Willkommen in meinem Blog! Hier geht es um Musikerinnen. Vor allem um Frauen, die ihre Musik selbst machen, das heißt selbst schreiben und selbst spielen. Ich stelle bekannte Künstlerinnen vor und weniger bekannte, Hauptsache tolle Musik. Vorschläge sind jederzeit willkommen!





Donnerstag, 11. Oktober 2012

Björk



Björk ist eine isländische Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin. Sie wurde 1965 in Reykjavik als Björk Guðmundsdóttir geboren. Als Kind lernte sie Klavier spielen und wurde bei einer Radiosendung von einem Produzenten entdeckt, der 1977 mit Björk ihr erstes gleichnamiges Album aufnahm. Es enthielt verschiedene isländische Kinderlieder und Coverversionen populärer Titel wie z.B. Fool On The Hill von den Beatles. Das Album wurde zum Hit in Island und Björk eine Art Kinder-Star.
Schon bald interessierte sich die junge Musikerin für Punk und gründete in den folgenden Jahren mehrere Bands. Der Erfolg stellte sich erst 1987 ein, als sie mit einigen befreundeten Musikern die Band Sugarcubes gründete. Schon ihre erste Single Birthday leitete mit Björks unvergleichlichem Gesang und experimentellen Sounds den Kult um die eigenständigen Post-Punker ein. Nach vier, auch international erfolgreichen, Alben trennten sich die Sugarcubes 1992 wieder.
Björk widmete sich nun zunehmend der britischen Dance/Electro-Szene. Sie fasste in der Londoner Szene schnell Fuß und lernte Nellee Hooper, den Soul II Soul-Produzenten, kennen. Zusammen mit Talvin Singh, der für die Streicherarrangements engagiert wurde, arbeiteten sie an Björks Album Debut, das 1993 erschien. Es verkaufte sich auf Anhieb 3,5 Millionen mal. Auch als Solo-Künstlerin konnte sich Björk also schnell etablieren.
1995 folgte das zweite Album Post, auf dem Björk neben ihren Vertrauten Nellee Hooper und Graham Massey auch mit Howie B und Tricky zusammen arbeitete.
Björk fungierte auch als Songwriterin für andere Musiker. So schrieb sie das Lied Bedtime Story für Madonna. Madonna hätte gern Material für ein ganzes Album gehabt, Björk lehnte dies jedoch ab. Auch eine Einladung Madonnas lehnte Björk mit der Begründung ab, dass ein Zusammentreffen zufällig und nicht unter verkrampften Umständen stattfinden sollte.
Ende 1997 veröffentlichte sie mit Homogenic ein ganz außergewöhnliches und sehr nachdenkliches Album. Zwischen mal schmeichelnden, mal fremdartig klingenden Keyboard- und Streicherelementen, grummelnden Basslinien und zögerlichen Grooves erzeugte Björks fragile Stimme ihr unverwechselbares Ambiente.
Um etwas Abstand vom Musikgeschäft zu gewinnen, beschäftigte sich Björk mit dem Film. 1999 schrieb sie die Musik zum Lars von Trier-Film Dancer In The Dark, in dem sie auch gleich die Hauptrolle spielte. Beim Cannes Film Festival 2000 erhielt sie die Auszeichnung als beste Darstellerin, ebenso bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises des gleichen Jahres. Sie wurde außerdem für den Golden Globe nominiert. Der Soundtrack zu dem Film erschien unter dem Titel Selmasongs. Das Stück I've Seen It All erhielt jeweils eine Golden Globe- und Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Filmsong, konnte sich aber nicht durchsetzen.
2004 produzierte die experimentierfreudige Björk das A capella-Album Medulla. Zur Seite standen ihr renommierte Vocal-Artisten wie Rahzel, die 'human beatbox' von The Roots, die Kopfstimmenspezialistin Tanya Tagaq oder der Faith No More-Frontmann Mike Patton.
2011 erschien das multimediale Gesamtkunstwerk Biophilia. Die Live-Shows wurden von Apps, Installationen, Workshops und einer speziellen Website mit 3D-Animationen begleitet.
Bleibt zu hoffen, dass uns die kreative Künstlerin auch in Zukunft weiter mit ihren außergewöhnlichen Projekten überrascht.









                                                                 

                                                                                                  



4 Kommentare:

  1. Das ist auch so ein schräger Vogel! Muss man mögen. Ich bin mir da nicht so sicher..

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  2. Oh ja, Björk hat noch gefehlt. Sie ist auf ihre Art wirklich herausragend!

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  3. Ja, die ist wirklich sehr eigen. Manche Sachen finde ich ganz gut, andere dagegen einfach nur seltsam...

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  4. Coole Frau, einfach nur cool!

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