Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!





Donnerstag, 29. November 2012

Amy Lee (Evanescence)




Amy Lee ist eine amerikanische Pianistin und Sängerin der Rockgruppe Evanescence. Sie wurde 1981 in Riverside/Kalifornien geboren. Amy wuchs in einer musikalischen Familie auf. Ihr Vater, John Lee, war Disc Jockey und Mitglied einer bekannten Coverband. Die Familie zog mehrfach um und ließ sich dann in Little Rock/Arkansas nieder.
1994 traf sie dort Ben Moody, der sich ebenfalls für Musik interessierte. Die beiden blieben in Kontakt und gründeten wenig später die Band Evanescence. Sie schrieben Songs zusammen und planten eine Musik-Karriere.
Amy Lee studierte kurzfristig Musiktheorie und Komposition an der Middle Tennessee State University, brach jedoch ab, um sich auf Evanescence zu konzentrieren.
Die Band nahm mehrere EPs auf und verkaufte sie in Konzerten. Nach Jahren auf Tour erhielt Evanescence einen Plattenvertrag und 2003 wurde das Debüt-Album Fallen veröffentlicht. Das Album wurde zum großen Erfolg und konnte die Charts auf der ganzen Welt stürmen. Der so typische Bombast-Rock kam bei den Fans ausgesprochen gut an.
Während einer Europatournee verließ Ben Moody plötzlich Evanescence und Amy Lee zog in Zukunft allein die Fäden, unterstützt von einer wechselnden Besetzung von Musikern.
2004 erhielt Evanescence zwei Grammys.
Auch die folgenden Alben The Open Door (2006) und Evanescence (2011) wurden millionenfach verkauft und reihten sich nahtlos in die Erfolge der Rockband ein.










                                                              
                                                                                      

Dienstag, 27. November 2012

Neuerscheinungen: Alicia Keys - Girl On Fire


     

Girl On Fire, das inzwischen fünfte Studioalbum von Alicia Keys ist am 23. November 2012 erschienen. Schon die neue Kurzhaarfrisur auf dem Cover soll eine Stiländerung anzeigen. Nach der Hochzeit mit Rapper Swizz Beatz und der Geburt ihres Sohnes ist Alicia spürbar um mehr Kontrolle bemüht. Alle 13 Songs des Album sind von ihr ganz oder zum Teil selbst geschrieben und produziert. Zur Unterstützung hat sie sich so bekannte Künstler wie Bruno Mars, Emeli Sandé und Nicki Minaj mit ins Boot geholt.
Herausgekommen ist ein Soul-lastiges Werk mit bunten Elementen von Pop bis Elektro und HipHop.
Höhepunkt ist sicherlich die Single-Auskopplung Girl On Fire, eine Pop-Hymne, die durch die Mitwirkung von Rapperin Nicki Minaj eine gehörige Portion Farbigkeit bekommt. New Day überrascht mit afrikanisch angehauchten Trommelrhythmen, When It's All Over ist eine moderne Synthie-R'n'B-Nummer, auf der am Ende sogar Söhnchen Egypt eine paar Worte brabbeln darf. Natürlich dürfen große Piano-Balladen wie Brand New Me und besonders Not Even The King auf einem Alicia-Keys-Album nicht fehlen.
Die großartige Stimme der Künstlerin bleibt auch auf Girl On Fire unantastbar. Ob das Album allerdings so viel neues und weltbewegendes bringt, darf angezweifelt werden. Die Produktion gehört sicherlich zu den besseren im Musik-Geschäft, doch hebt sie sich nicht wirklich von den aktuellen Sounds von Rihanna oder Christina Aguilera ab.
Noch ein Schritt weiter in wirkliche Eigenständigkeit hätte Alicia Keys meiner Meinung nach gut getan.



Hörtipps: Girl On Fire, Not Even The King, New Day    





                                                                                  

                                                                       

Montag, 26. November 2012

Jennifer Weist (Jennifer Rostock)





Jennifer Weist ist eine deutsche Rocksängerin, vor allem bekannt durch ihre Band Jennifer Rostock. Sie wurde 1986 in Zinnowitz auf der Insel Usedom geboren. Ihren Bandkollegen Joe Walter lernte sie bereits mit 13 Jahren bei einer Karaoke-Show kennen. Wenig später spielten die beiden zusammen bei einer Schülerband.
Sie versuchten sich im Laufe der Zeit in mehreren Genres, sangen zuerst auf Englisch, dann auf Deutsch und begannen schließlich eigene Songs zu schreiben.
Nach dem Schulabschluss 2006 zogen die beiden nach Berlin und lernten dort ihre zukünftigen Bandmitglieder Alex, Christoph und Baku kennen.
Der Bandname Jennifer Rostock entstand eher zufällig und in Ermangelung einer besseren Alternative. 2007 gab die Band unter ihrem neuen Namen erste Konzerte und erhielt einen Plattenvertrag von Warner Music. Im November erschien eine erste EP und 2008 wurde die Debüt-Single Kopf oder Zahl veröffentlicht, das Album Ins offene Messer folgte kurz darauf. In der TV-Show Bundesvision Song Contest 2008 konnte die Band mit einem 5. Platz für bundesweite Aufmerksamkeit sorgen.
Zwei weitere Alben, Der Film (2009) und Mit Haut und Haar (2011), wurden recht erfolgreich und Jennifer Rostock konnte sich einen Platz in der deutschen Musikszene sichern. Die Band ist vor allem auch als Live-Act sehr beliebt, nicht zuletzt dank ihrer Frontfrau Jennifer Weist. Mit ihrer direkten, unverblümten Art und ihrer Power-Stimme hat sie sich in die Herzen der Fans gesungen.










                                                                                                                   

                                                                                               

Donnerstag, 22. November 2012

Kara Grainger




Kara Grainger ist eine australische Singer-Songwriterin.
Zusammen mit ihrem Bruder, dem bekannten Mundharmonika-Spieler Mitch Grainger, spielte sie in ihrer Heimat in der Blues-Band Papa Lips. Sie veröffentlichten zwei Alben und tourten mehrfach durch Australien. Außerdem war sie Sängerin und Gitarristin der Steve Prestwich Band.
Im Laufe der Zeit konzentrierte sich Kara mehr und mehr auf ihre eigenen Songs. Sie hatte Auftritte als Solo-Künstlerin, nahm an Songwriting-Wettbewerben teil und produzierte eine EP (Secret Soul).
2005 zog Kara Grainger in die Musik-Stadt Nummer 1 – Los Angeles. Dort machte sie sich einen Namen als Americana-Sängerin und versierte Gitarristin.
2008 erschien ihr Debüt-Album Grand And Green River. Das Album schaffte den Sprung in die Americana-Charts und erhielt gute Kritiken von der Fachpresse. Mit ihrer Mischung aus Blues, Folk und souligem Pop hat sich die Musikerin eine eigene Nische geschaffen.
Die inzwischen doch ansehnliche Fanschar wartet inzwischen ungeduldig auf ein neues Album.

                                                                                                 

                                                                                    






                                                                   

Dienstag, 20. November 2012

Mylène Farmer



Mylène Farmer ist eine französische Popsängerin. Sie wurde 1961 In Pierrefonds, Kanada als Mylène Jeanne Gautier geboren. Ihr Künstlername Farmer stammt von einem ihrer Vorbilder, der Schauspielerin Frances Farmer. Sie wuchs zuerst in Kanada, wo ihr Vater arbeitete und später in einem Vorort von Paris auf. Neben der Schule beschäftigte sie sich vor allem mit dem Reiten. Kurz vor dem Abschluss verließ Mylène die Schule und nahm Schauspielunterricht. Um Geld zu verdienen, verkaufte sie nebenbei Schuhe, arbeitete als Werbemodel und Arzthelferin. Während dieser Zeit lernte sie im Rahmen eines Castings Laurent Boutonnat kennen, mit dem sie bis heute zusammenarbeitet. Er schreibt nicht nur die Musik für ihre Lieder, während sie meist für den Text verantwortlich ist, sondern führte auch bei einigen ihrer Musikvideos Regie.
1984 wurde die Debüt-Single Maman A Tort veröffentlicht. Den Durchbruch schaffte Mylène Farmer aber erst zwei Jahre später mit dem Album Cendre De Lunes. Auch die nächsten beiden Produktionen, Ainsi Soit-Je (1988) und L'autre (1991), wurden zu großen Erfolgen. Mit ihren Songs wie z.B. Sans Contrefaçon und vor allem Désenchantée erreichte sie nicht nur die Charts in Frankreich, sondern auch in der Schweiz, Belgien und auch in Deutschland.
Die späteren Alben erreichten nicht mehr den Stellenwert der ersten Zeit. Ihr Erfolg beschränkte sich fort hin auf den französischen Sprachraum. Mylène Farmer experimentierte mit verschieden Musikstilen, kehrte aber immer wieder zu ihrem bewährten Sound zurück. Berühmt ist sie besonders für ihre spielfilmhaften Musikvideos und ihre aufwendig produzierten Konzerte. In Frankreich und Belgien tritt sie gern in großen Stadien auf, die meist bis auf den letzten Platz ausverkauft sind. In den Medien, vor allem auch im Internet ist die Künstlerin dagegen kaum vertreten. Ganz untypisch für das heutige Musik-Geschäft gibt es keine offizielle Homepage.
Im Dezember 2012 wird das neue Album Monkey Me erscheinen und 2013 geht Mylène Farmer wieder auf große Tournee.





                                                                    

                                                                                    

Montag, 19. November 2012

Zusels Lieblinge: Wish You Well - Katie Herzig



Wish You Well von der amerikanischen Singer-Songwriterin Katie Herzig ist mir zuerst in einem Video von Brandi Carlile aufgefallen. Die beiden Musikerinnen singen den Titel zusammen und er hat mir sofort sehr gut gefallen.
Wish You Well stammt von dem 2008er Album Apple Tree und wurde mehrfach in TV-Serien verwendet z.B. in Greys Anatomy, Drop Dead Diva oder Pretty Little Liars.
Ich mag den Song, weil er einfach anders klingt. Er hat einen ganz eigenen Rhythmus, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht und ich liebe auch ganz besonders die Streicher darin.
Hört euch dieses Lied an und entscheidet selbst.
                                                                                               







Wish You Well




I, I want to wish you well
I didn’t watch you go
Cause I suppose I don’t know how
I, I will remember you
Not the way you left but how you lived
And what you knew
I, I want to feel your hands
I want to feel your fire burning
Right from where I stand
I’ll find my way
Cause you showed me how
I, I want toknow it’s you
When I hear your voice inside my head
Inside my room
I, want to touch the sky
I want to see the stars twinkle
Like they were your eyes
I’ll find my way
You showed me
I’ll find my way
Cause you showed me how
I, I want to smell your scent
I want to breathe the air I did before
Before you left
I, I want to wish you well
The only reason my heart beats
Is cause you showed it how
I’ll find my way
You show me
I’ll find my way
You show me
I’ll find my way
Cause you showed me how
You show me how
You showed me how






                                                                                 

                                         und hier zusammen mit Brandi:



                                                                                                                

Freitag, 16. November 2012

Alison Krauss



Alison Krauss ist eine amerikanische Country- und Bluegrass-Sängerin und Violinistin. Sie wurde 1971 in Decatur/Illinois geboren. Mit fünf Jahren begann sie Geige zu lernen und konzentrierte sich jahrelang auf die klassische Musik. Später wendete sie sich der Country- und Bluegrass-Musik zu. Sie nahm an Talentwettbewerben teil und mit 12 Jahren gewann sie die Illinois State Fiddle Championship und die Society for the Preservation of Bluegrass in America kürte sie zum Most Promising Fiddler im Mittleren Westen.
Mit erst 16 Jahren veröffentlichte Alison 1987 ihr Debüt-Album Too Late To Cry. Neben der Geige war nun auch die Stimme in den Vordergrund getreten. Sie konzentrierte sich ganz auf die, abseits der USA eher unbekannte Sparte des Country, auf Bluegrass. Und sie hatte Erfolg. Mit 19 gewann sie ihren ersten Grammy. Mit 21 Jahren wurde sie in Nashville in die Grand Ole Opry aufgenommen, die Ruhmeshalle der Countrymusik.
Alison Krauss spielt zusammen mit einer ausgewählten Gruppe von Musikern, die unter dem Namen Union Station als ihre Begleitband fungieren. Dazu gehören Dan Tyminski (Gitarre, Gesang), Ron Block (Banjo, Gitarre, Gesang), Jerry Douglas (Dobro) und Barry Bales (Bass, Gesang).
Im Laufe der Zeit konnte sie ihre Alben millionenfach verkaufen, was für eine Künstlerin aus diesem Genre fast schon als Sensation gewertet wurde. Außerhalb der USA wurde sie vor allem durch den Soundtrack des Kinofilms O Brother, Where Art Thou (2000) bekannt.
Abgesehen von ihrer eigenen Musik arbeitete sie auch mit diversen anderen Künstlern aus anderen Genres zusammen. So spielte sie mit Sting, Elvis Costello, James Taylor und das gemeinsame Projekt mit Robert Plant – Raising Sand (2007) wurde zum Riesenerfolg, es wurde 2009 mit fünf Grammys ausgezeichnet.
In ihrer Karriere konnte Alison Krauss bisher 27 Grammys mit nach Hause nehmen, was sie zur erfolgreichsten Künstlerin überhaupt macht.
2011 erschien das aktuelle Album mit Union Station, Paper Airplane. Mit ihrer bodenständigen, geradlinigen und doch oft melancholischen Musik trifft Alison Krauss den Geschmack vieler Hörer. Ihre zarte und prägnante Stimme erhebt sich wohltuend über dem üblichen Country-Allerlei. 











                                                                           



und noch eins, weil es so schön ist: 








                                                                                     

Donnerstag, 15. November 2012

Musikgeschichte: Alice Samter



Alice Samter war eine deutsche Komponistin. Sie wurde 1908 in Berlin geboren und starb 2004 ebenfalls in Berlin. Im Alter von neun Jahren erhielt sie Klavierunterricht und begann mit ersten Kompositionsstudien.
Sie machte eine Ausbildung als Buchhalterin und arbeitete ständig, um ihre Beschäftigung mit der Musik zu finanzieren. Ab 1930 intensivierte sie die Musikausbildung durch Studien bei der Pianistin Else Blatt, danach bei Amalie Iwan und Prof. Stark am Klindworth-Scharwenka-Konservatorium.
Bei Gerhard F. Wehle studierte sie Improvisationen, bei Karl Ristenpart Chorleitung. Diese qualifizierten Vorstudien verhalfen Alice Samter zur Hochschuleinstufung ins 8. Semester und nur ein Jahr später, 1946, schaffte sie das Examen zur Musikpädagogin an Höheren Schulen.
30 Jahre lang war sie Musiklehrerin an einer Berliner Schule, für die sie auch mehrere Schulopern komponierte. Erst nach ihrer Pensionierung konzentrierte sich Alice Samter ganz auf ihre Kompositionen.
Sie trat in mehrere Verbände ein, um den Kontakt zu anderen Künstlerinnen zu finden und zu vertiefen. Dies sind die GEDOK Berlin (interdisziplinäre Gemeinschaft der Künstlerinnen), der Internationale Arbeitskreis Frau und Musik in Kassel und die ILWC ( International Leage of Woman Composers) in den USA.
Durch ihren äußerst bescheidenen Lebensstil sparte die Künstlerin ihr Vermögen an, um den künstlerischen Nachwuchs zu unterstützen. So wurde 1999 die Alice-Samter-Stiftung an der Hochschule der Künste in Berlin gegründet. Die Stiftung unterstützt bedürftige junge MusikstudentInnen der Hochschule, die alle zwei Jahre ein Konzert mit Werken der Komponistin veranstalten.
Nach 95 arbeitsreichen und engagierten Jahren starb Alice Samter 2004 in ihrer Heimatstadt. Sie hinterließ ein umfangreiches Werk, das neben einer großen Anzahl von Kompositionen in kleinen Besetzungen auch Bühnenwerke enthielt, wie die Schule der Witwen nach Jean Cocteau oder Die Nachtwache nach Texten von Nelly Sachs. Lieder auf Texte von Else Lasker-Schüler, Aldona Gustas, Hilde Domin und Ingeborg Bachmann deuten auf ihr starkes Interesse an Frauenliteratur ihrer Zeit, ebenso gibt es eine Reihe von Werken, die durch Gemälde oder Skulpturen von Kolleginnen inspiriert wurden.






                                                                        


                                                                             

Dienstag, 13. November 2012

Lissie



Lissie ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1982 als Elisabeth Maurus in Rock Island/Illinois geboren. Schon als Kind war Musik für sie von besonderer Bedeutung: „Ich hab immer vor mich hin gesummt und mir diese kleinen Songs und Melodien ausgedacht“, erinnert sie sich, „außerdem verfasste ich Gedichte, passend zur Musik. Wenn ich schlecht drauf war, tröstete und beruhigte mich schon alleine das Vibrieren beim Singen.“ Mit neun Jahren spielte sie die Hauptrolle im Musical Annie.
Ein Studium an der Colorado State University war nur ein kurzer Abstecher in die Hochschul-Welt. Lissie vernachlässigte dabei ihre Musik nicht, sie verfeinerte ihre Songs, trat als Headliner im örtlichen Theater auf und nahm einen Track mit einem lokalen Electronic-DJ auf, der irgendwie den Weg ins Fernsehen fand und als Soundtrack der Serien OC, California, Veronica Mars und Dr. House zum Einsatz kam. Nach einem Auslandssemester in Paris beschloss sie, die Uni komplett hinzuschmeißen, nach Los Angeles zu ziehen und einen Versuch zu starten, Karriere als Musikerin zu machen.
Mit Auftritten in Bars und Honig Verkaufen auf einem Bauernmarkt finanzierte Lissie sich ihren Lebensunterhalt. Die 2009 produzierte EP Why You Runnin' zog einige Aufmerksamkeit auf die junge Musikerin und sie erhielt einen Vertrag bei Columbia Records. Dort veröffentlichte Lissie 2010 ihr Debüt-Album Catching A Tiger, eine Mischung aus bluesigem Folk-Rock und Pop. Besonders in Europa wurde das Album ein Erfolg und schaffte es in mehreren Ländern in die Charts.
2011 erschien die EP Covered Up With Roses mit fünf Cover-Songs, u.a. Bad Romance von Lady Gaga und Nothing Else Matters von Metallica.










                                                                          

                                                                                                 

Montag, 12. November 2012

Wallis Bird



Wallis Bird ist eine irische Musikerin. Sie wurde 1983 in Meath geboren. Schon kurz nach ihrer Geburt schenkte ihr Vater ihr eine Gitarre. Dass aus ihr schließlich eine filigrane Gitarristin wurde, ist insofern erstaunlich, als ihr mit gerade mal anderthalb Jahren alle Finger der linken Hand von einem Rasenmäher abgetrennt wurden. Vier davon konnten der Linkshänderin wieder angenäht werden, nur der kleine Finger fehlt. Aus diesem Grund entwickelte sie einen einzigartigen Gitarrenstil. Sie spielt eine Rechtshänder-Gitarre seitenverkehrt, ohne die Saiten umzuspannen.
Nach der Schule zog Wallis nach Dublin, um am Bellyfermot College Musik mit Fachrichtung Songwriting zu studieren. Während dieser Zeit trat sie bereits in kleineren Clubs und auf Festivals auf. Während eines Austauschs in Deutschland lernte sie Musiker kennen, die später in ihrer Band spielten und auch ihren Produzenten Marcus Wüst. Sie blieb schließlich 18 Monaten hier und studierte ein Semester an der Pop-Akademie in Mannheim. 2006 produzierte sie eine EP mit dem Titel Branches Untangle.
Die Popularität der Irin wuchs stetig, was das Interesse renommierter Labels weckte. Wallis unterschrieb im Oktober 2006 schließlich bei Island Records. 2007 erschien dann das Debüt-Album Spoons, das den Sprung in die britischen Charts schaffte.
2009 wurde das zweite Album New Boots veröffentlicht. Wallis Bird überraschte hier mit einer etwas raueren Gangart, konnte aber auch damit ihren Hörerkreis zunehmend erweitern. 2010 tourte sie durch ganz Europa.
2012 erschien das aktuelle Album Wallis Bird, auf dem sich die Musikerin ausgeglichener präsentiert. Sie scheint ihren Stil gefunden zu haben. 











                                                                




                                                                                       

Freitag, 9. November 2012

Neuerscheinungen: Nena - Du bist gut



Am 2. November 2012 ist das mittlerweile 17. Album von Nena Du bist gut – erschienen. Aufgenommen wurden die 15 Songs in Island. Zwei Monate lang quartierte sich die Musikerin mit ihrem Produzenten Derek van Krogh und ihrer 13-köpfigen Band in der Nähe von Reykjavik im Studio der isländischen Band Sigur Rós ein.
Herausgekommen ist ein bunter Reigen deutscher Popmusik. Von Rock über Synthie bis zu klassischen Balladen – alles ist vertreten.
Die schnelleren Stücke wie Das ist nicht alles oder Lied Nummer eins verbreiten eine positive Energie, wie man sie noch aus Neue-Deutsche-Welle-Zeiten kennt. Insgesamt überwiegen aber die nachdenklichen, ruhigeren Titel. Esoterisch angehaucht, wie wir es von der gereiften Nena kennen, macht sie sich Gedanken über Trennungen (Freiheit, Ich hab dich verloren), Selbstfindungswege (Ich hör mir zu, Wo ist mein Zuhause) und auch ein Appell an uns alle darf nicht fehlen (Frieden).
Zwischendurch gibt es mit Goldene Zeit Goldenes Land Disco Sound, der allerdings verdächtig nach Corey Harts Sunglasses At Night klingt.
Insgesamt ist Du bist gut eine sehr vielseitige Produktion im typischen Nena-Stil. Fans werden das Album lieben, die anderen wird sie damit wohl nicht auf ihre Seite ziehen.
Mir sind die Texte an manchen Stellen doch etwas zu flach geraten "Alles was ich nicht ändern kann, das lass ich wie es ist / Denn alles was sich nicht ändern lässt, ist gut so wie es ist." (Du bist gut) oder sie haben eine Tendenz zum Kitsch wie in Schmetterling: Schmetterling, schwing deine Flügel/ Lass mich deine Schönheit sehen/ Solange es geht/ Eine Frau wiegt sanft ihr Kind und der Wind singt leise mit/ Wie zärtlich sie sind.
Ob Nena ihre Hörer mit Plattitüden dieser Art wirklich erreichen kann, bleibt dahin gestellt. Sie hat ja immer schon polarisiert. Entweder man mag sie – oder nicht. Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten.           






                                                                                                  

Donnerstag, 8. November 2012

Sheena Easton



Sheena Easton ist eine schottische Sängerin. Sie wurde 1959 als jüngstes von sechs Kindern in Bellshill geboren. Schon als kleines Mädchen sang sie für Bekannte und Verwandte. Wegen ihrer guten Schulnoten, erhielt sie ein Stipendium für die Royal Academy of Music and Drama.
Mit der von der BBC produzierten Sendung The Big Time schaffte sie den Durchbruch in England. Sie erhielt einen Plattenvertrag bei EMI und 1980 erschien die erste Single Modern Girl, die zu einem kleinen Radio-Hit wurde. Die zweite Single 9 to 5 wurde dann zum großen Erfolg. In den USA schaffte es der Song sogar auf Platz 1, dort allerdings unter dem Namen Morningtrain. 9 to 5 kollidierte mit dem gleichnamigen Titel von Dolly Parton.
Schon mit ihrem Debüt-Album Take My Time (1980) hatte es Sheena Easton bis ganz nach oben in den Pop-Olymp geschafft. 1981 steuerte sie mit For Your Eyes Only das Titellied zu dem James Bond Film In tödlicher Mission (Originaltitel: For Your Eyes Only) bei. Er wurde für den Oscar nominiert. Im selben Jahr gewann die Schottin den Grammy als beste neue Künstlerin.
Die frühen 80er Jahre blieben die erfolgreichste Zeit für Sheena Easton. Mit Hits wie Telephone, We've Got Tonight (mit Kenny Rogers) oder You Could Have Been With Me und Machinery war sie eine der bestimmenden Pop-Sängerinnen dieser Zeit.
1987 machte die Sängerin einen Ausflug ins Schauspielfach. Bekannt wurde sie vor allem mit ihrer Rolle in der TV-Serie Miami Vice neben Don Johnson.
Die späten 80er brachten einen Imagewechsel vom Pop-Star hin zur Dance-Queen. In Zusammenarbeit mit Prince konnte die Musikerin auch hier etliche Erfolge verbuchen.
Obwohl Sheena Easton weiterhin CDs veröffentlichte, gelang ihr kein weiterer Hit mehr. 2000 zog sie sich schließlich zurück und widmete sich der Erziehung ihrer Kinder. Sie lebt seit Jahren in den USA und gilt als eine der reichsten schottischen Frauen. Von Zeit zu Zeit gibt sie auch heute noch Konzerte.










                                                                          


                                                                                      

Dienstag, 6. November 2012

Alison Sudol (A Fine Frenzy)



Alison Sudol, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen A Fine Frenzy, ist eine amerikanische Sängerin und Pianistin. Sie wurde 1984 in Seattle/Washington geboren. Der Name A Fine Frenzy stammt aus dem Sommernachtstraum von William Shakespeare: „The poet’s eye, in a fine frenzy rolling, Doth glance from heaven to earth, from earth to heaven“.
Alison wuchs in Los Angeles auf und blieb als schüchternes Kind lieber für sich. Sie beschäftigte sich gerne mit Musik und Literatur. Nach dem Schulabschluss brachte sie sich selbst das Klavier spielen bei, weil sie nur damit ihre Songs schreiben konnte.
Ein erstes Demo schickte sie zu EMI und ein Vertreter des Labels besuchte die junge Künstlerin zu Hause, um sie dort spielen zu hören. Danach bot er ihr einen Vertrag an.
2007 erschien das Debüt-Album One Cell In The Sea. Es wurde wohlwollend von der Kritik aufgenommen und die Single Almost Lover entwickelte sich zum Hit. Die Musikerin mit den roten Haaren und der zarten Stimme hatte es auf Anhieb geschafft, sich einen Platz im Musik-Geschäft zu sichern. Sie ging mit Indie-Star Rufus Wainwright auf Tour bevor sie ihre eigene Tournee in Nordamerika und Europa mit großem Erfolg absolvierte. Mehrere ihrer Songs wurden in amerikanischen TV-Serien verwendet.
2009 wurde das zweite Album Bomb In A Birdcage veröffentlicht. Im selben Jahr erschien ein Live Album und der Konzert-Film A Fine Frenzy Live At The House Of Blues Chicago.
Anfang Oktober 2012 erschien das aktuelle Album Pines. Die inzwischen erblondete Alison Sudol bleibt darauf ihrem zarten Indie-Stil treu. Poetische Texte werden mit leisen Tönen kombiniert, Melodien entwickeln sich nur langsam. Die sparsame Instrumentierung bleibt meist im Hintergrund bis sich im zweiten Teil erste Rhythmen zeigen. Danach ist das Tempo deutlich höher und der Sound wechselt zum fröhlichen Mitklatsch-Pop. Pines ist ein Album, für das man sich Zeit nehmen muss, das einen dann aber um so mehr begeistert. Ein modernes, eigenwilliges Werk, das sich ganz um die Natur dreht – mutig und gelungen!










                                                                   




                                                                                              

Montag, 5. November 2012

Zusels Lieblinge: Maybe - Ingrid Michaelson



Von der amerikanischen Singer-Songwriterin Ingrid Michaelson stammen viele tolle Songs. Einen davon auszuwählen, ist mir richtig schwer gefallen. Ich habe mich dann für Maybe entschieden, einen Titel der 2009 auf dem Album Everybody erschienen ist.
Mir gefällt vor allem der fast schon hymnische Refrain. Er verleiht dem Song diesen Optimismus, der für ein Abschiedslied schon erstaunlich ist. Aber...vielleicht kommt er ja wieder zurück...








Maybe



I don't wanna be the one to say goodbye
But i will i will i will
I don't wanna sit on the pavement while you fly
But i will i will
Oh yes i will

Cuz maybe in the future
You're gonna come back you're gonna come back around
Maybe in the future
You're gonna come back you're gonna come back
Oh the only way to really know
Is to really let it go
Maybe you're gonna come back
You're gonna come back
You're gonna come back to me

I dont wanna be the first to let it go
But i know i know i know
If you have the last hands that i want to hold
Then i know
I've got
To let them go

Cuz maybe in the future
You're gonna come back you're gonna come back around
Maybe in the future
You're gonna come back you're gonna come back
Oh the only way you really know
Is to really let it go
Maybe you're gonna come back
You're gonna come back
You're gonna come back

I still feel you on the right side of the bed
I still feel you in the blankets over my head
And i'm gonna wash away (i'm gonna wash away)
Oh i'm gonna wash away
Everything till you come home to me

Maybe in the future you're gonna come back
You're gonna come back in the future
You're gonna come back you're gonna come back

Maybe in the future
You're gonna come back you're gonna come back around
Maybe in the future
You're gonna come back you're gonna come back
Oh the only way you really know
Is to really let it go
Maybe in the future you're gonna come back
You're gonna come back
You're gonna come back around

Oh the only way you really know
Is to really let it go
Maybe in the future you're gonna come back
You're gonna come back to me
You're gonna come back to me 







 

Freitag, 2. November 2012

Diane Birch




Diane Birch ist eine amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde 1983 in Michigan geboren. Ihr Vater war Pastor, dessen Arbeit ihn und seine Familie in verschiedene Länder führte. So verbrachte Diane Teile ihrer Kindheit in Simbabwe, Südafrika und Australien. Als sie 13 war, kehrte die Familie wieder zurück in die USA und ließ sich in Portland nieder.
Mit sieben begann Diane das Klavierspielen und war fast ausschließlich von klassischer und Kirchenmusik umgeben.
Nach ihrem Schulabschluss zog sie nach Los Angeles mit der Absicht Filmmusik zu komponieren. Statt dessen verdiente sie ihr Geld als Klavierspielerin in einem Hotel. Sie begann, erste eigene Songs zu schreiben und verbrachte einige Zeit in England, wo sie auch die meisten Titel für ihr Album schrieb.
2007 ging sie nach New York und erhielt einen Plattenvertrag bei S-Curve Records. Ihr Debüt-Album Bible Belt erschien 2009 und sorgte gleich für Aufmerksamkeit. Diane Birch hatte diverse Auftritte in US Late Night Shows und ihr Song Valentino wurde im Film verwendet. Bible Belt, eine Anspielung auf ihre konservativ, christliche Erziehung, erhielt allgemein gute Kritiken und schaffte es in die US-Charts.
Die Musik von Diane Birch klingt ein wenig altmodisch und erinnert mich an die 70er Jahre und Carole King. Mir gefällts.











                                                                     


                                                                                              

Donnerstag, 1. November 2012

Edith Piaf



Heute beschäftige ich mich mit der wohl größten Chansonsängerin aller Zeiten – Edith Piaf. Sie wurde 1915 als Edith Giovanna Gassion in Paris geboren.
Da ihre Mutter sich nicht um sie kümmerte, wuchs sie bei ihrer Großmutter auf, die sie jedoch vernachlässigte. Zurückgekehrt aus dem Krieg nahm der Vater, ein Zirkusakrobat, seine Tochter bei sich auf. Sie war erst sieben, als sie das erste Mal mit auf Tournee kam. Mit zehn Jahren begann sie auf der Straße zu singen. Edith Piaf wurde stark geprägt von der Gewalttätigkeit des Milieus, in dem sie aufwuchs, und vom Alkoholismus ihres Vaters.
Mit 15 zog sie nach Paris und trat zusammen mit einer Freundin als Straßensängerin auf. Mit 17 bekam sie ein Kind, das mit zwei Jahren an Hirnhautentzündung starb.
1935 wurde Edith von Louis Leplée, einem bekannten Nachtclubbesitzer, entdeckt. In seinem Club wurde die zierliche Sängerin mit der kräftigen, gefühlsbetonten Stimme zur Sensation des Jahres. Leplée war es auch, der ihr den Spitznamen piaf – Spatz – gab, der später zu ihrem Künstlernamen wurde. Nach dessen Ermordung geriet Edith kurzfristig in Verdacht der Mitwisserschaft. Obwohl sie freigesprochen wurde, flüchtete sie daraufhin in die Provinz und kehrte erst 1937 wieder nach Paris zurück.
Der Geschäftsmann Raymond Asso verhalf ihr schließlich zum endgültigen Durchbruch. Er brachte sie mit der Pianistin und Komponistin Marguerite Monnot zusammen, eine Verbindung, die bis zum Ende von Piafs Karriere andauerte. Er schrieb auch ihren ersten Hit Mon Legionnaire und verschaffte ihr Auftritte in den renommiertesten Konzertsälen von Paris.
Edith Piaf war am ersten Höhepunkt ihrer Karriere. Während Asso zum Militär musste, schrieb Jean Cocteau ihr und ihrem neuen Lebenspartner, dem Schauspieler Paul Meurisse, 1939 den Einakter Le Bel Indifférent auf den Leib. Der Erfolg war so groß, dass sie ein Jahr später gemeinsam im Kinofilm Montmartre Sur Seine auftraten.
Während des Zweiten Weltkrieges und der deutschen Besatzungszeit blieb sie in Paris und gab Konzerte für Kriegsgefangene. Dabei schmuggelte sie gefälschte Arbeitserlaubnisse in Gefangenenlager, um einigen Soldaten die Flucht zu ermöglichen. In dieser Zeit unterhielt sie ein leidenschaftliches Verhältnis zu dem sechs Jahre jüngeren Chansonnier Yves Montand, dessen Karriere sie förderte.
1947 war die Sängerin in ganz Europa ein gefeierter Star. Ihr Versuch, auch in den USA Fuß zu fassen scheiterte dagegen. Doch lernte sie dort den Boxer Marcel Cerdan kennen, der ihre große Liebe wurde. Als dieser 1949 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, erlitt sie einen Schock, von dem sie sich Zeit ihres Lebens nicht wieder richtig erholte. Sie litt unter Depressionen und ihrer angeschlagenen Gesundheit. Ihre Probleme bekämpfte sie einerseits mit Drogen und Alkohol, andererseits mit zahlreichen Liebesaffären.
1952 heiratete sie mit Marlene Dietrich als Trauzeugin den Komponisten Jacques Pills, der für sie Je T'ai Dans La Peau mit Gilbert Becaud schrieb. Das Glück währte jedoch nur kurz. Nach vier Jahren ließen sich Edith Piaf und der ebenfalls alkoholsüchtige Pills wieder scheiden.
Anschließend konzentrierte sie sich vor allem auf ihre Konzerttätigkeit. Sie trat in Mexiko und Havanna auf, 1956 war sie die erste Varietésängerin, die ein Gastspiel in der New Yorker Carnegie Hall hatte, 1958 trat sie für drei Monaten am Stück im Pariser Olympia auf.
1959 verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand nach einem schweren Verkehrsunfall rapide. Zusätzlich zu den schon vorhandenen Problemen wurde auch noch Krebs diagnostiziert. Trotz allem gab sie weiterhin Konzerte und veröffentlichte so bekannte Chansons wie Milord und das unvergessene Je Ne Regrette Rien, das deutliche autobiographische Züge trägt.
1962 heiratete sie den 20 Jahre jüngeren griechischen Sänger Teaphanis Lamboukas und sang vom Eiffelturm aus für eine riesige Menschenmenge. Beides konnte die rasche Verschlechterung ihrer Gesundheit aber nicht aufhalten. Anfang 1963 nahm sie noch L'Homme De Berlin auf, bevor sie sich an die Côte D'Azur zurückzog, wo sie nach mehreren Krankenhausaufenthalten am 11. Oktober 1963 starb. Die Beerdigung fand vier Tage später unter Teilnahme von 40.000 Trauernden im Pariser Friedhof Père Lachaise statt.
Bis heute ist Edith Piafs Beliebtheit ungebrochen. Mit ihrer emotionalen Art, Chansons zu singen hat sie sich in die Herzen unzähliger Menschen gesungen. Ihre Musik ist unvergessen.