr Konzept pressen. Dann schmeißen sie eine CD auf den Markt und wenn es nicht sofort läuft, dann sitzt du in der Schublade und wartest darauf, dass der Vertrag ausläuft."
Also blieb die Künstlerin ihrem Weg treu und verbreitete ihre Musik allein, ohne Plattenfirma und ohne Manager. Sie spielte in kleinen Lokalen, Festzelten, Cafés, Clubs und auf auf Partys.
Im Jahr 2001 hatte sie die verrückte Idee, die Olympiahalle in München für ein Konzert zu mieten. Gesagt, getan, sie mietete die Halle auf eigenes Risiko und verbrachte die nächsten Jahre damit, Karten für das große Konzert zu verkaufen. Auf mehr als 220 kleinen Konzerten machte sie für sich Werbung und die Lawine kam ins Rollen. Die Presse wurde auf Barbara Clear aufmerksam und verfolgte interessiert ihre Bemühungen.
Würde es eine unbekannte Musikerin schaffen, die große Olympiahalle zumindest annähernd zu füllen?
Die Antwort lautete ja. Im April 2004 gab sie vor 8000 Menschen ihr erstes großes Konzert. Die Fachwelt war erstaunt. Barbara begeistert ihr Publikum, nur sie allein mit ihrer Gitarre. Ich selbst war auch bei diesem Konzert und kann nur sagen: Ein toller Auftritt mit Gänsehautgefühl.
Es folgten reihenweise Angebote von Plattenfirmen und Agenten, die die Künstlerin alle ablehnte. Stattdessen mietete sie auf ihrer Zwergenaufstand-Tour sechs der größten Hallen in Deutschland und versuchte sie zu füllen. Das Ergebnis war sehr unterschiedlich. Mal war die Halle fast leer, mal gut gefüllt. Insgesamt hat sie jedoch mit dieser Aktion bewiesen, dass es einem unabhängigen Künstler durchaus möglich ist, im heutigen Musikgeschehen zu überleben, mehr noch, viele Menschen zu erreichen und zu begeistern.
Nach diesen medienträchtigen Aktionen wurde es wieder ruhiger um Barbara Clear. Sie hatte weiterhin Auftritte in kleinen Locations und spielte auf ihrer Kulleraugen-Tour ohne Eintritt zu verlangen. Sie überließ es den Leuten selbst, wie viel sie geben wollten.
Aufmerksamkeit erlangte sie wiederum mit ihrem Widerstand gegen die GEMA. Sie strengte sogar eine Klage an gegen die, ihrer Meinung nach, ungerechten Gebühren. Die Klage ging, wie erwartet verloren.
Inzwischen hat Barbara Clear neben der Musik die bildende Kunst für sich entdeckt. Sie beginnt zu malen und ihre Musik, ihre Gedanken in Bilder umzusetzen und miteinander zu verbinden. Über Beamer-Projektionen integriert entstehen großformatige faszinierende Konzertshows.
Mit dem Begriff Kampfelfenland formuliert die Künstlerin ihre Philosophie vom nie endenden Widerstand gegen die kunst-feindlichen, kommerziell orientierten Organe der Musikindustrie.
Sie hat sich keinen leichten Weg ausgesucht, doch mit ganz viel kämpferischer Energie gesegnet, wird man wohl auch in Zukunft immer wieder von Barbara Clear hören. Alle Achtung vor dieser Frau!
                                                                                                   









                                                                    


Dienstag, 25. September 2012

Ellis



Ellis ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1976 als Ellis Bergeron in Liberty/Texas geboren. Schon früh mit dem Musikvirus infiziert, begann sie als Teenager eigene Songs zu schreiben und spielte in der Highschool in einer Rock-Band.
Mit 16 ging sie schließlich nach Minnesota, um ihre Musik-Karriere zu verfolgen. Sie nutzte jede Möglichkeit, aufzutreten, spielte in Clubs und Cafés. Ellis gründete sogar ein eigenes Label, um ihr Debüt-Album Soft Day 1996 zu veröffentlichen. Während ihrer College-Zeit in St. Olaf war sie Mitglied der Band Bobby Llama bis sie sich im Jahr 2000 wieder als Solo-Künstlerin auf den Weg machte.
Sie trat auf Frauenmusik- und Folk-Festivals auf und erweiterte durch zahlreiche Auftritte ihre Anhängerschar. Außerdem tourte sie mit arrivierten Künstlern wie Patty Larkin, Richard Shindell oder Cheryl Wheeler. Ihre warmherzige, humorvolle Art, ihr ausgefeiltes Songwriting und ihre schöne Stimme machen jedes Konzert zu einem intimen, intensiven Ereignis.
Ellis hat in ihrer Karriere bisher mehr als 40000 CDs unabhängig verkauft und etliche Auszeichnungen erhalten. Sie gehört zu den prominentesten Vertretern der Modern-Folk-Sparte.












                                                              

                                                                                          

Montag, 24. September 2012

Lenka


Lenka ist eine australische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1978 als Lenka Kripac in New South Wales geboren. "Meine Eltern waren Hippies und mein Vater baute ein Haus an der Südküste von New South Wales", erklärt sie. "Ich fühle mich mit diesem Teil der Welt wirklich immer noch sehr verbunden, obwohl ich schon mit sieben nach Sydney gezogen bin."
In der Großstadt sammelte Lenka schon als Teenager erste Erfahrungen als Schauspielerin, wurde von Cate Blanchett unterrichtet und erhielt in der Folge Hauptrollen in Theaterstücken, Fernsehproduktionen und Independent-Filmen. Daneben übernahm sie den Part der Sängerin/Keyboarderin bei der angesagten Indie-Electro-Ambient-Band Decoder Ring. Die Gruppe trennte sich 2007 nach drei Jahren.
Lenka beschloss, sich auf eine Solo-Karriere zu konzentrieren und zog dafür nach Los Angeles. Sie erhielt einen Plattenvertrag und 2008 veröffentlichte sie unter ihrem Künstlernamen Lenka ihr gleichnamiges Debütalbum. Das Album erschien 2009 auch in Deutschland. Mit ihrem fröhlichen Pop-Sound konnte die Musikerin ihr Publikum begeistern. Die Single-Auskopplung The Show wurde zum Radio-Hit.
2011 wurde das zweite Album Two veröffentlicht, konnte aber an den Erfolg des Vorgängers nicht anschließen. 









                                                                  



                                                                                        

Freitag, 21. September 2012

Neuerscheinungen: Pink - The Truth About Love



Nach einer vierjährigen Pause ist am 14.September 2012 das sechste Album von PinkThe Truth About Love – erschienen. Nach ihrer Babypause hatten etliche Fans befürchtet, dass das Mutterglück Pink zu weich oder nett werden ließ, doch die Lady vertreibt mit ihren 13 oder 17 (in der Deluxe Version) Songs alle diesbezüglichen Ängste: „Nun, auf dem Album sind definitiv keine Wiegenlieder zu hören, auch wenn ich mein Baby liebe! Es ist ein bunter Mix – viel Rock, Dance und jede Menge Spaß. Ihr könnt euch beim Hören der Platte die Klamotten vom Leib reißen, ganz viel Bier trinken und zur Musik tanzen.“
Inhaltlich beleuchtet Pink die verschiedenen Aspekte der Liebe: die dunklen, die hellen, die fröhlichen und die traurigen Seiten. Genauso unterschiedlich sind auch die Songs. Gleich mit dem ersten Titel Are We All We Are zeigt uns Pink mit einem Rock-Kracher, dass sie nichts verlernt hat. Try, eine Midtempo-Nummer mit hymnenhaften Elementen und Just Give Me A Reason, ein Duett mit Fun-Frontmann Nate Ruess zeigen die Wandelbarkeit der Musikerin. Für die überdrehten und schrägen Momente des Albums sorgen How Come You're Not Here und Slut Like You, das mit seinen Woohoos zum Mitgrölen animiert.
Ihre sanfte Seite zeigt Pink in Balladen wie Beam Me Up, einem wunderschönen Song mit Lagerfeuerstimmung und The Great Escape, einer klassischen Piano-Ballade.
Dass sich der Kauf der Deluxe Version lohnt, beweisen alle vier zusätzlichen Titel. Besonders My Signature Move, ein typischer Pink-Rocker und das wundervolle Run, wo die Sängerin ihr gesamtes stimmliches Können auf den Tisch legt, sind ein absolutes Muss für jeden Fan.
Insgesamt ist The Truth About Love ein erstklassig produziertes Pop-Rock-Album, das durch seine Vielschichtigkeit besticht. Einziger Kritikpunkt meinerseits ist die Technik-Lastigkeit des Albums. Erdige Gitarren und echte Drums hie und da hätten der Scheibe noch mehr Charakter verliehen.



  Hörtipps: Are We All We Are, Beam Me Up, Run     





                                                                                                       

Donnerstag, 20. September 2012

Christina Aguilera


Christina Aguilera ist eine amerikanische Pop-Sängerin und Songwriterin. Sie wurde 1980 in New York City geboren. Nach der Scheidung der Eltern lebte sie zusammen mit ihrer Schwester und ihrer Mutter in Pittsburgh. Schon von klein auf wollte sie Sängerin werden. Ihre Vorbilder waren Größen wie Ella Fitzgerald, Billie Holiday, Etta James, Judy Garland und Madonna.
1993 wurde sie neben Britney Spears Moderatorin der TV-Show Mickey-Mouse-Club.
1998 wurde ihre erste Single Reflection, ein Titel für den Zeichentrickfilm Mulan, ein Top-20-Hit in den USA. Der folgende Song Genie in a Bottle war der kommerzielle Durchbruch für Christina Aguilera, er erreichte Platz eins der US-Single-Charts. Ihr Album Christina Aguilera wurde in den USA am 24. August 1999 veröffentlicht und allein dort mehr als acht Millionen Mal verkauft. Außerdem erreichte es Nummer eins der Billboard-Charts. Zwei weitere Singles, What a Girl Wants und Come On Over Baby (All I Want Is You), erreichten Platz eins, eine vierte Single, I Turn to You, Platz drei der Single-Charts. Ein Grammy als Best New Artist 2000 war die logische Folge aus dem großen Erfolg.
Im selben Jahr folgte die Sängerin dem allgemeinen Latin-Trend und veröffentlichte ihr erstes spanischsprachiges Album Mi reflejo. Darauf befinden sich spanische Versionen ihres Debüts und zusätzliche spanische Lieder. Nach einem Monat folgte die Weihnachts-CD My Kind of Christmas, von der der Song The Christmas Song veröffentlicht wurde, welcher Platz 16 der Single-Charts erreichte.
Trotz des großen Erfolgs war Christina Aguilera mit der Musik und dem Image unzufrieden, die ihr Management für sie bereithielten. Zu dieser Zeit wurde sie als Teenie-Pop-Künstlerin vermarktet. Öffentlich kündigte sie an, dass ihr nächstes Album sowohl musikalisch als auch textlich mehr Tiefgang haben werde. In diesem Zusammenhang trennte sie sich nach einem Rechtsstreit von ihrem Manager.
2001 arbeitete Aguilera mit Mýa, Lil’ Kim und Pink zusammen und veröffentlichte Lady Marmalade, ein Cover des Songs von Labelle. Dieser erreichte in vielen Ländern Platz eins und gewann einen Grammy in der Kategorie Best Pop Collaboration with Vocals. Es ist der Titelsong des Films Moulin Rouge.
2002 erschien das Album Stripped, bei dem die Musikerin erstmals als Co-Autorin der Songs in Erscheinung trat. Äußerlich wandelte sich ihr Image vom Pop-Teenie hin zur Sexbombe. Sie erregte vor allem in den USA sehr viel Aufsehen mit freizügigen Videos und Nacktfotos in verschiedenen Magazinen.
Stripped wurde nicht ganz so erfolgreich wie das Debüt-Album, einzige Ausnahme war die Single Beautiful, die zum Welt-Hit avancierte und mit einem Grammy ausgezeichnet wurde.
2006 veröffentlichte Christina Aguilera ihr drittes Studioalbum mit dem Titel Back to Basics. Es beinhaltet die Single Ain’t No Other Man, welche Platz 6 in den US-Single-Charts erreichte. Das Album ist von der Musik der 1920er, 1930er und 1940er Jahre beeinflusst. Es erreichte in 17 Nationen den ersten Platz der Charts.
2009 erfüllte sich ein langgehegter Traum der Künstlerin. Sie drehte ihren ersten Film Burlesque zusammen mit Cher, welcher 2011 veröffentlicht wurde.
Das 2010 erschienene Album Bionic blieb weit unter den Erwartungen zurück, die Verkaufszahlen waren niedrig und eine Tour musste verschoben werden.
Seit 2011 sitzt Christina Aguilera in der Jury der Casting-Show The Voice, hat aber für das Jahr 2013 angekündigt, sich wieder vermehrt auf ihre eigene Karriere zu konzentrieren.




www.christinaaguilera.com          







                                                                                                



                                                                                               

Dienstag, 18. September 2012

Zusels Lieblinge: Eve - Annett Louisan



Heute schenke ich mir mal selbst eines meiner Lieblingslieder. Eve von Annett Louisan ist auf dem zweiten Album der Sängerin – Unausgesprochen – 2005 veröffentlicht worden.
Im Januar 2006 wurde Eve als Single ausgekoppelt.
Schon von Anfang hat hat mich Annett Louisan mit ihrer unschuldigen Stimme und den bösen Texten auf ihre Seite gezogen. Nach ihrem umjubelten Platin-Debüt Bohème folgten weitere ausgezeichnete Alben, doch am besten gefällt mir immer noch das zweite Werk. Eve ist für mich einfach unnachahmlich. Es gibt im deutschen Musikbetrieb keine zweite Sängerin, die mit mädchenhaftem Augenaufschlag raffinierte Bösartigkeiten verbreitet wie Annett Louisan.
Eve, die Freundin, die so schön ist, alles kann und gerade deshalb so verhasst ist – ich neige mein Haupt vor dem Texter Frank Ramond.      





Eve




Meine Freundin Eve ist aktiv
denkt immer positiv
kennt kein Stimmungstief
ihr Freund Steve ist sportiv
sie ist porentief
rein und attraktiv
sie ist kreativ, dekorativ
sensitiv, sie lebt intensiv
für die Art, wie mich das ankotzt
gibt's kein Adjektiv
seh' ich Eve, sag ich: "na, Eve..."
treff' ich Eve, sag ich: "na, Eve..."

doch bei Eve
geht nie 'was schief
sie ist sehr kommunikativ
überzeugt argumentativ
instinktiv
meistert Eve
spielend den Beruf
und den Alltagsmief

sie ist progressiv, alternativ
innovativ, sehr impulsiv
geschickt und effektiv
ich hasse sie abgrundtief
seh' ich Eve, sag ich: "na, Eve..."
treff' ich Eve, sag ich: "na, Eve..."

wär' ich Eve, hätt' ich Steve
mein Leben wär' erfüllt
und nicht so primitiv
wäre, würde, rein fiktiv
was wär', wenn's für mich besser lief
vollkommen bin ich leider nur
im Konjunktiv

seh' ich Eve, macht mich das aggressiv
treff' ich Eve, wechsle ich die Straßenseite
und zwar demonstrativ 






 

Montag, 17. September 2012

Newcomerinnen: Mia Diekow

 
Aus Hamburg kommt eine neue Stimme am deutschen Musikhimmel. Die 26jährige Mia Diekow hat Ende Juli ihr Debüt-Album Die Logik liegt am Boden veröffentlicht. Die 14 Songs bewegen sich zwischen Chanson-Pop und Indie. Auffallend sind besonders die ausdrucksstarken Texte, die Mia alle selbst schreibt und auf die sie großen Wert legt.
Aber auch musikalisch hat die junge Musikerin einiges zu bieten. Aufgewachsen in einer Musikerfamilie – der Vater spielt Geige, die Mutter singt – atmet sie Musik von klein auf ein. Sie lernt Klavier, ist aber zu faul zum üben und konzentriert sich auf ihre Stimme. Erst im Heimstudio ihres Vaters entdeckt Mia Diekow ihre eigene Welt. Sie experimentiert mit der Technik, schafft eigene Sounds und beginnt, eigene Songs zu schreiben. Die Aufnahmen zu ihrem Album sind dementsprechend unkonventionell: "Ich habe vorab,
einhergehend mit dem Schreiben, viele Sounds bei mir im Wohnzimmer aufgenommen, mit meinem ganzen Gerassel und Geklingel, mit allem was meine Instrumenten-Kiste, Küche und Zimmereinrichtung zu bieten hat. Später im Home Studio mit Philipp (Produzent Philipp Schwär) kamen dann große und laute Sachen dazu, wie Schlagzeug und Bass und richtige Gitarren. Wie ein Mosaik, Patchwork, hippiemäßig.“
Bunt und abwechslungsreich klingen ihre Lieder. In einem Moment beherrschen Streicher, Piano und Melancholie das Herz. Doch schon im nächsten pumpt ein Beat aus den Boxen, und Diekow heult dazu wie ein Wolf. Zusammengehalten wird die bunte Tüte aus Stil und Einflüssen von Pop bis Jazz durch Mias zwar äußerst wandelbare, aber doch immer prägnante Stimme.
Es gibt Künstler, die erzählen jedem von ihrer dringlichen Botschaft. Für Mia Diekow ist das nichts: Sie will, dass ihre Musik und ihre Texte für sich selbst sprechen. Und das tun sie. Laut und vernehmlich und es macht Spaß zuzuhören.











                                                                     



                                                                                                     

Freitag, 14. September 2012

Katie White (The Ting Tings)


Katie White ist eine englische Musikerin, vor allem bekannt als ein Teil des Pop-Duos The Ting Tings. Sie wurde 1983 geboren und wuchs auf einer Farm in Lowton auf. Ihr Großvater gewann 1995 6,6 Millionen Pfund in der Lotterie und gab seinen drei Söhnen jeweils einen Teil davon. David White, Katies Vater nutzte seinen Anteil und baute damit eine Firma für Musikmanagement auf. Der Bezug zur Musik war für Katie also gegeben.
Mit 14 Jahren wurde die junge Musikerin Teil der Mädchen-Punk-Band TKO, kurz für Technical Knock Out. Die Gruppe wurde von Katies Vater gemanaged und hatte keinen wirklichen Erfolg. Immerhin durften die Mädchen im Vorprogramm zu den Atomic Kitten auftreten.
Später ging Katie White nach Leeds an die Universität. Dort gründete sie zusammen mit Songwriter Jules De Martino und DJ Simon Templeman die Band Dear Eskiimo. 2004 erhielt die Gruppe einen Plattenvertrag, doch aufgrund künstlerischer Differenzen trennten sich die drei schon bald wieder.
Katie und Jules arbeiteten jedoch weiter zusammen und gründeten 2007 ihr Duo The Ting Tings. Katie ist verantwortlich für Gesang, Gitarre und Piano, während Jules Schlagzeug, Bass, Gitarre und Keyboards spielt. Der Name The Ting Tings stammt von einem
chinesischen Mädchen, mit dem Katie in einer Boutique arbeitete.
2007 erschien ihre erste Single That's Not My Name, die im ersten Anlauf floppte, aber bei der Wiederveröffentlichung 2009 zum Hit wurde. Zuvor konnten die Ting Tings schon ihren Song Shut Up And Let Me Go in zwei großen Werbespots unterbringen und erreichten damit große Aufmerksamkeit.
Das Debüt-Album We Started Nothing eroberte auf Anhieb den Platz 1 der britischen Charts. Mit ihrem frechen Elektro-Pop erreichten die Ting Tings eine große Anhängerschar und spielten auf den großen Festival wie Glastonbury oder Hurricane. 2010 erhielten sie sogar eine Grammy-Nominierung als Best New Artist.
2012 erschien das aktuelle Album Sounds From Nowheresville.










                                                                  


                                                                                         

Donnerstag, 13. September 2012

Ein kleines Puzzle für euch!

Neuerscheinungen: Melissa Etheridge - 4th Street Feeling



Am 4. September 2012 ist das 12.Studioalbum von Melissa Etheridge erschienen. 4th Street Feeling bezieht sich auf eine Straße in Melissas Geburtsort Leavenworth und soll eine Art Reise in die Vergangenheit darstellen. 
In 12, wie immer selbstgeschriebenen Songs beschäftigt sich die Musikerin also mit den Wurzeln, den Grundlagen im Leben. Mit der gewohnten Offenheit und Authentizität spiegeln ihre Texte Momentaufnahmen ihrer Seele.
Zusammen mit den Produzenten Jacquire King (Kings Of Leon) und Steve Booker (Duffy) betritt Melissa Etheridge aber auch Neuland. Zum ersten Mal spielt sie alle Gitarren-Parts selbst und erweitert ihre musikalische Palette um ein neues Instrument – dem Banjitar, einer Kreuzung aus Banjo und Gitarre. Das Ergebnis ist ein Hauch von Country, den man so von ihr noch nicht gehört hat. Auch Melissas Stimme hat sich verändert, das vertraute rauchige Timbre ist noch eine Nuance tiefer und erdiger geworden.
Musikalisch ist 4th Street Feeling die bekannte Mischung aus Rock und Blues. Nichts wirklich Neues also, wären da nicht die Banjo-Klänge. Auch die Mundharmonika findet ihren Platz und ich finde, das steht der Künstlerin gut.
Der Opener Kansas ist ein hymnischer, Blues getränkter Song über die eigene Kindheit, beim optimistischen Falling Up tritt das Country-Feeling in den Vordergrund. Shout Now und Sympathy sind geradlinige Rocksongs, Enough Rain und I Can Wait geben auch den leiseren Tönen Platz bevor Rock'n'Roll Me bluesig und entspannt das Album beschließt. Nach etlichen privaten Rückschlägen scheint Melissa Etheridge im Reinen mit sich zu sein und so klingt auch ihr neuestes Werk: reif, entspannt und authentisch.
Insgesamt ist 4th Street Feeling ein gut gemachtes, grundsolides Rock-Blues-Album, das seinesgleichen im modernen Musikgeschehen sucht.

Hörtipps: Kansas, Falling Up, I Can Wait




                                                 

                                                                    







                                                                 

Dienstag, 11. September 2012

Kelly Clarkson


Kelly Clarkson ist eine amerikanische Popsängerin. Sie wurde 1982 in Fort Worth/Texas geboren. Als Kind lernte sie Klavier und Geige spielen und sang im Schulchor. Nach der High School ging sie mit einer Freundin nach Los Angeles, um ihr Glück als Musikerin zu versuchen. Sie arbeitete beim Fernsehen und kurzfristig als Songwriterin, konnte sich aber nur mehr schlecht als recht über Wasser halten. Desillusioniert ging sie schließlich zurück nach Texas und verdiente ihren Lebensunterhalt mit verschiedensten Jobs.
2002 bewarb sich Kelly Clarkson auf Drängen ihrer Freundin bei der Casting-Show American Idol und wurde unter 10.000 Bewerbern als eine von 30 Teilnehmern für die zweite Runde ausgewählt. Im September 2002 setzte sie sich im Finale gegen ihren Konkurrenten durch und wurde zur ersten Siegerin, der bis heute sehr beliebten, Casting-Show. Anschließend unterzeichnete sie einen Vertrag bei RCA Records. Ihre erste Single A Moment Like This erreichte die Spitze der Charts und das Album Thankful (2003) wurde mehr als vier Millionen mal verkauft.
Das zweite Album Breakaway (2004) brachte endlich den erhofften internationalen Durchbruch. Mit solidem Rock anstelle des bisherigen Soul-Pop erreichte Kelly Clarkson nun auch Europa und Australien. Die Single Since You Been Gone war in zahlreichen Ländern in den Top-10 und Breakaway wurde zum Millionenseller.
Als Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere erhielt sie am 8. Februar 2006 in Los Angeles zwei Grammys für die Best Pop Vocal Performance mit Since U Been Gone und für das Best Pop Vocal Album für ihr Album Breakaway.
Die beiden folgenden Alben My December (2007) und All I Ever Wanted (2009) waren durchaus erfolgreich, konnten jedoch die Verkaufszahlen des Vorgängers nicht erreichen. Erst das 2011 erschienene Album Stronger brachte wieder eine Steigerung. Vor allem die zweite Single Stronger wurde zum Riesen-Hit.
Kelly Clarkson ist bis heute die erfolgreichste Casting-Show-Gewinnerin weltweit. Sie hat als eine der wenigen den Sprung vom Casting-Talent zum Superstar geschafft. Mit ihrem Image als Mädchen von nebenan hat sie die Sympathie des Publikums im Sturm erobert.










                                                                        

                                                                                          

Montag, 10. September 2012

Kim Wilde


Kim Wilde ist eine englische Popsängerin. Sie wurde 1960 als Kim Smith in Chiswick/West London geboren. Sie ist die Tochter des Rock-'n'-Roll-Sängers Marty Wilde, dessen Künstlernamen sie übernommen hat.
Mit zwanzig unterschrieb sie ihren ersten Plattenvertrag und schaffte mit ihrer ersten Single Kids In America auf Anhieb einen internationalen Hit. Das 1981 veröffentlichte selbstbetitelte Debütalbum wurde auch sehr erfolgreich und festigte ihren Status als Popqueen neben Cyndi Lauper und Blondie.
Aber schon das zweites Album Select (1982) konnte zumindest in ihrem Heimatland Großbritannien nicht mehr an den Erfolg des Erstlings anknüpfen. In Deutschland, Frankreich, der Schweiz sowie in den skandinavischen Ländern hatte sie hingegen nach wie vor viele Fans und mit Cambodia und View from a Bridge weitere Top-10-Erfolge.
Die Erfolglosigkeit in Großbritannien hielt weiterhin an, was besonders bei Konzerten deutlich wurde. Die Tourneen der Jahre 1983, 1985 und 1986 brachten Kim Wilde in Großbritannien halbleere Hallen, während sie besonders in Deutschland und Frankreich vor teilweise ausverkauften Häusern spielte.
Erst 1986 kehrte Kim Wilde mit der Cover-Version des Supremes-Klassikers You Keep Me Hangin’ On erfolgreich in die britischen und internationalen Charts zurück und landete ihren größten internationalen Hit überhaupt. Der Song war im Winter 1986/1987 ein Top-10-Hit in ganz Europa und brachte der Sängerin im Juni 1987 auch einen Nummer-1-Hit in den USA, in Kanada und Australien. Das Album Close (1988) wurde wieder europaweit zum Hit und Kim Wilde durfte im Vorprogramm zu Michael Jackson und David Bowie auftreten und erstmals in großen Stadien singen.
In den 90er Jahren blieb der Erfolg mehr und mehr aus und die Musikerin zog sich ins Privatleben zurück. Nach Heirat und der Geburt zweier Kinder, begann sich Kim Wilde wieder für ihr altes Hobby Gartenarbeit zu interessieren. Sie moderierte Gartensendungen im britischen Fernsehen und schrieb zahlreiche Artikel in Zeitungen und Zeitschriften über dieses Thema. Im April 2005 erschien ihr erstes Buch Gardening with Children.
2003 gelang ihr mit Anyplace, Anywhere, Anytime, einem Duett mit Nena, ein völlig überraschendes Comeback, das in Deutschland wochenlang auf Platz 3 der Charts war und in den Niederlanden sowie in Österreich sogar Nummer 1 wurde. Mit dem Album Never Say Never (2006) meldete sich Kim Wilde wieder erfolgreich im Musikgeschehen zurück. Auch das 2010 erschienene Album Come Out And Play wurde kommerziell äußerst erfolgreich. Auf dem 2011 herausgebrachten Longplayer Snapshots coverte Kim eine Reihe persönlicher Songfavoriten von u.a. Mike Oldfield, David Bowie oder Dionne Warwick.
2012 ist Kim Wilde wieder bei Auftritten in Deutschland, Frankreich und Holland zu sehen.









                                                      
                                                                                  

Freitag, 7. September 2012

Dolly Parton


Dolly Parton ist eine amerikanische Country-Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin. Sie wurde 1946 in Sevierville/Tennessee geboren.
Zusammen mit elf Geschwistern wuchs sie in ärmlichsten Verhältnissen in dem kleinen Dorf Locust Ridge, am Fuße der Great Smokey Mountains auf. Eine Erfahrung, die sie ihr Leben lang prägte und zu einem starken Engagement für gesellschaftlich Unterprivilegierte motivierte. Ihre Dollywood Foundation vergibt Stipendien. Zudem führt Dolly Parton über 100 Verwandte auf ihrer Gehaltsliste.
Im Alter von sieben Jahren lernte sie Gitarre spielen. Drei Jahre später trat sie zum ersten Mal öffentlich auf, mit 13 gab sie ihr Debüt in der Grand Ole Opry, wo seit 1925 Legenden wie Enrico Caruso, Doris Day, Johnny Cash, Hank Williams, Elvis Presley oder Bruce Springsteen auftreten.
Nach dem High-School-Abschluss ging Dolly Parton nach Nashville, um ihr Glück als Musikerin zu versuchen. Anfangs arbeitete sie als Songwriterin, erst 1967 konnte sie ihr Debüt-Album Hello, I'm Dolly veröffentlichen. Das Album schaffte es auf Anhieb in die Top-20. Für das Nachfolge-Album Just Because I'm A Woman (1968) arbeitete sie mit dem Country-Star Robert Wagoner zusammen. Die nächsten fünf Jahre produzierten die beiden zahlreiche Top-10-Hits und erfolgreiche Alben zusammen. Songs wie I Will Always Love You und Jolene erreichten die Chart-Spitze und machten Dolly Parton zum Star.
1974 trennte sie sich von Wagoner, um in Zukunft ihre eigenen Wege zu gehen. 1976 erhielt sie ihre eigene Fernseh-Show und 1980 spielte sie ihre erste Rolle in dem Film 9 To 5 und wurde prompt mit dem Golden Globe ausgezeichnet. Weitere Kinorollen folgten.
Bis in die 80er Jahre hinein konnte die Musikerin ihren Ruhm durch ausverkaufte Konzerte und millionenfach verkaufte Alben aufrecht erhalten, danach wurde es langsam stiller um sie. Also kümmerte sie sich um andere Dinge, wie die Eröffnung des, nach ihr benannten, Freizeitparks Dollywood. Dieser ist bis heute sehr erfolgreich und zeugt von der Geschäftstüchtigkeit der Country-Ikone.
Ende der 90er Jahren machte Dolly Parton mit zwei Bluegrass-Alben, The Grass Is Blue (1999) und Little Sparrow (2001) wieder auf sich aufmerksam. Vor Stiländerungen scheute sich die Sängerin nie, genauso wenig vor schwierigen Themen in ihren Songs. Sie schrieb über Transsexualität, Mord, Inzest oder Geisteskrankheit. Bei ihren Genre-Kollegen machte sie sich dadurch nicht nur Freunde. Respekt fordert auch ihr öffentliches Befürworten der gleichgeschlechtlichen Ehe. Die konservative Ecke der USA reagierte mit Boykottversuchen und Morddrohungen, wovon sich die Musikerin allerdings nicht beeindrucken ließ.
Auch im fortgeschrittenen Alter denkt Dolly Parton nicht an die Rente. Sie arbeitete an einem Musical über ihr Leben (9 To 5), das 2008 in Los Angeles uraufgeführt wurde und veröffentlicht weiter Alben, das letzte 2011 (Better Day).
Bis heute gilt Dolly Parton als reichste Frau im Musikgeschäft. Sie hat knapp 80 Alben aufgenommen, die sich mehr als 100 Millionen mal verkauften. Als einzige Sängerin hatte sie innerhalb von vier Jahrzehnten 25 Nummer-1-Hits und unter mehr als 3000 Songs steht ihr Name als Komponistin. Dolly Parton – ein Star der Superlative!




www.dollyparton.com         



                                                                    




                                                                       




                                                                        

Donnerstag, 6. September 2012

Feminist Compilation


Meine Blog-Schwester Belle aus der Schweiz hat sich die Mühe gemacht und feministische Songs zusammengetragen.
Das Ergebnis ist beeindruckend, die Liste beinhaltet schon mehr als 200 Titel. Lieder aus verschiedenen Genres und Jahrzehnten, querbeet durch das gesamte Musikgeschehen. Lieder, die von der Kraft und Stärke von Frauen zeugen.
Wenn euch das Thema interessiert, schaut doch mal hier rein und wenn, ihr noch einen Song kennt, der auf der Liste fehlt, dann teilt ihn doch Belle mit, sie freut sich über jeden Beitrag.


http://my.opera.com/belleandblue/blog/


Tanita Tikaram



Tanita Tikaram ist eine britische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1969 in Münster/Deutschland, wo ihr Vater im Dienst der britischen Armee stationiert war, geboren. Tanitas Mutter stammte ursprünglich aus Borneo/Malaysia und ihr Vater von den Fidschi-Inseln. Die Eltern lernten sich in England kennen, bevor sie nach Deutschland übersiedelten. Im Alter von zwölf Jahren kehrte Tanita mit ihren Eltern nach England zurück und lebte dort in Basingstoke/Hampshire.
Als Jugendliche begann sie, eigene Songs zu schreiben, beeinflusst von der Musik von Joni Mitchell und John Lennon. Ihr Plan, in Manchester zu studieren wurde von einem Zufall zunichte gemacht. Ein selbst aufgenommenes Demo-Tape geriet in die Hände von Paul Charles, eines Zeichens Agent und Manager. Er interessierte sich für die Stimme der jungen Frau und sah sie bei einem Auftritt in einem Londoner Club. Anschließend nahm er sie unter seine Fittiche und verhalf ihr zu einem Plattenvertrag.
1988 wurde ihre erste Single Good Tradition auf Anhieb ein Top-10-Hit. Das folgende Album Ancient Heart und vor allem die Single Twist In My Sobriety gerieten zum Riesen-Erfolg. Der Song stürmte die Charts in ganz Europa, das Album verkaufte sich weltweit mehr als vier Millionen Mal. Mit gerade 19 Jahren war Tanita Tikaram über Nacht ein Star.
Die folgenden Alben The Sweet Keeper (1990) und Everybody's Angel konnten den enormen Erfolg nicht mehr wiederholen, festigten aber den Ruf der Musikerin als großartige Komponistin und Sängerin.
In den nächsten Jahren wurden weitere Alben veröffentlicht, die allerdings kaum mehr für Aufmerksamkeit sorgten.

Erst jetzt, Ende August 2012, steht Tanita Tikaram mit ihrem achten Album Can't Go Back wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Gereift, mit tiefer, ausdrucksstarker Stimme präsentiert sie ihr neues Werk. Aufgenommen in Los Angeles mit dem Produzenten Paul Bryan, ist Can't Go Back ein äußerst abwechslungsreiches Album, dessen stilistische Spannbreite von Pop über Soul und Blues bis hin zu Americana und Country reicht. Die Single-Auskopplung Dust On My Shoes, eine Hymne an die Freiheit, ist ein grandioser Song irgendwo zwischen Pop und Soul. Ob Keep It Real, eine wunderbare Piano-Ballade, Science, angenehm beschwingt oder das schwermütige If The World Should Want For Love, das Album strotzt nur so vor großartigen Songs. Fazit: Ein absolut gelungenes Comeback!
Es ist höchste Zeit also, Tanita Tikaram nicht mehr auf den einen - wenn auch tollen - Hit aus den 80-ern zu reduzieren.









                                                         

Dienstag, 4. September 2012

Beth Nielsen Chapman


Beth Nielsen Chapman ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1956 in Harlingen/Texas geboren.
Mit 20 wurde sie Mitglied der Rockgruppe Harmony in Montgomery/Alabama. Sie war die Sängerin und spielte Akustik-Gitarre und Piano.
1980 erschien ihr erstes Solo-Album Hearing It First, ein Jahr später wurde ihr Sohn geboren. In den folgenden Jahren machte sie sich mehr und mehr einen Namen und arbeitete mit vielen bekannten Künstlern zusammen, unter anderem mit Bonnie Raitt und Paul Carrack. Seit den 90er Jahren hat sie regelmäßig Songs in den US-Charts.
Auch als Songwriterin spielt Beth Nielsen Chapman inzwischen eine wichtige Rolle. Besonders Country-Musiker interpretieren gerne ihre Songs, z.B. Faith Hill, Trisha Yearwood, Martina McBride, Willie Nelson, Tanya Tucker, Mary Chapin Carpenter, Chrystal Gayle oder Bette Middler.
Den Tod ihres Mannes 1994 verarbeitete die Musikerin in dem 1997 erschienenen Album Sand And Water, dessen Titeltrack mehrmals für US-Serien verwendet wurde.
2001 erkrankte Beth Nielsen Chapman an Brustkrebs, konnte die Krankheit aber besiegen.
2004 veröffentlichte die Künstlerin das Album Hymns, das fast ausschließlich in lateinischer Sprache gesungene Kirchenlieder enthält.
Neben ihrer Musik hält Beth Nielsen Chapman Workshops für Songwriting ab, in denen sie ihr Wissen an interessierte Nachwuchsmusiker weitergibt.
Noch in diesem Jahr 2012 wird ein neues Album erwartet.










                                                                                                       



Montag, 3. September 2012

Joanna Newsom


Joanna Newsom ist eine amerikanische Sängerin und Harfenspielerin. Sie wurde 1982 in Nevada City/Kalifornien geboren.
Als Kind lernte sie Klavier spielen und mit sieben Jahren auch Harfe. Sie studierte Musik und kreatives Schreiben am Mills College, bei dem unter anderem auch Dave Brubeck und John Cage unterrichteten.
Ihre persönlichen musikalischen Vorlieben lagen irgendwo zwischen Jazz, Folk und Punk. Bei ihrem Harfenspiel ließ sie sich vor allem vom venezolanischen und westafrikanischen Stil beeinflussen.
Zu Beginn ihrer Karriere schrieb Joanna Newsom ausschließlich Instrumentalmusik. Erst nach und nach brachte sie ihre Stimme mit ein. 2004 erschien ihr Debüt-Album The Milk-Eyed Mender, das auf Anhieb für Furore sorgte. Das sensible Harfenspiel, die lyrischen, teils avantgardistischen Texte und die ungewöhnliche Interpretation der Songs kamen in der New-Folk-Szene sehr gut an und die Musikerin konnte sich schnell etablieren.
Ihre Extravaganz zeigt sich nicht nur auf der Bühne, wenn sie ihre Stimme mal kindlich, mal alt klingen läßt, sondern im Fehlen einer offiziellen Website. Dieser Seite der Vermarktung verweigert sie sich total.
2006 wurde das zweite Album Ys veröffentlicht. Der Titel bezieht sich auf die mythische Stadt Ys in der Bretagne. Das orchestral arrangierte Album enthält in über 55 Minuten lediglich fünf Stücke. Joanna Newsom verarbeitete darin mehrere besonders schwerwiegende persönliche Erlebnisse und Schicksalsschläge. Die Kritiker überschlugen sich mit ihrem Lob und Ys war Gegenstand von Berichterstattungen im Feuilleton seriöser Zeitungen.
2010 erschien das Dreifach-CD-Set Have One On Me, mit dem die Künstlerin erstmals Top-40-Platzierungen in Europa erreichte und zu einer Art Star der alternativen Pop-Kunst wurde.